Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Denken sie an die Ernährung ihrer Augen!

Freitag, 5. Januar 2018

Sichern Sie sich noch heute ihre GRATIS reservierte Sehkraft-Kur! -- Je mehr sie bestellen, desto mehr sparen sie!!! -- Das sind ihre Vorteile: -- Jetzt und nur für kurze Zeit können Sie sich mit enormen Preisvorteil Sehkraft Forte sichern: -- Natur ist der beste Heiler -- Läst die Ablagerungen auf der Netzhaut auf -- Ernährt die Augen wieder vollständig -- Schluss mit schlechtem Sehen -- Die erste vollständige Augen-Formel der Welt -- Ab sofort auch in der Apotheke erhältlich: PZN-13723131 -- JETZT zum Herstellerpreis: 60,-€ günstiger als zum regulären Apothekenpreis -- NUR 14 TAGE RESERVIERT -- Für Sie nur je 19,95€ statt zum regulären Apothekenpreis von je 29,95€ -- Mit Ihrer Lieferung erhalten Sie einen Luxus-Kugelschreiber im Wert von fast 20,-€ GRATIS! Bei telefonischer Bestellung erhalten Sie zusätzlich mit Ihrer Lieferung eine elegante Armbanduhr im Wert von 29,95 Euro GRATIS! Jetzt anrufen 0800/90 60 303 (KOSTENFREI aus dem deutschen Festnetz

Briefkastenspam, die zurzeit gezielt an alte Menschen versendet wird, von denen die Werber offenbar annehmen, dass man ihnen einen von der Ernährung ihrer Augen erzählen kann, damit sich mit der heilenden Kraft der Natur die „Ablagerungen auf der Netzhaut“ auflösen und sie endlich wieder wie die Zwanzigjährigen sehen können (eine Zusage auf einem anderen Blatt des fünfseitigen Reklamebriefes). Gnadenlos! Bei dieser Beschreibung des Wirkprinzips kann man getrost von Quacksalberei ausgehen – und es wäre nicht die erste Quacksalberei, die man in einer Apotheke kaufen kann. Wie man allerdings JETZT zum Herstellerpreis sechzig Euro günstiger als zum regulären Apothekenpreis ist, wenn das Päckchen zehn Euro billiger als der reguläre Apothekenpreis ist, gehört zu jenen Mysterien der schnell und billig gemachten Reklame, vor denen ich nur ehrfurchtsvoll verstummen kann: Auch große Blödheit kann Respekt einflößen.

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Jahr

Donnerstag, 4. Januar 2018

Wie jetzt, nicht zu meinem Lotteriegewinn?

VON: DER SCHREIBTISCH DES GESCHÄFTSFÜHRERS [sic!]
WEST-LINK [sic!] INTERNATIONALE LOTTERIE
INTERNATIONAL / PREIS AWARD DEPT

Sehr geehrter Herr / Frau

Wir freuen uns, Sie über das Ergebnis der Lotterie Gewinner International Programme am 02.01.2018 informieren zu können [sic!]. Ihre E-Mail-Adresse wurde an die Ticketnummer BS3164591-6011 mit der Seriennummer 732134, Losnummer EIL / 6365 / NL / 04, Lotterie-Referenznummer JB527711 angehängt [sic!] und zeichnete Glückszahlen 6-37-46-85-77 [sic!], die in der Folge gewonnen wurden Kategorie [sic!]. Sie wurden daher für eine Pauschalzahlung [sic!] von 500.000,00 EURO genehmigt [sic!].

HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE!!!

Aufgrund der Verwechslung einiger Zahlen und Namen [sic!] bitten wir Sie, Ihre gewinnbringenden Informationen vertraulich zu behandeln [sic! In unverschlüsselter E-Mail, die wie eine Postkarte durch das Netz geht!], bis Ihre Forderungen bearbeitet und Ihr Geld an Sie überwiesen wurde.

