Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Affiliate“

Re: Um ehrlich zu sein…

Montag, 21. August 2017

Oh, eine Spam an eine Honigtopfadresse, die ehrlich sein will? Das ist ja mal etwas ganz neues, und es klingt märchenhaft… :D

Hui, eine HTML-formatierte Spam mit Bildern, die von irgendwo aus dem Internet nachgeladen werden! Zu schade, dass ich so etwas meiner Mailsoftware nicht erlaube, um das Tracking durch Kriminelle, Werber und andere Feinde zu erschweren. Aber für dieses gründlich misslungene Exemplar der Gattung „Spam eines Reichwerdexperten“ mache ich mir gern die kleine Mühe, die Bilder ins Zitat zu setzen, denn sie sind wieder einmal ganz große Kunst. (Der jeweils eingebastelte Schriftzug „Spam“ ist natürlich von mir.)

HB SWISS
Seriös aussehen wollendes Foto eines Menschen
Ich versuche schon lange dich zu kontaktieren.
Ich habe ich viel durchgemacht um dir Zugriff auf dieses Trading System zu verschaffen.

>>> https://zap.btdx99.com/SHIk <<<

Aber ich habe immer noch nicht von dir zurückgehört.
Willst du nicht Tausende von Euros pro Tag von zuhause aus verdienen?
Falls nicht, dann sag mir bitte Bescheid damit ich deinen Zugriff
an die nächste Person in der Warteschlange weitergeben kann.
SWISS MADE
PREMIUM SERVICE GUARANTEED -- LIMITED EDITION -- TOP QUALITY * 100% CONFIDENT

Freundliche Grüße
HBSWISS, Team

Hallo, du Vollhonk, der du hilflos im Internet mit Geldbündeln rumwedelst,

ich habe schon lange mitgekriegt, wie du versuchst, mich vollzuspammen. Ich habe schon viel durchgemacht, um deine mit faszinierend wenig Hirn verfassten Spams mit Links auf deine regelmäßig im Internet umziehende Bullshit-Website mit Reichwerd-Quantenquark hier auf Unser täglich Spam zu behandeln, die du übrigens immer noch nicht verändert hast.

Und du hast immer noch nicht damit aufgehört. Obwohl du in deiner ersten Spam versprochen hast, dass ich das Ergebnis deiner vollständigen Denkverneinung nur genau EIN MAL sehen würde.

Ist es nicht seltsam, dass offenbar niemand Interesse an deinen tausenden von Øre zu haben scheint, die garantiert und täglich aus der Steckdose geflattert kommen, so dass du seit geschlagenen fünf Monaten aufdringlich wie eine Schmeißfliege jede Mailadresse zuspammen musst, die nicht bei drei auf den Bäumen ist? Und ist es nicht viel seltsamer, dass du nicht einfach dein eigenes und voll exklusives Binäre-Optionen-Reichwerdverfahren selbst anwendest, um damit reich zu werden? Dann brauchtest du doch gar nicht mehr wie ein schmieriger Verbrecher und Betrüger zu spammen, um neue Kunden für windige Broker anzuwerben und dafür Affiliate-Geld zu erhalten, sondern könntest jeden Tag tausende von Øre in die Bordelle deiner (gewiss nicht in der Schweiz liegenden) Stadt tragen, um dort einer deinem Können und Intellekt angemessenen Betätigung nachzugehen.

Liegt das etwa daran, dass deine tolle Methode mit ihrem tollen Funktionsprinzip…

Das Handelssystem der Privatbankiers, dass die Quantentechnologie nutzt! Werden Sie Mitglied des exklusiven Clubs.

…gar nicht funktioniert? :mrgreen:

Falls nicht – wie man es nach nur zwei Sekunden Nachdenkens annehmen muss – schreib das doch einfach mal in deine Spams rein, damit nicht immer wieder ein paar naive Menschen auf deinen Beschiss reinfallen!

Freundliche Grüße
Der Nachtwächter, Spamgenießer

Krisenherd BRD: Unser Land geht vor die Hunde!

Sonntag, 20. August 2017

Ja, das denke ich auch, wenn ich die Wahlplakate sehe. Ach, das ist ja der Betreff einer E-Mail… mal reinlesen!

Deutsche wacht auf!

Aber ich schlafe doch gar nicht… :D

Ist das jetzt die mit illegaler und asozialer Spam versendete Mitteilung eines Deutschlandauferweckers?

Mehr als sechs Million Menschen leben ausschliesslich von Sozialhilfe und können sich davon nicht einmal eine vollwertige Mahlzeit kaufen, geschweige denn ihre normalen Lebenskosten begleichen und das in einem Land, dass sich bei jeder Gelegenheit voller Stolz Export-Weltmeister nennt und Mittel ohne Ende zur Verfügung hat, wenn mal wieder Flüchtlinge aus aller Welt über die Grenzen kommen.

Auf jeden Fall liest es sich so, als habe der Spammer die gleiche Zielgruppe wie gewisse politische Beflügler der derzeit wieder modern gewordenen Abendlandserromantik.

Das ist die unfassbare Realität, mit der wir es momentan in Deutschland zu tun haben, ein Skandal ohnegleichen!

