Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Spamflut“

Wenn man etwas wartet, klärt sich alles auf…

Donnerstag, 5. September 2019

Spammer's Hall of Shame

In die „Hall of Shame“ kommen nur die ganz Harten. Die, deren Spam wie Durchfall aus ihnen herausspritzt, aber deutlich weniger Intelligenz als ein Eimer Flutschkacke hat. Die, bei denen die Worte erst einmal Luft holen müssen, ehe sie das Gesehene beschreiben können. Wenn du hier landen willst, Spammer, denn musst du bei deiner Müllproduktion schon vorgehen, als hättest du deine Lobotomie hinter dir…

Der von mir nach wochenlangem Zuschauen bei seinem Gestrokel erstmalig am 15. August erwähnte Vollpfosten mit seinem kaputten Spamskript und seinem völlig zerschossenen Encoding hat natürlich nicht aufgehört mit dem Spammen, sondern mir bis vorgestern jeden verdammten Tag eine feine, feine Kommentarspam hingemacht, die ungefähr so ausgesehen hätte, wenn sie jemals sichtbar geworden wäre:

Àðãåíòèíà
Òóðèí
Òóðöèÿ Äåíèçëè
Ìàõà÷êàëà
Ñàí – Ìàðèíî
Áåëàðóñü Âèòåáñê
Êàçàõñòàí Óðàëüñê
Åññåíòóêè
Ðåóòîâ
Êàíàðñêèå îñòðîâà
Êðèò
Germany [sic!]
Ïîçíàíü
Ïðèìîðñêèé êðàé
Äîëãîïðóäíûé
Ïóøêèíî
Åâïàòîðèÿ
Àëáàíèÿ
Îð¸ë
Àçåðáàéäæàí Ñóìãàéûò

Ich hatte von diesem mit Maschinengewehrfrequenz abgefeuerten Müll in den letzten Monaten insgesamt eine vierstellige Anzahl im Spamfilter, und ich gehe davon aus, dass auch andere kommentierbare Websites damit vergleichbar übel zugespachtelt wurden. Oder besser: Damit zugespachtelt werden sollten, denn so ein kaputter Kommentar wird zum Glück für den Rest der Welt durch keinen Spamfilter hindurchkommen. Aber das hat den Spammer nicht davon abgehalten, tapfer und unter vollständigem Denkverzicht weiterzumachen, ganz so, als ob er überhaupt kein Gehirn hätte. Na ja, er hat es ja auch sein offensichtlich völlig ungetestetes Skript machen lassen, so dass es ihm keine Mühe und Lebenszeit kostete.

Wer sich fragt, was der Spammer eigentlich – neben seinen Links auf Websites, in denen man angeblich alle möglichen illegalen Rauschmittel kaufen kann – wirklich in seinen Kommentaren sagen wollte, für den habe ich eine gute Nachricht. Das krüpplographische Rätsel des zerschossenen Encodings ist gelöst. 👏

Inzwischen hat dieser Spammer, vermutlich, nachdem er den ausbleibenden Erfolg nach Monaten des Spammens bemerkt hat, nämlich auch mal sein bisschen Glück beim Denken gehabt, seine gröbsten Fehler beseitigt und produziert nun alle paar Stunden eine lesbarere Spam. 🍀

Und die sieht zum Beispiel so aus:

Waiblingen
Lingen (Ems)
Ratingen
Bottrop
Trier
Moers
Herten
Troisdorf
Unna
Frechen
Fulda
Celle
Wolfsburg
Esslingen am Neckar
Neuss
Lubeck
Schweinfurt
Lubeck
Wetzlar
Hanau

Die Links auf irgendwelche angeblichen Rauschmitteleinkaufsseiten sind übrigens identisch geblieben. Hier ein Beispielscreenshot – die anderen Seiten mit anderen Rauschmitteln wurden genau so schnell aufgeschäumt (für eine Ansicht in voller Größe mit allen von irgendwo zusammenkopierten und völlig unverstandenen Bullshit-Texten bitte auf das Vorschaubild klicken):

Screenshot der betrügerischen Drogeneinkaufsseite

Irgendwelche naiven Kokaininteressierten, die diesem Spammer ihre Bitcoin geben, weil er so schöne Fotos ins Web stellen kann, bekommen nur eine kostenlose Erfahrung, wie es sich anfühlt, betrogen zu werden. Nasenpuder gibt es nicht. Das Geld ist weg. Es kommt nicht zurück. 💸

Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand in eine derartige Kommentarspam klicken würde. Nicht einmal, wenn sie als Liste von Städtenamen lesbar ist. 😉

Einmal ganz davon abgesehen, dass es auch diese Spams durch keinen Spamfilter dieser Welt schaffen. 👍

Jemand hat sich bei Ihrem Konto angemeldet. Du musst handeln.

Samstag, 13. Juli 2019

Auf gar keinen Fall bezahlen! Die erpresserische Spam ist ein Bluff. Der Spammer hat nichts. Er hat weder meine Mails (sonst könnte er mich auch persönlicher ansprechen), noch hat er irgendwelche Videos (denn ich habe keine Kamera am Computer). Einfach die Spam löschen und wieder den angenehmeren Dingen am Internet zuwenden! 😉

Dass die eigene Mailadresse als Absender drinsteht, hat keine Bedeutung. Man kann jede beliebige Mailadresse als Absender eintragen – ganz genau so, wie man auf einen Briefumschlag jeden beliebigen Absender schreiben könnte. Das ändert nichts beim Transport des Briefes oder der E-Mail. Natürlich würden die meisten fühlenden und denkenden Menschen niemals auf die Idee kommen. Verbrecher, Spammer und Geschmeiß fälschen immer den Absender.

Wer mir das alles nicht glaubt oder wer auch nur ein paar Restzweifel und Ängste hat, weil ich ja nur ein „dahergelaufener Blogger“ bin, der im geduldigen Internet alles behaupten könnte, frage bitte einfach bei der Polizei! Allein ich habe diesen Müll heute drei Mal auf verschiedenen Mailadressen. Jede Polizeiwache wird ein Lied davon singen können, dass hier ein dummer, unpersönlicher, aber einschüchternd formulierter Standardtext mit einer völlig substanzlosen Erpressung millionenfach abgesendet wurde. Auf gar keinen Fall diesem Halunken Geld geben! Mit Geld kann man viel schönere Dinge anfangen, als irgendwelchen Kriminellen ihren verfeinerten Lebensstil zu finanzieren.

