Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Frauen“

Ein echt schönes und originelles Geschenk für jede Frau

Dienstag, 17. Mai 2016

Kannste dir gar nicht selbst ausdenken, sowas… :D

Jede Frau weiß, dass sich die Henkel [sic!] und der ganze Körper der Tasche deformiert, wenn man die Tasche in den Schrank gestellt wird [sic!]. Sehr oft werfen die Frauen deren Taschen weg [sic!], bevor sie die wenigstens ein paar Male gebrauchen können [sic!].

Um diesen Problem [sic!] zu lösen, haben wir den ersten Taschenhacken [sic!] geschaffen [sic!], der die Taschen und deren Henkel in ausgezeichneter Form festhaltet [sic!]. Das Neue und Einzigartige ist das, dass die Form des Taschenhackens [sic!] der Hand der Frau ähnlich ist [sic!]. Davon kommt auch unser Name – Lady‘s Hand.

Foto des Produktes aus der Spam

Mit diesem Taschenhacken [sic!] machen Sie das Leben Ihren Taschen so wohl länger [sic!], als auch ihre Aufbewahrung leichter. Ladys Hand [sic! Nicht einmal die eigene „Marke“ wird konsistent geschrieben.] kann man im Schrank, Büro, Restaurant, im Auto oder im Bus sogar gebraucht werden [sic!].

Nehmen Sie einen Taschenhaken
jetzt an www.ladyshand.de

Herzliche Gruesse,
Heidi Hoffmann
Kundenservice
Logo für das Produkt oder die spammende Klitsche
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Unentbehrlich für Freizeit, Hobby, Camping und Garten! :mrgreen:

Kleidertausch – kein Geld für neue Kleider?

Sonntag, 28. Juni 2015

Oh, mal eine neue Masche der Verbrecher. Wollen die jetzt beim Geschäft mit Gebrauchtkleidung mitmachen, das sich bislang die Altkleider-Wohltätigkeitssimulierer unterm Nagel gerissen haben? Das lohnt sich doch gar nicht. Auf keinen Fall sollte man diesem Pack irgendwelche Daten geben, die sich für einen Identitätsmissbrauch verwenden lassen, nur, weil sie in einer Spam eine nützlich klingende Dienstleistung versprechen. Also auch keine Lieferanschrift.

Hallo Eli !

Ja, genau der Name geht gerade zusammen mit meiner Mailadresse rum und bekommt regelmäßig Spam von Datingbetrügern, Schnäppchenbrüllern und angeblichen Versicherungsvergleichern. Gut, dass deshalb für mich sofort klar ist, dass es sich hier ebenfalls um eine Spam ausgesprochen fragwürdiger Gestalten handelt.

Kennst Du schon Deutschlands No.1 Fashion Swap Shop?
Über 100.000 Mitglieder ?swappen? hier bereits ihre neuwertige Kleidung!

Nein, ich pflege es nicht, Läden zu kennen, deren Betreiber aus einem für mich unbekannten Grund zu der Auffassung gekommen sind, dass ihre Läden ohne asoziale und illegale Spam nicht betreibbar sind. Und wenn ich diese Läden dann über so eine Drecksspam kennenlerne, dann hat eine einzige Spam gereicht, um mir einen dauerhaften Eindruck von so einem Laden zu verschaffen; einen Eindruck, den dieser Laden mit Pimmelpillen-Apothekern, Abzock-Casinos und Reichwerdexperten teilt.

http://www.kleider-tauschring.biz/[ID entfernt]/

Moment mal… *tacker tacker tacker*

$ whois kleider-tauschring.biz | grep -y "registration date"
Domain Registration Date:                    Sat Jun 27 22:40:06 GMT 2015

Oh, die Domain ist erst gestern registriert worden, und doch ist schon von „Deutschlands Nummer Eins“ und „Hunderttausend zufriedenen Mitgliedern“ die Rede. Ach ja, es handelt sich ja auch um den Text aus einer asozialen und illegalen Spam, wer würde da schon etwas Wahres erwarten. :mrgreen:

Einfach deine ungeliebte Kleidung kostenlos an Zamaro.de einschicken ? jedes Teil bewerten wir mit Punkten.