Fürwahr, fürwahr, ein unfassbarer Skandal, dass den kriminellen Spammern jedes Mittel recht ist, um neue Leute für ihre Betrügereien anzulocken. Und, was hat der Spammer jetzt anzubieten? Soll ich die NPD wählen? Mitnichten:

Dass es Grund zur Hoffnung und Freude gibt, haben wir im deutschen Fernsehen bewiesen und aufzeichnen lassen, damit jeder mit eigenen Augen sehen kann, dass es kluge Alternativen gibt, die von allen Bürger genutzt werden können, um wieder ein gutes Leben in Sicherheit und Wohlstand zu führen, ohne Massenarmut und Ausbeuterei!

HIER DIE FERNSEHAUFZEICHNUNG ANSCHAUEN UND OHNE KUMMER LEBEN!

Ich soll in eine Spam klicken.

Der Link führt zu einer Website in der Domain hopuly (punkt) com, die…

$ whois hopuly.com | grep "^\s*Creation"
   Creation Date: 2017-08-08T11:50:31Z
$ whois hopuly.com | grep "^\s*Registrar" | sed 4q
   Registrar WHOIS Server: whois.namecheap.com
   Registrar URL: http://www.namecheap.com
   Registrar: NameCheap Inc.
   Registrar IANA ID: 1068
$ _

…erst vor zwölf Tagen anonym registriert wurde. Natürlich ist das eine reine Wegwerfdomain, die weggeworfen wird, wenn die Spams wegen der lästigen Spamfilter und Blacklists nicht mehr ankommen. Deshalb gibt es dort auch keine Inhalte, sondern nur eine Weiterleitung¹…

$ mime-header "http://hopuly.com/hopuly/link.php?M=125224&N=15&L=1&F=H"
  HTTP/1.1 302 Found
  Date: Sun, 20 Aug 2017 12:24:31 GMT
  Server: Apache/2.4.6 (CentOS) PHP/5.4.16
  X-Powered-By: PHP/5.4.16
  Location: http://heimarbeit-im-internet.info/
  Content-Length: 0
  Connection: close
  Content-Type: text/html; charset=UTF-8
$ _

…zur Website in der Domain heimarbeit (strich) im (strich) internet (punkt) info, die…

$ whois heimarbeit-im-internet.info | grep "^Registrant" | sed 5q
Registrant Name: WhoisGuard Protected
Registrant Organization: WhoisGuard, Inc.
Registrant Street: P.O. Box 0823-03411
Registrant City: Panama
Registrant State/Province: Panama
$ _

…über einen bei Kriminellen sehr populären Dienstleister aus dem sonnigen Panama völlig anonym betrieben wird. Das ist doch genau die richtige Grundlage für Vertrauen in Gelddingen! :mrgreen:

Da stellt sich nur noch eine Frage: Was für eine tolle „Heimarbeit“ wird dort wohl angeboten? Nun, die Titelgrafik dieser seit dem Januar 2015 unveränderten Lügenseite, die häufiger im Web umzieht, als ein Reinlichkeitsfanatiker seine Hände wäscht, sagt wieder einmal mehr als tausend Worte:

Headergrafik der betrügerischen Website, die auf der linken Seite eine Frau mit einem Fächer aus 100-Euro-Banknoten, auf der rechten Seite einen überteuerten, benzinschlürfenden Sportwagen und in der Mitte einen Roulettekessel zeigt, über dem die Worte 'Clever zum Erfolg' prangen

Natürlich funktioniert das auf der kriminellen Dreckssite angebotene Roulettesystem nicht, wie man leicht in offenen Quellen nachlesen kann – vielmehr werden viele kleine Gewinne gegen einen irgendwann zwangsläufig eintretenden, sehr großen Verlust eingetauscht. Deshalb spammt der Spammer auch lieber, statt mit seinem als „Heimarbeit“ empfohlenen Roulettesystem selbst reich zu werden – und lässt sich von windigen Abzock-Casinos im Internet Geld dafür auszahlen, dass er ihnen neue Kunden wirbt. Das können durchaus zweistellige Beträge pro geworbenen Kunden sein, so dass man sich schon ein ganz passables Leben damit machen kann, dass man jeden Tag nur zehn Menschen mit derartiger Spam überrumpelt. Wer dieses Geld bezahlt? Das Geld bezahlen die naiven Menschen, die auf so eine Spam reingefallen sind und zwangsläufig ihr eingezahltes Geld verlieren werden. Und von diesen Verlusten kommt beim Spammer nur ein Bruchteil an.

Hochachtungsvoll
Karl Heinz Steinmeyer

Wenn das die „Hochachtung“ ist, will man die Verachtung nicht mehr kennenlernen.

Nachtrag zum Thema “Krisenherd BRD: Unser Land geht vor die Hunde”: Wer keine Infosendungen mehr zugestellt kriegen will, tippt bitte hierrauf und wird automatisch von uns gelöscht.

Nein, man kann Spam nicht abbestellen, indem man Spammern mitteilt, dass sie ankommt, gelesen wird und beklickt wird.

¹Ich habe die eindeutige ID im URI-Paramter M verändert. Ein Aufruf ohne ID war nicht möglich, aber meine eigene Mailadresse wollte ich nicht durch einen derartigen Aufruf verifizieren und zur Mülltonne der Spammer machen. Es ist niemals eine gute Idee, in Spams zu klicken.

