Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „gmail.com“

germain

Dienstag, 19. Februar 2019

So nannte sich der Hirnstummel von Spambanker mit seiner IP-Adresse aus Benin, der den folgenden, eigenhändig über die Zwischenablage ins Eingabefeld kopierten Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges hier auf Unser täglich Spam veröffentlichen wollte, aber aus inhaltlichen Gründen am Spamfilter gescheitert ist. Ich bitte die Passagiere darum, sich bei der rasanten Fahrt durch den Frontallappenkirmes des Spammers und durch die spamdeutsche Sprache gut festzuhalten, es ruckelt nämlich mal wieder ein bisschen – die Zeilenumbrüche im Zitat sind so, wie vom Spammer beabsichtigt:

Darlehensangebot
Hallo
mein name ist germain augustine. Ich habe 1260000 €, die ich mir wünsche
teilen Sie es als Darlehen mit einer Rate von 2%. Die N26 Bank wird dafür sorgen
Bankübersetzungen.
Für jede Anfrage hinterlassen Sie mir eine Nachricht, indem Sie mir
den Betrag mitteilen
gewünscht. Die Rückzahlungsfrist beträgt höchstens 30 Jahre.
Schreiben Sie für jede Anfrage an germain19860@gmail.com
danke

Ohne weitere Worte.

Kaufen Führerschein, ausweise, Zertifikate, Pässe

Dienstag, 12. Februar 2019

Eine USENET-Qualitätsspam eines Qualitätskriminellen:

Von: max docs <maxdocs001@gmail.com>
Newsgruppen: de.comp.lang.javascript

Wir sind die beste Produktionsfirma, die Sie in ganz Europa finden.
Wir machen Qualitätsdokumente wie;

http://maxdocs.wordpress.com
Email: maxdocs2089@gmail.com

– Führerschein
– Fahrerkarten
– Reisepässe
– Ständige Aufenthaltsgenehmigung
– Bachelor-Abschlüsse und Zertifikate
– Heiratsurkunden
– Geburtsurkunden
– Abitur

Wir kümmern uns um alle Länder innerhalb der EU.
Unsere Dienstleistungen sind 100% und Sie können Produktproben verifizieren.
Unsere Dokumente enthalten alle relevanten Sicherheitsmerkmale wie

Hologramme, Prägung, UV-Lichtbrechung, Dünnfilm-Overlay auf Karten.
Sie können uns sofort über unsere Website oder per E-Mail erreichen.

Pass kaufen
Führerschein kaufen
Führerschein erneuern
neue Pässe
kaufen gefälschte pässe
Kaufen Sie einen gefälschten Führerschein
Zertifikate kaufen
Diplom kaufen
Ausweis kaufen
Aufenthaltsgenehmigung kaufen

Endlich weiß ich, wo diese ganzen motorgetriebenen Henker, die mich immer umbringen wollen, wenn ich auf dem Fahrrad sitze, ihre Führerscheine herhaben. Ich dachte ja immer, dass es dafür Lotterien geben muss. Und auch meine bisherige These, dass einige Leute ihr Abitur wohl irgendwann einmal in den Frühstücksflocken gefunden haben, bedarf nun wohl einer Revision…

Wie der Idiot von Spammer darauf kommt, dass ein Interesse an Javascript-Programmierung irgendwie mit einem Interesse an gefälschten Ausweispapieren, Fahrerlaubnissen und Bildungsnachweisen einhergehen könnte, weiß ich natürlich nicht. Aber nur kurz darüber nachgedacht, nur schnell daran erinnert, was für ein unsägliches Javascript-Gestrokel ich schon in meinem Leben gesehen habe und schon finde ich, dass es gar nicht so fern liegt. :D

Und weil es so „schön“ ist, einem dummen Kriminellen dabei zuzuschauen, wie er seine angeblich gefälschten Dokumente angeblich verkaufen will, hier noch ein Screenshot der Startseite seines spammigen WordPress.com-Blogs…

