Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „419“

Abschlie�ende Mitteilung f�r die Zahlung des nicht beanspruchten Preisgeldes

Samstag, 19. Januar 2019

Ja ja, ich weiß, das hirnt alles ganz schön mit dem richtigen Encoding. Aber ein Spammer frickelt halt ein bisschen herum, der will ja nicht nachdenken, der will ja spammen. Zum Beispiel, um seinen Vorschussbetrug einzuleiten, damit er auch weiterhin Geld für den Puff hat. Und wenn er dann mal ein paar Millionen Spams rausgehauen hat, die zerschossen aussehen und voller peinlicher Fehler sind, dann korrigiert er eben ein bisschen und versendet nochmal ein paar Millionen Spams. Es kostet ja nichts, Spam zu versenden. Und es belastet ja nur die Server anderer Leute.

Von: DANIEL RODRIGUEZ <danilerodriguez@gmail.com>

Kenne ich nicht.

ANWALTSKANZLEI
AV/DE GRAN VIA NO.38, 28008 MADRID ESPAСA
TEL: 0034 657 118 xxx. FAX: +34 917 905 xxx
E-MAIL: rodriguezdaniellawfirm@fastservice.com

Aha, die spezielle „Anwaltskanzlei“, bei der man besser nicht in der Mailsoftware auf „Antworten“ klickt, um an die Absenderadresse zu antworten, weil der Absender gefälscht ist. :D

Aus Madrid. Also aus demjenigen Мадрид, wo sich…

Sehr geehrter Begьnstigter

…kyrillische Kringel in den Text mischen, wenn man diese lustigen deutschen Vokale mit den Pünktchen drüber schreiben will.

AbschlieЯende Mitteilung fьr die Zahlung des nicht beanspruchten Preisgeldes

Das hast du schon im Betreff gesagt! Aber da war es noch ein bisschen zerschossener, damit man gleich sieht, dass deine Spam krimineller Sondermüll ist.

Wir mцchten Sie informieren, dass das Bьro des nicht Beanspruchten Preisgeldes in Spanien, […]

Die haben ja Büros in Spanien. :mrgreen:

[…] unsere Anwaltskanzlei ernannt hat
als gesetzliche Berater zu handeln, in der Verarbeitung und der Zahlung eines Preisgeldes, das auf Ihrem Namen
wurde, und nun seit ьber zwei Jahren nicht beansprucht wurde.

Toll, das ist zwar irgendwas „auf meinem Namen“, aber ich werde als „Sehr geehrter Begünstigter“ angesprochen. Und nein, mein Nachname lautet nicht „Begünstigter“.

Der Gesamtbetrag der ihnen zusteht betrдgt momentan Ђ2,500,000.00

Aha, in diesem Spanien verwendet man nicht das Währungssymbol €, sondern das Währungssymbol Ђ. Das wusste ich ja noch gar nicht. :D

Der Qualitätsdolmetscher, der diesen Text aus einer nicht mehr leicht identifizierbaren Ausgangssprache ins Deutsche übertragen hat, hat auf seiner Dolmetscherschule übrigens nicht gelernt, wie man im Deutschen diese Sache mit den Punkten und dem Komma bei Zahlen macht. Das ist ganz nicht so unwichtig, wenn es um Gelddinge geht.

Aber dieser Qualitätsdolmetscher…

Das ursprьngliche Preisgeld betrag Ђ1,800,000.00 Euros. Diese Summe wurde fьr nun mehr als zwei Jahre,Gewinnbringend
angelegt, daher die aufstockung auf die oben bennante Gesammtsumme. Entsprechend dem Bьros des nicht Beanspruchten
Preisgeldes, wurde dieses Geld als nicht beanspruchten Gewinn einer Lotteriefirma bei ihnen zum verwalten niedergelegt und in
ihrem namen versichert. Nach Ansicht der Lotteriefirma wurde ihnen das Geld nach einer Weihnachtsfцrderunglotterie
zugesprochen. Die Kupons wurden von einer Investmentgesellschaft gekauft. Nach Ansicht der Lotteriefirma wurden sie damals
Angeschrieben um Sie ьber dieses Geld zu informieren, es hat sich aber leider bis zum Ablauf der gesetzten Frist keiner gemeldet
um den Gewinn zu Beanspruchen. Dieses war der Grund weshalb das Geld zum verwalten niedergelegt wurde. GemдЯ des
Spanischen Gesetzes muss der inhaber alle zwei Jahre ьber seinen vorhanden Gewinn informiert werden. Sollte dass Geld wieder
nicht beansprucht warden, wird der Gewinn abermals ьber eine Investmentgesellschaft fьr eine weitere Periode von zwei Jahren
angelegt werden.Wir sind daher, durch das Bьro des nicht Beanspruchten Preisgelds beauftragt worden sie anzuschreiben. Dies
ist eine Notifikation fьr das Beanspruchen dieses Gelds.

