Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

Ihre Temu-Palette wartet

Donnerstag, 27. März 2025

Was soll ich mit einer Palette? Und wer ist Temu?

Von: Temu-Umfragen . <info@fils.gfs.com.na>
An: serviiice@fils.gfs.com.na

Jedenfalls ist Temu nicht der Absender dieser Spam, was man durch einfaches Hingucken sehen kann, und ich bin übrigens auch nicht der Empfänger, was ich ebenfalls durch einfaches Hingucken sehen kann. Einmal ganz davon abgesehen, dass ich weiß, wie man „Service“ schreibt. Ich stehe da nur zusammen mit ein paar hunderttausend anderen Empfängern im BCC und die Mail ist eine Spam. Temu hat übrigens auch keine Mailadresse von mir. Ich habe nie etwas mit Temu zu tun gehabt. Ich habe kein Interesse an fabrikneuem Müll, gefährlichen elektrischen Geräten, fragwürdigen bis grenzkriminellen Praktiken und dem Missbrauch meiner persönlichen Daten. Da könnte ich ja gleich zu Amazon gehen! Ach, Temu ist billiger? Die Mülltonne ist noch billiger. Und wer weiß: Vielleicht ist sie sogar gesünder und ihr Inhalt wertvoller.

Aber genug gelästert. Temu ist ja gar nicht der Absender dieser Spam. Und wie immer bei diesen angeblichen Umfragen, die übrigens ein Trickbetrug sind – man muss den Absendern nach Beantwortung völlig banaler Fragen einen Zugriff auf die Kreditkarte geben, um die angeblichen Versandkosten für die kostenlose „Belohnung“ zu bezahlen und genügend Daten für einen kriminellen Identitätsmissbrauch eingeben, und dann räumen die Betrüger das Konto leer und machen betrügerische Geschäfte aller Art unter der Identität ihres Opfers – steht der größte Teil des Textes in einem Bild, das aus dem Web nachgeladen wird. Menschen mit einer sicher und datenschützend konfigurierten Mailsoftware sehen dieses Bild nicht.

Temu-Umfrage zur Kundenerfahrung

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So einfach geht Phishing. Immer noch eine der häufigsten Methoden des Trickbetrugs im Internet, und immer noch erschreckend oft erfolgreich, sogar bei Menschen, die die Gefahr kennen sollten.

Zum Glück gibt es einen ganz einfachen und sehr zuverlässigen Schutz gegen Phishing, der nichts kostet und hundertprozentig wirksam ist: Niemals in eine E-Mail klicken! Stattdessen Lesezeichen für häufig besuchte Websites im Webbrowser anlegen und diese Websites nur über das Lesezeichen im Browser aufrufen. Dann kann einem kein Trickbetrüger einen giftigen Link unterschieben. Wenn das richtige Temu wirklich einmal eine Befragung unter seinen Kunden machte, statt einfach nur heimlich alle möglichen Daten über sie einzusammeln, würden die Kunden es ganz sicher beim Aufruf der Website und – falls sie nicht sowieso im dauerhaften Schnäppchenmodus und deshalb ständig angemeldet sind – nach ihrer ganz normalen Anmeldung erfahren. Und das gilt natürlich nicht nur für Temu, sondern auch für die Bank, für PayPal die Auktionwebseit, das Versandhaus… für alles.

Wenn man sich nach Empfang einer solchen Spam unsicher ist, ob sie nicht vielleicht doch von Temu kommen könnte, obwohl die Firmierung „Temu“ gar nicht im Bild vorkommt – vermutlich halten die Trickbetrüger ihr automatisch übelsetztes Deutsch für eine hinreichende Authentizität – dann nicht in die Spam klicken, sondern einfach die Website über das im Browser angelegte Lesezeichen aufrufen und sich ganz normal anmelden. Wenn man dabei keinen entsprechenden Hinweis sieht, hat man einen dieser gefürchteten Cyberangriffe abgewehrt. So einfach geht das! Macht das! 🛡️

Warum Temu euch das nicht sagt? Weil ihr Temu egal seid. Temu interessiert sich nur für euer Geld und nicht einmal ein kleines bisschen für euch. Das hat Temu übrigens mit Trickbetrügern gemeinsam. Und nicht nur Temu, sondern auch PayPal, die Auktionswebsite, das Versandhaus, die Bank… 😐️

Reaktivierung Ihres ІNG-DiBa Bankkontos von ІNG.