Ich gebe diese Spam – trotz meines „Juckreizes“ beim Lesen – einfach unkommentiert wieder (allerdings habe ich im Zitat die Bitcoin-Adresse unkenntlich gemacht). Wer einen heiteren und hoffentlich vollständig beruhigenden Kommentar zu einem derartigen Erpressungsversuch lesen möchte, lese einfach die kommentierte Spam vom 11. Januar dieses Jahres. Natürlich habe ich immer noch keine Kamera an meinem Computer. Und immer noch „aus Gründen“. 😉

Hallo, sehr geehrter Nutzer von tamagothi.de

Wir haben eine RAT-Software in Ihrem Gerät installiert.
In diesem Moment wird auch dein E-Mail-Konto gehackt.
Ich kenne dein Passwort. Ich habe mich bei deinem Konto angemeldet und diesen Brief von dort aus an dich geschrieben.

Haben Sie Ihr Passwort geändert? Du machst das großartig!
Aber meine Software erkennt jede solche Aktion. Ich aktualisiere die Passwörter! Ich bin immer einen Schritt voraus…

Also.. Ich habe alle vertraulichen Informationen von Ihrem System heruntergeladen und habe weitere Beweise erhalten.
Der interessanteste Moment, den ich entdeckt habe, sind Videoaufnahmen, in denen man masturbiert.

Ich habe die EternalBlue Exploit Nachrüstung auf der Pornoseite veröffentlicht, und dann hast du meinen bösartigen Code (Trojaner) auf deinem Betriebssystem installiert.
Als du auf die Schaltfläche Play on porn video geklickt hast, wurde in diesem Moment mein Trojaner auf dein Gerät heruntergeladen.
Nach der Installation nimmt Ihre Frontkamera jedes Mal, wenn Sie masturbieren, Video auf, außerdem wird die Software mit dem von Ihnen gewählten Video synchronisiert.

Im Moment hat die Software alle Ihre Kontaktinformationen aus sozialen Netzwerken und E-Mail-Adressen gespeichert.
Wenn Sie alle Ihre gesammelten Daten und Videos löschen müssen, senden Sie mir 300€ in BTC (Krypto-Währung).

Dies ist meine Bitcoin Geldbörse: 1GtdpkxN7izueE1696LQUSRB72xxxxxxxx
Du hast 48 Stunden Zeit, nachdem du diesen Brief gelesen hast.

Nach Ihrer Transaktion werde ich alle Ihre Daten löschen.
Andernfalls werde ich ein Video mit Ihren „Streiche“ an alle Ihre Kollegen, Freunde und Verwandten schicken.

P.S. Ich bitte Sie, nicht auf diese E-Mail zu antworten, dies ist unmöglich (die Adresse des Absenders ist Ihre eigene Adresse).

Und von nun an seid vorsichtiger!
Bitte besuchen Sie nur sichere Seiten!
Tschüss..

Gesehen. Gelacht. Gelöscht. Geld gespart. 💡

Einladung | 2 Tage kostenlose Unterkunft

Samstag, 11. Mai 2019

Heute gibt es ganz viel „geschenkten“ Urlaub vom Bauernfänger. Oder genauer gesagt: Gutscheine. Aber solche, die man für rd. dreißig Euro kaufen soll, nachdem man ganz oft das Wort „kostenlos“ gelesen hat. Die sind vermutlich auf so richtig teurem Papier gedruckt. Diese Spams kommen als Flut. Bitte nicht darauf hereinfallen. Es ist Betrug. Mit den gesparten dreißig Euro kann man Schöneres anfangen, als irgendwelchen Betrügerbanden ihren Lebensstil zu finanzieren.

Generell ist es natürlich eine ganz schlechte Idee, einem Spammer persönliche Daten wie Name und Anschrift für die Zustellung eines Gutscheines zu geben. Man holt sich damit schnell jahrelangen Ärger wegen eines Identitätsmissbrauches durch Betrüger.

Die Texte dieser Spams sind bei aller inhalticher Einfalt sehr variabel. Ich verzichte deshalb auf die hier sonst übliche zersetzende Kommentierung und bringe hier einfach die drei häufigsten Texte aus meinem Glibbersieb.

Betreff: Einladung | 2 Tage kostenlose Unterkunft

Von: Club HighFive <contact@bizmark.info>
Antwort an: Club HighFive <info@bizmarketing24.info>

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ID: 41133FK/2019
Einladung | 41133FK/2019
Nehmen Sie teil
Sehr geehrter Nutzer,
wir laden Sie ein, an der begrenzten Saisonkampagne des HighFive Clubs teilzunehmen. Nachdem Sie diese Einladung erhalten haben, befinden Sie sich in einer begrenzten Gruppe von Menschen, die als Gegenleistung für die Anmeldung beim HighFive Club 2 Tage kostenlose Unterkunft in 1 von 500 Hotels in Europa erhalten.
Beantworten Sie etwa ein Dutzend Fragen zu Ihren Reisevorlieben, erklären Sie sich damit einverstanden, von uns die besten Reiseangebote aus der ganzen Welt zu erhalten und erhalten Sie einen Voucher für 2 kostenlose Übernachtungen für 2 Personen.
Nehmen Sie teil

Verfügbarkeit der Übernachtungen ist limitiert
HighFive arbeitet mit den größten Reiseveranstaltern und tausenden Hotels auf der ganzen Welt zusammen. Zusammen mit ihnen haben wir eine begrenzte Anzahl von Paketen für kostenlose Übernachtungen zur Verfügung gestellt, die wir gemäß der zugewiesenen ID an Personen ausgeben, solange der Vorrat reicht.

Nehmen Sie teil BEANTWORTEN SIE EINIGE FRAGEN

Auf diese Weise werden wir Ihre touristischen Vorlieben kennenlernen und in Übereinstimmung mit ihnen Angebote für Sie auswählen.

