Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Guten Tag“

Nutella Probierpaket fur gammelfleisch@tamagothi.de

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Hey, Spammer: Dass eine E-Mail für die im Header eingetragene Empfängeradresse bestimmt ist, ist jetzt nicht so ungewöhnlich, dass du es eigens noch einmal im Betreff erwähnen musst. :D

In die HTML-formatierte Spam eingefügtes Werbebild mit diversen Nutella-Produkten

Die Mail hat niemals einen Server von Ferrero gesehen. Auch gehe ich davon aus, dass man bei Ferrero die deutschen Produkte abbilden würde, wenn man sich an deutsche Kunden wendet – einmal ganz davon abgesehen, dass Ferrero wohl kaum die Reputation seiner Marken mit illegaler und asozialer Spam durch den Dreck ziehen würde. Das Bild wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Spammer aus der Nutella-Website von Ferrero mitgenommen, die ich hier leider nicht wie sonst verlinken kann, weil die Designer dieser Website von den Besuchern verlangen, dass diese die Sicherheitseinstellungen ihres Webbrowsers lockern und die Ausführung von Javascript zulassen, um überhaupt etwas auf dieser Website zu sehen. Eine solche, in meinen Augen dumme und verantwortungslose Design-Entscheidung arbeitet direkt der Internet-Kriminalität zu und ist damit für mich unverlinkbar. Ich habe zu diesem Thema einmal einen launigen Text auf meiner Homepage veröffentlicht. Und ja, natürlich ist das eine überlagerte, undurchsichtige Ebene, also eine HTML-Trickserei, auf die jeder normale Gestalter einer Website verzichten würde, um sich seinen Lesern nicht in den Weg zu stellen; und natürlich ist der Text der Website deshalb in einem reinen Textbrowser lesbar:

Darstellung einer ohne Javascript angeblich nicht darstellbaren Website in Emacs w3m

Den Screenshot habe ich schnell mit Emacs-w3m gemacht, weil ich beim Schreiben dieses Blogartikels eh schon meinen gewohnten Editor offen hatte. Werber können so gnadenlos dumm sein! Nein, mit Intelligenz kommt man nicht auf solche Ideen.

Aber die dumme und kriminalitätsfördernde Webnutzung durch eine Werbeklitsche, die leider von Ferrero bezahlt wird, ist hier ja nicht mein Thema, sondern eine dumme und kriminelle Spam. Also weiter in der Spam:

Guten Tag gammelfleisch@tamagothi.de,

Das ist ja genau mein Name! Woher kennen die den bloß! :mrgreen:

Herzlichen Glückwunsch!

Wenn hier nicht die meisten Menschen Geburtstag feiern würden, würde ich sagen, dass der „herzliche Glückwunsch“ genau so ein sicheres Spam-Kriterium zum automatischen Aussortieren wie „Click here“ ist. Mit Ausnahme von Geburtstagsmails findet sich diese Phrase nur in Überrumpelungen der Marke „Sie haben ganz toll gewonnen, jetzt klicken sie schon und fallen sie auf uns rein“.

Sie wurden als möglicher Tester für neue Nutella Produkte ausgewählt.

Der Link geht natürlich nicht in die Nutella-Website von Ferrero. Und es ist kaum davon auszugehen, dass Ferrero für einen solchen Zweck eine andere Website benutzen würde.

Wo der Link hingeht, sieht man übrigens, wenn man den Mauszeiger über dem Link schweben lässt und in die Statuszeile (oder für Webmail-Nutzer: unten links im Browser) schaut. Dabei wird klar, dass der Link in die Domain track (punkt) rearwind (punkt) net geht, die…

$ whois -h whois.domain.com rearwind.net | grep "^Registrant" | sed 7q
Registrant Name: Jose Pancas
Registrant Organization: Jose Pancas
Registrant Street: R. Dr. Antnio Manuel Gamito 2
Registrant City: Setubal
Registrant State/Province: NA
Registrant Postal Code: 2900-056
Registrant Country: PT
$ _

…angeblich von einem Portugiesen betrieben wird, der sich nicht ganz so nach Ferrero anhört. Bevor ihr dem armen angeblichen Registranten mit seiner öffentlich im Internet zugreifbaren Anschrift jetzt Hassmails schreibt oder gar eine Strafanzeige erstattet, haltet ein! Ich bin mir sicher, dass Kriminelle hier die Identität eines anderen Menschen für ihre „Geschäfte“ missbraucht haben. Das ist ja auch der Grund, weshalb man Kriminellen keine Daten gibt. Alles andere führt nämlich leicht dazu, dass man sich mehrere Jahre seiner beschränkten Lebenszeit mit allerlei Ärger, viel Polizei, vielen Gerichtsbriefen, vielen Mahnungen, vielen Strafanzeigen und einigen Stunden beim Untersuchungsrichter verhagelt. So viel Nutella kann man gar nicht essen, dass man dafür entschädigt wird!

Sie haben jetzt die Chance ein großes Testpaket mit einer großen Auswahl an Nutella-Produkten zu gewinnen!

Wie, ich werde dafür beglücktwünscht, dass ich eine Chance habe? Das ist ja, als ob man einen Brief von seiner Lottogesellschaft bekäme, in dem „Herzlichen Glühstrumpf, sie haben jetzt die Chance, demnächst sechs Richtige mit Superzahl getippt zu haben und die Überweisung eines Millionenbetrages zu empfangen“ steht. :mrgreen:

Und, was soll ich für diese „Chance“ tun?

Verlieren Sie keine Zeit, die Aktion ist zeitlich begrenzt!

Erstmal soll ich schnell machen und ja nicht darüber nachdenken. Denn wenn ich nachdenke, lösche ich die Mail spätestens, nachdem ich über die letzte Aussage nachgedacht habe.

Dazu 3 einfache Fragen beantworten und sich qialifizieren [sic!]!

Und dann soll ich eine Aufgabe lösen, die als einfach bezeichnet wird.

Viel Glück,
Produkttest-Team

Und dann brauche ich nur noch Glück. Wer richtiges Glück hat, hat ein Gehirn, das Spam erkennt und ist beim Lesen gar nicht so weit gekommen, weil er vorher schon unwiderstehliche Zuckungen im Löschfinger hatte. Wehe denen, die dieses Glück nicht haben und auf solche Maschen reinfallen! :(

» Zur Anmeldung

Auch dieser Link geht wieder in die schon erwähnte Domain track (punkt) rearwind (punkt) net, die sich leider noch nicht auf den einschlägigen Blacklists findet. Aber das ist nur noch eine Frage der Zeit.