Dies ist Teil unseres Sicherheitsprotokolls [sic!], um zu verhindern, dass einige der Gewinner in der Vergangenheit doppelt und unberechtigt von diesem Programm missbraucht werden [sic!]. Alle Gewinner wurden durch ein Computer-Stimmsystem [sic!] aus über 4.000 Unternehmen und 20.000 individuellen E-Mail-Adressen und Namen [sic!] aus der ganzen Welt ausgewählt. Dieses Werbeprogramm findet jedes Jahr statt. Diese Lotterie wurde von der Vereinigung der Softwarehersteller gefördert und gesponsert [sic! Ohne dass damit jemals Werbung gemacht wurde]. Sie haben sich jedoch authomatisch [sic!] für die Teilnahme an unserer internationalen Lotterie im Wert von 20 Millionen Euro qualifiziert [sic!]. Um Ihren Antrag zu stellen, wenden Sie sich bitte an unseren Zahlbeauftragten [sic!]:

Gesprächspartner
Offizier. Raphael David
Emeil: officer.rapheal01@gmail.com

Denken Sie daran, dass alle Gewinne spätestens am 5. Februar 2018 beantragt [sic!] werden müssen. Nach diesem Datum werden alle nicht beanspruchten Gelder in den nächsten Einsatz einbezogen [sic!]. Bitte beachten Sie, um unnötige Verzögerungen und Komplikationen zu vermeiden, denken Sie daran, Ihre Referenznummer und Chargennummern zu zitieren Korrespondenz [sic!].

Sollte sich eine Änderung der Adresse ergeben [sic!], informieren Sie bitte unseren Agenten so schnell wie möglich. Sie sind verpflichtet, NUR mit der oben genannten Zahlungsstelle in Ihrer gesamten Korrespondenz zu kommunizieren. Herzlichen Glückwunsch noch einmal von unseren Mitarbeitern.

Füllen Sie die folgenden Details aus:
GANZE NAMEN:
ADRESSE:
STADT:
ZUSTAND: [sic!]
POSTLEITZAHL:
TELEFON:
LAND:
SEX: [sic!]
ALTER:
FAMILIENSTAND:
BESETZUNG: [sic!]

Hinweis: Wenn Sie jünger als 18 Jahre sind, werden Sie automatisch disqualifiziert [sic!].

Mit freundlichen Grüßen,
Herr Benny Scott
Lotterie-Koordinator

Also doch ein Glückwunsch zu meinem Lotteriegewinn… Ob „West Link“, also die Klitsche, von deren Chefschreibtisch diese dadaistisch wertvolle Mail kam, wohl die automatische Übersetzung von „Western Union“ war? :D

Wo haben Spammer meine Mailadresse her?

Mittwoch, 3. Januar 2018

Keine Spam, sondern eine Leseempfehlung für einen aktuellen Artikel auf Heise Online:

Viele Webseiten beinhalten Tracking-Skripte von Drittanbietern, die E-Mail-Adressen aus Login-Managern im Browser extrahieren und an entfernte Server schicken

Wie „Skripte von Drittanbietern“ in irgendwelche Websites geraten können, macht Heise Online leider nicht deutlich, weil es gegen das unseriöse Geschäftsmodell der Website „Heise Online“ geht, nämlich das Vermarkten von Werbeplätzen. Dafür erfahren sie es hier auf Unser täglich Spam, damit sie es wissen und sich davor schützen können: Über die Werbung in Websites.

Auch, wenn die gegenwärtig auffälligen Skripten keine Mailadressen für Spamzwecke einzusammeln scheinen, sondern über dieses Verfahren eine pseudonyme Identifikation (ähnlich zu einem site-übergreifenden Cookie, aber nicht abschaltbar und nicht automatisch löschbar wie ein Cookie) verwirklichen, wäre es eine Kleinigkeit, auch die Mailadressen abzugreifen. Jetzt, wo die Methode bekannt ist, können sie davon ausgehen, dass die erste kriminelle Spyware dieser Machart bereits in Werbebannern und auf gecrackten Websites auf ihren Webbrowser losgelassen wird.

