Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Guten Tag“

08/14/2026 !!!Attend#

Samstag, 15. August 2026

Gut, was gestern für ein Datum war, weiß der Absender. Das weiß auch nicht jeder. Die Mail wurde übrigens heute morgen um 6:56 Uhr abgesendet.

Dass das Datum im Header der Mail steht, scheint der Absender nicht zu wissen. Denn sonst hätte er ja gewusst, dass seit der Frühzeit der E-Mail jede Mailsoftware das Datum und die Uhrzeit anzeigt – und das in einem Format, dass der Anwender eingestellt hat, weil er es aus seinem Alltag so gewohnt ist, und nicht im höchst verwirrenden USA-Format Monat, Tag, Jahr.

Wer schreibt mir denn überhaupt?

Von: admin@capital.gdtus.com
Antwort an: wajid.alqaboos@globalbscintl.com

Jemand, den ich nicht kenne und der nicht möchte, dass an die Absenderadresse antworte. Die Domain der Antwortadresse steht zurzeit noch nicht auf den Blacklists, das wird sich aber wohl in Kürze ändern. Überhaupt ist diese Spam so „gut“ gemacht, dass sie eine ernsthafte Chance hat, durch schwächer eingestellte Spamfilter zu kommen. Sonst wäre mir dieser Rotz zur Einleitung eines Vorschussbetruges keine Erwähnung wert gewesen.

Good day,

Genau mein Name! Aber ich kenne den Absender ja auch nicht. 😁️

Our investors are currently exploring new projects and business opportunities for possible financing.
I will email you the funding term sheet in response as per your request.

Mein Projekt ist „technologieoffenes Heizen“ durch Anzünden nichtfossilen Brennstoffes, der unter der Bezeichnung „Banknoten“ bekannt ist. Habt ihr ein paar Billiönchen in kleinen Scheinen für mich? 💶️🔥️

Nein, ich kann keine Vorleistungen zahlen. Sonst habe ich ja nichts zum Anzünden.

Regards,
Mr. Wajid Al Qaboos
Investment Executive

Wenn Wajid jetzt auch noch wüsste, in welcher Unternehmung er ein leitender Angestellter ist, wäre die Spam ein bisschen überzeugender. Aber noch lange nicht überzeugend.

So, und jetzt etwas, was ich lange nicht mehr in einer Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges gesehen habe:

*********************** The information contained in this email and any attachments may be legally privileged and confidential. If you are not an intended recipient, you are hereby notified that any dissemination, distribution, or copying of this e-mail is strictly prohibited. If you have received this e-mail by mistake, please notify the sender and permanently delete the email and any attachments immediately. You should not retain, copy or use this e-mail or any attachments for any purpose, nor disclose all or any part of the contents to any other person. We do not accept any liability in respect of communication made by its employee which is contrary to the company policy or outside the scope of the employment of the individual concerned. The employee responsible will be personally liable for any damages or other liability arising

Die Informationen aus dieser E-Mail unterliegen möglicherweise einem juristischen Geheimgeheimnis und sind geheim. Wenn du nicht der Empfänger sein solltest, dann lass dich davon einschüchtern, dass das Weitergeben, Verbreiten, Kopieren oder Verbloggen dieser Mail streng verboten ist, weil das so in einer Mail steht, bei der du gar nicht der Empfänger bist und die du völlig unverlangt bekommen hast! Falls du diese Mail irrtümlich im Spameingang hattest, sag bitte dem Absender Bescheid, damit er wenigstens weiß, unter welchen Mailadressen seine Spam noch ankommt! Lösch die Mail und ihre nicht vorhandenen Anhänge vollständig und endgültig, zum Beispiel, indem du sie wie gewohnt löschst, anschließend deinen Rechner runterfährst und ausschaltest, das Rechnergehäuse öffnest, die Festplatte herausnimmst, sie fünf Minuten lang mit einem Vorschlaghammer bearbeitest und anschließend verbrennst und die Asche aufisst. Bitte bei der Defäkation nicht das öffentliche Abwassersystem verwenden! Du darfst nichts von dieser Mail aufheben, kopieren oder für deine Witze benutzen und den Inhalt nicht einmal teilweise – etwa in Form einzelner, in der Mail verwendeter Buchstaben – an deine niedergeschlagenen Freunde weitergeben, damit sie mal wieder etwas zu Lachen haben. Wir, die wir nicht einmal sagen, wer wir sind, haften für nichts, wenn unser Mitarbeiter unbezahlte Überstunden macht, in denen er die Menschen betrügt. Dafür haftet nur unser Mitarbeiter.

Ich bin schwer beeindruckt. 🤣️

Aber ich werde diesen Müll trotzdem verbloggen, obwohl da so eine juristisch völlig wertlose Jurafuchtelei drinsteht. Soll der Absender mich doch verklagen!