Screenshot der spambeworbenen Website mit einem angeblichen Verkauf gefälschter Dokumente -- Kaufe Qualitätsführerschein, Reisepässe und andere Dokumente -- Wir sind ein einzigartiger Hersteller von Qualitätsdokumenten. Wir bieten nur hochwertige, gefälschte Pässe, Führerscheine, ID-Karten, Heiratsurkunden, VISA, Stempel und andere Produkte für folgende Länder an: Australien, Belgien, Brasilien, Kanada, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen , Spanien, Schweden, der Schweiz, Großbritannien, USA und einigen anderen. -- Diplomatischer Passstatus erklärt -- Diplomatenpässe sind eine bestimmte Art von Pass, der nur bestimmten Personen ausgestellt wird. In den meisten Fällen werden Diplomatenpässe nur an Personen ausgestellt, die bei der Regierung eines bestimmten Hoheitsgebiets beschäftigt sind. Personen, die sich für einen diplomatischen Reisepass berechtigt fühlen, können dies jedoch tun. -- Um sich rechtlich für einen Diplomatenpass zu qualifizieren, müssen Einzelpersonen ausdrücklich angeben, wie sie mit der Regierung oder dem Staat verbunden sind. Dies kann durch Vorlage von rechtlichen Dokumenten demonstriert werden, um ihren Status als Staatsangestellter zu klären. Um einen Diplomatenpass zu erhalten, müssen Einzelpersonen einen Antrag bei einer bestimmten Aufsichtsbehörde stellen, die die Ausstellung von Spezialpässen regelt. Es ist wahrscheinlich, dass ein diplomatischer Pass ein anderes Aussehen und eine andere Farbe hat als ein regulärer Pass der ausstellenden Gerichtsbarkeit. -- Für den Fall, dass eine Person berechtigt ist und erfolgreich einen Diplomatenpass erwirbt, kann ihre unmittelbare Familie auch einen Diplomatenpass beantragen. Dies ermöglicht Diplomaten, mit ihrer Familie in der ganzen Welt frei zu reisen. -- Um einen zweiten Reisepass zu erhalten, wird empfohlen, dass Einzelpersonen die Unterstützung einer professionellen Beratungsfirma in Anspruch nehmen. Auf diese Weise können Einzelpersonen sicherstellen, dass sie den Prozess erfolgreich und professionell und zeitnah abschließen, während sie gleichzeitig die Zuständigkeit des Gerichts einhalten Vorschriften.

…das wohl in Kürze nicht mehr da sein wird, weil ich es eben gerade an WordPress.com gemeldet habe. Wäre doch schade, wenn dieses Meisterwerk eines Qualitätsspammers, der Qualitätsfälschungen von Dokumenten zu verkaufen vorgibt, einfach so verschwände und man nichts mehr zu lachen hätte.

Und nein, es gibt bei diesem Halunken wohl keine gefälschten Dokumente. Aber bezahlen wird man sie trotzdem können, und zwar schön anonym (Kryptowährung, Western Union) und im Voraus. Das Geld ist weg. Denn bei allem seinen Talent, alle möglichen Dokumente so nachmachen zu können, dass sie nicht als Fälschungen erkannt werden, hat dieser gnadenlo… ähm… begnadete Fälscher es doch noch nicht geschafft, sich ein paar überzeugende Banknoten zu drucken, und deshalb bescheißt er lieber Leute, die falsche Papiere haben wollen. Immerhin wird er wohl niemals von einem seiner Opfer bei der Polizei angezeigt werden.

verified

Samstag, 9. Februar 2019

So nannte sich der Vollidiot mit seiner deutschen IP-Adresse eines britischen VPN-Anbieters, der es mit dem folgenden, eigenhändig über die Zwischenablage ins Kommentarfeld kopierten Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges auf Unser täglich Spam geschafft hat, durch die Spamfilterung zu kommen. Hierzu meinen herzlichen Glückwunsch! Das schafft wahrlich nicht jeder. Allerdings sind die von „verified“ gezeigten Formulierungskapriolen hochdadaistischer Wendigkeit nicht gerade förderlich für das Geschäft eines Trickbetrügers.