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Erklären Sie sich einverstanden regelmäßig einen Newsletter mit unseren Reiseangeboten zu erhalten.

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Erhalten Sie einen Voucher für 2 kostenlose Übernachtungen für 2 Personen und verwenden Sie diesen innerhalb von 6 Monaten in einem der 500 Hotels in Europa.

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Achtung: Voucher-Reservierungen sind zeitlich begrenzt. Bei einem Rücktritt von der Teilnahme in der gesetzlichen Zeit wird der Voucher der weiteren Person zugewiesen.

© 2019 HighFive. Alle Rechte vorbehalten. Diese Aktion richtet sich an ausgewählte Nutzergruppen und soll den HighFive Club fördern. Aktionskennung: 4133FK/2019. Voucher sind verfügbar, solange der Vorrat reicht. Aussteller der Voucher ist TLG Travel Group LLC, USA. Die Gebühr für die Ausgabe und Zustellung des Vouchers beträgt 29,50€. Der Inhaber des Vouchers, der kostenlos übernachtet, zahlt nur die Diätsätze in der Unterkunft. Mehr in den Vorschriften. ID: 73613

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Aha, „ausgewählte Nutzergruppen“ nennt man das also, wenn man jede Mailadresse mit Spam zuballert, die nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Betreff: Einladung, Nr. 97IKP2/II/2018 für gammelfleisch@tamagothi.de

Von: Club HighFiveDie Studie zum Umweltbewusstsein <info@bizmarketing24.info>

mit großer Freude möchten wir Sie zur Teilnahme am Projekt Studie zum Umweltbewusstsein einladen, das unter den EU-Bürger durchgeführt wird, an diese Einladung gerichtet ist.
Web version

GEHEN SIE ZUR STUDIE ÜBER
GEHEN SIE ZUR STUDIE ÜBER
Guten Tag gammelfleisch@tamagothi.de
mit großer Freude möchten wir Sie zur Teilnahme am Projekt Studie zum Umweltbewusstsein einladen, das unter den EU-Bürger [sic!] durchgeführt wird, an diese Einladung gerichtet ist.
Die Studie basiert auf einem kurzen Fragebogen, der anonym behandelt wird und höchstens 3 Minuten Zeit in Anspruch nimmt. Ihre Meinung ist für uns sehr wichtig und hilft uns ein allgemeines Profil über Umweltbewusstsein der Einwohner in den einzelnen EU-Ländern zu erstellen. Jede Meinung zählt!
Als Danksagung für die Teilnahme an der Studie und Ihre wertvolle Zeit
haben wir 5.000 Voucher für 3 Tage kostenlose Übernachtung für 2 Personen zum Einlösen in zauberhaften europäischen Hotels vorgesehen.
GEHEN SIE ZUR STUDIE ÜBER
GEHEN SIE ZUR STUDIE ÜBER
Wie können Sie den Voucher abholen und einlösen?
Nachdem Sie den Fragebogen ausgefüllt und Lieferadresse angegeben haben, wird der Voucher entweder per Post oder per E-Mail versendet [sic! An die E-Mail-Lieferadresse!]. Nach Erhalt des Vouchers sollen Sie ein Hotel aus dem Hotelkatalog wählen und ein Zimmer reservieren, dabei berufen Sie sich auf Voucher. Am Ankunftstag müssen Sie den Voucher an der Rezeption vorlegen, was Sie von den Übernachtungsgebühren befreit. Zudem ist es wichtig, dass die Gültigkeitsdauer jedes Vouchers 6 Monate beträgt und nach diesem Zeitraum nicht mehr angenommen wird.
Das Ziel der Umfrage besteht darin, das soziale Umweltprofil zu erstellen und umweltfreundliches Verhalten anzuspornen. Der Verantwortliche für Durchführung der Studie ist Planeteo Research Group. Der Sponsor, der die Aktion fördert, ist Eurorest Hotels.
Wir laden Sie herzlich ein, an der Umfrage teilzunehmen >>
Für die Ausgabe und Zustellung desVouchers per Post an die angegebene Adresse wird eineAusgabegebühr (29,50 €) behoben. In jedem Hotel, dasden Voucher annimmt, werden zusätzlich noch Pflichtverpflegungssätze erhoben, die nach der Ankunft im Hotel bezahlt werdenmüssen.

Klicken Sie hier, wenn Sie keine E-Mails mehr von uns erhalten möchten

So so, eine Tourismusstudie von Touristikklitschen „wegen der Umwelt“. Ich will es mal so sagen: Kein Urlaub ist so umweltfreundlich wie der am lokalen Kiesteich. Die alljährliche europäische Völkerwanderung mit schneller Rückwanderung – es sind sogar noch mehr Menschen als bei den historischen Fluchtbewegungen, und diese tragen wesentlich mehr Gepäck mit sich als die verzweifelten Flüchtenden der Vorzeit und verbrennen für ihren Körpertransport obszöne Mengen von Erdölprodukten – dürfte eine der sinnlosesten Umweltverschmutzungen in der gegenwärtigen Zivilisation sein.

Die dritte Mail enthält ein paar peinliche Fehler der Spammer. Zum Beispiel hat das Einfügen der Empfängeradresse durch das Spamskript nicht geklappt und beim Zusammensetzen der Textbausteine sind ein paar Stolperstellen entstanden.

