Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „SEO“

Aktien & Wertpapiere E-Book

Dienstag, 28. April 2015

Hallo Herr Eckert,

Bin ich nicht, und der gute Frank kommuniziert auch nicht über die Honigtopfadresse, die du Spammer dir mit deinem Harvester aus meiner Homepage rausgewühlt hast.

bei der Recherche zum E-Book „Aktien & Wertpapiere“ bin ich auf Ihre Webseite aufmerksam geworden. Eventuell ist das E-Book ja auch für Ihre Leser interessant:
http://www.meinegeldanlage.com/thema/aktien

So so, ich bin jetzt also was mit börsennotierten Schwindelzetteln. Hast du ja recherchiert. Mutmaßlich, indem du mit einem Skript irgendwelche Wortlisten auf eine Suchmaschine losgelassen hast und auf die so hervorgespülten Domains – natürlich ohne die Spur irgendeiner geistigen Tätigkeit in deinem Schädelinneren – deinen Harvester losgelassen hast, um dann jeden mit deinem Müll vollzuspammen, dessen Mailadresse nicht bei Drei auf den Bäumen war. Glaub mir, das strahlt ganz viel Seriosität und Expertentum aus, wenn man so ein bisschen asozial und illegal vorgeht. Genau das Richtige, um sich von einem wie dir dann erzählen zu lassen, was man mit seinem Geld macht. Oder um deine sicherlich großartigen Texte auf richtige, fühlende Menschen unter den Lesern loszulassen, was du ja auch noch gern hättest. :mrgreen:

Eines immerhin muss ich dir lassen: Du verfügst bereits aus deiner Dummheit heraus über eine gewisse Einsicht, denn deine Idee…

Wäre es möglich, dass Sie meine Webseite bzw. das E-Book verlinken, z. B. von http://www.tamagothi.de/wp-content/uploads/2012/08/blacklist-0.3.txt?

…dein ohne Spam und Suchmaschinenmanipulation offenbar nicht ganz so gut verkäufliches „E-Book“ gleich auf eine Blacklist zu setzen, finde ich unmittelbar feiernswürdig! :mrgreen:

Gerne schicke ich Ihnen einen eigens für Ihre Webseite geschriebenen Artikel zum Thema zu, den Sie auf Ihrer Seite veröffentlichen können.

Auf nichts könnte ich oder auch nur einer meiner Leser jemals so heiß sein wie darauf, dass ich für irgendwelche Tippgeber an der hart umkämpften Front des Reichwerdens aus meiner Spam zur Litfaßsäule werde… außer vielleicht noch auf…

Als Dankeschön für eine Veröffentlichung biete ich Ihnen an, Ihre Webseite von einem meiner Blogs zu verlinken, wenn Sie das möchten.

…einen total tollen Link, der mir von einer total tollen SEO-Linkschleuder irgendwo in einer etwas unterbeleuchteten Ecke des Webs gesetzt wird. Der ist ja fast so wertvoll wie ein kleines Steak! Und vor allem so ein tolles Dankeschön!

Herzliche Grüße,
Florian Gerber

Werd einfach an der Börse reich, dann brauchst du auch nicht mehr zu spammen! Und bis dahin kannst du mich mal da beschnuppern, wo wohlig warme Winde das zu dir passende Odeur in die Welt tragen.

RANK YOUR WEBSITE ON PAGE 1 OF GOOGLE WITH OUR SUPERB SEO AND LINK BUILDING PACKAGES

Samstag, 4. Oktober 2014

Moment, wer schreibt das?

Von: John Gill <theseoexperts14 (at) gmail (punkt) com>

Ach so, ein „SEO-Experte“ mit der Nummer 14, der lieber keine eigene Domain benutzt, sondern eine anonym einrichtbare, kostenlose Mailadresse bei Google Mail¹.

Schon mit seinem Betreff sagt er: „Meine Buchstabengroßmachtaste klemmt“. Und mit dem eigentlichen Inhalt setzt er fort: „Desweiteren bin ich Expörte für Internet und Websites-Großmachen in Google, weiß aber nicht, wie man in einer HTML-formatierten Mail anständige Textauszeichnungen macht“…

Hello,

Ive recently visited your website and feel i could help you gain a significant amount of visitors for FREE.