Hello!

Mittwoch, 16. August 2017

Aha, ein „Qualitätsbetreff“…

r u down for right now? i‘m 27/f looking for a f*ckbuddy on the side…
i‘m crazy in bed ;) think you could tame my pu_$Sy?

my username is Lenusik47
u can see my naughty pics >> here <<

Und ein „Liebesbrief“ ist es auch noch. Aber einer, dessen Absender genau weiß, dass er mit seiner Wortwahl durch keinen Spamfilter dieser Welt hindruchkommt und der deshalb die Muschi lieber als mU_$ch1 schreibt.

Natürlich handelt es sich mal wieder um einen Dating-Beschiss, und wer in einem Anfall geistiger Umnachtung auf den Link klickt, steht vor einer potemkinschen Dating-Site, wo er ein Google-CAPTCHA¹ lösen soll – schließlich will dieser Spammer nicht seinerseits mit skriptgesteuerten Spamregistrierungen genervter Empfänger seiner Spam zugespammt werden, sondern Affiliate-Geld dafür kassieren, dass er irgendwelche notgeil-verzweifelten Männer an einen fragwürdigen, halbseidenen und vermutlich gesalzen teuren Dating-Anbieter verkauft. Und wer dann das CAPTCHA geschafft hat, ist endlich am Ziel:

Screenshot der betrügerischen Website

Ich bitte bei dieser grandiosen Website eines spammenden Vollidioten um Beachtung für folgende, ziemlich offensichtliche Dinge:

  1. Man sieht dort nur Frauen. Was haben diese Frauen wohl mit den Männern gemacht, damit die Männer allesamt die Flucht ergriffen haben? Möchte man selbst so behandelt werden?
  2. Da ist gar keine Website. Der Hintergrund ist nur ein Screenshot einer anderen Dating-Website. Mein Browser läuft niemals im Vollbild, sondern meist mit einer Fensterbreite von rd. 1.000 Pixeln und deshalb ist dieses Bild bei mir sehr unvorteilhaft abgeschnitten. Hier will jemand gezielt einen falschen Eindruck erwecken, und weil er zu faul war, sich schnell eine potemkinsche Webfassade zu zimmern (dafür kann man sich ja auch bei anderen bedienen), ist das Ergebnis lächerlich geraten.
  3. Es ist ja bekannt, dass der Klick auf „Ich habe die Nutzungsbedingungen gelesen und bin damit einverstanden“ die vermutlich häufigste Lüge des Internetzeitalters geworden ist. Aber wenn man nur fünf Minuten Zeit hat, eine derartige Bleiwüste aus literarisch ungenießbarer Sprache zu lesen, dann liest sie garantiert niemand. Ich gehe davon aus, dass die so präsentierten AGB keineswegs Bestandteil eines geschlossenen Vertrages, sondern juristisch vollkommen wirkungslos sind.
  4. Die Anmeldung ist kostenlos. Die Nutzung natürlich nicht. Man wird schnell von einem dummen Skript kontaktiert, und man muss schnell unverschämt viel Geld dafür bezahlen, dass man mit dummen Skripten chatten und mailen kann. Zu Sexkontakten kommen nur jene Menschen, die Ausgaben eines Computerprogrammes stark erregend finden, und für diese Menschen besteht keine Notwendigkeit, vorm Computer sitzend den Umweg über einen Dating-Betrüger zu gehen.

Wenn ein Spammer sich mit seinem Beschiss Mühe geben würde, könnte er ja auch gleich arbeiten gehen…

¹Aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel ein Zitat: „Wie ein Versuch zeigt, existieren Algorithmen, die Captchas beispielsweise von Googles weit verbreitetem reCAPTCHA zu weit über 90 % richtig lösen, und somit eine höhere Erkennungsquote als Menschen aufweisen“. Wer trotzdem noch ein CAPTCHA einsetzt, zeigt damit vor allem seine Dummheit.

Möchtest Du das Profil von Kira aufrufen? [test]

Dienstag, 15. August 2017

Wie jetzt, Test? Hast du keine lokale Testumgebung, Spammer?! :mrgreen:

Hui, deshalb Test. Die Datingabzockspammer mit ihrem Affiliate-Geschäft für gesalzen teure Chats haben jetzt ein Skript, das HTML-Mails ermöglicht. Offenbar sind die alten Textnachrichten mit ihren gleichermaßen saudummen und mückenhaft nervenden Wasserfolter-Texten nicht mehr wirksam genug, um dieser Spammerbande ihre regelmäßigen Puffbesuche zu finanzieren, und deshalb gucken die sich nicht etwa nach einer weniger asozialen und kriminellen Tätigkeit um, sondern fassen zum ersten Mal seit mehreren Jahren ihren Skriptapparat für das Spammen an.

