Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Hi“

image studio service

Freitag, 20. April 2018

Von: Roland <solars@onceuponabelt.com>
Antwort an: kaufhaosi@sina.com

Der Absender ist gefälscht.

Hi,

Der „Name“ stimmt immer.

We provide image editing services like: photos cut out; photos clipping path; photos masking;
photos shadow creation; photos color correction; Beauty model retouching and others.

Das Angebot wird schon bei irgendeinem der Millionen Empfänger dieser spammigen Streumunition auf Interesse stoßen.

We assure you the quality in the editing services.

Das Angebot hat auch eine „Qualität“. Ganz ähnlich wie der „Qualitätswein“ aus dem TetraPak. Guten Appetit!

We are also offering to deliver photo testing for you, so that you get to know our quality first hand.

Wer mag und kein Problem hat, mit kriminellen Spammern in Kontakt zu kommen, kann gern mal testen.

If you want to explore further, please reply back.

Für weitere Lügen einfach die Spam beantworten.

And we are 7/24/365 available

Ich lese das ja als sieben geteilt durch 24 geteilt durch 365, und 0,0008 liegt doch recht nahe bei Null. :D

Thanks and Regards,
Roland

Danke für nichts! Der Name ist so echt wie der gefälschte Absender.

Was der vorgebliche professionelle Bildbearbeiter nicht hat? Richtig, er hat keine Website. Wozu sollte man die auch brauchen? Wer interessiert sich schon für ein paar Beispiele, eine Preisliste oder vergleichbare Informationen? Aber dafür verwendet der vorgebliche professionelle Bildbearbeiter eine kostenlos und anonym einzurichtende Mailadresse bei einem großen chinesischen Freemailer, um mit seinen über E-Mail-Spam eingefangenen Kunden zu kommunizieren.

$30,000 every month or more…

Donnerstag, 8. Februar 2018

Hi,

Das ist mal wieder genau mein Name.

How does $30,000 every month sound?

Ehrlich gesagt, Spammer: Es klingt bei Weitem nicht so gut wie die Million britische Pfund, die ich heute in einer dieser obskuren Lotterien gewonnen habe, für die man niemals ein Los kaufen muss.

Well that’s exactly what you will earn if you watch
this incredible video.

Aha, du richtest dich an Menschen, die es nicht so mit dem Lesen haben und deshalb lieber ein Video in ihrem Leben rumquasseln lassen wollen.

It’s totally free, just click below to get going…

Toll, dass es auch noch gratis ist, in deine Spam zu klicken und dein Video zu gucken. Nein, nicht nur gratis, sondern völlig gratis. Ich dachte schon, da klebte ein Münzeinwurf auf deiner Website.

==>> http://rebrand.ly/cryptocodex

Dass ihr Spammer aber auch nie eure Links direkt setzen könnt, weil diese Spamfilter immer so schnell lernen!

$ location-cascade http://rebrand.ly/cryptocodex
     1	http://clickmybank.com/Crytocoin/click.php?id=codex
     2	http://trulix.co/johanix/724061847597028
     3	https://cryptovippro.com/?p=331525324934800&p1=1501&p2=johanix&p3=&p4=
$ _

Aber immerhin sind es heute nur drei Weiterleitungen, bis man am „Ziel“ ist, also auf einer Website in der Domain cryptovippro (punkt) com. Dort gibt es eine weitere Variante des zurzeit täglich nervenden Bitcoin-Reichwerd-Beschisses, diesmal unter dem lustigen Namen Crypto VIP Club – als ob man ein „äußerst wichtige Person“, ein „VIP“ sei, wenn man Spam empfängt. Die vorsätzlich irreführende Website sieht so aus:

Screenshot der betrügerischen Website

Warum diese geldbringenden Weihnachtsmänner des Posteinganges spammen müssen? Warum sie nicht einfach ihr angepriesenes Programm starten, sich zurücklehnen und sich darüber freuen, dass jede Woche 17.000 Dollar aus der Internetleitung in die Wohnung fluten? Es liegt daran, dass ihre hellsehende, kursvoraussagende Software nicht funktioniert. Deshalb kassieren sie lieber Affiliate-Geld von abzockerischen bis betrügerischen Bitcoin-Dienstleistern, denen sie neue Kunden zuschieben. Die vollmundigen Behauptungen aus der dummen Spam, dass jedes frisch lobotomierte Kaninchen…

Zero experience or expertise required. This is INSANE!