Mit einem angelernten neuronalen Netzwerk erzeugtes Bild einer goldenen ToiletteSolche Sprüche unter einer unverschlüsselten E-Mail, die nicht digital signiert ist und deshalb auf ihrem gesamten Transportweg gelesen und für den Empfänger unentdeckbar verändert werden kann, sind von unfassbarer Dummheit, was man deutlich an solchen albernen Geheimhaltungsforderungen für Postkarten erkennen kann. Ich habe so etwas auch schon bei richtigen Unternehmen gesehen, nicht nur bei Trickbetrügern. Da ist es genau so dumm. Übrigens habe ich keinen Vertrag mit jemanden, der mich anmailt und somit keine Verpflichtungen, die dieser Jemand behauptet und von mir einfordert. Es gilt das altmodische Fernmeldegeheimnis. Ganz von allein und ohne dass man irgendeinen dummen, einschüchternsollenden Spruch unter seine Mails schreibt. Und sonst gilt nichts. Leute, die mir mit solchen Sprüchen kommen, sinken in meiner Achtung sofort auf Schwachkopfniveau. Und wenn sie dazu so viele Worte in pseudojuristischer Weitschafeligkeit machen, sinken sie sogar noch weiter.

Ich bin natürlich kein Jurist und darf keine Rechtsberatung geben. Wer es ganz genau wissen will oder muss, wende sich an einen Juristen! Ich gebe hier nur eine Lach- und Löschberatung. 🗑️🤣️

Spende von (Access Industries)

Mittwoch, 12. August 2026

Oh, kriege ich schon wieder Geld geschenkt, weil ich so eine schöne Mailadresse habe? Wer beschenkt mich denn heute?

Von: Pelle Beskow (Student) <pebe8513@stud.slu.se>
Antwort an: Leonard Valentinovich <leonardvalentinovich-outreach@hotmail.com>

Aha, Pelle, der Student, die die Antwort lieber auf eine für Trickbetrüger angenehm kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei Microsofts Freemailer erhalten möchte. Unverschlüsselt. Also offen wie eine Postkarte und auf dem gesamten Transportweg mitlesbar. Nicht einmal digital signiert. Also so, dass man auch auf dem gesamten Transportweg den Inhalt der Mail verändern könnte, ohne dass der Empfänger etwas davon bemerken kann. Es geht ja nur um so ein bisschen Geld.

Guten Tag,

Genau mein Name! 😁️

mein Name ist Sir Leonard Valentinovich Blavatnik. Sie gehören zu den Personen, die für eine Spende meines Unternehmens, Access Industries, ausgewählt wurden.

Na ja, hauptsache der Trickbetrüger kennt seinen „eigenen“ Namen. Den kennt ja auch nicht jeder. Ich heiße jedenfalls guten Tag…

Ich habe beschlossen, weltweit zufällig ausgewählten Personen jeweils 600.000,00 US-Dollar (sechshunderttausend US-Dollar) zukommen zu lassen. Mit Erhalt dieser E-Mail dürfen Sie sich als einer der glücklichen Empfänger betrachten. Ihre E-Mail-Adresse wurde online nach dem Zufallsprinzip ausgewählt.

…und kriege sechshundert Kilodollar inklusive zweier unnützer Nachkommastellen geschenkt, weil ich so eine schöne Mailadresse habe. „Online und nach dem Zufallsprinzip ausgewählt“ bedeutet hier: Für eine Handvoll Bitcoin in den dunklen Ecken des Internet eine Datenbank gekauft und einfach mal alle Mailadressen mit diesem unpersönlich formulierten Strunztext zur Einleitung eines Vorschussbetruges zukacken, da fallen ja immer ein paar Leute drauf rein. Da fühlt man sich doch gleich wie ein „glücklicher Empfänger“.

Bitte antworten Sie mir baldmöglichst, damit ich die Gültigkeit Ihrer E-Mail-Adresse bestätigen kann.

Bitte ganz schnell antworten! Der verfeinerte Lebensstil eines Trickbetrügers ist immer so kostspielig!

Über den folgenden Link können Sie mehr über mich erfahren:

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Len_Blavatnik

Über mich gibt es auch einen Wicked-Pedia-Artikel. Die Beweise sind mal wieder erdrückend!

Mit freundlichen Grüßen

Sir Leonard Valentinovich Blavatnik

Präsident, Access Industries.

Und fertig ist die miese 08/15-Spam zur Einleitung eines Vorschussbetrugs. Natürlich gibt es kein Geld, aber man darf eine Vorleistung nach der anderen bezahlen, beginnend mit relativ kleinen Beträgen, die sich immer mehr steigern. Wenn nichts mehr herauszuholen ist, bricht der Kontakt plötzlich ab.