Selbstverständlich könnten Kriminelle mit genau der gleichen Vorgehensweise auch Kreditkartendaten oder den Login für Amazon, eBay, PayPal, Social-Media-Sites, Kontodaten und dergleichen abgreifen, um die so gewonnenen Daten für ihre betrügerischen „Geschäfte“ zu benutzen. Den ganzen Ärger und die Laufereien dafür bekommt ausgerechnet der Mensch aufgebürdet, der vorher schon durch den kriminellen Angriff geschädigt wurde – der kriminelle Missbrauch der Identität kann jahrelang erhebliche Probleme (etwa bei der Wohnungssuche, beim Wechsel der Arbeitsstelle oder der Beantragung eines Darlehens) und auch Kosten bereiten. Einmal ganz davon abgesehen, dass man immer wieder (als Beschuldigter ohne Lohnerstattung) Staatsanwälten und Untersuchungsrichtern ein Stündchen lang seine Geschichte erzählen „darf“.

Sich unter derartigen Umständen auf sein Glück zu verlassen, ist eine dumme Entscheidung. Seien sie nicht so dumm!

Zurzeit besteht der beste Schutz gegen derartige Machenschaften – neben dem Abschalten von „Autofill“ im Webbrowser – in der Verwendung eines wirksamen Adblockers, ergänzt um NoScript, um nicht jeder Website das Privileg einzuräumen, Programmcode innerhalb des Browsers auszuführen, wie es die gefährliche und kriminalitätsfördernde Standardeinstellung heutiger Webbrowser vorsieht. Das ist zwar mit einigen Einschränkungen verbunden, weil sich vor allem journalistische Websites zu dienstbaren Komplizen der Organisierten Kriminalität im Internet machen (Innenminister, Journalisten und andere Ahnungslose sprechen vom „Cybercrime“, obwohl es nichts mit Kybernetik zu tun hat), es ist allerdings sehr leicht, mit ein paar Klicks Ausnahmen für solche Fälle zu konfigurieren und sich dann darauf zu verlassen, dass der Adblocker die Spyware aus Drittquellen vollständig unterdrückt.

Bitte verzichten sie auf gar keinen Fall auf diesen Schutz! Egal, was für Lügen sie dann auf Websites von Presseverlegern lesen müssen! Die Menschen und Unternehmen, die sie so belügen, sind genau so ihre Feinde wie die diversen Betrüger, die sie einfach nur mit ein paar Tricks ausnehmen wollen. Mit einer einzigen Ausnahme – und damals ging es um einen Fehler im integrierten PDF-Anzeiger des Mozilla Firefox – haben in den letzten Jahren alle gegen den Webbrowser gerichteten Angriffe auf Computer zwingend das Privileg benötigt, Javascript im Webbrowser ausführen zu können. Seien sie sparsam mit der Erteilung dieses Privilegs an Websites, gestatten sie Javascript ausschließlich dort, wo sie guten Grund zum Vertrauen haben und bewahren sie sich vor den Folgen übler, asozialer Kriminalität!

Übrigens: Unser täglich Spam funktioniert hervorragend ohne Javascript. Probieren sie es gleich mal aus! ;)

Nachbetrachtung: Was heißt „unsichtbar“?