Der erste Probeausschank des alten, ekligen Gammelweins mit Schimmelplocken in neuen Schläuchen sieht so aus:

web version (Link) -- Du hast eine Nachricht -- Hallo, -- Du hast eine neue Freundschaftsanfrage von KiraHot(36) -- Möchtest Du die Anfrage bestätigen oder ablehnen? -- Bestätigen >> -- Ablehnen >> -- > Privates Profil anschauen > -- Möchtest Du zuerst das Profil von KevinLang(36) aufrufen? -- Dann klicke hier: -- Profil aufrufen >> -- Beste Grüße, -- AmateurCommunity -- PS.: ACHTUNG - Wir übernehmen keine Garantie, ob in den (Video-)Bildern Nacktheit vorkommt. -- Bitte DISKRET und vertraulich behandeln! -- Lust auf ein Date? -- Klicken Sie hier, um diese Nachricht als Spam zu melden -- Kontakt (Datenbankverwaltung): twist.marketing@yandex.com ; Twist Marketing Hamburg -- Klicken Sie zum Abbestellen hier

Hui, jetzt sogar mit irgendwo im Web eingesammelten Fotos leckeren Frauenfleisches in der Spam – die schwarzen Balken sind natürlich von mir. Ich mag an diesem Foto ja das Kissen mit dem Kullfellmuster, das die Vorstellung eines Euters mit der Vorstellung des Kuschelns verbindet. :D

Aber solche „Innovationen“ können nicht über die Schwächen des neuen Skriptapparates dieser Spammer hinwegtäuschen. Wer mir eine KiraHot (36) andrehen will, mich aber zum Profil von KevinLang (36) führt, kann mich auch nicht mehr damit locken, dass in den total vertraulichen Bildern und Videos masturbationsaktive Nacktheit vorkommen könnte.

Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal ein bisschen besser mit den Skripten. :mrgreen:

Wer seinen Job hasst guckt hier!

Samstag, 12. August 2017

Liebe Leser!

Stimmt, wer das liest, der ist ein Leser. Endlich haben die Spammer eine gute Anrede gefunden!

Ihr hasst Euren Job, doch Ihr habt verständlicherweise große Angst davor, einfach alles hinzuwerfen?

Wer seinen Job hasst und nur noch aus lauter Angst weitermacht, ist kein Arbeiter oder Angestellter, sondern ein ohnmächtiger Sklave seiner Verhältnisse. Nur dumme Sklaven glauben, dass die Freiheit mit einer illegalen und asozialen Spam kommen könnte, von so einem illegalen und asozialen Freiheitsbringer, der…

Dann zögert nicht lange und schaut Euch unbedingt unser Alternativ-Konzept an, welches viele Vorteile miteinander verbindet und Euch ganz neue Perspektiven eröffnet:

…jungen, naiven Sklaven Alternativen zur Sklaverei anbietet. Mit Vorteilen. Und mit Perspektiven. Aber ohne ein Wort darüber, worin die Alternativen bestehen. Er wird doch nicht etwa den Freitod vorschlagen? :evil:

1: Anwendbarkeit: Ihr könnt es umgehend austesten, ohne Euren alten Job aufzugeben, bedingungslos und ohne Zeitbeschränkung.

Nein, der Freitod kann es nicht sein. Den könnte man zwar auch umgehend austesten, aber nach diesem Test könnte man nicht weiterarbeiten. Das wäre auch seltsam gewesen, denn die Spammer spammen nur, um andere Menschen abzuziehen, zu belügen und zu betrügen. Und beim Freitod wird ja gar kein Geld umgesetzt. Was sollte sich daran also für den Spammer lohnen.

2: Verschwiegenheit: Keiner wird irgendetwas von Eurem Unterfangen mitkriegen und schon gar nicht Euer Chef, Eure Kollegen oder sonst jemand.

Also gibt es ein tolles Freiheitsprogramm für heftig hassende Sklaven ihrer Lebensverhältnisse, von dessen Durchführung die Umgebung gar nichts mitbekommt. Wer daran teilnimmt, wird also frei, ohne dass jemand anders die Freiheit bemerken könnte. Das ist eine tolle Eigenschaft, da sie eine Veränderung ist, die darin besteht, dass alles so bleibt, wie es ist. Der Autor dieser Spam hat wahrlich verstanden, wie man Menschen ansprechen muss, die ihr stinkendes Leben hassen und die in ihrer lähmenden Angst vor jeglicher Veränderung gefangen sind: Wie Dummköpfe, die selbst klaffende Widersprüche in der Darlegung gar nicht bemerken können. Vermutlich geht der unbekannte Autor dieser Zeilen davon aus, dass man aus Dummköpfen das meiste Geld herausleiern kann.

3: Flexibilität: Es gibt keine Verpflichtungen, geschweige denn feste Arbeitszeiten. Es steht Euch frei, selbst zu entscheiden, wann Ihr aktiv sein möchtet.

Aha, es handelt sich um einen „Nebenjob“. Wer einen Job machen muss, den er schon hasst, der kann ja noch einen zweiten Job machen. Und, worin besteht dieser Nebenjob?

4: Möglichkeiten: Bei uns gibt es keine Dumpinglöhne. Ab einer 24-Stunden-Woche sind Einnahmen im 3-stelligen Bereich für jedermann garantiert.

Das wird nicht gesagt. Stattdessen gibt es garantierte „Einnahmen“; keinen Lohn, kein Gehalt, sondern „Einnahmen“. Es ist wohl doch kein „Nebenjob“. Aber immerhin werden die „Einnahmen“ garantiert. Mit heiligem Spammerehrenwort. Geschworen bei der gefälschten Absenderadresse der Spam. Und außerdem hat der Spammer neulich einen Dienstleister gefunden…

5: Zufriedenheit: Auf unserer Facebookseite findet Ihr dutzende Likes von Menschen, die uns herzlich weiterempfehlen und durchweg zufrieden sind.