Mittwoch, 26. März 2025

Von wem bitte?

Von: ІNG <dfmccp3k@synergy-group.com.my>
An: undisclosed-recipients:;

Aha, von ING. Und was schreibt ING so?

bbAktualisierenbSiebIhrebDaten 777v7b

b7v777bbb7 v7vb7

LiebebKundin,blieber Kunde,

Unsere Sicherheitsstandards wurden überarbeitet, um Ihre Daten bestmöglich

zubschützen.bWirbbittenbSie, Ihre Informationenbbisbzumb27. Märzb2025bzu

aktualisieren, damit IhrbKonto weiterhin sicher zugänglich bleibt.

NutzenbSiebdenbButtonbunten, umbdiebAktualisierungbvorzunehmen.

DATEN AKTUALISIEREN

WennbSiebdiesebNachricht irrtümlichberhaltenbhaben, ignorierenbSiebsie bitte.bBei FragenbkontaktierenbSiebuns.

MitbfreundlichenbGrüßen,
IhrbKundenservice

Ohne weitere Worte.

Leider konnten wir Sie nicht erreichen… Jetzt Gutschein sichern!

Montag, 24. März 2025

Oh, gleich dreimal? Auf die gleiche Mailadresse? Der Absender scheint aber kein Glück bei der Datenverarbeitung zu haben.

Wer ist denn überhaupt der Absender?

Von: Viel Erfolg! <kaufland.treue@uymail.com>

Eine obskure Mailadresse, die so tun möchte, als sei sie „Kaufland“. Allerdings ist der Domain dieser Mailadresse gerade keine IP-Adresse zugeordnet:

$ ping uymail.com
ping: uymail.com: Zu diesem Hostnamen gehört keine Adresse
$ _

Aber man kann ja auch nicht alles haben. Dieses Internet wird sowieso überbewertet.

Wer trotzdem noch glaubt, dass diese Mail von „Kaufland“ kommen könnte: Ich bin kein Kunde von Kaufland. Ich habe tatsächlich noch nie in meinem Leben etwas bei „Kaufland“ gekauft. Erst recht habe ich „Kaufland“ nicht meine Mailadresse gegeben. Ich gebe niemanden ohne Not meine Mailadresse. Schon gar nicht Unternehmen, die mich mit besonders dummer und aufdringlicher Reklame nerven.

Diese Mail ist also eine klare Spam, die auch noch versucht, einen anderen Absender vorzutäüschen. Diese Spam wurde über die IP-Adresse eines Clouddienstleisters aus den Niederlanden versendet, der hoffentlich Vorkasse genommen hat, denn sonst wird der Dienstleister überhaupt kein Geld als Vergütung für seinen Aufwand sehen. Vom Zusatzaufwand, die IP-Adresse in den nächsten Tagen wieder aus den Blacklists zu bekommen, damit sie wieder ein vollwertiger Bestandteil des Internet wird, habe ich da noch gar nicht angefangen. Spammern ist alles egal. Die kennen nur sich selbst und ihre Gier nach mühelos und kriminell erworbenen Geld. Sollen andere doch den Schaden haben. Spammer sind kriminell und asozial.

