Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Binäre Optionen“

Hallo, interessieren Sie sich für den Handel mit binären Optionen

Mittwoch, 17. Juni 2020

Nein. Ich wette nicht um Geld.

Von: COLINS CRYPTO GLOBAL INVESTMENT <grahamjonathan002@gmail.com>

Vom großen, globalen, Kryptofinanzprofi, der nicht einmal eine eigene Domain für seine E-Mail unterhält, sondern lieber eine kostenlose und anonym eingerichtete von Google verwendet. Sehr vertrauenerweckend! 👔

An: undisclosed-recipients: ;

Und Massenware, die an Millionen Empfänger geht, ist es auch noch. Ich habe den Müll gleich auf vier Mailadressen gehabt. 🗑️

Na ja, vielleicht sieht ja dafür seine E-Mail ein bisschen seriös aus. Mal reinschauen:

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Gut, ihr müsst natürlich erstmal ein bisschen Geld hingeben. Aber dann flutschen die Scheine aus der Steckdose, einfach so. Und zu vollen, satten, in die Trübnis des Spamfilters leuchtenden hundert Prozent garantiert und versichert. 💯

Aber gebt lieber nicht 4.000 Dollar, denn da ist irgendwo auf dem Weg eine Null weggefallen! Mit 3.000 Dollar macht ihr das bessere Geschäft! Kann ja auch nicht jeder Zahlen schreiben können. Hauptsache mit dem Reichwerden kennt sich dieser Reichwerdexperte aus! 🤡

So, und jetzt schön chatten oder wanzäppen! Mit einem real and licensed company versteht sich, wo man für dreihundert Dollar ganz sicher 4.500 Dollar pro Woche bekommt, aber für 500 Dollar nur 3.500 Dollar. Warum sollte der kondebile Autor dieser gnadenlosen Zeilen auch nur einen einzigen Absatz nach oben schauen, wenn er sich seine Lügen ausdenkt? 🤥

Mein Tipp: Spült eure Banknoten lieber im Klo runter, da habt ihr immer noch eine bessere Renditeaussicht als bei diesem Affiliate-Lumpenkaufmann, der euch zu einem abzockerischen Binäre-Optionen-Dienstleister locken will. 💶🚽

�ndern Sie Ihr Leben im neuen Jahr zum Besseren!

Montag, 13. Januar 2020

Mache ich, Spammer. Aber erst, wenn du gelernt hast, wie man das Encoding für den Betreff einer E-Mail angibt. Das ist auch nicht schwierig.

Hallo

Genau mein Name! 👏

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Ach, fällt inzwischen niemand mehr auf die Bitcoin-Reichwerdmasche rein und willst du es deshalb noch einmal mit den Binären Optionen versuchen? Und ich habe schon gehofft, diese Flut der Zehner Jahre käme nie mehr zurück.

Aber leider ist nichts in der Spam so doof, dass es nicht doch einmal wiederkäme. Auch nicht die schönen Geschichten von der Geldsteckdose im Internet, aus der man sich mühelos Geld ziehen kann, das scheinbar aus dem Nichts entsteht. 🧚🔌💰

Hierzu nur eine kleine Anmerkung von mir: Es funktioniert nicht. Weder mit Roulettesystemen, noch mit Binären Optionen, noch mit Bitcoin. Stattdessen ist eingezahltes Geld schnell weg. 💸

Deshalb spammen die Spammer ja auch, statt einfach in Ruhe mit ihren eigenen Reichwerdmethoden reich zu werden. Und dann kassieren sie Affiliate-Geld von irgendwelchen windigen Dienstleistern oder Casinos, denen sie neue Kunden zum Ausnehmen zutreiben. Warum die das so machen? Weil sie genau wissen, dass ihre angepriesene Reichwerdmethode nicht funktioniert. Spammer sind faul, geldgeil, asozial und widerlich. Was sie mit ihren Machenschaften bei anderen Menschen anrichten, ist ihnen egal, so lange das eigene „Geschäft“ gut läuft. 🤑

Und noch ein wichtiger Hinweis für alle, die es nicht wissen: Geld entsteht nicht an einer Börse, sondern es wird an einer Börse nur umverteilt. Der Kleinanleger mit seinen paar tausend mühsam erarbeiteten Mücken ist dabei so etwas ähnliches wie Kanonenfutter. Jemand muss ja auch die Gewinne bezahlen, die von den großen, institutionalisierten Anlegern gemacht werden. 👔