…war generell in einem eher schläfrigen Zustand, als er sein Deutsch gelernt hat. Und natürlich, als er diesen Text geschrieben hat. :D

Und hui! Worin wurde das Geld angelegt? Eine Rendite von beinahe zwanzig Prozent im Jahr in diesen Zeiten von Niedrig- und gar Negativzinsen! Das kann eigentlich nur der brummende Investmentfont der Mafia gewesen sein, mit dem Menschen- und Drogenhandel finanziert wird. :D

Ja, diese Spam endet hier. Es gibt keinen weiteren Text. Aber dafür hat die Spam einen Anhang mit einem PDF-Dokument¹. Hat der Spammer in seinem Wodkakopf doch noch einen Anfall von Streben nach gestalterischer Exzellenz gekriegt? Mal schauen – oh, das hat ja zwei Seiten:

Erste Seite des PDF-Anhanges der Spam mit dem angeblichen Lotteriegewinn zur Einleitung eines Vorschussbetruges

Zweite Seite des PDF-Anhanges der Spam mit dem angeblichen Lotteriegewinn zur Einleitung eines Vorschussbetruges

Zu schade für den Spammer! Da wollte er so ein toll gesetztes PDF machen, aber der Rahmen um das Antwortformular ist ihm irgendwie, als der besoffene Kopf mal wieder auf die Maus gefallen ist, mitten in den Text gerutscht. Da er in seinem Computerkurs noch nicht gelernt hat, was der Menüpunkt „Rückgängig“ bedeutet, hat er dann einfach „Fuck it!“ gesagt, es so gelassen und an ganz viele Spams angehängt. Das ist schon bitter, wenn man immer so viel Pech beim Denken hat wie diese Spammer mit ihrer Lotterieglücknummer bei diesen Spamlotterien, bei denen man keine Lose kaufen muss… :mrgreen:

¹Es ist generell eine ganz schlechte Idee, Anhänge einer E-Mail zu öffnen, wenn diese nicht vorher ausdrücklich über einen anderen Kanal als E-Mail vereinbart wurden und/oder der Absender der E-Mail jenseits jedes vernünftigen Zweifels feststeht, weil die E-Mail digital signiert wurde und man diese Signatur auch überprüft hat. Das bisschen befriedigte Neugierde ist den möglichen Ärger nicht wert. Dettelbach ist überall. Ich öffne solche PDF-Anhänge übrigens niemals im Adobe-Reader, sondern importiere sie in das Grafikprogramm Gimp. Das ist auch nicht völlig sicher, aber zumindest zurzeit deutlich risikoloser. Denn die spammenden Verbrecher sind faul. Sie denken nicht an alles, sondern an den verbreiteten, häufigen Fall, wenn sie eine Schadsoftware verbreiten wollen, nämlich an ein Microsoft Windows, auf dem ein Adobe Reader läuft.