Guten Tag allerseits,,, [sic! Drei Kommas.]
Umfassende Darlehensfinanzierungsdienste stellen Finanzmittel bereit, die von der Unterstützung der Vereinigten Staaten und ihres Finanzgebiets im Rahmen der im Rahmen der Verordnung eingerichteten Kreditfazilitätsfazilität [sic!] profitieren. Wir sind zertifizierte, registrierte und rechtmäßige Kreditgeber und werden Sie besser bedienen! [sic!] Weitere Informationen erhalten Sie mit den folgenden Angaben. [sic!]
KONTAKTINFORMATION:
* infoclfunding@gmail.com
* andreaprivatesector@gmail.com
* http://clfunding.org/home/
HINWEIS: Alle Antworten sollten an folgende Details weitergeleitet werden [sic!]:
Danke vielmals! [sic!]

Aber bitte doch, kein Grund für unnötiges Bedanken: Du hast deine paar Stunden Ruhm gehabt, mein Blog als Litfasssäule benutzen zu können. Das wird sicherlich nicht so schnell noch einmal passieren. ;)

Oh, und das ist (noch) sehr selten bei den kommentarspammenden Vorschussbetrügern. Unser im geduldigen Internet mit Banknoten wedelnder Mugu hat sich in einem Anfall von spamunüblicher Sorgfalt die Mühe gemacht, auch schnell eine Website für den angeblichen Darlehensgeber zusammenzustöpseln. Die von ihm verwendete Domain clfunding (punkt) org

$ whois clfunding.org | grep ^Creation
Creation Date: 2019-01-30T12:32:15Z
$ _

…existiert zwar erst seit zehn Tagen, aber dafür wird in der Website schon voll auf die Kacke gehauen:

Screenshot der Website des Darlehens-Vorschussbetrügers

Ich mag ja besonders den Typen, der da im Titelbereich hinter der Theke Kaffee zubereitet und wohl als Symbol für jemanden stehen soll, der für sein Unternehmen ein Darlehen von fünfhundert Megadollar mit einer Laufzeit von vierzig Jahren so dringend benötigt, dass er es sich von einem Kommentarspammer binnen einer Stunde bewilligen lassen will. Der verkauft wohl keinen besonders preiswerten Kaffee. ;)

I Need Your Assistance And Help Please!

Donnerstag, 7. Februar 2019

Hello My Dearest,

Hallo, du liebster Inhaber einer Mailadresse, dessen Namen ich nicht kenne.

Kindly allow me the modesty of introducing myself to you, I am Miss Afi Kofi Awoonor 23 years old Female from Ghana, West Africa, I am the only Daughter of my Late Father Prof. Kofi Awoonor. My Late Father is well known as a Ghanaian poet and one of the African distinguished literary figures, he served as Ghana’s ambassador to Brazil and Cuba in 1980s, as well as United Nations envoy during the 1990-94 presidency of Jerry Rawlings. My parents were among the scores of people killed by Al Qaeda-aligned terrorists who attacked a busy shopping mall in Nairobi, Kenya on September 21, 2013. when members of Al Shabab, a Somali-based militia, seized the Westgate Shopping Mall in a hail of bullets in Kenya’s worst terrorist attack.

Ich selbst habe selbstverständlich einen Namen, und ich habe sogar eine schöne Geschichte aus dem blutdurchtränkten Afrika. Natürlich ist das nicht mein richtiger Name, und natürlich ist das nicht meine richtige Geschichte. In Wirklichkeit gehöre ich zu einer kleinen Bande von Trickbetrügern, die naiven Internetnutzern das Geld aus der Tasche zieht und hier in die lokalen Bordelle trägt. Zwar ist Vorschussbetrug eine Masche mit einem gewaltigen Bart, aber es fallen immer noch Leute drauf rein, warum also sollten wir uns etwas Besseres ausdenken. Wenn wir uns Mühe geben wollten, könnten wir ja gleich arbeiten gehen.

I am constrained to contact you now due to the resent attack that has took almost the life of 147 people in our school by the same members of Al Shabab which my only two brothers I have in this life were killed by the gunmen.