…ohne Wissen und Können reich werden kann, sind in der Tat ein bisschen mehr als nur gaga, was auch jedem Menschen durchschnittlicher Lebenserfahrung sofort klar sein sollte.

Die einzigen, die bei dieser Nummer Geld machen, sind die offen illegal vorgehenden Spammer und diejenigen, die bei dieser Nummer noch mehr Geld machen, sind die abzockerischen bis betrügerischen Bitcoin-Dienstleister, die von Spammern angeworbene, leichtgläubige Menschen ausnehmen wie die Weihnachtsgänse. Niemand, der darauf reinfällt, hat einen Gewinn gemacht.

What are you waiting for?

Ehrlich gesagt, Spammer: Ich warte auf den Tag, an dem du erfreulich reglos im Sand liegst und verfaulst.

Thank me later,
Rebecca Hatamura

Du kannst mich auch mal!

Copy and paste here >>>>> http://rebrand.ly/cryptocodex

Klar, der Spammer muss davon ausgehen, dass die paar Leute, die auf so etwas reinfallen könnten, nicht wissen, wofür diese Rollbalken an den Fenstern da sind und bringt deshalb seinen Link nochmal.

5635 S. Libaong Rd., Boise, Idaho , 83704, USA

Diese Anschrift kann mit Google Maps nicht gefunden werden. Kann ja mal passieren. Wir kennen das ja alle, dass man seine Anschrift versehentlich falsch angibt. Hauptsache, das mit dem Geld ist richtig. :mrgreen:

You may unsubscribe or change your contact details at any time.
Unsubscribe Here!!

Wer noch mehr davon haben will, kann einfach dem Spammer mitteilen, dass die Spam angekommen ist. Der Erfolg ist messbar. Dreißig bis fünfzig dumme Spams am Tag.

Sponsored post Inquiry on tamagothi.de

Montag, 18. Dezember 2017

Aber in welcher Sprache meine Homepage verfasst ist, habt ihr schon gesehen, oder? Auch, wenn es vielleicht für Analphabeten manchmal ein bisschen ähnlich aussieht, it isn’t English.

Hi,

Genau mein Name!

Do you have any advertising option available on
tamagothi.de

Nein.

Please get back to me.

Gern. Aber nur auf Unser täglich Spam, denn da gehört die Spam hin.

Thanks,

Emily

Danke für nichts!

Emily
Online Account Manager
Jumping frog digital
http://www.jumpingfrogdigital.com/

$ whois jumpingfrogdigital.com | grep WHOIS
   Registrar WHOIS Server: whois.godaddy.com
$ whois -h whois.godaddy.com jumpingfrogdigital.com | grep ^Registrant
Registrant Name: Registration Private
Registrant Organization: Domains By Proxy, LLC

Geschäftsvorschläge von Unternehmen mit so lustig froschhüpfenden Firmierungen, die ihre Domains anonym betreiben¹, finde ich immer wieder ganz besonders toll. Da weiß man auch ohne einen Besuch der Website, mit was für einem Geschmeiß man es zu tun hat.

The contents of this e-mail and any attachment(s) are confidential and intended for the named recipient(s) only.

Diese unverschlüsselt und offen wie eine Postkarte durch das Internet gesendete Spam ist ein ganz geheimes Geheimgeheimnis.

It shall not attach any liability on the originator or Digital Whiskers Inc or its affiliates. Any views or opinions presented in this email are solely those of the author and may not necessarily reflect the opinions of Digital Whiskers Inc or its affiliates.

Aha. Da gibt es also eine Klitsche, die sich „digitale Schnurrhaare“ nennt – Katzen, Frösche, egal… hauptsache irgendwelche Viecher – und für die solche Mails versendet werden, aber die „digitalen Schnurrhaare“ haben nichts mit diesen Mails zu tun. Das muss eine ganz tolle Unternehmung sein! :mrgreen:

Any form of reproduction, dissemination, copying, disclosure, modification, distribution and / or publication of this message without the prior written consent of the author of this e-mail is strictly prohibited. If you have received this email in error please delete it and notify the sender immediately.

