Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Re: advertising on your website

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Von: Havier Gomez <havier.gomez1976@gmail.com>

Hi,

just wanted to know if you received my previous email. Do you sell ad placements on your website?

Best regards, Havier Gomez

On Wed, Nov 29, 2017 at 4:49 PM, Havier Gomez <havier.gomez1976@gmail.com> wrote:

Hello,

I‘m software developer. I‘d like to advertise my software on your site.
Do you sell ad placements?

Thank you,
Havier Gomez

Nein, immer noch nicht. Und schon gar nicht für Spammer, die mich nur als „Hi“ oder „Hello“ kennen. Dass du aber deine eigenen Spams beantwortest, Havier, das allerdings halte ich für eine richtig gute Idee. Jetzt brauchst du nur noch deine Mailadresse anstelle meiner als Empfänger einzutragen, und schon gefällt mir diese deine Idee noch viel besser. :mrgreen:

Dein dich „genießender“
Nachtwächter

® wurde gestoppt

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Wer ist das? Und was habe ich damit zu tun? Diese etwas obskure Mail ging auf der Gammelfleisch-Adresse für unseriöse Geschäftsvorschläge ein; diese ist die einzige Mailadresse im Impressum, die ein Harvester problemlos auslesen kann. Vermutlich wird jede irgendwo im Web auffindbare Mailadresse mit diesem Müll zugespammt.

Jetzt aber erst einmal ein Screenshot des „wunderhübschen“ HTML-Layouts der Schrottmail:

Screenshot der Darstellung dieser Mail im Thunderbird

Detail aus der Spam: Fünf Sterne, unter denen Nr. 1 steht, darunter ein nachgemachter Teilen-Button von FacebookEs ist doch gleichermaßen erfreulich wie erbäulich, wenn völlig namenlose und mir unbekannte Leute mit Facebook-Klickeknöpfchen und fünf Sternen über der Nummer Eins, die mir illegale und asoziale Spam in mein Postfach machen, schlaflose Nächte wegen meiner Computersicherheit zu haben scheinen. Vor allem, wenn man daran denkt, dass die größte vermeidbare Gefahr für die Computersicherheit ein Klick in eine Spam ist. Die Kombination von dummdürftigem Inhalt mit dem Streben nach Design ist immer wieder für einen Lacher gut.

Der wichtigste Grund für das HTML-Layout der Spam ist freilich ein anderer. Vom Leser im Regelfall unbemerkt wird von der (über einen bei Kriminellen sehr beliebten Dienstleister aus dem sonnigen Panama anonym betriebenen) Domain preparedsecurity (punkt) com ein unsichtbares, kleines Bild eingebettet, ein so genannter Webbug. Dieser „funkt“ über eine eindeutige ID an die Absender zurück, dass die Spam unter der Empfängeradresse angekommen ist und sogar angeschaut wurde, so dass bei der so heimlich bloßgelegten Adresse in Zukunft so richtig durchgespammt werden kann.

Mein Tipp gegen diesen regelmäßig angewandten Trick der Spammer (und der Werber): Einen Mailclient verwenden, der standardmäßig niemals externe Inhalte selbsttätig nachlädt. Ich empfehle den auch für „normale Menschen“ sehr einfach einzurichtenden und zu benutzenden Thunderbird. Wer hingegen seine E-Mail im Webbrowser macht, weil es so „bequem“ ist oder weil er Angst davor hat, sich eine richtige Software zu installieren, hat keine Chance, sich gegen diese Form der überrumpelnden Überwachung durch Kriminelle zu verteidigen. Tatsächlich ist eine richtige Mailsoftware auch wesentlich bequemer als die Nutzung eines Webmailers, vor allem, wenn man mehrere Mailadressen verwendet – was angesichts der Spamfluten eine gute Idee ist.

So, nun zum Text:

Hacker attackieren deutsche Webseiten

Diese Hacker aber auch immer, die mit ihren Äxten auf Webseiten losgehen!

Nehmen ich mal nur ein Beispiel. Hier auf Unser täglich Spam gab es in den letzten 12 Stunden zehn Versuche, sich mit ungültigen Zugangsdaten anzumelden. Es war für die Angreifer nicht besonders schwierig, meinen Login-Namen herauszubekommen, und für das Passwort werden dann einfach Wörterbücher genommen, die häufige und beliebte Passwörter durchprobieren. Skripten, mit denen man das automatisieren kann, sind leicht zu finden, und jeder verpickelte und adipöse Nachwuchscracker auf dem Pisspott kann diese Skripten benutzen. Dieses Wörterbuch-Verfahren für Passwortcracks führt erschreckend häufig zum Erfolg. Deshalb verwendet man ja auch niemals ein Passwort, das jemand anders erraten könnte. Wer nicht genau weiß, worauf es bei der Wahl eines Passwortes ankommt, kann hier schnell und einfach die Sicherheit seines Passwortes überprüfen lassen.