Das ideale Opfer eines derartigen Trickbetruges schöpft keinen Verdacht, wenn es maximal unpersönlich als „Hallo, du allerliebste Mailadresse“ angesprochen wird und anschließend eine lange, mitleiderweckende Darlegung einer fürchterlichen Lebens- und Leidensgeschichte hört. Und diese Leichtgläubigkeit gibt es eben immer wieder. Wenn es erst einmal geklappt hat, über die Mitleidsfähigkeit den kritischen Geist zu dämpfen, kann auch die eigentliche Geschichte erzählt werden:

Now I am presently staying in the Mission refugee camp here in Burkina Faso. My father of blessed memory deposited the sum of 18.5 Million united state dollars in Bank Of Africa here in Burkina Faso with my name as the next of kin. I had contacted the Bank to clear the deposit but the Branch Manager told me that being place an instruction on the fund that I must present a foreign trustee who will help me in investment of the fund. However, he advised me to provide a trustee who will stand on my behalf for the transfer. Please I am seeking for your help in transferring the money into your bank account urgently while I will relocate to your country to settle down with you. As you indicate your interest to help me I will give you the account number and the contact of the bank where my late beloved father deposited the money with my name as the next of kin as I have all the certificate of the fund with me here. It is my intention to compensateyou with 30 percent of the total fund for your assistance and the balance shall be my capital investment in any profitable venture which you will recommend to me as I have no idea about foreign investment. Contact me through this email address ( afikofiawoonor1@gmail.com ) and also send me your private email address to send you

Unser Spammchen hängt in einem Flüchtlingscamp in Burkina Faso fest und hat 18,5 Megadollar Erbschaft auf dem Konto, kommt aber nicht dran, weil die Bank ihr das Geld nicht geben will, wenn sie nicht einen Ausländer präsentiert, der ihr beim Ausgeben des Geldes hilft. Und deshalb wechselt unser Spammchen nicht etwa die Bank und schließt sich auch nicht dem bewaffneten Widerstand gegen derartige Gutsherrenambitionen an, sondern mailt mal kurzerhand irgendwelche Unbekannten im Ausland an, ob die ihr nicht helfen wollen. Damit man das nicht allein vom unsteten Mitleid, sondern auch von der viel zuverlässigeren dummen und verdummenden Gier angetrieben macht, bietet unser Spammchen für diese kleine Dienstleistung eine Aufwandsentschädigung von 5,5 Megadollar an – und deutet sogar an, dass sie einem die Gesamtsumme in die Hand drücken möchte, damit man das Geld für sie ausgibt… ähm… investiert.

Wer dieser geistig armen Frau in misslicher Lage aus der kriminellen Phantasie eines Spammers jetzt unbedingt das Geld aus der Tasche ziehen möchte, kann einfach die Mail beantworten. Aber bitte auf gar keinen Fall an die Absenderadresse, denn die ist gefälscht. Bitte deshalb nicht gleich glauben, dass auch der Rest der Geschichte unwahr ist! Das wäre ganz schlecht für den Betrug, und das Stammbordell der Betrügerbande ist doch immer so teuer. Selbstverständlich wird über die angeblichen Millionenbeträge in durchgehend unverschlüsselter und nicht digital signierter E-Mail über kostenlos und anonym eingerichtete Mailadressen bei irgendwelchen Freemailern kommuniziert. Denn wer weiß, wie man kryptografische Verfahren anwendet, ist in den Augen dieser Bande schon viel zu intelligent, um mit so einer hirndörren Geschichte geködert werden zu können.

Wer darauf reinfällt, wird in einen längeren Schriftverkehr verwickelt und hat auch schnell lustige Telefonate mit Mitgliedern einer erfahrenen Bande – und es gibt leider, leider, leider immer wieder so kleine Probleme mit dem Geld, die leider, leider, leider erfordern, dass man ein bisschen Geld ausgibt: Hier ein Hunderter für den Notar, da ein paar Hunderter für diesen Schein, da ein Hunderter für den Stempel, da ein paar Hunderter für das Finanzamt und da ein paar Tausender zur Bestechung eines fiesen korrupten Beamten. Natürlich ist das immer alles ganz eilig. Und man kann auch keineswegs einen Scheck hinsenden, sondern alles läuft völlig anonymisiert über Western Union und Konsorten. Denn die Betrügerbande geht viel lieber ins Bordell als ins Gefängnis und legt deshalb größten Wert auf Anonymität.

Yours Sincerely
Afi Kofi Awoonor

In vollständiger Verachtung deiner Person und Intelligenz
Dein spammender Vorschussbetrüger

Domain mms-buch.de

Donnerstag, 31. Januar 2019

Von: Volker Gartner <vgvolkergartner1@gmail.com>

Kenne ich nicht.