Antwort

Mittwoch, 16. Januar 2019

Die Antwort kenne ich. Sie lautet 42. Und sie lautet nicht…

Es ist verst"andlich, dass Sie ein bisschen besorgt sein k"onnten, weil
Sie kennen mich nicht, aber ich habe einen lukrativen Gesch"aftsvorschlag von Gegenseitigkeit
Interesse, mit Ihnen zu teilen. USD 225.350.000,00 USD Mio. US-Dollar,
Ihre fr"uheste Antwort wird gesch"atzt.
Mit freundlichen Gr"ussen,
Herr FU CHENG

…225,35 Millionen. :D

Aber immerhin: Obwohl der weitgehend kopfentkernte Spammer in seiner schnell und inhaltsarm formulierten Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges nicht verstanden hat, dass wir Pünktchen über manche Vokale machen und sich deshalb mit Anführungszeichen vor diesen Vokalen behalf, weiß er, wie das im Deutschen mit den Punkten und dem Komma bei Zahlen funktioniert. Und das ist bei derartigen Spammern kein besonders verbreitetes Wissen.

offer

Montag, 14. Januar 2019

Abt.: Irgendeine Sprache wird schon passen…

Na, was wird mir denn angeboten? Schade, dass das nicht wie bei jedem vernunftbegabten Wesen einfach im Betreff steht. Mal reinschauen:

Von: infoh@nc-import.co.uk
Antwort an: impactfundscorp@gmail.com

Kenne ich nicht – und die Absenderadresse ist gefälscht.

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Aha, dieser dumme Hirnkrepel von Vorschussbetrüger, der offensichtlich schon irgendwann aufgeschnappt hat, wie man Google Translate bedient, hat es leider immer noch nicht gelernt, wie man die dabei hervorkommenden lustigen Zeichen mit irgendwelchen Kringeln dran in eine HTML-formatierte E-Mail bringt, obwohl das jedes aufgeweckte Kind weiß. Weil der Vollidiot sein peinliches Gestrokel nicht testet, bevor er das Spamskript startet und auf ein paar Millionen E-Mail-Konten loslässt, hat er es auch nicht vorher gemerkt, und hinterher konnte er es halt nicht mehr ändern, falls es ihm überhaupt aufgefallen ist. Einmal ganz davon abgesehen, dass er einfach UTF-8 als Kodierung angeben könnte, damit er niemals mehr derartige Probleme hat.

Aber dafür hat der Spambankier angeblich Darlehen. Sagt er. Wer auf seine Spam antwortet – aber bitte nicht an die Absenderadresse antworten, denn die ist gefälscht – hört lustige Lügen und muss ein paar Vorleistungen bezahlen. Nein, nicht mit einer Banküberweisung, einem Scheck oder einer Kreditkarte, sondern vollständig anonymisierend über Western Union und Konsorten. Das Geld ist natürlich weg, wenn man darauf reingefallen ist. Und vorher kommunziert man in unverschlüsselter E-Mail, also offen wie mit Postkarten, mit einer kostenlos und anonym eingerichteten Freemailer-Adresse über Geldsachen und gibt Spammern auf diesem Weg auch noch genug persönliche Daten, um damit allerlei Betrugsgeschäfte machen zu können. Das ist alles keine gute Idee.

Animierter Briefumschlag mit HakenVirus-free. www.avast.com

Das Wörtchen „Spam“ in dieser Animation ist natürlich von mir. ;)

Solche Sprüche unter einer E-Mail sind sozusagen das Siegel dafür, dass es sich um Sondermüll handelt, den man einfach automatisch in die Glibbertonne schmeißen kann.

Denn ein fühlendes Wesen, das etwas Lesens- und Wissenswertes mitzuteilen hat, würde die Empfänger seiner Mitteilungen niemals mit derartiger Reklame belästigen.

Aber auf der anderen Seite hindert nichts und niemand einen Verbrecher daran, an seine E-Mail eine Kollektion frischer Schadsoftware anzuhängen, und anschließend diesen Text mit „Virusfrei dank Avast“ nebst hochnotlächerlicher Briefumschlag-Animation einzufügen, um naive Empfänger damit einzulullen. Ich habe diesen Text eben gerade in einem Blogartikel eingefügt. Das war nicht schwierig. (Es war schwieriger, das Wort „Spam“ in die Grafik zu fummeln.) Er lässt sich genau so einfach in eine E-Mail einfügen. Er ist reine Reklame. Er sagt nichts über die Sicherheit einer Mail aus. Er ist reinster Bullshit, der das Schlangenöl-Prinzip der „gefühlten Sicherheit“ in Regionen bislang ungekannter Hirnlosigkeit trägt.