Ja, in der Tat: Hacker hacken. Das ist nichts Neues und bedarf nicht des brüllenden Alarmtones (und schon gar nicht der Spam), das ist Alltag. Gefällt mir auch nicht immer. Ist aber so. Es besteht also aller Grund zur Vorsicht im Datenverkehr!

Demnächst sollen nach den jüngsten und gesellschaflich hochgefährlichen Fieberträumen unseres offensichtlich völlig durchgeknallten geschäftsführenden Herrn Bundesinnenministers de Maizière (CDU)¹ sogar Polizeien und Geheimdienste der Bundesrepublik Deutschland mit krimineller Methodik auf Computer anderer Menschen zugreifen – und die für diesen Zugriff ausbeutbaren Sicherheitlücken sollen von Geräteherstellern offen gelassen oder sogar eigens geschaffen werden. Wohin ein solches Agieren von Staaten letztlich führt, durften wir alle während des WannaCry-Erpressungstrojaners „bewundern“, der eine für die NSA offen gelassene Sicherheitslücke ausbeutete: Zu riesigen Problemen für arglose Computernutzer, zu riesigen wirtschaftlichen Schäden in etlichen Unternehmen und zu riesigem Reibach für die Organisierte Kriminalität. Polizeien und Geheimdienste, deren Agieren die Kriminalität fördert und die Betroffenen der Kriminalität noch schutzloser macht, haben jeglichen Sinn verloren und werden in ihrer gegen mich und die gesamte Bevölkerung gerichteten Gewalt von mir nur noch als Feinde betrachtet. Nein, nicht als Gegner. Als Feinde. Weil sie Feinde sind.

Reuters/dpa berichtet: Wir sprechen von einem Cyber-Angriff.
Der Angriff hat alle Bereiche unseres Geschäfts erfasst.

Aha, und der angeführte angebliche „Bericht“ von Reuters und der dpa kann in einer HTML-formatierten E-Mail nicht verlinkt werden? Woran das wohl liegen mag? Nicht, dass es sich hier um diese „Fake News“ handelt, von denen so oft geredet wird… :mrgreen:

==> Finde heraus, ob von Hackern bedroht ist

Sätze ohne Verb habe ich ja öfter, vor allem bei Spams aus dem slawischen Kulturraum, aber Sätze ohne Objekt… ;)

Der Link geht in die Domain preparedsecurity (punkt) com und führt nach zwei Umleitungen…

$ location-cascade "http://www.preparedsecurity.com/index.php/campaigns/ln529dg4wt01e/track-url/ka421kkr2r726/1b01a0f7f8b56270471a4f696be785fefa26c7d4"
     1	http://preparedsecurity.com/rdc.php?md=email&cp=Sicherheitscheck 15.0.1&ad=CtoA&adt=Textclick&em=ln529dg4wt01e
     2	https://www.webwaechter2018.com?owa_medium=email&owa_campaign=Sicherheitscheck 15.0.1&owa_source=newsletter&owa_ad=CtoA&owa_ad_type=Textclick&email_id=ln529dg4wt01e
$ _

…zur Website in der Domain webwaechter2018 (punkt) com, die ebenfalls…

$ whois -h whois.namecheap.com webwaechter2018.com | grep ^Registrant | sed 5q
Registrant Name: WhoisGuard Protected
Registrant Organization: WhoisGuard, Inc.
Registrant Street: P.O. Box 0823-03411 
Registrant City: Panama
Registrant State/Province: Panama
$ _

…über einen bei Kriminellen und Spammern sehr beliebten Dienstleister aus dem sonnigen Panama vollständig anonym betrieben wird. Ich will es mal so sagen: Wer sich unter diesen Umständen und von diesen Leuten wegen seiner Computersicherheit beraten lässt, handelt genau so „schlau“ wie jemand, der zum Schutz vor Einbrüchen den Wohnungsschlüssel einer Einbrecherbande in die Hand drückt.