An: gammelfleisch@tamagothi.de

Kennt mich auch nicht und sammelt die Mailadressen zum Vollspammen einfach mit einem Harvester aus dem Web ein. So landete unser Erzekel aus dem Posteingang in einem Töpfchen, in dem nur die Besten der Besten der Besten landen. :mrgreen:

Guten Tag,

Gute Nacht!

Ich dachte mir, ob Sie vielleicht an meiner mms-buch.de interessiert sind.

Was soll das sein, ein MMS-Buch? Mir ist die Abk. „MMS“ ja im Frühling des Jahres 2014 markant mit einer Spam ins Postfach geflattert, und ich habe kein Interesse daran, auch nur in die Nähe derartiger menschenverachtender Machenschaften zu kommen. Aber dieser freundliche Domainhändler aus der Spam labert lieber davon, dass das ein…

Vorteil durch besseres Company Branding und Namenserkennung

Vorteil wäre. Ja, die Nähe zu spambeworbener Quacksalberei ist ein gutes „Brandzeichen“ für ein Unternehmen. So wird jedem nur beim Hinschauen klar, womit man es zu tun hat.

Das Geschäft mit Natriumchorit scheint ja nicht mehr so gut zu laufen. Die Kundschaft, der man das andrehen kann, wird doch nicht etwa weggestorben sein? :mrgreen:

Mit vorzüglicher Hochachtung

Unter vollständiger Verachtung der Intelligenz seiner Leser:

Volker Gartner

Der spammende Domainverkäufer aus der Hirnhölle.

Abschlie�ende Mitteilung f�r die Zahlung des nicht beanspruchten Preisgeldes

Samstag, 19. Januar 2019

Ja ja, ich weiß, das hirnt alles ganz schön mit dem richtigen Encoding. Aber ein Spammer frickelt halt ein bisschen herum, der will ja nicht nachdenken, der will ja spammen. Zum Beispiel, um seinen Vorschussbetrug einzuleiten, damit er auch weiterhin Geld für den Puff hat. Und wenn er dann mal ein paar Millionen Spams rausgehauen hat, die zerschossen aussehen und voller peinlicher Fehler sind, dann korrigiert er eben ein bisschen und versendet nochmal ein paar Millionen Spams. Es kostet ja nichts, Spam zu versenden. Und es belastet ja nur die Server anderer Leute.

Von: DANIEL RODRIGUEZ <danilerodriguez@gmail.com>

Kenne ich nicht.

ANWALTSKANZLEI
AV/DE GRAN VIA NO.38, 28008 MADRID ESPAСA
TEL: 0034 657 118 xxx. FAX: +34 917 905 xxx
E-MAIL: rodriguezdaniellawfirm@fastservice.com

Aha, die spezielle „Anwaltskanzlei“, bei der man besser nicht in der Mailsoftware auf „Antworten“ klickt, um an die Absenderadresse zu antworten, weil der Absender gefälscht ist. :D

Aus Madrid. Also aus demjenigen Мадрид, wo sich…

Sehr geehrter Begьnstigter

…kyrillische Kringel in den Text mischen, wenn man diese lustigen deutschen Vokale mit den Pünktchen drüber schreiben will.

AbschlieЯende Mitteilung fьr die Zahlung des nicht beanspruchten Preisgeldes

Das hast du schon im Betreff gesagt! Aber da war es noch ein bisschen zerschossener, damit man gleich sieht, dass deine Spam krimineller Sondermüll ist.

Wir mцchten Sie informieren, dass das Bьro des nicht Beanspruchten Preisgeldes in Spanien, […]

Die haben ja Büros in Spanien. :mrgreen:

[…] unsere Anwaltskanzlei ernannt hat
als gesetzliche Berater zu handeln, in der Verarbeitung und der Zahlung eines Preisgeldes, das auf Ihrem Namen
wurde, und nun seit ьber zwei Jahren nicht beansprucht wurde.

Toll, das ist zwar irgendwas „auf meinem Namen“, aber ich werde als „Sehr geehrter Begünstigter“ angesprochen. Und nein, mein Nachname lautet nicht „Begünstigter“.

