Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


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Google

Freitag, 14. Juni 2019

Ja, habe ich schon einmal gehört. Und? Um was geht es?

Von: Google <zaitaku@nni-med.jp>
Antwort an: sergey.m.brin@gllcawardprom.com

Weder die gefälschte Absenderadresse noch die Antwortadresse sehen auch nur so ähnlich wie Google aus. Ist ja auch nicht von Google. Ist eine Mail zur Einleitung eines Vorschussbetruges.

Hello,

Das richtige Google kennt meinen Namen.

The attached PDF FILE contains your Official Notification Letter and Claims Instructions as a selected winner.

Sincerely,

The Google Team.

Ach, ich habe im Spamlotto von Google gewonnen. Na, das ist ja eine Überraschung. Das hatte ich ja noch nie! Und weil das jetzt gar nicht mehr in den Text der E-Mail passte, gibt es einen Anhang mit 146 KiB Stopfmasse für das Postfach. So eine schöne Stopfmasse! So ein ansprechend gefülltes Postfach!

Eine leider auch im Jahr 2019 immer noch sehr nötige Warnung: Niemals einen Anhang aus einer derart offensichtlichen Spam öffnen! (Generell Mailanhänge in nicht digital signierter Mail nur mit der Kneifzange anfassen und immer vor dem Öffnen beim Absender telefonisch nachfragen, denn in eine E-Mail kann jeder beliebige Absender eingetragen werden.) Der Ärger, den man sich mit einem schnellen, unbedachten Klick einfangen kann, ist das bisschen befriedigte Neugierde nicht wert. Dettelbach ist überall. Der Heise-Verlag auch.

Detail aus dem PDF: Google Seal of ApprovalWer gar nicht widerstehen kann und unbedingt mal sehen möchte, wie die „Gewinnbenachrichtigung“ von Google aussieht: Ich habe das PDF in Gimp importiert. Das ist zwar auch nicht völlig sicher, aber allemal sicherer als die Adobe-Bloatware mit der furchteinflößenden Sicherheitsgeschichte, mit der die meisten Menschen ein solches Dokument aufmachen würden. Es ist kaum davon auszugehen, dass ein im Internet mit Schrotmunition um sich schießender Spammer eine Sicherheitslücke im Gimp ausnutzen würde, wenn doch die allermeisten Menschen den Adobe Reader mit seinen umfassenden Skripting-Möglichkeiten und seiner viel zu hohen Komplexität verwenden werden.

Das Dokument ist das übliche Spamkino. Hier hat wieder einmal ein außerordentlich untalentierter Layouter vor der Aufgabe gestanden, einen „offiziellen“ Brief von Google zu gestalten und dabei alle Register seines Nichtkönnens und seiner völligen Geschmacklosigkeit gezogen (zum Vergrößern Vorschaubild anklicken):

So sieht der Brief mit einer Gewinnbenachrichtung von Google aus -- heute gibt es 1,35 Megadollar dafür, dass ich so eine schöne Mailadresse habe

Unentbehrlich für eine Banküberweisung von 1,35 Megadollar ist die Antwort auf die Fragen, ob man jemals zuvor so eine E-Mail bekommen hat und ob man sich als Gewinner fühlt.

Herzallerliebst auch die mit einem Tamil-Font gemachte „Unterschrift“ von Sundar Pichai. Zu ärgerlich für die Spammer, dass es zum Wikipedia-Lemma Sundar Pichai keine eingescannte Unterschrift gab, sonst hätte die Fälschung wenigstens ein bisschen weniger heiterkeitsfördernd ausgesehen. Aber auch beim Mitnehmen von Unterschriften aus der Wikipedia können dumme Spammer zu langanhaltenden Lachschmerzen führen. :D

