Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Spende“

Donation 2019

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Beachtung ………..
Wir haben beschlossen, einen Teil davon an fünf glückliche Menschen und Wohltätigkeitsorganisationen zu Ehren meiner verstorbenen Frau zu spenden, die an Krebs gestorben ist. Mein Mitgefühl für das Leiden anderer Die Tragödie hat mich noch stärker gemacht. Ich habe beschlossen, 1.800.000 EUR zu spenden, um das Leben vieler Menschen in Ihrer Nähe zu verbessern.
Ihr vollständiger Name:
Vollständige Adresse:
Telefonnummern:
Land:
Der Verkehr: [🛴]
Alter:
Job:
Für eine Spende kontaktieren Sie für weitere Informationen
Frau Mavis Wanczyk

Ohne weitere Worte. 🤣

Ihr Scheck ist versandbereit

Dienstag, 15. Oktober 2019

Heute mal wieder eine etwas längere Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges, aber der bloße Umfang sagt ja nichts über die Intelligenz aus.

Von: Linda Roberte Foundation <lin-roberte@foundation.com>
Antwort an: DHLglobalservice-nl@post.com

Der Absender ist gefälscht. Vielleicht stimmt ja der Rest. 🤥

Aber immerhin: Früher scheint es mal offensichtlich gewesen zu sein, dass es sich um einen Freemailer handelt, aber heute wird dieser Eindruck gezielt aufgehoben…

$ mime-header http://post.com
http://post.com
  HTTP/1.1 301 Moved Permanently
  Date: Tue, 15 Oct 2019 11:35:35 GMT
  Server: UltraDNS Client Redirection Server
  Last-Modified: Tue, 15 Oct 2019 11:35:35 GMT
  Accept-Ranges: none
  Connection: close
  Content-type: text/html
  Location: http://www.worldaccelerator.com/
$ _

…indem man auf eine (in meinen Augen ziemlich bullshittige und fragwürdige) Unternehmens-Website weitergeleitet wird, die mit keinem Wort erwähnt, was es mit post (punkt) com auf sich hat. Stattdessen gibt es ganz viel Bullshit über Markennamen, Domains und gut laufende Geschäfte auf der Grundlage eines „hochwertigen Domainnamens“. Ja, „Domainname“, obwohl Domain bereits von seiner Bedeutung her ein Name ist. Und nein, eine weitere Geschäftsidee scheint neben dem „hochwertigen Domainnamen“ nicht erforderlich zu sein. Leute, die so schreiben, würden auch von „allgemeinen AGB-Bedingungen“ und „LCD-Display-Anzeigen“ schreiben und mit tollen Bildern und heiterem Jubelton geschäftlichen Erfolg durch künstlich intelligente Mantik auf Grundlage der Astrologie anbieten. Werbetexter eben, ein dummes, asoziales und widerliches Pack, bereit, jedermann und allefraun zu belügen! 👋

Passt aber, denn die Klitsche nennt sich selbst „Welt-Beschleuniger“. In der Tat, es geht in rasantem Tempo voran und voran. Lange brauchen wir nicht mehr darauf zu warten, dass die Felder mit isotonischen Getränken gegossen werden. 😧

Ach, ich habe ja noch gar nicht mit der eigentlichen Spam angefangen. 😉

Guten Tag,

Genau mein Name! 👏

Ich bin mir sicher, dass diese E-Mail zu Ihnen ьberraschen wьrde, da wir uns noch nie zuvor getroffen haben, und Sie wьrden auch fragen, warum ich mich entschlossen habe, Sie unter den zahlreichen Internetbenutzern der Welt zu wдhlen. Ich kann nicht genau sagen, warum ich Sie gewдhlt habe aber seien Sie nicht beunruhigt, denn ich komme in Frieden und etwas sehr Positives wird gerade jetzt mit Ihrem Leben und dem Leben anderer durch Sie geschehen, wenn Sie nur die folgende Nachricht sorgfдltig lesen und verdauen kцnnen.

