Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „419“

Lieutenant Ferrara..

Sonntag, 15. Juli 2018

Aber mit zwei Punkten im Betreff.

Von: Lt Andrew Ferrara <silicook@silicook.co.kr>
Antwort an: Ferrara.andrew.f@gmx.com

Der Absender ist gefälscht. Die weitere Kommunikation soll über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei GMX laufen. Natürlich genau so unverschlüsselt wie in dieser nicht digital signierten Mail. Übrigens wird weiter unten noch eine dritte Mailadresse eingeführt…

Lieber Freund,

Genau mein Name!

Verzeihe mein Eindringen; mein Name ist Lieutenant Andrew Ferrara, derzeit bin ich in Afghanistan im aktiven Dienst.

Immerhin: Du kennst einen Namen für dich selbst. Der ist sicherlich genau so wahr wie der gefälschte Absender deiner Mail

Bitte, ich habe einen undurchsichtigen Geschдftsvorschlag, der fьr uns beide von gegenseitigem Nutzen sein wird.

Tatsächlich finde ich deinen Versuch, einen Vorschussbetrug einzuleiten, schon jetzt so richtig durchsichtig. Gleich kommt bestimmt die Mitteilung, dass bei dir ganz viel Geld herumliegt…

Vor ein paar Tagen haben meine Kollegen und ich einen radikalen Taliban-Kurier abgefangen, der fьr den Transport groЯer Geldmengen verantwortlich war
und auf diesen unglьcklichen Vorfall haben wir insgesamt US $ 14,5 Millionen United States Dollars zusammengezдhlt.

…von dem ihr aber nix habt…

Nach eingehender Diskussion mit meinem Zug kamen wir zu dem Schluss, dass, wenn die Gelder der afghanischen Polizei ьbergeben werden,
Es besteht die Mцglichkeit, dass die Gelder fьr ihren persцnlichen Konsum konfisziert werden.

…wenn ihr nicht jemanden findet, den ihr als Eigentümer des Zasters ausgeben könnt, damit der sich dann den Zaster unterm Nagel reißt. Anschließend wird geteilt und das Geld verprasst.

Deshalb,
Es war meine Pflicht, einen Partner zu finden, der diesen Fonds fьr uns alle erhalten wird.

Und weil die in Afghanistan stationierten US-Truppen so wenig Leute haben, die man direkt ansprechen könnte, habt ihr euch gesagt: Nehmen wir einfach jemanden, von dem wir überhaupt nichts wissen, dem wir aber vertrauen können, weil er so eine schöne Mailadresse hat.

Bei aller Bescheidenheit mцchte ich, dass Sie unser Partner sind, um dieses Geld zu erhalten.

Die „Bescheidenheit“ des Spammers wird dabei nur noch von seiner „Ehrlichkeit“ übertroffen. Durch gutes, unmissverständliches Deutsch samt darin eingesprenkelter kyrillischer Kringel entsteht der Eindruck, dass richtige Profis aus der US-Armee schreiben.

Die Mittel werden aus diesem Land durch eine Luftfracht Transportmittel und alles, was Sie benцtigen, bewegt werden
zu tun ist, erhalten die Mittel und ein Konto wird Ihnen zur Verfьgung gestellt, die Sie bei der Ьbertragung unserer Aktie verwenden werden.

Natürlich ist das für den Mailempfänger, der da mitmacht, völlig sicher und risikolos.

Unser Wort ist unser Leben, ich versichere Ihnen persцnlich, dass dieser Fonds sorgfдltig eingedдmmt wurde und Sie sich nicht um die Quelle kьmmern mьssen
weil wir nichts tun werden, was Ihnen Probleme bringt oder zu uns zurьckfьhrt.

Die naheliegende Frage, warum 14,5 Megadollar in handlichen und überall recht beliebten Banknoten der Zentralbank der Vereinigten Staaten von Amerika nicht einfach verschwiegen und in einem Paket versendet wurden, wird nicht beantwortet. Es gibt nämlich keinen Grund, etwas anderes als Bargeld oder Gold durch einen Kurier zu transferieren. Alles andere kann man wesentlich sicherer auf andere Weise bewegen. Stattdessen wird dem Empfänger erzählt…

Fьr Ihre ehrliche Teilnahme an diesem Geschдft sind wir bereit, die Mittel in drei gleiche Teile zu teilen, ein Drittel wird fьr Sie sein

…dass seine Mailadresse 4,8 Megadollar wert ist. Und weil die meisten Menschen – im Gegensatz etwa zu russischen Trickbetrügerbanden – noch so etwas wie Anstand haben, wird kurz angemerkt, dass es auch noch für einen guten, wohltätigen Zweck ist, dass ein Drittel an Hinterbliebene geht. Dabei wird gern auch ein Presseprodukt verlinkt, um wenigstens einen Teil der Geschichte mit einer weiteren Quelle als den Behauptungen in einer 08/15-Vorschussbetrugsspam zu „belegen“.