Wer mir das nicht glaubt, weil ich nur ein dahergelaufener Blogger bin, der im geduldigen Internet gar vieles behaupten kann, frage bitte einfach einen erwachsenen Menschen durchschnittlicher Intelligenz und Lebenserfahrung oder benutze einfach das eingebaute Gehirn! Dabei lernt man auch gleich mit, was von Reklame- und Politik-Spam der Marke „die staatliche Rentenversicherung ist schlecht, die Leute sollen ihr Geld doch besser in Aktien anlegen“ zu halten ist. 🧠

Bitte Aufmerksamkeit schenken Sie, dass diesen Monat haben wir 11.000.000 Dollar an unsere Gesellschaftern entlohnt!

Klar, angeblich elf Megadollar auszahlen können, aber nicht einmal diese paar Euro zwanzig für einen richtigen Dolmetscher übrig haben. 😂

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Wenn man gleich einen Tausender geschenkt bekommt, weiß man auch gleich, wie wenig die auf dem Bildschirm angezeigte Zahl mit einer Währungsbezeichnung in Wirklichkeit wert ist. 💩

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Das kann man sich mal wieder gar nicht selbst ausdenken, was so ein Spammer in seinem E-Müll von sich gibt. 🤦

(c) 2019 Alle Rechte vorbehalten.

Mir einen vom neuen Jahr erzählen, aber selbst nicht einmal den Kalender richtig gestellt haben. 🗓️

KennethPhics

Freitag, 7. Juni 2019

So nannte sich der als Reichwerdexperte verkleidete Chromosomenfasching, der vor wenigen Stunden hier auf Unser täglich Spam versucht hat, den folgenden Kommentar zu veröffentlichen:

10000 US-Dollar pro Tag Neuer Handelsservice für binäre Optionen akzeptiert nur Bitcoin-Zahlungen: http://tinyurl.com/y6r4pkwn

Voll der entzückten Befriedigung und der niemals wieder auslöschbaren Freude nehme ich wahr, dass die beiden größten spammigen Reichwerd-Beschissnummern der letzten fünf Jahre, nämlich das angebliche Reichwerden durch Binäre Optionen und das angebliche Reichwerden durch Bitcoin-Spekulation, zu einem großen Reichwerd-Exzellenzcluster zusammengewachsen sind. Dass es beim Zusammelkippen all dieser spammigen Reichwerderfahrungen immer noch nicht dazu gekommen ist, dass die Spammer mal die Zeichenkodierung ihrer lächerlichen Bullshittexte so gehandhabt kriegen, dass die Spamtexte auch unfallfrei dargestellt werden, wenn sie überhaupt mal durch einen Spamfilter kommen, ist dabei nur folgerichtig. Schließlich kennen sich diese Spammer nur mit dem angeblichen Reichwerden aus, und Computer wollen sie nur zum Spammen benutzen, ohne viel geistige Mühe investieren zu wollen. Denn wenn sie sich Mühe geben wollten, könnten sie ja auch gleich arbeiten gehen.

Warum diese Reichwerdspammer nicht einfach mit ihren eigenen Reichwerdmethoden reich werden? Warum sie stattdessen seit Jahren das ganze Internet mit ihrer illegalen und asozialen Spam zuscheißen? Ob es wohl daran liegt, dass ihre Reichwerdmethoden nicht so richtig funktionieren? 😉

Natürlich nehmen die Spammer lieber Affiliate-Geld von halbseiden-abzockerischen bis offen betrügerischen Dienstleistern dafür, dass sie ihnen ständig neue naive Kunden zum Ausnehmen zutreiben. Keine der angepriesenen Methoden funktioniert. Wer den Spammern glaubt und darauf reinfällt, wird eine Menge Geld verlieren. Sonst würden die Spammer ja auch nicht spammen, sondern reich werden.

Und mit Geld kann man wirklich etwas Besseres anfangen, als so einem Spammerpack die Bordellbesuche und das Kokain zu finanzieren.

Alexander Alexis

Samstag, 20. April 2019

So nannte sich der Deppengehilfe mit der IP-Adresse eines schweizerischen Hosting-Anbieters, der hier auf Unser täglich Spam mit dem folgenden, zum Glück nur zwei Mal abgesetzten Kommentar sogar durch den Spamfilter gekommen ist. Gut, dass so etwas nicht jeden Tag passiert! Sonst müsste ich die Kommentare abschalten, weil ich leider nicht regelmäßig nachschauen kann, ob neue Spam zum Löschen gekommen ist. Denn eine Litfasssäule für derartige Halunken will ich auf gar keinen Fall betreiben.