Eigentlich kaum vorstellbar, dass darauf immer noch jemand reinfällt, vor allem, wenn die Präsentation des Betruges so mies und lächerlich ist. Leider gibt es diese Lotteriegewinne immer noch sehr regelmäßig im Glibbersieb, häufig noch unterzeugender als dieses Beispiel. Die Spammer müssen also immer wieder ein paar naive Menschen finden, denen sie mit dem Versprechen irgendwelcher Fantastillionen Geld für allerlei Vorleistungen aus der Tasche ziehen können. Inzwischen gibt es in solchen Spamtexten recht regelmäßig Hinweise…

NOTE!!! For security reasons, you are advised to keep your Winning information confidential till your claims are processed and your winning prize remitted to you. This is part of our Precautionary Measure to avoid Double Claims and Unwarranted Abuse of this Program; Please be WARNED!!!!

…dass es sich um ein ganz geheimes Geheimgeheimnis handelt, was einem da unverschlüsselt und somit offen wie eine Postkarte als E-Mail zugestellt wurde und dass man deshalb niemanden davon erzählen darf, weil das Geld sonst Flügel kriegen und fortflattern könnte. Vermutlich steht so ein Absatz drin, weil er die Trefferquote des Spammers erhöht – denn aus der Sicht des Spammers ist es jammerschade, wenn ein potenzielles Opfer seinen Freunden vom Lotteriegewinn erzählt und dann von ihnen über eine der ältesten Betrugsnummern des Internet aufgeklärt wird.

Hoffentlich erlebe ich noch die Zeit, in der niemand mehr darauf hereinfällt! So unterhaltsam diese ganzen „Briefe“ und „Gewinnbenachrichtigungen“ auch immer wieder sind: Eine Welt, in der solche Trickbetrüger einfach verhungern, ist viel erträglicher.

Please read carefully,

Montag, 10. Juni 2019

Aber nein doch. Spams irgendwelcher Schwachkopfgehilfen, bei denen nicht im Betreff drinsteht, um was es geht, muss man nicht auch noch besonders aufmerksam lesen. Es ist eh immer wieder das Gleiche.

Von: DR Rhama David Benson <bensondrrdavid@gmail.com>
Antwort an: DR Rhama David Benson <bdrrhamadavid221@gmail.com>

Dümmster gefälschter Absender des bisherigen Jahres! So unnötig und peinlich.

Aber was viele Leser gar nicht bemerken: Die Dummheit ist noch größer. Im größtenteils gefälschten Mailheader versucht der Spammer nämlich den Eindruck zu erwecken, seine Spam sei im Webmailer von Yahoo Mail verfasst worden. Immer, wenn ich glaube, ich hätte schon alles gesehen… ;)

From: Dr Rhama David Benson,

Aber das steht schon im Mailheader.

Please read carefully,

Und der Betreff steht auch schon im Mailheader. Außerdem kann er beim besten Willen keine persönliche Anrede ersetzen.

This message might meet you in utmost surprise. However, it’s just my urgent need for foreign partner that made me to contact you for this transaction. I got your contact from yahoo tourist search while I was searching for a foreign partner. I am assured of your capability and reliability to champion this business opportunity when I prayed about you.

Nein, ich bin seit 25 Jahren nicht mehr davon überrascht, dass ich Spam in meinem Posteingang habe, sondern nur ein bisschen genervt. Überraschend sind allerdings immer wieder die dummen Ausreden irgendwelcher Vorschussbetrüger, warum sie denn gerade mich anschreiben. Das machen wir doch alle so: Wenn wir jemanden suchen, mit dem zusammen wir ein paar Millionen Währungseinheiten durch die Welt schieben wollen, dann schauen wir in ein Yahoo-Verzeichnis für Tourismus. Und da finden wir lauter Mailadressen und suchen uns die schönste Mailadresse aus, denn die wird schon fähig und zuverlässig sein. Obendrauf ein frömmelndes Gebet drappiert, fertig ist die dumme Soße auf der faden Geschichte aus dem Neolithtikum des Trickbetruges.