So, und jetzt zum Inhaltlichen. Wie fast immer bei solchen Gewinnspielspams steckt die eigentliche Botschaft nicht im Text der Mail, sondern in einem Bild, das aus dem Web – hier einmal mehr aus der Cloud von Google – nachgeladen werden soll. Wer eine sicher konfigurierte Mailsoftware hat, sieht das Bild nicht. Wer blind oder schwer körperbehindert ist, übrigens auch nicht, denn es handelt sich nicht um Text, der vom Computer vorgelesen werden könnte. Der heutige Köder sieht so aus:

Ihre Belohnung ist noch verfügbar – Jetzt zugreifen

Abbildung eines vollen Einkaufswagens, davor eine 500-Euro-Geschenkkarte von Kaufland -- Hallo, -- Sie wurden ausgewählt an der Endauslosung eines Supermarkt Gutscheins für Kaufland im Wert von 500 Euro teilnehmen zu dürfen. -- Genießen Sie die Vielfalt der Produkte und die tollen Angebote, die Kaufland ihnen bietet. -- Bestätigen Sie Ihre Angaben und mit etwas Glück gehört der Supermarkt Gutschein für Kaufland im Wert von 500 Euro beld vielleicht ihnen. -- Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen und nehme Sie noch heute an der Verlosung teil. -- [Jetzt mitmachen!] -- Beste Grüße -- Ihr Supermarkt Team

Die in der Spam verlinkte Website gibt sich eine gewisse Mühe, ihre Teilnahmebedingungen nicht archivierbar zu machen. Noch mehr Mühe, eine Archivierung zu unterbinden, gibt sie sich bei der Liste der „Sponsoren“, an welche die ganzen eingegebenen Daten weitergegeben werden – inklusive verpflichtender Angabe einer Telefonnummer und eines „Einverständnisses“, dass die einem nicht nur den Briefkasten und das Mailpostfach mit Reklame zugespachteln, sondern auch invasive klingeling Telefonreklame machen dürfen. Angesichts der kriminellen Spam ist davon auszugehen, dass es sich eher um halbseidene Gewinnbimmlerklitischen handeln wird, die auch gern mal einen Betrug versuchen. Natürlich sind die angegebenen Daten für einen kriminellen Identitätsmissbrauch völlig ausreichend.

Einen Haufen Ärger holt man sich also ganz sicher, wenn man vor lauter Gier aufs kostenlose Einkaufen sein Gehirn auswirft.

Darüber, ob man bei diesem „Gewinnspiel“ überhaupt etwas gewinnen kann, möchte ich angesichts des vollumfänglichen Rechtsschutzes für beleidigte Leberwürste in der Bundesrepublik Deutschland lieber nicht spekulieren. Stattdessen will ich es mal im schönsten Konjunktiv sagen: Wenn dabei niemand etwas gewönne, könnte es kein Teilnehmer bemerken. Und wo keiner den Beschiss bemerken kann, gibt es weder Beschwerden noch Strafanzeigen. Mein Verdacht bei diesem Veranstalter – der übrigens nichts mit Kaufland zu tun hat – basiert auf einem ersten Eindruck, für den er keine zweite Chance mehr hat, er basiert auf seiner klar illegalen und asozialen Spam. Und darauf, dass er nicht einmal dazu imstande ist, die ganzen Dubletten aus seinem in den Dunkelkammern des Internet zusammengeramschten Datenbestand rauszumachen, so dass seine illegale und asoziale Spam gleich dreimal bei mir angekommen ist. Warum sollte er auch lernen, wie man Dubletten aus den Daten entfernt? Datenverarbeitung hirnt ja immer so. Der will nichts lernen, der will Computer nur zum Spammen benutzen… 💩️

Bitte nicht darauf reinfallen!

Grüße!

Donnerstag, 20. März 2025

Oh, ein Qualitätsbetreff. 🤭️

Von: DR. NEHIR YARA BALIK <ultramassive.dk@gmail.com>
Antwort an: dr.nehir.yara.balik3@gmail.com
An: undisclosed-recipients:;

Einmal das Übliche bitte: Ganz viele Empfänger gleichzeitig, nicht an die Absenderadresse antworten, alles weitere läuft über eine für Trickbetrüger mit Handschellenaversion erfreulich kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse beim dicksten Freund und Komplizen des Betrügers, bei Googles GMail.

Dieser Vorschussbetrüger aus der Spamhölle hat sich aber immerhin alle Mühe gegeben, typische Formulierungen aus Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges zu vermeiden. Das Ergebnis ist freilich ein bisschen kryptisch geraten:

Grüße!