Ein Drittel wird an die junge Familie meines verstorbenen Bruders geschickt, Einzelheiten werden Ihnen im Laufe der Zeit mitgeteilt.

Siehe Link unten, um mehr ьber meine Familie zu erfahren;

http://www.huffingtonpost.com/impact/the-news/2011/11/10/

Allerdings möchten die Geldbotenabfangsoldaten aus Afghanistan erst einmal wissen, wie der leichtgläubige Mensch heißt, dem sie angeblich 4,8 Megadollar geben wollen und unter welcher Telefonnummer sie ihren Trickbetrug aufführen können – auf diesem Weg wird dann von einer gut eingespielten Bande lange erklärt, warum allerlei finanzielle Vorleistungen erforderlich sind, bevor das Geld im Geldpäckchen kommt: Hier ein paar Hunderter, dort ein paar Hunderter, aber niemals über einen Scheck, sondern immer vollständig anonymisiert über Western Union. Denn die Bande will ins Bordell, nicht ins Gefängnis.

Wenn Sie bereit sind, zцgern Sie bitte nicht, mich mit Ihrem zu kontaktieren

Ganze Namen:

Telefonnummer:

Aktuelle Wohnadresse:

Wie üblich im Vorschussbetrug, ist der Absender der Spam gefälscht, so dass man auf gar keinen Fall an den Absender antworten soll.

Bitte senden Sie die oben genannten Informationen an meine private E-Mail: Andrew.Ferrara.f@gmx.us wenn Sie bereit sind.

Das einzige, was mich hier überrascht, ist, dass der Spammer zu doof ist, gleich die richtige E-Mail-Adresse in den Reply-to-Header der Spam einzutragen, so dass ein einfacher Klick auf „Antworten“ in der Mailsoftware genügt. Vermutlich ist er zu doof, das von ihm verwendete Spamskript zu verstehen. Dieser ganze Technikkram hirnt ja auch immer so. Und außerdem will er nicht programmieren, sondern spammen und betrügen, der Spammer.

GrьЯe

Leutnant Andrew Ferrara
Andrew.Ferrara.f@gmx.us

Ich habe eben gerade meine Abuse-Mail an GMX abgesendet. Möge niemand mehr jemanden unter dieser Mailadresse erreichen! ;)

Kannst du mir helfen?

Freitag, 13. Juli 2018

Von: Mrs. Michelle Richard <bishopman101@gmail.com>
Antwort an: michellerrichard@outlook.com

Der Absender ist gefälscht.

Lieber geliebter,

Abt.: Was kommt raus, wenn man eh schon unangemessene Anreden wie „Dear Beloved“ von einem Computer übersetzen lässt. :D

Der, die oder das Absender dieser E-Mail kann oder will sich also keinen Dolmetscher leisten.

Bitte lesen Sie dies langsam und sorgfältig, da es eine der wichtigsten E-Mails sein kann, die Sie jemals bekommen. Ich bin Frau Michelle Richard, ich war mit dem verstorbenen Robert Richard verheiratet. Er arbeitete früher mit Shell Petroleum Development Company London und war auch ein erfahrene Auftragnehmer in der Westafrikanischen Region. Er starb am Montag, den 31. Juli 2003 in Paris. Wir waren sieben Jahre ohne Kind verheiratet.

Schön, „Michelle“, dass wenigstens du einen Namen hast, wenn du von mir nur den Namen „Lieber Geliebter“ kennst. Und dass du mir Dinge erzählst, die jetzt schon fuffzehn Jahre her sind.

Während du das liest, will ich nicht, dass du Mitleid mit mir hast, weil ich glaube, dass jeder irgendwann sterben wird. Ich wurde mit Speiseröhrenkrebs diagnostiziert und mein Arzt sagte mir, dass ich aufgrund meiner komplizierten Gesundheitsprobleme nicht lange überleben würde.

