Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Google“

Google: Holen sie sich unsere Smartspam in die Bude!

Samstag, 18. März 2017

Smart gadgets -- Stupid people

Dies ist wieder einmal keine Spam, sondern ein Lesetipp und Hinweis auf einen Artikel bei Golem:

Googles Lautsprecher mit Sprachassistent Home hat unaufgefordert vom neuen Disney-Film Die Schöne und das Biest erzählt und auf dessen Filmstart hingewiesen. Werbung soll das Google zufolge nicht sein, sondern „eine von unseren Partnern geteilte Geschichte“ – also Werbung

Wenn ein Spammer sagt, dass seine Spam keine Spam sei, ist es ganz sicher eine Spam.

Allerdings: Mein Mitleid mit Menschen, die sich irgendwelchen Internet-der-Dinge-Tinnef vom weltgrößten privatwirtschaftlichen Überwachungsunternehmen und Reklamevermarkter freiwillig in ihre Wohnung und damit in ihren persönlichen Rückzugs- und Lebensbereich stellen, ist von submikroskopischem Ausmaß. Gehirn gibt es von ihrer Evolution. Bedienen sie sich einfach! Es kostet sie nichts. Und vor allem und verdammt noch mal: Benutzen sie es auch! Vielleicht erübrigt sich dann auch die Investition in so genannte „Assistenten“

Zu anstrengend? Erich Mielke wäre stolz auf sie gewesen.

Die Welt des Handels in Ihrer Tasche!

Mittwoch, 15. März 2017

Oh, da wird die Tasche aber schnell leer sein, wenn sich so viele Händler darin austoben. Händler haben es noch nie vom Geben gehabt…

Sehr geehrte/r,

Schön, dass ich so „geehrt“ werde.

Sie suchen nach einem Weg um jeden Tag tausende Euro zu erzielen?

Nein, eigentlich nicht. Ich suche eher nach etwas Großkalibrigen, womit ich gut auf die Knie von Spammern zielen kann. Den Kopf will ich lieber nicht versuchen, da könnte ich das Ziel verfehlen.

Hören Sie jetzt auf zu suchen… und versuchen Sie stattdessen die Rodius App; der schnellste Weg um an Geld zu kommen!

Was wäre ich nur ohne die ganzen freundlichen Reichwerdexperten aus meinem Spameingang, die mir jeden Tag aufs Neue verraten, wie ich ganz schnell an ganz viel Geld komme? Gut, dass die nicht so schlau sind, mit ihren eigenen Reichwerdmethoden – jeden Tag ein paar tausend Euro macht einen Menschen relativ schnell zum Millionär – reich zu werden und deshalb weiterhin diese ganze freundliche Reichwerdspam versenden. Das ist echt ein Jammer für die hilflos mit Banknoten wedelnden Affiliate-Lumpenkaufleute, dass sich auf dieser zaghaft in den Frühling taumelnden Welt niemand für Geld zu interessieren scheint und dass Geld deshalb nur mit illegaler und asozialer Spam weggeht.

Noch heute Zugriff erhalten!

$ location-cascade http://allanbenicio.com/nTFdL492990-EN9o841-JyDC101.4b19H.html
301	http://allanbenicio.com/nTFdL492990-EN9o841-JyDC101.4b19H.html
302	http://guesstheemoji.net/nTFdL492990-EN9o841-JyDC101.4b19H.html
Found	http://tracking.binarypromos.com/aff_c?offer_id=2733&aff_id=1364
$ _

Aber niemals einen Zugriff auf einen direkten Link erhalten, denn irgendwie muss ja die Affiliate-ID verschleiert werden. Und außerdem ist das Ziel dieser Weiterleitungskette…

$ surbl tracking.binarypromos.com
tracking.binarypromos.com	LISTED: ABUSE 
$ _

…bei den Blacklists dieser Welt wohlbekannt. Aus der Spam. Aus der sich flutartig in die Postfächer ergießenden Spam. Anders als mit einer Sintflut aus Spam kann man das zusammen mit dem Binäre-Optionen-Beschiss versprochene Geld nämlich nicht loswerden.

Seien Sie Teil des Erfolges!

Immerhin bin ich schon Teil der Spam geworden. Vielleicht kommt da auch noch Erfolg hinterher. Fragt sich nur, für wen.