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Ja ja, ist ja schon klar, nimm wieder deine Medikamente, Spammer! Jedes dressierte Meerschweinchen kann ohne jegliche Vorkenntnisse durch automatisierten Handel jede Woche 5.000 Dollar machen. Funktioniert nicht nur zu 70, 85, 92, 95 oder schäbigen 98, sondern zu glatten und lichtehell in die kotige Trübnis der Spam strahlenden hundert Prozent. Ganz heiliges und echtes Kommentarspamehrenwort, echt jetzt, und völlig ohne Schummeln, versprochen. Der Spammer ist zertifizierter Reichwerdexperte und muss es wissen.

So, und jetzt vergiss mal die Frage, warum jemand, der sich jeden Monat 20.000 Dollar aus der Steckdose ziehen kann, es noch nötig haben sollte, irgendwelche Blogs mit Spamkommentaren vollzumachen, nimm dreihundert Dollar in die Hand und glaub diesem freundlichen Idioten! Wer mehr darüber erfahren will, wie man das Geld macht, bekommt allerdings keinen Link auf eine tolle Website (der es sicher nicht durch den Spamfilter geschafft hätte), sondern die Aufforderung…

Für weitere Informationen zum optionalen Handel mit binären Daten [sic!] wenden Sie sich bitte an folgende Adresse: E-Mail: tradeb180@gmail.com oder tradebinary@post.com

…einfach mal eine E-Mail an einen Spammer zu schreiben. Natürlich auf einer kostenlos und anonym eingerichteten Mailadresse bei einem Freemailer. In der Antwort wird man sicherlich alles über den „Handel mit binären Daten“ erfahren. Von binären Optionen (wer gern Screenshots alter Betrugsmaschen sieht, wird mit diesem Link mit etwas Blättern massenhaft fündig) wird lieber nicht geredet, das Wort schafft es nach Jahren der gnadenlos dummen Reichwerdspam auch durch keinen Spamfilter der Welt mehr. Und funktionierende Spamfilterung ist ganz schlecht für das Geschäft so einer Rohrzangengeburt von Allerweltsbetrüger. Natürlich hat der keine Reichwerdmethode, sondern lebt davon, dass er windigen und abzockerischen Dienstleistern immer wieder neue naive Kunden mit einer Hand voll Vorkasse zuschiebt und dafür Affiliate-Geld kassiert. Gruß auch an Judas Iskariot. Mit Küsschen. Schmatz!

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Spam, Spam, Spam, Spam und Spam vom Reichwerdexperten.

Accessibility issue with Juli « 2013 « Unser täglich Spam

Donnerstag, 26. Oktober 2017

An: gammelfleisch@tamagothi.de

Recht so! Direkt an die explizit angegebene Kontaktadresse für unseriöse Angebote, die übrigens die einzige Mailadresse im Impressum ist, die völlig problemlos mit einem Harvester ausgelesen werden kann. So weiß ich bei jeder auf dieser Adresse ankommenden Mail sofort, um was es sich handelt: Sondermüll. Um so etwas zu sehen, muss ich extra ins Glibbersieb greifen.

Hi :-),

Das ist nicht ganz mein Name. Ich heiße „Hallo“ oder formell „Guten Tag“. 😀

Sorry for the second email, I wasn’t sure if the first reached you. I know it can be annoying to get emails out of the blue, so I really appreciate your help! I wanted to email you because I saw that you linked to https://en.wikipedia.org/wiki/Binary_option on your website (http://spam.tamagothi.de/2013/07/).

Tja, was meinst du wohl, Spammer, wo deine angebliche erste Spam gelandet ist! Und, was ist jetzt dein Problem damit, dass ich Wikipedia verlinke? Gefällt dir vielleicht nicht, dass dort nicht irgendein Blendwerk über Binäre Optionen steht, sondern eine Menge Zeugs, das einen klar denkenden Menschen eher davon abhält, auf Reichwerdversprechen von irgendwelchen Reichwerdexperten reinzufallen? Zum Beispiel die Anmerkung, dass es sich um „exotische Derivate“ handelt, also um etwas, was sogar Banker als „exotisch“ bezeichnen. Oder um solche Aussagen wie diese hier: „Da der Markt für binäre Optionen eine Vielzahl von hoch risikobereiten Personen anzieht, die glauben, dort in kurzer Zeit hohe Gewinne realisieren zu können, bewegen sich hier überproportional viele im Graubereich operierende oder sogar betrügerische Händler“. Das ist für die Verhältnisse der sehr neutral und zurückhaltend formulierenden deutschsprachigen Wikipedia übrigens ein vernichtendes Urteil, aus dem jeder klar denkende Mensch „Finger weg“ liest.