Sagte ich „fertig“? Nein, da ist doch noch Spamprosa:

Mejl som skickas till SLU blir allmän handling. Vi behandlar även dina personuppgifter när du mejlar oss.

Emails sent to SLU become official documents. We also process your personal data when you email us.

När du skickar e-post till SLU så innebär detta att SLU behandlar dina personuppgifter. För att läsa mer om hur detta går till, klicka här

E-mailing SLU will result in SLU processing your personal data. For more information on how this is done, click here

Heute in Schwedisch und Englisch. Danke für das „click here“, ein Sprachstummel, den man niemals in lesenswerten Mitteilungen denkender und fühlender Menschen sieht, sondern nur in mieser Reklame und schlechter Spam.

Entf! 🗑️

Jetzt Ihre 30% Rabattkarte aktivieren (Referenzcode: 819623869111)

Samstag, 18. Juli 2026

Oh, wie schön! Mit Prozenten, Rabatt und voll wichtiger Geheimnummer im Betreff einer unverschlüsselten und nicht digital signierten E-Mail, die auf dem ganzen Transportweg beliebig mitgelesen oder sogar verändert werden kann, ohne dass der Empfänger das bemerken könnte.

Hier, falls euch Spammern mal die wichtigen Nummern ausgehen:

$ perl -e 'for (1..12) { printf "%12d\n", rand() * 1e12; }' | column -c 70
 26149509548	446613307666	796593848519	681569566077
737253929811	867301493312	299692685058	402332815357
631614003601	956762288216	374482039819	903887555924
$ _

Jetzt habt ihr wieder welche. 😁️

Guten Tag,

Das ist mal wieder ganz genau mein Name! 😅️

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Sie als einer der glücklichen Teilnehmer unserer exklusiven 100-Jahresfeier bei Edeka ausgewählt wurden! Zum Dank für Ihre Treue möchten wir Ihnen eine besondere Wertschätzung entgegenbringen.

Hierzu nur ein paar Anmerkungen:

  1. Ich bin bestenfalls sporadisch Kunde bei Edeka.
  2. Seit die lokale Edekakette auch noch überteuertes Zaubergemüse und Hokuspokusgetreide von Demeter verkauft – so richtig mit astrologischem Mondkalender, Kackhörnchen und als Eurhythmie bezeichneten Zaubertänzen am Acker – bin ich dort praktisch gar kein Kunde mehr. Ich gehöre nicht zur Zielgruppe „abergläubisch mit schwerem Geldbeutel“, die jetzt abgezockt werden soll. Ganz im Gegenteil, ich bin froh, dass das Mittelalter vorbei ist.
  3. Selbst wenn ich Kunde wäre, hätte Edeka keine Mailadresse von mir. Ich bekomme schon genug Spam. Das Punktesammeln auf irgendwelchen Quatschkarten und mit irgendwelchen Quatschapps mache ich auch nicht mit. Nicht, weil ich zu viel Geld hätte, sondern weil die Einsparung von wenigen Cent in keinem vernünftigen Verhältnis dazu steht, dass professionelle Lügner und Manipulateure – gemeinhin „Werber“ genannt – einen großen Datensatz darüber anlegen können, womit man mich noch besser belügen und manipulieren könnte. Rabattmarken hätte ich mir sehr wohl andrehen lassen. Aber die sind der heutigen Kundenmissachtung wohl zu anonym. Übrigens besitze ich auch kein so genanntes „Smartphone“, sondern benutze nur Computer, auf denen mir das früher einmal selbstverständliche Recht eingeräumt wird, dass ich selbst darüber entscheiden kann, welche Software ich darauf ausführe. Denn nur solche Computer machen frei. Alles andere stellt feudalistische Verhältnisse her.
  4. So so, eine „exklusive“ Hundertjahrfeier, die mit voll „exklusiven“ Massenmails rausposaunt wird. Wie es mit meiner „Treue“ aussieht, habe ich ja schon klar gemacht. Ich kann es auch gern noch deutlicher sagen: Ich verachte Edeka und finde die dort gepflegte Abzocke von Kunden mit anthroposophischen Zauberprodukten widerwärtig. Schön, dass mir dafür eine „besondere Wertschätzung“ entgegengebracht wird.
  5. Selbst wenn diese Mail echt wäre. Werber, also gewerbsmäßige Lügner, die mir mit einer „besonderen Wertschätzung“ kommen, stehen in Gefahr, von mir eine Form des negativen sozialen Feedbacks zu erhalten, die in keiner Weise zivilisationstauglich ist.

Diese Spam ist Spam und kommt auf jeder Mailadresse an. Es ist Schrotmunition. Sie kommt auch bei Leuten an, die glauben, bei Edeka schmecke es besser als bei Aldi, obwohl der Industriefraß aus den gleichen Fabriken herausquellen wird und sich nur durch seine Verpackung unterscheidet. Wenn diese Leute dann auch noch an Astrologie und Zauberei glauben, sind Edeka-Kunden eine ideale Zielgruppe für Spammer und gewerbsmäßige Betrüger.