Betreff: Einladung, Nr. 97IKP2/II/2018 für [^EMAIL^]

Von: Die Studie zum Umweltbewusstsein <contact@bizmark.info>
Antwort an: Die Studie zum Umweltbewusstsein <info@bizmarketing24.info>

Web version

Wir laden Sie zur Teilnahme an der Studie über Touristische Präferenzen ein. Als Danksagung für die uns gewidmete Zeit haben wir für Sie einen Voucher für 3 Tage Übernachtung für 2 Personen in einem von Ihnen ausgewählten Hotel aus unserem Katalog mit beinahe 500 Häusern. Guten Tag gammelfleisch@tamagothi.de,
Wir laden Sie zur Teilnahme an der Studie über Touristische Präferenzen ein. Als Danksagung für die uns gewidmete Zeit haben wir für Sie einen Voucher für 3 Tage Übernachtung für 2 Personen in einem von Ihnen ausgewählten Hotel aus unserem Katalog mit beinahe 500 Häusern. [sic! Das klingt nicht schlauer, wenn man es doppelt schreibt.] NEHMEN SIE AN DER STUDIE TEIL
Die Studie über Touristische Präferenzen ist eine ein paar Minute lange und anonyme Umfrage, deren Ergebnisse helfen uns [sic!], die Bedingungen auf dem Markt des Individualtourismus zu verbessern und das touristische Angebot an die Erwartungen der Touristen anzupassen. Sie können direkt dazu beitragen, die Qualität der touristischen Dienstleistungen in Europa auf einen besseren Stand zu bringen. Für die gewidmete Zeit bieten wir Ihnen einen Voucher für kostenlose Übernachtung.
Füllen Sie den Fragebogen schon jetzt aus, Ihr Voucher steht zur Abholung bereit:

EINZELHEITEN DES VOUCHERS Voucher für Teilnahme an der Umfrage für:
gammelfleisch@tamagothi.de
Voucher-Nr.: 541368
Anzahl der Übernachtungstage: 3
Anzahl der Personen: 2
Gültigkeitsdauer: 6 Monate

Um den Voucher einzulösen…
 wählen Sie bitte das für Sie interessante Hotel aus unserem Katalog und
 nehmen Sie die Reservierung vor, am Ankunftstag zeigen Sie den Voucher an der Rezeption vor
 nutzen Sie die kostenlose Übernachtung und freuen Sie sich über Ihren Urlaub!

Nehmen Sie an der Umfrage teil >>

GeoPlus untersucht seit Jahren touristische Vorlieben der Europäer, was auf die reale Verbesserung der touristischen Dienstleistungen und deren Anpassung an die Erwartungen der Touristen Einfluss ausübt. Die Befragten wurden nach strengem Auswahlverfahren mit konkreten Parametern ausgewählt. Leiten Sie daher Ihre Einladung an Dritte nicht weiter [sic!].
Wir bedanken uns für Ihre Teilnahme,
Ihr Geoplus-Team

Für die Ausgabe und Zustellung des Vouchers per Post an die angegebene Adresse wird eine Ausgabegebühr behoben (29,50 €). In jedem Hotel, das den Voucher annimmt, werden zusätzlich noch Pflichtverpflegungssätze erhoben, die nach der Ankunft im Hotel bezahlt werden müssen.
ID: 73319

Klicken Sie hier, wenn Sie keine E-Mails mehr von uns erhalten möchten

So so, ich wurde also nach strengem Auswahlverfahren mit konkreten Parametern ausgewählt. Da kann ich mir so richtig die Vorbereitung der Studie vorstellen: Wen nehmen wir mal, um nach touristischen Präferenzen zu fragen? Ach, nehmen wir doch mal Menschen, die seit vielen Jahren vom Betteln leben und keine Wohnung haben. Die sind eine ideale Zielgruppe. Bwahahahahahaha!

Wie gesagt, nicht auf diesen Betrug reinfallen! Man kann etwas Besseres mit den dreißig Euro anfangen, als sie für einen wertlosen Gutschein an irgendwelche Trickbetrüger zu geben.

cedric.marie123@gmail.com

Mittwoch, 8. Mai 2019

So, also gleich mit ihrer Wegwerfmailadresse, benannte sich die traurige Gestalt mit Spamdurchfall, spammig winkenden Geldbündeln in der Hand und mit der IP-Adresse eines rumänischen Hosters, die immer wieder hier auf Unser täglich Spam Spamkommentare zur Einleitung eines Vorschussbetruges verfassen musste, obwohl sie dabei durchgehend an der Spamfilterung scheiterte.

Hier nur zwei Beispiele aus der hirnlosen Flut:

Benötigen Sie eine persönliche und geschäftliche oder Investitionsfinanzierung, ohne Stress und schnelle Zustimmung? Wenn ja, wenden
Sie sich bitte an Herrn Harmony, der derzeit Kredite zu einem Höchstzinssatz von 3% anbietet. Seine Finanzen sind gesichert und sicher.
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Hier gibt es zwar nur eine müde, stressfreie, harmonische, persönlich oder geschäftlich nutzbare Million Euro, Dollar oder Pfund als Darlehen, einfach nur, um mich damit glücklich zu machen, aber damit kann ich auch mein Studium finanzieren. Da kriege ich ja nochmal richtig Lust auf ein Studium!

Ich biete Ihnen ein Darlehen eines Direktinvestors in Höhe von 10.000 bis 50.000.000 Euro. Dieses Angebot gilt für
für alle Bürger Die Studie dieses Darlehens soll auf 460 Monate festgesetzt werden, wobei die Möglichkeit einer vorzeitigen
Rückzahlung zu jedem Preis und ohne Erhöhung besteht. Nehmen Sie ein Darlehen und zahlen Sie Ihr Geld innerhalb
von 24 Stunden. Zum Ausleihen schreiben Sie an: cedric.marie123@gmail.com

Noch lieber nehme ich allerdings 460 Monate an einer Studie des Darlehens teil, wenn ich dafür fuffzich Millionen Øre bekomme, damit ich mal wieder so richtig durchkaufen kann.

Beim Anblick solcher Spamkommentare frage ich mich immer wieder, ob wohl wirklich jemand darauf reinfällt. Und ich habe eine schreckliche Befüchtung: Ja, darauf fällt im Lande der Schulpflicht, des Qualitätsjournalismus und der sündteuren quasistaatlichen Rundfunkanstalten wirklich jemand rein. Denn sonst gäbe es diese dümmlichen Kommentare der Marke „Ich gebe Darlehen an jeden, gib mir deine Vorleistung über Western Union“ schon gar nicht mehr. 🙁

Private/Donation

Mittwoch, 24. April 2019

Abt.: Vorschussbetrugsflut des Tages

Diese Spam habe ich eben gleichlautend auf einer Menge verschiedener Mailadressen gesehen, auch die AOL-Freemail-Adresse für Antworten war dabei immer gleich.