Zu schade, dass das genau so eine Lüge ist wie dein gefälschter Absender, deine spammechanische Zuneigung zu mir und deine ganze Geschichte, denn die Mitteilung, dass ein Spammer und Trickbetrüger wie du langsam und unter Angst und Schmerzen verreckt, finde ich doch immer recht erfreulich.

Ich möchte, dass Gott mir gnädig ist und meine Seele akzeptiert, also habe ich beschlossen, Wohltätigkeitsorganisationen / Kirchen / Moscheen / mutterlosen Babys / Tempeln / weniger Privilegierten und Witwen Almosen zu geben, so wie ich möchte, dass dies eine der letzten guten Taten ist Ich mache es auf der Erde, bevor ich sterbe. Bis jetzt habe ich Geld an einige Wohltätigkeitsorganisationen in Großbritannien, Dänemark, Italien und Schweden verteilt. Jetzt wo sich meine Gesundheit so stark verschlechtert hat, kann ich das nicht mehr selbst machen.

Wie, du kannst keine Überweisung und keinen Scheck mehr ausfüllen? Erstaunlich, dass du dann noch eine E-Mail schreiben kannst. :mrgreen:

Ich habe einmal meine Familienangehörigen gebeten, einen meiner Konten zu schließen und das Geld, das ich dort habe, an eine Wohltätigkeitsorganisation in Österreich, Polen, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz zu verteilen. Sie weigerten sich und behielten das Geld für sich. Daher vertraue ich nicht sie mehr, als sie scheinen, nicht mit dem bestraft zu werden, was ich für sie verlassen habe. Das letzte Geld, das niemand kennt, ist die riesige Barkaution von 6 Millionen US-Dollar, die ich bei einer Bank in Thailand habe, wo ich den Fonds eingezahlt habe. Ich möchte, dass Sie diesen Fonds für Wohltätigkeitsprogramme nutzen und die Menschen in Ihrem Land unterstützen, wenn Sie nur aufrichtig sind.

Aha, weil du deinen Angehörigen gar nicht mehr trauen kannst, hast du dir gesagt: „Schreibe ich einfach mal jemanden an, von dem ich nicht einmal den Namen kenne, weil der so eine schöne Mailadresse hat und drücke diesem Unbekannten sechs Megadollar in die Hand, der wird mich schon nicht betrügen“. Bist du dir sicher, dass du den Krebs nur in der Speiseröhre hast? Dein Gehirnchen scheint nämlich auch nicht mehr so ganz frisch zu sein.

Ich habe diese Entscheidung getroffen, weil ich kein Kind habe, das dieses Geld erben würde, ich habe keine Angst vor dem Tod, daher weiß ich, wohin ich gehe. Ich weiß, dass ich im Schoß des Herrn sein werde. Sobald ich Ihre Antwort erhalten habe, gebe ich Ihnen den Kontakt zur Bank und erteile Ihnen ein Vollmachtsschreiben, das Sie als Erstbegünstigten dieses Fonds ermächtigt, dieses Wohltätigkeitsprogramm sofort in Ihrem Land zu beginnen.

Schon seltsam, dass du angeblich keinen Scheck ausfüllen und jemanden zustellen kannst, aber dafür eine Vollmacht. :D

Ich möchte, dass Sie immer für mich beten. Jede Verzögerung Ihrer Antwort wird mir Raum geben, eine andere Person für diesen Zweck zu beschaftigen. Wenn Sie nicht interessiert sind, entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie kontaktiert habe. Sie erreichen mich mit oder antworten Sie mir unter meiner privaten E-Mail:
(michellerrichrd@outlook.com).

Wie üblich im Vorschussbetrug wird auf fromm gemacht, wohlwissend, dass religiöse Menschen oft etwas naiv und leichtgläubig sind. Das scheint eine dieser Früchte des hl. Geistes zu sein, den Denkenden zur Last und den kriminellen Spammern zum Wohlgefallen.

Aber jetzt für den Anfang eines von Lüge und Irreführung geprägten Schriftverkehrs um ein paar Millionen Dollar, für die man doch die eine oder andere finanzielle Vorleistung über Western Union und Konsorten an irgendwelche Unbekannten verschieben soll: Bitte auf gar keinen Fall an die gefälschte Absenderadresse antworten! Sozusagen als vertrauensbildende Maßnahme. :mrgreen:

Vielen Dank,
Dein,
Frau Michelle Richard
Email; michellerrichrd@outlook.com

Danke, dass du dich bei mir für nichts bedankst. Gern doch! Und jetzt geh bitte ganz schnell sterben!