Immerhin scheint man sich nicht gleich beim Besuch der Website etwas einzufangen. Aber nicht einmal darauf würde ich mich verlassen. Die Spam ist aktuell, und die Antivirus-Schlangenöle helfen nur gegen ältere Schädlinge, die bei den Herstellern der Antivirus-Programme schon bekannt sind. Es ist niemals eine gute Idee, in eine derartige E-Mail zu klicken.

Die lustige und wie bereits gesagt völlig anonym betriebene Website mit ihrer 128-Bit SSL Rundum-Verschlüsselung mit Krypto-Lock (kannste dir nicht selbst ausdenken, sowas!) sieht übrigens so aus:

Screenshot der durch Spam beworbenen Website

Wer dort die Adresse seiner Website eingibt, wird sicherlich allerhand Probleme angezeigt bekommen – ich war nur nicht gewillt, allzuviel Skripting zu erlauben, weil ich gerade keinen gut gesicherten Rechner zur Verfügung habe, und deshalb weiß ich nicht, was meinen leichtgläubigen Mitmenschen präsentiert wird.

Wer diese Leute gar an seinen Server lässt, der bekommt vermutlich fast alles, wovor er geschützt werden soll:

Machen Sie Ihr Unternehmen sicher:
✔ Halten Sie Ihre Webseite immer erreichbar
✔ Schützen Sie sich vor Reputationschaden
✔ Wehren Sie böse Spam-Roboter Attacken ab
✔ Bleiben Sie mit Ihrer Webseite in der Google Suche

Wow, diese Spammer haben sogar ein Zeug, mit dem ich in der Google-Suche bleibe! Das ist ja… fast so gut wie die Zusage, dass ich mit meiner Lunge weiterhin Luft atme.

Am Rande bemerkt: Wer sich mit seiner Website am Webmaster-Programm von Google anmeldet (das kostet kein Geld, macht nur geringen Aufwand und schadet nicht), bekommt vor einer eventuellen Löschung aus dem Google-Index eine Warnmail, in der beschrieben ist, wieso es dazu kommt. Dafür bedarf es also nicht eines Bullshit-Spezialexperten, der von mir völlig unwidersprochen selbst zu der Auffassung gelangt ist, dass sich seine Dienste ohne illegale und asoziale Spam wohl nicht verkaufen lassen. Wieso Google Websites aus dem Index löscht? Häufig, weil eine Website von Verbrechern übernommen und in eine Schadsoftware-Schleuder umgebaut wurde. Da ist es gut, schnell gewarnt zu sein, um etwas dagegen unternehmen zu können. Wenn man hingegen diese freundlich spammenden Kriminellen als „Webwächter“ an seinem Server lässt, warnen sie ganz sicher nicht, wenn sie die Website in eine Schadsoftware-Schleuder umbauen und/oder sich ein paar Hintertüren für alle möglichen Formen des kriminellen Missbrauches der Server anderer Leute legen – von der Verbreitung illegaler Darstellungen des sexuellen Missbrauches von Kindern² über ganz gewöhnliche Betrugsgeschäfte bis hin zur ordinären, stinkenden Spam. Alle diese von einem selbst durch Zugangsgewährungen verursachten Nutzungen eines Servers durch Kriminelle führen nicht nur zum nachhaltigen Reputationsverlust und den damit verbundenen wirtschaftlichen Schäden, sondern auch zur Bekanntschaft mit ermittelnden Untersuchungsgerichten und Staatsanwälten. Und zwar ganz sicher.

Freundliche Grüße,
Sabine Schiffer

Ihre Ansprechpartnerin
für die Sicherheit Ihrer Webseite

Nein, kriminelle Spammer sind keine Ansprechpartner.

Webwaechter2018
Mit uns schützen Sie Ihr Unternehmen
www.webwaechter2018.com

Wenn das der Schutz ist, will ich die Unsicherheit nicht mehr kennenlernen.

Wollen Sie sich weitere, wichtige Hinweise für die Sicherheit Ihrer Webseite entgehen lassen?
Ich verzichte auf die Zustellung wertvoller Informationen und trage mich hiermit aus.

Ihr könnt mich auch mal!

¹Angesichts des hier geltenden „Rechtes auf Vergessen im Internet“ geht der Link auf eine dauerhafte Archivversion der Pressemeldung.

