Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Krieg“

Mindestens fünfzehn Prozent Nachlass beim Anstand…

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Dies ist keine Spam, sondern ein Link zum Bildblog über eine im Kontext besonders unpassende und widerliche Reklame in der Druckausgabe des Berliner Tagesspiegels – Merry Christmas: 15% Rabatt auf Schmuck und Uhren. :(

Einem leidenden Jungen aus Aleppo einen dicken Aufkleber ins Gesicht zu pappen, der frohe Weihnachten wünscht und „15% Rabatt auf Schmuck und Uhren“ im Onlineshop eines edlen Juweliers verspricht, ist so grotesk, dass es fast schon wieder ein treffender Kommentar zur aktuellen Lage in dieser Welt und zum Desinteresse vieler Menschen an der Situation in Syrien sein könnte. Leider ist es aber nur eine völlig deplatzierte Werbung.

Von mir hier ergänzend nur ein kurzer, wie immer in Contentindustrie-Sachen völlig unversöhnlicher Kommentar:

Nein, so etwas bemerkt man im Geschäft der Contentindustrie – das darin besteht, Inhalte als Köder zu verwenden, um Leute zum eigentlichen Geschäft, zur überall verabreichten Reklame zu locken – nicht; weder in der WYSIWYG-Ansicht des DTP-Programmes lange vor dem Druck, noch wenigstens vor der Auslieferung der Zeitungen an die Verkaufsstellen, wenn man einen Blick auf das Druckergebnis wirft. Wie denn auch? Anstand und eine minimale Fähigkeit zur Empathie haben ja gar nichts mit diesem eigentlichen Geschäft eines Presseverlages zu tun. An das Psychopathische streifende Menschenverachtung hat hingegen sehr wohl etwas mit diesem Geschäft zu tun. Zumindest die Leser werden jeden Tag verachtet, wenn auch nur selten so schrill auffällig.

Die so oft – und oft recht aggressiv und unter Ablassen weitgehender, gegen die Interessen aller anderen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland gerichteter politischer Forderungen – von Journalisten und Presseverlegern bejammerte „Krise des Journalismus“ ist nichts Neues. Sie hat begonnen, als Journalismus zur Werbeplatzvermarktung wurde. Es gibt nichts, was irgendeine Form der Kommunikation stärker beschädigen und in den Dreck ziehen könnte als die alles zum aufdringlichen, gern auch überrumpelnden Kaufangebot machende und somit jede wärmere Menschlichkeit auffressende Reklame, die zudem wie eine Infektionskrankheit ihren wenig erfreulichen Stil allem aufdrückt, was in zu inniger Berührung mit ihr steht. Wer im journalistischen Gewerbe als Mensch noch etwas fühlen kann, hätte das schon lange bemerken müssen, bevor die Leser massenhaft vorm erbärmlich gewordenen Produkt geflohen sind. Leider ist das mit dem „menschlich Fühlen“ unter Journalisten nicht so verbreitet (was jeder gern durch direkten Kontakt mit so genannten Journalisten überprüfen kann), und dann geht es eben hart: Ich wünsche allen Presseverlegern eine fröhliche Insolvenz.

Schade ists nur, dass es keine Werbeblocker für die „wirkliche“ Welt gibt¹. Die Werbeblocker fürs Web lässt sich niemand mehr wegnehmen, und schon gar nicht von Journalisten. Das wäre übrigens auch ein Zeichen erheblicher technischer Inkompetenz und Dummheit.

¹Ich schreibe „wirklich“ in diesem Kontext in Anführungszeichen, weil das Internet genau so „wirklich“ wie das Autobahnnetz, ein Bagger, der Frühstückskaffee oder das Wetter ist. Nur Politiker und Journalisten gehen in ihrem vorsätzlich volksverdummenden Schreiben und Reden davon aus, dass ihm ein geringerer Grad an Wirklichkeit zusteht.

Es ist wichtig, Sie dieses lesen

Sonntag, 20. September 2015

Von: Wafa Al Halabi <gxxxxrd (punkt) rxxxxing (at) t (strich) online (punkt) de>

[Die eingetragene Mailadresse ist von mir unkenntlich gemacht…]

Wenn man schon einen Absender fälscht, könnte man es ja auch mal gut machen, damit…

Grüße aus Syrien

…er wenigstens so ähnlich wie „aus Syrien“ aussieht. Obwohl spätestens beim Anblick der Antwortadresse…

Antwort an: wafaalhalabisyria (at) gmail (punkt) com

…auffällt, dass der Absender nicht plausibel ist. Aber immerhin, der Spammer hat sich mal von einem Achtjährigen erklären lassen, wozu dieser Reply-to-Header in einer Mail gut ist – so „vertiefte“ Kenntnisse hat nicht jeder von diesen schmierigen Betrügern.