Eigentlich schade, dass G‘tt mit Heuchlern nicht mehr wie in biblischen Zeiten umspringt, sonst gäbe es viel weniger „fromme“ Trickbetrüger und damit viel weniger Müll in der Mail und viel mehr erfreulich tote Spammer.

So, und wofür hast du dir jetzt jemanden aus einem Tourismusverzeichnis ausgesucht?

I am a banker by profession in Burkina-Faso, West Africa and currently holding the post of manager in account and auditing department in our bank. I have the opportunity of transferring the left over funds ($ 5.5 Million Dollars) belonging to our deceased customer who died along with his entire family in a plane crash

Ach, für fünfeinhalb Megadollar eines Toten ohne Angehörige, die dir nicht gehören und die du dir selbst mit einem irgendwie benötigten Komplizen betrügerisch zuschanzen willst. Und den Komplizen suchst du, indem du betest und Unbekannte anschreibst, die du als „Bitte aufmerksam lesen“ ansprichst. Schon klar! :mrgreen:

Hence; I am inviting you for a business deal where this money can be shared between us in the ratio of 60/40 if you agree to my business proposal. Further details of the transfer will be forwarded to you as soon as I receive your return mail as soon as you receive this letter.

Damit ich auch Lust darauf bekomme, bei so einem angeblichen Betrug mitzumachen – am Ende würde natürlich ich der Betrogene sein, weil ich eine finanzielle Vorleistung nach der anderen zahlte, und zwar immer anonymisierend über Western Union und Konsorten, denn der angebliche Banker bleibt nun einmal lieber anonym und hat leider kein Bankkonto – also, damit ich Lust bekomme, auf diesen antik anmutenden Betrugsversuch reinzufallen, wird mir mit 2,2 Megadollar vor den Nüstern meiner Imagination gewedelt. Natürlich existiert das Geld nicht.

Please indicate your willingness by sending the below information for more clarification and easy communication.

Aber erstmal muss ich einem Spammer, der offen seine Kriminalität eingesteht, sagen, wer ich überhaupt bin. Sonst hält der mich für unwillig, und dann gibts halt keine 2,2 Megadollar.

For more details, Contact me for more details.

Und wenn ich noch mehr dumme Lügen hören möchte, dann kann ich zurückschreiben, damit ich noch mehr dumme Lügen höre.

Jetzt aber zum Datenstriptease vor einem Trickbetrüger und Spammer – die hier angegebenen Daten sind natürlich auch für einen Identitätsmissbrauch verwendbar und werden sicherlich verkauft, nachdem der Betrug bis zum Ende durchgezogen wurde und aus dem naiven Opfer kein Geld mehr herauszuschütteln ist.

(1) YOUR FULL NAME
(2) YOUR AGE AND SEX
(3) YOUR CONTACT ADDRESS
(4) YOUR PRIVATE PHONE N0
(5) FAX NUMBER
(6) YOUR COUNTRY OF ORIGIN
(7) YOUR OCCUPATION

Aber ich habe gar kein Fax. Nimmst du auch eine Telex-Nummer? :mrgreen:

Trusting to hear from you immediately.
Thanks & Best Regards,
Dr Rhama David Benson.

Voller Sehnsucht nach neuem Geld für weitere Bordellbesuche
Mit Dank und Winkewinke
Dein spammender Vorschussbetrüger.

Ohne Betreff

Montag, 27. Mai 2019

Ich will es mal so sagen: Normale Menschen schreiben in den Betreff rein, um was es in der Mail ungefähr geht, damit der Empfänger eine Chance hat, seinen Posteingang halbwegs zügig abzuarbeiten. Spammer machen das eher nicht so.

Von: Elizabeth clark <elizabeth.clar.1a@vera.com.uy>

Kenne ich nicht.