Freundliche Grüße,

Evelin Bebel

Freundlich wie ein hingekackter Haufen vor der Haustür

Dein Binäre-Optionen-Affiliate-Spammer

Diese Nachricht wurde beabsichtigt [sic!] für gammelfleisch@tamagothi.de.
Falls Sie unseren Newsletter bereits abonniert haben, aber nicht mehrdaran [sic!] interessiert sind, können Sie ihn hier abbestellen.

Selbst unerfahrene Internetnutzer finden es nach einer Handvoll derartiger Erfahrungen nicht mehr erstaunlich, dass eine Mail bei der Mailadresse ankommt, die als Empfänger eingetragen wurde.

Ach ja, die Binäre-Optionen-Idioten haben mal wieder ein bisschen am Design ihrer Beschiss-Seite geschraubt, und deshalb gibt es hier mal wieder einen Screenshot des dort angepriesenen nicht nur zu siebzig, sondern zu hundert Prozent kostenlosen Zuganges:

Screenshot der betrügerischen Website

Wie üblich können es sich diese Affiliate-Lumpenkaufleute mit ihren vorsätzlich irreführenden Versprechungen nicht leisten, auf das Geld von Menschen zu verzichten, die es wegen einer Schwäche im Denkmuskel eher nicht so mit dem Lesen haben, und deshalb ist das wichtigste Element auf dieser Website ein kostenlos bei YouTube gehostetes Video, in dem ein schmieriger Verbrauchtwagenverkäufertyp den Zuhörern das Gehirnchen weichlabert.

Nachdem ich mehrfach erlebt habe, dass Googles YouTube nicht darauf reagiert (es gibt nicht einmal ein Feedback), wenn man den Missbrauch des Videohostings durch Spammer meldet, verzichte ich inzwischen auf entsprechende Hinweise an YouTube. Google, ihr seid die Spam, wenn ihr nichts dagegen tut! Wenn es doch nur um Immaterialgüterrechte statt um Spam, Abzocke und Betrug ginge! Denn dann wird Google immer ganz schnell und würgsam aktiv… :(

Wer sich mit dem Video nicht begnügen mag und doch ein bisschen lesen möchte, sollte ganz nach unten scrollen und den folgenden erläuternden Text zum Video „genießen“, der in maximaler Distanz zum Video „gelagert“ wurde:

Informationen auf dieser Seite: Das Rodius App Werbe video ist fiktiv und wurde produziert, um das Potential von Rodius App gegenüber Drittherstellersoftware aufzuzeigen. Es wurden Schauspieler eingesetzt, um diese Chance zu präsentieren und es sollte zum Zwecke der Unterhaltung angeschaut werden. Wir garantieren kein Einkommen oder Erfolg. Darüber hinaus stellen beispielhafte Resultate im Video und überall sonst auf dieser Webseite kein Anzeichen für zukünftigen Erfolg oder Einnahmen dar. Rodius App – Alle Rechte vorbehalten

Aber bei den Leuten, die es nicht so mit dem Lesen haben, wird das halt nicht gelesen. Es ist natürlich auch nicht so leicht lesbar wie der Rest der Seite.

Apropos „nicht so mit dem Lesen haben“: Wie man an vielen durch die Sprache humpelnden Stellen bemerkt, ist diese Beschissseite ursprünglich in Englisch verfasst worden und wurde dann für den deutschen „Markt“ übelsetzt. Der „Dolmetscher“, der das gemacht hat, stand zum Beispiel auch vor der Herausforderung, eine treffliche Übersetzung für das Wort „second“ an einer wegtickenden Uhr zu finden, und hier ist das zwerchfellschädigende Ergebnis seiner Bemühungen:

Stunde Minute Zweite

Das ist aber auch ein Jammer, dass diese ganzen Reichwerdexperten aus der Spam jeden Menschen ohne jegliche Kenntnisse und Fähigkeiten so viel Geld verdienen lassen können, aber niemals die paar Euro fuffzich für einen richtigen Dolmetscher übrig haben. :mrgreen:

Finden Sie heraus, wie Sie entgegen aller Wahrscheinlichkeit Erfolg und Glück haben

Dienstag, 21. Februar 2017

Was, bei dir sind Erfolg und Glück eher unwahrscheinlich… :D

Sehr geehrte/r,

Selber geehrt! :razz:

Heute können Sie mit der Planung Ihrer Zukunft beginnen.