…und schreibe deshalb immer wieder alles in GROẞBUCHSTABEN, statt es beispielsweise einfach fett zu setzen. Dass das scheiße aussieht, ist mir egal. Ich behaupte ja auch, ich hätte deine Website besucht, aber ich weiß weder, was das für eine Website ist noch habe ich für meine Drecksspams nachgeschaut, was für ein Name da im Impressum steht. Wenn ich mir Mühe geben würde, könnte ich schließlich gleich mit arbeiten anfangen und brauchte nicht mehr kriminell zu spammen.


We offer SUPERB SEO and Link Building services to rank your website on page 1 of Google and drive huge traffic for FREE!

Natürlich kann ich jede schnell aufgeschäumte Dreckssite auf die erste Seite von Google bringen. Immer. Einfach dadurch, dass ich sie spamartig von diversen anderen Dreckssites aus dem Internet heraus verlinke, obwohl das nur eines der vielen Merkmale ist, die Google für seine Algorithmen heranzieht. Für welche Suchbegriffe ich deine Website auf den ersten Platz bringen will, sage ich dir aber lieber nicht, obwohl das die für dich relevanteste Information wäre… :mrgreen:

Stattdessen behaupte ich einfach…

Our links are ALL MANUALLY created and RELEVANT to your industry. Our team is from the UK and USA and we ensure fantastic quality everytime.

…dass mein Tun – echt und voll jetzt ernst total Handarbeit – wichtig für dein Gewerbe sei, ohne dein Gewerbe zu kennen. Ich spamme übrigens aus Großbritannien und den USA und in echter Handarbeit. Mein Team… ähm… meine E-Mail stammt von einer dynamisch vergebenen IP-Adresse aus Kanada, also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einem mit Schadsoftware übernommenen Privatrechner.

We have 1000s of satisfied clients ranking on page 1 of Google in tons of different Countries.

Wir haben tausende von zufriedenen Kunden. Gib einfach einen beliebigen Suchbegriff bei Google ein, und du stellst fest, dass da immer jemand an erster Stelle steht. Das waren alles wir, denn wir, die wir ansonsten nicht einmal eine HTML-Mail ansprechend hinbekommen, wir bieten das doch an. Einen halbwegs namhaften Referenzkunden direkt nennen tun wir dir aber lieber nicht, sonst fragst du da noch nach, und das wäre nicht so gut für uns.

GIVE US A TRY NOW. YOU WONT BE DISAPPOINTED!

Also komm schon! Sei so doof!

Visit our SEO packages here

Natürlich hängt an den Links eine eindeutige ID dran, damit man beim Klick „zurückfunkt“, bei welchen Mailadressen dieser Müll beklickt wird. Nun gut, bei mir wars eh das Honigtöpfchen². Hier der Screenshot für alle Neugierigen, die sich einmal das Angebot „Gib uns Geld dafür, dass wir in deinem Namen und mit Link auf deine Seiten jeden bespammbaren Teil des Internets mit SEO-Links zuspammen, ist ja dein Ruf, den wir damit in die Scheiße treten“ anschauen wollen – ein Klick aufs Vorschaubild führt zu Flickr, wo man den Screenshot in Originalgröße sehen kann:

Screenshot der betrügerischen SEO-Anbieter

Wer oben glaubte, dieses „FOR FREE“ aus der Spam meine, dass das Angebot nichts koste, wird sich vielleicht darüber wundern, dass schon das Basispaket mit fünf Spamartikeln und drei Spamblogposts nebst Verlinkung durch Pingback-Spam und Spamkommentare für lächerliche 199 Dollar zu haben ist. Und die automatisch erzeugte Pingback- und Kommentarspam wird zum allergrößten Teil erfreulich automatisch wieder von Spamfiltern aussortiert – hier einmal ein Einblick in die heutige Tagesernte des ganz normalen Irrsinns auf Unser täglich Spam

Und das kommt sogar noch besser: Wenn die Pingback- und Kommentarspam nicht von jemanden wie mir – mit Datenschutzbedenken selbst noch bei offenen Blogkommentaren – bearbeitet wird, sondern mit Akismet, einem zentralen Spamfilter speziell für Foren und Blogkommentare, dann „lernt“ dieser zentrale Spamfilter sehr schnell, dass die Domain der so durch Spam nach oben beförderten Website ein Merkmal für Spam ist. Dazu kann doch niemand „nein“ sagen! Für nur zweihundert Dollar kann man die Reputation eines Spammers erwerben, das ist doch großartig! Und man muss nicht einmal selbst dafür spammen…

