Unser tÀglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


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Mittwoch, 24. April 2024, 12:20 Uhr

Weil sie dumm sind und dafĂŒr gespammt wird? Mal reinschauen.

Von: FerienhÀuser Marbella <mail@pixelpromarketing-mail.de>

Gnade! Die Pixelproster mal wieder! Man muss als Spammer schon sehr penetrant und dumm sein, um hier ein eigenes Schlagwort zu bekommen, aber die Pixelproster schaffen das. Kontinuierlich. Wer denen Geld fĂŒrs Spammen gibt, wird bekannt: Als Spam. Ob wohl jemand dumme, asoziale und illegale Spam im Urlaub haben möchte? đŸ€”ïž

Ich wĂŒrde da ja lieber etwas angenehmes und interessantes erleben.

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Aber wenigstens haben die Pixelproster heute ihr „View in Browser“ mal etwas anders formuliert. Das Ergebnis ist zwar immer noch ganz schön dumm, weil man doch noch so viele weitere Links hat, die in irgendwelche Websites fĂŒhren, aber die Pixelproster haben selbst gemerkt, dass Linktexte wie „Onlineversion anschauen“ angesichts einer Mail ĂŒber das Internet, die doch schon ziemlich online ist, ganz schön doof klingen. Vor allem, wenn man gleich im ersten Satz seiner Spam damit anfĂ€ngt, so offen die Intelligenz der Leser zu verachten. So viel Einsicht hĂ€tte ich diesen Hirnruinen gar nicht mehr zugetraut. Da muss ich ja fast schon ein bisschen befĂŒrchten, dass die hier mitlesen. Wenn ja: Ein fröhliches Hallo von einem eurer völlig unfreiwilligen, von euch einfach nur verachteten Mitleser; und sterbt bitte ganz schnell einen erbĂ€rmlichen, schmerzhaften und einsamen Scheißtod! đŸ˜Ąïž

Vermietung ohne ZwischenhÀndler

Aber dafĂŒr mit einem Zwischenspammer? Der fĂŒr asoziale und illegale Spam bezahlt wird? Da finde ich den „ZwischenhĂ€ndler“ aber ertrĂ€glicher.

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Hahahaha, wie geil! Da haben sie endlich ihr „View in Browser“ weggelassen, die Pixelproster, aber um uns allen das Spamfiltern nicht ganz so schwer zu machen, kommen sie dafĂŒr mit einem „Click here“ als Linktext. Solche Sprachstummel sind ein genau so untrĂŒgliches Zeichen fĂŒr Spam und kommen in lesenswerten Mitteilungen denkender und fĂŒhlender Menschen niemals vor. Einmal ganz davon abgesehen, dass sie zu so genannten „Smartphones“ ĂŒberhaupt nicht mehr passen.

Liebe Reisende,

Nein, ich bin kein Reisender, ich bin ein Bloggender. Oder, um dieses in einer umgangssprachlichen, grammatisch noch nicht so ganz koscheren, aber sich langsam im gesamten deutschen Sprachraum zumindest unter jĂŒngeren Menschen auch schriftsprachlich durchsetzenden und hoffentlich bald schon offizielle Grammatik seienden niederfrĂ€nkischen Verlaufsform ausdrĂŒckend zu sein: Nein, ich bin nicht am Reisen, ich bin am Bloggen. Nachdem sich diese Verlaufsform durchgesetzt hat, wĂ€re das (im Ausdruck immer etwas sperrige und von Menschen mit sprachlichem FeingefĂŒhl meist gemiedene) PrĂ€senzpartizip endlich auch mal fĂŒr andere Verwendungen frei. Der völlig unpersönliche und entmenschte Neusprech der gegenwĂ€rtigen Straßenverkehrsordnung, der mich selbst dann noch zum Radfahrenden macht, wenn ich an der Ampel stehe, ist schon ein Vorgeschmack auf solche VerwendungenÂč.