Wer nicht das Glück mit dem Gehirn hat und deshalb auf den Link klickt, teilt dem Spammer über die im Link verbastelte eindeutige ID mit, dass die Spam auf seiner Mailadresse auch angekommen ist (was in diesem Fall harmlos ist, denn die Gammelfleisch-Adresse ist ausdrücklich für unseriöse Angebote und geht deshalb direkt ins Glibberloch). Und dann gibt es die übliche Weiterleiterei:

$ mime-header "http://track.rearwind.net/1mqfx6Nutella" | grep Location
  Location: http://www.clkmg.com/digitalpl/1mqfx6Nutella
$ mime-header "http://www.clkmg.com/digitalpl/1mqfx6Nutella" | grep Location
  Location: http://nutella.kickst.net/ 
$ _

Endlich am Ziel! Eine Website in einer nach Nutella klingenden Subdomain der Domain kickst (punkt) net, die übrigens…

$ whois -h whois.domain.com kickst.net | grep "^Registrant" | sed 7q
Registrant Name: Raul Costa
Registrant Organization: Raul Costa
Registrant Street: Rua Costa Cabral, n 2075
Registrant City: Porto
Registrant State/Province: NA
Registrant Postal Code: 4200-230
Registrant Country: PT
$ _

…mit einer anderen mutmaßlich missbrauchten Identität aus Portugal registriert wurde. Aber das sieht ja der mit solcher Spam angelockte Besucher nicht, der sieht das hier:

Screenshot der betrügerischen Website mit dem angeblichen Nutella-Gewinnspiel. Erste Frage: Wie alt sind sie? [+18] [18-35] [36-50] [+50]

Moment, diese hochnotpeinliche Sache mit dem generellen „über achtzehn“ und der zusätzlichen Auswahl dreier Altersklassen über achtzehn Jahren habe ich doch schon einmal in meiner Spam gehabt… das war aber nicht Nutella… das war… richtig! Das war das Milka-Probierpaket!

Gut, dann reicht ja der Link und ich muss nicht noch einmal schreiben, dass es eine schlechte Idee ist, kriminellen Spammern die Daten für einen Missbrauch der Identität zu geben. Auch die Fortsetzung nach drei trivialen und im Grunde harmlosen Fragen entspricht völlig der Milka-Masche, hier nur mit einem anderen Köder:

Screenshot der durch Spam beworbenen und überhaupt nicht empfehlenswerten Website in der Domain dein-probierpaket.de

Alle dort eigegebenen Daten gehen an Gestalten, die sich durch asoziale und illegale Spam bewerben lassen. Wer mir wirklich nicht glaubt, dass es eine schlechte und sehr gefährliche Idee ist, für ein über Spam transportiertes Versprechen der Möglichkeit eines eventuellen Gewinnes den Namen, die Meldeanschrift, das Geburtsdatum und die Telefonnummer anzugeben – ich bin ja nur ein dahergelaufener Blogger, der im geduldigen Internet voller „Fake News“ vieles erzählen kann – gehe bitte zur nächsten Polizeidienststelle und frage mal dort! Und zwar bitte vor einem derartigen Datenstriptease im Internet!

Click here to report this message as unsolicited

Klick in der Spam auf „Click here“, um die Spam als Spam zu melden. Da müsste man aber ganz schön doof sein… ;)

database management (contact): twist . marketing @ yandex . com
Twist Marketing, Carrer de Tarragona, 161, 08014 Barcelona – Spain

Oh, damals wart ihr noch in der Maximillianstraße in München… ach, ist ja eh Spam und alles Lüge.

Rechnung noch offen 26.09.2017 Nummer 74131987

Montag, 2. Oktober 2017

Achtung! Auf keinen Fall den Anhang aufmachen. Er ist das reinste Gift. Echte Mahnungen kommen übrigens mit der Sackpost, nicht mit der Mail.

Von: Ebay GmbH Stellvertretender Rechtsanwalt <service@ebay.de>

Die Mail hat niemals einen Server von eBay gesehen. Der Absender ist gefälscht.

Guten Tag,

Genau mein Name!

unsere Kanzlei wurden heute am 26.09.2017 vom Unternehmen Ebay GmbH beauftragt Ihre finanziellen Interessen in Ihrem Fall zu schützen.

So so, die Kanzlei „eBay GmbH Stellvertretender Rechtsanwalt“ wurde also beauftragt. Manche Menschen wurden von ihren Müttern mit sehr unvorteilhaften Namen bestraft. :D

Wir erwarten die Überweisung bis zum 02.10.2017 auf unser Konto. Können wird bis zum genannten Datum keine Zahlung verbuchen, sehen wir uns gezwungen Ihren Fall an ein Gericht abzugeben. Alle damit verbundenen Kosten werden Sie tragen.

Den Absendern dieser Spam geht es nicht um Geld, das man ihnen überweisen soll. Sonst würden sie auch in die E-Mail reinschreiben…

  1. …um welchen Gesamtbetrag es sich handelt, und
  2. …auf welches Konto dieser Betrag überwiesen werden soll.

Dass sie das nicht tun, liegt nicht am Platzmangel in der Mail. Die völlig sinnlose Angabe einer sittenwidrig kurzen Frist „bis heute“ konnten sie ja auch schreiben. Ein geübter Schreiber des Deutschen würde übrigens bei einer Fristsetzung immer den Monatsnamen ausschreiben, um keinerlei Missverständnisse aufkommen zu lassen.

Wenn die Verfasser dieses einschüchternden Strunztextes wirklich wollten, dass man das scheinbar eingeforderte Geld auch bezahlt, schrieben sie auch nicht, dass man wegen einer Vorgangsnummer 08/15 grundlos Geld bezahlen soll. Sie wollen es aber nicht. Sie wollen nur…

Die detaillierte Kostenaufstellung Nr. 741319877, der Sie alle Einzelpositionen entnehmen können, fügen wir bei.