Ich kann mir nichts dümmeres vorstellen, als irgendwelche immer noch handelbaren und verkäuflichen Dinge bei einem halbseidenen Spamkaufmann gegen Punkte einzutauschen. Glasperlen hätten ja wenigstens noch materiellen Gegenwert. :mrgreen:

Und dass der Spammer etwas von zamaro (punkt) de behauptet, aber allerhand andere Domains benutzt, sagt hoffentlich auch genug. Was immer dieses zamaro (punkt) de macht, das hat alles nichts mit dieser Spam zu tun. :!:

Für Deine erhaltenen Punkte kannst Du Dir gleichwertige Artikel aus dem Shop aussuchen, die von den anderen 100.000 Mitgliedern bereits eingesendet wurden. Das Tolle daran: Bezahlen brauchst Du nur die geringen Versand- und Pack- gebühren, wenn Du Artikel bestellst.

Ich nehme an, das ist alles genau so wahr, wie die 100.000 Mitglieder, die sich seit gestern auf der Website in einer frisch angemeldeten Domain registriert haben. Und übrigens:

Melde Dich jetzt über diesen Newsletter an und erhalte 180 Punkte geschenkt, die Du direkt risikofrei ausgeben kannst!

Einen „Newsletter“ bestellt man bewusst und absichtlich, weil man glaubt, etwas davon zu haben. Eine Spam bekommt man von kriminellen Zeitgenossen in das Postfach gemacht, ob man will oder nicht. Und nichts, was ein Spammer anbietet, verdient das Wort „risikofrei“ auch nur in einem skurillen Sinn.

http://www.kleider-tauschring.biz/[ID entfernt]

Na gut, mal anschauen…

$ lynx -dump -mime_header http://www.kleider-tauschring.biz/
HTTP/1.1 301 Moved Permanently
Date: Sun, 28 Jun 2015 10:48:12 GMT
Server: Apache/2.2.22 (Debian)
Location: http://www.klamotten-tauschen.com/
Connection: close
Vary: Accept-Encoding
Content-Length: 3
Content-Type: text/html

Aha, einfach nur eine Weiterleitung in die Domain www (punkt) klamotten (strich) tauschen (punkt) com. Man beachte: Ohne Affiliate-Code oder irgendetwas, was darauf hindeutet, dass diese Weiterleitung von einem Affiliate-Partner gemacht wurde, der Geld für das Anwerben von Leuten bekommt! Es sieht also so aus, als wäre der Betreiber von klamotten (strich) tauschen (punkt) com selbst für diese indirekte Verlinkung über eine Wegwerfdomain zuständig, die mit illegalen und asozialen Spamaktionen verbrannt werden kann. Morgen oder übermorgen, wenn kleider (strich) tauschring (punkt) biz auf jeder Blacklist dieser Welt steht, wird einfach eine neue Domain für die gleiche Nummer genommen, damit die asoziale und illegale Spam wieder ankommt.

Und was ist jetzt mit dieser anderen Domain. Könnte die Website dort wenigstens 100.000 registrierte Nutzer haben? Mal nachschauen… oha, die Domain wurde anonym über einen Whois-Anonymisierer aus dem sonnigen Panama registriert (was für Privatleute zum Spamschutz durchaus sinnvoll sein kann, bei gewerblichen Auftritten jedoch alle Alarmglocken klingeln lassen sollte). Und besonders alt…

$ whois klamotten-tauschen.com | grep -y "creation date"
   Creation Date: 11-jun-2015
Creation Date: 2015-06-11T18:21:00.00Z

…ist diese Domain auch nicht. Es gibt sie erst seit siebzehn Tagen. Das will nicht gut zu den Behauptungen aus der Spam passen.

Die Website sieht übrigens so aus:

Screenshot der betrügerischen Website

Offenbarend ist hier auch das kleine „Siegelchen“ unter der Anmeldeklicke, das SSL-Verschlüsselung verspricht, während es sich um gewöhnliches HTTP handelt, das offen wie eine Postkarte durch das Internet transportiert wird.

Viel Spass wünscht Dir dein
Kleidertausch-Ring

Um das, was man dort erleben kann, als „Spaß“ zu betrachten, muss man vermutlich einen sehr verschrobenen Charakter haben…

Detail der betrügerischen Website: Es kann nur das Geschlecht 'weiblich' angegeben werden, eine andere Möglichkeit besteht nicht.

…oder eine Frau sein. :twisted:

Dieser über Spam vorangetragene Beschiss richtet sich nämlich ausschließlich an Frauen.

Sie haben 1 angemeldetes Nachricht

Montag, 11. März 2013

Hui, aber gleich zwölffach! Frei nach dem Motto: Der Schwachsinn in der Spam wird viel überzeugender, wenn man ihn wie eine Sintflut in die Postfächer laufen lässt.

Hallo

Diese Methode hat mein Leben verändert, kann es Ihnen auch ändern!