…bei dem man für ein paar Dollar einige tausend Däumchenhochs bei Facebook erwerben kann, um damit Eindruck zu schinden. Oder vielleicht auch nicht, denn seine „Facebookseite“ wird in der Spam ja gar nicht verlinkt. Dabei ist er durchaus dazu imstande, einen Link in seiner HTML-formatierten Spam zu setzen, der Spammer mit seiner Freiheit durch zusätzliche „Nebenjobs“.

Na, seit Ihr neugierig geworden? Dann wartet nicht lange und lasst Euch in Kenntnis setzen, damit auch Ihr 2017 endlich Euer Leben so gestalten könnt, wie Ihr es schon immer wolltet!

- HIER KUNDIG MACHEN UND DIE BESSERE ALTERNATIVE ZUM ARBEITSPLATZ FINDEN -

Oh, es ist ja doch kein „Nebenjob“, sondern eine Alternative zum Arbeiten. Warum schreibt der Spammer das nicht gleich? Ach egal.

Der Link geht in die Domain begindust (punkt) com und ist mit einer eindeutigen ID versehen, damit der Spammer auch erfährt, unter welchen Mailadressen seine bescheuert formulierte Spam ankommt und beklickt wird. Das Weiterleitungsskript funktioniert nur mit der ID, aber es funktioniert zum Glück immer noch, wenn man die ID gegen eine beliebig ausgedachte austauscht, zum Beispiel gegen eine Null:

$ mime-header "http://begindust.com/begindust/link.php?M=0&N=36&L=1&F=H"
http://begindust.com/begindust/link.php?M=0&N=36&L=1&F=H
  HTTP/1.1 302 Found
  Date: Sat, 12 Aug 2017 11:24:23 GMT
  Server: Apache/2.4.6 (CentOS) PHP/5.4.16
  X-Powered-By: PHP/5.4.16
  Location: http://clever-online-arbeiten.info/
  Content-Length: 0
  Connection: close
  Content-Type: text/html; charset=UTF-8
$ _

Die Reise geht also zur Website in der Domain clever (strich) online (strich) arbeiten (punkt) info, wo es gewiss ganz clevere Tipps gibt, wie man „online“ Geld verdienen kann. Schon die jedem Spamgenießer vertraute Headergrafik der regelmäßig auf andere Domains umziehenden Schrottseite macht klar, wie clever diese „Arbeit“ ist, die man „online“ verrichtet:

Headergrafik der betrügerischen Website, die auf der linken Seite eine Frau mit einem Fächer aus 100-Euro-Banknoten, auf der rechten Seite einen überteuerten, benzinschlürfenden Sportwagen und in der Mitte einen Roulettekessel zeigt, über dem die Worte 'Clever zum Erfolg' prangen

Für den Spammer ist es allerdings sehr clever. Der spielt natürlich nicht Roulette nach dem auf seiner vorsätzlich leserverdummenden Drecksseite angepriesenen, völlig nutzlosen Martingale-System, bei dem viele lächerlich kleine Gewinne gegen einen irgendwann mit Sicherheit kommenden, sehr großen Verlust eingetauscht werden. Stattdessen lässt er sich lieber von windigen Internet-Zockläden Affiliate-Geld dafür bezahlen, dass er ihnen neue Kunden anwirbt – und das können durchaus zweistellige Eurobeträge pro zahlender Kunde sein. Wenn er nur jeden Tag nur zehn Dumme fände, die auf seine immer wieder wiederholten Lügen und auf seine Spam auf allen Kanälen reinfielen, dann könnte er schon jeden Tag mehr als hundert Euro in Kokain und Bordellbesuche umsetzen.

Leider steht zu befürchten, dass er jeden Tag mehr als zehn Dumme findet.

Und leider steht zu befürchten, dass diese aufdringliche, saublöde Nummer nicht seine einzige Methode ist, die Naivität und Leichtgläubigkeit anderer Menschen in Geld zu verwandeln.

Das „Cleverste“ für den Spammer: Seine inzwischen sehr betagte Nummer macht ihn kaum Mühe. Die Webseite mit den Roulettesystem-Lügen ist seit zweieinhalb Jahren völlig unverändert, nur der Name und die angegebene Mailadresse werden gelegentlich ausgetauscht. Die einzige Tätigkeit des Betrügers besteht darin, sich regelmäßig neue Strunztexte für seine Spams aus den Fingern zu saugen, ein Skript zu starten, das diese Strunztexte millionenfach als Spam versendet und das eingegangene Geld für sein menschenverachtendes Tun zu zählen. Gut, dass er sich über die Folgen seines Tuns für die darauf reinfallenden Menschen keine Gedanken machen muss, sonst wäre es sicherlich sehr belastend. :mrgreen:

Hochachtungsvoll
Julia Kirchner

Geh sterben, du Platitüdenbaron!

Anmerkung: Nicht informativ? Dann hier drauf tippen und wir versenden keine Mitteilungen mehr an Euch.

