Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „DSGVO“

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Mittwoch, 27. Juni 2018

So nannte sich der hirnlahme Honk mit IP-Adresse aus dem großen, weiten Russland, der heute mehrfach versucht hat, ausgerechnet hier auf Unser täglich Spam den folgenden „Kommentar“ zu verschiedenen Artikeln abzusetzen, aber wegen der selbst algorithmisch erkennbaren Hirnlosigkeit seiner Einlassung am Spamfilter gescheitert ist:

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Natürlich hat dieser spammende Casinoexperte dabei auch eine Website als Homepage angegeben, die in der Europäischen Union, in den Niederlanden, unter den Bedingungen der DSGVO gehostet wird, so dass sich nähere Angaben nicht mehr ermitteln lassen.

$ whois casino2018money.com | grep WHOIS
   Registrar WHOIS Server: whois.registrar.eu
$ whois -h whois.registrar.eu casino2018money.com | grep ^Registrant 
Registrant Name: REDACTED FOR PRIVACY
Registrant Organization: Whois Privacy Protection Foundation
Registrant Street: REDACTED FOR PRIVACY
Registrant City: REDACTED FOR PRIVACY
Registrant State/Province: Zuid-Holland
Registrant Postal Code: REDACTED FOR PRIVACY
Registrant Country: NL
Registrant Phone: REDACTED FOR PRIVACY
Registrant Phone Ext: REDACTED FOR PRIVACY
Registrant Fax: REDACTED FOR PRIVACY
Registrant Fax Ext: REDACTED FOR PRIVACY
Registrant Email: https://contact-form.registrar.eu/?domainName=casino2018money.com&purpose=owner
$ _

Dank des gesetzlichen Datenschutzes in der EU benötigen die Kriminellen nicht mehr den einst unter Kriminellen so beliebten Dienstleister aus dem sonnigen Panama, um die Domains für ihre kriminellen Websites anonym zu betreiben. Aber wenigstens die Daten sind geschützt! Außer natürlich jene Daten, die in der real existierenden BRD-Lobbykratie unter die BRD-Ausnahme des Listenprivilegs fallen, so dass eine derartige Zustimmung für die legalisierte Telefon- und Briefkastenspam gar nicht benötigt wird. Dafür haben wir doch alle gern in den letzten Wochen gefühlte fünfzig Mal bestätigt, dass wir den diversen Unternehmen, denen wir bewusst und freiwillig Daten gegeben haben, auch die Datenverarbeitung gestatten. :mrgreen:

Natürlich gibt es auch eine Website, und die sieht so aus:

Screenshot der in einer Kommentarspam verlinkten Website. Es handelt sich um ein vollständiges Design für eine vorgebliche Casino-Site, aber es fehlen jegliche Texte und Inhalte.

Kannstedirgarnichtselbstausdenken…

Ich kann mir so richtig vorstellen, wie der Spammer an seinem Computer sitzt und sich denkt „Irgendwas habe ich doch heute wieder vergessen. Was war das bloß? Diese leckeren drei Flaschen Wodka am Tag sind wirklich nicht gut fürs Gehirn… ach, scheißegal, ich starte mal das Skript und dann wird gespammt und gespammt und gespammt, und schon morgen kann ich das ganze Affiliate-Geld im Puff ausgeben“. :D

Aber angesichts der inhaltsleeren Kommentarspam passt eine inhaltslose Website schon ganz gut…

Das hier verwendete Facepalm-Piktogramm stammt vom Wikipedia-User Chrkl und ist lizenziert unter den Bedingungen von CC BY-SA 3.0.

DSGVO: Cyberkriminelle nutzen Unsicherheit

Dienstag, 12. Juni 2018

Keine Spam, sondern ein Hinweis auf einen beachtenswerten Artikel der ARD-Tagesschau [dauerhaft archiverte Version] über Phishing-Mails zur DSGVO:

Die Datenschutzgrundverordnung spülte in den vergangenen Wochen eine wahre Flut immer gleicher E-Mails in die Postfächer: „Bitte bestätigen Sie, dass wir Ihnen auch weiterhin unsere Neuigkeiten zuschicken können“, hieß es da. Außer dieser gab es eine zweite Mail-Welle: Cyberkriminelle nutzten das Thema für sogenannte Phishing-Angriffe – das geschickte Abgreifen von Passwörtern

Bitte nicht darauf hereinfallen!

Generell niemals in eine E-Mail klicken und niemals einen Link aus einer E-Mail benutzen! Wer diese sehr einfach zu merkende Regel beherzigt, kann nicht von Kriminellen überrumpelt und „gephisht“ werden.

Der Absender einer E-Mail ist beliebig fälschbar, und leider benutzt praktisch niemand digitale Signaturen, die den Absender jenseits jedes vernünftigen Zweifels sicherstellen könnten, obwohl das kein Geld kosten würde und nur geringen Aufwand verursachte. Websites, bei denen man ein Benutzerkonto hat, bitte ausschließlich über die Lesezeichenfunktionen des Webbrowsers besuchen! Dies gilt insbesondere auf Websites, bei denen es direkt um Geld oder geldwerte Güter geht (Amazon, eBay, PayPal, Online-Banking etc.) und bei Websites, über deren Konten Logins auf anderen Websites möglich sind (Twitter, Facebook etc.). Diese einfache Vorsichtsmaßnahme kann eine Menge Ärger, Laufereien und Geld einsparen. Und es ist nicht schwierig, die Lesezeichen-Funktion (Freunde des Internet-Exploiters lesen hier: Favoriten) des Webbrowsers zu nutzen.

Ja, E-Mail ist ein praktisches Medium, aber es ermöglicht jedem Menschen im Internet, anderen Menschen irgendwelche beliebig formulierten und gestalteten Texte mit falschem Absender zuzustellen, voller giftiger Links oder Anhänge. Und das Internet ist leider auch voller Gestalten, die nur von ihrer Mutter vermisst würden, wenn es sie nicht gäbe. Also: Immer vorsichtig bleiben, und ganz besonders vorsichtig bei E-Mail!

Oder, um es mit der ARD-Tagesschau zu sagen, die in erfreulicher Klarheit ebenfalls das Wichtigste mitteilt:

Die gute Nachricht: Mit nur drei Schritten sind selbst gut gemachte Phishing-Mails keine Gefahr mehr: Bei unerwarteten Mails nie auf enthaltene Links klicken, keine angehängten Dateien öffnen und einfach nicht antworten

Ist doch gar nicht so schwierig. ;)