Von: Buffett Foundation <manager@eambes.org>
Antwort an: warren.eb2@aim.com

Der Absender ist gefälscht. Alle weitere Kommunikation soll über eine kostenlos und anonym einzurichtende Mailadresse beim Freemail-Angebot von AOL gehen. Eine eigene Domain nebst Mailserver, um wenigstens ein bisschen Vertraulichkeit bei der Kommunikation über E-Mail herzustellen, kann sich diese „Buffet Foundation“ leider nicht leisten.

Dear Email Owner,

You have been selected to receive a donation from Warren Buffett Foundation.

Der Absender kennt nicht einmal meinen Namen, obwohl der nicht besonders schwierig herauszubekommen ist. Er will mir etwas spenden. Warum? Na, weil ich so eine schöne Mailadresse habe. Dann wird man eben als „Dear Email Owner“ angesprochen… 😀

Contact us for more details.

Leider hatte der Absender an dieser Stelle keinen Platz mehr auf seinem Mailpapier und konnte deshalb nichts Substanzielles mitteilen. Deshalb muss man antworten, damit er ein neues Blatt von diesem teuren, rationierten Mailpapier nehmen kann, um mir zu sagen, was er mir eigentlich sagen will (und gleich schon eine gute Vorauswahl der Leichtgläubigen hat, bei denen man die betrügerischen Lügen ganz dick auftragen kann, ohne besonders vorsichtig sein zu müssen).

Wer antwortet, bekommt Berge von Geld versprochen. Dieses Geld kommt aber niemals einfach mit einer Banküberweisung oder einem Scheck, der mit einem versicherten Brief versendet wird, sondern auf den abenteuerlichsten Wegen, bei denen alles richtig kompliziert wird. So erzählen es zumindest die Betrüger, die im Regelfall eine gut einspielte Bande sind. Für den angeblichen Empfänger der „Spende“ bedeutet das, dass er eine Vorleistung nach der anderen bezahlen muss: Hier mal einen Fuffie für die Beglaubigigung, da einen Hunnie für jenen Stempel, da einen Hunnie für den Treuhänder, da eine ärgerliche Gebühr für den Notar und so weiter. Und niemand hat ein Bankkonto, und immer muss es ganz schnell gehen, deshalb geht der gesamte Geldtransfer vollständig anonymisierend über Western Union, in jüngerer Zeit aber auch immer wieder einmal über Kryptowährungen, die den gleichen Vorteil der Anonymisierung haben. Die angebliche „Buffet Foundation“ kann da nicht in Vorleistung gehen, die sind ganz arm. Die haben ja noch nicht einmal Mailpapier. Da läppern sich in wenigen Wochen tausende von Euro zusammen, die von den Betrügern – die natürlich immer zehn bis zwanzig naive und leichtgläubige Leute gleichzeitig „ausquetschen“ – für gehobenen Lebensstil, Kokain und Bordellbesuche ausgegeben werden.

Die angebliche „Spende“ gibt es nicht. Sie ist eine Lüge, um diesen Vorschussbetrug einzuleiten. Wer mir das nicht glauben will, weil ich ein dahergelaufener Blogger bin, der in Zeiten der fake news im geduldigen Web alles mögliche behaupten kann: Hervorragend! Skepsis hat im Internet noch nie geschadet. Bitte einfach mal bei der Polizei fragen! Aber bitte auf gar keinem Fall diesem spammenden und betrügerischen Geschmeiß Geld geben. Man kann nämlich mit Geld erfreulichere Dinge anfangen, als diesen asozialen Kriminellen Koks und Nutten zu finanzieren.

Respectfully Submitted,
Rebecca L.Hays
For Buffett Foundation

Voller Verachtung für die Intelligenz der Empfänger
Ausgedachter Name
Nach Geld klingende Stiftung

Georgebrova

Dienstag, 2. April 2019

So nannte sich der intellektuell stark herausgeforderte Vollidiot mit seiner IP-Adresse eines Hosters aus Sankt Petersburg, Russland (Abuse-Meldung ist schon draußen) und seinem nicht so toll gemachten Spamskript, der sich hier auf Unser täglich Spam in den letzten Tagen insgesamt sportliche 273mal in Form eines Spamkommentares verewigen wollte, der aber immer noch nicht mitbekommen hat, dass seine hirnlosen Kommunikationsversuche zum Glück für mich und meine gesamte Mitwelt direkt in die ekelige, glibberige Tonne gehen.

Bei so viel Drang zur Mitteilung muss das Mitgeteilte doch irgendwie interessant sein, oder? Vielleicht ist es wenigstens abwechslungsreich? Mal reinschauen:

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Hmm, die Sprache passt zwar nicht ganz, aber trotzdem verstehe ich, um was es geht: Um Geldspielautomaten, die zwar gratis sind, aber nur mit Spam weggehen. Wer sich die App auf sein Händi packt, lasse alle Hoffnung fahren.

Manchmal rutschen dem gar nicht so italienischen Spammer ein paar kyrillische Kringel in seinen Text:

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Aber meistens gelingt das Durchmischen irgendwelcher automatenspiel-bezogenen Wörter zu sinnfreiem Wortmatsch völlig unfallfrei:

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Gegenwärtige Anzahl: 273 Spamkommentare. Und jede Stunde kommen mindestens zwei „neue“ hinzu, die sofort als Spam erkannt und in die Tonne befördert werden.

Und es ist nicht zu erwarten, dass in diesem Hirni noch irgendein Groschen fällt. Der wird ganz schnell einen neuen Server haben, falls sein Hoster überhaupt reagiert (wovon ich aber ausgehe) und mit einer neuen IP-Adresse weiterspammen, bis die Leitung glüht. Das macht er ja nicht nur bei mir, sondern ziemlich wahllos im ganzen Web. Und weil sein Spamskript wirklich recht dumm ist und deshalb schon von einfachsten Abwehrmaßnahmen reingelegt werden kann, dürfte nur ein Bruchteil seiner Spam überhaupt im Web sichtbar werden.

Nachricht vom Sicherheitsdienst. Der Zugang zu Ihrem Konto erfolgt uber Dritte.

Freitag, 11. Januar 2019

Ganz wichtig: Nichts in der nachfolgend zitierten Spam stimmt. Nichts wurde gehackt. Auf gar keinen Fall dem Erpresser Geld geben!