Du möchtest wohl lieber, dass ich meinen Lesern mit vielen Belegen erzähle, dass es sich bei den Binären Optionen um so eine wundersame Hokus-Pokus-Maschine handelt, deren Nutzung dazu führt, dass Geld aus dem Nichts entsteht und den Menschen aus der Steckdose quillt, ganz so, wie es deine verbrecherischen Kumpels bei den Affiliate-Lumpen- und Spamkaufleuten dann nochmal in ihre Spams schreiben. Das mache ich aber nicht, denn ich verachte meine Leser nicht.

Aber mal schauen, was du dir für einen Grund ausgedacht hast:

Even though Wikipedia is a fantastic source of information, it is very inaccessible for people with sight-impairments like vision loss.

Wow! Einfach nur „wow“! Wikipedia soll also schwer zugänglich für Blinde sein. Das ist ein bemerkenswertes Urteil über eine Website, deren HTML vor allem semantisch ausgezeichnet ist, so dass Zugangshilfen die Inhalte gut präsentieren können.

Selbst diejenigen unter den blinden Menschen, die sich den Text nicht von einer unschönen Computerstimme vorlesen lassen, sondern eine Braille-Zeile zum Abtasten mit den Händen benutzen, werden sehr gut von Wikipedia bedient. Technisch wird bei einer solchen Darstellung ein Textbrowser verwendet, dessen Ausgabe zeilenweise in abtastbare Brailleschrift übertragen wird (und die Treiber dafür sind die reinsten Tamagotchis, ich habe so etwas schon mehrfach bei blinden Menschen installiert). Für diese blinden Leser ist es besonders wichtig, dass bei der Ausgabe des Textes möglichst wenig Navigations- und Meta-Links vor den eigentlichen Inhalten kommen, so dass sie unmittelbar an die eigentlichen und gewünschten Informationen gelangen. Nun, ich habe eben gerade die Wikipedia-Seite zu Binären Optionen in einem Textbrowser¹ aufgerufen, und das Ergebnis sieht so aus:

Screenshot meines Terminals, das w3m bei der Darstellung der Seite zum Wikipedia-Lemma 'Binäre Option' zeigt.

Die Wikipedia-Navigation und die Metaangaben zum Lemma befinden sich unter dem Text, wo sie beim Lesen zunächst nicht stören, sie sind verlinkt, so dass sie dennoch bei Bedarf schnell zugänglich sind und der wichtige Teil wird unmittelbar „sichtbar“. Wenn sich jeder so viel Mühe wie die Wikipedia gäbe, hätten es blinde Menschen im Internet sehr viel leichter.

Für jene, die sich dafür interessieren, aber noch nicht so neugierig geworden sind, dass sie sich auch einen Textbrowser installieren möchten, hier noch ein Screenshot. So sieht Unser täglich Spam in einem Textbrowser aus:

Screenshot meines Terminals, das w3m bei der Darstellung von 'Unser täglich Spam' zeigt.

Erstaunlich, dass ich bei solch strengen Maßstäben nicht auch als „für Sehbehinderte und Blinde schwer zugänglich“ klassifiziert wurde. 😉

On average, each Wikipedia page has over 200 accessibility errors!

Nach welchen Maßstäben wird hier festgesetzt, was ein Fehler sein soll? Gibt es dazu ein Dokument? Eine Untersuchung? Eine belastbare Studie mit blinden Menschen? Einen Link? Irgendwas? Nein, nur eine Behauptung in einer unpersönlich formulierten Mail, die an eine für Harvester einsammelbare Mailadresse für unseriöse Angebote versendet wurde.

Und jetzt kommt der Spammer zur Sache:

There is another site (http://www.financereference.com/learn/binary-option) which takes open-source Wikipedia articles and makes them web-accessible.