Das Zitat der ganz geheimen Geheimspam, das ich hier gebracht habe, ist streng verboten. Warum? Weil drinsteht, dass es streng verboten ist.

Übrigens: Sie als Leser schulden mir jetzt einen Euro. Warum? Weil ich in dieses Posting reingeschrieben habe, dass sie mir jetzt einen Euro schulden. Fühlen sie sich jetzt eingeschüchtert? Genau so doof ist dieser ganze Absatz aus der Spam. Ein Vertrag ist noch nie dadurch enstanden, dass eine Seite behauptet hat, es bestehe ein Vertrag (und auf dieser Grundlage einfach Forderungen erhoben hat). Und schon gar nicht, wenn es sich um eine Spam handelt.

In diesem Sinne: Verklag mich doch, Spammer, mit deinen dummen und hilflos mit der Jurafuchtel rumwedelnden Einschüchterungsversuchen! (Wer einen Euro für mich hat und PayPal nutzt: Ich nehme ihn gern.)

Before opening any mail and attachments please check them for viruses and defect.

Großartiger Tipp! Klingt mehr als nur ein bisschen nach: Wir machen in Internet-Marketing und wollen dich sogar dazu bringen, dass du deinen Website-Lesern einen ungekennzeichneten Schleichwerbeartikel in die Augen machst, aber unsere Mails sind manchmal auch ein bisschen kaputt oder mit Schadsoftware verseucht. Eine klare Empfehlung für eine langfristige geschäftliche Zusammenarbeit! :mrgreen:

¹Für Privatmenschen kann das eine gute Idee sein, vor allem auch zum Schutz vor Spam. Bei Unternehmen ist eine anonym betriebene Domain immer ein klares Zeichen, dass man es mit mindestens halbseidenen Gestalten, häufiger sogar mit richtigen Verbrechern zu tun hat.

Re: advertising on your website

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Von: Havier Gomez <havier.gomez1976@gmail.com>

Hi,

just wanted to know if you received my previous email. Do you sell ad placements on your website?

Best regards, Havier Gomez

On Wed, Nov 29, 2017 at 4:49 PM, Havier Gomez <havier.gomez1976@gmail.com> wrote:

Hello,

I‘m software developer. I‘d like to advertise my software on your site.
Do you sell ad placements?

Thank you,
Havier Gomez

Nein, immer noch nicht. Und schon gar nicht für Spammer, die mich nur als „Hi“ oder „Hello“ kennen. Dass du aber deine eigenen Spams beantwortest, Havier, das allerdings halte ich für eine richtig gute Idee. Jetzt brauchst du nur noch deine Mailadresse anstelle meiner als Empfänger einzutragen, und schon gefällt mir diese deine Idee noch viel besser. :mrgreen:

Dein dich „genießender“
Nachtwächter

Accessibility issue with Juli « 2013 « Unser täglich Spam

Donnerstag, 26. Oktober 2017

An: gammelfleisch@tamagothi.de

Recht so! Direkt an die explizit angegebene Kontaktadresse für unseriöse Angebote, die übrigens die einzige Mailadresse im Impressum ist, die völlig problemlos mit einem Harvester ausgelesen werden kann. So weiß ich bei jeder auf dieser Adresse ankommenden Mail sofort, um was es sich handelt: Sondermüll. Um so etwas zu sehen, muss ich extra ins Glibbersieb greifen.

Hi :-),

Das ist nicht ganz mein Name. Ich heiße „Hallo“ oder formell „Guten Tag“. :D

Sorry for the second email, I wasn’t sure if the first reached you. I know it can be annoying to get emails out of the blue, so I really appreciate your help! I wanted to email you because I saw that you linked to https://en.wikipedia.org/wiki/Binary_option on your website (http://spam.tamagothi.de/2013/07/).