Offenbar hat er seine „vertieften“ Kenntnisse gegen seine mutmaßlich schon vorher verkrüppelte Fähigkeit zur Empathie ausgetauscht, wie der folgende Text zur Einleitung eines Vorschussbetruges belegt:

Ich bin ein Kommandeur in der syrischen National Army Kampf gegen die gefürchtete ISIS. Jetzt ist mein Land ist völlig zerstört und so vieles Flüchtlinge Gießen aus dem Land jede Sekunde auf der Suche nach Überleben und besseres Leben.

Ich habe unter meinem Gewahrsam 16.500.000$, die ich von einem Rohöl Deal gemacht hier in Syrien, aber wie Sie vielleicht wissen, dieses Geld ist wertlos, in diesem Krieg Dornzone. Ich brauche deine Hilfe für diesen Fonds über Amsterdam nach Europa zu ziehen. Bitte wieder zu mir für weitere Details über Ihre Erlaubnis,

Col. Wafa Al Halabi Adel

Vorschussbetrüger, du widerst mich an!

Sir/Madam

Freitag, 1. Mai 2015

Ja, eines von beiden wird schon meistens stimmen. Ansonsten ist es weder ein Ersatz für einen aussagekräftigen Betreff noch für eine persönliche Anrede.

Diese alles in allem recht lieblos verfasste Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges tut sich einmal mehr dadurch hervor, dass sie Bezug auf aktuelle Nachrichten über fürchterliche Ereignisse nimmt:

Good tidings to you, I am Mrs. Muyassar Ahmadi of Syrian nationality and mother of two kids, at the present time here in the camp for Syrian refugees Turkey. He was killed by terrorist attack in Syria. I need your assistance to receive Seven Million Three Hundred Thousand Euro with a bank in Turkey, which was my late husband deposit. I belief you know of the untold sorrow the scourge of war have
brought to the Syrian people and I beg you to find it in your heart to help us receive the fund and also towards moving out from here to reaffirm hope of survival to my poor kids. I will provide you with more information after I hear
from you. Muyassar.

Eine Frau aus dem Flüchtlingslager mit zwei Kindern, die irgendwo weit weg ein paar Millionen Euro liegen hat – und die einzige Idee, die ihr kommt, um Hilfe zu finden, ist irgendwelche völlig unbekannten Leute anzumailen und diese in einer unverschlüsselten, offen wie eine Postkarte durchs Internet beförderten E-Mail anzuflehen, ihr doch bitte zu helfen, das Geld für die armen armen und so kleinen Kinder flüssig zu machen. Bitte an eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei Googles Maildienst antworten (diese steht im Reply-To-Header, man kann also auf „Antworten“ klicken), denn mit diesem ganzen Zaster war es der Familie wohl auch niemals möglich, sich irgendwo ein kleines virtuelles Serverchen hosten zu lassen, das wenigstens für etwas Vertraulichkeit sorgt. Diese… wenn man es sehr teuer macht… dreißig Euro im Monat kann man doch einsparen, wer braucht schon Geschäftsgeheimnisse?!

Wie immer: Sehr sehr überzeugend. :D

Und wie immer: Kalt, menschenverachtend und widerwärtig!

Da braucht man gar nicht mehr in den Mailheader zu schauen und erwartungsgemäß festzustellen, dass diese Spam nicht etwa aus einem türkischen oder syrischen Internetcafé kommt, sondern (in meinem Exemplar) von einer IP-Adresse aus den Vereinigten Staaten versendet wurde. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich um einen mit Schadsoftware gekaperten und in ein Botnetz eingefügten Computer anderer Leute – schließlich tragen diese Halunken nicht so gern Handschellen. Und nein, obwohl die (gefälschte) Absenderadresse in der Domain gmail (punkt) com liegt: Die IP-Adresse gehört nicht zu Google und die Spam hat niemals auch nur einen Server von Google gesehen…