Er hat nämlich eine eigene Website, die Freie Inhalte aus der Wikipedia übernimmt und sie im Web zugreifbar macht – weil sie auf der Wikipedia-Website nicht im Web zugreifbar zu sein scheinen. Das ist eine grandiose Leistung, fürwahr, und vor allem ist es mit recht wenig Arbeitsaufwand verbunden, weil man einfach die Schreib- und Recherchearbeit anderer Leute nutzt. Und diese Wikipedia-Kopie, die mir in einer Spam nahegelegt wurde, soll ich jetzt…

They follow WCAG 2.0 and Section 508 standards so it works well with accessibility tools like screen readers. I was hoping you might be willing to include a link to the accessible version (http://www.financereference.com/learn/binary-option) on your page next to the Wikipedia link so that visitors to your site can get access to the accessible version.

…anstelle der originalen Wikipedia-Website verlinken. Weil mir jemand so eine schöne Spam ins Postfach gemacht hat. Und wenn diese lustige Wikipedia-Kopie dann mit Hilfe ganz vieler Leute, die auf diese Spammasche reingefallen sind, ordentlich Links aufgebaut hat, dann wird der Text gegen einen „originelleren“ Text ausgetauscht, der den Lesern erzählt, dass Binäre Optionen auf wundersame Weise das Geld aus der Steckdose quellen lassen, gleich mit Affiliate-Link auf einen unseriösen, überteuerten Binäre-Optionen-Broker aus der Spamhölle.

Da stellt sich mir nur noch eine einzige bohrende Frage. Wie sieht eigentlich ein blinder Mensch mit Braille-Zeile – für Blinde soll ich das ja machen, behauptet der Spammer frech in seiner Spam – die in der Spam angepriesene Webseite mit den von Wikipedia kopierten Text über Binäre Optionen? Gleich mal einen kleinen Test machen:

Screenshot der vom Spammer angepriesenen Webseite im Textbrowser w3m. In der ersten Zeile steht der Text: 'This Site Requires Javascript'. Der Rest der dargestellten Seite wird von Navigationlinks eingenommen, die in Form einer ungeordneten Liste ausgezeichnet sind. Vom Artikel ist nichts sichtbar. Ein blinder Mensch mit Braille-Zeile müsste sich durch drei Seiten inhaltlich irrelevanten Navigationskram durchnavigieren, bevor der Text überhaupt beginnt.

Keine weiteren Fragen. :mrgreen:

Thanks again and I hope you have a beautiful day!

~Ava

Ja, du kannst mich auch mal.

Ava Lawrence
Accessibility Intern
Phone: 1-919-415-xxxx
Website: accessiblecampaigns.org
Email: ava@accessiblecampaigns.org

Ich hoffe, dass zumindest jedem deutschsprachigen Leser klar geworden ist, was von derartigen Spams zu halten ist. Wer wirklich Websites auch für blinde Menschen gestalten möchte, sollte einfach öfter mal mit blinden Menschen zusammensitzen und vielleicht auch mal aufmerksam zuschauen, wie sie Computer und das Internet benutzen. Die beißen auch nicht. Die sind „nur“ blind.

Wer das für einen zu großen „Aufwand“ hält: Der Textbrowser-Test ist schon ein ganz guter erster Einblick. Wenn man dann auch noch gute semantische Auszeichnungen verwendet, etwa Navigationselemente in HTML5 als <nav> auszeichnet und ein wenig darauf achtet, in welcher Reihenfolge die Elemente einer Seite im HTML-Quelltext erscheinen, kann man kaum noch etwas falsch machen.

Ach ja, eines noch: „This Site Requires Javascript“ ist das genaue Gegenteil von „Diese Website ist für blinde und schwer körperbehinderte Menschen zugänglich“.

„The best and most beautiful things in the world cannot be seen or even touched – they must be felt with the heart.“ – Helen Keller

Bald klopft vor Schmerz und bald vor Lust, // das rote Ding in meiner Brust.“ – Wilhelm Busch 😉

¹Es handelt sich im Screenshot um w3m.

Ich habe dir einen Job besorgt

Sonntag, 27. August 2017

Oh, da ist mal wieder ein Webforum gecrackt worden, denn die angemailte Adresse habe ich nur dort verwendet. Gleich mal die anderen im Forum warnen… 🙁

Na, und bei solchen Adressquellen aus kriminellen Forencracks dürfte auch klar sein, mit was für einem Geschmeiß man es bei den Spammern zu tun hat.

Wir kennen uns jetzt schon seit einer Weile […]

Du hast keinen Namen, kannst mich weder mit einem Namen noch mit meinem im gecrackten Forum verwendeten Nick (der eine hebräisierte Form meines Vornamens ist) ansprechen, aber behauptest, dass wir uns schon eine Weile lang kennen und dass…

[…] und du solltest wissen, […]

…ich etwas über dich wissen sollte.