Tja, was meinst du wohl, Spammer, wo deine angebliche erste Spam gelandet ist! Und, was ist jetzt dein Problem damit, dass ich Wikipedia verlinke? Gefällt dir vielleicht nicht, dass dort nicht irgendein Blendwerk über Binäre Optionen steht, sondern eine Menge Zeugs, das einen klar denkenden Menschen eher davon abhält, auf Reichwerdversprechen von irgendwelchen Reichwerdexperten reinzufallen? Zum Beispiel die Anmerkung, dass es sich um „exotische Derivate“ handelt, also um etwas, was sogar Banker als „exotisch“ bezeichnen. Oder um solche Aussagen wie diese hier: „Da der Markt für binäre Optionen eine Vielzahl von hoch risikobereiten Personen anzieht, die glauben, dort in kurzer Zeit hohe Gewinne realisieren zu können, bewegen sich hier überproportional viele im Graubereich operierende oder sogar betrügerische Händler“. Das ist für die Verhältnisse der sehr neutral und zurückhaltend formulierenden deutschsprachigen Wikipedia übrigens ein vernichtendes Urteil, aus dem jeder klar denkende Mensch „Finger weg“ liest.

Du möchtest wohl lieber, dass ich meinen Lesern mit vielen Belegen erzähle, dass es sich bei den Binären Optionen um so eine wundersame Hokus-Pokus-Maschine handelt, deren Nutzung dazu führt, dass Geld aus dem Nichts entsteht und den Menschen aus der Steckdose quillt, ganz so, wie es deine verbrecherischen Kumpels bei den Affiliate-Lumpen- und Spamkaufleuten dann nochmal in ihre Spams schreiben. Das mache ich aber nicht, denn ich verachte meine Leser nicht.

Aber mal schauen, was du dir für einen Grund ausgedacht hast:

Even though Wikipedia is a fantastic source of information, it is very inaccessible for people with sight-impairments like vision loss.

Wow! Einfach nur „wow“! Wikipedia soll also schwer zugänglich für Blinde sein. Das ist ein bemerkenswertes Urteil über eine Website, deren HTML vor allem semantisch ausgezeichnet ist, so dass Zugangshilfen die Inhalte gut präsentieren können.

Selbst diejenigen unter den blinden Menschen, die sich den Text nicht von einer unschönen Computerstimme vorlesen lassen, sondern eine Braille-Zeile zum Abtasten mit den Händen benutzen, werden sehr gut von Wikipedia bedient. Technisch wird bei einer solchen Darstellung ein Textbrowser verwendet, dessen Ausgabe zeilenweise in abtastbare Brailleschrift übertragen wird (und die Treiber dafür sind die reinsten Tamagotchis, ich habe so etwas schon mehrfach bei blinden Menschen installiert). Für diese blinden Leser ist es besonders wichtig, dass bei der Ausgabe des Textes möglichst wenig Navigations- und Meta-Links vor den eigentlichen Inhalten kommen, so dass sie unmittelbar an die eigentlichen und gewünschten Informationen gelangen. Nun, ich habe eben gerade die Wikipedia-Seite zu Binären Optionen in einem Textbrowser¹ aufgerufen, und das Ergebnis sieht so aus:

Screenshot meines Terminals, das w3m bei der Darstellung der Seite zum Wikipedia-Lemma 'Binäre Option' zeigt.

Die Wikipedia-Navigation und die Metaangaben zum Lemma befinden sich unter dem Text, wo sie beim Lesen zunächst nicht stören, sie sind verlinkt, so dass sie dennoch bei Bedarf schnell zugänglich sind und der wichtige Teil wird unmittelbar „sichtbar“. Wenn sich jeder so viel Mühe wie die Wikipedia gäbe, hätten es blinde Menschen im Internet sehr viel leichter.

Für jene, die sich dafür interessieren, aber noch nicht so neugierig geworden sind, dass sie sich auch einen Textbrowser installieren möchten, hier noch ein Screenshot. So sieht Unser täglich Spam in einem Textbrowser aus:

Screenshot meines Terminals, das w3m bei der Darstellung von 'Unser täglich Spam' zeigt.

Erstaunlich, dass ich bei solch strengen Maßstäben nicht auch als „für Sehbehinderte und Blinde schwer zugänglich“ klassifiziert wurde. ;)

On average, each Wikipedia page has over 200 accessibility errors!

Nach welchen Maßstäben wird hier festgesetzt, was ein Fehler sein soll? Gibt es dazu ein Dokument? Eine Untersuchung? Eine belastbare Studie mit blinden Menschen? Einen Link? Irgendwas? Nein, nur eine Behauptung in einer unpersönlich formulierten Mail, die an eine für Harvester einsammelbare Mailadresse für unseriöse Angebote versendet wurde.