Als geschätzter Kunde erhalten Sie eine exklusive Rabattkarte mit 30% Nachlass für ein ganzes Jahr. Klicken Sie auf den untenstehenden Link, um Ihren Rabatt zu sichern und Ihr Einkaufserlebnis bei Edeka zu verbessern.

Sichern Sie Ihre 30% Rabattkarte

Natürlich geht der Link nicht zu Edeka, sondern erstmal in eine Spezialdomain…

$ lynx -source https://sellaids.com/eka/index.html
<script>
document.location="https://rabattkarte-edeka-deutschland.safarglobal.net"
</script>
$ lynx -dump https://rabattkarte-edeka-deutschland.safarglobal.net
   REFRESH(0 sec): [1]https://www.edeka.de/
   Verifying browser…

Verweise

   1. https://www.edeka.de/
$ _

…in der es nur eine Weiterleitung in eine weitere Spezialdomain gibt, deren Subdomain so tut, als sei sie irgendwas von Edeka. Wenn man – wie ich – dort mit komischem Werkzeug und einem Webbrowser für die Kommandozeile ankommt, hat man nicht den „richtigen“ Browser für diese Cyberkriminellen (das ist nicht mein Wort, das ist das tief alberne und digitaltechnisch analphabetische Wort von Polizeien, Politikern und Journalisten) und wird einfach zur echten Edeka-Website weitergeleitet. Diese spammenden Verbrecher möchten lieber, dass man mit einem voll aufgeplusterten Desktop-Browser kommt. Ich habe mal eine virtuelle Maschine gestartet, um mit einem Screenshot zu zeigen, was man dann zu sehen bekommt:

Screenshot der angeblichen Edeka-Seite von Betrügern

Angesichts dieses Mummenschanzes wäre ich nicht überrascht, wenn man auf anfälligen Rechnern auch im Hintergrund Schadsoftware installiert bekomt. Im Moment gibt es so viele Sicherheitslücken und Anfälligkeiten, dass man als normaler Mensch ein bisschen den Überblick verliert. Dass das Einspielen von Sicherheitsupdates unter Microsoft Windows immer ein kleines Glücksspiel ist, macht die Situation nicht besser. Ich rate dringend davon ab, in E-Mails zu klicken, deren Absender man nicht persönlich kennt. Und auch dann sollte man vor einem Klick kurz anrufen, ob die Mail echt ist, denn leider benutzt kaum jemand digitale Signaturen.

Alle Daten, die man auf der angeblichen Edeka-Seite ohne Impressum in der Domain safarglobal (punkt) net, die nichts mit Edeka zu tun hat, eingibt, gehen direkt an gewerbsmäßige Betrüger. Die tolle Karte der Marke „Wir sind Edeka und lassen dich mal ein Jahr lang viel billiger einkaufen, weil wir Geburtstag haben und du Guten Tag heißt“ gibt es nicht. Sie ist Lüge. Ein Köder für leichtgläubige Menschen, die ein bisschen aufs Geld achten müssen.

Wir freuen uns darauf, Ihnen dieses einzigartige Angebot zu überreichen und danken Ihnen herzlich für Ihre Treue.

Mit freundlichen Grüßen,
EDEKA Kundenservice

EDEKA Zentrale Stiftung & Co. KG
New York Ring 6 D-22297 Hamburg

Die Spam wurde über die IP-Adresse eines Hosters aus Thailand versendet. Sie hat auf ihrem Transportweg niemals irgendetwas von Edeka gesehen. Der Hoster ist bereits über den Missbrauch seiner Dienstleistung informiert. Die Spam wird zum Glück relativ klar als Spam erkannt und dürfte beinahe überall aussortiert werden.

Die Anforderungen für ein in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich vorgeschriebenes E-Mail-Impressum werden von dieser lustigen Angabe einer Postanschrift nicht erfüllt.

Löschen. Und gut. 🗑️

Gewinne einen Coca Cola jahresvorrat + Mini Kühlschrank

Donnerstag, 16. Juli 2026

Gut, die Spam mit dem angeblichen Gewinnspiel ist Standard, aber „Coca-Cola“ hatte ich noch nicht mit dieser Masche. Die sponsorn doch lieber eine Fußball-Weltmeisterschaft der maFIFA und haben überhaupt keine Spam nötig. Man macht schon gute Geschäfte, wenn man es schafft, den Menschen im Wesentlichen Wasser mit Zucker und Koffein zu verkaufen. Die Herstellung ist billig, der Preis hoch.