Antwort an: elizabethclark744@gmail.com <elizabethclark744@gmail.com>

Der Absender ist gefälscht. Alle weitere Kommunikation soll über eine anonym und kostenlos eingerichtete Mailadresse bei Googles Freemail-Angebot laufen.

Hello I trying to reach you without success. Confirm that you receive this email for further proceedings.

There is a proposal I want to share with you.

Thanks

Ich will es mal so sagen: Selbst Menschen, die nicht zu den saftigsten Früchten am Obststand gehören, schreiben spätestens in den Text der E-Mail rein, um was es in ihrer E-Mail geht. Und zwar vor allem dann, wenn sie den Empfänger nicht kennen, als „Hallo“ ansprechen und auch noch etwas von ihm wollen. Die Frage, ob der, die oder das Absender:in dieser Spam so etwas wie ein Gehirn hat, kann vermutlich nur in der Metzgerei beantwortet werden.

Hallo

Samstag, 25. Mai 2019

Qualitätsbetreff! Gleich mal reinschauen.

Von: danielle sachet <sacdanielle29@gmail.com>

Qualitätsabsender! Natürlich gefälscht, es ist ja eine Spam. Aber wenn ich so tun wollte, als wäre ich eine Bank, würde ich doch wenigstens eine überzeugendere Fälschung machen. Ach, der Absender hat nur so viel Intelligenz wie ein drei Tage alter Pferdeapfel, nachdem die Vöglein den letzten nahrhaften Anteil rausgepickt haben und mit dem die sympathischen blauen Schmeißfliegen auch schon fertig sind? Das erklärt natürlich alles.

Hallo an Sie.

Qualitätsanrede!

Brauchen Sie dringend ein Angebot von Geldkrediten?

Ich brauche zwar so einiges sehr dringend, aber ein „Angebot“ gehört eher nicht dazu.

Wir gewähren Kredite in Höhe von 1 000 bis 900 000 EUR zu einem Zinssatz von 2% auf die gesamten Bedingungen für Kredite und Kreditangebote.

Das ist ja toll, dass ihr Zinsen auf die ganzen Bedingungen nehmt und nicht auf das Darlehen. Ich dachte schon, ich müsste richtig viel Geld als Zins zahlen. :D

Die beantragten Darlehen sind innerhalb von 72 Stunden nach Einreichung der Unterlagen erhältlich. Für weitere Informationen wenden Sie sich direkt an unsere WhatsApp-Nummer: +1306988xxxx oder per E-Mail: dumyde@gmail.com

Dass diese Spambanker aber auch immer Freemailer-Adressen benutzen und weder einen eigenen Mailserver noch eine Website haben! Dolmetscher haben die auch nie, deshalb schreiben sie im „schönsten“ Spamdeutsch. Aber hauptsache, sie kennen sich damit aus, irgendwelchen Nutzern einer Mailadresse mal eben 900 Kiloøre zu pumpen.

(Nein, die haben keine Darlehen anzubieten. Wirklich nicht. Bei denen kann man nur Vorleistungen zahlen. So anonym wie möglich über Western Union. Es sind Vorschussbetrüger. Wer mir das nicht glauben mag, weil ich nur ein dahergelaufener Blogger bin, der frage bitte einfach mal bei der Polizei!)

Vielen Dank für Ihr Verständnis und darauf, Sie zu lesen.

Ich habe aber gar kein Verständnis für deine Spam, Spammer. Steckt dir deinen mit Verachtung gewürzten pseudohöflichen Dank dorthin, wo keines Sönnchens Strahl die kotigen Massen zu durchdringen vermag! Da wächst dann zusammen, was zusammen gehört.

Lesen kannst du mich – und vor allem dich mit deinem rausgerotzten Kommunikationsversuch – auf Unser täglich Spam, da, wo sich die Dümmsten der Dümmsten der Dümmsten ansammeln.