Das einzige, was mich an solchen Spams überrascht, ist, dass die Spammer auch im Jahr 2019 noch nicht dazu imstande sind, Unicode (erstmals spezifiziert im Oktober des Jahres 1991) und UTF-8 zu benutzen und stattdessen Windows-Codepages als Encoding ihrer Mails angeben – so dass aus den Umlauten lustige kyrillische Kringel werden. Aber so ein Spammer will E-Mail ja auch nicht verstehen, sondern einfach nur zum Spammen benutzen. Da schaut er sich dann auch das Spamskript nicht so genau an und kommt auch nicht auf die Idee, es zu korrigieren oder für sich anzupassen. Vermutlich wird es auch im Jahr 2030 noch lustige kyrillische Kringel anstelle der Umlaute geben. Denn wenn so ein Spammer sich Mühe geben wollte, könnte er ja gleich arbeiten gehen. 🧛

Ach ja: Zu Mühe, Arbeit und Spam passt auch, dass diese reichen Säcke aus dem Spameingang, die immer so viel Geld haben, niemals das Geld für einen richtigen Dolmetscher zu haben scheinen.

Bevor ich weiter ziehe [❗], gestatten Sie mir, Ihnen etwas von meiner Biografie zu geben [❗]. Ich bin Mutter Frau Linda Roberte, 74 Jahre alt, und die Frau des verstorbenen Dr. Hewsom Roberte, der am Montag, dem 7. September, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam 1998 GMT 15:22 NL, wдhrend sie von New York nach Genf flogen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website unten.

http://www.cnn.com/WORLD/9809/swissair.victims.list/index.html

Bevor unser Spammchen weiterzieht, hat es einen Namen, ist Witwe und kann einen Link zu einer CNN-Meldung in die Spam kopieren, aus der sie auch ihren Nachnamen abgeschrieben hat. ♻️

Nach dem Tod meines Mannes wurde ich zum Leiter seiner Investition [❗] und jetzt, da ich alt und schwach bin, habe ich mich entschlossen, den Rest meines Lebens auf meiner Viehfarm zu verbringen [❗], bevor ich die Welt endgьltig verlasse, aber vor dem Tod meines Mannes hatten wir es ein Plan, um die letzten Tage unseres Lebens zu nutzen, um die Hдlfte des von uns Fьrsten [❗], die wir fьr die weniger privilegierten und karitativen Hдuser gearbeitet haben, und die andere Hдlfte fьr uns selbst, Familienmitglieder und enge Freunde zu spenden, und es ist so bedauerlich, dass mein Mann nicht lebt heute, dies mit mir zu tun, und ich bin jetzt sehr schwach und alt, daher habe ich mich entschlossen, diese philanthropische Arbeit fьr meinen verstorbenen Ehemann auszufьhren.

Das ist ja toll, Spammchen! Du willst also auf der Viehfarm sterben und Geld verschenken. Geld ist immer gern genommen, kaum jemand lehnt es ab. Das sollte also gar kein Problem sein. Und wenn du eine Spam verfassen kannst, dann kannst du auch Geld überweisen. Oder als Scheck versenden. Oder sonstwas. Da musst du deinen Stall gar nicht mehr verlassen. 🐖

Gegenwдrtig habe ich fast die Hдlfte unseres Vermцgens an mehrere Wohltдtigkeitshдuser und an einige der weniger privilegierten Lдnder in verschiedenen Lдndern weitergegeben. Trotz der Vereinbarung zwischen meinem verstorbenen Ehemann und mir, Hilfe fьr die Bedьrftigen zu leisten, haben wir uns auch bereit erklдrt, eine Unterstьtzung zu leisten Menschen, die wir noch nicht zuvor getroffen haben, weil wir noch jung waren, erhalten wir eine anonyme Hilfe von einer Person, die wir nicht kannten und die wir bisher nicht wissen konnten, welche Auswirkungen eine solche Geste hatte hat uns dazu gebracht, dasselbe zu tun.

Du willst sogar Geld an irgendwelche Leute geben, die du gar nicht kennst. Ich will es mal so sagen: Das ist einfach. Du bezahlst einfach jemanden dafür, dass er sich vor dem belebten Bahnhof einer größeren Stadt hinstellt und zum Berufsverkehr schöne gelbe 200-Euro-Banknoten verteilt, als wären es Flyer. Das Beste daran: Die Leute, die den „Flyer“ aus Höflichkeit entgegennehmen, nicht darauf schauen und ihn einfach zerknüllen und wegschmeißen, geben ihn sozusagen freiwillig an Bedürftigere weiter, die sich nur zu gern nach diesem „Müll“ bücken. 📧

Es tut mir leid, Ihnen mitzuteilen, dass Sie nie die Gelegenheit haben werden, mich kennenzulernen, weil ich gerade den Auftrag abgeschlossen habe, den mein Mann und ich vor seinem plцtzlichen Tod vereinbart haben und Sie zufдllig der NutznieЯer unser letzter Wille, daher brauche ich Sie tun mir einen Gefallen, indem Sie unser Angebot annehmen.