Ich würde mich auf keinen Fall darauf verlassen, dass Webbrowser in Zukunft unsichtbare Eingabefelder erkennen und diese dann einfach nicht ausfüllen. Mir fallen spontan, also ohne intensives Nachdenken darüber, schon fünf verschiedene, sehr einfach anzuwendende Möglichkeiten ein, wie man ein Eingabefeld in einer Website unsichtbar machen kann:

  1. CSS-Attribut visibility: hidden setzen, um das Feld unsichtbar zu machen;
  2. Eingabefeld außerhalb des im Browser dargestellten Anzeigebereiches anzeigen lassen;
  3. Schrift- und Hintergrundfarbe an die Hintergrundfarbe des dargestellten Dokumentes anpassen oder der Schrift- und Hintergrund eine (auch nur nahezu) vollständige Transparenz geben sowie keinen Rahmen um das Eingabefeld zeichnen lassen;
  4. Eingabefeld mit einer Höhe von null, einem oder zwei Pixeln, das auf der Website nicht auffällt, obwohl es prinzipiell sichtbar ist, desgleichen ist auch eine Schrifthöhe möglich, die den Inhalt des Feldes nicht als Schrift erscheinen lässt; oder
  5. Überdecken des Eingabefeldes mit einem anderen, undurchsichtigen Element, das absolut positioniert wird.

Jemand, der kriminelle Energie und eine dazu passende Herangehensweise hat, wird wohl noch einige weitere Möglichkeiten finden – vielleicht auch unter Ausbeutung von Fehlern in den verbreiteten Webbrowsern.

Das Problem ist also keineswegs so einfach lösbar – wenn man einmal davon absieht, dass das automatische Ausfüllen von Formularen wegen solcher Probleme komplett unterbunden oder vom Anwender abgeschaltet wird. Und das geht mit einem „Komfortverlust“ einher und wird deshalb vermutlich nicht von den Herstellern der großen Browser zum Standard gemacht.

Javascript abschalten (und nur in begründeten Ausnahmefällen zulassen) und Adblocker benutzen hilft. Bitte verlassen sie sich nicht auf ihr Glück!

Publishing an article on your site

Dienstag, 2. Januar 2018

Schon wieder? Du kannst doch selbst spammen, wie ich an deiner regelmäßig reinkommenden Spam sehe. Warum willst du dann, dass ich für dich meine Leser vollspamme?

Hello,

Du hast immer noch nicht ins Impressum geguckt.

My name is Emma Martinez and I’m an accounts manager at premium-ads.net.

Schön, dass du wenigstens selbst einen Namen hast. Und einen tollen Job in der Manege hast du auch: Affendompteur für klickercentgeile Bloggeräffchen.

I found your site http://tamagothi.de recently on the web and was impressed by its layout and content I feel that it could be suitable for my client.

Vor allem von den Inhalten warst du voll beeindruckt! Nur gelesen hast du sie nicht. Wie auch. Dafür hättest du ja ihre Sprache verstehen müssen.

We are interested in publishing an article (which I can supply) on your website, The article will have a link to my client’s site in it.

Das ist ja toll, dass du einen Artikel für mich fertig hast – und glaubst, dass ich meine paar Leser so verachte, dass ich ihnen einen nichtssagenden Schleichwerbetext nebst einem spammigen SEO-Link in die Augen reibe.

SEO-Link? Ja, SEO-Link. Denn…

The link must be do follow and we cant have any disclaimers\advertising tags.

…du willst mir verbieten, dass ich den Link so als Reklame auszeichne, dass die Indexer von Suchmaschinen ihn als Reklamelink verarbeiten und nicht für die Beurteilung der Relevanz der verlinkten Drecksite verwenden. Dass so eine Suchmaschinenmanipulation sehr leicht dazu führt, dass Google den Linksetzer abstraft und ihn in die unterste Gruft seiner Suchergebnisse verschiebt, ist dir ja egal, dir geht es nur um den kurzfristigen Erfolg deiner Reichwerdmethoden und in der BRD illegalen Abzockcasinos. Wenn du es geschafft hast, mit deiner auf Google gerichteten Spam ein paar leichtgläubigen Zeitgenossen ein paar zehntausend Dollar aus der Tasche zu ziehen, bist du zufrieden.

Let me know if this is something you offer, and if so, what do you charge for it?

Nein! Aber das hättest du ja in dem tollen „Content“ lesen können, den es dort gibt, wenn du ihn gelesen hättest.