„Hier drauf tippen“ ist das „Click here“ für die „Generation Smartphone“, und es klingt und ist genau so blöd wie „Click here“. Menschen, die wirklich etwas lesenswertes mitzuteilen haben, werden niemals solche Sprachstummel benutzen.

Re: Annette und Michael

Montag, 7. August 2017

Hallo gammelfleisch@tamagothi.de¹!, von Annette und Michael

Foto zweier alter Menschen

Ich wollte mal kurz etwas über ein paar Mythen klarstellen die dich wahrscheinlich ärmer und ärmer machen…

>>> http://clck.adcnvr.com/aff_c?offer_id=184&aff_id=1736 <<<²

Ich habe nicht viel Zeit, starten wir also sofort los…

1. Du braucht KEIN Grundwissen um Tausende an
Euro mit so einem System zu machen.

2. Du musst kein Computer-Genie sein um zu verstehen
wie dieses unglaubliche Geldmachsystem funktioniert.

3. Du musst nicht Tausende von Euro für eine robuste
Trading-Software bezahlen die auch tatsächlich FUNKTIONIERT.

Um genau zu sein, kann ich dir gerne zeigen wie du umsonst an eine kommst…

>>> http://clck.adcnvr.com/aff_c?offer_id=184&aff_id=1736 <<<²

Die Achtung,
Annette und Michael

Anette Briegel in einer Unterschrift, die mit einem Handschriftfont simuliert wurde
Michael Briegel in einer Unterschrift, die mit einem Handschriftfont simuliert wurde

So so, „die Achtung“. Die kommt besonders achtungsvoll, diese Achtung, wenn man für die Unterschrift einen Handschriftfont benutzt. :mrgreen:

Das ist schon bitter für diese Reichwerdexperten, dass sich niemand für das ganze Geld aus der Steckdose zu interessieren scheint, das sie jeden Tag mit illegaler, asozialer und vorsätzlich intelligenzbeleidigender Spam anbieten. War die Präsentation bislang halbwegs „hipp“ und orientierte sich an der typischen Verblödung der „Generation Jamba“, die während der Wartezeit im Jobcenter ihre Hartzgroschen beim Börsenhandel mit extrem windigen Wettzetteln verzocken sollte, so scheint diese traurige Mixtur aus BRD-Bildungsnotstand und BRD-Billiglohn inzwischen vollumfänglich von den Spammern zu gebrannten Kindern gemacht worden zu sein, die fortan ein halbes Jahr lang das Feuer scheuen (bis wieder ein anderer Betrüger in anderer Verpackung das Märchen vom Schlaraffenland erzählt, in dem das Geld aus der Steckdose fließt – vielleicht mal wieder aus den Online-Casinos).

Warum das so bitter für die Spammer ist? Weil die Spammer natürlich nicht mit ihrer eigenen Reichwerdmethode reich werden, sondern lieber Affiliate-Geld von halbseidenen Brokern dafür kassieren, dass sie ihnen neue Kunden zuschieben. Das können durchaus zweistellige Euro-Beträge pro geworbenem Kunden sein – und wer über teils völlig absurde Gebühren (für den Kauf, den Verkauf, die Nutzungsdauer, die Auszahlung, die Einzahlung und dergleichen mehr) dieses Geld (und noch ein paar hundert Euro mehr) bezahlen wird, sollte klar sein: Es sind die meist naiven Menschen, die auf die Lügen der Spammer hereingefallen sind. Aus dem mühelos aus der Steckdose fließenden Geld wird nichts, stattdessen geht eingezahltes Geld verloren.

Deshalb brauchen die Reichwerd-Spammer mit ihren Binären Optionen immer wieder Nachschub an naiven, unerfahrenen und uninformierten Menschen, in denen sie die Geldgier wecken können, um sie abzuzocken.

Inzwischen scheinen die Reichwerd-Spammer zu versuchen, BRD-Armutsrentner zu ködern, wie man an dieser Spam sieht. Natürlich ist diese Spam noch unbeholfen, ein erster Versuch, und hoffentlich ein letzter, weil Menschen mit etwas Lebenserfahrung wohl kaum daran glauben werden, dass Geld mit ein paar Klicks und hokus pokus Börsenmagie aus dem Nichts entsteht. Eine eigene Seite für diese Masche haben die Verbrecher noch nicht gebaut, es scheint sich also wirklich nur um einen Versuch zu handeln. Die Links gehen nach der üblichen Kaskade von Umleitungen in die Domain hbswiss (punkt) com, wo es unverändert allerfeinsten Quantenquark zum Genießen gibt:

Das Handelssystem der Privatbankiers, dass die Quantentechnologie nutzt! Werden Sie Mitglied des exklusiven Clubs.

Wer sich dafür interessiert: Die gesamte Betrugsseite ist seit Monaten unverändert und sieht immer noch wie meine Archivversion vom 28. März dieses Jahres aus. Allerdings wurde inzwischen ein anderes Video eingebettet. Natürlich sind dem Spezialexperten – der ja immerhin vorgibt, eine Software gemacht zu haben, die mit Quantentechnologie an der Börse automatisch Gewinn erwirtschaften kann – die tieferen Geheimnisse von HTML5 viel zu geheimnisvoll geblieben, um sie schnell irgendwo nachzuschlagen und anzuwenden, und deshalb hat er auch sein neues Video bei YouTube hochgeladen und über den YouTube-Einbettungscode in seine Betrugsseite eingeklebt. Denn wenn er sich Mühe geben wollte, dann könnte der Spammer ja auch gleich arbeiten gehen und müsste nicht mehr spammen…

¹Mailadresse im Zitat geändert. Die Spam ging an eine andere Adresse, die ich hier für Menschen unsichtbar ausgelegt habe.