Oh, ich soll den Zaster kriegen? Wie viel ist es denn? 💰

Ich habe vor vier Wochen bei DHL NL einen Scheck in Hцhe von $2.000.000,00 USD (zwei Millionen USD Dollar) hinterlegt, um Sie an Sie zu liefern, aber ich war sehr krank, deshalb konnte ich Ihnen bis heute keine E-Mail senden. Jetzt mьssen Sie sich so schnell wie mцglich an den DHL COURIER SERVICE NL wenden, um zu erfahren, wann das Paket an Sie zugestellt wird. Fьr Ihre Angaben habe ich die Zustellgebьhr, die Versicherungsprдmie und die Freigabegebьhr fьr den Scheck bezahlt Zeigen Sie, dass es sich nicht um ein Drogengeld handelt oder ein Sponsor von Terroranschlдgen in Ihrem Land sein soll. Sie mьssen sich jetzt mit der DHL EXPRESS NL in Verbindung setzen, um Ihren Scheck mit dieser Information zu ьbermitteln.

Zwei Megadollar! Aber die gibt es nicht als Scheck in einem versicherten Brief, sondern angeblich über „DHL“ in einem Paket. Aber nur, wenn ich mich ganz schnell mit „DHL“ in Kontakt setze. ⏱️

Ich verstehe an dieser Nummer so vieles noch nicht? Zum Beispiel: Seit wann kann man Pakete an eine Mailadresse senden? Der Absender hat das Paket ja vor vier Wochen aufgegeben, kennt von mir aber nur den Namen „Guten Tag“. Was kann da also auf dem Paketaufkleber stehen? 📦

Und natürlich benutzt „DHL NL“ für seine E-Mail-Adressen…

DHL EXPRESS SERVICE CENTER
Ansprechpartner: Herr Edwards Bachmann
E-Mail-Adresse: DHLglobalservice-nl@post.com

…nicht etwa seine eigene Domain, sondern irgendetwas in der Domain post (punkt) com. DHL verwaltet sogar eine eigene Top-Level-Domain, was weder preiswert noch frei von technischem Aufwand ist. Da werden die nicht ihre wieder Marke verwässern, indem sie ihre Firmierung wie so ein Vorschussbetrüger im frei wählbaren Namensteil einer Mailadresse verwenden. So dumm sind die nicht. 😉

Auch hier dьrfen Sie nicht die Lieferungsgebьhr, die Versicherungsprдmie und die Freigabegebьhr fьr den Scheck bezahlen, da ich sie bereits bezahlt habe. Das einzige Geld, das Sie zahlen mьssen, ist $975 fьr die bisherige Sicherheit des Schecks [❗] Ich hдtte die Gebьhr bezahlt, aber das Unternehmen bestand darauf, dass ich es nicht tun sollte, weil sie nicht wissen, wann Sie sich mit ihnen in Verbindung setzen werden, um Ablehnung oder weitere Kosten zu vermeiden. Sie mьssen ihnen die nachstehenden Informationen erneut bestдtigen, um Fehler zu vermeiden die Lieferung [❗].

Na, das ist ja toll. Beim niederländischen Ableger der Deutschen Post zahle ich eine Vorleistung in US-Dollar wegen einer Spam mit kyrillischen Einsprengseln. 😎

Das Geld ist natürlich weg, wenn man es hingelegt hat, und die Millionen gibt es nicht. 💸

Aber erstmal muss ich dem Spammer, der mir einfach so zwei Megadollar geben will, weil ich so eine hübsche Mailadresse habe, sagen, wie ich heiße, wo ich wohne und unter welcher Telefonnummer man mir hinterher noch mehr Geld aus der Tasche quasseln kann:

Anschrift:
Ganze Namen:
Direkte Telefonnummer:

Faszinierenderweise kennt unser Spammchen neben der gewöhnlichen Telefonnummer wohl auch eine direkte und eine indirekte Telefonnummer. Das ist bestimmt so ein komischer Kram wie die Freistöße beim Fußball. ☎️