Ach, seit man ĂŒberall gendert, gewöhnen sich die wenigen Schreibenden und die vielen Lesenden als das PrĂ€senzpartizip, obwohl es ein unschön klingendes ist? Da bin ich aber sehr beruhigt, dass ich im Alltag noch niemanden so reden höre. Dagegen klingt ja Kanakdeutsch (kein Schimpfwort, sondern eine im hannöverschen Raum ĂŒbliche Selbstbezeichnung durch seine meist tĂŒrkischstĂ€mmigen, aber immer hĂ€ufiger auch deutschstĂ€mmigen Sprecher) warm und menschlich. Und viel Ă€sthetischer. đŸ€­ïž

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Nein, ich plane keinen Urlaub. Ich bin arm. Mein Urlaub besteht darin, dass das Wetter schöner wird. Aber wenn ich einen Urlaub machen wollte, wĂŒrde ich es lieber wie frĂŒher machen: Völlig ungeplant und ungezwungen. Aber ich habe ja auch nicht vor, mich die ganze Zeit in die pralle Hautkrebssonne zu legen und mich dazu mit ĂŒbelriechenden Substanzen einzuschmieren, damit ich keinen Hautkrebs kriege. Das ist mir zu dumm.

Generell finde ich den Massentourismus einfach nur krank und bin mir sicher, dass kommende Generationen (so es sie dann geben wird) darin einen kollektiven Wahnsinn sehen werden. So viele Leute waren nicht einmal bei den großen Völkerwandeungen der Vergangenheit unterwegs. Und bei den Völkerwanderungen hatten sie auch viel weniger GepĂ€ck dabei, obwohl sie viel dauerhafter weggeblieben sind. Und, was will der Tourist – oder genderneudeutsch im PrĂ€senzpartizip: das Reisende – in seinen wenigen Wochen Urlaub? Er will die gleichen ZustĂ€nde wie dort, wo er herkommt; will die gleiche Sprache sprechen, das gleiche Essen essen, das gleiche Bier trinken und im Wesentlichen unter Seinesgleichen sein, nur bei besserem Wetter, immer schön unterhalten und bedient, maximal passiv und ohne lĂ€stige Arbeit. Ich habe mich jedenfalls ĂŒberall in dem kleinen Auschnitt der Welt, den ich kennenlernen durfte, ĂŒber das gefreut, was dort anders war. Und wenn ich kein Wort Deutsch dabei gehört habe und mir mit Englisch oder manchmal auch mit HĂ€nden und Gesten behelfen musste, war mir immer klar, dass ich woanders bin. Selbst die fremden Sprachen habe ich dabei relativ schnell ein bisschen aufgeschnappt – mit Ausnahme von Französisch, das fĂŒr mich schlicht unerlernbar ist, weil es, in seinem monotonen, melodielosen, immergleichen Singsang gesprochen, keine Wörter mehr kennt, sondern nur verschliffene Phrasengruppen. Es ist zum GlĂŒck auch beinahe jede Sprache einfacher und zugĂ€nglicher als meine wunderhĂŒbsche Muttersprache in ihrer barocken Kompliziertheit und fiesen, unregelmĂ€ĂŸigen FormenfĂŒlle. Nein, in Richtung Osten bin ich nicht ĂŒber die DDR hinausgekommen. đŸ˜‰ïž

Wer genug daran hat, GrillhÀhnchen in der Sonne zu sein, erlebt halt nicht viel. Und lernt durch den Verzicht auf jede geistige Anregung noch weniger.

Weshalb im Voraus buchen?

Damit man von Vornherein in seiner freien Zeit auf jede mögliche Freiheit verzichtet, indem man sich langfristig festlegt?

Bessere Preise und VerfĂŒgbarkeit!

Nein, weil es billig und möglich ist. Das reicht. In diesem Sinne rate ich: Denken sie heute noch an ihre Bestattungsvorsorge! ⚰

Je frĂŒher Sie Ihre Ferienunterkunft buchen, desto höher sind Ihre Chancen, die besten Angebote und Preisen [sic!] fĂŒr Sie zu finden. Vermeiden Sie die EnttĂ€uschung, nicht das GewĂŒnschte zu finden und genießen Sie ein stressfreies Erlebnis.

Ich hatte noch nie Stress im Ausland, wenn man vielleicht einmal von Paris absieht. Aber damals war ich jung und dumm, und seitdem habe ich einfach StĂ€dte mit mehr als… sagen wir mal… hunderttausend Einwohnern gemieden. Anstelle von TĂ€uschung und Wunsch bevorzuge ich Offenheit und Neugier. Übrigens: Außerhalb von Paris ist Frankreich wirklich sehr schön und entspannend. Nur die Sprache… aber das hatte ich ja schon. Ach ja, und wenn die Franzosen mal streiken, meinen sie das wirklich ernst. Was man in der Bundesrepublik Deutschland einen „Warnstreik“ nennt und als ein ganz mĂ€chtiges Aufbegehren verkauft, heißt auf Französisch heure du dĂ©jeuner.