Der Gesamtbetrag der ihnen zusteht betrдgt momentan Ђ2,500,000.00

Aha, in diesem Spanien verwendet man nicht das Währungssymbol €, sondern das Währungssymbol Ђ. Das wusste ich ja noch gar nicht. :D

Der Qualitätsdolmetscher, der diesen Text aus einer nicht mehr leicht identifizierbaren Ausgangssprache ins Deutsche übertragen hat, hat auf seiner Dolmetscherschule übrigens nicht gelernt, wie man im Deutschen diese Sache mit den Punkten und dem Komma bei Zahlen macht. Das ist ganz nicht so unwichtig, wenn es um Gelddinge geht.

Aber dieser Qualitätsdolmetscher…

Das ursprьngliche Preisgeld betrag Ђ1,800,000.00 Euros. Diese Summe wurde fьr nun mehr als zwei Jahre,Gewinnbringend
angelegt, daher die aufstockung auf die oben bennante Gesammtsumme. Entsprechend dem Bьros des nicht Beanspruchten
Preisgeldes, wurde dieses Geld als nicht beanspruchten Gewinn einer Lotteriefirma bei ihnen zum verwalten niedergelegt und in
ihrem namen versichert. Nach Ansicht der Lotteriefirma wurde ihnen das Geld nach einer Weihnachtsfцrderunglotterie
zugesprochen. Die Kupons wurden von einer Investmentgesellschaft gekauft. Nach Ansicht der Lotteriefirma wurden sie damals
Angeschrieben um Sie ьber dieses Geld zu informieren, es hat sich aber leider bis zum Ablauf der gesetzten Frist keiner gemeldet
um den Gewinn zu Beanspruchen. Dieses war der Grund weshalb das Geld zum verwalten niedergelegt wurde. GemдЯ des
Spanischen Gesetzes muss der inhaber alle zwei Jahre ьber seinen vorhanden Gewinn informiert werden. Sollte dass Geld wieder
nicht beansprucht warden, wird der Gewinn abermals ьber eine Investmentgesellschaft fьr eine weitere Periode von zwei Jahren
angelegt werden.Wir sind daher, durch das Bьro des nicht Beanspruchten Preisgelds beauftragt worden sie anzuschreiben. Dies
ist eine Notifikation fьr das Beanspruchen dieses Gelds.

…war generell in einem eher schläfrigen Zustand, als er sein Deutsch gelernt hat. Und natürlich, als er diesen Text geschrieben hat. :D

Und hui! Worin wurde das Geld angelegt? Eine Rendite von beinahe zwanzig Prozent im Jahr in diesen Zeiten von Niedrig- und gar Negativzinsen! Das kann eigentlich nur der brummende Investmentfont der Mafia gewesen sein, mit dem Menschen- und Drogenhandel finanziert wird. :D

Ja, diese Spam endet hier. Es gibt keinen weiteren Text. Aber dafür hat die Spam einen Anhang mit einem PDF-Dokument¹. Hat der Spammer in seinem Wodkakopf doch noch einen Anfall von Streben nach gestalterischer Exzellenz gekriegt? Mal schauen – oh, das hat ja zwei Seiten:

Erste Seite des PDF-Anhanges der Spam mit dem angeblichen Lotteriegewinn zur Einleitung eines Vorschussbetruges

Zweite Seite des PDF-Anhanges der Spam mit dem angeblichen Lotteriegewinn zur Einleitung eines Vorschussbetruges

Zu schade für den Spammer! Da wollte er so ein toll gesetztes PDF machen, aber der Rahmen um das Antwortformular ist ihm irgendwie, als der besoffene Kopf mal wieder auf die Maus gefallen ist, mitten in den Text gerutscht. Da er in seinem Computerkurs noch nicht gelernt hat, was der Menüpunkt „Rückgängig“ bedeutet, hat er dann einfach „Fuck it!“ gesagt, es so gelassen und an ganz viele Spams angehängt. Das ist schon bitter, wenn man immer so viel Pech beim Denken hat wie diese Spammer mit ihrer Lotterieglücknummer bei diesen Spamlotterien, bei denen man keine Lose kaufen muss… :mrgreen:

¹Es ist generell eine ganz schlechte Idee, Anhänge einer E-Mail zu öffnen, wenn diese nicht vorher ausdrücklich über einen anderen Kanal als E-Mail vereinbart wurden und/oder der Absender der E-Mail jenseits jedes vernünftigen Zweifels feststeht, weil die E-Mail digital signiert wurde und man diese Signatur auch überprüft hat. Das bisschen befriedigte Neugierde ist den möglichen Ärger nicht wert. Dettelbach ist überall. Ich öffne solche PDF-Anhänge übrigens niemals im Adobe-Reader, sondern importiere sie in das Grafikprogramm Gimp. Das ist auch nicht völlig sicher, aber zumindest zurzeit deutlich risikoloser. Denn die spammenden Verbrecher sind faul. Sie denken nicht an alles, sondern an den verbreiteten, häufigen Fall, wenn sie eine Schadsoftware verbreiten wollen, nämlich an ein Microsoft Windows, auf dem ein Adobe Reader läuft.

Re:(6) Want a million in 3 steps…

Dienstag, 15. Januar 2019

Die im folgenden Zitat in eckigen Klammern gesetzten Löffel Buchstabensuppe wurden in der HTML-formatierten Spam in weiß auf weiß gesetzt und sollten für einen Leser nicht sichtbar werden. Jemand, der solche Tricks aus der alten Mottenkiste nötig zu haben glaubt, um sich durch die Spamfilter zu mogeln, ist ein ganz Großer! Der hat sicher schon seine Million. Wenn nicht gar mehrere. :mrgreen:

Want a million in 3 steps [lunjlrin]
[cchayq]
1. Buy a database of 170 million e-mail addresses from business sites all over the world. + 10,000 SMTP Relay. [upmqy]
[dvgvm]
2. Do it yourself or order from us a dispatch using this database of an advertising letter with the offer of your product or service. [hqdarbv]
[mgzpq]
3. Get your million. [dhieoozb]
[twwwkv]
Our e-mail : andrey100077@gmail.com

Aha, so kommt man also an eine Million. Fragt sich nur, was für eine Million. Eine Million erbitterter Feinde ist ziemlich sicher:

  1. Kauf von einem Spammer eine Spamdatenbank mit ganz vielen Mailadressen von Geschäftsseiten, in denen offenbar auch die Kontaktadresse für unseriöse Angebote von Unser täglich Spam enthalten ist.
  2. Spam die Adressen alle mit deiner Spam voll. Wenn du zu blöd bist, selbst ein Spamskript zu finden und dir anzupassen, gib einfach dem Spammer Geld dafür, dass er die Adressen mit seiner Spam vollspammt.
  3. Und schon kommt flapp flapp eine Million angeflattert. Der Spammer sagt es ja selbst. Und der muss wissen, wovon er faselt. Sonst würde er es ja nicht in seine Spam schreiben.

Wer das jetzt interessant findet und gern im gesamten Internet die Reputation eines asozialen Spammers haben möchte: Bitte nicht an die Absenderadresse der Spam antworten! Die ist nämlich gefälscht. Aber das mit der Million, das stimmt. Ganz feste dran glauben!

offer

Montag, 14. Januar 2019

Abt.: Irgendeine Sprache wird schon passen…

Na, was wird mir denn angeboten? Schade, dass das nicht wie bei jedem vernunftbegabten Wesen einfach im Betreff steht. Mal reinschauen:

Von: infoh@nc-import.co.uk
Antwort an: impactfundscorp@gmail.com

Kenne ich nicht – und die Absenderadresse ist gefälscht.

– Are you interested in getting an affordable loan of 3% interest rate ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Voc? est? interessado em obter um empr?stimo acess?vel de taxa de juro de 3% ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Er du interesseret i at f? en overkommelig l?n p? 3% rente ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Sind Sie daran interessiert, eine kosteng?nstige Darlehen in H?he von 3% Zinsen ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Er du interesseret i na fa en overkommelig LAN p? 3% rente ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Bent u ge?nteresseerd in het verkrijgen van een betaalbare lening van 3% rente?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Er du interessert i ? f? en rimelig l?n p? 3% rente ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Est? interesado en obtener un pr?stamo asequible de la tasa de inter?s del 3% ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Ali ste zainteresirani za pridobivanje cenovno posojilo v vi?ini 3% obrestni meri ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — M?te z?ujem o z?skanie cenovo dostupn? ?ver vo v??ke 3% ?rokovej sadzby ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — Sei interessato a ottenere un prestito conveniente di tasso di interesse del 3% ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com — ?tes-vous int?ress? ? obtenir un pr?t abordable de taux d‘int?r?t de 3% ?. e-Mail : impactfundscorp@gmail.com