Nachfolgend finden Sie den Sicherheitscode: (IND31U20-FL) fьr Ihren Entwurf [❗]. Sie mьssen ihn auch vor der Auslieferung zur Ьberprьfung vorlegen. Bitte versuchen Sie, sie zu kontaktieren, sobald Sie diese E-Mail erhalten, um weitere Verzцgerungen zu vermeiden. Ich werde auch darьber informiert, dass ich meine E-Mails nicht mehr lesen oder im Internet surfen werde, da ich mich vollstдndig von der AuЯenwelt zu meiner Ranch zurьckgezogen habe. In diesem Moment habe ich nichts mit Autos, E-Mails und anderem Luxus zu tun, alle weitere Korrespondenz sollte sein an die Kurierfirma zur Zustellung Ihres Schecks an Sie weitergeleitet.

Achtung, es gibt auch einen voll sicheren Sicherheitscode! Dieser wird offen wie eine Postkarte in einer nicht digital signierten und unverschlüsselten E-Mail versendet. Das kann auf dem ganzen Weg nicht nur mitgelesen werden, sondern sogar verändert werden, ohne dass diese Veränderung für den Empfänger erkennbar ist. Es ist also noch unsicherer als eine Postkarte, auf der man in freundlichen leuchteroten Buchstaben „Dein geheimer Geheimcode ist qwertz“ schreibt. 🔐

Unser Spammchen hüpft jetzt sicherlich luxusfrei und ganz ohne Auto zum fröhlichen und plantschaktiven Sterben in die Güllegrube. Platsch! Gluck! Tschüss! ⚰️💩

Hochachtungsvoll,
Frau Linda Roberte

Unter völliger Verachtung deiner Intelligenz
Dein Vorschussbetrugsspammer

DONATION

Samstag, 5. Oktober 2019

Von: balancer@chilitech.net

Kenne ich nicht. 🧟

(Natürlich ist der Absender gefälscht. Das ist eine Spam. Praktisch jede Spam kommt mit gefälschtem Absender.)

Hello!

Kennt mich aber auch nicht. 👋

My Name is Chris Ewald, P.A to Mavis L. Wanczyk, He made a donation to you.

Immerhin hat er, sie oder es einen seltsam geformten Namen, und der Name hat mir was gespendet. Ein sehr spendabler Name! 😀

Contact Email Address for more details: christopher.ewd2@hotmail.com

Leider war das Mailpapier alle, und deshalb muss ich zurückschreiben, wenn ich erfahren möchte, um was es eigentlich geht und wie ich an die Spende komme. Dabei soll ich aber nicht die Absenderadresse benutzen, denn die ist gefälscht. Wenn ich diese Dummheit mache…

Congratulations.

…gratuliert mir der spammende Vorschussbetrüger zu meiner Leichtgläubigkeit und Naivität. Und vor allem gratuliert er sich selbst dazu, dass er noch lange mit seinen plumpen Betrugsnummern leben kann. Ist doch auch nicht so anstrengend wie Arbeit. 👍

Und freundlicherweise kann der Spammer sogar mit einem Übersetzungsprogramm umgehen und schreibt mir den Text deshalb noch einmal auf Deutsch:

Hallo! Mein Name ist Chris Ewald, P.A. an Mavis L. Wanczyk. Er hat Ihnen eine Spende gemacht. Wenden Sie sich an die E-Mail-Adresse, um weitere Informationen zu erhalten: christopher.ewd2@hotmail.com

Herzliche Glückwünsche.

Die andere Sprache führt weder zu mehr Inhalt noch zu höherer Intelligenz im Mitgeteilten. Ganz im Gegenteil: Nicht schreiben zu können, worum es eigentlich geht, aber dafür den praktisch inhaltslosen Text mit Namen und Spendenfreude doppelt zu bringen, zeugt von einer Dummheit, die sich harmonisch in das Gesamtaroma dieser Spam einfügt und einen Eindruck erweckt, der nachteilhafter nicht sein könnte. 💩

Die Tatsache, dass die Leistung des Übersetzungsprogramms dabei intelligenter als der ursprünglich englischsprachige Inhalt der Spam wirkt, unterstreicht den voranschreitenden Gehirnzerfall eines schäbigen, gierdummen Betrügers, der hoffentlich bald in der einen oder anderen Weise aus dem Verkehr gezogen wird.