Warum sollten Sie Sunstars.es wÀhlen?

Weil es mir eine illegale und asoziale Spam empfiehlt? Da mĂŒsste ich aber ganz schön dumm sein. đŸ˜ïž

www.sunstars.es ist die ideale Option fĂŒr Ihren Urlaub an der Costa del Sol.
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Unser Team bietet Ihnen hierzu einen außergewöhnlichen Service.

Ja, den ersten Vorgeschmack auf den „außergewöhnlichen Service“ dieses „Teams“ – ich bevorzuge bei Spammern ja den Begriff „Bande“ – habe ich gerade in meinem Spameingang.

Warten Sie nicht lÀnger, liebe GÀste!

Nein, ich bin nicht euer Gast. Und ich werde auch keiner. Jedenfalls nicht bei Leuten, die mich mit illegaler und asozialer Spam umwerben.

Besuchen Sie >> www.sunstars.es und buchen Sie Ihre Traumunterkunft fĂŒr diesen Sommer.
đŸ–ïž Wir wĂŒnschen Ihnen einen wunderbaren Urlaub vacation!
Das Team von Sunstars

Oh, ist eurem Dolmetscher das Deutsch ausgegangen? đŸ˜ïž

Das ist aber auch immer das Gleiche bei Spammern: Kaum ist der eigentliche Inhalt formuliert und die Links sind gesetzt, schon nuckelt der Mund wieder an der Wodkaflasche und die Gedanken sind wieder im Bordell, und dann schleichen sich kleine Fehler ein. Wenn man sorgfĂ€ltig wĂ€re, wĂŒrde man ja vor dem Absenden jemanden anders mal drĂŒberlesen lassen, aber mit der Sorgfalt und der MĂŒhe haben es die Spammer nun einmal nicht so. Sonst könnten sie ja auch gleich arbeiten gehen.

Und jetzt eine Portion „Das Übliche, bitte“:

Impressum
Pixel ProMarketing S.L. – Str Azor n5 Mijas-Costa – E-29651 MĂĄlaga
E-Mail: support@pixelpromarketing.com – GeschĂ€ftsfĂŒhrer: Abdelhakim El Founti

Beauskunftung
Sollten Sie Fragen zur RechtmĂ€ĂŸigkeit dieser E-Mail haben wenden Sie sich bitte direkt an die Pixel ProMarketing S.L.. Sie erhalten diesen Newsletter aufgrund Ihrer Double Opt in Anmeldung.

Ich hĂ€tte einen Double-Opt-In gemacht, behauptet das Spammende hier, und die spammige Spam sei ein Newsletter und keine illegale BelĂ€stigung, behauptet es zudem. Wenn ich mich mit einer Mailadresse irgendwo angemeldet hĂ€tte, daraufhin eine Mail bekommen hĂ€tte, ob ich das wirklich will und anschließend bestĂ€tigt hĂ€tte, dass ich das wirklich will – ja, dann wĂŒsste ich das. So etwas macht man wirklich nicht versehentlich. Diesen MĂŒll bekomme ich aber auf einer Mailadresse, die ich bis vor etwas ĂŒber einem Jahr nur fĂŒr die persönliche Kommunikation verwendet habe. Sie wurde vom so genannten „Smartphone“ eines meiner Mitmenschen mit einer Schadsoftware, einer trojanischen App, aus dem Adressbuch abgegriffen und ist seitdem eine lodernde Spamhölle. Die Leute, die hier spammen, installieren euch auch Schadsoftware auf euren Computern. Sie sind offen kriminell. Oder sie kaufen ihre Mailadresen zum Zuspammen bei Kriminellen. Was ĂŒbrigens nicht minder kriminell wĂ€re. Wer angesichts des lustigen Mailimpressums glaubt, dass es sich vielleicht doch nicht um Kriminelle handele, sondern um ein richtiges Unternehmen, kann ja mal versuchen, die Anschrift in Google Maps zu finden. Oh, es gibt gar keine „Str Azor“ in MĂĄlaga? Oh, einen Eintrag fĂŒr das „Unternehmen“ gibt es ebenfalls nicht auf Google Maps? Oh, denen scheint es ja gar nicht so wichtig zu sein, dass man sie finden kann? Und das kriegt man schon mit der einfachsten denkbaren Recherche heraus? Weil es ihnen egal ist, wo die Zielgruppe ihrer diversen BetrĂŒgereien und nachteiligen GeschĂ€fte doch eh keine Recherchen anstellt, sondern alles glaubt, was in einer Spam steht? Was das alles wohl bedeuten mag? Denkt einfach mal drĂŒber nach! Und dann denkt noch einmal darĂŒber nach, ob ihr wirklich bei solchen Leuten euren Urlaub buchen wollt!