Deshalb würde ja auch ein fühlendes Wesen niemals ein Schlangenöl einen solchen Reklametext unter seine lesenswerten Mitteilungen pappen lassen. Und deshalb findet man Werbesprüche wie diesen Avast-Spruch nur unter den Lügen von stinkenden Reklameheinis und unter den kriminellen Versuchen spammender Gauner, die in der Intelligenzliga regelmäßig gegen eine Brennnessel verlieren.

Wenn man eine E-Mail mit diesen Spruch unbesehen löscht, ist das wie bei der Phrase „Click here“. Es gibt keine einzige Fehlerkennung.

Gruß auch an Avast! :mrgreen:

Rudolf Leder

Donnerstag, 10. Januar 2019

So nannte sich der Evolutionsverlierer mit seiner rumänischen IP-Adresse, der ausgerechnet hier auf Unser täglich Spam den folgenden, in bestem Spamdeutsch formulierten Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges eigenhändig ins Kommentarfeld kopierte, um sich am Spamfilter vorbeizumogeln, was allerdings aus inhaltlichen Gründen nicht gelang. Ich habe den dadaistisch wertvollen Ausfluss seine geringen Bemühungen eben aus dem Spamglibber rausgezogen, um dieses beeindruckende Meisterwerk für die Ewigkeit zu erhalten:

Freund, ich möchte mein Zeugnis darüber abgeben, wie ich meine leere Bankomatkarte bekomme, die mein Geschäft heute verändert. von Business war Dawn, selbst das Bezahlen meiner Arbeiten war sehr schwierig für mich, ich suche einen Darlehensgeber, der alles vergeblich war, und ich entscheide mich, online nach einer Hilfe zu suchen, in der ich Zeugenaussagen über leeren Geldautomaten sah Weil die meisten Dinge im Internet nicht wirklich auf Betrügereien basieren, habe ich mich entschieden, es auszuprobieren und zu sehen, wohin es mich führen wird, wenn es mein Geschäft endgültig verändern kann. Ich habe mich mit diesem Hacker namens Jose Larry Hacker World in Verbindung gesetzt, und er hat mir erzählt, dass sie aus Vereinigte Staaten von Amerika stammen und außerdem haben Sie Niederlassungen in der ganzen Welt, in denen Sie ihre Geldautomatenkarten World entwickeln, dass sie echt sind und kein Betrug, den sie Hilfe haben so viele Leute da draußen. Um die Geschichte kurz zu machen, sind diese Männer gut und Experten für die Programmierung von ATM-Karten. Ich beantragte die leere Bankomatkarte und sie wurde mir innerhalb von 4 Tagen zugesandt und tat, wie mir gesagt wurde, sie zu benutzen, und heute hat sich mein Geschäft geändert. Ich könnte meine Arbeiter und meine Geschäftsfinanzen bezahlen. Es gibt keine Geldautomaten, die nicht eindringen können die leere ATM-Karte in die Welt, weil sie mit verschiedenen Tools und Software programmiert wurde. Die leere ATM-Karte kann Sie unter folgender Adresse nicht kontaktieren: wwwatm@hxxxxl.comwwwatm@hxxxxl.com

Ich winke noch einmal mit leerer und nicht kontaktierbarer Bankkarte in die Geldautomatenkarten Welt und muss mich jetzt erst einmal von meinen Lachschmerzen erholen. :D

Gutes Investment Venture

Donnerstag, 3. Januar 2019

Klar, so etwas kommt mit Spam auf Honigtopfadressen.

Von: Frederick <info@test.com>
Antwort an: fmr267743@gmail.com

Der Absender ist gefälscht. Alle weitere Kommunikation soll über eine anonym und kostenlos eingerichtete Mailadresse bei Googles Freemail-Angebot laufen. Wenn die sechsstellige Zahlenfolge nach „fmr“ eine laufende Nummer ist, kann man sich leicht vorstellen, wie viele Mailadressen dieser Spammer schon „verbrannt“ hat. :mrgreen:

Schцnen Tag,

Schon vor dem Lesen des eigentlichen Textes wird klar, dass der Absender die kyrillische Codepage verwendet. Warum er nicht einfach – wie es in jeder modernen Mailsoftware Standardeinstellung ist – UTF-8 nimmt und niemals wieder ein Problem mit irgendwelchen Sonderzeichen fremder Sprachen hat? Das wäre doch eine gute Idee. Aber woher soll ein Spammer schon wissen, wie sein irgendwo runtergeladenes Spamskript funktioniert und es anpassen, um seine Schwächen zu beheben‽ Der will doch nicht programmieren, der will doch nichts lernen, der will Computer nur zum Spammen verwenden.