Tschüss!

Zuverlässiges Kreditangebot gilt jetzt

Sonntag, 8. Juli 2018

Von: test@three-bears.cn
Antwort an: trustfinanceloanfirms@gmail.com

Der Absender ist gefälscht. Dumm gefälscht. Die weitere Kommunikation soll über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei Googles Freemail-Angebot laufen. Und damit man die Fälschung des Absenders auch wirklich bemerkt…

Antwort an: patricialoanfirm@gmail.com

…wird sie extra noch einmal in der Spam erwähnt.

Benötigen Sie eine zuverlässige Finanzassistentin?

Nimmt sie ihn auch in den Mund? :mrgreen:

Brauchen Sie ein Garantiekreditangebot mit einem Garantiezins von 1,2% für einen Zeitraum von 1 bis 40 Jahren, für weitere Details, wenn Sie Interesse haben, erreichen Sie mich unter meiner E-Mail-Adresse für weitere Details

Dass diese Spam-Darlehensgeber, die jedem Hanswurst mit Mailadresse Darlehen zu gewähren versprechen, aber auch nie die paar Euro zwanzig für einen richtigen Dolmetscher übrig haben.

patricialoanfirm@gmail.com

oder

Antwort an: patricialoanfirm@gmail.com

Das sind ja tolle Alternativen! :mrgreen:

This email has been checked for viruses by Avast antivirus software.
https://www.avast.com/antivirus

Diese Spam kann ganz sicher ungelesen in den Müll, denn solche Reklamesprüche stehen niemals unter lesenswerten und interessanten Mitteilungen fühlender Menschen. Das Schlimmste an diesem Dummspruch, der sich seit einiger Zeit großer Beliebtheit unter Trickbetrügern erfreut, ist übrigens nicht, dass es sich um eine Vergällung der Kommunikation mit Reklame handelt, obwohl das allein übel genug ist. Das Schlimmste daran ist, dass naive Menschen derartige Textfragmente unter einer E-Mail als ein „echtes“ Sicherheitsmerkmal lernen können, während jeder dahergelaufene Spammer so einen Text einfach in seine Spam reinkopieren und eine Kollektion aktueller Schadsoftware anhängen kann. Wehe dem, der dem Text dann blinden Glauben schenkt!

Bei mir landen Mails mit Werbespruch drunter – diese Pest gibt es auch für Mailprogramme und Smartphonemarken – ungelesen in den Müll und müssen darauf hoffen, dass ich auf der Suche nach Spam hineinschaue. Wer jemanden zu einem leckeren Essen einladen möchte, schüttet keine Jauche über die Speisen, und wer einem Menschen etwas Interessantes mitteilen möchte, versaut das nicht mit Reklame.

Dieser Text ist frei von Viren, Trojanern und Digitalherpes
Schwerdtfegers schwerwirksames Schlangenöl für Blogpostings

Kurz verlinkt

Donnerstag, 5. Juli 2018

Ein Video von „Lennart Erbgut“: Das passiert, wenn man Kredit Spam antwortet.

Aber bitte keine Getränke im Mund! :D

Eine Warnung: Wer bei solchen Geschichten auf den Geschmack kommt, sollte besser etwas gründlicher nachdenken. Die Leute, mit denen man es zu tun hat, sind keine harmlosen Spielkinder, sondern in Banden organisierte Verbrecher aus von großer Armut geprägten Entwicklungs- und Schwellenländern, denen im Zweifelsfall ein Menschenleben gar nichts bedeutet. Wer nicht weiß, wie man anonym bleibt, sollte gar nicht erst darüber nachdenken.

GLÜCKWUNSCH!!!!

Dienstag, 3. Juli 2018

Aber mit vier (!) Ausrufezeichen!

Von: Anna Ryan <pdchontali@diresacajamarca.gob.pe>
Antwort an: Anna Ryan <anniaryan66@gmail.com>

Und mit gefälschtem Absender!

Wozu werde ich denn heute beglückwünscht? Zum Geburtstag? Zum Todestag?