Was passiert, wenn Google den Manipulationsversuch erkennt und die spammigen Links „abstraft“, bitte kurz selbst im Web raussuchen. Meine kleine Anmerkung dazu: Wenn man vor der Aufgabe steht, eine Leiche so zu verstecken, dass sie niemals mehr gefunden wird, wäre die zweite Seite eines Google-Suchergebnisses schon ein sehr guter Platz dafür. Und nach der Abstrafung durch Google gehts wesentlich weiter nach unten als nur auf die zweite Seite. Google hat ja auch ein großes Eigeninteresse daran, dass die Suche für Menschen, die etwas finden wollen, nützlich bleibt. Und das ist sie bei völlig SEO-spamverseuchten Ergebnissen eben nicht.

Aber das macht ja nichts, denn…

Please visit our website to see our full range of services


…dieser freundliche Hohlkopf von Spammer bietet ja auf seiner kondebilen Website eine „Lösung“ für das Problem an, das er selbst verursacht:

Reputation Management -- Start at $59 -- Order now

Regards, 
John Gill

Winkewinke…

Unsubscribe me from this list

…ich verachte dich auch!

¹Gleich mal schauen, ob man inzwischen wieder an abuse (at) gmail (punkt) com mailen kann, um den Missbrauch zu melden – wie das bei jedem anderen seriösen Mailserverbetreiber dieser Welt möglich ist. Da hat Google doch gerade erst einen Prozess gegen die Verbraucherzentralen verloren.

²Grundsätzlich ist von jedem Klick in eine Spam strikt abzuraten, außer man hat ein besonders gesichertes System. Spam kommt immer von Kriminellen, die technisch auf dem neuesten Stand sind. Die besondere Sicherung des Computers besteht nicht aus einem so genannten „Antivirusprogramm“ und einer so genannten „Firewall“ und vergleichbaren Hokuspokus-Programmen zur Herstellung einer mehr „gefühlten“ Sicherheit. Wer nicht weiß, wie man ein besonders gesichertes System aufsetzt, sollte gar nicht erst darüber nachdenken, in eine Spam zu klicken! Niemals! Der Ärger, den man sich einfangen kann, ist das bisschen befriedigte Neugier nicht wert.

@DESEOMA

Donnerstag, 2. August 2012

Screenshot der Twitter-Timeline des Followspammers

Hallo, Sven Schindler,

ich finde das ja ganz toll, dass sie beim Zwitscherchen wahllos irgendwelchen Leuten folgen, obwohl ihre sehr eingeschränkten Interessen kaum vermuten ließen, dass sie ihr Gezwitscher auch lesen wollen! Ich meine: Sie können immerhin ein Skript benutzen. Das kann nicht jeder. Und dann folgen sie damit recht wahllos irgendwelchen Leuten, und sammeln diejenigen ein, die wieder zurückfolgen und sich damit ihre sehr einseitigen Mitteilungen in die Timeline holen. Ihre Vorfahren waren eben Jäger und Sammler – und wenns mit der Jagd nicht so klappte, wurde auch das Aas nicht verschmäht. Wer nicht zurückfolgt, wird natürlich recht flott wieder entfolgt, damit andere mit ihrem Spamfollow belästigt werden können – denn Twitter hat das Verhältnis zwischen Gefolgt-Werden und Folgen beschränkt. Warum? Nun, vor allem, weil es Canaillen wie sie gibt, Herr Schindler, die sonst gar keine Grenze kennten.

Ich finde es auch ganz toll, dass sie in „Online Marketing“ (mit Deppen Leer Zeichen, als würden sie eine extraschäbige SEO-Optimierung auch auf Twitter machen), „Traffic“ (hoffentlich ohne Verkehrsunfälle) und Google-Spam „SEO“ machen, denn sie haben für diese Tätlichkeiten ganz exakt das richtige Maß an Seriosität in ihrem Auftreten auf Twitter. Nur bei ihrem Nachnamen, Herr Schindler, da sehe ich ständig ein „w“ drinnen, das da aus mir unverständlichen Gründen gar nicht steht.

Ihr ihre Ausflüsse in den stinkenden Spamgulli gießender
Nachtwächter

seo marketing

Freitag, 6. Januar 2012

Ach, wie sich doch immer solche Kommentare im Dreckfilter verfangen!