I look forward to hearing from you soon.

Gern doch, aber nur auf Unser täglich Spam, wo du und deinesgleichen mit ihrer schnell hingerotzten Spam hingehören.

Thanks,
Emma Martinez
Accounts Manager at premium-ads.net.

Danke für nichts!
Du solltest dir besser nicht so oft am Kopfe kratzen, dann hast du auch weniger Sägespäne unter den Fingernägeln.

Übrigens:

$ whois premium-ads.net | grep WHOIS
   Registrar WHOIS Server: whois.godaddy.com
$ whois -h whois.godaddy.com premium-ads.net | grep ^Registrant
Registrant Name: Registration Private
Registrant Organization: Domains By Proxy, LLC
$ _

Mit der Spam kommende Geschäftsvorschläge von komischen Klitschen, die ihre Website in einer anonym betriebenen Domain haben, sind immer noch die Bestesten. Da weiß man sofort, mit was für einem Gelumpe man es zu tun hat.

Lebron

Montag, 1. Januar 2018

So nannte sich die Reinkarnation von Kurt Schwitters mit ihrer IP-Adresse aus dem armen Benin, die hier auf Unser täglich Spam den folgenden, realdadaistischen Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges ablegen wollte, aber mit diesem Ansinnen am grimmen Spamfilter scheiterte. Um dieses dadaistisch wertvolle Werk der Nachwelt zu erhalten, habe ich es mal für diesen Post gerettet:

Mit 8 Jahren Erfahrung in diesem Bereich hat sich unsere Struktur bereit gemacht
Stellen Sie ein sehr zuverlässiges und legales System ein, um die Versorgung so zu erleichtern
dass der Client sicherer ist, wenn Sie Probleme haben
Auswirkungen auf die Bank, finanzielle Schwierigkeiten, Bauprojekte oder andere, mehr Sorgen für Sie. Libert Finanzen zu Ihren Diensten, um Ihnen zu helfen.
Wir gewähren Kredite von 2000 EURO bis 50.000.000 EURO mit einem Tilgungsplan nach Möglichkeit zu studieren.
Wir bitten Sie, uns in den Bedürfnissen per E-Mail zu kontaktieren:
lebronjule110@gmail.com

Ohne weitere Worte.

In den letzten Wochen nimmt die Kommentarspam aus Nigeria ab, doch die Kommentarspam aus dem benachbarten Benin im ähnlichem Maße zu. Vermutlich lassen die Trickbetrügerbanden inzwischen einfach verarmte Menschen aus Benin die stupide, spammige Drecksarbeit machen und führen selbst nur noch den per E-Mail und Telefon erledigten Vorschussbetrug durch.

31 Dec 2017-Mailbox Service Warning

Montag, 1. Januar 2018

Bitte nicht darauf reinfallen. Es handelt sich um eine Phishing-Spam! Diese Spam geht an jede Mailadresse, die Spammer im Web einsammeln können.

Dear gammelfleisch,

Nicht immer ist das, was im Namensteil der Mailadresse steht, ein guter Name für eine Anrede. :D

Your email account will Expire on 2 Jan 2018,
If you want to continue using your email address: gammelfleisch@tamagothi.de
You will need to verify immediately to prevent your account from terminating

Schon klar, die läuft einfach so ab, die Mailadresse, außer natürlich, ich „verifiziere“ sie. Und das geschieht selbst noch bei mir, obwohl diese Mailadresse auf einem Server existiert, den ich selbst verwalte. Großes Kino im kleinen Köpfchen des Spammers!