Detail aus der betrügerischen Website, das Gesicht ist von mir unkenntlich gemacht wordenDer Link führt auf eine tolle (wenn auch mit Designschwächen behaftete) Seite unter www (punkt) money (strich) mmm (punkt) ru (slash) de, auf der eine bezaubernde „Michelle“ darlegt, wie sie durch das Martingale-System beim Roulette in irgendwelchen windigen, durch nichts und niemanden kontrollierten und beliebig manipulierbaren Internet-Zockhöllen in nur zwei Monaten eine halbe Million Euro aus dem Nichts gemacht haben will. Das klappt natürlich nur in Casinos, in denen die entzückende „Michelle“ mit ihrem schweren Lebensweg ein paar Affiliate-Groschen dafür bekommt, dass sie den Anbietern von in der BRD illegalen Glücksspielen zahlende Kunden zuschleust. In diesem Fall müssen offensichtlich 65 Euro eingezahlt werden, damit die Judasgroschen für die Halunken sprudeln. Ganz großes Kino, das ich allerdings nicht direkt verlinken werde. Da der frühere Malte Wagner, $Vorname Onlinenebenjob, Dr. Rudolf Richter, Gerhard Frommel, Ben Liez oder Moritz Ahlborg immer noch ganz genau weiß, dass es nachteilhaft für sein betrügerisches Affiliate-Geschäft ist, wenn man frühere Versionen seiner Masche dauerhaft archiviert und einem größeren Leserkreis zur Verfügung stellt, hat er, sie oder es natürlich die Archivierung über WebCite verhindert. Ganz, wie ich es von den früheren Ausprägungen dieser Masche gewohnt bin. Inhaltlich ist es nämlich nichts anderes als der Strunz aus dem Jahr 2010, nur, dass seit über anderthalb Jahren ein „System“ dabei verwendet wird, das auch für diejenigen Deppen verständlich ist, die allen Ernstes daran glauben, dass ihnen ein anonymer Spammer so ganz uneigennützig sagt, wie man im Monat eine Viertelmillion Euro machen kann. Wer das glaubt, versteht eben auch keine übermäßig komplizierte Setzanweisung…

Nun gut, wer unter unbezwingbarer Neugierde leidet und den etwas weitschwafeligen Blah von Kriminellen lesen möchte: Ich habe eine archivierte Version der Seite angefertigt und bei BayFiles abgelegt, wo sie noch mindestens einen Monat lang verfügbar bleiben sollte. Wer das lesen möchte, sollte allerdings JavaScript und alle Plugins im Browser ausschalten, denn es ist unveränderter Code von Kriminellen, der Menschen mit Spam angedreht wurde¹… und nun: Viel Spaß bei der Lektüre! :cool:

Zielgruppe Frauen

Interessant bei dieser Version der Spammasche ist, das ein gepflegt „weiblicher Stil“ im Text und auch im Design der Betrugsseite verwendet wird. Auf jegliche rationale Begründung des Systems wird verzichtet, stattdessen muss der ansonsten unbelegte Hinweis reichen, dass die gute Flachfrau als Softwareentwicklerin von Webanwendungen etwas von der Sache versteht und jahrelange Analysen gemacht hat. (Wie man gewisse Designschwächen in Webseiten vermeidet, hat sie allerdings nicht gelernt, und sie hat auch noch keine aufgeweckte Dwölfjähige gefunden, die es ihr erklärt.) Das ist ein bisschen schade, weil es so für mich deutlich weniger zu lachen gibt als bei den früheren, hingestümperten Erklärungsversuchen, warum ein auf jeder seriösen Website als sinnloses System erklärtes Verfahren funktionieren sollte. Die Begründung, warum die ausgedachte Frau – ich habe dem Foto oben einen schwarzen Balken hinzugefügt, weil ich von früheren Versionen der Roulettesystem-Masche weiß, dass einfach Bilder aus anderen Websites verwendet werden und weil wirklich jeder und jede, dessen und deren Bild so missbraucht wird, davon gestraft genug ist – jetzt allen Menschen erklären will, wie man reich wird, ist auch entsprechend „weiblich“ gestaltet: Nachdem ein schönes Märchen von einem unerfreulichen Schicksal geschrieben wird, fast so triefend wie eine typische „Frauenzeitschrift“, erklärt es „Michelle“ so richtig „ganz persönlich“:

Warum ich Ihnen erkläre, wie ich mein Geld verdiene?