²Ich nenne das ganz bewusst nicht „Kinderpornografie“, denn Pornografie wird von einwilligungsfähigen Menschen freiwillig (nämlich so freiwillig wie jeder andere Job auch) hergestellt. Es handelt sich hier um etwas Übleres als Pornografie, und dieser Unterschied sollte jedem Menschen klar sein, damit es nicht zu verharmlosenden und beinahe höhnischen Ausdrücken wie „Kinderpornografie“ kommt. Vor allem wäre viel gewonnen, wenn jedem Journalisten dieser Unterschied klar wäre.

FW: AW: Produkte

Dienstag, 5. Dezember 2017

Was für Produkte? Verbrauchtwagen? Leichensäcke? Brötchen? Die Kategorie „Produkte“ ist doch ein bisschen weiter gesteckt. Mal reinschauen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ja, eines davon bin ich. Ich lasse mich aber nicht gern als „Herr“ ansprechen, wo so wenig Herrlichkeit mein Leben prägt.

ich wende mich an Sie, da ich der Meinung bin, dass sich die von Ihnen auf der Webseite angebotenen Produkte ausgezeichnet dazu eignen, im Internet gefördert zu werden.

Aha, da hat sich einer angeblich meine „Webseite“ angeschaut. Das Impressum hat er nicht gefunden. Kein Wunder, wenn er nur eine „Seite“ gesehen hat. Aber dafür sah er fördernswerte Produkte. Welche meint er? Die hier in Unser täglich Spam nahezu täglich zitierten und kommentierten Spams? Und diese „Produkte“ fördert er dann, indem er mir gleich eine Spam ins Postfach macht? Oh, ich fühle mich heute so gefördert! :mrgreen:

Aber nein, unser Spammerchen hat etwas anderes:

Deshalb möchte ich Ihnen die Tools anbieten, die es erlauben, den Verkauf von Ihren Produkten und Dienstleistungen beinahe mit sofortiger Wirkung und auch mehrfach zu erhöhen.

Verkaufstools. Der wird doch nicht etwa Spam meinen? Oder…

Ich biete Ihnen einen Adressenkatalog der deutschen Unternehmen an, in dem Sie direkte Kontaktdaten der Firmenbesitzer und Firmenmanager finden können.

…Adresslisten von Unternehmungen, die schon ganz viel Spam mit der Mail, im Briefkasten, im Faxgerät und am Telefon bekommen und bar jeder Vernunft bei jeder einzelnen dieser Spams voller ungezügelter unternehmerischer Potenz mit einem dahergelaufenen spammenden Lumpenkaufmann ins Geschäft kommen wollen. Letzteres soll zumindest der Idiot von Nachwuchsspammer glauben…

Der Katalog enthält 1.457.620 deutsche Firmen und beinhaltet solche Daten wie: Namen der Firma, Firmenanschrift, Region, Kontaktdaten des Firmeninhabers oder des Managers, E-Mail-Adresse, Telefon, Faxnummer,
Branche usw.

…der diese Spamdatenbank… sorry… diesen „Katalog“ kauft.

Mithilfe dieses großen Verzeichnisses erreichen Sie mit Ihrem Angebot mehr als eine Million Unternehmen und Personen, die zu Ihren neuen Kunden werden.

Mithilfe dieser großen Spamdatenbank kann man sich bei mehr als einer Million potenzieller Kunden die Reputation nachhaltig zerstören. Ein ideales Angebot für alle Freunde des Scheiterns, die zur Beschleunigung ihres Bankrotts auch vor illegalen Methoden wie Spam nicht zurückschrecken und um Abmahnungen geradezu betteln möchten.

Wie zielvermeidungssicher der Adressbestand dieses Spammers ist, sieht man daran, dass eine seiner werblichen Spams bei mir ankam: Ich bin obdachlos und lebe vom Betteln.

Falls Sie sich jetzt für den Kauf des Firmenkataloges entscheiden, erhalten Sie von uns ganz kostenlos die Tools, die Ihnen helfen, eine wirkungsvolle Werbekampagne zu entwickeln.

Die Tools dienen unter anderem dazu, die von uns gekauften Daten zu managen sowie die Werbeangebote vorzubereiten und zu verschicken.

Damit ein Idiot, der für diese einmalige Gelegenheit, sich selbst ins Knie zu schießen, auch noch…

*** DE – Firmenadressen 2018 ( 1 457 620 ) – 190,- € – bis zum 05.12.2017

…190 Euro ausgibt, trotz seiner sicher anzunehmenden technischen Unfähigkeit und generellen Dummheit etwas mit den ganzen Daten anfangen kann, bekommt er gleich noch Software zum Spammen dazu.