Von: Coca Cola <newsletter.fxvhes@micropayment.de>

Wie man schon an der Absenderadresse sieht, hat die Spam nichts mit Coca-Cola zu tun. Die Marke wird hier einfach nur von Kriminellen missbraucht und damit in den kriminellen Dreck gezogen. Den Spammern ist das egal. Es sind Spammer. Denen ist alles egal, solange nur ihr kriminelles Geschäft gut läuft.

Die Domain micropayment.de hatte ich in den letzten Tagen so häufig, dass ich mal ein Schlagwort dafür vergebe.

Die Absenderadresse sagt übrigens mal wieder gar nichts aus. Diese Mail wurde, wie ein schneller Blick in die Mailheader klar macht, über die „Cloud“ von Google, dem dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers, versendet. Es gibt übrigens gar keine „Cloud“, es handelt sich bei diesem Wort um eine von professionellen Lügnern (so genannte Werber) losgetretene Kampagne zur Massenverdummung. Es gibt nur die Rechner anderer Leute. In diesem speziellen Fall: Die Rechner von Google. Dem dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betr… oh, ich wiederhole mich. Aber Google wiederholt sich auch. Seit vielen, vielen Jahren, bis zu dreißig Mal am Tag, eine Spam dümmer als die andere. 🫤️

Der HTML-Quelltext der Spam ist base64-codiert, und natürlich wieder mit Fehlern. Ersteres ist nicht nötig und bläht den Inhalt um rd. 35 % Dateigröße auf, und letzteres sorgt dafür, dass die Spam umso leichter aussortiert werden kann. Von der gleichen Bande mit dem gleichen fragwürdigen Spamskript bekommt man auch Spam Schlankheitspillen aus der Höhle der Löwen, betrügerische Hinweise, dass der Cloudspeicher voll ist und angebliche Einkaufsgutscheine von MediaMarkt. Ich spreche von der „Rabattbande“, weil die nervigste und häufigste Spam dieser Bande allerlei Tinnef zu sehr hohen Rabatten verkaufen will, aber niemals den Preis nennt, auf den dieser Rabatt gewährt wird. Die meisten hier beschriebenen Betrugsnummern laufen immer noch. Ich sehe die Spam immer noch. Es wird überhaupt kein Preis genannt. Wer dann in die Spam klickt und bestellt, wird abgezogen und betrogen. Aber richtig, einschließlich erhöhter Bestellmenge und dementsprechender überhöhter Abbuchung. Wenn überhaupt etwas geliefert wird – das ist nicht immer der Fall – handelt es sich um minderwertigen fabrikneuen Müll, der nach kurzer Zeit kaputtgeht und wertlos wird. Eine Rücknahme gegen Erstattung des Kaufpreises gibt es nicht. Die wissen genau, was für einen Müll sie überteuert verkaufen.

Aus dem Web nachgeladenes und in der Spam eingebettetes Bild: Gewinne einen Coca Cola Jahresvorrat + Mini Kühlschrank -- 100% Gratis

Das Bild liegt nicht etwa in der Website von Coca-Cola, und auch nicht in einer Website der kriminellen Spammer, sondern wird angenehm anonym und kostenlos bei Gyazo gehostet. Spammer tragen nun einmal nicht so gern Handschelle. Der überlagerte Schriftzug „Spam“ ist von mir.

Schön, dass diese angebliche Gewinnmöglichkeit zu runden hundert Prozent gratis ist. Sonst wäre sie ja auch nicht gratis. 💯️😂️

Formulierungen wie „hundert Prozent gratis“ findet man nur in betrügerischer Spam und in offen intelligenzverachtender, aber leider legaler Reklame von Unternehmen, die mit dieser offenen Inteligenzverachtung um die Insolvenz betteln. Generell sollten bei der Erwähung von „hundert Prozent“ alle Alarmglocken losschrillen. Wer so redet oder schreibt, ist entweder dumm wie ein durchgetrockneter Kuhfladen, oder sucht Opfer. 🔔️

Guten Tag,

Das ist mal wieder genau mein Name! 🤭️

wir gratulieren Ihnen recht herzlich!

Aber ich habe doch gar nicht Geburtstag. Und wenn ich hätte: Ich feiere den gar nicht. Es gibt wichtigere Tage in meinem Leben als das passive Herausgedrücktwerden in eine kalte, dumme und feindselige Welt voller Spam und Betrug.

Sie gehören zu den Auserwählten für das Coca Cola Gewinnspiel – nehmen Sie sich 2 Minuten Zeit und machen Sie mit.

Oh, ich heiße „Guten Tag“ und bin auserwählt. 🤣️

Verpassen Sie nicht die Chance ein gratis Coca Cola Jahresvorrat + Mini Kühlschrank zu erhalten!