Und jetzt kommt der Spammer zur Sache:

There is another site (http://www.financereference.com/learn/binary-option) which takes open-source Wikipedia articles and makes them web-accessible.

Er hat nämlich eine eigene Website, die Freie Inhalte aus der Wikipedia übernimmt und sie im Web zugreifbar macht – weil sie auf der Wikipedia-Website nicht im Web zugreifbar zu sein scheinen. Das ist eine grandiose Leistung, fürwahr, und vor allem ist es mit recht wenig Arbeitsaufwand verbunden, weil man einfach die Schreib- und Recherchearbeit anderer Leute nutzt. Und diese Wikipedia-Kopie, die mir in einer Spam nahegelegt wurde, soll ich jetzt…

They follow WCAG 2.0 and Section 508 standards so it works well with accessibility tools like screen readers. I was hoping you might be willing to include a link to the accessible version (http://www.financereference.com/learn/binary-option) on your page next to the Wikipedia link so that visitors to your site can get access to the accessible version.

…anstelle der originalen Wikipedia-Website verlinken. Weil mir jemand so eine schöne Spam ins Postfach gemacht hat. Und wenn diese lustige Wikipedia-Kopie dann mit Hilfe ganz vieler Leute, die auf diese Spammasche reingefallen sind, ordentlich Links aufgebaut hat, dann wird der Text gegen einen „originelleren“ Text ausgetauscht, der den Lesern erzählt, dass Binäre Optionen auf wundersame Weise das Geld aus der Steckdose quellen lassen, gleich mit Affiliate-Link auf einen unseriösen, überteuerten Binäre-Optionen-Broker aus der Spamhölle.

Da stellt sich mir nur noch eine einzige bohrende Frage. Wie sieht eigentlich ein blinder Mensch mit Braille-Zeile – für Blinde soll ich das ja machen, behauptet der Spammer frech in seiner Spam – die in der Spam angepriesene Webseite mit den von Wikipedia kopierten Text über Binäre Optionen? Gleich mal einen kleinen Test machen:

Screenshot der vom Spammer angepriesenen Webseite im Textbrowser w3m. In der ersten Zeile steht der Text: 'This Site Requires Javascript'. Der Rest der dargestellten Seite wird von Navigationlinks eingenommen, die in Form einer ungeordneten Liste ausgezeichnet sind. Vom Artikel ist nichts sichtbar. Ein blinder Mensch mit Braille-Zeile müsste sich durch drei Seiten inhaltlich irrelevanten Navigationskram durchnavigieren, bevor der Text überhaupt beginnt.

Keine weiteren Fragen. :mrgreen:

Thanks again and I hope you have a beautiful day!

~Ava

Ja, du kannst mich auch mal.

Ava Lawrence
Accessibility Intern
Phone: 1-919-415-xxxx
Website: accessiblecampaigns.org
Email: ava@accessiblecampaigns.org

Ich hoffe, dass zumindest jedem deutschsprachigen Leser klar geworden ist, was von derartigen Spams zu halten ist. Wer wirklich Websites auch für blinde Menschen gestalten möchte, sollte einfach öfter mal mit blinden Menschen zusammensitzen und vielleicht auch mal aufmerksam zuschauen, wie sie Computer und das Internet benutzen. Die beißen auch nicht. Die sind „nur“ blind.

Wer das für einen zu großen „Aufwand“ hält: Der Textbrowser-Test ist schon ein ganz guter erster Einblick. Wenn man dann auch noch gute semantische Auszeichnungen verwendet, etwa Navigationselemente in HTML5 als <nav> auszeichnet und ein wenig darauf achtet, in welcher Reihenfolge die Elemente einer Seite im HTML-Quelltext erscheinen, kann man kaum noch etwas falsch machen.

Ach ja, eines noch: „This Site Requires Javascript“ ist das genaue Gegenteil von „Diese Website ist für blinde und schwer körperbehinderte Menschen zugänglich“.

„The best and most beautiful things in the world cannot be seen or even touched – they must be felt with the heart.“ – Helen Keller

Bald klopft vor Schmerz und bald vor Lust, // das rote Ding in meiner Brust.“ – Wilhelm Busch ;)

¹Es handelt sich im Screenshot um w3m.

imaging team you need

Sonntag, 15. Oktober 2017

Du kratzt mich einfach, Spammer. Du weißt ja auch, wo es mir juckt.