Freiberufler für Online Shop Lösungen und Webseiten Entwicklung

Mittwoch, 22. Mai 2019

Nein, ich stehe nicht zur Verfügung! Schon gar nicht mit diesen Deppen Leer Zeichen im Betreff einer Spam an eine Honigtopfadresse. Sucht euch einfach jemanden ohne jegliches Sprachgefühl, der euch damit verblendet, dass er mehr Englisch spricht, als er Deutsch kann. Das ist der Richtige für euch.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Aber mal wieder ganz genau mein Name.

Das möglicherweise etwas respektlos wirkende „Du“ in diesem Text spiegelt den Respekt wider, der mir mit dieser Spam erwiesen wurde.

ich bewerbe mich initiativ als freier Mitarbeiter für den Bereich Online-Shop-Lösungen, Webseiten-Entwicklung und Suchmaschinenoptimierung.

Ach so, du bewirbst dich. Du bist also so gut, dass du davon ausgehst, dass du nur mit illegaler und asozialer Spam an „Sehr geehrte Damen und Sonstige“ einen Job kriegen kannst? Nun, ich mag dir in deinem durchaus realistisch wirkenden Selbsturteil nicht widersprechen.

Seit 2004 arbeite ich im Bereich Online-Shop-Lösungen, seit 2007 im Bereich Web-Entwicklung und technische Suchmaschinenoptimierung.

Schön, du hast gearbeitet. Das haben viele. Kannst du auch was? Und wenn ja: Was?

2010 bis heute habe ich für verschiedene Online-Shops die Vermarktung über ebay und Amazon und Google Adwords optimiert. Dabei habe ich vertiefte Kenntnisse in den Bereichen Shop-Management und Produktpflege.

Ah ja, du kannst Google-Suchergebnisse mit Reklame vollspammen. Und die Inhalte einer Website pflegen.

Insgesamt verfüge ich über 15 Jahre Erfahrung im Bereich Online-Shop-Lösungen für KMU.

Hui, du kennst ja sogar Abk. für „kleine und mittlere Unternehmen“. Und dass die nicht größer geworden sind, liegt sicherlich an deinen grandiosen Leistungen.

Wenn Sie meine Mitarbeit oder einen kurzen Austausch über Ihr Projekt wünschen, würde ich mich über eine Nachricht freuen.

Gern doch, aber nur hier auf Unser täglich Spam. Für dieses tolle Projekt aus dem täglichen Wahnsinn brauche ich übrigens niemanden mehr. Und nein, ich will es wirklich so schlicht lassen, wie es gerade ist. Dein Angebot einer Website-Optimierung brauche ich wirklich nicht. Ich möchte gern, dass es schnell, barrierefrei, statisch und so einfach wie möglich bleibt. Meinen Lesern zuliebe.

Gerne unterbreite ich Ihnen ein individuelles Angebot. Auf Wunsch übernehme ich auch die Erstellung bzw. Optimierung von Webseiten und die Implementierung von Digitalisierungs- und Prozessoptimierungs-Lösungen (Industrie 4.0).

Hey, Industrie 4.0 machst du auch? Cool! Aber bitte nur mit Blockchain, künstlicher Intelligenz und in Echtzeit-Java! :mrgreen:

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kiefer

onlinemarketingexperten@gmail.com

Mit freundlichen Füßen von einem Marketing-Spezialexperten mit Spambewerbung, der vom Webshop bis Industrie 4.0 alles kann, aber den Schriftverkehr seiner Bewerbungen nicht einmal über einen eigenen Mailserver abwickelt, sondern lieber eine Freemail-Adresse in Googles Freemail-Angebot verwendet. Und zwar völlig ohne einen public key für verschlüsselte Kommunikation mitzuliefern. Wir haben ja alle Sehnsucht danach, unsere geschäftliche Kommunikation mit Postkarten über die größte Überwachungsunternehmung der Welt abzuwickeln…

http://google-freelancer.net/CPA/index.php/lists/aq4410sw3y383/unsubscribe/nr549b6h6×5c1/tt937jdft4bde, Martin Kiefer