In der Tat, ich weiß etwas über dich: Du bist ein asozialer und krimineller Spammer, der mir den Posteingang mit seiner Spam zuspachtelt und wie jeder andere Kriminelle die Menschen überrumpeln will. Und deshalb ist der Inhalt deiner hirnverhungerten Mitteilung auch der übliche Kuhfladen:

[…] dass ich mich (und mein Bankkonto) kaputtgearbeitet habe um online Geld zu machen.

Du hast dein Bankkonto und dein Hirn kaputtgearbeitet, um Geld aus der Steckdose zu ziehen. Und dabei hast du…

Ich habe dir [sic!] letzten 3 Jahre damit verbracht ein Online-Imperium zu gründen.

…ein „Onlineimperium“ gegründet. Eines ohne Namen. Ohne Website. Von dem man noch niemals etwas gehört hat. So richtig voll imperial!!1! :mrgreen:

Hast du heute morgen etwa wieder vergessen, deine Tabletten zu nehmen?

VOLLSTÄNDIGE OFFENLEGUNG:
Die meisten sogenannten „Systeme“ und „Anleitungen“ funktionieren nicht.

<loriot>Ach!</loriot>

Aber DAS hier ist für 97% meiner €131.392,48 in meinem Bankkonto verantwortlich.

>>> Schau es dir hier an

Boah ey, voll das Imperium! Wieviel verdienst du denn im Monat damit? Moment… es waren drei Jahre, also 36 Monate, und dein Kontostand kommt zu drei Prozent aus anderen, von dir schamvoll verschwiegenen Quellen:

$ echo 'scale=2; 131392.48/36*0.97' | bc
3540.29
$ _

Na ja, immerhin sind es doch ein paar Tausender im Monat.

Der Link auf dein zur Abwechslung angeblich funktionierendes Reichwerdverfahren, den du in deiner Spam gelegt hast, geht übrigens in eine ebenfalls gecrackte russische Website. Dort hast du es geschafft, eines deiner Weiterleitungsskripte in das CMS hochzuladen. Du bist halt kriminell, und das merkt man sehr schnell.

$ lynx --mime_header http://kavkazinterpress.ru/images/flippingbook/ai-pis-22-2014/untitled1/images/
HTTP/1.1 200 OK
Date: Sun, 27 Aug 2017 08:40:26 GMT
Server: Apache/2.2.26 (FreeBSD) mod_ssl/2.2.26 OpenSSL/0.9.8y PHP/5.4.23
Last-Modified: Wed, 01 Mar 2017 08:41:31 GMT
ETag: "19cb655-6c-549a7477884c0"
Accept-Ranges: bytes
Content-Length: 108
Vary: Accept-Encoding,User-Agent
Connection: close
Content-Type: text/html

<meta http-equiv="REFRESH" content="0;http://www.click2earns.com/?clickid=770&aid=770&cid=freedomcircleDE">

Wie man am Last-Modified-Header sieht, liegt deine kriminelle Drecksdatei dort schon etwas länger herum, und entweder kümmert sich niemand mehr um diese Website, oder der einzige FTP-Spezialist des Unternehmens, der wenigstens mal eben schnell die Datei löschen könnte, hat sich einen halbjährigen Urlaub genommen. Von daher lohnt es sich leider eher weniger, den Betreiber der Website mit einem Hinweis auf den kriminellen Missbrauch seines Servers anzumailen – aber vielleicht ist ja diesmal die russische Polizei interessiert… 😉

Immerhin: So langsam wird klar, wie du wirklich dein Geld verdienst. Mit einem Werbeprogramm bei click2earns (punkt) com. Diesen Pfennigkram aus vorsätzlicher Irreführung von Spamempfängern hättest du gar nicht nötig, wenn du dir wie von dir selbst behauptet jeden verdammten Monat 3.500 Øre aus der Steckdose ziehen würdest. Vermutlich kommt Affiliate-Geld, wenn jemand zum zahlenden Kunden geworden ist, gleich hinterher. Ich habe mir mal den Spaß gegönnt, deine clickid und deine aid auf 0 zu setzen (nicht, dass du am Ende gar nicht mehr weißt, wo du mit deinem ganzen, mit asozialer und illegaler Spam verdienten Geld hinsollst) und mir mal anzuschauen, was es dort „Schönes“ gibt – in der Hoffnung, wenigstens mal wieder eine neue Reichwerdexperten-Website zu sehen. Aber statt einer neuen Lügenseite sah ich eine beinahe vollständig unveränderte alte Lügenseite namens „Freedom Circle“, die ich erstmals am 7. Februar dieses Jahres gesehen habe. Seither wurden nicht einmal…