WOHLTÄTIGKEITSARBEIT

Samstag, 21. September 2019

Was, soll ich etwa arbeiten?

Von: Wang jianlin 1 <fperez@electoralmisiones.gov.ar>
Antwort an: Wang jianlin 1 <wang-jianlin2@dwandagroup.com>

Kenne ich nicht. Der Absender ist gefälscht. Und der Name scheint eine laufende Nummer zu haben. 😀

Ich beabsichtige, Ihnen einen Teil meines Vermögens als freiwillige finanzielle Spende zukommen zu lassen.
Wang Jianlin

Hey, Wang,

oder soll ich dich nach deinem Absender besser Wang den Ersten nennen: Das ist ja wirklich nett, dass du mir Geld geben willst, obwohl du mich nicht einmal kennst. Aber dafür brauchst du mir keine Spam… ähm… Mail an eine Mailadresse zu schreiben, die ich für Harvester ausgelegt habe und die für menschliche Leser völlig unsichtbar ist, dafür kannst du einfach ein paar Groschen über PayPal spenden.

Ach, du willst mir gar nix geben, du willst nur finanzielle Vorleistungen aus mir rausleiern, weil dein Geldauszahlverfahren wesentlich komplizierter als die Zustellung eines Schecks in einem versicherten Einschreiben ist? Du bist ein ganz normaler Vorschussbetrüger? Und deshalb auch diese Spammerei?

Ich verstehe.

Möge niemand auf dich reinfallen und mögest du verhungern!

Dein dich „genießender“
Nachtwächter

Glückwunsch!!!

Mittwoch, 4. September 2019

Qualitätsbetreff! Mit drei Ausrufezeichen!!! 🏆

Denkende und fühlende Menschen schreiben in einen Betreff rein, um was es in der Mail geht. Das können Spammer natürlich nicht machen, denn wer würde schon eine Mail mit dem Betreff „Versuch der Einleitung eines Vorschussbetruges“ aufmachen? Deshalb müssen sie immer möglichst nichtssagende Wörter in den Betreff schreiben, damit der Müll überhaupt gelesen wird. Oder unnötigerweise das Datum reinschreiben. Oder die Mailadresse des Empfängers. Oder so etwas wie „Nachricht“ oder „Benachrichtigung“, als ob man das nicht daran merkte, dass es eine E-Mail ist. Alle diese sinnlosen Betreffzeilen sind untrügliche Zeichen für Spam und für Kommunikationsversuche von ziemlich hirnlosen Idioten, die ungelesen in die Tonne können. 🗑️

Von: Azim Prejim <transferservice129@gmail.com>
Antwort an: charity_foundation0@hotmail.com

Kenne ich nicht. Aber schon vor dem Kennenlernen stelle ich fest, dass der Absender gefälscht ist, weil die Antwort nicht an die Absenderadresse gehen soll. Auch das ist ein klares Zeichen für Spam, die in die Tonne will. 🗑️

Glückwunsch!!!

Dass der Betreff im Text der E-Mail noch einmal wiederholt wird (und dort eine persönliche Ansprache mit Namen ersetzen muss), ist ebenfalls ein ganz klares Zeichen, dass es sich um eine Spam handelt, bei der das Weiterlesen völlig unnötig ist. 🗑️

Wer jetzt noch als Leser übriggeblieben ist, dem glaubt der Spammer alles erzählen zu können. Deshalb…

Die Azim Prejim Stiftung […]

…spielt der Spammer mit seiner sowohl kostenlos und anonym eingerichteten Absenderadresse bei Googles Freemailer „GMail“ als auch mit seiner sowohl kostenlos und anonym eingerichteten Antwortadresse bei Microsofts Freemailer „Hotmail“ eine ganz tolle Stiftung, die…

[…] spendete 800.000,00 Euro.