Ich bin Herr Frederick, ein Rechtsanwalt mit langjдhriger Erfahrung in den Bereichen Hauptinvestitionen, Private Equity, Projektfinanzierung und Syndizierung und Beratung in GroЯraum MENA und Teilen Afrikas ьber mehrere Anlageklassen hinweg (z. B. Public Equity, Private Equity, Immobilien, Fonds, Industrielle Landwirtschaft, Baugewerbe, Bergbau, Цl und Gas, Fluglinien und verschiedene festverzinsliche Wertpapiere) und Sektoren.

Der Spammer denkt zwar, dass ich „Schöner Tag“ heiße, er hat aber zum Glück für sich selbst einen ausgedachten Namen und einen ausgedachten Beruf: Er ist Anwalt und Geldzauberer und gibt im Rahmen so genannter „Investments“ das Geld anderer Leute überall in der Welt aus. Was das jetzt mit mir zu tun hat, der ich nicht einmal mehr einen Euro zusammenzählen kann, wenn ich in mein Kleingeld greife? Schauen wir der tollen, wenn auch recht absehbaren Geschichte des tollen Investmentanwalts mal in ihrer Entwicklung zu.

In diesem Zeitraum habe ich starke Kontakte in den GCC- und Asien-Mдrkten aufgebaut und verfьgt ьber starke Originierungskapazitдten, die den Zugang zu zehn ausgereiften Transaktionen in verschiedenen Mдrkten und Sektoren ermцglichen. Ich vertrete Investitionsinteressen aus Asien / Afrika, die an auslдndischen Investitionen in Ihrem Land interessiert sind.

Er hat Connections, der Anwalt mit dem Geldzauberstab, und von überall aus der Welt kommen die Leute zu ihm hin und tragen ihm Geld zu, weil er so ein toller Anwalt mit so einem tollen Geldzauber ist. Er kann da zwar niemanden nennen, aber ansonsten ist er durchaus fähig, den Text mit Aufzählungen aller Art aufzublähen, damit ein Eindruck von Substanz entstehe. Eigentlich schade, dass sein Deutsch da – völlig unabhängig von der Unfähigkeit, ein passendes und international verwendbares Encoding für den Text anzugeben – ein bisschen holprig klingt. Von nichts kommt eben nichts, und die paar Euro zwanzig für einen richtigen Dolmetscher hat sich unser Großinvestor und Großhirnkleinanleger mit Spamhintergrund dann doch lieber gespart.

Tja, und einige seiner namenlosen Connections von weither wollen jetzt in meinem Land (das genau so viel Name wie ich hat) „investieren“, und da fängt es an, in mein Leben reinzuragen:

Derzeit sind meine Kunden an Finanzierungsprojekten interessiert und haben mich beauftragt, eine zuverlдssige Person oder ein Unternehmen mit Interesse ьber den oben genannten Projekten zu suchen und zu finden. Bitte haben Sie Verstдndnis dafьr, dass dies eine seriцse Person ist. Wenn Sie sich also bei mir melden, werde ich Sie geben weitere Verfahren.

Ich suche Ihre Partnerschaft, indem Sie sich in ein Multi-Millionen-Dollar-Investmentprojekt begeben. Kцnnen wir Ihnen gerne ein schnelles Gesprдch organisieren?

Jetzt plaudert der investierende Anwalt aus seinem Nähkästchen. Er hat Kunden, die einen zuverlässigen Partner brauchen, und er sucht deshalb eine zuverlässige Person. Er tut dies, indem er völlig Unbekannte, die er nicht einmal namentlich ansprechen kann, anmailt, weil sie so eine schöne Mailadresse haben, um mit ihnen in unverschlüsselter E-Mail über anonym und kostenlos eingerichtete Freemailer-Adressen über ein paar Megadollar zu schwätzen. Wir kennen das ja alle: Wenn man ein paar Milliönchen irgendwo sicher ablegen will, gibt man sie einfach einem wildfremden Menschen. Schließlich sind ja alle Leute immer ehrlich in Gelddingen…

Freuen Sie sich auf Feedback von Ihnen.