Detail aus der betrügerischen Website. Es ist folgende Piktogramme abgebildet: Ein Schild, auf dem ein Dollarzeichen prangt, ein Siegel, ein geöffnetes Schloss und ein Regenschirm. Unter jedem dieser Bildchen steht 'SECURUTY [sic!] SCANNED

…die peinlichsten und lächerlichsten Fehler korrigiert, damit auch wirklich jeder angesichts der „Securuty“ im Zeichen des aufgeschlossenen Schlosses und aufgespannten Regenschirmes bemerken kann, mit was für einer großartigen „Sorgfalt“ diese Website zu einer Reichwerdmethode erstellt wurde und immer noch betrieben wird. Von daher ist es auch unnötig, eigens einen neuen Screenshot zu machen; der alte Screenshot ist ja völlig ausreichend. 😀

Natürlich funktioniert das Verfahren mit dem quasiautomatischen Reichwerden durch Handel mit Binären Optionen nicht. Die Spammer leben deshalb auch nicht von ihren angepriesenen Reichwerdmethoden, sondern lassen sich lieber Affiliate-Geld von windigen Binäre-Optionen-Brokern dafür auszahlen, dass sie ihnen neue Kunden werben.

Déjà vu

Es ist schon interessant, dass die ganzen Binäre-Optionen-Gaukler sich seit vielen Monaten keine Mühe mehr damit machen, ihren Schwindel immer wieder aufs Neue zu präsentieren, während sie früher ihre betrügerische Einfalt in beachtlicher designerischer Vielfalt präsentiert haben. Ich habe so etwas schon mehrfach erlebt, erst in der (ebenfalls Affiliate-Gelder kassierenden) Online-Casino-Spam und dann in der (wisst schon, Affiliate-Gelder kassierenden) Spam für zwielichtige Dating-Anbieter.

Offenbar hat sich die Binäre-Optionen-Spam endlich totgelaufen. Sie wird weiterhin betrieben, aber sie scheint den Spammern nicht mehr so viel Geld einzubringen, als dass es sich lohnen würde, größeren Aufwand hineinzustecken. Aus den früheren Spamfluten ist ein kleines Rinnsal geworden. Vermutlich ist inzwischen jeder, der nach „Genuss“ einer Spam und einer Website daran glaubte, dass man ohne Mühe und Befähigung mit automatischen Verfahren ganz viel Geld machen könne, zum gebrannten Kind geworden, hat sein Lehrgeld an die Organisierte Kriminalität bezahlt und fällt auf diese Masche nicht mehr herein. Zudem liegt nach vielen Jahren dieses kriminellen, über Spam betriebenen Geschäftes endlich ein Verbot des zurzeit allzufreien Börsen-Glücksspieles mit Binären Optionen in der Luft [der Link geht auf einen englischsprachigen Text]:

„Wir erwägen zurzeit ein Verbot binärer Optionen, aber wir beraten immer noch darüber“ […] „Das Problem liegt in Interessenkonflikten und intransparenter Preisgestaltung. Es wäre angemessener, binäre Optionen einzig für professionelle Händler zu empfehlen.“

Stattdessen sieht man zurzeit vereinzelt lustige Versuchsballons der mutmaßlich gleichen Banden: Halbautomatisches Reichwerden mit der hoch spekulativen Kryptowährung Bitcoin¹ zum Beispiel.

Bitte nicht darauf reinfallen!

¹Bitcoin ist wegen seiner technischen Entwurfsschwächen nicht als Zahlungsmittel für den Alltag geeignet (was allerdings so nicht für jede Kryptowährung gilt). Der Verbrauch von Ressourcen bei Transaktionen steht jenseits jeglicher verantwortbaren Verhältnismäßigkeit. Was vom gegenwärtigen Bitcoin-Kurs übrig bleibt, wenn das Zeitalter der Erpressungstrojaner zum Ende kommt und wenn die gegenwärtige Spekulationsblase um den Bitcoin platzt, kann ich allerdings nicht vorhersagen. Niemand kann es vorhersagen. Wer Geld sicher anlegen will, darf es eben nicht spekulativ anlegen; und wer es spekulativ anlegt, darf sich nicht wundern, wenn es weg ist. Eines allerdings ist und bleibt sicher: Mit einer illegalen und asozialen Spam kommt niemals ein Angebot, von dem der Empfänger der Spam profitieren wird.