Mein persönlicher Coca-Cola-Jahresvorrat (so schreibt sich das Wort ohne seine Deppen Leer Zeichen) hat übrigens null Flaschen und erst recht keine Dosen. Ich trinke diese Zuckerplörre nicht und befriedige meine Koffeinsucht lieber mit Kaffee. Der kostet zwar auch eine Menge Geld, ist aber immer noch billiger als Coca-Cola. Außerdem schmeckt er viel besser. ☕️

Klicken Sie einfach auf „BESTÄTIGEN“ und sichern Sie sich Ihren Preis:

Jetzt Bestäigen ›

„Bestäigen“ habe ich gefunden, aber wo ist „bestätigen“. 😁️

Der Link führt übrigens auch in die Cloud von Google.

$ lynx -dump -source "https://storage.googleapis.com/bal02fvxns64kjn58b16fdvxs78kj/cocnoanperzaewfskljsxqy26podgvcnytgd7ordzaewxcl.html"
<meta http-equiv="refresh" content="0; url=https://1clingeration.com/?a=1096&oc=26910&c=69819&m=3&s1=&s2=qolud#" />

$ lynx -source https://1clingeration.com/; echo
<html></html>
$ lynx -dump "https://1clingeration.com/?a=1096&oc=26910&c=69819&m=3&s1=&s2=qolud#" | sed -n -e 7,777p -e 3023,3054p >cocacola-spamseite.txt

Es ist eine Weiterleitung zu einer dieser Websites, die ihren Inhalt nur anzeigen, wenn sie mit den URI-Parametern aus der Spam aufgerufen wird, weil sie gar nicht erst mit Web-Suchmaschinen oder dergleichen gefunden werden sollen. Für alle, die sich mal ein bisschen gruseln wollen, habe ich mit sed schon die richtigen Teile aus dem Text der Website ausgeschnitten – viel Spaß bei der Lektüre! 👻️

Die Linkziele habe ich zum Bestandteil des Ausschnitts gemacht. Sämtliche Links mit weiteren Erläuterungen zu dieser tollen Einwilligung in Spam, Spam und noch mehr Spam durch ganz viele Spamunternehmen, die mit klar kriminellen Spammern zusammenarbeiten sind übrigens so perfide über Javascript gesetzt, dass sie nicht vernünftig archiviert werden können. Und das ist Absicht. Es wird nicht gemacht, weil das so einfacher oder besser als direktes HTML wäre, sondern weil so den Opfern dieser Spam nachträglich beliebig veränderte Bedingungen untergeschoben werden können, ohne dass diese Manipulation nachträglich belegt werden kann.

Dass es sich bei Spammern um Kriminelle handelt, habe ich hoffentlich schon deutlich genug erwähnt. Dass es richtig asoziale und widerliche Zeitgenossen sind, versteht sich von selbst. Deshalb klickt man ja auch nicht in Spam. Deshalb löscht man diese asoziale und intelligenzverachtende Belästigung einfach.

Consumer Promotions Service
Friedrichstraße 68
10117 Berlin
Germany

Seltsam, vor 34 Tagen war es noch die Quatschfirma „Consumer Research Group“, die diese Anschrift in ihrer kriminellen und betrügerischen Spam angab. Die werden doch nicht etwa einfach lügen… 🤥️

Darüber hinaus: Das ist kein Mailimpressum, das den gesetzlichen Anforderungen für ein Mailimpressum bei gewerblicher Mail entspricht. Einmal ganz davon abgesehen, dass die angegebene Anschrift (der Link führt zu Google) nicht gerade den Eindruck erweckt, dass dort ein Unternehmen sitzen könnte, dass auf illegale Formen des Marketings setzt. So etwas wie ein Firmenschild kann ich auch nicht ausmachen. Natürlich ist der angegebene Firmensitz der angeblichen Klitsche „Consumer Promotions Service“ auch gar nicht in Google Maps eingetragen, was ansonsten selbst drittklassige Spammer immer wieder mal hinbekommen. Diesen Spammer ist es einfach zu viel Mühe. Und so viel Mühe sind ihnen ihre Betrugsopfer nicht wert.

Abmelden | Datenschutzerklärung | Impressum

Wie, abmelden? Ich habe mich doch gar nicht angemeldet.

Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie sich für Informationen, Gewinnspiele oder Sonderaktionen unserer Partner angemeldet haben. Wenn Sie keine weiteren E-Mails erhalten möchten, können Sie sich jederzeit über den obigen Link abmelden.

Ganz sicher nicht.

© 2026 Consumer Promotions Service

Aber immerhin, der dümmlich und juristisch völlig wirkungslos mit dem „geistigen Eigentum“ rumwedelnde Spammer weiß, welches Jahr wir gerade haben. Das weiß ja auch nicht jeder…

Nеuе Νасһrісһt

Samstag, 11. Juli 2026

Ich schreibe ja oft: Der beste Schutz gegen Phishing ist es, dass man niemals in eine E-Mail klickt. Das muss ich jetzt ein wenig relativieren. Natürlich sollte man auch nicht einfach eine Telefonnummer aus einer E-Mail anrufen, um sich am Telefon von Trickbetrügern abziehen zu lassen.