Aber selbstverständlich richtet sich dieses Phishing an technisch Ahnungslose, die damit überrumpelt werden sollen, dass sie Zugangsdaten an Kriminelle geben. Und statt einer Erklärung gibt es im Zeitalter des IMAP-Postfaches und des Webmailers noch eine hübsche Horrorvision…

All messages and files will be lost if you do not immediately verify

…dass mit dem vom Spammer behaupteten Ablauf der Mailadresse alles verloren geht. (Wohl dem, der eine richtige Mailsoftware verwendet und deshalb auch noch eine lokale Kopie herumliegen hat!) Und deshalb soll man jetzt ganz schnell…

Verify Now

…klicki klicki auf Linki Linki machen.

Der Link geht zur Website in eine Domain…

$ whois aslantaxservices.com | grep WHOIS
   Registrar WHOIS Server: whois.godaddy.com
$ whois -h whois.godaddy.com aslantaxservices.com | grep ^Registrant
Registrant Name: Ernesto Sanchez
Registrant Organization: Aslan Tax Services Inc.
$ _

…die nicht von einem Administrator meines Mailpostfaches (also von mir selbst) betrieben wird. Wer darauf klickt, bekommt nach dem üblichen Weiterleitungsapparat die folgende Möglichkeit präsentiert, Kriminellen ein Passwort zu seiner Mailadresse zu geben, während eine in Javascript realisierte Uhr die Mailadresse wegtickt und auf diesem Weg versucht, zusätzlichen psychischen Stress zu erzeugen, damit es auch nicht zum Nachdenken vor einer solchen Dummheit kommt:

Screenshot der Phishing-Seite

Übrigens: Ein Passwort ist eine durchaus gute und schon lange vor dem Internetzeitalter vielfach bewährte Sicherheitsmaßnahme, die aber nur funktionieren kann, wenn man das Passwort ausschließlich dort benutzt, wo es einen identifiziert und niemals gegenüber einem Dritten preisgibt. Deshalb sollte man Passwörter niemals auf irgendwelchen Websites eingeben, sondern nur dort, wo das jeweilige Passwort gilt; und auf gar keinen Fall sollte man jemals ein Passwort auf Seiten angeben, die im Browser dargestellt werden, nachdem man einen Link in einer Mail angeklickt hat. Wenn man das mit einem gut gewählten Passwort kombiniert, hat man viel dafür getan, dass die eigenen Zugangsdaten nicht von Betrügerbanden missbraucht werden. Diese können sich übrigens oft diverse weitere Konten aneignen, nachdem sie die Mailadresse gepwnt haben. Beinahe überall kann man sich eine Mail zusenden lassen, nachdem man sein Passwort vergessen hat, um sich ein neues Passwort zu geben. Und einer Betrügerbande liegt viel daran, bei ihren betrügerischen Geschäften unter der Identität eines anderen Menschen zu agieren, der dann ins Visier der Ermittler gerät, während die Betrüger selbst anonym bleiben.

Der sicherste Schutz gegen Phishing ist es immer noch, dass man sich angewöhnt, niemals in eine E-Mail zu klicken. Webbrowser haben ausgesprochen praktische Lesezeichenfunktionen, und so kann man die entsprechenden Websites auch sehr bequem direkt aufrufen, ohne dass irgendwelche Phisher eine Gelegenheit erhalten, einen irrezuführen und zu überrumpeln.

This service is free of charge.

Schon klar! :mrgreen:

tamagothi.de provider! © 2017 All rights reserved

Mit Gruß vom Provider, der völlig namenlos als „All rights reserved“ firmiert. Aber dafür mit Ausrufezeichen. Sehr unterzeugend.

Ohne Betreff

Samstag, 30. Dezember 2017

Von: Nicky <viviane@openminds.com.br>

Kenne ich nicht.

http://add.soumissionassuranceintact.com

Nicky

Hat mir aber auch nicht viel zu sagen, diese mir unbekannte Nicki. Der Klick in eine Spam von Unbekannten ist immer eine ganz schlechte Idee, und diese Idee wird keinen Deut besser, wenn es sich um einen völlig kontextlos gegebenen Link in einer Spam von einem Unbekannten handelt. Leider scheint es da draußen (für die Spammer) immer noch genug dumme und verantwortungslose Leute zu geben, die in eine derartige Spam klicken, sonst gäbe es solche Spam nicht mehr.