Name: seo marketing
Homepage: http (doppelpunkt) (doppelslash) jaysonspears12513 (punkt) webs (punkt) com (slash) apps (slash) blog (slash) show (slash) 7053280 (strich) get (strich) the (strich) best (strich) seo (strich) company

suchmaschinenoptimierung brandenburg…

should just click internet site…

Und diese tollen Klitschen, die schon in ihrer überlangen URL sagen, dass sie „the best SEO company“ sind und dabei gleichzeitig dokumentieren, was sie unter SEO verstehen: Massenhaft mechanische Kommentarspam ins Internet pusten, die vom Spamfilter ebenso mechanisch wieder aussortiert und in den Müllordner verfrachtet wird, wo sie hingehört – zusammen mit nicht ganz hundert weiteren derartiger „Kommentare“, die übrigens auf insgesamt knapp vierzig Wegwerfseiten inhaltlich identischer Machart verweisen.

Ob das wohl eine gute Werbung für eure halbseidenden Dienste ist, ihr Idioten mit der ungefähren Kompetenz eines Hundeköttels?!

Ach ja, „Eva Bausch“…

Donnerstag, 15. September 2011

Eva Bausch hat wieder gemailtAch ja, „Eva Bausch“ – der Name ist vermutlich so echt wie eine Zusage von Spammern glaubwürdig ist – möchte sich gern eine „lobende Erwähnung“ für ihre besondere, schmeißfliegenhafte Aufdringlichkeit verdienen, denn sie hat heute noch einmal gemailt. Ein anderer Text als beim letzten Mal ist ihr diesmal allerdings nicht eingefallen. Immerhin hat sie jetzt aber eingesehen, dass ihr HTML-Layout scheiße aussieht, wenn jede Zeile ihres brötchendoofen Textes ein eigener Absatz ist und zwischen den Absätzen eine Leerzeile steht. Deshalb hat sie mit CSS den Abstand zwischen den Absätzen auf 0 gesetzt, statt einfach die Absätze in diese praktischen <p>-Tags zu packen. Toll, wie diese nach eigenen Angaben „Webmaster(in) von Nextgamers (punkt) net“ mit jeder ihrer Spams aufs Neue demonstriert, dass sie selbst in einfachsten Internetdingen frei von jeder Erfahrung und jedem Sachverstand ist, so dass man beim Genuss ihrer Werke gar nicht mehr aus dem Facepalmen herauskommt.

Ich nehme an, sie hat das getan, damit an möglichst vielen Stellen im Internet dokumentiert wird, dass die nicht empfehlenswerte Website in der Domain nextgamers (punkt) net nach Meinung ihrer Betreiber so schlecht und unbrauchbar ist, dass sie mit gießkannenartig verstreuten Links zur Suchmaschinenmanipulation in die Aufmerksamkeit eines größeren Nutzerkreises gebracht werden muss.

Ansonsten: Sie hat es sich wirklich verdient. Ihre besonderen Leistungen um die längst vergessene Kunst des merkbefreiten und aufdringlichen Spammens und ihr atemloses Ringen um den Erhalt der eigenen technischen Inkompetenz lassen mir keine andere Wahl. Sie ist mit einem eigenen Schlagwort geadelt worden.

Quelle des Bildes: Wikimedia. Das Bild ist gemeinfrei. Meine triviale Nachbearbeitung steht unter den Bedingungen der Piratenlizenz zur Verfügung. Wer ebenfalls diese heitere Post bekommt und deutlich machen möchte, was von diesem nextgamers (punkt) net zu halten ist, darf sich also gern bedienen…

wordpress-seoplugin.info

Freitag, 2. September 2011

Autor: Tennie Kuhnen
Homepage: wordpress (strich) seoplugin (punkt) info

Hello Web Admin, I noticed that your On-Page SEO is not that great, for one you do not use all three H tags in your post, also I notice that you are not using bold or italics properly in your SEO optimization. On-Page SEO means more now than ever since the new Google update: Panda. No longer are backlinks and simply pinging or sending out a RSS feed the key to getting Google PageRank or Alexa Rankings, You now NEED On-Page SEO. So what is good On-Page SEO?First your keyword must appear in the title.Then it must appear in the URL.You have to optimize your keyword and make sure that it has a nice keyword density of 3-5% in your article with relevant LSI (Latent Semantic Indexing). Then you should spread all H1,H2,H3 tags in your article.Your Keyword should appear in your first paragraph and in the last sentence of the page. You should have relevant usage of Bold and italics of your keyword.There should be one internal link to a page on your blog and you should have one image with an alt tag that has your keyword….wait there’s even more Now what if i told you there was a simple WordPress plugin that does all the On-Page SEO, and automatically for you? That’s right AUTOMATICALLY, just watch this 4minute video for more information at. WordPress Seo Plugin