Wenn die hier versuchte Nummer mit den aktuellen Flüchtlingskatastrophen für die Spammer „erfolgreich“ sein sollte, gehe ich davon aus, ähnliches demnächst auch in deutscher Sprache zu lesen. Deshalb: Vorsicht! Vor allem, wenn Menschen irgendwelche Unbekannten um Hilfe bitten, größere Geldbeträge (oder Wertsachen aller Art) zu transferieren und dafür verlockend große Gegenleistungen anbieten. Niemand, der noch bei Troste ist, würde so etwas einem völlig Unbekannten anvertrauen, von dem er nur eine Mailadresse und sonst gar nichts kennt! Und niemand, der für neunundneunzig Eurocent kritischen Verstand hat, sollte auf die Idee kommen, auf eine derartige Geschichte hin auch nur ein paar Euro als Vorleistung vollständig anonym über Western Union oder MoneyGram ins Unbekannte zu beamen. Dieses Geld kommt nicht Flüchtlingen zugute, sondern dem lokalen Autohändler, dem Kokaindealer und dem lokalen Bordell irgendwo in dieser Welt, wo eine widerliche, menschenverachtende Bande von Betrügern sitzt.

Identification Number UNCC14/008E

Freitag, 15. August 2014

Mit so einer Nummer klingt das doch alles ernster und wichtiger. Man weiß zwar beim Anblick der Nummer nicht, um was es geht, aber dafür kann man ja die Mail lesen. Hier hat ein Absender trefflich verstanden, was die Funktion einer Betreffzeile ist.

Von: UNITED NATIONS OFFICE <infor (at) unog (punkt) org>

Und dann auch noch von den Vereinten Nationen. Das muss jetzt aber wirklich wichtig sein!!!

Da wundert man sich dann auch nicht weiter darüber, dass die Antwort für diesen E-Müll gar nicht an eine Mailadresse der Vereinten Nationen geht, und auch nicht…

Antwort an: <upsdispatch (underline) claimsettlement (at) 7mt (punkt) org>

…an eine Mailadresse in einer Domain, die den Vereinten Nationen gehört – diese hier gehört einer chinesischen Limited aus dem brummenden Peking. Die vereinten Nationen sind groß! Ganz groß! :mrgreen:

Immerhin muss mal lobend erwähnt werden, dass der Spammer nicht nur das leicht zu erlernende „Handwerk“ des Vorschussbetruges beherrscht, sondern sogar einen Reply-to-Header in seine Spams reinfummeln kann. Das ist zwar auch trivial, aber das kann nicht jeder.

Final notification about your outstanding Compensation check payment of $1,500.000.00 USD.

Und warum schreiben sie, die Vereinten Nationen? Na, weil sie mal eben aus heiterem Himmel anderthalb Megadollar überweisen wollen. Ohne Grund. Oder genauer gesagt:

For more info on the United Nations Compensation pay-out click on the web site below;

http://www.unog.ch/80256EDD006B9C2E/(httpNewsByYear_en)/910584930720AC41C1257D1E004B45A5?OpenDocument

Weil sie insgesamt 1,19 Gigadollar an Menschen auszahlen, die durch die Sabotagen im Zuge der irakische Invasion in Kuwait im Golfkrieg von 1991 zu Schaden gekommen sind. Und dabei haben die Vereinten Nationen herausbekommen, dass die zugespammte Mailadresse – deren Besitzer natürlich nicht persönlich angesprochen werden kann – ebenfalls ein bisschen Geld abbekommt.

Und deshalb soll es einen Scheck geben…

Contact the assigned UPS agent for the delivery of your cashier check with Email: upspostun (at) mail2customs (punkt) com

…um dessen Zustellung die Vereinten Nationen sich allerdings nicht selbst kümmern, sondern einen lustigen Dienstleister nehmen, der über eine Mailadresse kontaktiert werden soll, die nicht in der Domain von UPS liegt, sondern von jedermann und jederfrau bequem, kostenlos und ziemlich anonym registriert werden kann. Schließlich können sich weder die Vereinten Nationen noch UPS eigene Server leisten und sind deshalb ein bisschen wahllos, wenns um die Kommunikation über Millionenbeträge geht.

Please note that you will be responsible for the courier’s delivery fee of $85 USD to the UPS for shipping/handling of your cheque parcel.

Natürlich muss der glückliche Besitzer einer Mailadresse mit Millionenanspruch ein kleines bisschen Geld vorstrecken – dies wird allerdings nicht mit einer Banküberweisung möglich sein, sondern nur anonym via Western Union oder MoneyGram, denn dieser freundliche kriminelle Spammer möchte lieber ins Bordell als ins Gefängnis gehen. Es ist übrigens absehbar, dass da noch einiges mehr an Kosten zusammenkommen wird, genügend Bullshit-Begründungen werden die Betrüger schon finden.