Mein Name ist Dr. Nehir Yara Balik, ich habe Ihre E-Mail-Adresse über [Google-Erkundung] gefunden, ich hoffe, wir können eine positive Korrespondenz führen und wir können auch zusammenarbeiten? Mit freundlichen Grüßen, in Erwartung, bald von Ihnen zu hören.

Dr. Nehir Yara Balik.

Hallo, Spammchen,

Du schreibst mir also so etwas wie „Ich kenne dich nicht. Ich habe dich irgendwie auf Google gefunden. Dein Name stand leider nicht dabei. Ich habe nur deine Mailadresse. Die gefällt mir so gut, dass ich gleich etwas mit dir zusammen machen möchte. Ich hoffe, du antwortest auf jede dumme Spam. Was ich eigentlich will, sage ich dir auch erstmal nicht, denn sonst komme ich nicht durch die Spamfilter“.

Tja, aber so bist du auch nicht durch die Spamfilter gekommen. Das liegt übrigens ganz wesentlich an deinen Mailheadern aus der Spamhölle. Antwortadressen bei GMail gehen nicht nur bei mir vollautomatisch in die Tonne. So etwas kommt in lesenwerten Mitteilungen denkender und fühlender Menschen nicht vor. So etwas gibt es nur in Spam. Und dass du mir deine dumme, kryptische Spam gleich zweimal gleichlautend binnen einer Viertelstunde schickst, weil du leider ein bisschen zu blöd bist, die Dubletten aus deinem aus vielen Quellen zusammengerafften Adressbestand zum Zuspammen rauszumachen, macht es gewiss nicht besser. Da sieht jeder sofort, was es für eine spammige Massenware ist.

Aber vielleicht hast du ja beim nächsten Mal mehr Glück beim Denken. Du scheinst das dringend zu brauchen.

Meint jedenfalls dein dich „genießender“
Nachtwächter

According to the US National Library of Medicine, there’s one special food you should be eating daily.

Donnerstag, 20. März 2025

Und, was für ein Zeug soll ich essen? Sägespäne? Und was für Bücher stehen so in der Nationalbibliothek? Sind auch alte Schinken dabei? Muss ich die Sägespäne noch mit Schlangenöl runterspülen, damit sie besser wirken? Oder ein bisschen Arsen dazu nehmen?

Hey,

Genau mein Name.

According to the US National Library of Medicine, there’s one special food you should be eating daily.

Das hat der Spamer mir schon im Betreff gesagt, aber er sagt mir immer noch nicht, was er mir angeblich sagen will. Stattdessen soll ich klicki-klicki machen. Weil der Spammer es mir nicht in seiner Spam sagen will.

Er sagt mir noch nicht einmal, in welchen Buch der Bibliothek die wichtige Information steht. Nicht, dass ich mal kurz zur Bücherei gehe und nachlese.

Immerhin ist ihm im HTML der Mail die Codierung nicht genau so verunglückt wie im Betreff. Mit seinem Spamskript kennt sich der Spammer nicht so gut aus. Der kann nur Medizin.

Because for folks with blood sugar issues, it works just as well (or even better) than Metformin.

Ja, ist schon klar! Und die Leute mit Diabetes erfahren das nur aus der Spam. Nicht von einem Arzt. Nicht aus dem allgemeinen Journalismus. Nicht bei der Verleihung eines Nobelpreises für Medizin. Diabetes ist eine Volkskrankheit, und wer immer eine gute, neue, wirksame Therapie findet, wird schnell berühmt werden und nicht in einem Bücherregal irgendeiner Nationalbibliothek beerdigt. Anonyme Beisetzung. Mit namenlosen Buchdeckeln als Grabstein.

Zum Ausgleich dafür sagt einem die Spam nicht einmal, was das Zeugs überhaupt ist.

No one wants to take meds like Metformin for the rest of their lives. So if you’d like to dump yours in the trash, you should try this out.