Diese freundliche Spamkommentator macht große Versprechungen: Man braucht nichts zu tun und bekommt durch ein einziges installiertes WordPress-Plugin ganz große Liebe von Google. Die Anrede „Hello Web Admin“ (nicht einmal den Namen gefunden, trotz der angeblich so dicken SEO-Analyse) wirkt zwar nicht besonders überzeugend, weil sie in ganz willkürlich ausgewählten Artikeln ohne technischen Hintergrund verwendet wird, aber hey, dafür gibt es umso mehr Wörter.

Sicherlich, technisch ist einiges an den Darlegungen falsch, es gibt zum Beispiel sechs HTML-Tags für die Auszeichung einer Überschrift (und das kann in einigen Fällen sinnvoll sein). Auch ist es eher ein Aberglaube, dass das Fett- oder Kursivsetzen von Keywords einen großen Einfluss auf die Bewertung durch Suchmaschinen habe. (Die Position von Wörtern im Satz und im Absatz macht hingegen mehr aus, als mancher glaubt.) Auf die anderen, überwiegend hirnrissigen Darlegungen mag ich gar nicht weiter eingeben. Aber dieser ganze Wortschwall ist eben Spam, und diese Spam richtet sich nicht an Wissende und Fähige, sondern an Dumme und Unfähige, die allen Ernstes glauben, dass man mit der schlichten Installation eines Plugins Wunder in der Bewertung durch Suchmaschinen bewirken könnte, ohne dass weitere Maßnahmen erforderlich seien… zum Beispiel das bewusste Verfassen gut strukturierten Textes. Letzteres kommt übrigens auch normalen Lesern zugute.

Was von dem Angebot unter wordpress (strich) seoplugin (punkt) info zu halten ist, dürfte auf diesem Hintergrund klar sein: Es ist Bauernfängerei. Und womöglich ist es eine gefährliche Bauernfängerei, denn es wäre nicht das erste Mal, dass Kriminelle versuchen würden, Leute zur Installation von WordPress-Plugins mit integrierter Schadsoftware zu bringen – etwa, um ein laufendes Blog in eine reine Spamschleuder umzubauen.

Wenn ein WordPress-Plugin mit massiver Spam in Blogkommentaren beworben wird, sollte das jedenfalls alle Alarmglocken klingeln lassen.

Kommentarspamsau des Tages

Donnerstag, 19. Mai 2011

Sau!Die Spamfilter für Blogsysteme sind ja leidlich zuverlässig, aber sie lösen nicht jedes Problem. Eines dieser Probleme scheint zu sein, dass es eine Menge billiger (und leider auch williger) Arbeitskräfte im deutschen Sprachraum gibt, die dafür bezahlt werden, dass sie ein paar leidlich gerankte Blogs mit ihrer schnüffelnden Nase durchwühlen und dort handgeschriebene „Kommentare“ zu allerlei Themen verfassen – nicht etwa, um irgendeinen eigenen Standpunkt zum Besten zu geben, sondern um eine meist nicht sonderlich empfehlenswerte Website mit einem Keyword zu verlinken und über diesen Umweg die Indizes der Suchmaschinen vollzuspammen. Das Ziel dieser spammigen SEO-Bemühungen aus der Mülltonne ist es, dass die Menschen, wenn sie Google und Konsorten benutzen, nicht mehr diejenigen Inhalte finden, die sie suchen, sondern jene Inhalte, von denen widerwärtige, asoziale und oft kriminelle Spammer wollen, dass sie gefunden werden.

Am Rande bemerkt: Ist es nicht erstaunlich, welche Gestalten vom Umbau der Bundesrepublik in ein Billiglohnland und vom staatlich subventionierten Elendsarbeitsmarkt profitieren?