Morgen übrigens auch. Oder übermorgen. Oder sonstwann in der Zukunft. Pläne machen ist immer eine tolle Idee. Aber nicht, wenn man die Pläne macht, weil einem eine illegale und asoziale Spam eines Affiliate-Lumpenkaufmanns von der Reichwerdfront dazu auffordert. Denn aus diesen Plänen wird nichts.

Leute aus XXX haben jahrelang an einem Tool gearbeitet, mit dem Menschen ihre finanziellen Ziele leichter erreichen können.

Ich lese „Leute aus XXX“ ja als „Leute aus Pornofilmen“. :mrgreen:

Also haben unbenannte Leute aus Pornofilmen jahrelang an etwas Unbenanntem gearbeitet, das Geld aus der Steckdose strömen lassen soll. Stellt sich nur noch eine Frage: Wenn das funktioniert, warum müssen die noch illegale und asoziale Spam versenden? :?:

Heute können Sie sich hier einen kostenlosen VIP-Zugang holen.

Juchu! Ich bin ein VIP! Ich empfange Spam! Dieser Ruhm ist beinahe schon so echt wie das versprochene Geld aus der Steckdose. :D

Machen Sie einfach mit und erlangen Sie finanzielle Stabilität. Es liegt jetzt ganz in Ihrer Hand. Alles dazu Nötige steht Ihnen zur Verfügung. Es gibt immer eine Möglichkeit, entgegen aller Wahrscheinlichkeit Erfolg zu haben und ich glaube, dass Sie diese gerade entdeckt haben. Haben auch Sie einmal in Ihrem Leben Glück und probieren Sie es aus.

Hey Spammer, wozu brauche ich noch Glück, wenn ich einfach „mitmachen und finanzielle Stabilität erlangen“ kann? Du scheinst ja selbst nicht so von deinem Beschiss überzeugt zu sein. Das erklärt dann auch, warum du lieber Affiliate-Geld dafür kassierst, dass du halbseidenen Brokern ein paar neue Binäre-Optionen-Zocker zukommen lässt und besser nicht deine eigene Reichwerdmethode ausprobierst.

Natürlich ist deine tolle Reichwerd-Website auch nicht direkt verlinkt, denn du bist ja ein Spammer, der lieber Umleitungen legt:

$ location-cascade http://hometoolssalenow.com/SG1ZL4973083_MVZb766/LMGV570/FmYUH.html
301	http://hometoolssalenow.com/SG1ZL4973083_MVZb766/LMGV570/FmYUH.html
302	http://guesstheemoji.net/SG1ZL4973083_MVZb766/LMGV570/FmYUH.html
Found	http://traderapp-de.com/?a=5360&o=493
$ _

So fällt deine Affiliate-ID nicht schon in den Spams auf. Und die Spamfilter lernen nicht so leicht, dass traderapp (strich) de (punkt) com eine dieser Websites ist, die Unmengen Geldes für jeden anzubieten haben, die aber nur über Spam verbreitet werden können, weil ja – wie wir alle aus unserer Alltagserfahrung wissen – kein Mensch Interesse an diesem lästigen, unhygienischen Geld hat.

Detail aus der betrügerischen Website: Ein Siegel mit den Worten '100% Deutsch Qualität'.Diese Website entspricht zu vollen, satten und narrengülden in den Spamfilter gleißenden hundert Prozent dem üblichen Standard des Binäre-Optionen-Beschisses. Da die Gangster davon ausgehen müssen, dass sehr viele Menschen, die noch auf diese Masche hereinfallen könnten, Probleme beim Lesen haben, wird das meiste in einem rd. 25-minütigen Video gesagt, das automatisch mit seinem verlogenen Gelaber startet, um den von Spam angelockten Seitenbesucher nicht mit einem aufwändigen Klick zum Starten zu belästigen. Das Video ist bei YouTube gehostet. Ich habe in der Vergangenheit immer wieder erlebt, dass es sinnlos ist, bei Googles YouTube den Missbrauch durch Spammer zu melden. Google ist ein Freund der Spammer, denn Google lässt solche Spammer gewähren. Die Folgen sind Google egal. Google ist jedes Mittel recht, wenn es darum geht, Klickvieh für die eigene Reklamevermarktung anzulocken und an YouTube zu binden. Von daher dürfen wir in den nächsten Jahren noch eine erhebliche Zunahme von Spamvideos aller Art auf YouTube erwarten.