✔ RE: Deine €13.382,48 Einzahlung

Mittwoch, 23. August 2017

Aha, jemand der Unicode in der Betreffzeile codiert bekommt und sich deshalb auch gleich mit extrawichtigen Wichtigtuer-Sonderzeichen wichtigtut.

▶ Das ist voll beeindruckend‼ ◀ – Aber nur, wenn man es noch nie vorher gesehen hat. 🁏 🂡 🆏 :mrgreen:

Hallo gammelfleisch@tamagothi.de, Ich heiße Alexander

Schön für dich. Ich heiße aber nicht Gammelfleisch. 😀

Wir wollten dich informieren, […]

Wie, „Alexander“, du bist mehrere? Hast du eine gespaltene Persönlichkeit? Oder redest du mit gespaltener Zunge? 😀

[…] dass deine €13.382,48 […]

Wie, ich habe Geld, von dem ich überhaupt nichts weiß? Obwohl ich gar nicht CDU heiße und niemandem mein Ehrenwort gegeben habe?

[…] heute Morgen in dein Bankkonto eingezahlt wurden.

Oh, das ist ja toll! Da kann ich mir endlich mal einen zeitgemäßeren Computer zulegen, eine äußerst ungesunde Currywurst essen und ein paar überfällige Wartungsarbeiten an meinem Fahrrad durchführen.

Aber nicht zu früh freuen, denn das Geld erscheint nicht auf einem Kontoauszug, sondern in einem…

Guck dir dieses kurze Video an um herauszufinden wie du an dein Geld kommst.

…Video. Diese Banken denken sich aber auch immer wieder etwas neues aus! 😯

Dein Geld kann jederzeit ohne Verzögerung abgehoben werden.

Aber nur…

Hier findest du heraus wie es funktioniert

http://tracking.binarypromos.com/SH1Ym

…wenn man in eine Spam geklickt hat, um zu wissen, wie das Geldabheben funktioniert. Es scheint nicht so einfach wie das Einführen einer Kundenkarte in einen Geldautomaten, sondern eher so kompliziert wie eine dieser Betrugsmaschen aus der Spam zu sein.

Mal schauen, wo die Reise hinführt:

$ lynx --mime_header http://tracking.binarypromos.com/SH1Ym | grep ^Location:
Location: http://diegeldmaschine.co/?clickID=&aff=&c=DE&tid=102b57dbef5907882275f3582f30a1&aff_id=8996&aff_sub3=&aff_sub4=&source=&aff_sub2=

Aha, sie führt zu einer „Geldmaschine“ im Internet. Mit angehängter Affiliate-ID, damit auch gleich klar, für wen das eine „Geldmaschine“ wird: Für den Spammer, der Leute mit seinen Spams überrumpelt und dafür jeweils ein paar Euro Überrumpelungsprämie bekommt. Wer dieses Geld bezahlt? Die Leute, die überrumpelt wurden, bezahlen dieses Geld und noch viel, viel mehr.

Und, was gibt es unter der angegebenen URL?

Dort gibt es die seit dem 21. August letzten Jahres einschließlich ihrer zahlreichen Rechtschreibfehler völlig unveränderte Website „DIE BINÄRE GELDMASCHINE“ eines Binäre-Optionen-Beschisses. Die dort scheinbar eingebetteten Facebook- und Twitter-Erwähnungen waren letztes Jahr ebenfalls schon „nur ein paar Minuten“ alt, und sie sind seitdem unverändert.

Der Betreiber dieser Website wird allerdings nicht mit seiner eigenen Methode reich, sonst brauchte er ja auch keine Reklame durch asoziale und illegale Spam. Vielmehr verhökert er die Leute, die auf ihn reinfallen, an einen windigen Broker und kassiert dafür Affiliate-Geld. Und der windige Broker holt es sich auf vielerlei Weise wieder herein: Über Gebühren auf die Nutzung, auf jede Einzahlung, auf jeden Handel, auf jede Auszahlung, auf jede Mausbewegung oder was immer ihm noch an abzockerischen, dreisten Gründen für eine Gebührenerhebung einfällt. Und natürlich klappt das quasi-automatische Geldverdienen durch den Handel mit windigen Wettzetteln der Marke „Binäre Option“ auch nicht.

Freundliche Grüße
Alexander

Du mich auch!