Mehr Informationen entnehmen Sie bitte unserer Webseite:

http://www.firmen-gdbs.net/?page=home

Die Website, auf der die mit illegaler Spam beworbene Software für illegales Marketing beworben und verkauft wird…

$ whois firmen-gdbs.net | grep WHOIS
   Registrar WHOIS Server: whois.name.com
$ whois -h whois.name.com firmen-gdbs.net | grep ^Registrant
Registrant Name: Whois Agent 
Registrant Organization: Domain Protection Services, Inc. 
Registrant Street: PO Box 1769  
Registrant City: Denver 
Registrant State/Province: CO 
Registrant Postal Code: 80201 
Registrant Country: US 
Registrant Phone: +1.7208009072 
Registrant Fax: +1.7209758725 
Registrant Email: firmen-gdbs.net@protecteddomainservices.com 
$ _

…liegt natürlich in einer anonym betriebenen Domain, denn kein Halunke hat gern die Kriminalpolizei vor seiner Tür stehen. Immerhin ist es diesmal nicht der bei Spammern so beliebte Dienstleister aus dem sonnigen Panama. Die Website sieht übrigens so aus:

Screenshot der mit Spam beworbenen Website

Wer möchte, kann dort auch seine Mailadresse angeben, um regelmäßige Müllmails dieser Spamexperten zu abonnieren. Wie ich an meiner Spam sehe, kommt man aber auch ohne diese Mühe in den „Genuss“.

Hunderte Firmen haben uns schon Ihr Vertrauen geschenkt und mithilfe unserer Tools haben sie für ihre Produkte und Dienstleistungen neue Kunden gewonnen. Wir bieten Ihnen an, unsere bewährten Lösungen in Anspruch
zu nehmen.

Ein weiterer Grund, warum man auf dieses Angebot für Dumme hereinfallen sollte? Es sind schon andere Dumme darauf reingefallen. Wie viele Dumme? Na, hunderte von Dummen.

Moment, was habe ich eben noch auf der Website dieser Idioten gelesen: „Seit 12 Jahren ist die Firma Global Contact ein verlässlicher Partner im Bereich der Kundengewinnung und Bewerbung von Produkten“. Das heißt: In zwölf Jahren haben diese windigen Datenverkäufer aus der Gosse des Internet ein paar hundert Male ihre Datenbank verkaufen können.

Oder anders ausgedrückt: Die verkaufen nicht einmal hundert im Jahr.

Fürwahr, eine mit illegalen Methoden vorgehende Klitsche, die großkotzig als „Global Contact“ zu firmieren vorgibt und in ihrer illegalen Reklame völlig offen einräumt, dass ihr Jahresumsatz unter 20.000 Euro liegt, ist ein ganz großer Erfolgskenner! Von deren Erfolg müsst ihr alle etwas abbekommen! Das habt ihr euch verdient, wenn ihr darauf reinfallt! :mrgreen:

MfG
GLB – Contact-Team.
http://www.firmen-gdbs.net/?page=home

LmaA
Euer euch „genießender“
Nachtwächter

Sie suchen einen Job, dann gehen Sie zu uns!

Sonntag, 3. Dezember 2017

„Jobs“, die mit einer Spam kommen, sind immer die besten… :D

Lieber exxxxx,

[Anrede von mir unkenntlich gemacht]

Immer schön, wenn man anstelle einer persönlichen Ansprache mit dem Namensteil seiner Mailadresse angesprochen wird! Und, was soll ich jetzt arbeiten? Um was geht es?

99 % der Leute wollen ohne Anstrengung online Geld verdienen, aber nur Sie haben eine Chance,
zu dem 1 % an glücklichen Leuten zu gehören, die es wirklich erreichen können!

Ah ja, um Geld geht es. Um Geld für jeden. Ganz ohne Arbeit. Um Geld, das nur mit illegaler Spam weggeht, weil sich niemand für Geld zu interessieren scheint.

Ihre E-Mail-Adresse exxxxx@yahoo.de wurde sorgfältig aus unserer Datenbank ausgewählt und Sie haben die exklusive Chance,
ein Beta-Tester von Joshs Software zu werden.

So so, sorgfältig ausgewählt nennt man so etwas jetzt also. :mrgreen:

Und wo kommt das Geld her? Aus Yoshis Software natürlich. Die zaubert hokus pokus das Geld herbei. Es ist ein Geldmachprogramm. Und zwar eines, das nur mit Spam weggeht.

Und, wie viel Geld ist es?