Google Freiberufler

Nürnberg 90427

Germany

Und von Google bist du auch noch! Bei Google wissen die sicherlich noch nicht so genau, wo man hier im Lande der Kartoffeln diese lustigen Postleitzahlen hinschreibt. Aber hauptsache, du kannst Industrie 4.0! :lol:

Ich grüße aus Deutschland zurück, mit greetings nach Nuremberg in Germany! Deine Bewerbung habe ich zu meiner Entlastung in den virtuellen Orkus geworfen.

Hallo

Samstag, 18. Mai 2019

Qualitätsbetreff!

Von: Oliver Omar <oliverrma078@vera.com.uy>
Antwort an: olivermaa10@gmail.com <olivermaa10@gmail.com>

Der Absender ist gefälscht. Und nein, ich kenne niemanden mit Namen Oliver Omar.

Entschädigung für Ihre Bemühungen in der Vergangenheit

Und das war auch schon der ganze Text dieser Spam. Kein Bild, kein Anhang, nichts weiter. Vermutlich soll man antworten, wenn man Katzen im Sack, die mit Spam kommen, für eine ganz tolle Ware hält.

Ich weiß nicht, was dieser freundliche und sich erfreulich kurz fassende Idiot anstellen wollte. Vermutlich sollte es eine Mail zur Einleitung eines Vorschussbetruges werden. Aber dieser Schwachkopfgehilfe mit seiner gründlich durchgetrockneten Hirnpfütze ist sogar zum Spammen zu dumm… :D

Jeannine

Freitag, 17. Mai 2019

So nannte sich das Krepel mit seiner IP-Adresse eines deutschen Hosters (die Abuse-Mail ist schon draußen, hoffentlich wurde Vorkasse genommen), das mit seinem Spamskript hier auf Unser täglich Spam den folgenden spamdeutschen Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges absetzen wollte:

Helfen Sie der bedürftigen Person
Sie haben es satt, sich selbst zu haben und suchen dringend ein schnelles Gelddarlehen mit einem zugänglichen Zinssatz ist hier E-Mail:
jeannine20naslin@gmail.com

Vermutlich hat „Jeannine“ es auch satt, sich selbst zu haben. Angesichts des scheußlichen Charakters solcher Trickbetrüger habe ich dafür volles Verständnis. :mrgreen:

Hello

Montag, 13. Mai 2019

Qualitätsbetreff!

Von: Henrita Pieres <henritapieres@gmail.com>
Antwort an: mrshenritapieres1@gmail.com

Nicht an die eingetragene Absenderadresse antworten. Die ist falsch. Der Rest stimmt aber. Ganz feste dran glauben!

Hello Dear,

Qualitätsanrede!

Please forgive me for stressing you with my predicaments as I know that this letter may come to you as big surprise.

Nein, dein „Brief“ ist für mich keine Überraschung. Vorschussbetrug habe ich jeden Tag mehrfach im Müllsieb, und so einen Chromosomenfasching wie dich esse ich jeden Morgen zum Frühstück. Aber du richtest dich ja auch an die Naiven und Leichtgläubigen.

Actually, I came across your E-mail from my personal search afterward I decided to email you directly believing that you will be honest to fulfill my final wish before i die.

Aha, ich soll dir also deine letzten Wünsche erfüllen, bevor du endlich erfreulich tot bist. Weil ich so eine schöne Mailadresse habe. :D

Meanwhile, I am Mrs. Henrita Pieres, 62 years old, from France, and I am suffering from a long time cancer and from all indication my condition is really deteriorating as my doctors have confirmed and courageously Advised me that I may not live beyond two months from now for the reason that my tumor has reached a critical stage which has defiled all forms of medical treatment,

Du hast dir einen tollen Namen für dich ausgedacht, der sicherlich mindestens so echt ist wie der gefälschte Absender dieser Mail, und du hast dir eine tolle Geschichte ausgedacht, dass du im Sterben liegst, die sicherlich mindestens so wahr ist wie dein ausgedachter Name.