Wer Interesse hat und gerne lacht: Ich habe einen Screenshot der Website gemacht. Die Horoskope sind zu hundert Prozent genau und verifiziert, da jedes einzelne davon manuell bestätigt wird. Oh, das stand ja gar nicht Horoskope, da stand Signale… :mrgreen:

(Für Menschen, die schwer von Begriff sind: Jemand, der mit irgendeinem Verfahren das Börsengeschehen halbwegs zuverlässig voraussagen kann, braucht nicht mehr zu spammen. Der hat nur noch das Problem des Geldzählens.)

Mit guten Wünschen verbleibe ich,
Waltraut Brunfels

Ja, Spammer, ich wünsche dir auch was! :evil:

Gesichert von Sophos Anti-Virus

Ein völlig sinnloser Satz, den ich auch in jede Mail reinschreiben würde, an die ich eine aktuelle Kollektion von fiesen Trojanern dranhänge. Man kann ja vieles in eine Mail reinschreiben.

Dieses Blogposting ist übrigens vom Hl. Vater persönlich gesegnet worden. :roll:

Diese Nachricht wurde bestimmt für ‚gammelfleisch@tamagothi.de‘

Deshalb stand die Adresse als Empfänger in der Mail! :mrgreen:

Abmelden oder Update-Einstellungen – Um uns zu kontaktieren Sie bitte auf diese E-Mail antworten.

Ja ja, jetzt ist die eigentliche „Botschaft“ der Spam geschrieben, jetzt sind die Gedanken schon wieder im Bordell und die Konzentration lässt nach. Es ist wirklich erstaunlich, wie häufig Spammer halbwegs stolperfreies Deutsch hinbekommen, es aber dann in einem völlig überflüssigen letzten Satz vermasseln.

Ach, Entf! Sonst gebe ich denen wieder Tipps, wie sie es besser machen können. Und das will ich doch gar nicht.

AWARD 2016

Mittwoch, 9. November 2016

Ja, in der Tat, ich finde, ich hätte wirklich mal eine Auszeichnung verdient. Aber die käme natürlich nicht mit einer Spam, die so tut, als käme sie von Google, aber nicht einmal eine korrekt geformte Mailadresse als Absender angibt.

Von: „Google <infoglt“@one.lt
Antwort an: googleclaims111@one.lt

Nun, ich glaube kaum, dass Google etwas anderes als seine eigene Domain für E-Mail von Google benutzen würde. Ein litauischer Freemail-Anbieter wirkt übrigens ganz besonders unglaubwürdig. Da hilft es für die Glaubwürdigkeit der müden Geschichte zur Einleitung eines Vorschussbetruges dann auch nicht mehr…

Google Corperations
Belgrave House 76
Buckingham Palace Road
London SW1W 9TQ
United Kingdom.

…dass der Spammer sich eine Anschrift von Google in Großbritannien ergoogelt oder ausgedacht hat.

Ref No: GFSP/ 7748/782/2014

Batch: GFSP/ 955/GPWIN/UK

Irgendwelcher Zahlensalat muss eine persönliche Anrede ersetzen, wenn Google…

OFFICIAL AWARD

…eine offizielle Auszeichnung vergibt. Wofür kriege ich eigentlich die Auszeichnung? Dafür, dass ich so eine tolle Website mache? Dafür, dass ich tapfer meine Spam lese, um darüber zu bloggen? Nein, ich kriege sie dafür…

we congratulate you over your success in the following official publication of results of the E-mail Electronic Online Sweepstakes Organized by Google, in conjunction with the foundation for the Promotion of Software Products, (F.P.S.) held on May 2015 here in London UK.

…dass ich in der Google-E-Mail-Lotterie gewonnen habe. Das ist eine tolle Lotterie, von der man noch niemals etwas gehört hat und bei der man auch keine Lose kaufen muss, um daran teilzunehmen. Es reicht, wenn man eine Mailadresse hat, die die kriminellen Spammer kennen, und schon kann man ganz dick gewinnen. (Kleine Gewinne kennen die Spamlotterien nicht, da gibt es immer nur Millionen.)