…dass man einen Anhang öffnet. Dieser Anhang ist…

$ unzip -l 26.09.2017.zip 
Archive:  26.09.2017.zip
  Length      Date    Time    Name
---------  ---------- -----   ----
   487933  2017-10-01 10:25   Rechnung vom 26.09.2017.zip
---------                     -------
   487933                     1 file
$ unzip 26.09.2017.zip 
Archive:  26.09.2017.zip
  inflating: Rechnung vom 26.09.2017.zip
$ unzip -l "Rechnung vom 26.09.2017.zip" 
Archive:  Rechnung vom 26.09.2017.zip
  Length      Date    Time    Name
---------  ---------- -----   ----
   504320  2017-10-01 10:25   26.09.2017 Rechnung.com
---------                     -------
   504320                     1 file
$ _

…ein ZIP-Archiv, in dem ein ZIP-Archiv verpackt wurde, in dem eine ausführbare Datei für Microsoft Windows verpackt wurde. Diese ist ein Programm, das von spammenden Kriminellen mit einer irreführend und alarmierend formulierten Mail zugestellt wurde. Wer dieses Programm auf seinem Computer gestartet hat, hat ein Problem.

Die klare Schadsoftware wird zurzeit nur von einem Drittel der gängigen Antivirus-Schlangenöle erkannt. Wer sich nur darauf verlässt, ist häufig wieder einmal verlassen und „darf“ demnächst bang Banknoten der Europäischen Zentralbank gegen Bitcoin eintauschen und darauf hoffen, dass er wieder an seine von Verbrechern verschlüsselte Festplatte kommt. Dagegen gibt es übrigens auch ein gutes Mittel, das allerdings vorbeugend angewendet werden muss;)

Zum allgemeinen Umgang mit E-Mail-Anhängen empfehle ich, noch einmal das zu lesen, was ich im vorigen Jahr anlässlich einer von Erpressungstrojanern gepwnten Stadtverwaltung schrieb. Kurze Zusammenfassung: Niemals einem E-Mail-Anhang öffnen, der nicht vorher über einen anderen Kanal als E-Mail explizit vereinbart wurde und durchgehend digitale Signaturen nutzen, um den Absender eine E-Mail jenseits jedes vernünftigen Zweifels sicherstellen zu können.

Aufgrund des bestehenden Zahlungsrückstands sind Sie verpflichtet außerdem, die durch unsere Tätigkeit entstandene Kosten von 64,92 Euro zu tragen. Um weitete Kosten auszuschließen, bitten wir Sie den ausstehenden Betrag auf unser Konto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Buchungseingänge bis zum 25.09.2017.

Jetzt haben die Verbrecher das Wichtigste in ihrem Strunztext geschrieben – nämlich den Vorwand, weshalb der Empfänger eine Schadsoftware starten soll – und die Gedanken sind schon wieder im Bordell, so dass die Konzentration nachlässt und sich eine Menge kleiner Fehler einschleichen. „Sind sie verpflichtet außerdem“ oder „die entstandene Kosten“ würde in keiner echten Vorlage für regelmäßig versendete Mahnungen längere Zeit Bestand haben.

Bei Rückfragen oder Reklamationen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von drei Werktagen.

Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie zurzeit die gefälschte Absenderadresse mit Mails bombadiert wird und auf Seiten eBays Aufwand und Kosten verursacht. Den Verbrechern ist das egal. Die interessieren sich nur für ihr eigenes verbrecherisches Geschäft. Es sind asoziale Spammer.

Mit besten Grüßen

Stellvertretender Rechtsanwalt Oskar Klein

Diese Spam und diese Schadsoftware sind die besten Grüße der Spammer. Bessere haben sie nicht anzubieten. :mrgreen:

Ab morgen werden Ihre Wünsche wahr – jetzt Chance wahrnehmen

Freitag, 29. September 2017

Ich habe eine gute Fee in meinem Posteingang gefunden. Sie hat sich unter „Spam“ versteckt. :D

Ab morgen werden Ihre Wünsche wahr!

Das hast du schon im Betreff gesagt, Spammer!

Guten Tag,

Genau mein Name! :mrgreen:

Stellen Sie sich vor, Sie hätten morgen einige tausend Euro mehr auf Ihrem Konto!

Spammer, stell dir mal vor, du hättest ein bisschen mehr Gehirn! Nur ein kleines bisschen. Und zusammen mit der gestiegenen Intelligenz erwüchse dir auch ein wenig Anstand. Ich weiß, letzteres ist für dich mangels persönlicher Erfahrung eine unvorstellbare Vorstellung, aber stell es dir trotzdem mal vor!

Was würden Sie damit machen? Wahrscheinlich gibt es mehrere Möglichkeiten, wofür Sie es verwenden könnten, oder? Für den nächsten Urlaub, für den Autokauf oder gar für eine ausgiebige Shoppingtour? Vielleicht kommt für Sie auch die Ablösung oder Umschuldung eines Kredits in Frage?

Was würdest du damit machen? Wahrscheinlich gibt es viele Möglichkeiten, wie du deine neuen Fähigkeiten in deinem Leben verwenden könntest, oder? Mit dem Anstand würdest du erstmals richtige, aufrichtige Freundschaften aufbauen können und auf diesem Hintergrund scharfen Ekel vor miesen, spambetriebenen Abzockernummern empfinden. Vielleicht würdest du dann sogar aufhören zu spammen. Da du nicht mehr dumm und asozial wärest, würde dir schnell etwas anderes einfallen, wie du dich durch dein Leben schlagen könntest.

Grundsätzlich würde das Geld aber gerade zum richtigen Zeitpunkt kommen, haben wir Recht? Wir haben gute Neuigkeiten für Sie: Das Geld stellen wir Ihnen bereits morgen auf Ihrem Konto bereit. Und natürlich schreiben wir Ihnen nicht vor, was Sie damit machen. Es steht Ihnen zur freien Verfügung!

Grundsätzlich würde das Gehirn aber gerade zum richtigen Zeitpunkt kommen, nicht wahr, Spammer? Ich habe eine gute Neuigkeit für dich: Das Gehirn befindet sich bereits in deinem Schädel. Du kannst einfach damit anfangen, es zu benutzen. Und natürlich schreibe ich dir nicht vor, was du damit machen sollst. Es steht dir zur freien Verfügung. Anstand und Empathie werden sich von allein verbessern.