Sehr geehrter Begünstigter,

Nein, ich werde dazu beglückwünscht, dass der Absender von mir nur eine Mailadresse kennt, aber keinen Namen.

Sie wurden ausgewählt, um 950.000,00 Euro als Wohltätigkeitsspende der Vereinten Nationen zu erhalten.

Und weil ich so eine schöne Mailadresse habe, wurde ich von den Vereinten Nationen ausgewählt, grundlos beinahe eine Million Euro zu erhalten. Endlich sieht mal jemand an der richtigen Stelle ein, wie irre wichtig ich bin. Zwar ist mir der Spendenbetrag ein bisschen zu niedrig ausgefallen, aber…

Antwort für weitere Informationen und Ansprüche.

…da antworte ich doch gleich mal an die Vereinten Nationen mit ihrer kostenlos und anonym eingerichteten Mailadresse bei Googles Freemail-Angebot. Natürlich unverschlüsselt, denn es stört in Gelddingen ja nicht weiter, wenn eine unbekannte Anzahl von Dritten die Inhalte der Kommunikation mitliest¹. Wie sollte mich das auch stören. Ich weiß ja gar nichts davon. Was soll ich mich mit diesem Kram beschäftigen, den ich eh nicht verstehe? Ich bin viel zu wichtig, um nachzudenken! :mrgreen:

Genau so stellt sich diese dumme, asoziale Bande von Vorschussbetrügern wohl die Reaktion derjenigen Empfänger dieser dummen, asozialen Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges vor, die anschließend um viele tausend Euro Vorleistungen aller Art abgezogen werden. Natürlich immer schön anonymisierend und mit hohen Gebühren über Western Union und dergleichen zu bezahlen, weil die „Vereinten Nationen“ kein Bankkonto haben und deshalb keinen praktischen Scheck einreichen können.

Wir gratulieren Ihnen im Namen der Stiftung.

Was, die Vereinten Nationen sind eine Stiftung? :D

Grüße,
Anna Ryan

Ja, Spammer, du kannst mich auch mal grüßen, aber von hinten!

¹Wer jetzt immer noch nicht genug Grund sieht, von Google-Diensten aller Art Abstand zu nehmen, wird vermutlich jede von irgendwelchen Geschäftemachern aufgetischte Scheiße fressen. Facebook ist ja schon sehr, sehr übel (und ein Spammer), aber Google ist eine ganze Größenordnung schlimmer.

Project Funding Program !!

Montag, 2. Juli 2018

Von: Continental Mgt Group <info.cmg1k@gmail.com>

Von einer angeblichen Management-Gruppe, die es leider noch nicht hinbekommen hat, sich um einen eigenen Mailserver zu kümmern und die deshalb ihre geschäftliche E-Mail über kostenlos und anonym eingerichtete Mailadressen erledigt. Natürlich unverschlüsselt.

Greetings,

Natürlich weiß man bei dieser angeblichen Klitsche nicht, wie ich heiße, aber…

We the continental management Group, invite you to partner with us and benefit in our new Loan and Partnership Project funding program. We offer flexible loans and funding for various projects bypassing the usual rigorous procedures.

…dafür hat die Geschäftstätigkeit aus der lebhaften und durch keinerlei Vernunftregungen beeinträchtigen Fantasie eines Spammers wenigstens selbst eine Firmierung. Das ist beinahe so gut, als würde man den Empfänger der Mail persönlich ansprechen. Und natürlich hat sie auch ein Geschäftsfeld, und das besteht nicht im Management, sondern in der Gewährung von Darlehen ohne irgendeine Bonitätsprüfung. Und die haben mich gerade zu einem „Programm“ eingeladen, das…

This Funding program allows a client to enjoy low interest payback for as low as 3% – 4% per annum for a period of 5-10 years. We can approve a loan/funding for up to USD250,000,000,000.00 or more depending on the nature of business. We are currently funding for:

* Starting up a Franchise
* Business Acquisition
* Business Expansion
* Commercial Real Estate purchase
* Contract Execution
* Oil & Gas/General Business

…mir wegen meiner wunderschönen Mailadresse (die kennen ja nicht einmal meinen Namen) ermöglicht, mich an einem Darlehen von bis zu 250 Gigadollar zu erfreuen, damit ich endlich auf dem Mond nach Mineralöl suchen kann. :mrgreen:

Und es handelt sich um US-Dollar, nicht um Zimbabwe-Dollar aus der Hyperinflation.