…irgendwelchen Mailadresseninhabern, die mit „Glückwunsch“ angesprochen werden müssen, weil nicht einmal ihr Name bekannt ist, 800 Kiloeuro schenkt. 💶

Vermutlich, weil sie so eine schöne Mailadresse haben. 🧚

Für weitere Informationen und Anspruch wenden Sie sich jetzt an die folgende E-Mail unter:
charity_foundation0@hotmail.com

Wer darauf reinfällt, muss eine Vorleistung nach der anderen bezahlen, um an sein angebliches Geld zu kommen. Am Ende ist das gezahlte Geld weg, der Kontakt zur Betrügerbande bricht ab und die 800 Kiloeuro haben niemals existiert. Das als Vorleistung gezahlte Geld ist freilich nicht verschwunden, es wurde nur von Kriminellen ausgegeben, damit die sich ihren verfeinerten Lebensstil leisten konnten. 💸

Wer mir das nicht glaubt, weil ich nur so ein Blogger bin, frage bitte einfach mal bei der Polizei. Das kostet nichts. Und es ist viel schlauer, als auf diese recht alte Betrugsmasche hereinzufallen und sich hinterher für seine teure Dummheit und Naivität zu schämen.

Danke vielmals
Herr Azim Prejim.

Gekrönt wird die schnell hingeschriebene Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges durch einen kalten, dummen und pseudohöflichen Dank dafür, dass der Spammer mir etwas von meiner beschränkten Lebenszeit mit seiner asozialen Spam geraubt hat. Ich würde das ja am liebsten durch einen Fausthieb beantworten und mich ebenfalls anschließend bedanken. 🥊

Der Name ist so echt wie die gefälschte Absenderadresse. 🤥

Ohne Betreff

Samstag, 27. Juli 2019

Überraschungseier sind ja immer noch sehr beliebt, und deshalb scheinen manche Spammer zu glauben, dass Mails ohne Betreff so neugierig machen, dass sie sofort geöffnet und gelesen werden. 🐣

Von: Thomas James <niissp@ssp.pi.gov.br>
Antwort an: Thomas James <jtthomas007@yahoo.com>

Natürlich ist der Absender gefälscht. Es ist ja eine Spam. Jede weitere Kommunikation soll über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei Yahoos Freemail-Angebot laufen – unverschlüsselt und offen wie mit Postkarten, versteht sich.

Liebste Geliebte,

Selten nur wurde mein Name so gut getroffen. 👏

Und nun legt ein angeblicher Portugiese mit dem äußerst portugiesisch klingenden Namen „Thomas James“ seine Geschichte zur Einleitung eines Vorschussbetruges dar. Ich mag diesen erschütternden Vortrag in bestem Spamdeutsch nicht unterbrechen und gebe lediglich Anmerkungen [in eckigen Klammern]. Die sinnlosen Absätze sind aus dem Original.

Ich bin Thomas James. Ein portugiesischer Staatsbürger. Ich habe mich im Internet umgesehen und Ihre E-Mail gesehen [Meine E-Mail ist aber auch eine hübsche! 😎]

echt, ich habe mit Speiseröhrenkrebs diagnostiziert worden. Es hat alle Formen der medizinischen Behandlung verunreinigt [sic!], und im Moment habe ich nur

Noch ein paar Monate. Ich bin sehr reich, war aber nie großzügig; Ich habe den größten Teil meines Vermögens meiner unmittelbaren Familie gegeben

Mitglieder[sic!].
Ich habe beschlossen, Almosen an Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden. Ich kann das aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst machen [Der arme Thomas ist so krank, dass er zwar noch spammen kann, aber keinen Scheck mehr unterschrieben kriegt]. Ich habe einmal gefragt

Mitglieder meiner Familie, die Wohltätigkeitsorganisationen etwas Geld geben wollten, lehnten es ab und behielten das Geld [So viel Zaster, aber nicht das Geld für einen zuverlässigen Treuhänder übrig!]. Ich habe eine riesige Kaution in bar

von sechs Millionen Dollar bei einer Sicherheitsfirma in Amerika [sic!]. Ich möchte, dass Sie mir helfen, diese Kaution einzuziehen und zu versenden [sic!]