Erfüllen Sie sich mit unserem Sofortkredit Ihre ganz persönlichen Wünsche – und das zu sagenhaften Konditionen:

  • konstant niedrige Zinsen
  • Laufzeiten zwischen 12 und 120 Monaten
  • Ratenzahlungen in überschaubarer Höhe
  • keine Auswirkungen auf Ihre Kreditwürdigkeit
  • eine direkte Zusage und Überweisung über Nacht auf Ihr Girokonto

Erfülle dir mit deinem eingebauten Soforthirn deine ganz persönlichen Wünsche – und das zu sagenhaften Konditionen:

  • Es kostet kein Geld
  • Es reicht für fünf bis sieben Jahrzehnte, bis seine Leistungsfähigkeit spürbar nachlässt
  • Du musst nichts dafür abzahlen
  • Es hat Auswirkungen auf denen Charakter und deine neu entstehende Fähigkeit, für andere Menschen ein erträglicher Zeitgenosse zu sein
  • Vor dir liegt eine neue, bislang undurchschrittene Welt der Intelligenz und intellektuellen Leistungsfähigkeit, die dir viele neue Möglichkeiten für dein Leben eröffnet

Verpassen Sie nicht den Zeitpunkt für dieses sagenhafte Angebot. Ihr persönlicher Link zum Wunschkredit:
Hier vergleichen

Verpass auf gar keinen Fall den Zeitpunkt für diese sagenhafte Möglichkeit, die dir einfach von der Evolution gegeben wurde! Du musst dafür nicht einmal in eine Spam klicken. Ganz im Gegenteil: Wenn das Gehirn erst einmal zu arbeiten begonnen hat, kommst du niemals mehr auf so eine dumme Idee.

Haben Sie Fragen? Unser erfahrenes und freundliches Serviceteam steht Ihnen jederzeit für eine kostenlose Beratung zur Verfügung.

Hast du noch Fragen, Spammer? Unter Benutzung deines Soforthirnes kannst du jede Frage mit geringem Aufwand an Zeit und Kosten klären und brauchst auch nicht mehr bei der Horoskop-Hotline anzurufen, bei der du sonst immer so viel Geld lässt, um Orientierung zu finden.

Bis dahin wünsche ich Ihnen erfolgreiche Tage
Ihre Amelie Elias

Bis du dein Gehirn gefunden hast, wünsche ich dir erfolglose, frustrierende Tage als schmieriger Internetkrimineller, der irgendwelche naiven Gimpel mit Trickbetrügereien übern Tisch ziehen will.

Dein dich „genießender“
Nachtwaechter

[Finanzoptimierung ] Gustav-Freytag-Straße 1 (65189) Wiesbaden

[Spamlektüre] An der Netzleitung 13 (00000) Internet

Auf die Zustellung weiterer Mails verzichten.

Du mich auch!

Ziehen Sie einen Schlussstrich!

Samstag, 26. August 2017

Ja, in der Tat: Heute wäre ein guter Tag für einen Freitod.

Guten Tag,

Gute Nacht!

Sie haben es satt, Monat für Monat nicht zu wissen, ob das Geld noch reicht? Sie möchten nicht mehr jeden Cent zweimal umdrehen müssen und endlich mal wieder in den Urlaub? Dann brauchen Sie dringend einen Sofortkredit.

Das Geld reicht nicht? Am Ende des Geldes ist immer so viel Monat übrig? Dann sorgen sie doch dafür, dass zusätzlich noch eine Rate für die Abzahlung eines Darlehens davon weggeht! Denn Verschuldung ist der neue…

Damit verschaffen Sie sich umgehend finanziellen Spielraum. Stellen Sie jetzt eine individuelle Kreditanfrage:

…Spielraum. :mrgreen:

Nachdem so erst einmal geklärt ist, dass sich diese Spam nur an ganz Dumme richtet, kann man ja ruhig mal einen…

http://super-kreditangebot.info/news?id=[ID entfernt]

…klicki-klicki Link zum Klicken in die Spam anbieten. Wer dumm genug ist und darauf klickt, glaubt sicher daran, dadurch nur…

Ihre Vorteile:

…Vorteile zu haben.

– Extrem günstige Konditionen – besser als bei Ihrer Hausbank
– Individuelle Kreditsumme
– Flexible Rückzahlung
– Unverbindliche Anfrage
– Keine Vorkosten

Ist auch irre günstig. Geht aber trotzdem nur durch illegale und asoziale Spam weg. Das liegt übrigens daran, dass man doch ein paar Vorleistungen bezahlen muss, natürlich nicht mit einer Überweisung von der Hausbank auf ein anderes Bankkonto, sondern schön anonym über Western Union. So können die Absender das Geld in den Puff tragen, ohne dass beim Abholen die Handschellen klacken.

Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen!

Das ist doch eine riesengroße Chance!!1!!!elf!

Danke fürs Lesen und einen angenehmen Tag

Danke fürs Spammen und einen langsamen, einsamen und schmerzhaften Sterbeprozess, Spammer!

Claudia Hxxx
Direktion Ost
Rxxxxxxr Str. 22
06xxx ~ Hxxxxxxx

Wer diesen Leuten Daten gibt, darf sich nicht darüber wundern, wenn diese Daten in ein paar Millionen Spams als „Impressum“ auftauchen.

Sie können jederzeit entscheiden, diese
Informationen nicht weiter zu erhalten:
http://super-kreditangebot.info/u?id=[ID entfernt]

Du kannst jederzeit entscheiden, mir an einer eher unappetitlichen Leibespforte zu lecken, Spammer!

micheal_wayne

Samstag, 5. August 2017

So nannte sich der Kommentator mit seiner dynamisch vergebenen IP-Adresse aus der Bundesrepublik Deutschland, der hier auf Unser täglich Spam den folgenden Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges veröffentlichen wollte:

Guten Tag von micheal_wayneinvestment@outlook.com

Was für ein schöner Name! Hoffentlich mussten die Eltern keine Lizenzgebühren an Microsoft bezahlen!

Brauchen Sie ein Darlehen? Brauchen Sie ernsthaft ein dringendes Darlehen?

Oder vielleicht auch mal dringend ein ernsthaftes Darlehen? Oder ein dargeliehenes ernsthaftes Drängen?

Brauchst du ein Darlehen, um ein Geschäft zu gründen, deine Rechnungen zu bezahlen, ein Haus zu kaufen,
Bist du in der Schuld, brauchst du ein Darlehen, um deine Schulden zu klären, wenn ja, dann ist das deine Chance
Um Ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Oder vielleicht auch einmal in Du-Ansprache. Oder…

Haben Sie auf der Suche nach einem echten Darlehen, um Ihre Träume zu erreichen,

…doch lieber nicht. Tja, in der englischen Vorlage stand eben einfach „you“, und unser Spamkrepelchen hat mit einer Software übersetzt. Und diese Software hat weder Ahnung vom Kontext noch hat sie Sprachgefühl, und genau so klingt das Ergebnis. Übrigens ist an genau dieser Stelle ein harter Zeilenumbruch…

Ohne Erfolg, wenn ja, dann ist das deine Chance, deine Träume zu verwirklichen.