We are open to having a good business relationship with you. If you think you have a solid background and idea of making good profit in any venture, please do not hesitate to contact us for possible business co-operation.

Alles, was dafür von mir gefordert wird, ist, dass ich meine Geschäftsidee selbst für plausibel halte. Ich sage es ja: Die Mineralölvorkommen des Mondes müssen endlich ausgebeutet werden!

Best Regards,

Paul Harrison
Chief Investment Officer
continental management Group

Winkewinke und ab in den Müll!

Elias Schwerdtfeger
Oberspamverkostungsinspektor
Unser-täglich-Spam-Weltherrschaftsbehörde

GrьЯe

Freitag, 29. Juni 2018

Von: Mr.Guanglu Ma <guangluma@hotmail.com>
Antwort an: guanglum70@gmail.com

GrьЯe,

Ich vertrete ein Investment-Interesse von Malaysia, an Ьbersee-Investitionen interessiert, fьr die wir Ihre Teilnahme als Vertreter in Ьbersee suchen, um die Investition in Ihrem Land zu handhaben. Wenn Sie sich fьr die angeforderte Rolle freigegeben fьhlen, geben Sie bitte durch prompte Antwort auf meinen privaten Email:(guanglum70@gmail.com an.

Dank

Herr Guanglu Ma

Du hast ja so recht, Spammer: Es genügt nicht, dumm und faul zu sein, man muss es auch noch zeigen können. Und das kannst du wenigstens.

From Ms. Tina Liang /25/06/2018

Dienstag, 26. Juni 2018

Normale Menschen normaler Intelligenz schreiben ja im Betreff rein, um was es in einer Mail geht, damit der Empfänger der Mail auch etwas davon hat. Spammer machen das nicht, damit ihr krimineller Kommunikationsmüll nicht so oft ungelesen gelöscht wird. Weil eine Mail ohne Betreff aber auch nicht toll aussieht, schreiben sie oft sinnlose Informationen rein. Zum Beispiel dieser Vollpfosten, der das Datum (steht im Mailheader) und den Namen des Absenders (steht im Mailheader) wiederholt, statt schon im Betreff klar zu machen, dass er einen Vorschussbetrug einleiten will. Übrigens wurde mir damit schon am Betreff klar, dass hier wahrscheinlich ein Vorschussbetrug eingeleitet werden sollte, was sich dann beim Öffnen der Spam bestätigte.

Und mit dem knüppeldoofen Betreff hört es nicht auf, sondern geht im Mailtext gleich so weiter:

From Ms. Tina Liang /25/06/2018
Ref: CTF/11/QTM/MI-2018

Hey, Spammer, das hast du schon im Mailheader und im Betreff gesagt. Das wird auch nicht gehaltvoller, nur, weil du jetzt dazu noch einen Löffel Buchstabensuppe abschreibst, der für den Rest deiner Erzählung völlig bedeutungslos ist.

Dear Sir/Ma

Lieber Spammer,

I am Ms. T. Liang, I work with China merchants Bank as the audit manager, I wish to place your name as the beneficiary to thirteen million five hundred thousand dollars due to the death of the depositor who died many years ago along with her family.

ich bin völlig fasziniert davon, dass du meinen Namen als Begünstigten einer Erbschaft von 13,5 Megadollar eintragen willst, wenn du nicht einmal meinen Namen kennst und mich deshalb als „Liebe(r) Frau/Herr“ anreden musst. Hast du das schon einmal einen Psychiater erklärt? Das solltest du mal, damit du schnell aus dem Verkehr gezogen wirst. :twisted:

Though this medium (Internet) has been greatly abused but I chose to reach you through it because it still remains the fastest, surest and most secured medium of communication.

Gleichmaßen fasziniert bin ich von der Tatsache, dass du im gleichen Atemzug davon sprechen kannst, wie oft das Internet für Betruggeschäfte missbraucht wird, und dass es dennoch das schnellste, zuverlässigste und abgesichertste Mittel der Kommunikation ist. Die E-Mail, in der du das sagst, ist überhaupt nicht abgesichert. Du hast sie nicht einmal digital signiert. Jeder könnte sie geschrieben haben. Das weißt du auch selbst, denn du hast ja mit gefälschtem Absender gemailt. Und auf die naheliegende Idee, eine Mitteilung über so eine empfindliche Angelegenheit mit meinem öffentlichen PGP-Schlüssel zu verschlüsseln (der selbstverständlich auch auf Keyservern verfügbar ist), bist du ebenfalls nicht gekommen. Deine Nachricht wurde offen wie eine Postkarte transportiert. Jeder konnte sie auf dem Weg lesen. Jeder konnte sie auf dem Weg verändern. Das ist genau die Methode, wie man nicht über Geld spricht, wenn man es ernst meint.