Thanks for your attention.

Jetzt noch einmal vielen Dank dafür, dass sie sich von einer Spam etwas beschränkte Lebenszeit rauben ließen.

Resident Coordinator’s Office

Ms Pinky Phihlela
United Nations Office

Bullshit-Bezeichnung für das Büro

Grußloses Ende einer anonym formulierten Spam
Ausgedachter Name eines dummen Vorschussbetrügers
Voll und echt jetzt wichtige Vereinte Nationen.

Diese fröhliche Spam ist ein Zustecksel der Vereinten Nat… ähm… von @Erbloggtes.

T i er as y le in Kiew, Ukraine, bitten Sie um eine Spende

Sonntag, 20. April 2014

Gleich vorneweg: Diese Mail kam nicht auf meiner gewöhnlich genutzten Mailadresse an, sondern auf einer Honeypot-Adresse, die ich hier eigens für die Harvester der Spammer ausgelegt habe. Es handelt sich um Spam. Das ist eindeutig. Hier versucht also jemand, Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen, indem er auf dem Hintergrund der aktuellen Nachrichten an ihre Tierliebe appelliert, und dieser jemand hat keine Hemmungen, sich zu diesem Zweck auf einen Berg Leichen zu stellen.

Was ich zu diesem Typen gern hier schreiben würde, ist leider nicht mehr druckreif.

Guten Tag,

die politische Katastrophe in der Ukraine ist immer eine schlimme Headline in dem Fernsehen [sic!] wert.

Die Auswirkungen für jeden einzelnen sind eine einzige Katastrophe. Kaum eine Firma arbeitet noch ohne Unterbrechung.

Gehälter werden nicht mehr gezahlt.

Viele Leute fahren in die Dörfer zu ihren Familien, doch die, die sich überhaupt nicht helfen können, sind die herrenlose Hunde [sic!] in den Tierasylen.

Keiner spendet mehr für die Tierheime, weil die Leute kein Geld ausgeben [sic!]. Ihr Staat zahlt Unsummen an die Ukraine [sic!], doch kein müder Cent kommt für die Tiere an [sic!]. Sie können verhindern, daß die Hunde und Katzen getötet werden, weil das humaner ist, als sie verhungern zu lassen.

Helfen Sie bitte mit einer Spende, denn Sie sind die letzte Rettung der Hunde in den Tierasylen von Kiew. Mehr Infos finden Sie auf: TIERHEIMKIEW und co m . ua [sic! Man soll nicht klicken.]

Anmerkung -ua- muss mit in der Adresszeile des Browers angegeben werden mit com und bitte vergessen Sie nicht den Punkt vor -ua-. Das bedeutet „Ukraine“ [sic! Das er eine Erklärung dazu schreiben muss, wie man jetzt an seine Website kommt, stört den Spammer nicht weiter, hauptsache, er kommt noch durch ein paar Spamfilter.]

Dass der Spammer die Website, auf der man ihm Geld überweisen kann, lieber nicht ausschreibt oder gar einen Link darauf setzt, lässt schon tief blicken. Die Domain befindet sich bereits auf etlichen Blacklists, die bei mir eingegangene Spam ist also kein einzelner Ausrutscher.

Es hat mich schon lange nicht mehr so sehr vor so einem Halunken aus meinem Spameingang geekelt. Wer Geld spenden möchte, um in der Ukraine die Folgen eines aufziehenden Krieges oder Bürgerkrieges zu mildern, wird hoffentlich bessere Kanäle finden.

PERSONALLY FOR YOU

Mittwoch, 4. Juli 2012

01/07/2012

Nur, damit du nicht das Datum vergisst, wenns auch das von vorgestern ist.

Dear Friend,

Ich habe keine verdammte Ahnung, wer du bist, aber…

I am Capt. Anita Schrumm MS RD LD, USA MIL – MEDCOM -AMEDCS; I was Staff Dietitian at Walter Reed Army Medical Center, before I was deployed to Camp Arifjan Kuwait, from there to Camp Al-Tadamun Adhamiyah-Baghdad, presently am in Camp Gibraltar Afghanistan on national duties.