…so dass in der nächsten Zeile ein sehr seltsamer Satzstummel aufscheint. Kurt Schwitters wäre begeistert gewesen.

Aber: Wenn ich einen Traum hätte, in dem mich jemand so vollfaselte, würde ich nicht besonders entspannt aufwachen.

Bei micheal_wayneinvestment@outlook.com geben wir langfristige und kurzfristige Darlehen,
Wir geben persönliche Darlehen, Business-Darlehen und Corporate Darlehen und alle Arten von Darlehen mit Interesse
Bei 2,5% für weitere Informationen kontaktieren Sie uns per E-Mail:
micheal_wayneinvestment@outlook.com

Ob die Übersetzungsprogramme, mit denen sich diese Vorschussbetrugs-Spammer ihre dämlichen Texte übersetzen lassen, wohl irgendwann wissen, dass engl. interest im Kontext eines Darlehens auf deutsch „Zins“ und nicht „Interesse“ heißt? Aber hey, das hier ist ein Darlehensgeber, der Darlehen gibt, woher soll der wissen, wie die Dinge rund um Darlehen heißen. Einen Dolmetscher mag er sich ja auch nicht leisten. Der kostet ja Geld, dass dieser Finanzdienstleister nicht hat.

HINWEIS: Alle Antwort muss an micheal_wayneinvestment@outlook.com geschickt werden

Wenigstens kann dieser Spambanker mit Dada-Prädikat seine tolle Mailadresse, die er sich kostenlos und anonym bei Microsofts Freemail-Dienst eingerichtet hat, richtig schreiben. Wie man den Namen „Michael“ schreibt, lernt er demnächst auch noch.

Grüße.
MW

Kommentarspam mit angeblichen Darlehensangeboten zur Einleitung eines Vorschussbetruges ist nach wie vor sehr häufig. Bei mir scheitert sie im Regelfall an der Spamfilterung und wird nur sichtbar, wenn ich mir mal wieder einen dieser Müllkommentare herauspicke. An anderen Stellen wird sie aber sehr sichtbar.

Was mich an dieser seit Jahren laufenden Kommentarspam aber immer wieder erschreckt: Sie muss in genau dieser Form für die Spammer gut genug funktionieren. Es muss da draußen Menschen geben, die einen derartigen, selbst für einen völlig unerfahrenen und naiven Menschen sofort als fragwürdig erkennbaren Kommentar sehen, dann eine Mail an die darin angegebene Adresse schreiben und sich schließlich dazu überreden lassen, eine Vorleistung nach der anderen für ein angebliches Darlehen zu bezahlen – und zwar niemals mit einem Scheck oder einer Banküberweisung, sondern immer schön anonym über Western Union und Konsorten. Es scheint keinerlei Druck für diese Spammer zu geben, ihre Betrugstexte mal ein bisschen besser zu formulieren; es scheint sich auch zu lohnen, wenn sich der Spammer keine besondere Mühe gibt.

Wie das von derartigen Spammern „mitgestaltete“ Internet aussieht, kann man zum Beispiel in diesem von vandalierenden Betrügern vollgeschmierten Gästebuch eines Restaurants sehen, das ich eben bei der schnellen Suche nach der Mailadresse meines Darlehens-Spezialexperten gefunden habe. (Für den Fall, dass sich demnächst mal jemand mit beherzten Löschungen um diese seit langer Zeit ungebremste Rufschädigung kümmert, habe ich eine dauerhafte Archivversion des Gästebuches angelegt – es enthält viel Spam, die ich auch gesehen habe, an einer Stelle „schön“ zusammengefasst.)

Ich bitte um Beachtung für die Angabe von Datum und Uhrzeit der Einträge in diesem Gästebuch – diese dummen Müllkommentare fallen aus dem Internet wie eine Sintflut in die Website, reißen alles andere mit sich und vernichten damit die dort eigentlich vorgesehene Kommunikation zwischen einem Wirt und seinen Gästen. Es ist unmöglich geworden, interaktive Elemente in seiner Website zu haben, ohne dass man sich viele Gedanken über die Bekämpfung von Spam macht. Die Verwendung eines CAPTCHAs reicht, wie man am Beispiel dieses mit einem CAPTCHA geschützten Gästebuches gesehen hat, nicht aus – denn gerade die Darlehens-Kommentarspam wird sehr häufig in Handarbeit (also über die Zwischenablage und nicht mit einem Spamskript) erledigt. Und leider sind auch Spammer Mensch genug, um ein CAPTCHA zu lösen. Für diesen nichtsnutzigen Nichtschutz vor einer Form der Spam, welche die eigene Website in ein Pinnwand für Betrüger verwandelt, werden dann jedoch blinde und schwer körperbehinderte Menschen ausgesperrt. Verbrecher rein, Körperbehinderte raus – eine bitteres Zeichen, das hoffentlich niemand ernsthaft setzen möchte… :(

Und deshalb muss man sich in Bezug auf Kommentarspam leider ein paar Gedanken mehr machen.

Hier, auf Unser täglich Spam, betreibe ich für Kommentare zum Beispiel Geoblocking und sorge dafür, dass Kommentare, bei denen die IP-Adresse des Kommentators nicht aus einem deutschsprachigen Staat kommt, zunächst in die Moderation gehen, statt unmittelbar sichtbar zu werden. (Wenn man eine Website in einer regional begrenzten Sprache unterhält, kann man darüber nachdenken – wer aber auf Spanisch, Arabisch oder Englisch schreibt, sollte Geoblocking besser vergessen.) Natürlich muss ich mir dann die aussortierten Kommentare anschauen und sie gegebenenfalls freischalten, denn an ihrer Privatsphäre interessierte Menschen verwenden ein VPN oder Tor. Dieses (in meinen Augen eher unästhetische) Geoblocking ergänze ich um eine Liste von Stichwörtern, die ebenfalls dazu führen, dass der Kommentar nicht unmittelbar sichtbar wird – und an dieser Liste muss ich auch immer wieder einmal etwas ändern, denn die Spammer leben davon, dass ihre Spam sichtbar wird und probieren dabei alles mögliche aus. Schließlich leistet die Antispam Bee hier ihre fleißige Arbeit und trennt den spärlichen Honig von einer täglichen Sturzflut des eklen spammigen Glibbers.