Was hat meine mit solchen Geldern beglückte E-Mail-Adresse nun mit dem lustigen Zahlensalat zu tun, der da weiter oben eine Anrede ersetzen musste? Dieses kleine Detail wird gar nicht weiter behandelt. Stattdessen gibt es ein paar andere Details:

We wish to congratulate you once again, for being among the Twelve (12) selected winners in the ongoing E-mail Electronic Online Sweepstakes. Hence we do believe with your prize, you will continue to be active in your patronage to Google and its Products. A Bank Draft of £1,950,000.00 GBP {One Million Nine Hundred and Fifty Thousand Great British Pounds} will be issued in your name by our Foreign Payment Bureau and also a certificate of prize claim will be sent alongside your Bank Draft.

Es gab zwölf Gewinner, die in einem nicht näher erklärten Verfahren ausgewählt wurden, damit sie auch fortan Google-Produkte nutzen. (Ich bin da ja eher weniger ein Freund von. Aus Gründen.) Und damit diese Gewinner auch einen Anreiz haben, weiterhin das zu tun, was sie eh schon tun, bekommen sie fast zwei Millionen britische Pfund. Die werden allerdings nicht einfach überwiesen oder in Form eines altmodischen Schecks zugestellt, sondern liegen bei einem obskuren auswärtigen Auszahlungsbüro, das sich um die Auszahlung kümmert und dabei komplizierter vorgehen wird als jedes Bankhaus dieser Welt.

Anders als bei der Zustellung eines Schecks, den man bei jeder beliebigen Bank einreichen kann, muss zum Beispiel erst einmal…

You are advised to contact our Foreign Payment Bureau with the following details below for the Processing of your Claims:
Name
Address
Valid Mobile No
Age
Occupation
Country

…ein blitze blanker Datenstriptease vor jemanden gemacht werden, der einem in einer nicht digital signierten E-Mail um einen Datenstriptease bittet, um mehr oder minder grundlos einen ordentlichen Berg von Zaster auszahlen zu können, dessen Existenz einfach in dieser digital nicht signierten E-Mail behauptet wird.

Welchen Zweck dabei die Angabe eines Alters haben soll, das sich bei rd. 1/365 der Menschen morgen schon ändert? Nun, der Spammer denkt halt nicht so weit, der denkt nur darüber nach, mit welchen Überrumpelungen der erfolgreich eingeleitete Betrug fortgesetzt wird, und da ist eine grobe Abschätzung der Lebenserfahrung des Opfers im Vorfeld weiterer Kommunikation hilfreich, um den Aufwand nicht unnötig groß zu machen. Sonst hätte er ja auch nach dem Geburtsdatum und nicht nach dem Alter gefragt. Warum man ein Alter und eine gültige [!] Handynummer angeben muss, wenn man einfach nur Geld bekommen soll, das einem als Lotteriegewinn zusteht – statt einer IBAN für die Überweisung – bleibt ebenfalls das sahnige Geheimnis eines Spammers…

Sir Brain Hopkins
Senior Vice President and Chief Financial Officer
Zurich Finance House
UK/USA

…der einen ganz tollen Job als Vizeersatzspammanager macht, aber nicht einmal von seinem tollen Finanzinstitut…

Email: googleclaims111@one.lt

…eine Mailadresse bekommen hat und deshalb die Kommunikation über Millionenbeträge über einen litauischen Freemail-Anbieter abwickeln muss.

In unverschlüsselter, offen mitlesbarer und manipulierbarer E-Mail, versteht sich. Ohne digitale Signatur.

NOTE!!! For security reasons, you are advised to keep your winning information confidential till your claims are processed and your money remitted to you. (c)2016

Obwohl diese Mail völlig unverschlüsselt und damit offen wie eine Postkarte durch das Internet befördert wurde und auf jedem beteiligten Server gelesen und (mangels digitaler Signatur) verändert werden konnte, muss sie aus Sicherheitsgründen ganz geheim gehalten werden. Ausdrucke bitte im Tresor lagern!