Die folgende Spam mit dem Absender…

Von: Kraken <kundensicherheit@franulovictechs.com>

…wäre mir beinahe durch den Spamfilter geflutscht. Durch normal eingestellte Spamfilter wird sie häufig hindurchkommen. Das HTML-Layout werde ich hier nicht nachbilden, aber es ist gelungen.

Kraken Sicherheitsmitteilung

Guten Tag,

wir haben nach Ihrer letzten Kontoanmeldung einen Auszahlungsvorgang auf Ihrem Konto registriert. Wenn Sie diese Aktion selbst durchgeführt haben, besteht kein Handlungsbedarf — diese Nachricht dient lediglich Ihrer Information.

Haben Sie diesen Vorgang jedoch nicht veranlasst, wenden Sie sich bitte ohne Verzögerung an unser Sicherheitsteam. Je schneller wir reagieren, desto besser können wir Ihr Konto absichern.

Datum 10.07.2026
Uhrzeit 15:30:06 Uhr
IP-Adresse 103.112.60.0
Herkunftsort Polen
Endgerät Nicht erkanntes Android-Gerät

Waren das nicht Sie? Dann kontaktieren Sie unser Sicherheitsteam sofort, damit wir unberechtigte Zugriffe auf Ihr Konto blockieren können.

Ihr persönlicher Zugangscode

K-621254

Diesen Code bitte beim Anruf beim Support-Team bereithalten

Kraken Sicherheitshotline

+496994320███

Rund um die Uhr erreichbar, täglich 24 Stunden

Freundliche Grüße,
Ihr Kraken Sicherheitsteam

SicherheitsbereichKundendienstHilfebereich

Diese Nachricht wurde automatisch durch unser Sicherheitssystem erstellt.

© 2026 Kraken. Alle Rechte vorbehalten.
Manage preferences

Zu dieser Spam nur drei Dinge:

  1. Ich habe kein Benutzerkonto bei „Kraken“.
  2. Ich habe kein Kryptogeld und keine spekulativen Schwindelzettel des gegenwärtigen Casinokapitalismus in irgendeiner Form. Ich lehne es ab, Wettzettel darauf zu kaufen, was der nächste Käufer wohl beim Weiterverkauf des selben Wettzettels bezahlen wird. Ich finde Spekulation genau so widerlich und asozial wie Verbrechen. Das gilt in besonderer Weise für das extrem energieverschwenderische und als Zahlungsmittel außerhalb krimineller Schattenwirtschaften völlig ungeeignete und deshalb auch als Zahlungsmittel im Alltag (einziger Anwendungsfall) gescheiterte Kryptogeld.
  3. Ich heiße nicht „Guten Tag“.

Dieser Müll wird also als Schrotmunition aufs Internet geschossen und kommt sogar bei mir an. Es ist Spam. Die Absender, eine Trickbetrügerbande, sagen sich: Unsere Spam wird schon ein paar Leute treffen, die ein Konto bei Kraken haben und in Alarmstimmung anrufen. Wer anruft, wird von einer gut eingespielten Bande von Trickbetrügern um sein Geld erleichtert, nachdem er Zugangsdaten am Telefon angegeben hat, um das angebliche Problem schnell zu beheben. Alles, was am Telefon erzählt wird, ist Lüge. Das Geld, das man bei „Kraken“ liegen hatte, ist weg. 💸️

Aber auch hier gilt: Wenn man nicht telefoniert, sondern die Website von Kraken über ein dafür angelegtes Lesezeichen im Webbrowser aufruft, sich dort wie gewohnt anmeldet und nach der Anmeldung keinen Hinweis auf das angebliche Sicherheitsproblem sieht, hat man einen dieser gefürchteten Cyberangriffe abgewehrt. So einfach geht das. Macht das, und macht niemals das, was in solchen Mails von euch gefordert wird. 🛡️

Und eines noch: Die Spam war natürlich nicht digital signiert. Sie kann von jedem Menschen und von jedem Bot aus dem Internet kommen. Sie kann auf dem gesamten Transportweg beliebig verändert werden, ohne dass der Empfänger eine Chance hat, diese Manipulation zu entdecken. Das gilt für jede E-Mail, die nicht digital signiert ist. Ich hoffe mal, dass ein Finanzdienstleister wie „Kraken“ seine E-Mails an Kunden digital signiert, zumal das beinahe keinen Aufwand macht. Oh, das machen die anderen auch nicht? Tja, dann ist es „Kraken“ eben egal, ob die Kunden dem Phishing und möglichen Manipulationen während des E-Mail-Transportes wehrlos ausgeliefert sind, solange nur das eigene Geschäftchen läuft. Für mich wäre das ein Grund, sofort von dort zu fliehen. Denn wo Geld ist, da sammeln sich die Diebe, und wo viel Geld ist, da treiben Diebe auch schon mal etwas Aufwand.