Nachtrag vom 7. August 2019: Wer mir nicht glaubt, dass alles in der Spam Lüge ist, dass die Behauptungen haltlos sind und dass die Erpressung völlig substanzlos ist, glaubt es vielleicht dem LKA Niedersachsen. Auf gar keinen Fall dem Erpresser Geld geben.

Da ich vor ein paar Tagen eine sehr ähnliche Spam hatte, spare ich mir die ganz ausführlichen Kommentare. Inhaltlich ist es – bis auf den anderen Infektionsweg – genau das Gleiche. Alles weitere kann man bei der Spam vom 7. Januar „Hohe Gefahr. Konto wurde angegriffen.“ lesen, es gilt sinngemäß auch hier.

Ich grüße Sie!

Ich habe schlechte Nachrichten für dich.
28.06.2018 – an diesem Tag habe ich Ihr Betriebssystem gehackt und vollen Zugriff auf Ihr Konto erhalten gammelfleisch@tamagothi.de.

Wie war es:
In der Software des Routers, mit der Sie an diesem Tag verbunden waren, gab es eine Sicherheitsanfälligkeit.
Ich habe diesen Router zuerst gehackt und meinen bösartigen Code darauf abgelegt.
Bei der Eingabe im Internet [sic!] wurde mein Trojaner auf dem Betriebssystem Ihres Geräts installiert.

Ah ja. Der unbekannt bleibende Absender kennt nicht nur nicht meinen Namen, er weiß auch nicht, welchen Router ich benutze oder ob ich überhaupt einen benutze. Und das, obwohl er…

Danach habe ich alle Daten auf Ihrer Festplatte gespeichert [sic!] (ich habe Ihr gesamtes Adressbuch, den Verlauf der angezeigten Websites, alle Dateien, Telefonnummern und Adressen aller Ihrer Kontakte).

…angeblich in meinen Dateien rumgesuhlt hat wie ein freudig quiekendes Schwein in der Pfütze. In meiner mehrjährig archivierten E-Mail und in meiner angesammelten Korrespondenz hätte er tausendfach meinen Namen gefunden.

Kurz: Es ist ein Lügner.

Ich wollte dein Gerät sperren. Und benötigen Sie eine kleine Menge Geld für das Entsperren.
Aber ich habe mir die Websites angesehen, die Sie regelmäßig besuchen, und kam zu dem großen Schock Ihrer Lieblingsressourcen.
Ich spreche von Websites für Erwachsene.

Ich möchte sagen – du bist ein großer Perverser. Sie haben ungezügelte Fantasie!

Aber sowas von! 😀

Ich besuche übrigens gar keine Pornoseiten. Wirklich nicht. Und schon gar nicht regelmäßig. Und vor allem habe ich diesen Erpressungsversuch empfangen…

Danach kam mir eine Idee in den Sinn.
Ich habe einen Screenshot der intimen Website gemacht, auf der Sie Spaß haben (Sie wissen, worum es geht, oder?).
Danach nahm ich Ihre Freuden ab [sic!] (mit der Kamera Ihres Geräts). Es stellte sich wunderbar heraus, zögern Sie nicht [Häh?].

…obwohl ich überhaupt keine Kamera an meinem Computer habe. Übrigens aus Gründen. So mancher, der diese Mail bekommen hat, wird spätestens jetzt meine Gründe verstehen. So eine unnötig eingestöpselte Kamera hat nämlich kriminell nutzbares Potenzial, und zwar ganz ohne dass dafür der Rechner gecrackt werden müsste. Dieser Steckdosenbefruchter von Spammer zum Beispiel baut sein kriminelles Erwerbsmodell darauf auf, dass Menschen immer eingestöpselte Kameras haben, und es scheint durchaus erfolgreich zu sein, wie ich an den Zahlungseingängen auf seinen vor einigen Tagen verwendeten Bitcoin-Adressen bemerkt habe. (Alle Bitcoin-Transaktionen jeder Wallet sind nachvollziehbar.)

Wieso der von Kameras redet, die nicht existieren? Das ist einfach: Der Spammer ist ein Lügner. Ein mieser Lügner, der nichts in der Hand hat, ein kleinen Bluff versucht und aus Menschen ein paar hundert Euro rauspressen will. Ein richtiges Arschloch…

Ich bin fest davon überzeugt, dass Sie diese Bilder Ihren Verwandten, Freunden oder Kollegen nicht zeigen möchten.
Ich denke, 307€ sind ein sehr kleiner Betrag für mein Schweigen.
Außerdem habe ich viel Zeit mit dir verbracht!

…das auf der sexuellen Verklemmtheit der allermeisten Menschen in Deutschland Klavier zu spielen versucht. Er spielt nicht gut, und er spielt nicht überzeugend, doch es reicht für eine in Euro umgerechnet mittlere fünfstellige Einnahme nach einer Fuhre automatisch versendeter Spam. Sein Arbeitsaufwand dabei? Höchstens zwei Stunden. Leichte, weder körperlich noch intellektuell besonders fordernde Arbeit. Ein guter Stundenlohn.

Und wenn er noch ein paar Bitcoin-Wallets mehr verwendet, wovon ich übrigens ausgehe, hat er in den letzten Tagen wohl mehrere hunderttausend Euro eingenommen. 🙁

Für zwei Stunden Arbeitsaufwand.

Warum? Nur weil die meisten Menschen in Deutschland bei Computertechnik ungefähr den Bildungsstand eines Analphabeten bei Literatur haben. Wobei das unfair gesagt ist, denn ein Analphabet könnte sich ja noch Hörbücher holen (und wird das wohl auch öfter tun), wenn er Interesse hat. Das fehlende Interesse an einer Technik, die einen immer größer werdenden Teil des Lebens bestimmt, ist das Problem. Warum das ein Problem ist? Weil es zu Unwissen führt. Und dieses Unwissen kann mit sehr einfachen Mitteln in Angst verwandelt werden. In gefügig machende Angst.

Und natürlich, weil Menschen sexuell verklemmt sind.

Eine böse und vermutlich ziemlich wirksame Kombination, wenn man so eine miese Nummer wie dieser niederträchtige Idiot durchziehen will.