Wohltätigkeitsorganisationen. Sie nehmen 20% dieser Mittel für Ihre Hilfe auf [Selbst das abzockerischste Bankhaus hätte da preisgünstigere Gebühren! Aber der Spammer war ja nie großzügig…].
Ich möchte Sie bitten, den Eingang dieser E-Mail so schnell wie möglich zu bestätigen und mit absoluter Vertraulichkeit und Sorgfalt zu behandeln

Aufrichtigkeit. [🤥]
Thomas James

Aha, der sterbende Thomas will mir also 1,2 Megadollar dafür geben, dass ich für ihn Geld abhole und ausgebe. Warum mir? Na, ist doch klar: Weil ich so eine schöne Mailadresse habe, die er im Internet gefunden hat. Deshalb nennt er mich auch „Liebste Geliebte“. Er ist sehr reich, der Thomas, aber einen Dolmetscher, der wirklich Deutsch kann, kann er sich nicht leisten. Stattdessen gibt er sein Geld lieber an irgendwelche Sicherheitsfirmen „in Amerika“, die offenbar Banknoten in Geldspeichern aufbewahren, damit es „bar“ bleibt. Auf der Bank hätte es ihm wenigstens ein bisschen Zins gebracht, statt nur Kosten zu verursachen.

Alles voller aufrichtigster Aufrichtigkeit! 🤦

Genau so aufrichtig wie der gefälschte Absender der Spam. 🤣

Ich glaube ja, dass auf diese hirnverdorrte Geschichte und diese schnell und ohne lästige gedankliche Tätigkeit hingerotzte Präsentation der ältesten Trickbetrugsmasche des Internetzeitalters niemand mehr reinfallen kann, auch nicht der Dümmste und erspare mir deshalb allzu tiefe Anmerkungen. Nur soviel: Es gibt weder Thomas noch die sechs Millionen. Wer darauf reinfällt, wird am Telefon weichgelabert, bis man das Hirnchen auslöffeln kann und dann dazu gebracht, eine Vorleistung nach der anderen zu bezahlen. Nicht mit Schecks, Kreditkarten, SEPA-Überweisungen, sondern völlig anonymisierend über Western Union und Konsorten.

Private/Donation

Mittwoch, 24. April 2019

Abt.: Vorschussbetrugsflut des Tages

Diese Spam habe ich eben gleichlautend auf einer Menge verschiedener Mailadressen gesehen, auch die AOL-Freemail-Adresse für Antworten war dabei immer gleich.

Von: Buffett Foundation <manager@eambes.org>
Antwort an: warren.eb2@aim.com

Der Absender ist gefälscht. Alle weitere Kommunikation soll über eine kostenlos und anonym einzurichtende Mailadresse beim Freemail-Angebot von AOL gehen. Eine eigene Domain nebst Mailserver, um wenigstens ein bisschen Vertraulichkeit bei der Kommunikation über E-Mail herzustellen, kann sich diese „Buffet Foundation“ leider nicht leisten.

Dear Email Owner,

You have been selected to receive a donation from Warren Buffett Foundation.

Der Absender kennt nicht einmal meinen Namen, obwohl der nicht besonders schwierig herauszubekommen ist. Er will mir etwas spenden. Warum? Na, weil ich so eine schöne Mailadresse habe. Dann wird man eben als „Dear Email Owner“ angesprochen… 😀

Contact us for more details.

Leider hatte der Absender an dieser Stelle keinen Platz mehr auf seinem Mailpapier und konnte deshalb nichts Substanzielles mitteilen. Deshalb muss man antworten, damit er ein neues Blatt von diesem teuren, rationierten Mailpapier nehmen kann, um mir zu sagen, was er mir eigentlich sagen will (und gleich schon eine gute Vorauswahl der Leichtgläubigen hat, bei denen man die betrügerischen Lügen ganz dick auftragen kann, ohne besonders vorsichtig sein zu müssen).

Wer antwortet, bekommt Berge von Geld versprochen. Dieses Geld kommt aber niemals einfach mit einer Banküberweisung oder einem Scheck, der mit einem versicherten Brief versendet wird, sondern auf den abenteuerlichsten Wegen, bei denen alles richtig kompliziert wird. So erzählen es zumindest die Betrüger, die im Regelfall eine gut einspielte Bande sind. Für den angeblichen Empfänger der „Spende“ bedeutet das, dass er eine Vorleistung nach der anderen bezahlen muss: Hier mal einen Fuffie für die Beglaubigigung, da einen Hunnie für jenen Stempel, da einen Hunnie für den Treuhänder, da eine ärgerliche Gebühr für den Notar und so weiter. Und niemand hat ein Bankkonto, und immer muss es ganz schnell gehen, deshalb geht der gesamte Geldtransfer vollständig anonymisierend über Western Union, in jüngerer Zeit aber auch immer wieder einmal über Kryptowährungen, die den gleichen Vorteil der Anonymisierung haben. Die angebliche „Buffet Foundation“ kann da nicht in Vorleistung gehen, die sind ganz arm. Die haben ja noch nicht einmal Mailpapier. Da läppern sich in wenigen Wochen tausende von Euro zusammen, die von den Betrügern – die natürlich immer zehn bis zwanzig naive und leichtgläubige Leute gleichzeitig „ausquetschen“ – für gehobenen Lebensstil, Kokain und Bordellbesuche ausgegeben werden.