Wo arbeitest du noch mal? Ach ja, richtig, in einer tollen chinesischen Bank arbeitest du nach deinen eigenen Angaben. Da lernt man offenbar weder Diskretion noch sicheren Datenaustausch. Vermutlich lernt man dort nur, viele Nullen anzuhängen, um eine Zahl groß zu machen.

However, I assure you that this transaction will be executed under a legitimate arrangement that will protect you from any breach of the law both in your country and here in China once the fund is transferred to your bank account.

Schön, dass ich nach deinen wirren Einlassungen vor jeglicher Strafverfolgung geschützt bin, während ich mir mit gefälschten Dokumenten eine Erbschaft unter den Nagel reiße, die mir nicht zusteht. Hier in der BRD stünden darauf bis zu fünf Jahre Knast, und wenn der Staatsanwalt uns als Bande betrachtete (was er vermutlich tun wird, ohne dass das Gericht ihm darin folgen wird), können es sogar bis zu zehn Jahren werden.

The funds I am referring to is right here in this bank floating in suspense account, therefore I solicit for your cooperation to be in collaboration with me to have this done, it will be transferred into an account you will provide any where in the world.

Dass du so viele Worte darum machst, dass das Geld von einem Asservatenkonto¹ auf ein reguläres Konto übertragen wird, schattet schon die ersten paar hundert Euro Vorleistung vorweg, die ich vollständig anonymisierend über Western Union bezahlen muss, weil deine spammige „Bank“ aus Spamgründen keine Schecks verarbeiten kann.

Aber bevor es losgeht…

I will need you to provide the following information urgently to enable the attorney start the processing of the all the relevant legal documents for the fund remittance.

1) Name:
2) Address:
3) Tel:
4) Age:
5) Occupation Status:

…soll ich dir toller Bankexpertin von Spammer erstmal mitteilen, welchen Namen du in die falschen Dokumente für eine angeblichen Erbbetrug reinschreibst. Denn du kennst mich gar nicht. Das hindert dich aber nicht daran, mir…

Our sharing partner once successful is 40 percent for your assistance while I retain 60 percent

…fast fünfeinhalb Megadollar anzubieten.

Send your information this this my gmail.com Contact Email: lngtina008@gmail.com

Um darauf so richtig reinzufallen, darf ich allerdings nicht an den Absender der Mail antworten, denn der ist gefälscht. Natürlich ist er gefälscht. Es ist ja auch eine Spam.

Ich will es mal so sagen, „Tina“: Einerseits finde ich es lobenswert, dass du dir in einem Anfall fehlgeleiteter Kreativität aus älteren Vorschussbetrugsspams eine neue Kollage von Text zusammengekleistert hast. Aber damit war deine Kreativität leider schon wieder am Ende. Das Ergebnis hat dann beim „Genuss“ ein bisschen an die derzeitige Popmusik erinnert: Es ist zwar ein neues Stück, aber es klingt selbst beim ersten Hören schon vertraut und abgestanden fad, weil keinerlei neue Idee hineingerührt wurde. In der Summe – und glaub mir, „Tina“, ich lese viel Spam von asozialen Vollpfosten, die sich auf die gleiche Weise wie du mit dem Geld naiver Menschen einen verfeinerten Lebensstil finanzieren wollen – nervt es einfach nur noch wie ein dummes, mechanisches Geräusch.

Es steht zu hoffen, dass kein Mensch mehr auf dermaßen plump vorgetragene Betrugsnummern aus der nigerianischen Mottenkiste hereinfällt. Und du, „Tina“, du darfst meinetwegen gepflegt verhungern. Dein Gehirn ist ja schon vorangegangen.

Waiting for your reply soon.

In freudiger Erwartung deiner baldigen Entkörperung.

Yours Faithfully,
Mrs. Tina Liang.

Dein dich „genießender“
Nachtwächter

¹Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob dieser Begriff noch üblich ist. Im Gegensatz zu „Tina Liang“ bin ich ja kein Bankkaufmann.