Den gleichen Sondermüll gibt es auch mit anderen Betreffzeilen, zum Beispiel „services we provide“ und „image processing service“. Er kommt auf jeder nur denkbaren Mailadresse an, und zwar gern auch mehrfach, weil die Spammer es nicht geschafft haben, mit einem beherzten sort | uniq -i (oder für GNU-Freunde: sort -fu) die Dubletten aus ihrem Datenbestand zu entfernen.

Hi,

Klar, deine Anrede muss ja für jeden passen.

Not sure if you received my email from last week?

Doch, habe ich. Und da hat mich die dumme Flut schon genervt.

We provide image editing services like – image retouch, ecommerce photos
masking etc. along
with basic editing services, such as clipping path, beauty, model images
retouching.

Und vor allem seid ihr so irre toll gut, dass ihr selbst zur Auffassung gekommen seid, dass man eure Dienstleistung nur mit illegaler und asozialer Spam vermarkten kann. In dieser eurer eigenen Auffassung schwingt ein von euch selbst gefälltes Urteil über die „Qualität“ eurer „Arbeit“ mit, dem ich mich beim besten Willen nicht zu widersprechen getraue.

I have a request, Please judge our quality and services as a test. If you
are ok with the test then we
will work on together. Just outsource your job to our team.

Ihr seid bereits beim Spam-Test durchgefallen. Ihr habt illegale und asoziale Spam versendet und euch damit für jedes Miteinander unter halbwegs zivilisierten Menschen disqualifiziert. Dass die Spam zudem technisch schlecht gemacht ist, in ihrer Wiederholung aufdringlich ist und mehrfach auf der gleichen Mailadresse ankommt, weil ihr noch keinen Achtjährigen gefunden habt, der euch mal zeigt, wie man die Dubletten aus dem Adressbestand entfernt, vervollständigt den bereits beim Anblick der Spam erhaltenen ersten Eindruck, dass ihr Nichtskönner, Blender und schlechte Betrüger sein werdet.

If you want to explore further, please reach out to us at your convenience.

Nein danke, ich habe schon mehr als genug.

Thanks and Regards,
Jenson Wallace

Vorgestern war es doch noch Roland.

Email: bpconheit@yandex.com

Der Absender der Spam ist gefälscht. Die Empfänger sollen glauben, dass dann wenigstens der Rest der Wahrheit entspricht.

images work need

Freitag, 13. Oktober 2017

Die „inhaltlich“ identische Spam gibt es auch mit Betreff „image processing service“ oder „imaging team“. Eingetragener Absender ist zurzeit immer ein angeblicher „Roland Perez“ mit der Mailadresse fushionlon (at) yandex (punkt) com, als Antwortadresse ist zurzeit immer jasinsanton (at) mail (punkt) ru im Header spezifiziert. Ich würde ja gar nichts über diese triviale und dumme Spam schreiben, wenn es nicht so unfassbar viel davon gäbe.

Hi,

Dieser „Name“ stimmt immer! :D

We are a image editing team, who can process 500+ images a day.

Aber „ihr“ habt ja auch keinen Namen. Und keine Firmierung. Und keine Website. Und keine eigene Domain für euren geschäftlichen Mailverkehr. Und nichts. Außer Spam. Ihr bearbeitet „nur“ Bilder. Vermutlich nehmt ihr Vorkasse, und das nur über Western Union und Bitcoin, oder?

If you have any images work need, please let us know.

We can do following image service:
ecommerce photos editing
jewelry photos editing
image cut out
clipping path
image masking
beauty, model images retouching

Eure Behauptung, einigermaßen gut und schnell mit Photoshop umgehen zu können, gewinnt durch die anonym formulierte und in der Methodik von der Organisierten Internet-Kriminalität abgeschaute Spamreklame enorm an Glaubwürdigkeit. Dieser erste Eindruck, für den ihr keine zweite Chance mehr habt, wird noch trefflich dadurch unterstützt, dass ihr nicht einmal eine Website anzubieten habt, auf der ihr für Interessierte einige Kostproben eurer Kunstfertigkeit gebt.