Leser bemerken diese Maßnahmen nicht. Warum sollten sie auch? Es ist nicht ihr Problem. Und deshalb lege ich Wert darauf, dass ich nicht mein Problem zum Problem meiner Leser mache: Niemals stellt sich den Lesern etwas in den Weg; niemals müssen sie vorsätzlich schwer lesbar gemachte Texte entziffern oder irgendwelche Gaga-Aufgaben lösen und daran immer wieder einmal scheitern, während die Spam dennoch nicht nachlässt. Und weder blinde noch schwer körperbehinderte Menschen werden mit letztlich unwirksamen Maßnahmen ausgesperrt. Nur die ganzen Idioten mit ihren Kommentarspams kommen nicht hinein. Na gut, ungefähr ein bis zwei Mal pro Monat flutscht eine klare Spam durch, die sichtbar bleibt, bis ich sie von Hand lösche.

Das ist alles nicht ideal, ich weiß. Aber die ideale Lösung für das Spamproblem verstieße leider gegen die Menschenrechte und gegen das beinahe allgegenwärtige Mordverbot. Ein friedliches Miteinander mit den asozialen und kriminellen Spammern ist nicht möglich. Es wäre schon viel gewonnen, wenn betrügerische Spammer häufiger im Gefängnis säßen. Leider wissen sie zu genau, wie man anonym bleibt. Und so müssen wir alle mit Spammern leben, ganz ähnlich, wie ich nach dem Hochwasser der letzten Tage mit der durstigen Mückenplage leben muss. Immerhin, von den Mücken erwische ich hin und wieder eine… ;)

Ihre Antwort

Donnerstag, 6. Juli 2017

Aber ich habe doch gar keine Spam beantwortet… :D

Guten Tag,

Woher diese Spammer aber auch immer meinen Namen kennen! :mrgreen:

Ich kontaktiere Sie, weil ich auf der Suche nach einem Partner bei der Realisierung eines Projekts bin.

Wie, brauchst du einen Programmierer? Dafür stehe ich schon lange nicht mehr zur Verfügung.

Ich bin Nachlassverwalter eines Klienten, der vor einiger Zeit ploetzlich verstarb […]

Oder willst du das Geld fürs Bestattungsinstitut sparen und mich darum bitten, eine Leiche zu beseitigen? Das wäre ja fast so „angenehm“ wie das typische Projekt, mit dem man es als Programmierer zu tun hat. :mrgreen:

(Übrigens gibt es inzwischen – also so ungefähr seit dem Jahr 1991 – Unicode und seit dem Jahr 1992 die UTF-8-Codierung, und diese komischen deutschen Schriftzeichen mit den Pünktchen drüber sowie dieser hässliche „ß“-Kringel sollten in den Zehner Jahren nirgends mehr ein Problem bereiten. Es ist tatsächlich schwierig geworden, Software zu finden, die nicht für UTF-8-Codierung ausgelegt ist. Nur einige antike Spamskripte sind so rückständig, weil spammende Verbrecher nun einmal stinkefaul sind.)

[…] und ein grosses Vermoegen hinterlies […]

Oder brauchst du eine Hilfskraft zum Geldzählen?

[…] (18,500,000.00 Millionen) Pfund Sterling, […]

Ach, du hast schon gezählt. Hui, die Zahl ist ja achtstellig. Eine achtstellige Anzahl von Millionen! Das sind achtzehn Billiarden britische Pfund. Entweder bist du zu blöd, in einer vorgeblichen Geschäftsmail Zahlen eindeutig zu schreiben (am sichersten in Ziffern und anschließend in Worten wiederholt), oder du bunkerst das ganze Geld, das der britische Adel in den vergangenen Jahrhunderten der britischen Bevölkerung rauben konnte, weil die Briten leider nicht dazu imstande waren, an ihre von anderthalb Jahrtausenden Inzest gezeichneten Großkopferten mal in französischer Gründlichkeit das rasoir national anzulegen.

Und, für welches „Projekt“ brauchst du mich jetzt?

[…] ohne ein Testament oder einen Erben zu hinterlassen. Es konnte auch nach intensiver Suche kein Erbe gefunden werden und nun steht das Vermoegen aufgrund des Bona Vacantia Gesetzes, Gefahr an den Staat zu gehen.

Aha, für einen Betrug brauchst du mich. Ich soll mir das Erbe unterm Nagel reißen, damit es nicht an den Staat geht. Und mich hast du ausgewählt, weil ich so eine schöne Mailadresse habe und „Guten Tag“ heiße.

Mein Klient, Eugene Schreiber, war deutscher Abstammung und deshalb suche ich eine Person aus dem deutschsprachigen Raum, die ich als Erben einsetzen kann.

Das ist eine total unterzeugende Geschichte, die du da erzählst. Du brauchst unbedingt jemanden mit deutscher Abstammung, für den du dann die ganzen Papiere fälschst, damit er als Erbe durchgeht – also zum Beispiel so etwas wie eine Geburtsurkunde und einen Pass. Du kannst aber angeblich für keinen deiner Kumpel eine Geburtsurkunde und einen Pass fälschen, so dass er als Deutschstämmiger durchgeht, und deshalb schreibst du deine Mail an einen völlig Unbekannten, den du mit „Guten Tag“ ansprichst. Man muss schon ein bisschen denkbehindert sein, um die Lücken in deiner mit wenig Könnerhaftigkeit vorgetragenen Erzählung zu übersehen.

Und deshalb willst du…

Mein Angebot waere folgendes: Ich erklaere Sie als den Erben des Herr Eugene Schreiber (www.bonavacantialist.co.uk) und erhebe mit Irer [sic!] Hilfe Anspruch auf das Vermoegen und fuer Ihre Zusammenarbeit gebe ich Ihnen 40% des Vermoegens. Da ich der Anwalt / Nachlassverwalter des Verstorbenen bin, ist es kein Problem die noetigen Dokumente innerhalb kurzer Zeit zu besorgen und diese der Treasury in Grossbritannien, bei der sich das Erbe derzeit befindet, vorzulegen. Kann ich keinen Erben benennen, geht das Erbe wie gesagt an den Staat und ist somit verloren, weshalb ich zu diesen Mitteln greifen muss.

…jemanden, den du überhaupt nicht kennst, 18,5 Megapfund in die Hand drücken und ganz fest daran glauben und darauf hoffen, dass dieser Unbekannte, dem das Geld hinterher völlig „rechtmäßig“ gehört, dir 11,1 Megapfund dafür zurückgibt. Weil du als angeblicher Anwalt, der eifrig aus Habgier mehrere Dokumente für diese Nummer zu fälschen vorgibt, ganz fest an das Gute im Menschen und an die leuchtende Ehrlichkeit anderer Leute in Gelddingen glaubst.