Die angebliche „Spende“ gibt es nicht. Sie ist eine Lüge, um diesen Vorschussbetrug einzuleiten. Wer mir das nicht glauben will, weil ich ein dahergelaufener Blogger bin, der in Zeiten der fake news im geduldigen Web alles mögliche behaupten kann: Hervorragend! Skepsis hat im Internet noch nie geschadet. Bitte einfach mal bei der Polizei fragen! Aber bitte auf gar keinem Fall diesem spammenden und betrügerischen Geschmeiß Geld geben. Man kann nämlich mit Geld erfreulichere Dinge anfangen, als diesen asozialen Kriminellen Koks und Nutten zu finanzieren.

Respectfully Submitted,
Rebecca L.Hays
For Buffett Foundation

Voller Verachtung für die Intelligenz der Empfänger
Ausgedachter Name
Nach Geld klingende Stiftung

DONATION !!!

Dienstag, 1. Januar 2019

Na, das neue Jahr fängt ja gut an! Mit einer Spende. Warum wurde die eigentlich als Spam erkannt? Das wird doch nicht etwa einer dieser Vorschussbetrüger sein, der seinen Opfern (nicht exisistente) Millionenbeträge vor die Nase hält, um ihnen eine anonym über Western Union bezahlte Vorleistung nach der anderen aus der Tasche zu quasseln. Mal reinlesen:

Hallo

Genau mein Name!

Sie haben eine Spende von 4.800.000,00 $, ich habe die Amerika-Lotterie im Wert von 40 Mio. $ gewonnen und ich gebe einen Teil davon fünf glücklichen Menschen und Wohltätigkeitshäusern zum Andenken meiner verstorbenen Frau, die an Krebs gestorben ist.

Aha, die Frau ist an Krebs gestorben, und deshalb kriegt „Hallo“ beinahe fünf Megadollar geschenkt. Weil er so schön „Hallo“ heißt und so eine schöne Mailadresse hat.

Referenznummer der Spende: BBIB / AVL017 / 28392

Die Spende muss echt, ernst und wichtig sein. Sie hat sogar eine Nummer. 😉

Kontaktieren Sie mich für weitere Informationen: tom.cristdonor@gmail.com

Wer sich jetzt seine Spende abholen möchte – und glaubt mir, da wird nicht einfach ein Scheck relativ preiswert als versicherter Brief versendet, da wird richtig viel Vorleistung für allen möglichen Bullshit unter Beteiligung mehrerer ausgedachter Banken, Notare und Sicherheitsfirmen fällig – sollte einfach dem Spammer antworten. Aber bitte nicht an die Absenderadresse der Spam antworten! Die ist nämlich gefälscht.

Seien Sie versichert, dass dies zu 100% legitim ist. Besuchen Sie zur Bestätigung die folgende Seite:

http://globalnews.ca/News/1036498/who-is-40-Million-Jackpot-Winner-Tom-Crist/

Ansonsten stehen aber keine Lügen in der Spam. :mrgreen:

Und dass gelegentlich sogar mal irgendwer in einer Lotterie gewinnt und es damit sogar zur Nachrichtenmeldung bringt (die brauchen ja Content für die Nachrichten, um Werbeplätze vermarkten zu können, und deshalb wird auch der unwichtigste und dümmste Trash noch vermeldet, weil die meisten Menschen halt lieber Nachrichten als Reklame sehen), macht die ganze Spam gleich viel glaubwürdiger… denkt der Spammer.

Prost
Tom Crist

Komm, Spammer, trink noch zwei, drei Flaschen lecker Wodka! Je eher du an deiner Leberzirrhose krepierst, desto weniger naive Internetnutzer kannst du mit deinen asozialen Betrugsnummern abziehen!

Dein dich auch im Jahr 2019 widerwillig genießender
Nachtwächter