Also schmeißt eure wirksamen Medikamente in den Mülleimer, und nehmt Quacksalbereien aus der Spam! Vom kriminellen Spamdoktor in der Spam empfohlen. Guten Appetit und viel Spaß auf der eigenen Beerdigung! ⚰️

Put all the horrible side effects of Metformin behind you. No more diarrhea, stomach aches, feeling sick or losing your appetite.

Übrigens hat jedes wirksame Medikament unerwünschte Wirkungen. Wer nicht damit klarkommt, Dünnschiss, Bauchschmerzen, Krankheitsgefühle und Appetitverlust zu haben, kann sich ja althergebracht das Insulin spritzen und schön Diat leben. Es hat einen Grund, dass das noch unbeliebter (aber trotzdem immer noch oft genug nötig) ist.

Instead, you just enjoy this tasty food every day to lower your A1C and lose weight at the same time.

Ach, man nimmt von dem unbekannten Rätselzeugs jetzt auch noch ab? Das ist ja toll! Und man erfährt es nur aus der Spam? In der dann gar nicht drinsteht, um was es sich eigentlich handelt? Da sind ja Schlangenölverkäufer transparenter.

click to watch the video

Zielgruppe sind Leute, die wegen ihrer Leseschwäche und Lernunlust lieber Videos gucken. Ich würde ja lieber schon in der Spam lesen wollen, was zum hackenden Henker mir eigentlich angedreht werden soll, damit ich es voller dummer Gläubigkeit in mich reinwerfe. Allein schon, um kurz die Suchmaschine meines Vertrauens zu benutzen.

In eine Spam reinzuklicken, ist immer eine ganz schlechte Idee. Die verlinkten Websites stehen unter Kontrolle von Verbrechern. Da fängt man sich auch schnell eine aktuelle Kollektion fieser Schadsoftware ein.

To get the full story and learn which special food to eat, watch the complimentary video here.

Und weil die Leute aus dieser Zielgruppe nicht die Hellsten sind, sagt man das besser mehrmals. Nicht, dass sie das Klicken noch vergessen!

God Bless,
Harold Murphy

Religion ist für das Geschäft von Quacksalbern und anderen Betrügern sehr hilfreich, weil Naivität und Leichtgläubigkeit direkte Hausnachbarn der Religion sind. Die erbärmliche Dummheit wohnt oft auch nicht so weit entfernt. Intelligenz gehört nicht zu den Gaben des hl. Geistes der Christen, und das merkt man leider sehr oft.

P.S. Big pharma wants this taken down, so be sure to watch now while you still can.

Die ganze Pharmaindustrie hat sich verschworen, um weiter ihr teures Gift verkaufen zu können, alle Ärzte machen mit, jedes medizinische Forschungsteam auf der gesamten Welt ist beteiligt, alle wollen uns ausnehmen, krank machen und umbringen. Nur du hast eine Mailadresse, die dich vor den Folgen dieser Verschwörung bewahrt, und du hast die rettende Spam erhalten, für die mein rspamd übrigens 27,98 güldene Spampunkte vergeben hat, was bis jetzt der heutige Tagesrekord ist. Ab fünf Punkten gehts bei mir ins eklige Glibbertönnchen.

Also klick schnell, sonst kriegt das glotzi-glotzi Video Flügel! Und dann musst du bis zum Tod Medikamente in dich reinwerfen, wenn du noch ein bisschen leben willst.

Oh, wie einfach und wirksam der Spammer die klandestinen und sinistren Pläne dieser bösen, satansbeherzten Pharmaindustrie hätte durchkreuzen können, wenn er nur in seine Spam reingeschrieben hätte, was für ein nebenwirkungsfreies Wunderfutter ich jetzt in mich reinschaufeln soll! Dazu war er aber leider zu dumm. Es kann ja auch nicht jeder Mensch ein leistungsfähiges Gehirnchen haben. Na ja, hauptsache mit Diabetes und Adipositas kennt er sich aus… 🤭️

This email was sent to gammelfleisch@tamagothi.de
Sauer, Greenfelder and Schmeler
558 Sunset Road Oxford, MS 38655

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Ja, Spammer, vor meinem Arsch ist auch kein Gitter! Diese beiden Links, mit denen man die Spam an- und vorgeblich abbestellen kann, sind genau die gleichen Links wie jene zum Anschauen des Videos.