Was Sie bekommen können? Na ja, wie ich bereits gesagt habe – die Chance,

Ihr Leben zu verändern. Die Chance, ~ 50.000€ pro Woche zu verdienen.

Ach so, nur 2,6 Milliönchen Øre im Jahr. Kein Wunder, dass niemand an diesen paar Groschen Interesse hat und dass man deshalb Mailadressen aus einem großen Crack mit diesem Angebot zuspammen muss!

Und das Besteste daran:

Josh ist ein Typ, der eine Software entwickelt hat, die ab nächster Woche für fast 7.000€ verkauft wird.

Yoshi startet nicht einfach sein total gutes geldmachendes Geldmachprogramm und leistet sich einen verfeinerten Lebensstil, sondern er verkauft es für Geld. Vermutlich, weil er total davon überzeugt ist, dass es echt jetzt mal und ganz wirklich auch richtig gut funktioniert. :mrgreen:

Natürlich weiß der Spammer, dass ich gerade keine vierzehn lila Lappen der EZB zum Verbrennen herumliegen habe und hat deshalb ein ganz tolles Angebot für mich:

Aber diese Woche erhalten sie 60 glückliche Leute völlig kostenlos.

Kostenloses Geld.

Alles, was man dafür machen muss…

Holen Sie sich hier Ihre Kopie:
>>> LINK HIER <<<

…ist klicki klicki auf „Link hier“ in der Spam zu machen. Immerhin weiß der Spammer schon, dass „Click here“ durch keinen Spamfilter dieser Welt mehr hindurchkommt und hat deshalb diese Phrase vermieden. Aber ob „Link hier“ ein besserer Sprachstummel ist? :D

Wir haben diese E-Mail an 120 Leute geschickt, wie Josh uns bat.

Yoshi kann zwar ein Programm programmieren, dass einfach so ein paar Millionen Øre erzeugt, aber Yoshi kann noch nicht selbstständig eine Mail schreiben und hat deshalb ein paar kriminelle Spammer darum gebeten.

Überzeugen Sie sich selbst – nur jeder zweiten Person wird Zugang gewährt.
Je früher Sie kommen, desto höher die Chance, dass Sie öfter ein Lächeln in Ihrem Gesicht sehen …,

während Sie sehen, wie Bargeld nicht wöchentlich und auch nicht monatlich auf Ihrem Konto eingeht.

Wer darauf reingefallen ist, kann also darüber lächeln, dass gar kein Geld kommt. :mrgreen:

Sondern jeden Tag!

Ach nee, so war das gemeint. :D

Schalten Sie den Geldautomaten hier an:
>>> LINK HIER <<<

Können diese Augen lügen?

Bis bald …, hoffe ich.
Mit besten Grüßen

Mit Gruß vom Reichwerdexperten, der seine Reichwerdmethode nicht etwa anwendet, um reich zu werden, sondern sie an irgendwelche Mailadressen verschenkt und demnächst an andere Leute verkauft. Dem darin mitschwingenden Urteil über die Funktionsfähigkeit der Methode getraue ich mich nicht zu widersprechen. :D

Der Link geht übrigens – nach einer spamtypischen Weiterleitung – nicht zu Yoshi, sondern zum Bitcoin-Reichwerdexperten Kyle Spamford, der schon wieder eine neue Domain für seinen Beschiss namens „Cryptosystem“ benutzt:

Detail der Website -- Herzlich willkommen! Ich bin Kyle Stanford -- Einsatzleiter bei, The Liberty BTC System -- Ich möchte mir die Zeit nehmen, um sie persönlich im The Liberty BTC System begrüßen. Das Liberty BTC System ist für die Unterstützung hart arbeitender Menschen wie Sie geschaffen, um hnen von der Tretmühle der Arbeit weg zu unbegrenzter Zeit und Freiheit zu helfen. Sehen Sie sich das Video an um zu lernen, wie Sie Ihre kostenlose Software aktivieren, die Sie als vollwertiges Mitglied des Liberty BTC Systems erhalten. Unsere proprietäre Software ist der Schlüssel, um mehr als 5.000$ pro Tag zu verdienen. Bitte füllen Sie das Formular mit Ihren korrekten Daten aus, so dass wir uns in dem Mitgliedsbereich näher unterhalten können. Geben Sie Ihre Daten jetzt ein und wir sehen uns dann dort! Hingekritzelte, unleserliche Unterschrift

Die Website ist immer noch völlig unverändert, einschließlich ihrer peinlichen Fußzeile, die immer noch auf die vorherige Beschissmasche mit den „binären Optionen“ verweist. Wenn der spammende Betrüger sich Mühe mit seinem Beschiss geben wollte, könnte er ja gleich arbeiten gehen. Von daher erspare ich es mir, einen neuen Screenshot anzufertigen – ich habe ja schon einen. Aber bitte keine Getränke im Mund, sonst gibt es eine Sauerei!