As a matter of fact, registered nurse by profession while my husband was dealing on Gold Dust and Gold Dory Bars in Burkina Faso till his sudden death the year 2012 then I took over his business till date.

Kaum scheint Burkina Faso mal in den europäischen Nachrichten auf, weil es da religiös angetriebene Mörderbanden mit mörderischen Missionierungsideen gibt, schon taucht die Staatsbezeichnung auch mal in der Spam auf. Und zwar gleich in einem Atemzug mit den Reichtümern Afrikas, von denen immer so wenig bei den Afrikanern ankommt.

In fact, at this moment I have a deposit sum of four million five hundred thousand US dollars [$4,500,000.00] with one of the leading bank in Burkina Faso but unfortunately I cannot visit the bank since I’m critically sick and powerless to do anything myself but my bank account officer advised me to assign any of my trustworthy relative, friends or partner with authorization letter to stand as the recipient of my money but sorrowfully I don’t have any reliable relative and no child.

Du hast jedenfalls ein Bankkonto mit 4,5 Megadollar drauf, aber bist gerade zu krepelig, um zur Bank zu gehen und hast in deinem Leben als Ausbeuterfrau auch nicht gelernt, wie man mit einer Kreditkarte umgeht und/oder wie man einen Scheck ausfüllt. Und deshalb brauchst du jemanden, der für dich zur Bank geht. So einen vertrauenswürdigen Menschen mit hübscher, vertrauenswürdiger Mailadresse wie mich. Es geht ja nur um ein bisschen Geld.

Therefore, I want you to receive the money and take 50% to take care of yourself and family while 50% should be use basically on humanitarian purposes mostly to orphanages home, Motherless babies home, less privileged and disable citizens and widows around the world. And as soon as I receive your respond I shall send you the full details with my pictures, banking records and with full contacts of my banking institution to communicate them on the matter.

Dafür, dass ich dann für dich dein angebliches Blutgeld als Tropfen auf dem heißen Stein an süße, leidende Kinder, Flüchtlinge vor dem islamistischen Irrsinn und an Bürgerkriegswitwen gebe, darf ich die Hälfte davon behalten. Der Vorgang wird aber leider deutlich umständlicher und teurer als… sagen wir mal… die Zustellung eines Schecks in einem versicherten Brief und es werden ganz viele Vorleistungen fällig, die leider immer wieder ich zu zahlen habe, weil du mit deiner verkrebsten, krüppeligen Hand leider gerade nicht in deine Millionärsportokasse greifen kannst. Und immer soll ich über Western Union zahlen, damit das Geld auch ja so anonym wie nur irgend möglich zu dir und deiner Bande kommt, denn ihr wollt euch ja eine schöne Zeit im Puff machen und euch die Nase mit Kokain pudern und nicht in ein Gefängnis gehen. Wenn ich deine windige Geschichte für glaubwürdig halte, erklärst du mir die Einzelheiten, erzählst du mir weitere Lügen und schickst mir sogar noch ein paar Fotos zu.

Hope to hear from you soon.

Hoffentlich kommen schnell die Antworten von neuen Opfern! Der Puff ist immer so teuer.

Yours Faithfully,
Mrs. Henrita Pieres

Voller Verachtung für deine Intelligenz
Dein Vorschussbetrugsspammer

PS: Wer einmal so richtig lachen möchte, kann bei Heise Online nachlesen, wie „John Doe“ einen derartigen Spammer gehackt hat. Dabei wird deutlich, was das für Idioten sind und mit wie großer „Gründlichkeit“ diese Idioten vorgehen – aber auch, dass es sich um Organisierte Kriminalität handelt.