Lassen Sie mich bitte wissen, ob Sie sich vorstellen koennen eine Transaktion dieser Art durchzufuehren.

Nachdem ich ein paar hundert ausgedruckte Spams geraucht habe, kann ich mir das vielleicht sogar vorstellen.

Ich moechte Sie ausserdem bitten, in dieser Sache diskret vorzugehen, […]

Mach ich, Kumpel! Ich schreibe nur meinen kleinen Text für Unser täglich Spam und erzähle sonst keinem Menschen was von diesem Geheimgeheimnis.

So, und jetzt möchte unser mindertalentierter Anwaltsdarsteller noch erfahren…

[…] wenn Sie interessiert sind, teilen Sie mir bitte Ihre vollstaendiger Name, Vollstaendige Adresse, Telefon, Beruf und direkte Durchwahl (private Telefonummer) mit.

…wie dieser Mensch eigentlich heißt, dem er 18,5 Megapfund in die Hand drücken will.

Natürlich gibt es das Erbe nicht. Wer auf den Betrug reinfällt, „darf“ eine Vorleistung nach der anderen bezahlen, mal für diese Urkunde, mal für jene Beglaubigung, mal für die Prüfung durch die Geldwäschebehörde, und außerdem für alles, was die Fantasie der Betrüger im Verlaufe eines solchen Betruges hergibt. Bezahlt wird immer anonymisierend über Western Union und Konsorten, damit die Betrüger auch nicht diese unangenehmen Handschellen angelegt bekommen. Die Betrüger holen sich dieses Geld bar ab und gehen damit direkt zum Kokaindealer und in ihren Lieblingspuff. Wenn eines ihrer Opfer „ausgenommen“ ist – oft schaffen sie es, mit viel Mail und Telefon einem einzelnen Menschen mehrere zehntausend Euro abzunehmen, während sie an seine Habgier appellieren und ihm Millionen vor die Äuglein malen – bricht der Kontakt plötzlich ab. Übrigens: Meine Mail mit gefälschter Absenderadresse aus der Domain gmail (punkt) com wurde über einen niederländischen Hoster versendet. Vermutlich wurden gegenüber dem Hoster die Daten eines ehemaligen Opfers dieser Betrügerbande angegeben. Oft wird im Verlauf des Betruges ein Scan oder Foto von Ausweispapieren eingefordert; und das sind Dinge, die für eine Betrügerbande vielfältig nutzbar sind. Der Betrogene muss sich jetzt nach allem Ärger über seine Naivität und sein verloreres Geld auch noch mit den Folgen eines Identitätsmissbrauches und mit Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Betruges gegen ihn herumschlagen und „darf“ demnächst der Kriminalpolizei und einem Untersuchungsgericht erzählen, wie es dazu gekommen ist. Und zwar nicht zum ersten Mal. Und auch nicht zum letzten Mal.

Bitte niemals irgendwelchen Mailschreibern Daten geben, weil sie tolle Spams schreiben! Auch nicht indirekt, in einer Website, die in einer Spam verlinkt wurde! So etwas führt leicht in jahrelangen Ärger. :!:

Bitte, antworten Sie mir auch, wenn Sie kein Interesse haben, damit ich meine Suche zuegig fortsetzen kann.

Einem Spammer zu sagen, dass die Spam angekommen ist, ist immer eine ganz schlechte Idee, die bis zu zweihundert Folgen an jedem verdammten Tag haben kann.

Wenn Sie jedoch Interesse haben sollten, freue ich mich, jemanden gefunden zu haben, der mir bei der Ausloesung des Erbes hilft. Ich wuerde mich uber eine baldige Kontaktaufname vorerst per E-mail: (simongibbes05@gmail.com) freuen, da ich in dieser Angelegenheit immer mehr unter zeitlichen Druck gerate.

Aha, der Spammer hat zeitlichen Druck. Vermutlich kann er nicht mehr jeden Tag ins Bordell.

Mit freundlichen Gruessen

Barrister Simon Gibbs

Hoffentlich findest du keine naiven Opfer mehr, Spammer!

Validierung notwendig

Donnerstag, 22. Juni 2017

Von: „Amazon.de“ <info@amazon.eu>

Wie immer in der Spam ist der Absender gefälscht.

Amazon.de-Logo

Auch wie man Grafiken in einer Spam verwendet, um beim Opfer einen falschen Eindruck zu erwecken, hat der Absender durchschaut.

Datum: 21.06.2017

Damit auch etwas Wahres in der Spam steht, hat der Spammer das Datum hineingeschrieben. Das ist zwar völlig unnötig und dumm, weil es auch im Mailheader steht, aber es sieht so schön förmlich aus und es ist so einfach. Außerdem macht Amazon es auch.

Guten Tag Tobias Rodde,

In der mir vorliegenden Spam stimmte die namentliche Ansprache nicht. In vielen anderen Fällen wird sie stimmen. Die Spammer haben eine große, zusammengetragene Datenbank aus Zuordnungen von Namen zu E-Mail-Adressen. Wo sie diese Daten herhaben? Aus vielen Quellen.

Es gelten neue Mindestanforderungen für die Sicherheit von Internetzahlungen § 21 II AgNwV Aus diesem Grund sind wir dazu verpflichtet, Ihre Idendität [sic!] in regelmäßigen Abständen zu überprüfen.

Nun, eine Verordnung, die ihre gegenwärtig gültige Fassung am 15. Oktober 2009 erhalten hat und am 31. Oktober 2009 in Kraft getreten ist¹, ist nicht wirklich „neu“. Aber der Spammer vertraut darauf, dass Menschen von einer derartigen Behauptung so eingeschüchtert sind, dass sie einfach vergessen, wozu man Internet-Suchmaschinen benutzen kann. Solche Leute stören sich auch nicht am Wort „Idendität“ neben der kryptischen Abk. für eine für den Online-Handel mit Gütern irrelevante Verordnung.

Achten Sie während der Überprüfung auf die richtige Eingabe Ihrer Daten, sollte das System Abweichungen zu den bereits hinterlegten Daten feststellen wird Ihr Amazon-Konto automatisch aus Datenschutzrechtlichen Gründen gesperrt. Sobald dieser Fall eintritt, ist eine Legitimation Ihrer Daten nur noch über den Postweg möglich.