Bitte bestätigen Sie Ihren Gewinn heute.

Samstag, 2. Dezember 2017

Mit Punkt am Ende des Betreffs. Sicherlich eine Qualitätsspam.

Von: Pedro Quezada <posttransfer01@gmail.com>
Antwort an: glopay123456789@gmail.com

Mit gefälschtem Absender und toller Antwortadresse. Sicherlich eine Qualitätsspam.

Fünfhunderttausend Dollar (500.000,00 $) wurden Ihnen von gespendet Herr Pedro Quezada vom Power Ball Jackpot von $ 338 Millionen Dollar, die er gewann in New Jersey USA. Holen Sie sich für weitere Details der Ansprüche zurück:
glopay123456789@gmail.com

Fürwahr, in bestem mechanodadaistischen Spamdeutsch. Eine Qualitätsspam zur Einleitung eines Vorschussbetruges.

Bitte beachten Sie, dass, wenn Sie diese E-Mail in Ihrem Spam finden, bitte wissen, dass Es ist wegen Low Network, ich warte auf Ihre Antwort

Das ist so eine hochqualitative Qualitätsspam, dass der Spammer schon ahnt, dass sie wohl überall als Spam aussortiert wird – und sich eine Ausrede aus dem Arsch zieht, warum seine Spam als Spam erkannt wird: Wegen seines schwachen Gehirnes… ähm… schwachen Netzwerkes. :D

Herr Pedro Quezada

Spammer sprechen wie Yoda und in drittes Person von sich.

Möchtest du heiße Leute treffen?

Freitag, 1. Dezember 2017

Hui, an eine Mailadresse, die für menschliche Leser gar nicht sichtbar ist. Das ist sicherlich eine Qualitätsspam.

web version

Aber ich habe doch schon eine Mailversion.

Möchtest du heiße Leute treffen?

Wo? In der Mikrowelle? Sind die denn auch schon durchgegart? :twisted:

Dann erstelle Dir ein Profil und schon kannst du anfangen mit flirten!

Ach nee, so ein Fleischmarkt ist das!

„über 10 000 000
Kontakte online“

Ob die „Anzahl der Kontakte“ wohl die Anzahl der dort angemeldeten Leute ist? Wenn dort zehn Megamenschen die sicherlich kostenpflichtigen Dienstleistungen dieses Dating-Fleischmarktes nutzten und damit zufrieden wären, wäre noch nicht einmal mehr normale Werbung nötig, und erst recht keine illegale und asoziale Spam, die an jede mögliche Mailadresse versendet wird, die mit einem Harvester eingesammelt werden kann.

CheatNow bietet online als deutsches Casual Dating Portal für Menschen
die Möglichkeit erotische Abenteuer zu suchen.

Bis jetzt hat jeder Web-Fleischmarkt die Möglichkeit geboten, „erotische Abenteuer“ zu suchen. Nur mit dem Finden klappt es oft nicht so gut… :mrgreen:

Sie sind hier am richtigen Ort, wenn Sie einen Seitensprung suchen
oder einen One Night Stand finden möchten.

Solche Texte im Spamfilter zu lesen, löst bei mir akute Heiterkeit aus. :D

Klicken Sie Hier

Der dümmste denkbare Linktext findet sich ausschließlich in dummer Reklame und krimineller Spam und bleibt auch im Jahr 2017 ein sicheres und fehlerkennungsfreies Kriterium für das Aussortieren hirnlosen Kommunikationsmülls von irgendwelchen Bratschädeln. Wer noch irgendetwas fühlt, wird keinen seiner Mitmenschen mit derartig sinnlosen Sprachstummeln kommen.