Ganz einfach, weil es so viele Menschen gibt, die das Leben ungerecht behandelt hat. Deshalb finde ich, dass diese einfache Verdienstmethode überall bekannt gemacht werden sollte. Sie müssen verstehen, dass ich nicht weniger verdiene, nur weil ich anderen helfe, Es fühlt sich einfach gut an, zu wissen, dass auch andere ein schönes Leben führen, mit ihrer Familie in den Urlaub fahren, mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und sich kaufen können, was sie möchten.

Gut, das Wort „Verdienstmethode“ für Zocken im Internet ist noch stilistisch unpassend und bleibt als Artefakt der früheren Versionen des Textes stehen, aber ansonsten ist es schon recht stilsicher. Und nein, ich gebe jetzt meinen spammenden Mitlesern jetzt keinen Tipp, welches Wort ich in diesem Kontext anstelle von „Vedienstmethode“ genommen hätte… ;)

(Ja, hier lesen Spammer mit. Ich weiß das, weil ich mehrfach meine „besseren Formulierungen“ in der zweiten Welle der gleichen Spam wiedergefunden habe.)

Ich schließe aus dieser Aufmachung, dass bei den Affiliate-Spammern für fragwürdige Internet-Zockhöllen inzwischen (vermutlich wegen sinkender Einnahmen) die Einsicht eingekehrt ist, dass jeder hinreichend dumme Mann im deutschen Sprachraum mittlerweile zum gebrannten Kind geworden ist. Und da haben sich die Kriminellen eben gesagt: Tja, dann nehmen wir jetzt dumme Frauen aus und denken uns für diese „Zielgruppe“ eine passende Ansprache aus und schreiben ein paar hübsche Märchen.

Aus meiner Sicht – Disclaimer: Ich bin Mann – ist das stellenweise durchaus gelungen. Es ist eben eine Erleichterung für die Kommunikation von Bullshit, wenn man nicht scheinbar rational argumentieren muss, sondern emotional wirkmächtige Versatzstücke aus miesen Romanen aneinanderhängen kann. Das Ergebnis…

Was mich angeht, so bin ich noch immer nicht über den tragischen Verlust meines Ehemannes hinweg. Geheiratet habe ich nicht wieder – und will auch gar nicht darüber nachdenken. Die Kinder sind mein Leben und ich tue alles, um bei ihnen sein und ihnen die Liebe geben zu können, die sie brauchen. Sie geben meinem Leben einen Sinn. Deshalb wünsche ich jedem von Ihnen viel Glück – Sie werden es bestimmt genauso weit bringen wie ich und viele andere. Das Wissen, dass ich so vielen Leuten geholfen habe, macht mich glücklich und stark.

…macht zumindest auf mich einen „gefährlichen“ und überzeugenden Eindruck.

Die Frauen unter meinen Lesern kann ich nur zur Vorsicht angesichts solcher Maschen auffordern. Für mich ist die Vorgehensweise relativ neu, und in kommenden Versionen wird sie vermutlich erhebliche Verfeinerungen erfahren.

Aber es weiß ja jedermann und jede Frau, dass mit der Spam nichts Gutes kommt…

Allerdings wurde die Affiliate-Roulettesystem-Masche bislang auch über Twitter, über Facebook, in öffentlichen Web-Foren und in Blogkommentaren vorangetrieben, und nicht alles davon war so plump, dass man es auf dem ersten Blick als Spam erkannt hätte. Vermutlich gab es auch Kanäle, von denen ich nichts mitbekomme.

Da bleibt also nur das „bisschen“ Verstand, das jedem Menschen auf Grundlage seiner ganz normalen Lebenserfahrung sagen sollte: Es ist nicht und niemals möglich, ohne Kenntnisse und Fertigkeiten auf legalem Wege mühelos und nebenbei auch nur vierstellige Euro-Beträge im Monat zu verdienen. Wer solche Möglichkeiten anbietet, ist ein Lügner, der seinen eigenen Vorteil sucht. Wer solche Möglichkeiten über Spam anbietet oder offen ins Web stellt, ist ein Betrüger, der ganz schnell das Geld machen will, um seinen verfeinerten Lebensstil zu finanzieren. Immer. Ohne Ausnahme. Punkt.

Wer mir das nicht glaubt, unterhalte sich bitte zwei bis drei Stunden lang ruhig und entspannt mit einem beliebigen erwachsenen Menschen normaler Lebenserfahrung über dieses Thema.

¹Diese Anmerkung ist ein Nachtrag wegen einer sehr sinnvollen Anmerkung meines Lesers Nudel. Man kann in der Tat gar nicht vorsichtig genug sein, wenn man es mit den Machwerken der Spammer zu tun hat.