Aber bitte ganz feste daran glauben, dass zum Ausgleich wenigstens die medizynischen Behauptungen dieser um eine klassische Behandlung mit Teer und Federn bittenden Quacksalber stimmen!

Entf! 🗑️

Sicherheitsüberwachung erforderlich von ІNG.

Dienstag, 18. März 2025

Oh, mit Punkt am Ende des Betreffs. Da können sich Spammer noch so viel Mühe mit dem Rest geben, so etwas lasse ich einfach automatisch aussortieren. Das war noch nie ein Fehler. Denkende und fühlende Menschen, deren Mitteilungen lesenswert sind, beenden den Betreff einer Mail niemals mit einem Punkt (aber sehr wohl mal mit Ausrufe- und Fragezeichen). Weder in englischer noch in deutscher Sprache.

Wer schreibt mir denn heute?

Von: ІNG-DіВа <2vyddqg1@itcelaya.edu.mx>
An: undisclosed-recipients:;

Aha, die aus der Phishingspam wohlbekannte ING-DiBa, die immer ganz komische Absenderadressen hat, schreibt mir. Und ein paar hunderttausend anderen Leuten. Die Spam kostet ja (fast) nichts, und wenn die Trickbetrüger nur zehn Leuten das Konto bis ans Limit leerräumen können, hat es sich schon gelohnt.

Ich bin da natürlich gar kein Kunde. Aber einige Empfänger werden Kunden sein. Spam ist Schrotmunition.

Betreff: Letzte Erinnerung – Bestätigung Ihrer Kontodaten erforderlich

Dieser Spammer versteht nicht einmal den Unterschied zwischen einem Betreff und dem Text der Mail und kommt deshalb damit durcheinander. Das ist erstaunlich, denn diesen Unterschied verstehen selbst Menschen, die ansonsten nicht so helle sind.

Sehr geehrter Kunde,

Genau mein Name!

Und vor allem: Genau meine Kontonummer. Es gibt viele Kunden, die mehrere Konten haben. Zum Beispiel, um Geldflüsse aus selbstständiger Tätigkeit sauber von privaten Geldflüssen zu trennen. Diese Typen vom Finanzamt können ganz schön garstig werden, wenn man nicht eine gewisse Mindestsorgfalt an den Tag legt.

wir haben Sie bereits über die Notwendigkeit einer Verifizierung Ihrer Kontodaten informiert. Leider haben wir bisher keine Aktualisierung Ihrerseits erhalten.

Um sicherzustellen, dass Ihr Konto weiterhin aktiv bleibt, bitten wir Sie, Ihre Daten umgehend zu bestätigen. Andernfalls könnte der Zugriff auf Ihr Konto eingeschränkt werden.

Bitte verwenden Sie den folgenden Link, um die Bestätigung jetzt vorzunehmen:

[Konto jetzt bestätigen]

Natürlich führt der Link nicht auf die Website der ING-DiBa, sondern nach ein paar Weiterleitungen…

$ location-cascade https://newtonjealous.co.uk/app/
     1	https://sh-cp1.dub1.servername.online/~learninc/app
     2	https://sh-cp1.dub1.servername.online/~learninc/app/
     3	https://sh-cp1.dub1.servername.online/~learninc/-/
     4	de/mkfile.php?p=login
$ _

…zu einer Website unter der Domain servername (punkt) online. Ich habe ja schon viel Dummes in der Spam gesehen, aber dazu fällt mir nichts mehr ein. Immerhin steht diese Domain noch nicht auf den Blacklists. Das wird sich aber sicher bald ändern.