Nach einer schier unendlichen Kette interner Weiterleitungen geht es schließlich zur folgenden Reklame für ein angebliches Schlankheitsmittel, dessen Verkäufer offenbar davon ausgehen, dass es sich ohne illegale und asoziale Spam für die Zielgruppe „dumme Menschen, die ohne Sinn und Verstand auf alles klicken“ nicht verkaufen ließe:

Screenshot der in der Spam verlinkten betrügerischen Website

Es ist natürlich nicht wahr, dass ein aus Buntnesseln extrahierter Wirkstoff schlank macht – und natürlich stimmt auch der vorsätzlich erweckte falsche Eindruck nicht, dass es sich bei dieser Schwindelseite um die Website eines Nachrichtenmagazines handele.

Um schlank zu werden, gibt es genau ein wirksames Verfahren: Weniger Energie durch den Mund in den Körper einführen, als der Körper verbraucht. Das erzeugt zwar Hunger und schlechte Laune, aber führt auch zu Gewichtsverlust. Warum andere Methoden nicht wirken, mag ich nicht in aller Breite an dieser Stelle erklären – wer mir das als „dahergelaufenen Blogger“ in einem Internet voller „Fake News“ nicht glaubt, frage bitte einfach einen richtigen Arzt oder recherchiere selbst im Internet unter Verwendung naheliegender Suchbegriffe wie „Erhaltungssätze der Physik“ und lese seriöse Quellen, die der illegalen und asozialen Spam nicht bedürfen, um ihre Leser zu finden. Mit dem eingesparten Geld für nicht funktionierende Schlankheitsmittel wird sicherlich jeder Mensch etwas besseres anfangen können. ;)

marie

Freitag, 29. Dezember 2017

So nannte sich der, die oder das Kommentator mit IP-Adresse aus Benin¹, der, die oder das den folgenden Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges hier auf Unser täglich Spam versuchte, aber aus inhaltlichen Gründen am Spamfilter scheiterte:

Hallo

Darlehensangebot zwischen privat und ehrlich, für 48 Stunden

E-Mail: mirandacaprino@gmail.com
E-Mail: thomas.stumpls@yahoo.com

Brauchen Sie ein kommerzielles Darlehen? oder ein persönliches Darlehen? Autokredite? Hypotheken? Ich bin Frau Miranda Caprino, die Konten in einer Privatbank bereits im Ruhestand. Ich bin heute bereit für jemanden, der einen Zinssatz von 3% im Vergleich zu 48 Stunden benötigt. Ich bin sehr ehrlich und zuverlässig. Kontaktieren Sie mich heute und lassen Sie mich wissen, wie viel Sie bezahlen möchten. Meine Kreditverträge von 2000 – 800 000 € etc …. Ich bin bereit, Sie innerhalb von 48 Stunden zu befriedigen. Bank und andere Finanzierung von Kredit-Agenturen können Sie abgelehnt, aber ich, ich werde mich freuen, wenn Sie interessiert sind. Zögern Sie nicht, mich per E-Mail: mirandacaprino@gmail.com oder per Mail zu kontaktieren:
thomas.stumpls@yahoo.com

An Frauen, die bereit sind, mich binnen zweier Tage zu befriedigen, bin ich ja grundsätzlich interessiert – aber das lässt ein bisschen nach, wenn die mich darum bitten, ihnen vorher mitzuteilen, wie viel ich bezahlen möchte… :mrgreen:

¹Sonst kommt so etwas vor allem aus dem deutlich reicheren Nigeria, aber Benin ist da ja geografisch sehr dicht dran. Nicht, dass die oft mafiös organisierten Trickbetrügerbanden aus Nigeria jetzt verarmte Menschen in Benin anlernen und ausbeuten, damit diese ihnen die Drecksarbeit machen.