Freuen sie sich auf Selbstgespräche!

Freundliche GrьЯe,
Herr Frederick

Freundlich wie die Pest und dumm wie Stroh
Dein spammender Vorschussbetrüger

DONATION !!!

Dienstag, 1. Januar 2019

Na, das neue Jahr fängt ja gut an! Mit einer Spende. Warum wurde die eigentlich als Spam erkannt? Das wird doch nicht etwa einer dieser Vorschussbetrüger sein, der seinen Opfern (nicht exisistente) Millionenbeträge vor die Nase hält, um ihnen eine anonym über Western Union bezahlte Vorleistung nach der anderen aus der Tasche zu quasseln. Mal reinlesen:

Hallo

Genau mein Name!

Sie haben eine Spende von 4.800.000,00 $, ich habe die Amerika-Lotterie im Wert von 40 Mio. $ gewonnen und ich gebe einen Teil davon fünf glücklichen Menschen und Wohltätigkeitshäusern zum Andenken meiner verstorbenen Frau, die an Krebs gestorben ist.

Aha, die Frau ist an Krebs gestorben, und deshalb kriegt „Hallo“ beinahe fünf Megadollar geschenkt. Weil er so schön „Hallo“ heißt und so eine schöne Mailadresse hat.

Referenznummer der Spende: BBIB / AVL017 / 28392

Die Spende muss echt, ernst und wichtig sein. Sie hat sogar eine Nummer. ;)

Kontaktieren Sie mich für weitere Informationen: tom.cristdonor@gmail.com

Wer sich jetzt seine Spende abholen möchte – und glaubt mir, da wird nicht einfach ein Scheck relativ preiswert als versicherter Brief versendet, da wird richtig viel Vorleistung für allen möglichen Bullshit unter Beteiligung mehrerer ausgedachter Banken, Notare und Sicherheitsfirmen fällig – sollte einfach dem Spammer antworten. Aber bitte nicht an die Absenderadresse der Spam antworten! Die ist nämlich gefälscht.

Seien Sie versichert, dass dies zu 100% legitim ist. Besuchen Sie zur Bestätigung die folgende Seite:

http://globalnews.ca/News/1036498/who-is-40-Million-Jackpot-Winner-Tom-Crist/

Ansonsten stehen aber keine Lügen in der Spam. :mrgreen:

Und dass gelegentlich sogar mal irgendwer in einer Lotterie gewinnt und es damit sogar zur Nachrichtenmeldung bringt (die brauchen ja Content für die Nachrichten, um Werbeplätze vermarkten zu können, und deshalb wird auch der unwichtigste und dümmste Trash noch vermeldet, weil die meisten Menschen halt lieber Nachrichten als Reklame sehen), macht die ganze Spam gleich viel glaubwürdiger… denkt der Spammer.

Prost
Tom Crist

Komm, Spammer, trink noch zwei, drei Flaschen lecker Wodka! Je eher du an deiner Leberzirrhose krepierst, desto weniger naive Internetnutzer kannst du mit deinen asozialen Betrugsnummern abziehen!

Dein dich auch im Jahr 2019 widerwillig genießender
Nachtwächter

Antwort

Freitag, 28. Dezember 2018

Von: FU CHENG <lupos71@alice.it>
Antwort an: FU CHENG <fucheng2@web.de>

Der Absender ist gefälscht, und für die weitere Kommunikation soll eine Mailadresse beim beliebten deutschen Freemailer Web.de verwendet werden. Da wird der Absender aber gewiss sehr gut Deutsch können, wenn er sich durch die Einrichtung einer Mailadresse bei einem deutschen Freemailer hangeln konnte. Mal reinschauen:

Es ist verst"andlich, dass Sie ein bisschen besorgt sein k"onnten, weil
Sie kennen mich nicht, aber ich habe einen lukrativen Gesch"aftsvorschlag von Gegenseitigkeit
Interesse, mit Ihnen zu teilen. Ihre fr"uheste Antwort wird gesch“atzt.
Mit freundlichen Gr"ussen, E-Mail:
Herr FU CHENG

Vielleicht sollte das Spammchen besser in einer Sprache spammen, die es wenigstens ein bisschen beherrscht. Dann vergisst es auch die (überflüssige) Angabe der Mailadresse nicht, wenn es aus irgendeiner anderen Spam ein paar Texttrümmer übernimmt. :D

Wichtig.