Die automatische Abwehr handgeschriebener Spam ist kaum möglich, und so hat man immer wieder ein bisschen Nacharbeit mit diesem ganzen Müll – denn unverändert stehenlassen möchte man etwas wie den folgenden „Kommentar“ zu einem alten Posting im Blahblog, der über einer IP-Adresse aus dem IP-Bereich der Unity Media Group abgesetzt wurde, kaum:

Da ich in letzter Zeit leider 8 Kilogramm zugenohmen habe, würde ich jetzt gerne wieder abnehmen. Dabei will ich gesund essen und außerdem noch Fitnesssport machen. Kann mir jemand von euch Rezepte zum Kochen von kalorienarmen und gesunden Essen geben?

Das Wort „Kochen“ war hier mit der von Kommentarspammern empfohlenen, auf hinterfotzige Weise in Suchmaschinen nach oben gebrachten und daher nicht weiter empfehlenswerten Website www (punkt) shop (punkt) cookmax (punkt) de der Pentagast eG verlinkt. Was dort angeboten wird, habe ich mir nicht angeschaut. Die Tatsache, dass es offenkundig nach Meinung seiner Anbieter ohne Spam in Blogkommentaren nicht vermarktbar ist, reicht völlig aus, um es zu meiden.

Ich werde hier auch in Zukunft immer wieder einmal auf die besonders idiotischen SEO-Versuche über Kommentarspam eingehen und willkürlich herausgegriffene, auf diese Weise „nach oben“ gebrachte Websites benennen, während ich die völlig entbehrlichen Kommentare lösche oder ihre Links auf andere Sites setze. Bei keiner anderen Form der Spam ist der Verursacher so offensichtlich wie bei dieser Form, denn die entsprechende Website ist direkt benannt. Wenn sie eine kommerzielle Website betreiben und eine solche Erwähnung in „Unser täglich Spam“ nicht wünschen, kann ich ihnen nur empfehlen, auf das recht asoziale Werbemittel der Spam zu verzichten.

Repetitives Spamzwitschern

Dienstag, 17. Mai 2011

Es ist doch erstaunlich, dass einige Twitterer mit einem besonders monotonen Mitteilungsbedürfnis so viele Follower haben, obwohl man zum Beispiel an diesen „Echten SEO-Tipps“ (gibt es derer eigentlich auch falsche) beim bloßen Hinschauen sieht, dass es sich um reine Spam handelt:

Screenshot der Timeline echte_seo_tipps bei Twitter

Aber hey, dieser total tolle SEO aus der unteren Schublade hat ja auch eine total tolle Methode „gefunden“, etwas Aufmerksamkeit für seine Web-Zwo-Nullmitteilungen zu erreichen: Er folgt einfach skriptgesteuert und massenhaft anderen Leuten, und etliche von ihnen sind so gestrickt, dass sie jedem Follower zurückfolgen, ganz egal, was der für eine gequirlte Scheiße verzapft und wie wenig diese gequirlte Scheiße zum eigenen Gezwitscher und zu den eigenen Interessen passt. Weil… ja, weil man das halt so macht. Weil… ähm… weil man kommunikativ ist. Deshalb klickt man auch auf jeden Link in eine Spammail, man könnte ja sonst etwas verpassen; man geht auf jeden Anrufer am Telefon ein, auch wenn dieser sich als ein mit euphorischer Stimme vollgequasseltes Tonband erweist, das einem einen großen „Gewinn“ verkündet; man lässt jeden Klinkenputzer in die Bude und lässt sich von ihm bis zur Unterschriftsreife bequatschen; man… ja, man macht alles, von dem sich unseriöse, asoziale und verbrecherische Zeitgenossen nur wünschen können, das es getan wird. Dazu gehört eben auch, dass auf Twitter einfach und gedankenlos jedem gefolgt wird, der einem folgt – wozu dieser Menüpunkt „Blockieren und als Spam melden“ gut ist, gehört dabei zu den Fragen, die man sich nicht stellt. Wozu auch? Spam muss man halt hinnehmen, und wer sich lieber auf die Kommunikation zwischen Menschen konzentrieren will, der ist eben im falschen Internet.