…ich bin ein Offizier der US-Streitkräfte, der schon überall im Einsatz war. Okay, in Wirklichkeit bin ich natürlich ein dummer Betrüger, aber das klingt nicht so gut, deshalb schreibe ich ein paar Lügen. Allerdings werde ich dir aus Sicherheitsgründen – ich muss ja sicher gehen, dass nur besonders leichtgläubige Deppen auf meine Spam reinfallen – noch nicht alle meine Lügen erzählen, sondern dich erstmal eine Meldung der BBC betrachten lassen:

For security reasons, I will ‚not‘ disclose certain information’s for now until you have accessed the BBC website stated below to enable you have an insight on what I intended sharing with you, which I am confident you can handle if we are able to come to an agreement.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/2988455.stm

Diese BBC-Meldung hole ich immer wieder mal gern hervor, zum Beispiel im Juni 2010 unter dem falschen Namen Capt. Scott J. Wilson oder kürzlich erst und übrigens ganz besonders „köstlich“ im April 2012 als Sgt. Kris Herbert. Bei meinen damaligen betrügerischen Mails kannst du auch jetzt schon nachlesen…

Kindly respond back to me after visiting the above website to enable us discuss further about the transaction.

…was für tolle Lügen ich dir noch alles erzählen werde, wenn du auf meine längst verbrauchte Betrugsnummer abfährst.

Please send your response to my private email account:
captaingraceschrumm1 (at) rediffmail (punkt) com

Bitte beantworte die Mail nicht, indem du auf Antworten klickst, denn mein Absender ist natürlich gefälscht.

Thanks,
Captain: Anita Schrumm MS RD LD

Danke
Dein Vorschussbetrugsdummspammer

Lieber Freund.

Samstag, 7. April 2012

Punkt am Ende des Betreffs… die Deppen lernen es nicht mehr.

Dieses Meisterwerk aus der Kategorie „Vorschussbetrug mit einem Text, der von einem Computer aus dem Englischen ins Deutsche übertragen wurde“ möchte ich zum besseren Genuss des feinen Aromas völlig unkommentiert belassen. Nur echt mit Verwendung der kyrillischen Codepage, die völlig klar macht, dass der Absender ein Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika ist:

Lieber Freund,

Ich weiЯ, Sie wдren ьberrascht, von jemandem gelesen verhдltnismдЯig Sie nicht wissen werden. [sic!]
Mein Name ist Sgt. Kris Herbert.
Ich diene in der US-Armee, eingesetzt, um im Irak zu Beginn des Krieges im Jahr 2003. [sic!]

Ich mцchte meine persцnliche Erfahrung und die Rolle, die ich in der Verfolgung meiner Karriere [sic!], die unter der US-Armee, die an der vordersten Front der Krieg im Irak war gespielt [sic!] teilen.

Ich mцchte mich zurьckhalten, bestimmte Informationen aus Grьnden der Sicherheit. Ich werde wie Sie sichern zu helfen die Summe von 9,5 Millionen USD in Ihrem Land.
Dies ist ein Teil meiner eigenen Anteil an Geld, dass ich und mein Team in der Nachbarschaft von Bagdad [sic!] entdeckt.

Da ich immer noch bin Servieren das Militдr [sic!] und derzeit in Ausbildung der neuen Rekruten der irakischen Streitkrдfte, ist es fьr mich unmцglich, jede Investition in meinem Namen, im Moment laufen an. [sic!]

Ich brauche Ihre Mitarbeit als mein Partner, zu empfangen und zu sichern, das Geld in Ihrem Land. Das wird mir helfen keine profitables Geschдft zu starten [sic!], wenn ich in Rente gehen.

Um diese Transaktion zu erleichtern, werde ich veranlassen, das Geld durch eine diplomatische Mittel [sic!], so dass das Geld nicht kontrollieren kцnnen von den Zollbehцrden in Ihrem Land zu schicken. Der diplomatische Dienst, mit Ihnen Kontakt auf [sic!] und ьbergeben die Schachtel mit dem Geld [sic!], um Sie sicher, so dass Sie das Geld zu sichern. [sic!]

Fьr diese Unterstьtzung zu erhalten und zu sichern, die Mittel in Ihrem Land erhalten Sie 35% der Summe, wдhrend die restlichen 65% fьr mich sein wird.

Wenn Sie interessiert sind, kцnnen Sie mir eine E-Mail, so kann ich Ihnen mehr Details.

Unten finden ist BBC News-Liste, die das, was ich mit Ihnen teilen bestдtigt. [sic!]

http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/2988455.stm

Bitte schreiben Sie mir doch meine private E-Mail: stg (punkt) krisherbert (at) live (punkt) com

Warten auf Ihre Antwort

Mit freundlichen GrьЯen,

Sgt. Kris Herbert.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass das benötigte Maß an Doofheit in einen einzigen Menschen passt, damit dieser Mensch zum Opfer dieses gnadenlosen Stümpers werden kann. Dieser vielfältig verwendbare Link auf eine Meldung der BBC macht so einen Murks auch nicht überzeugender.