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Muss wohl was Wichtiges sein. Mal reinschauen:

Lieber Freund, Guten Morgen. Mein Name ist Robert Mbeki, ich bin Kreditmanager bei der Standard Bank Plc, Südafrika. Ich schreibe einen Geschäftsvorschlag für die Überweisung einer großen Summe von 4,5 Millionen Euro (4,500.000 Euro). Dieses Konto befand sich im Besitz von Herrn Manfred Gunther, einem Kunden unserer Bank, der bei einem Flugzeugabsturz mit seiner Familie gestorben ist. Manfred Günther war deutscher Abstammung. Ich brauche die Zusammenarbeit eines ausländischen Partners wie Sie, um das Geld in Ihrem Land zu erhalten, denn die südafrikanische Regierung sammelt das Geld als nicht eingefordertes Geld, wenn wir das Geld nicht außerhalb der Bank überweisen. Ich werde alles tun, um mit Hilfe meines Anwalts alle rechtlichen Unterlagen zu erhalten, damit unsere Bank das Geld in Ihrem Namen als rechtlicher Begünstigter / Partner an den verstorbenen Herrn Manfred Günther überweisen kann. Nach der Freigabe des Geldes liefert die Bank das Geld durch unseren diplomatischen Bankdienst nach Europa, wo Sie das Geld problemlos erhalten können. Ich werde später kommen, um Sie zu treffen, um meinen Anteil zu erhalten. Für Ihre Hilfe erhalten Sie 50% des Gesamtgeldes, während der Rest 50% für mich und meine Kollegen ist. Beachten Sie, dass bei dieser Transaktion kein Risiko besteht. Bitte nehmen Sie Kontakt mit mir auf, wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit mit mir haben E-Mail: mbeki.robert@aol.com für weitere Informationen. Bitte lesen Sie: http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/europe/859479.stm Herzliche Grüße, Robert Mbeki

Das ist alles so irre wichtig, dass nicht einmal die Zeit da war, den Text in ein paar Absätze zu gliedern. So, als großer strukturloser Block von Wörtern und Sätzen liest sich der Text zwar schwer, aber wenn es um 4,5 Megaeuro geht, kann man ja auch nicht erwarten, dass Menschen eine einigermaßen kultivierte Sprache anstreben.

Ich wills mal so sagen, „Robert“: „Deine“ BBC-Meldung und „deine“ Masche hatte ich schon etwas häufiger, nur der ausgedachte Name des „Kreditmanagers“ und der „Bank“ wechselt öfter mal dabei. Und inzwischen kriegt ihr es in eurer Betrügerbande sogar hin, dass Umlaute im Text erscheinen und nicht wie früher diese kyrillischen Kringel, die gar nicht nach Südafrika aussehen wollen.

Für euch Spammer sind diese 109 Todesopfer eines Flugzeugabsturzes im Jahr 2000 wohl so richtige Vielzwecktote, die ihr immer wieder mal rausholen könnt, um eure hirnverhungerte und intelligenzverachtende Story an ein paar Millionen Empfänger zu senden.

Ich kann es ja fast verstehen. Ihr seid halt nicht so motiviert, dass ihr euch nach fast zwanzig Jahren mal eine neue Geschichte zur Einleitung eines Vorschussbetruges ausdenken wollt. Denn wenn ihr euch Mühe geben wolltet, könntet ihr ja gleich arbeiten gehen. Und genau so sehen eure Betrugsversuche dann auch aus.

Ich hoffe, dass keiner mehr auf euch reinfällt und ihr einfach verhungert.

Denn: Vermissen würde euch niemand.