Thanks,
Roland

Danke für nichts! Ihr habt mir mit euren in den letzten vier Stunden versendeten achtzehn gleichlautenden Spams, die ich eben gerade gelöscht habe, ein bisschen von meiner beschränkten Lebenszeit geraubt. Ihr seid asoziale Spammer, dazu mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kriminell und technisch inkompetent. Wenn es euch nicht gäbe, vermissten nur eure Mütter etwas. So viel Bildbearbeitung, dass man das noch einmal wegretuschieren könnte, gibt es nicht.

Euer eure kleine Spamflut „genießender“
Nachtwächter

How are you?

Donnerstag, 3. August 2017

Ach, eigentlich gehts mir ganz gut, wenn mir auch immer ein kleines bisschen übel wird, wenn ich in die aussortiere Spam reinschaue. Das sind echt widerwärtige Gesellen, deren Ausflüsse man da vor Auge kriegt.

Hi! How are you?

Dass du mich gleich zweimal nach meinem Befinden fragst, kann leider nicht vergessen machen, dass du mich gar nicht kennst. Und ich kenne dich auch nicht. Aber trotzdem schreibst du mir diese Mail in letzter Zeit öfter. Und zwar immer auf Mailadressen, die den Spammern wohlbekannt sind. Das passt dazu…

My name is Anastasia (or shortly Nastya), and I�d love to know your name.

…dass du offen eingestehst, dass du nicht einmal weißt, wer ich bin.

Do you visit this site oftentimes?

Welche Website meinst du. Es gibt einige Websites, die ich des Öfteren einmal besuche. Überhaupt gibt das wahnsinnig viele Websites in diesem Web. Allerdings kann man da…

I was hoping to talk to you in chat once but you left all of a sudden. Could you write me your address or send me a letter some day?

…meist nicht miteinander chatten. Chatten tut man ja auch nicht auf einer Website. Aber selbst, wenn wir beide miteinander gechattet hätten – du hast bestimmt noch nie vom IRC gehört und fragst dich bei Abk. wie XMPP gewiss, ob das wohl eine neue Krankheit oder etwas für dich komplett unverständliches Mathematisches ist – also, selbst wenn wir miteinander gechattet hätten, und ich hätte mich so schnell und wortkarg „verabschiedet“: Kannst du dir einen Grund für einen solchen „Abschied“ vorstellen? Es kann dafür eigentlich nur zwei Gründe geben. Entweder bin ich so gestrickt, dass ich allzuenge Kontakte zu Menschen aus dem Internet vermeide, oder aber, ich bin zu einem gewissen Urteil über dich und deinen unerfreulichen Charakter gekommen und habe mich ganz schnell irgendwohin verdrückt, wo man deinesgleichen Mitlebewesen nicht begegnet.

Völlig rätselhaft und bei aller Fantasie nicht mehr vorstellbar bleibt es allerdings, wie du es im Chat nicht geschafft haben willst, meinen Nick rauszubekommen, unter dem ich im Chat auftrete und der vor jeder meiner Zeilen steht, aber dafür an eine E-Mail-Adresse von mir gelangt sein willst. Man muss schon sehr unerfahren sein, um auf deinen lächerlichen Vorwand für ein sabberförderndes Brieflein an einsame und verzweifelte Männer zum gepflegten Abzocken reinzufallen.

I believe we have a lot in common and talking to you will be much pleasure for me.

Ich glaube auch, dass wir vieles gemeinsam haben. Wenn ich dir mit einer Bohrmaschine und einem feinen Bohrer unter einem deiner Zehennägel rumbohre, wird dir das weh tun. So sind Menschen. Sei also lieber froh, wenn du dich nicht mit mir unterhältst (oder nur aus sicherer Entfernung)! :evil:

My email sesosuti@gmx.com

Um eine tolle Brieffreundschaft über das Internet vom ersten Tage an mit Vertrauen aufzuladen, schreibst du deine Kontaktmails mit gefälschtem Absender und räumst das genau so offen ein, wie du weiter oben einräumst, mich nicht zu kennen.

Looking forward to getting your letter,
Anastasia

Ich bin mal gespannt, wie viel ich noch von deinem wirklich schlecht gemachten Müll kriege.