Schon jetzt ist Twitter so weit von Spam beschädigt, dass die meisten Menschen, mit denen ich es zu tun habe, ihre Timeline auf „privat“ gesetzt haben – einfach nur, um von diesen völlig desinteressierten mechanischen Followern mit ihrem repetitiven Spamgezwitscher völlig verschont zu bleiben. Für viele andere ist die Flut der Spamfollows so groß geworden, dass sie jeden Kampf gegen diese Form der Spam aufgegeben haben und fest daran zu glauben scheinen, dass sich das Problem von allein erledigt, wenn man es nur ignoriert. Sehr zur Freude von geistlosen Idioten wie diesem „Backlinker_DE“…

Screenshot der Spam-Timeline von Backlinker_DE auf Twitter

…der übrigens auch (mit der gleichen Technik des automatischen Folgens willkürlich ausgewählter Twitter-Nutzer) eine beeindruckende Anzahl von Followern gefunden hat, von der ich – als mich einfach menschlich Mitteilender – nur träumen kann.

Und diese beiden Deppen haben sich – im Gegensatz zu vielen anderen Twitter-Spammern, die intelligenter vorgehen, ohne dabei intelligenter zu sein – nicht einmal Mühe dabei gegeben, ihr Getwittere ein wenig abwechslungsreich zu gestalten, damit einem nicht sofort beim Blick auf die Timeline auffällt, dass es überwiegend nur stinkende, asoziale Spam zum Anpreisen unseriöser und in vielen Fällen gar krimineller Angebote ist.

Die Macher von Twitter müssen sich auf jeden Fall etwas einfallen lassen, um mit dem immer unerträglicher werdenden Spamproblem auf ihrer Plattform umzugehen. In gewisser Weise ist Twitter ein idealer Web-Zwo-Nulldienst für Spammer. Die Beschränkung der Nachrichtenlänge auf 140 Zeichen führt zur allgemeinen Verwendung irgendwelcher URL-Kürzungsdienste, die vortrefflich dazu geeignet sind, das Ziel der Links zu verbergen und die Spam leichter unter die Leute zu bringen. Wenn das Spamproblem dort noch zunimmt – und davon ist leider auszugehen – könnte der Hype um Twitter schneller zu Ende sein, als es viele Menschen jetzt noch für möglich halten. Denn irgendwann, wenn Twitter unter der Last der Spam für die Kommunikation unbrauchbar geworden ist und viele Menschen auch merken, dass Twitter ein technisch wesentlich schlechterer Nachrichtenaggregator als die dafür bereits vorhandenen Lösungen ist, wird auch bei vielen die Einsicht reifen, dass die künstliche Beschränkung der Textlänge kein Mehrwert ist. Ganz im Gegenteil.

Und was von irgendwelchen SEO-Anbietern des halbseidenen Internetprekariats zu halten ist, die ausgerechnet asoziale Spam für eine adäquate Form halten, ihre Angebote zu bewerben, brauche ich hoffentlich auch nicht weiter auszuführen.

Wer aber einen „echten SEO-Tipp“ braucht, kann den auch gern von mir bekommen: Hör damit auf, deinen Content für Suchmaschinen zu erstellen und veröffentliche Inhalte für Menschen; Inhalte, die Menschen gern genießen, weiterempfehlen und verlinken. Sicher, das kostet Mühe, aber es ist eine Mühe, die etwas bringt. Die Angebote betrügerischer SEO-Quacks mit ihrem gesamten Hokuspokus kosten nur Geld und bringen nichts. Zur technischen Ergänzung dieser Mühe ist es empfehlenswert, in der Webpräsenz technisch korrektes und semantisch sinnvolles HTML-Markup zu verwenden und alle wesentlichen Informationen in Textform zur Verfügung zu stellen, damit sie auch von den Bots der Suchmaschinen verarbeitet werden können – alles, was als Inhalt über den Text hinaus geht, mag zwar Aufmerksamkeit beim Besucher erheischen, bleibt aber für die Suchmaschinen unsichtbar. Es soll übrigens auch Menschen geben, die nicht so angetan davon sind, wenn multimedial an ihrer Aufmerksamkeit gezerrt wird, ich bin zum Beispiel einer von ihnen. Wenn diese einfachen Maßnahmen um eine solide technische Grundlage für die angebotenen Webdienste ergänzt werden, und wenn darauf geachtet wird, dass die gesamte Website performant und effizient zu nutzen ist, wird der Erfolg dieser „Strategie“ nicht lange auf sich warten lassen.