Ich akzeptiere nur Bitcoins.
Meine BTC-Geldbörse: 18Pt4B7Rz7Wf491FGQHPsfDexxxxxxxxo6

Tut mir leid, Spammer. Wenn du Reichsmark akzeptiert hättest, hätte ich vielleicht welche ausgedruckt.

Sie wissen nicht, wie Sie die Bitcoins senden sollen?
Schreiben Sie in einer Suchmaschine „wie Sie Geld an die BTC-Geldbörse senden“.
Es ist einfacher als Geld an eine Kreditkarte zu senden!

Zum Glück werden die meisten naiven Menschen, die diese Erpressung glaubwürdig finden, daran scheitern, sich Bitcoin zu beschaffen. Dass diese Menschen dann tagelang von ihrer Angst vor Lächerlichkeit, Spott oder gar ernsthaften sozialen Konsequenzen gepeinigt werden, ist dem Arschloch von Spammer und Erpresser egal. Dem ist alles egal. Der Typ ist ein asozialer Halunke, der so schnell wie möglich an einen möglichst robusten Ort verbracht werden sollte, wo er nichts Übles mehr anrichten kann.

Für die Bezahlung gebe ich Ihnen etwas mehr als zwei Tage (genau 50 Stunden).
Keine Sorge, der Timer startet in dem Moment, in dem Sie diesen Brief öffnen. Ja, ja .. es hat schon angefangen!

Das ist übrigens auch unwahr, denn der Spammer hat keine Rückmeldung von mir, dass ich seine Spam gelesen habe.

Die von mir verwendete Mailsoftware lädt – anders als viele Webmailer – niemals externe Ressourcen aus dem Web nach, wenn ich sie nicht mit einem Klick anfordere.

Das hat einen Grund. Wir werden alle schon genug von Unternehmen und vom Staat überwacht. Da will ich mich nicht auch noch von halbseidenen Kaufleuten und asozialen Kriminellen überwachen lassen, wenn ich meine E-Mail lese.

Nach Zahlungseingang zerstören sich meine Viren und schmutzigen Fotos automatisch.

Komm Spammer, zerstör lieber mal dich selbst automatisch! 👿

Aber wahrscheinlich ist dieser Fruchtzwerg so dumm, dass er noch danebenschießen würde, wenn er sich eine doppelläufige Schrotflinte in den Mund steckte.

Wenn ich die angegebene Menge nicht von Ihnen erhalte, wird Ihr Gerät gesperrt, und alle Ihre Kontakte erhalten ein Foto mit Ihren „Freuden“.

Hey, Spammer, du Vollhonk! Wenn du mein Gerät sperren könntest, dann könntest du mir auch auf viel überzeugendere Weise zeigen, dass deine Behauptungen stimmen. Du brauchtest mir dazu nur ein kleines Fenster auf meinem Desktop aufzumachen. Das ist wirklich nicht schwer, das kann jedes aufgeweckte Kind:

Dialogfenster -- Du bist ein Wichser! -- Ich habe dich beim Wichsen gefilmt! Gib mir Geld! -- [OK]

Dann brauchst du mir auch keine Mail mehr zu schreiben, in der du meine eigene Mailadresse als Absender einträgst, um mich zu erschrecken.

Natürlich baust du dabei darauf, dass den meisten Menschen nicht bewusst ist, dass man als Absender einer E-Mail jede beliebige Mailadresse eintragen kann – ganz genau so, wie man auch auf einen Briefumschlag jede beliebige Absenderadresse schreiben kann, ohne dass das irgendein Problem beim Transport des Briefes macht.

Warum du das mit dem Dialogfenster nicht machst? Ist dir die Minute Zeit, die ich für die „Programmierung“ dieses Dialogfensters gebraucht habe, zu viel Aufwand? Ach ja, weil du ein mieser Lügner bist. Und weil nichts von deinen Behauptungen stimmt.

Ich möchte, dass du umsichtig bist.
– Versuchen Sie nicht, mein Virus zu finden und zu zerstören! (Alle Ihre Daten sind bereits auf einen Remote-Server hochgeladen.)
– Versuchen Sie nicht, mich zu kontaktieren (Dies ist nicht möglich, ich habe Ihnen diese E-Mail von Ihrem Konto aus gesendet).
– Verschiedene Sicherheitsdienste helfen Ihnen nicht weiter; Auch das Formatieren einer Festplatte oder das Zerstören eines Geräts ist nicht hilfreich, da sich Ihre Daten bereits auf einem Remote-Server befinden.

So so, der Spammer hat also irgendwo das Wort »Remote Server« aufgeschnappt. Klingt technisch und wichtig, und natürlich lebt der Blender nur davon, anderen Leute mit Wörtern zu beeindrucken, die technisch und wichtig klingen… 😀

P.S. Ich garantiere Ihnen, dass ich Sie nach der Bezahlung nicht mehr stören werde, da Sie nicht mein einziges Opfer sind.
Dies ist ein Hacker-Ehrenkodex.

Ich glaube ja, dass der nicht einmal Holz richtig hacken könnte. 😀

Ich empfehle Ihnen von nun an, gute Antiviren-Programme zu verwenden und regelmäßig (mehrmals täglich) zu aktualisieren!

Ich würde den meisten Menschen eher empfehlen, einfach ein anderes Betriebssystem als ausgerechnet Microsoft Windows zu verwenden. Das Antivirus-Schlangenöl braucht man dann übrigens auch nicht mehr.

Und nein, Android und Smartphones oder Tablets sind keine Alternative, sondern wesentlich schlimmer als Windows. Aber das ist ein anderes Thema.

Sei nicht böse auf mich, jeder hat seine eigene Arbeit.
Abschied.

Wer mir jetzt immer noch nicht glaubt, dass dieser Erpresser nichts in der Hand hat (und schon gar nicht Videos, bei denen man etwas in der Hand hat), lese bitte nochmal in aller Ruhe durch, was ich vor ein paar Tagen zu seiner letzten Spam schrieb. Die kriminelle Nummer ist übrigens nicht neu, unter dem Schlagwort „Erpressung“ habe ich hier auf Unser täglich Spam noch viele weitere Beispiele. Nicht einmal kam es dabei zur angedrohten Zusendung irgendwelcher Wichsvideos bei irgendeinem Menschen, der mich kennt.