Dear Sir/Madam I AM Capt. Scott J. Wilson.

Freitag, 11. Juni 2010

From : Capt. Scott J. Wilson.
US 3rd Infantry Division.
Baghdad province, Iraq.
Please send your response to Scottwrightcapt (at) aim.com

Danke, dass du schon vor dem eigentlichen Text klar machst, dass du mit gefälschtem Absender schreibst. Das erleichtert die Einordnung deiner idiotischen Betrugsidee ganz erheblich.

Good day and compliments, I know this letter will definitely come to you as a huge surprise, I am Capt. Scott J. Wright, serving in the US 3rd Infantry Division which Patrols the Baghdad province,Iraq.

Nee, ich bin über Versuche des Vorschussbetruges wirklich nicht mehr überrascht. Und auch die Namen und Titel, die sich die Absender dieser tollen Texte ausdenken, können mich nicht mehr umhauen. Dass du einen auf militärische Ehre und Soldat machst, während in dem Krieg im Irak die Leute verrecken, zeigt dabei eine besondere Note von Menschenverachtung und Zynismus.

I am desperately in need of assistance and I have summoned up courage to contact you. I am presently in Iraq. I am seeking your assistance to evacuate the sum of $10,580,000 (Ten Million Five Hundred And Eighty Thousand US Dollars) to the States or any safe country, as far as I can be assured that it will be safe in your care until I complete my service here.

Wie üblich liegen irgendwo die herrenlosen Berge von Geld herum, und wie üblich wird jemand deswegen kontaktiert, der nicht einmal mit seinem Namen angesprochen werden kann. Wer darauf reinfällt, wird allerdings eine Vorleistung nach der anderen legen müssen, statt problemlos an den Zaster zu kommen – und natürlich wird das Geld immer hübsch anonym per Western Union oder MoneyGram zugestellt, denn so ein Pack wie du will ja nicht in den Knast. Und von den zehn- bis vierzigtausend Euro, die du in etlichen Telefonaten und mit viel Schriftverkehr aus jedem deiner Opfer rausleierst, finanzierst du dir dann deinen verfeinerten Lebensstil. Das Geld gibts natürlich nicht. Der Trick, diese obskuren Geschichten mit einem einfachen Link…

You will find more about this fund on the link below: http://news.bbc.co.uk/2/hi/ middle_east/2988455.stm

…auf die BBC zu belegen, wirkt etwa so überzeugend, als wenn ich von einer Million spräche, die ich in einem Sparstrumpf gefunden habe und zum Beleg dafür auf eine allgemeine Nachricht zur Sparquote in der BRD verwiese. Sicher, wer sehr naiv ist, der findet so etwas überzeugend, wird aber sofort wieder nachdenklich, wenn er sieht…

Contact me as soon as possible with your information below so that I can furnish you with more details.

YOUR FULL NAME……… YOUR FULL ADDRESS……………….. YOUR DIRECT TELEPHONE NUMBER……… YOUR IDENTIFICATION……………. YOUR COUNTRY OF ORIGIN ………….. YOUR OCCUPATIONS …………..

…dass da jemand einem völlig unbekannten Menschen Millionenbeträge in die Hand drücken möchte. Denn so etwas für glaubwürdig zu halten, ist selbst für ein verdummtes Gehirn eine große Zumutung. Und da man gleich hinterher noch einmal sieht, dass auch…

please feel very free to contact me on this EMAIL: Scottwrightcapt (at) aim.com

…die Absenderadresse der millionenfachen kriminellen Mail gefälscht wurde, sollte eigentlich kein Mensch von normaler Intelligenzbegabung auf deinen Strunz hereinfallen.

Respectfully Yours,
Capt. Scott J. Wilson.
US 3rd Infantry Division.
Baghdad province, Iraq.

Und zum kröonenden Abschluss verrätst du uns Empfängern auch noch…

GRATIS für alle WEB.DE Nutzer: Die maxdome Movie-FLAT!
Jetzt freischalten unter http://movieflat.web.de

…dass du im Iraq den deutschen Freemailer web (punkt) de für deine Drecksspams missbrauchst. Das nimmt deiner ganzen Geschichte die letzten, verhungerten Reste von Glaubwürdigkeit.