Natürlich steht diese Website, die „liebevoll“ dem Original der ING-DiBa nachempfunden wurde, unter der Kontrolle von Betrügern. Alle Daten, die man dort eingibt, gehen direkt an eine Betrügerbande. Typischerweise wird man hinterher auch noch von einem angeblichen „Bankmitarbeiter“ angerufen und darum gebeten, eine Transaktion zu bestätigen, um den Vorgang zu verifizieren und abzuschließen. Danach ist das Konto leer. Eine eventuelle Kreditkarte – die Daten werden immer abgefragt – wird für betrügerische Geschäfte verwendet. Der Schaden kann sehr schnell (binnen einer halben Stunde) fünfstellig werden, die Bande ist sehr effizient und gut eingespielt, wenn es um ihr „Geschäft“ geht. Das ist Geld, mit dem sicherlich jeder Mensch etwas besseres anzufangen wüsste, als solchen asozialen Betrügerbanden den verfeinerten Lebensstil zu finanzieren.

⚠ Hinweis: Dieser Link ist nur einmal gültig und läuft in 48 Stunden ab.

Ja, ist schon klar! Und wenn ich nicht klicke, wird mein ganzes Geld enteignet und feierlich in die große Bankdirektorentasche gesteckt.

Auch im Jahr 2025 ist Phishing noch die häufigste Trickbetrugsmethode im Internet, und es scheint immer noch gut genug zu laufen, so dass es sich für die Betrüger lohnt.

Aber zum Glück für uns alle gibt es einen einfachen und hundertprozentig wirksamen Schutz vor Phishing: Niemals in eine E-Mail klicken! Wenn man sich für solche Websites wie die Website seiner Bank ein Lesezeichen im Browser anlegt und die Website nur über dieses Lesezeichen aufruft, kann einem kein Betrüger einen giftigen Link unterschieben. Wenn man dann mal so eine Mail empfängt, ruft man einfach die Website der Bank über das Browserlesezeichen auf und meldet sich dort wie gewohnt an. Wenn man dabei keinen Hinweis auf das angebliche Problem aus der Mail sieht, hat man einen dieser Cyberangriffe abgewehrt und sich selbst vor fünf- bis dreißigtausend Euro Schaden und oft jahrelangem anschließenden Ärger wegen der Betrugsgeschäfte mit der Kreditkarte bewahrt. So einfach geht das! Macht das! 🛡️

Vielen Dank für Ihre schnelle Reaktion.

Vielen Dank für den pseudohöflichen, aber in Wirklichkeit drängelnden „Dank für Nichts“. Vor meinem Arsch ist auch kein Gitter. Jeder darf mal lecken.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr ІNG-Team

Die richtige ING-DiBa würde ihre Firmierung richtig schreiben.

Sehr geehrter Abonnent,

Sie wurden aus der Liste der Abonnenten ausgetragen.
Wir danken für Ihr Interesse.

Falls Sie einen anderen Newsletter abonnieren möchten, können Sie ihn unter http://mailings.die-oeffentliche-verwaltung.de/?p=subscribe bestellen.

Ich glaube, das sollte Spamprosa werden. 😁️

Na ja, vielleicht verstehen die Spammer bei ihrem nächsten Phishing das verwendete Spamskript ein bisschen besser.

Gültig bis: Ihr Tchibo Staub Gusseisen-Kochgeschirr-Set.

Dienstag, 18. März 2025

Von: Tchibo_Kochgeschirr . <service@hent.ppbot.cc>
An: support@hent.ppbot.cc

Das ist aber gar nicht meine Mailadresse.

Tchibo Staub Gusseisen-Kochgeschirr-Set

Tchibo-Logo -- Glückwunsch! -- Sie haben Glück und können exklusiven Preis gewinnen! -- Staub Gusseisen-Kochgeschirr-Set -- Wir freuen uns auf Ihr Feedback! -- Sie gehören zu den glücklichen Gewinnern und haben die einmalige Chance, einen Staub Gusseisen-Kochgeschirr-Set! -- Um Ihren Gewinn zu erhalten, müssen Sie lediglich ein paar Fragen zu Ihren Erfahrungen mit Tchibo beantworten. -- [Jetzt starten!]

Das aus dem Web nachgeladene Bild wird für die Kriminellen angenehm anonym und kostenlos in der Cloud von Google gehostet. Da will ich Gewinner einer einmaligen Chance mal keine weiteren Worte verschwenden.