Und wer mir jetzt immer noch nicht glaubt (obwohl ich im Gegensatz zu diesem anonym und mit gefälschtem Absender spammenden Spammer ein zutreffendes Impressum habe), gehe bitte einfach zur Polizei und frage mal dort!

Aber eines sollte man auf gar keinem Fall tun: Diesem Halunken, der in seiner Spam nur lügt, einschüchtert, der nichts hat und trotzdem einen Erpressungsversuch macht, auch noch Geld für seine miese Nummer geben.

Denn mit dem Geld kann man etwas Schöneres anfangen. 😉

I just waant too givve you soome proppose, annd thhats all..

Samstag, 22. Dezember 2018

Oh, das ist schon alles? Und du glaubst, mit solchen Buchstabendopplern kommst du besser durch die Spamfilter. Ich will es mal so sagen: Was meinst du wohl, in welcher Glibbertonne ich deinen warmen „Liebesbrief“ gefunden habe? 🙂

Von: aurelien.masson@esc-pau.net

Kenne ich nicht. (Der Absender ist eh gefälscht.)

Hello my dear!!

Aber dieser, diese oder dieses Liebling scheint dafür mich zu kennen. Wenn man vielleicht einmal davon absieht, dass er, sie oder es mich nicht beim Namen anreden kann. Aber immerhin…

My name is Kim Henderson, […]

…hat er, sie oder es sich für sich selbst einen Namen ausgedacht. Und damit nicht genug, denn…

Christmas is soon and I am very mirthless, because I dont have any soul who can rejoice with my soul(

…er, sie oder es hat nicht nur einen Namen, sondern sogar einen Kalender. Und offenbar auch ein umfangreiches Wörterbuch, denn „mirth“ oder das hier verwendete „mirthless“ sind mir bislang noch nicht übern Weg gelaufen. Das ist sehr selten, wenn ich meine Spam lese, denn Spam ist meist… ähm… mindereloquent, damit sie auch ja nicht zu viel bei ihren Empfängern voraussetze. Gleich mal nachschlagen:

$ dict -d wn mirth
1 definition found

From WordNet (r) 3.0 (2006) [wn]:

  mirth
      n 1: great merriment [syn: {hilarity}, {mirth}, {mirthfulness},
           {glee}, {gleefulness}]
$ _

Aha. Er, sie oder es ist also eher „unfröhlich“, weil er, sie oder es keine Seele hat, die mit ihm oder ihr erfreut sein könnte. Tja, Spammchen, wenn man asozial rumspammt, dann macht das einsam! :mrgreen:

I am a lonely lady , and i want to search real person who celebrate this vacation teamwise in love. I see that Christmas brings people together and can brings peolple love!!!!

Aber mit vier Ausrufezeichen! Weil Weihnachten ist und weil ich so eine schöne Mailadresse habe, will eine untervögelte Spampflaume mit mir ein Weihnachtsfest der Liebe begehen. Warum? Weil sie die ganze Reklame gesehen hat, in der die Menschen zu Weihnachten nur glücklich sind und sich mit blendendem Entzücken in den Augen ganz dolle liebhaben.

Und, teilt sie mir jetzt ihre Anschrift oder wenigstens ihre Telefonnummer mit, damit ich wenigstens mal fünf Tage im Jahr nicht sexuell unterfordert bin? Aber nein doch:

I can allow you my video because you need understand that i am live. We can chat Here

Ich kann mit dem Spammchen auf einer Dating-Betrugssite chatten. Der Link führt auf ein bei Google Drive in der „Cloud“ abgelegtes PDF¹, das so aussieht:

Eine Frau in sehr luftiger Mischung aus Nuttenkleidung und Weihnachtsmannkostüm

Aber Mädchen, zieh dir mal was an! Es ist kalt draußen! 😀

Wer auf den klickigen Klickelink „Click to chat“ klickt, landet bei der momentan flutartig spambeworbenen Dating-Abzocke, wo man für Chats mit irgendwelchen Bots oder fünfzig Männer gleichzeitig behandelnden Animateuren mehrere Euro pro abgesetzter Chatzeile bezahlt. Und zwar im Voraus. Warum die Macher dieses verzichtenswerten Webdienstes zu der Auffassung gekommen sind, dass ihr Angebot ohne illegale und asoziale Spam auf allen Kanälen gar nicht weggehen kann, kann ich Dummerchen natürlich nicht einmal erahnen, aber ich getraue mich auch nicht, dieser Auffassung zu widersprechen.

Ich wills mal so sagen: Im Bordell gibt es für das Geld wenigstens etwas mehr als die Zahlung eines Eintrittsgeldes für das eigene Kopfkino.

Spams derartiger Machart (und mit massenhaft skriptgenerierten „Verschreibern“) sind im Moment eine Flut. Hier nur ein zweites, kürzeres Beispiel aus meinem heutigen Posteingang:

Betreff: I seee thatt yoou waitte thhe neww year, annd i giive youu soome presents.

I dont havve a reeal man , whho caan celebrate withh me thhis Neww Yeear, maybe yoou want? Photos

Und diese Spam hier kam auf einer Mailadresse an, die ein Mensch gar nicht so leicht finden kann, der Harvester eines Spammers hingegen sehr wohl:

Betreff: I jusst wantt too giive you soome prropose, andd thaats all..

Thiis Christmas i givve youu the mosst touchingg giift. This presennt forr youu my deear. My gift

Schön, dass ich Spam und Betrugsversuche geschenkt kriege! Ich dachte schon, dieses Jahr gäbe es wieder gar nichts zu Weihnachten…

Ich schreibe „Cloud“ in Anführungszeichen, weil es keine „Cloud“ gibt. Es gibt nur die Computer anderer Leute. Werbesprache wird – genau so wie Spam – dafür gemacht, Menschen dumm zu machen, damit sie dumme und nachteilhafte Entscheidungen treffen. Das gilt auch für moderne Kunstwörter wie „Cloud“.