Oh, der Rechtschreibbeauftragte ist mal kurz pinkeln gegangen.

Bitte nicht vertippen! Offenbar sind inzwischen viele der Menschen, die auf plumpes Phishing reinfallen, nicht mehr dazu imstande, ihre Anschrift, ihre Bankdaten und ihre Kreditkartennummer nebst allen Angaben halbwegs unfallfrei in eine Webseite einzugeben, die so aussieht, als käme sie von Amazon. Und das ist natürlich ärgerlich für den Phisher, wenn er zwar genug naive Opfer gefunden hat, aber dennoch seine Betrugsgeschäfte nicht durchziehen kann.

Da stellt sich nur noch eine Frage: Warum sollte man das tun?

Warum ist das notwendig?

Dieser Schritt ist notwendig, damit wir Sie als rechtmäßigen Inhaber Ihres Amazon-Kontos identifizieren können. Wir möchten dadurch auch verhindern, dass Dritte Zugang zu Ihrem Amazon-Konto erlangen und finanzielle Schäden verursachen.

Richtig, damit sich keine Betrüger des Amazon-Zuganges bemächtigen können. Sagt ein Betrüger in einer Phishing-Spam. Und das Beste an dieser „Identifikation“ als „rechtmäßiger Inhaber“ ist, dass ein behaupteter Betrüger, der sich des Zuganges bemächtigt hat, völlig sicher und zuverlässig als „rechtmäßiger Inhaber“ erkannt würde, weil er ja alle diese Daten einsehen konnte. Dieses vom Spammer behauptete Verfahren ist also noch sinnloser und dümmer als ein Virenschutz durch ein Heiligenbild, das man auf seinem Rechner aufklebt. Denn beim Heiligenbild schließe ich die mögliche Wirkung nicht aus… :mrgreen:

Weiter zur Bestätigung

Der Link ist indirekt über den URL-Kürzungsdienst bit (punkt) ly gesetzt. Amazon hätte so einen Umweg über einen Drittanbieter in einer HTML-formatierten E-Mail nicht nötig, denn es gibt keinen Grund, darin einen Link zu kürzen. Außerdem unterhält Amazon einen eigenen Linkkürzungsdienst, der sicherlich auch von Amazon benutzt würde, wenn der Bedarf bestünde.

Spammer haben es aber immer nötig, die Zieladresse ihrer giftigen, betrügerischen Links zu verbergen, denn die Spamfilter lernen relativ schnell, was Phishing-Seiten sind. Und das ist schlecht für einen Spammer, der davon lebt, dass seine Spams auch bei den Opfern ankommen.

Mal schauen, wo die Reise hingeht, wenn jemand auf den Link klickt:

$ location-cascade http://bit.ly/2tNK8Eh
301	http://bit.ly/2tNK8Eh
302	http://f3892.easyurl.net/
Found	http://chundmeinweed.com/radjesh1
$ lynx -mime_header http://chundmeinweed.com/radjesh1 | grep "^Location"
Location: https://amazon.de-kundeninfo-datavalidierung.com/wer/macht/parra/
$ _

Es geht in die Subdomain amazon der etwas unhandlichen Domain de (strich) kundeninfo (strich) datavalidierung (punkt) com, die natürlich nichts mit Amazon zu tun hat und erst vorgestern unter Angabe einer mutmaßlich missbrauchten Identität eines früheren Opfers dieser Phisher aus Schelsig (Hessen) eingerichtet wurde.

Die Phishing-Seite ist – die Spam ist ja inzwischen doch schon ein paar Stündchen alt – zum Glück bereits aus dem Internet entfernt. ;)

Wer einen Eindruck davon bekommen möchte, wie gegenwärtiges Phishing von Amazon-Zugängen (die dann für Betrugsgeschäfte aller Art missbraucht werden) aussieht, kann sich die Screenshots zu meiner Amazon-Phishingmail vom 5. Juni anschauen. Ich bin mir übrigens sehr sicher, dass diese Phishing-Spam von der gleichen Bande stammt und dass die hier verwendete Phishing-Seite genau so ausgesehen hätte, wenn sie noch verfügbar gewesen wäre.

Vielen Danke ihr ,
Ihr Amazon – Team

Hach ja, zum Ende der Spam nimmt die Konzentration des Rechtschreibbeauftragten doch immer sehr ab, weil die Gedanken schon wieder im Bordell sind und das ganze Geld aus Betrugsgeschäften bei Koks und Nutten verprassen…

Diese Phishing-Spam ist ein Zustecksel meines Lesers M.S., der übrigens kein Amazon-Nutzer ist oder werden möchte.

¹Ich habe eine Archivversion verlinkt, um den heutigen Stand zu dokumentieren, falls sich diese Verordnung in nächster Zeit einmal verändern sollte. Die jeweils aktuell gültige Fassung gibt es natürlich beim Bundesministerium für Justiz.

Hände weg von Bausparverträgen

Mittwoch, 7. Juni 2017

Hier mal ein neuer Spamtext der Binäre-Optionen-Reichwerdexperten, die sich selbst HBSwiss nennen, aber ihr kostenloses und quantentechnologisch erzeugtes Geld so schlecht loswerden, dass sie sich jetzt ein wenig diversifizieren müssen:

Nur Für gammelfleisch@tamagothi.de

Und für ein paar hunderttausend weitere Mailadressen, die mit diesem Müll vollgespammt werden.

Die Zeilenumbrüche und die Zentrierung des Textes sind aus dem Original.

Guten Tag,

Der heutige Fall ist nichts für schwache Nerven. Im Mittelpunkt des „Kredit-Dramas“ stehen drei Menschen.
Die Besitzerin der Wohnung ist 79 Jahre jung. Ihr Lebensgefährte hat schon 89 Jahre auf dem Buckel.
Das Alter des Sparkässlers ist nicht bekannt.
Die Finanzierung floppte vorzeitig und eine hohe Vorfälligkeitsentschädigung wurde fällig, ca. vier Prozent der Kreditsumme.
Die Kunden wurden falsch Beraten und die Wohnung wird versteigert.
Was genau aus den beiden Pensionären wird ist unklar…

http://clck.adcnvr.com/aff_c?offer_id=xxx&aff_id=xxxx

Finanzieren Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung doch anders! Klicken Sie auf diesen Link und schauen sich ganz unverbindlich das Video an.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Jonas Wernesmann

Ohne weitere Worte.