„Ihr Name erschien für einen McDonald’s Yeti 42oz Rambler“ (ticket ID #135051)

Montag, 17. März 2025

Na, das ist ja mal ein Betreff! Mein Name (welcher ist es nur) zusammen mit überteuertem Industriemüllfraß und einer sicherlich total wichtigen Nummer.

Gleich mal reinschauen.

Oh, gar kein Text? Na, das ist sicherlich mal wieder eine dieser Mails, die alles in einem Bild sagen, das aus dem Web nachgeladen wird – das klappt bei mir natürlich nicht. Also werfe ich mal einen Blick in den Quelltext der Mail. Die umfangreichen CSS-Klassen im HTML-Header lasse ich hier im Zitat aber weg, die lenken ja nur vom „Inhaltlichen“ ab:

<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd">
<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
<head>
[...]
</head>
<body leftmargin="0" marginwidth="0" topmargin="0" marginheight="0" offset="0" style="-webkit-text-size-adjust:100%;-ms-text-size-adjust:100%;margin:0;padding:0;height:100% !important;width:100% !important">
<center>
  <table align="center" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" height="100%" width="100%" id="bodyTable" style="-webkit-text-size-adjust:100%;-ms-text-size-adjust:100%;mso-table-lspace:0pt;mso-table-rspace:0pt;margin:0;padding:0;background-color:#ededed;border-collapse:collapse !important;height:100% !important;width:100% !important">
    <tr>
      <td align="center" valign="top" id="bodyCell" style="-webkit-text-size-adjust:100%;-ms-text-size-adjust:100%;mso-table-lspace:0pt;mso-table-rspace:0pt;margin:0;padding:0;padding:24px;height:100% !important;width:100% !important">
        <!-- BEGIN TEMPLATE // -->
        <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" id="templateContainer" style="-webkit-text-size-adjust:100%;-ms-text-size-adjust:100%;mso-table-lspace:0pt;mso-table-rspace:0pt;min-width:320px;width:80%;max-width:800px;border-collapse:collapse !important">
          <tr>
            <td align="center" valign="top" style="-webkit-text-size-adjust:100%;-ms-text-size-adjust:100%;mso-table-lspace:0pt;mso-table-rspace:0pt">
              <!-- BEGIN BODY // -->
              <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%" id="templateBody" style="-webkit-text-size-adjust:100%;-ms-text-size-adjust:100%;mso-table-lspace:0pt;mso-table-rspace:0pt;background-color:#ffffff;border-top:1px solid #ffffff;border-bottom:1px solid #c7c7c7;border-collapse:collapse !important">
                <tr>
                  <td valign="top" class="bodyContent" style="-webkit-text-size-adjust:100%;-ms-text-size-adjust:100%;mso-table-lspace:0pt;mso-table-rspace:0pt;color:#50596f;font-family:Helvetica, Arial, Sans-Serif;font-size:14px;line-height:150%;padding-top:24px;padding-right:24px;padding-bottom:24px;padding-left:24px;text-align:left">
                    <p style="-webkit-text-size-adjust:100%;-ms-text-size-adjust:100%;margin:0"><em><br>
<br>
</em></p>

                  </td>
                </tr>
              </table>
              <!-- // END BODY -->
            </td>
          </tr>
        </table>
        <!-- // END TEMPLATE -->
      </td>
    </tr>
  </table>
</center>
</body>
</html>

Nein, kein Bild, kein Text, nix. Nur eine Riesenmenge sinnlosen Markups (und das, obwohl ich bereits die Formatangaben aus dem Header rausgekürzt habe) um einen leeren Absatz, der zwei Zeilenumbrüche enthält. Der Spammer hat tatsächlich die Hauptsache bei seiner Spam vergessen. Na, vielleicht hat er ja beim nächsten Mal ein bisschen mehr Glück bei der Datenverarbeitung. Der braucht das.

Bei einigen Leuten kann man die Frage, ob sie auch ein Gehirn haben, nur in der Metzgerei beantworten.