Aber es ist trotzdem ein bisschen schade, denn ich suche doch so gern Fotos zu solchen Anschriften aus der Spam heraus. Das ist manchmal die beste Realsatire.

Ich schreibe es jetzt schon seit Jahren: Die sollen mir mal belegen, dass ich ihren spammigen MĂŒll so explizit bestellt hĂ€tte, wie sie es immer behaupten! Das mĂŒssten sie ja können, wenn es stimmte. Das können sie aber nicht. Und dafĂŒr gibt es einen ganz einfachen Grund: Sie lĂŒgen. đŸ€„ïž

Und wisst ihr, was mir in den ganzen Jahren noch nie passiert ist: Dass ich vom Anwalt der Klitsche unter Androhung einer Strafanzeige aufgefordert worden wĂ€re, meine „ĂŒble Nachrede“ einzustellen. Es wird mir wohl auch nie passieren. Die Pixelproster sind durch und durch LĂŒgner. Was haben wir auch anderes von Spammern und Schadsoftwarekriminellen – neudeutsch: Cyberkriminelle – erwartet als Lug und Trug.

Und damit das jedem Menschen, der noch eine Handvoll aktiver Synapsen in seinem Gehirnchen hat, völlig klar wird, erklĂ€ren die Pixelproster jetzt mal, wie mein „Double Opt In“ (mit Deppen Leer Zeichen) zustandegekommen ist:

Sie erhalten diese Nachricht, da Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse sag@ich.net bei einem Portal oder einem sonstigen Dienst von uns oder einem unserer Partnerunternehmen angemeldet haben. Das Angebot ist eine kommerzielle Anzeige dieses Werbekunden, der allein fĂŒr den Inhalt verantwortlich ist. Ihre Daten sind lediglich beim Versender gespeichert. Der Werbekunde hat daher keinen Einfluss auf den EmpfĂ€ngerkreis der E-Mail.

Aha, ich habe mich also mit meiner zugespammten Mailadresse irgendwo und irgendwann bei einem Dingens oder einem anderen Dingens der Pixelproster oder irgendeinem Partnerdingens oder irgendeinem anderen Partnerdingens der Pixelproster angemeldet, und deshalb soll ich damit einverstanden sein, dass ich mit solcher Spam zugekackt werde. Nicht einmal das stimmt. (Ich werde die betroffene Mailadresse auch weiterhin nicht öffentlich nennen und habe sie im Zitat durch einen Platzhalter ersetzt.) Aber selbst, wenn es stimmte: Ein Double-Opt-In ist etwas sehr anderes.

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Abmeldung hier

Ja genau: Einen Spammer, dessen „GeschĂ€ft“ nur aus LĂŒge und Betrug besteht, mitteilen, dass seine Spam angekommen ist, gelesen wurde und sogar beklickt wird. Da mĂŒsste ich aber ganz schön dumm sein.

Pixelproster, ich verachte euch auch! đŸ–•ïž

ct

Diesen Fehler kriegen die Pixelproster auch nicht mehr aus ihrem Spamskript raus.

ÂčWenn ich einmal auf Geschlechtszuweisungen in der geschriebenen Sprache verzichte, ohne damit gemein und spöttisch die sprachpolitischen Ideen höherer, privilegierter Töchter nachzuĂ€ffen, verwende ich – wann immer ich nicht einfach von „Menschen“ schreiben kann, so dass sich hoffentlich jeder Mensch mitgemeint fĂŒhlt – meist das grammatische Neutrum mit -y-Suffix im Singular oder -ys-Suffix im Plural, weil das wenigstens mĂŒhelos und unverkrampft sprechbar ist und sich ohne glottale Plosive und stolpertrĂ€chtige Sonderzeichen halbwegs einfĂŒgt. Das „Sprache“ und „sprechen“ irgendwie zusammengehören, sollte eigentlich jedy bemerken, das solche Sprachhacks ersinnt, um ein first world problem damit zu „lösen“. Aber das mit dem Merken ist leider nicht jedem Menschen gegeben…

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