Der Link ist spamtypisch nicht direkt gesetzt, sondern führt erst nach ein paar Umleitungen zum Verbergen der Affiliate-ID¹…

$ location-cascade "http://clicks.risiblec.online/index.php/campaigns/pa998aqkpvd7b/track-url/es651oastz19e/9a13e63808693d475dac203206a7e5fbcf41580e"
     1	http://clik.spxroute.com/aff_c?offer_id=5834&aff_id=1068
     2	https://c.ssladx.com/?a=537&c=1500&E=HvePgQTqF7o%3d&s1=DLO1068&s2=1027425fb8dfee3ee25e51f2cfece0&s3=W_
     3	https://www.cheatnow.com/x/prelander2?affid=537&oid=83&campid=4196&cid=1500&s1=DLO1068&s2=1027425fb8dfee3ee25e51f2cfece0&s3=W_&s4=&s5=&clickid=zbhljk3PQlcYOdtmhHMFCwvBMr00a8bVpk5C3Rk9iD4dNBa6HzKRO4E69tyu89lEGh7UK0×66PCYAAp3g_BIjoFpabvKMTDQsO0pjXOY6a3HSsQEk_M1sXmEo52SxIf-R4UB_qAWJDjTjR0kzp15ynV2tmIX7SNe-5_QicSXdPnqbH4v6U3nzUzRdRSJ94kP3cdBX8CjBeGk_FlZY3aTc7uhAdmNCP96QKON7Gxwz2qPWJUZuMXi0ybq3EDWULSVCecJJK-MZJGhcGH8lusucdyJRTltnLt86Uju7Usf4xQ&udid=&clkid=0b4d8c11-3d31-45ad-aa1f-827431bd447a
$ _

…zur Website in der Domain cheatnow (punkt) com, die zwar lt. Spam ein „deutsches Casual Dating Portal“ sein soll, aber nicht von einem deutschen Anbieter betrieben wird – genauer gesagt wird sie anonym betrieben:

$ whois -h whois.namebright.com cheatnow.com | grep "^Registrant"
Registrant Name: Private Registration
Registrant Organization: 
Registrant Street: 2635 Walnut Street
Registrant City: Denver
Registrant State/Province: CO
Registrant Postal Code: 80205
Registrant Country: US
Registrant Phone: +1.7204960020
Registrant Phone Ext: 
Registrant Fax: 
Registrant Fax Ext: 
Registrant Email: CheatNow.com@NameBrightPrivacy.com
$ _

Immerhin ist es nicht der sonst bei Spammern so überaus beliebte Dienstleister aus dem sonnigen Panama.

Die Fleischmarkt-Seite sieht so aus:

Screenshot der spambeworbenen Dating-Site

Dass diese ganzen spambeworbenen Dating-Fleischmärkte aber auch immer nur Frauen im Angebot haben! Was machen dort die Frauen nur mit den Männern, dass diese offenbar allesamt die Flucht ergreifen? :mrgreen:

Ein Teil der Antwort auf diese Frage könnte man in der Fußzeile der Website lesen, wenn man dann vor dem Datenstriptease liest: „Diese Dienstleistung enthält eine Reihe von fiktiven, moderierten Profilen um den Unterhaltungswert der Webseite zu erhöhen; aus diesem Grund wird eine tatsächliche Kontaktaufnahme nicht immer möglich sein“ – ah ja! Da kann ich nur empfehlen, nicht diesen spambetriebenen Fleischphantasieverkäufern Eintritt für das eigene Kopfkino zu bezahlen, sondern in den nächsten Puff zu gehen, denn dort gibt es wenigstens etwas für das Geld.

+18

Achtzehn, zwanzig, zwo, null, vier, sieben, dreißig… kontextlose Zahlen können so sinnlos wirken.

Contact: DriveMeWilld, 12 Tigne Street, Sliema-Malta ; drivemewild@bulletmail.org

So so, „mach-mich-irre bei geschossmail punkt org“? Passt zur Spam. :D

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Du kannst mich auch mal, Spammer!

¹Da die Mail an eine Honigtopfadresse ging, habe ich kein Problem damit, dem Spammer zu zeigen, dass sie ankam und benutze die unveränderte ID aus der URI. Ansonsten ist so etwas eine wirklich schlechte Idee, die für einen immer vollen Posteingang sorgt…

Huber

Donnerstag, 30. November 2017

So nannte sich die mutmaßliche Reinkarnation von Kurt Schwitters, die den folgenden Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges hier auf Unser täglich Spam veröffentlichen wollte, aber am Spamfilter scheiterte. Um die drangvolle Lyrik dieser Spam zu erhalten und einem angemessen breiten Publikum zuzuführen, habe ich in das Glibbersieb gegriffen und diese kleine Perle der deutschen Sprache herausgezogen:

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Udabankk@gmail.com

Großunartig und hEiter!