Re: ru girl

Sonntag, 20. März 2011

super girls www.maria0311.com.ua

Früher habt ihr euch mit eurem tollen Kontaktangeboten wenigstens noch einen Text ausgedacht, aber jetzt ist es ja auf das Wesentliche reduziert. Eure tolle Website¹ ist übrigens auch…

Screenshot der betrügerischen Website

…sehr auf das Wesentliche reduziert, denn sie kennt nur eine einzige Funktion, die von einer Datei login (punkt) php verwirklicht wird. Nein, da kann man sich nicht etwa anmelden, wie es der Name der Datei andeutet, da kann man sich „registrieren“. Mit Vornamen, Nachnamen und Mailadresse, damit die Spammer endlich die Möglichkeit haben, ihre Opfer direkt anzusprechen. Dazu Geschlecht, Wohnort und Geburtstag, was gut für eine übernommene Identität ist, mit der man Betrügereien durchziehen kann. Und Foto bitte auch gleich hochladen, denn die Gesichter anderer Leute verbauen Spammer auch gern auf Betrugssites. Genau das Richtige für jemanden, der sich langweilt und große Probleme bekommen möchte.

Und damit man das auch ja macht, sind selbst Links wie „Why join?“ mit diesem Datenstriptease belegt, damit auch jeder wirklich Interessierte merkt, womit er es hier zu tun hat. Links wie „User Help“, „Privacy Policy“ (tolle Idee, Spammer) und „Anti-Scum Policy“ (guter Lacher) sind dann gar nicht mehr nötig. Sie führen eh auf den gleichen Datenstriptease.

Hier spammt eben jemand, der glaubt, dass Katzen im Sack eine heiße und überaus begehrte Ware wären.

¹Weil es so gut wie sicher ist, dass die Kriminellen sämtliche Bilder irgendwo aus dem Internet mitgenommen haben, habe ich die Gesichter verpixelt. Diese Frauen sind schon genug damit gestraft, dass ihre Fotos von Spammern missbraucht werden, dem will ich nichts hinzufügen. Wer als Frau verhindern möchte, auf solchen Seiten von Kriminellen zu erscheinen, sollte besser kein Bildmaterial von sich ins Internet stellen – oder zumindest solches, das einen derartigen Missbrauch schwierig macht.

Hundreds of profiles of Russian hotties.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Ah, mal wieder eine, deren Betreff mit einem Punkt endet – das Skript mit diesem Problem ist also immer noch im Umlauf…

Na, was solls. Es gibt ja hunderte von Profilen von geilen russischen Ludern. Schade nur, dass in der Mail dann nicht mehr von hunderten die Rede ist, sondern…

I am your Russian pussy – you remember my nickname? Participate here

…nur noch von einer. Und die will auch noch, dass ich mich an ihren Nick erinnere! Als ob es der notgeilen Zielgruppe hier auf so etwas wie einen Namen ankäme… :mrgreen:

Übrigens ist das mal wieder ein alter Bekannter. Verwendet wird diesmal die Internet-Adresse live (strich) sober (punkt) info, und es wird wieder einmal der GET-Parameter idAff=136 angegeben, mutmaßlich, um über eine Affiliate-Programm ordentlich Klickercents zu kriegen, wenn einer so dumm ist, auf diese recht blöde Spam anzubeißen. Dieser idAff=136 – da ich seinen Namen nicht kenne, benamse ich ihm mal einfach nach seiner ID für das Affiliate-Programm – kommt mit den unterschiedlichsten angeblichen Angeboten, aber es ist wohl davon auszugehen, dass es sich dabei immer nur um den Wurm handelt, der die Fischlein zum Beißen bringen soll – so ein Wurm muss ja den Fischlein schmecken. Wie alle Spams dieses hirnweichen Bastards kam auch diese Mail von der dynamischen IP-Adresse eines mutmaßlich kriminell übernommenen Heimrechners in einem Botnetz der Spam-Mafia, in diesem Fall war es die IP 201.255.60.239. Schade, dass so viele Menschen Windows verwenden und damit für den zivilisierten Rest der Welt das Internet durch die Spampest unbrauchbar machen.

Ein Klick in eine Spam lohnt sich nie, und bei dieser besonderen Spam bekommt man vermutlich nicht einmal so etwas ähnliches wie das, was angepriesen wurde. Aber es scheint noch genug Idioten zu geben, die auf alles nur irgend Klickbare klicken, und deshalb läuft diese dumme Nummer weiter und weiter und weiter. Allein heute trafen von dieser Machart auf einer meiner Mailadressen 27 Spams ein.

[Wirklich keine Lust, das jetzt auszuprobieren]