²Die Spam ist HTML-formatiert, und der Link geht im Wirklichkeit in die Domain teleera (punkt) com. Wer solche Tricksereien und Irreführungen nötig hat, ist mit Sicherheit kein guter Ratgeber in irgendeiner Frage.

Die ideale Lösung für alle Mitbürger die zu wenig zum Leben haben!

Donnerstag, 3. August 2017

Was willst du mir anbieten, Spammer? Eine Anleitung, wie man einen Bankraub durchführt?

An alle Bürger die zu wenig zum Leben haben!

Oh, die Spam geht an Bürger. Die muss voll seriös sein. Vermutlich geht sie sogar an besorgte Bürger.

Ihr wisst nicht mehr weiter, habt zu wenig zum Leben und sehnt Euch zu Recht nach mehr sozialer Gerechtigkeit? Dann zögert nicht, lasst Euch von uns unter die Arme greifen und lebt einen komplett neuen Lebensstil! Wir haben eine optimale Lösung für alle, die von der Gesellschaft im Stich gelassen wurden und auf Pro-Sieben vorgeführt, dass ein Leben in Würde und Wohlstand für jeden möglich ist.

Mehr soziale Gerechtigkeit, mit Vorführung auf ProSieben – und nein, der Fernsehsender hat mit dieser Spam natürlich gar nichts zu tun. Ich brauche gar nicht weiterzulesen und weiß schon genau, was jetzt kommt: Ein Roulettesystem. Natürlich eines, das nicht funktioniert. ProSieben hatte ja vor langer Zeit einmal eine Dokumentation, in der das Martingale-System präsentiert wurde, was übrigens zum völligen Bankrott eines Mitspielers führte. Damit man letzteres nicht beim Anschauen bemerkt, wird das Video von den Spammern in einer dermaßen unbrauchbaren Qualität verwendet, dass es wohl niemand bis zum Ende schaut.

Seht Euch unseren Fernsehauftritt [sic!] an und Ihr werdet angenehm überrascht sein, wie erleichternd es ist, wenn man endlich die Freiheit hat selber zu entscheiden, wie viel Zeit und finanzielle Mittel einem am Monatsende zur Verfügung stehen. Helft Euch selbst und lasst Euch aufklären, wie man aus der Not eine Tugend machen kann, wenn man nur weiß, wo man die Hand aufhalten muss.

Oh toll, am Monatsende steht mir mehr Zeit zur Verfügung! :D

HIER FINDET IHR DIE IDEALE LÖSUNG UM DAS LEBEN WIEDER ZU GENIESSEN

Headergrafik der betrügerischen Website, die auf der linken Seite eine Frau mit einem Fächer aus 100-Euro-Banknoten, auf der rechten Seite einen überteuerten, benzinschlürfenden Sportwagen und in der Mitte einen Roulettekessel zeigt, über dem die Worte 'Clever zum Erfolg' prangen

Seit Januar 2015 ist diese an sich ziemlich lächerliche Seite unverändert, wenn man vom gelegentlich veränderten Namen absieht, der drunter steht – und natürlich von der Domain, unter der die Lügensite verfügbar ist. Diese Website zieht natürlich regelmäßig um, weil der kriminelle Dreck schnell auf allen einschlägigen Blacklists steht. Seit Januar 2015 schafft es dieser Spammer offenbar, mit dieser Masche genügend Leute dazu zu bringen, dass sie sich bei einem Online-Abzockcasino registrieren und dort auch Geld einzahlen. Der Spammer spielt natürlich nicht sein eigenes System, von dem er ganz genau weiß, dass man damit nicht gewinnen kann. Stattdessen lässt er sich lieber von windigen Online-Abzockcasinos Affiliate-Geld dafür auszahlen, dass er ihnen neue Kunden zutreibt. Das können übrigens durchaus zweistellige Euro-Beträge pro Kunde sein, wenn man die Leute zu einer ordentlichen Einzahlung motiviert. Wer dieses an den Spammer ausgezahlte Geld letzten Endes bezahlen wird? Natürlich die naiven Menschen, die darauf reingefallen sind und ihr eingezahltes Geld verlieren. Und wie nennt der Spammer das? Richtig, er nennt es „mehr soziale Gerechtigkeit“, „Würde“ und „Wohlstand“. Seit Januar 2015 (mindestens) klappt das bei diesem Spammer wohl ganz gut. Bei seinen Opfern natürlich nicht. Die verlieren mit mathematischer Zwangsläufigkeit ihr gesamtes eingezahltes Geld und haben hinterher noch größere Probleme als vorher. Der Spammer hat für dieses Vorgehen auch einen schönen Namen. Er nennt es…

Alles Liebe
Petra Baumann

…Liebe. Aber sooooo viel Liebe! :mrgreen:

Es ist eigentlich überflüssig, noch zu erwähnen, dass die verwendeten Domains vollständig anonym über einen Dienstleister aus dem sonnigen Panama registriert wurden. Was kann da schon passieren? Es geht ja nur um Geld.