Aha, dieser dumme Hirnkrepel von Vorschussbetrüger, der offensichtlich schon irgendwann aufgeschnappt hat, wie man Google Translate bedient, hat es leider immer noch nicht gelernt, wie man die dabei hervorkommenden lustigen Zeichen mit irgendwelchen Kringeln dran in eine HTML-formatierte E-Mail bringt, obwohl das jedes aufgeweckte Kind weiß. Weil der Vollidiot sein peinliches Gestrokel nicht testet, bevor er das Spamskript startet und auf ein paar Millionen E-Mail-Konten loslässt, hat er es auch nicht vorher gemerkt, und hinterher konnte er es halt nicht mehr ändern, falls es ihm überhaupt aufgefallen ist. Einmal ganz davon abgesehen, dass er einfach UTF-8 als Kodierung angeben könnte, damit er niemals mehr derartige Probleme hat.

Aber dafür hat der Spambankier angeblich Darlehen. Sagt er. Wer auf seine Spam antwortet – aber bitte nicht an die Absenderadresse antworten, denn die ist gefälscht – hört lustige Lügen und muss ein paar Vorleistungen bezahlen. Nein, nicht mit einer Banküberweisung, einem Scheck oder einer Kreditkarte, sondern vollständig anonymisierend über Western Union und Konsorten. Das Geld ist natürlich weg, wenn man darauf reingefallen ist. Und vorher kommunziert man in unverschlüsselter E-Mail, also offen wie mit Postkarten, mit einer kostenlos und anonym eingerichteten Freemailer-Adresse über Geldsachen und gibt Spammern auf diesem Weg auch noch genug persönliche Daten, um damit allerlei Betrugsgeschäfte machen zu können. Das ist alles keine gute Idee.

Animierter Briefumschlag mit HakenVirus-free. www.avast.com

Das Wörtchen „Spam“ in dieser Animation ist natürlich von mir. ;)

Solche Sprüche unter einer E-Mail sind sozusagen das Siegel dafür, dass es sich um Sondermüll handelt, den man einfach automatisch in die Glibbertonne schmeißen kann.

Denn ein fühlendes Wesen, das etwas Lesens- und Wissenswertes mitzuteilen hat, würde die Empfänger seiner Mitteilungen niemals mit derartiger Reklame belästigen.

Aber auf der anderen Seite hindert nichts und niemand einen Verbrecher daran, an seine E-Mail eine Kollektion frischer Schadsoftware anzuhängen, und anschließend diesen Text mit „Virusfrei dank Avast“ nebst hochnotlächerlicher Briefumschlag-Animation einzufügen, um naive Empfänger damit einzulullen. Ich habe diesen Text eben gerade in einem Blogartikel eingefügt. Das war nicht schwierig. (Es war schwieriger, das Wort „Spam“ in die Grafik zu fummeln.) Er lässt sich genau so einfach in eine E-Mail einfügen. Er ist reine Reklame. Er sagt nichts über die Sicherheit einer Mail aus. Er ist reinster Bullshit, der das Schlangenöl-Prinzip der „gefühlten Sicherheit“ in Regionen bislang ungekannter Hirnlosigkeit trägt.

Deshalb würde ja auch ein fühlendes Wesen niemals ein Schlangenöl einen solchen Reklametext unter seine lesenswerten Mitteilungen pappen lassen. Und deshalb findet man Werbesprüche wie diesen Avast-Spruch nur unter den Lügen von stinkenden Reklameheinis und unter den kriminellen Versuchen spammender Gauner, die in der Intelligenzliga regelmäßig gegen eine Brennnessel verlieren.

Wenn man eine E-Mail mit diesen Spruch unbesehen löscht, ist das wie bei der Phrase „Click here“. Es gibt keine einzige Fehlerkennung.

Gruß auch an Avast! :mrgreen: