Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Russland“

RobertCak

Donnerstag, 21. Juni 2018

So nannte sich der Kommentator mit seiner IP-Adresse aus Russland, der ausgerechnet hier bei Unser täglich Spam den folgenden Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges hinterlassen wollte und mit diesem kriminellen Ansinnen (zusammen mit der Tagesernte von bislang 567 weiteren derartigen Vollidioten) am Spamfilter scheiterte:

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Die Formatierung des Zitates entspricht der Absicht des Trickbetrügers, einschließlich des Bildchens. Ich gratuliere diesem Vollidioten dazu, dass er auch noch so ein extern referenziertes Bild in seinen Kommentar einbetten wollte, was hier natürlich selbst dann gar nicht gegangen wäre, wenn es dem Kommentar irgendwie gelungen wäre, sich am Spamfilter vorbeizuschummeln. Durch diesen lustigen Kunstgriff und die völlig unterzeugende Qualität der hierfür verwendeten Grafik wirkt ein Darlehensangebot in Form eines anonym erstellbaren Blogkommentares ja auch gleich viel „glaubwürdiger“, und dieser Eindruck wird gekrönt von dem suchmaschinenoptimierten Keyword-Gestammel unterhalb des eigentlichen Textes.

So weit ich weiß, hätte das vom Spammer angewendete Verfahren in keinem zurzeit verbreiteten Blogsystem funktioniert – aber woher soll der Spammer das denn wissen? Der hat es ja nicht von Hand gemacht, sondern wohl einige Millionen Male von einem Skript durchführen lassen. Und er hat gehofft, dass es nicht überall wirksame Spamfilterung gibt, wenn man etwas in eine Website anderer Leute schmieren kann, weil man anders für seinen Versuch, schon veramte Menschen noch einmal betrügerisch abzuzocken, ja gar nicht die erforderliche Aufmerksamkeit erzwingt. Und dass man das dann vorher mal ausprobiert, das wäre doch wirklich zu viel der mühsamen Sorgfalt! Wenn dieser Hirni von Spammer sich Mühe geben wollte, könnte er ja auch gleich arbeiten gehen und brauchte nicht zu spammen.

Glückwunsch nochmal

Sonntag, 10. Dezember 2017

Von: Friedrich Mayrhofer <poliakovayv@susu.ru>
Antwort an: Friedrich Mayrhofer <officialfriedrichmayrhofer@yahoo.com>

Der Absender ist gefälscht.

An: undisclosed-recipients:

Die Mail geht nicht an einen einzelnen Empfänger, sondern an mutmaßlich sehr viele Leute, die im BCC:-Header der Mail aufgeführt waren.

Apropos Mailheader: Die Mail stammt aus Russland, sie wurde über eine IP-Adresse einer Universität in Tscheljabinsk versendet.

Dies ist das zweite Mal, dass ich Ihnen diese Mail sende.

Echt jetzt? Und warum hast du beim ersten Mal noch nicht bemerkt, dass deine Spams und deine Beglückungsideen unwillkommen sind, automatisch aussortiert werden und ungelesen im Müll landen? Hast du beim ersten Mal etwa bemerkt, dass kaum jemand auf deine Einleitung eines Vorschussbetruges reinfällt? Und hast du dir dann gesagt: „Ach, scheiß drauf, ich sende den Quatsch einfach nochmal raus.“? Das wäre aber ganz schön dumm.

Was für einen „Quatsch“ ich meine? Den hier:

Ich, Friedrich Mayrhofer spende $ 1.000.000,00 an Sie, mailen Sie mir persönlich für weitere Details.

Nun, Friedrich – ich nenne dich einfach mal so, wie du dich selbst nennst, obwohl dein Name in Wirklichkeit wohl eher wie „Pjotr“ klingen wird – wenn du mir ein Milliönchen geben willst, ist mir das hochwillkommen. An der rechten Seite dieses Blogs, in der Navigation, siehst du eine dafür vorbereitete Spendenmöglichkeit. Weitere Details sind dafür nicht erforderlich. Viel Spaß beim Schenken, Friedrich!

Ach, du vorzeitiger Weihnachtsmann hast gar kein Geld, sondern willst nur ein paar Leuten mit solchen Versprechen Geld aus der Tasche ziehen, um es dann bei Koks und Nutten zu verprassen? Du hast nicht einmal ein Bankkonto, sondern nimmst alle Vorleistungen nur über Western Union und Konsorten an, damit du das Geld anonym abholen kannst? Na, das habe ich mir gleich gedacht.

Grüße.

Friedrich Mayrhofer

Da lobe ich mir doch Vorschussbetrüger mit einer richtigen Story…

Darlehensangebot jetzt bewerben

Donnerstag, 23. November 2017

Diese E-Mail wurde über eine IP-Adresse aus Russland versendet. Der Absender mit seiner gefälschten Absenderadresse konnte mit seinem Skriptchen sogar einen Reply-to-Header setzen…

Antwort an: trustfinanceloanfirms@gmail.com

…war aber ein bisschen zu doof, da die Mailadresse einzutragen, an die man antworten sollte, so dass er im Text seiner Mail noch eine dritte Mailadresse angeben musste.

Antwort an: yeomanloanfirm@gmail.com

So bekommen selbst Menschen mit sehr eingeschränkter Auffassungsgabe mit, dass der Absender gefälscht ist. :D

Das wäre aber gar nicht nötig gewesen, denn der Text dieser Spam… ach!

Sind Sie in der Notwendigkeit des echten erschwinglichen Darlehensangebots? Brauchen Sie ein zuverlässiges Kreditangebot? Brauchen Sie finanzielle Hilfe? Brauchen Sie ein zuverlässiges Kreditangebot zu einem erschwinglichen günstigen Zinssatz? hier ist die Firma, zum zu erhalten, weil ich Frau squires peter der Inhaber der ersten Finanzdarlehensfirma Darlehen zu einem erschwinglichen Zinssatz von 1% für den Zeitraum von 1 bis 30years nur austeilen, also für mehr Details, wenn interessiert, mit meinem Darlehen das Unternehmen kontaktiert mich freundlicherweise unter der unten angegebenen E-Mail-Adresse für weitere Bearbeitungen

yeomanloanfirm@gmail.com

Antwort an: yeomanloanfirm@gmail.com

Weia! :D

This email has been checked for viruses by Avast antivirus software.
https://www.avast.com/antivirus

Diese Mail ist ganz sicher eine Spam oder von vergleichbarem „Nährwert“ wie eine Spam, denn ein Absender, der nur einen Funken Respekt hat, würde die Empfänger seiner Mail nicht mit so sinnloser und gefährlicher Reklame verachten.

Wieso diese Reklame gefährlich ist? Weil nichts einen beliebigen Kriminellen davon abhält, den dummen Reklamespruch in seine eigene Mail zu kopieren und seine Kollektion von Schadsoftware anzuhängen. Ich habe diesen Spruch eben in ein Blogposting kopiert, um ihn zu zitieren. So einfach geht das. Markieren, kopieren und einfügen¹. Wenn Menschen sich auf solche Zusicherungen verlassen, erleichtert das nur Halunken ihre schäbigen Nummern.

Und tatsächlich tritt der Avast-Spruch zurzeit nur in Spam auf. Er ist eine gute Filterregel, um die „Kommunikationsversuche“ von Kriminellen zu erkennen. Ob das die Absicht von Avast ist? :mrgreen:

¹Wer ein un*xoides System nutzt, kann es sich noch einfacher machen: Text markieren und mit Klick auf die mittlere Maustaste einfügen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Menschen das nicht mehr wissen.

Erzielen Sie den Hoechstpreis fuer Ihre Immobilie

Dienstag, 7. Juni 2011

Welche Immobilie denn? Ich hab nicht einmal eine Wohnung zur Miete…

Guten Tag,

Haben sie auch keinen Namen? Ahm, nee…

haben auch Sie Probleme fur Ihre Immobilie einen Kaeufer zu finden?

Macht aber nichts, irgendwelche Kriminellen, die millionenfache Spam durch das Internet senden, sind bestimmt vertrauenswürdig, wenns um Geld geht.

Russische private und gewerbliche Kapitalanleger investieren im Ausland und dabei stehen Immobilien ganz hoch im Kurs.

Wir bewerben Ihre Immobilie in dem russischen Markt – bereits ab 19 Euro.

Eine elegante Methode, mindestens 19 Euro an irgendwelche Gangster zu geben – und vermutlich noch einiges mehr, wie sich im Wörtchen „ab“ verbirgt.

So verkaufen Sie Ihre Immobilie zum Hoechstpreis und meistens schneller, als Sie erwarten haben.

Wer Glück hat, wird nur wegen der angeblichen „Werbung“ in Russland abgezockt und muss nicht auch noch seinem Geld hinterherrennen, wenn er Geschäfte mit den Kumpanen der Spam-Mafia gemacht hat, seine Immobilie los ist und nie etwas dafür bekommen hat.

Besuchen Sie unsere WEB Seite [www]ruproperty.com fuer weitere Infomationen.

Seien sie bitte so blöd, in einer Spam herumzuklicken, damit sie weitere Lügen lesen können. Wir sind total ehrliche Geschäftsleute, wir schwören es bei unserem gefälschten Absender.

Mit freundlichem Gruss

Ihr
Ruproperty Team

Mit geheuchelter Freundlichkeit

Dein krimineller Spammer

zu Ihrer Information:
Wir haben Ihre Adresse von einem autorisierten Unternehmen erhalten. Sollten Sie zu unserer Werbemail nicht Ihr Einverstaendnis gegeben haben, bitten wir um Entschuldigung.
Wir loeschen Sie aus unserem Verteiler und nennen Ihnen auf Wunsch das Unternehmen, von dem wir Ihre Adresse erhalten haben. Melden Sie sich bitte hier ab unsubscribe.russmarketing[at]yandex.com

Zur ihrer Information:
Sie empfangen diese illegale und kriminelle Spam ohne besonderen Grund. Wenn ihnen das nicht gefällt, seien sie doch bitte so nett, uns mitzuteilen, dass die Spam ankommt, gelesen wird und dass da ein Empfänger ist, der auch noch in der Spam herumklickt. Diese Mitteilung wird Folgen haben, und zwar mindestens dreißig pro Tag, denn wir leben auch vom Adresshandel.

Hundreds of profiles of Russian hotties.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Ah, mal wieder eine, deren Betreff mit einem Punkt endet – das Skript mit diesem Problem ist also immer noch im Umlauf…

Na, was solls. Es gibt ja hunderte von Profilen von geilen russischen Ludern. Schade nur, dass in der Mail dann nicht mehr von hunderten die Rede ist, sondern…

I am your Russian pussy – you remember my nickname? Participate here

…nur noch von einer. Und die will auch noch, dass ich mich an ihren Nick erinnere! Als ob es der notgeilen Zielgruppe hier auf so etwas wie einen Namen ankäme… :mrgreen:

Übrigens ist das mal wieder ein alter Bekannter. Verwendet wird diesmal die Internet-Adresse live (strich) sober (punkt) info, und es wird wieder einmal der GET-Parameter idAff=136 angegeben, mutmaßlich, um über eine Affiliate-Programm ordentlich Klickercents zu kriegen, wenn einer so dumm ist, auf diese recht blöde Spam anzubeißen. Dieser idAff=136 – da ich seinen Namen nicht kenne, benamse ich ihm mal einfach nach seiner ID für das Affiliate-Programm – kommt mit den unterschiedlichsten angeblichen Angeboten, aber es ist wohl davon auszugehen, dass es sich dabei immer nur um den Wurm handelt, der die Fischlein zum Beißen bringen soll – so ein Wurm muss ja den Fischlein schmecken. Wie alle Spams dieses hirnweichen Bastards kam auch diese Mail von der dynamischen IP-Adresse eines mutmaßlich kriminell übernommenen Heimrechners in einem Botnetz der Spam-Mafia, in diesem Fall war es die IP 201.255.60.239. Schade, dass so viele Menschen Windows verwenden und damit für den zivilisierten Rest der Welt das Internet durch die Spampest unbrauchbar machen.

Ein Klick in eine Spam lohnt sich nie, und bei dieser besonderen Spam bekommt man vermutlich nicht einmal so etwas ähnliches wie das, was angepriesen wurde. Aber es scheint noch genug Idioten zu geben, die auf alles nur irgend Klickbare klicken, und deshalb läuft diese dumme Nummer weiter und weiter und weiter. Allein heute trafen von dieser Machart auf einer meiner Mailadressen 27 Spams ein.

[Wirklich keine Lust, das jetzt auszuprobieren]

You‘ve said that is not married!

Dienstag, 2. Februar 2010

[Ja, das ist wirklich der Betreff…]

Hey – why do I stop writing?

Hey, ich wollte, du würdest wirklich mit deinen komischen Spams aufhören.

„I very much waited your letter – every day,

Das tut mir aber leid. Aber ich schreibe nun mal lieber zu richtigen Menschen und nicht zu den Märchengestalten der Spamverbrecher.

I now have a website, come to my page and write to me at last,

Ist auch besser, wenn ich dir auf „deiner Website“ antworte, denn der Absender deiner Drecksmail ist meine eigene Mailadresse. Über Mail würde das nie etwas mit unserem Kontakt, und du könntest mir weder komische Geschichten erzählen noch komische Dinge in meinen Computer reindrücken.

I‘m waiting for you, and I want to meet with you, kisses – Nadia from Russia!

Kiss my bloody backside!

Click here

Wow, wundervoll. Man kann klicken. Der Link geht auf die tolle Domain huynh (punkt) ru, und da hängt auch noch ein HTTP-Parameter dran. Dieser Parameter heißt idAff, transportiert eine dreistellige Nummer und wird wohl dafür sorgen, dass der Absender dieser kriminellen Massenpost auch sein bisschen Reibach für diesen misslungenen Versuch macht. Küsse sind das letzte, was man dort bekommen wird.

Danke fur den Brief

Sonntag, 24. Januar 2010

An die Spam angehängtes FotoNa, das ist ja mal wieder eine „entzückende“ Mail. Und wie es sich für diese Art Mail von einer solchen „Frau“ gehört, auch mit einem entzückenden Foto (siehe rechts). Im Original, das sich die Spammer gewiss irgendwo aus dem Internet geholt haben, war das Gesicht natürlich nicht verpixelt – aber ich finde, die darauf abgebildete Frau ist jetzt wirklich schon gestraft genug.

Hallo!

Ich bin verwundert, deine Mitteilung zu bekommen.

Faszinierend, Mädchen! Du hast eine „Mitteilung“ von mir bekommen und kannst dich darüber so richtig verwundern, aber meinen Namen (oder doch wenigstens meinen Nick), den ich darin angegeben habe, denn kannst du nicht in den Gruß aufnehmen. Stattdessen grüßst du mit dem Standardwort der Spammer, mit einem schlichten Hallo.

Bei so wenig Kenntnissen über mich nehme ich es dir auch nicht übel, dass zehn der Absätze deines Strunztextes mit dem Wort „Ich“ anfangen.

Ich habe uber mein Profil in der Webseite singles.freenet.de vergessen. Aber ich bin froh, deine Mitteilung zu bekommen!

[Freenet hat natürlich nichts mit dieser Spam zu tun. Die Verbrecher brauchen aber einen Vorwand, wo der Kontakt angeblich herkommen soll.]

Hey, ich habe ganz vergessen, dass ich jemals so eine Website besucht habe. Und irgendeine Mitteilung habe ich da auch nicht gemacht. Aber wenn ich das getan hätte, denn hätte ich da bestimmt einen Namen druntergeschrieben – wenn etwas schon mit „singles“ im Domainnamen beginnt, denn sucht man dort ja auch Partner für die eher physikalische und zweiarmige Form der Liebe. Und leider muss man sich meistens vorm Sex ein bisschen kennenlernen, ich finde das auch immer wieder bitter… :mrgreen:

Aber du kannst das total gut ausgleichen, dass du nichts über mich weißt. Wahrscheinlich hast du drei Flaschen Wodka zu viel getrunken, als du den Rechner hochgefahren hast… :rolleyes:

Wie geht es?
Entschuldige, ich erinnere mich dich nicht. Aber ich werde froh sein, die Freunde mit dir zu sein!

…und kannst dich deshalb nicht mehr erinnern. Und generell scheinst du ein bisschen durcheinander gewesen zu sein…

Ich habe nicht verstanden, wie du heisse? Bitte, schreibe mir deinen Namen.

…und hast deshalb dein Ohr an ein kleines Textfeld gelegt. Kein Wunder, dass du nichts gehört hast. Diese Art von Hören macht man mit den Augen. :mrgreen:

Ich schicke dir mein Bild. Ich hoffe, du findest mich attraktiv! :)

Ehrlich gesagt finde ich dich nicht besonders attraktiv. Du siehst auf dem Bild und im Zusammenhang mit dieser Drecksspam aus wie eine billige Straßennutte. Sicher, um diesen Eindruck zu erwecken, hast du es ja auch aus irgendeiner Website rausgesucht, damit der Empfänger auch an ein billiges und williges Gegenüber denkt. Aber das trifft überhaupt nicht meinen Geschmack. Ich bevorzuge eine sichtbar größeren Hang zu allerlei Spielchen, die man etwas unrühmlich als pervers benennt und auch die nur wenig mit dem selbst bei Spießern so beliebten SM-Gepose zu tun haben. Leider würde ich gegen die Gesetze zum Jugendschutz in der BR Deutschland verstoßen, wenn ich jetzt in die Details gehe, und deshalb lasse ich es bleiben.

Aber ich kann dich ja auch verstehen. Schließlich richtest du dich nicht an Feinschmecker, sondern an die breite Masse – denn diese Spam ist hunderttausendfach durch Deutschland gegangen. Und so ein Mensch mit eher gewöhnlichen Wünschen soll dann einen ausgedehnten Schriftverkehr mit dir haben, und dann ziehst du ihm so nach und nach Geld aus der Tasche, mal hierfür, mal dafür. Und immer schön über Western Union, weil… na, dafür findet ein Gesindel wie „du“ immer drei Dutzend Gründe. Und von diesem Geld finanziert ihr Drecksspammer euch denn euren Lebensstil, denn ihr zieht das mit vierzig bis fünfzig Opfern gleichzeitig durch. Die Frau existiert nicht.

Ich spreche deutsch nicht, ich spreche englisch. Du kannst mir englisch schreiben.

Du kannst mir deutsch schreiben, wenn du englisch nicht sprichst. Ich werde dich verstehen :)

Wie jetzt, du sprichst deutsch nicht (was schon einmal total toll ist in so einer deutschen Mail) und ich kann dir englisch schreiben, aber ich kann dir deutsch schreiben, wenn ich kein Englisch kann und du wirst das verstehen. Habe ich das jetzt richtig verstanden? :mrgreen:

Ich heisse Viktoria. Ich habe 27 Jahre.

Hübscher Name, den du dir da ausgedacht hast. Deine letzte geistige Schwester, die mich (in ungleich langweiligerer Form) angeschrieben hat, hieß übrigens Vicky. Wisst ihr in Russland eigentlich, dass solche Namen mit „Vik“ zumindest unbewusst (wegen der zwei Laute, die vom Zeichen „V“ repräsentiert werden) an eine umgangssprachliche Bezeichnung des Geschlechtsverkehrs anklingen? Ich möchte es fast glauben, denn die Häufung ist schon sehr beachtlich.

In welcher Stadt in Deutschland lebst du?

Es ist übrigens total seltsam, dass du meinen Namen nicht mehr kennen willst, aber noch weißt, dass ich in Deutschland lebe.

Ich kann in deiner Stadt fur das reale Treffen nach dem Monat ankommen!

Nee, bei mir wird das nix. Ich bezahle dir keine Fahrkarte, um dann notgeil am Bahnhof zu warten und enttäuscht zu werden. Nur, um dann einen Brief oder eine Mail zu kriegen, dass das Geld irgendwie verschütt gegangen ist und dass ich dir vielleicht noch einmal das Geld für eine Fahrkarte vorstrecken soll. Nee, vergiss es, Ficktoria. Das machen nur komplett merkbefreite Idioten, die auf diese ausgesprochen abgegrabbelte Form des Betruges noch reinfallen und gar nicht bemerken, wie windig allein schon deine tolle Kontaktaufnahme ist.

Ich hoffe, wir konnen uns treffen!

Alles klar, denn das ist die Sache, die bei dieser Nummer niemals klappt. Trotz triefender Texte voller Sehnsucht. Es ist bestimmt total praktisch, dass man so ein herztümelndes Geschwafel gleich für dreißig Opfer auf einmal verwenden kann.

Du kannst mir deine Fragen vorlegen. Ich werde antworten!

Nur eine Frage, Ficktoria: Schämst du dich gar nicht? Also wenn schon Betrug, denn könntest du doch wenigstens ein bisschen origineller sein. Und wenn du schon ein Spamskript benutzt, denn könntest du wenigstens so viel über Programmierung lernen, …

Bitte, schreibe mir in meinen personlich email die Adresse! Ich kann dir nur aus der Adresse antworten:
vikroriashelet (at) lavabit.com

…dass du diesen Trick mit dem Reply-To im Mailheader hinbekommst. Denn kann man deine Drecksmails nämlich einfach beantworten, indem man auf „Beantworten“ in seiner Mailsoftware klickt. Dann besteht auch eine kleine Chance, dass nicht jeder Mensch mit mehr als fünf Tagen Computererfahrung bemerkt, dass du deine Absenderadresse gefälscht hast – wohl um einen ersten Eindruck der von dir gewünschten „Vertraulichkeit“ zu geben.

Ich warte deine Antwort und deine Bilder!
Vikroria.

Ach, geh einfach sterben, Ficktoria!

Mit freundlichen Gruen Olga

Donnerstag, 7. Januar 2010

So sieht die angebliche Olga ausJa, der Betreff lautet wirklich so. Aber ich will mich ja gar nicht beklagen, denn dank der Spam irgendwelcher windiger Heiratsschwindler habe auch ich, in dessen Liebesleben der ewige Herbst herrscht, immer wieder einen hübschen Liebesbrief zu lesen. Dieser kommt sogar mit einem Foto der Frau, das wohl mal wieder irgendwo aus dem Internet genommen und missbraucht wurde, aber immerhin, es sieht schon zum Anbeißen aus. (Für eine Ansicht in Originalgröße auf das Vorschaubild klicken und nicht darüber ärgern, dass ich das Gesicht in diesem von Spammern missbrauchten Foto verpixelt habe. Es ist wirklich schlimm genug für die Frau, dass ihr Bild von Verbrechern benutzt wird.)

Und nein, die sieht nicht nur knusprig aus, sie schreibt auch triefend:

Hallo!
Ist sehr froh dass ich dir den Brief auf deine personliche postalische Adresse zu schreiben kann.

Aber voll die persönliche Adresse, du kennst nicht mal meinen Namen und kannst mich nicht anreden!

Mein netter Freund wei? ich dass wir mit dir den schonen Verkehr aufbauen konnten.

Hey, schöner Verkehr! Mit dieser knackigen Frau! Was für eine tolle Aussicht!

Es ist schade was bei uns nicht erhalten wurde, auf der Webseite der Bekanntschaften umzugehen. Moglich sind die Probleme wegen der falschen Arbeit der Webseite der Bekanntschaften entstanden. Aber jetzt glucklich ich dass wir unseren Verkehr fortzusetzen konnen und, zu beginnen, einander zu erkennen es ist besser.

Sorry, Olga, aber ich treibe mich nicht auf irgendeiner „Website der Bekanntschaften“ herum. Deshalb kannst du mir auch nicht sagen, welche es sein soll, und du kannst mich auch nicht mit dem Namen ansprechen, unter dem ich mich dort herumtreibe.

Ich habe fur dich eines meiner Lieblingsfotos gewahlt und ich schicke dir sie. Mein Freund hoffe ich, deine Gegenseitigkeit in deinem Brief zu sehen.

Klar, und wenn ich „dir“ schreibe, werde ich von sehr geübten Betrügern in so einen richtig hübschen Schriftverkehr verwickelt und lerne immer mehr von deinen Problemen und Schicksalsschlägen kennen, und irgendwann würde ich mich darin wiederfinden, „dir“ immer wieder einmal Geld für alles mögliche über Western Union zukommen zu lassen, weil Frauen wie „du“ aus tausenden von Gründen auch niemals ein Bankkonto benutzen können. Nur mit dem Treffen, auf das ich mich die ganze Zeit freuen soll, damit wird es niemals etwas. Was auch daran liegen könnte, dass „du“ gar nicht recht existierst, sondern nur eine Figur mafiös organisierter Betrüger bist.

Auch wollte man dein das Foto sehr bekommen Du kannst mir auf diese Adresse schreiben. Es ist meine personliche postalische Adresse. Ich werde mit der Ungeduld auf deine Antworten Sie bitte nur, um meine personliche E-Mail: alayarosa20 (at) yahoo.com

Bitte auf gar keinen Fall beantworten, indem man in der Mailsoftware auf „Antworten“ klickt, denn die Absenderadresse ist gefälscht. Das ist eine ideale Grundlage zum Kennenlernen, so richtig hübsch von Anfang an. :mrgreen:

Antwort warten. Mit freundlichen Gruen Olga!

Ja, warte nur! Hoffentlich kommt es noch einmal so weit, dass niemand mehr auf derart üble Betrugsmaschen hereinfällt und dass Gestalten wie „du“ gar keine Antwort mehr kriegen.