Anmerkung: Es geht Euch gut und Ihr braucht keine Hilfe? Bitte hier raufgehen und wir versenden keine Briefe mehr an diese Adresse.

„Bitte hier raufgehen“ ist das „Click here“ für die Generation Wischofon, und es klingt genau so doof wie „Click here“. Kein Mensch, der seine Leser nicht gerade verachtet, würden seine Lesern mit derartigen Sprachstummeln kommen.

Macht Euch diesen Juli bereit für das Bedingungslose Grundeinkommen!

Dienstag, 1. August 2017

Aber Spammer, wir haben August…

Hallo Leute!

…und ich bin – wie die meisten Empfänger – nur einer. :D

Seit Ihr bereit für das bedingungslose Grundeinkommen, das Schwerstarbeit und Zeitdruck überflüssig macht und jedem von uns ein menschenwürdiges Dasein ohne Sorgen und Mängel bietet? Könnt Ihr Euch im Traum nicht vorstellen? Dann schaut Dir den folgenden Pro7-Videoclip an und erlebt selbst, wie man jeden Monat wunderbar über die Runden kommt, ohne auch nur einen Finger zu rühren, geschweige denn beim Staat betteln zu müssen!

Wie, du bietest Umzüge ins Schlaraffenland an, wo einem die Bratwürste auf unbeirrbaren Schwingen ins geöffnete Mündlein flattern? Aber mitnichten, du bietest…

- Hier ohne Umschweife erfahren wie’s geht und noch diesen Monat das bedingungslose Grundeinkommen beziehen -

…eine Gelegenheit an, in die Spam zu klicken. Der Link führt – natürlich mit eindeutiger ID, damit du Spammer auch weißt, bei welchen Mailadressen sich das weitere Zuspammen lohnt – auf eine Weiterleitung zur Website in der Domain clever (strich) online (strich) arbeiten (punkt) info, und diese Domain wird spamüblich…

$ whois clever-online-arbeiten.info | grep "^Registrant" | sed 5q
Registrant Name: WhoisGuard Protected
Registrant Organization: WhoisGuard, Inc.
Registrant Street: P.O. Box 0823-03411
Registrant City: Panama
Registrant State/Province: Panama
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…über einen Dienstleister aus dem sonnigen Panama völlig anonym betrieben. Genau die richtige Vertrauensgrundlage, wenn es um so etwas Unwichtiges und Uninteressantes wie Geld geht. Da stellt sich nur noch eine Frage: Wie sieht das total clevere Online-Arbeiten denn aus, das neben dem klicki-klicki keinerlei gerührten Finger braucht. Um diese Frage zu beantworten, möge ein Blick auf die Headergrafik der seit Januar 2015 (mit Ausnahme des Namens am Ende des Textes) unveränderten, aber ständig auf neue Domains umziehenden Müllseite voller halbgarer Hirnwinde genügen:

Headergrafik der betrügerischen Website, die auf der linken Seite eine Frau mit einem Fächer aus 100-Euro-Banknoten, auf der rechten Seite einen überteuerten, benzinschlürfenden Sportwagen und in der Mitte einen Roulettekessel zeigt, über dem die Worte 'Clever zum Erfolg' prangen

Fürwahr, ein cleverer Weg, fast so clever wie ein handliches Do-it-yourself-Kit für die schnelle Lobotomie – nur der Spammer mag diesen Weg nicht selbst beschreiten, weil er ganz genau weiß, dass sein vor mathematischen Analphabeten ausgebreitetes nichtsnutziges Roulettesystem vor allem nichtsnutzig ist. Stattdessen kassiert er lieber von windigen Online-Abzockcasinso Affiliate-Geld dafür, dass er ihnen neue Kunden zutreibt. Wer dieses Geld bezahlen wird? Na, die Leute natürlich, die auf diese Spam reingefallen sind und zwangsläufig ihr Geld verlieren.

Wer mir das nicht glaubt, stelle sich bitte nur eine einzige Frage: Wenn das Roulettesystem funktionierte, warum wird der Spammer dann nicht einfach selbst damit reich? Ein paarhundert Euro am Tag für Klicken und Sesselfurzerei wären doch eine Menge Zaster, da brauchte man doch gar nicht mehr zu spammen, um die ganz geheimen Geheimtipps aus der Tiefe der Kloschüss… ähm… des Roulettekessels im offen zugänglichen Web zu verlinken.

Diese an sich sehr einfache Frage sei übrigens bei allen Reichwerdexperten empfohlen, die ihren Spamempfängern sagen, dass man sich bei Online-Casinos das Geld aus der Steckdose ziehen kann.

Hochachtungsvoll
Katarina Lange

In schamloser Verachtung der Intelligenz der Empfänger
Dein asozialer Abzockcasino-Affiliate-Spammer

Es geht Euch gut und Ihr wollt keine Zuschriften mehr? Dann hier drauftippen.

„Hier drauftippen“ ist das „Click here“ des Smartphonezeitalters, und es ist genau so doof.