Mit Copyright ohne Angabe des Copyrightinhabers.

Bitte aus Sicherheitsgründen einfach in die digitale Mülltonne werfen!

Zitat des Tages

Montag, 24. Oktober 2016

Keine Spam, sondern ein Zitat:

Dieser quantitative Linkaufbau über Webkataloge, Artikelverzeichnisse, Linkkauf, Bookmarkverzeichnisse & Kommentar/Forenspam war natürlich immer schon ein Verstoß gegen die Google Richtlinien [sic! Deppen Leer Zeichen]. Die meisten Beteiligten waren sich dessen auch bewusst. Deswegen kann ich das ganze Gejammere jetzt nur sehr begrenzt nachvollziehen

Ich mag Google nicht besonders, aber ich wünsche Google von ganzem Herzen viel Erfolg bei seinen Bemühungen gegen die asozialen Matschbirnen – Selbstbezeichnung: „SEOs“ – die seit vielen Jahren das ganze Web und damit indirekt Google vollspammen, um Google-Suchergebnisse zu manipulieren!

Falls sie SEO sind und hier einen ihrer Spamlinks, der mir beim Abarbeiten der Kommentare entgangen ist, löschen lassen möchten: Hier ist eine kurze Anleitung.

Google Alert

Mittwoch, 7. September 2016

Von: Google Mitteilung <info (strich) go (at) claimswinn (punkt) com>

Genau! Google hat keine eigene Domain für Absenderadressen. Ich mein ja nur, Spammer: Wenn du schon einen Absender fälschst (was kinderleicht ist), dann könntest du es auch so machen, dass es überzeugend aussieht (was ein kleines bisschen Hirn erfordert, an dem es dir offenbar mangelt).

Lieber Google-Nutzer,

Nein, das bin ich nicht. Aber da dürfte ich eine Ausnahme sein.

Ich wurde beauftragt, Ihnen mitzuteilen, dass Sie für die Nutzung von Google-Services als Gewinner ausgewählt wurden. Im Anhang finden Sie Brief für weitere Details und Verarbeitung Ihrer Ansprüche.

Aha, in der Mail war mal wieder nicht genug Platz für den Text und alles weitere steht im Anhang.

Herzliche Glückwünsche!

Ich beglückwünsche den Absender dieser Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges, dass ihm mal ein „neuer“ Text für seine Spam „eingefallen“ ist.

Yours faithfully
Emmanuel Southwell A
Google Foreign Payment,
Netherlands.
Tel: +3168299xxxx

Oh, dem Dolmetscher ist das Deutsch ausgegangen. :D

Virus-free. www.avast.com

Dieser Hinweis auf ein Antivirus-Schlangenöl unter einer Mail ist ein untrügliches und sehr sicheres Zeichen dafür, dass die Mail unbesehen in den Müll verschoben werden kann. Warum das so ist? Nun, das habe ich vor längerer Zeit bereits sehr ausführlich beschrieben. Bitte etwas nach unten scrollen… es lohnt sich.

So, und jetzt wäre nur noch eine kleine Frage zu klären: Wie sieht der „Brief für weitere Details und Verarbeitung Ihrer Ansprüche“ im Anhang aus? Nun, er ist ein PDF, und das sieht so aus:

So sieht das PDF-Dokument im Anhang aus

Ich habe auch eine bequem lesbare 300-dpi-Version hochgeladen – und sämtliche Artefakte schlechter Bildkompression sind aus dem PDF, nicht aus meiner Umwandlung in eine Grafik. Von mir ist nur der schwarze Balken und der überlagerte Schriftzug „Spam“, weil ich nicht gern zum Bildhoster für Spammer werde.

Kaum vorstellbar, dass jemand auf einen derartig schlechten Betrugsversuch reinfallen könnte… aber leider können sich Spammer immer noch darauf verlassen, dass die Mutter der Dummen jeden Tag schwanger ist.

Powered By Google

Sonntag, 10. Juli 2016

Will ich es mal so sagen: Diese Mail wurde aus dem Netzwerk einer Universität in Kolumbien versendet und sie hat niemals einen Server von Google auch nur gesehen. Vermutlich ging sie von einem Uni-Rechner ab, der mit Schadsoftware infiziert war¹.

Dear Google User,

Das ist mal wieder genau mein Name!

You have been selected as a winner for using Google services.

Und ja, ich habe sogar schon einmal Dienste von Google benutzt. Woher weiß der Spammer das nur? :mrgreen:

Find attached email with more details.

Moment mal, das ist doch schon eine Mail. Und da hängt jetzt eine Mail dran, in der dann drinsteht, was in der Mail nicht drinsteht?

Aha, da ist tatsächlich ein Anhang. Es handelt sich nicht um ein PDF, wie ich das sonst gewohnt bin, sondern um eine JPEG-Grafik mit einer stolzen Dateigröße von 744 KiB, die durch die Base64-Codierung für den Mailversand auf fast ein ganzes GiB Stopfmasse für das Postfach aufgemoppelt wurde. Das sind eine Menge Daten. Diese Daten sehen übrigens auch aus, und zwar so:

Au weia, was schmerzen mir die Augen! So sieht die angehängte Grafik mit der 'Gewinnmitteilung' aus.

[Der ätzrote Schriftzug „SPAM!“ ist natürlich von mir, denn ich werde nicht gern zum Bildhoster für Spammer]

Ich glaube, es ist nicht weiter schwierig, durch bloßes Hinschauen festzustellen, dass es sich hier nicht um ein Dokument von Google handelt. Selbst typografische Grobschmecker, die nicht schon vom Layout des „offiziellen Briefes“ einen schmerzhaften Lachkrampf bekommen, müssen bemerken, dass es nicht das aktuelle Google-Logo ist, was hier im „Briefkopf“ verwendet wird – und dass dieses veraltete Logo auch noch so unvorteilhaft skaliert wurde, dass die ursprünglichen Proportionen verlorengingen. Ein so mies skaliertes Logo habe ich zum letzten Mal vor fast drei Jahren in einer sehr dummen Phishing-Mail gesehen.

Congratulations,

Matt Brittin.
CEO Google UK.

Ja ja, schon klar, du bist Google, Spammer! Erzähl das mal einem Psychiater! :mrgreen:

©2016 Google – Terms & Privacy

Schon peinlich, wenn man den Text aus einer anderen Mail übernimmt, aber den Link auf die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung nicht mitübernimmt.

¹Natürlich habe ich meine Mail mit der Meldung schon geschrieben. Aber ich kann kein Spanisch, und ich habe eher schlechte Erfahrungen damit gemacht, in spanischsprachige Länder auf Englisch zu schreiben. Wer schon eine Weltsprache spricht, hat offenbar eine eher gebremste Motivation, zusätzlich eine weitere Sprache zu erlernen… ich kann es fast verstehen.

Ein neuer Ort für Werbung: Kartenmaterial

Mittwoch, 25. Mai 2016

Hier geht es nicht um eine Spam, sondern um eine neue Idee von leider legalen Werbern, welchen Ort sie noch mit Werbung zumüllen können.

Die menschlich und intellektuell verrohten und verrotteten Werbeplatzvermarkter haben einen neuen Platz entdeckt, an dem es noch keine Reklame gibt und müssen diesen Zustand dann auch auf der Stelle ändern: Kartenmaterial ist zurzeit viel zu werbefrei.

Google Maps könnte bald anders aussehen: Das Unternehmen will Werbung auf dem Kartenmaterial platzieren, so dass Werbetreibende ihren Standort per Logoeinblendung markieren können

Mein Tipp: Ab sofort damit beginnen, OpenStreetMap zu benutzen! Allein schon nach dieser einen Ankündigung, als ganz unmittelbares soziales Feedback an Google. Die Alternative zu dieser Abkehr und dem damit verbundenen Scheitern einer solchen Reklameidee ist es nämlich, dass ihr ansonsten in spätestens fünf Jahren (angesichts des bevorstehenden Zusammenbruchs des Werbemarktes im Web kann es deutlich schneller gehen) aus jeder Navigationsapp heraus nicht nur den Weg gewiesen bekommt, sondern auch mit Nervreklame direkt aus dem kokainkranken Hirn der Reklameheinis vollgelabert werdet.

Wenn diese dräuende Gefahr erstmal abgewendet ist, kann gern zu Google Maps zurückgehen, wer zu Google Maps zurückgehen mag…