Dass „Kraken“ ein im Rechtsraum der BRD gesetzlich vorgeschriebenes E-Mail-Impressum in seine Mail schreiben lässt, gehört hoffentlich nicht zu den Dingen, auf die ich noch hoffen muss. In der Spam fehlt es.

Bitte nicht auf solche Spams reinfallen! Ich bin mir sicher, dass ich den von Betrügern gewünschten Medienbruch, dass man telefonieren soll, weil man eine Mitteilung im Internet erhalten hat, noch öfter sehen werde. Die meisten Menschen sind noch nicht darauf vorbereitet, selbst, wenn sie bei E-Mail vorsichtig geworden sind. Nicht zum Telefonieren drängeln lassen, weil in einer E-Mail irgendwelcher Unbekannten schwere Schäden an die Wand gemalt werden! Trickbetrügerbanden können einem Menschen so lange das Gehirn weichquasseln, bis sie es auslöffeln können. Sie leben davon. Immer erstmal die Website über ein Lesezeichen im Browser aufrufen und sich dort normal anmelden! Wenn es dann keinen Hinweis auf ein Problem gibt, kann man die Phishingspam einfach löschen. Das kann schnell sehr viel Geld und Ärger ersparen.

Kinder Überraschung wartet auf Sie 🍫

Sonntag, 21. Juni 2026

Aber ich bin doch gar kein Kind mehr. 👶️

Guten Tag,

Genau mein Name!

naschen Sie auch gerne?

Nein, ich stopfe das Zeug eher aus Frust in mich rein. Aber im Moment habe ich keinen Frust, sondern nur ganz miese Spam an einem recht heißen Sommertag. 😁️

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Oh, die Produkte sind so minderwertig und übelschmeckend, dass man solche Tester nur mit Spam bekommt? Nein danke, ich kotze nicht so gern. 😁️

Der Link geht natürlich nicht zu Ferrero, sondern in die Cloud des dicksten Kumpels und Komplizen der Spammer und Betrüger, in die Cloud von Google. Dort gibt es eine Weiterleitung auf ein obskures Gewinnspiel, für das man sich vor Spammern so datennackig machen muss, dass es für einen kriminellen Identitätsmissbrauch ausreicht. Und natürlich muss man den Datenhandel mit obskuren „Sponsoren“ abnicken, die mit solchen halbseidenen Spammern zusammenarbeiten und einem dann das Mailpostfach, den Briefkasten und das Telefon mit spamartiger Reklame vollmachen, denn das ist ja auch ein gutes Geschäft. Aber 100 % kostenlos, versteht sich.

Ich kann die Liste der „Sponsoren“ leider nicht so leicht archivieren. Der Javascript-Layer macht eine Archivierung über Archivdienste unmöglich, und das dürfte genau die Absicht dabei sein. Aber erwähnen möchte ich trotzdem unbedingt, dass die gut beleumundete „Stiftung Warentest“ wohl keine Lust mehr auf eine halbwegs gute Reputation zu haben scheint und deshalb jetzt nach Angabe auf dieser spambeworbenen Website mit solchen Gestalten aus der eklig duftenden Spamkloake zusammenarbeitet. Hier ein Screenshot mit dem passenden Ausschnitt:

Screenshot der Sponsorenliste von der spambeworbenen Website. Unter den Sponsoren ist die Stiftung Warentest angegeben.

Ich bin mir nicht so sicher, dass diese unarchivierbar aufgelisteten „Sponsoren“ überhaupt irgendetwas mit diesem Gewinnspiel zu tun haben. Falls hier die Rechtsabteilung der Stiftung Warentest mitliest: Nein, die Behauptung kommt nicht von mir, sondern von Spammern. Und ich habe sie mir auch nicht zueigen gemacht. Aber vielleicht solltet ihr mal einen klaren Hinweis auf eurer Website unterbringen. Oder stimmt die Behauptung dieser spammigen Gewinnspielveranstalter etwa?

Übrigens: Nicht von den Kontrollkästchen (neudeutsch: Checkboxen) irritieren lassen. Ich habe nirgendwo auf dieser Website gelesen, dass man einzelne „Sponsoren“ abwählen könnte. Die Klickekästchen sind da also nur zur Irreführung. Was erwartet man auch von solchen Spammern? Alles an deren Geschäftsmodellen ist Irreführung und Betrug.

Was gibt es denn zu gewinnen:

Zur Auswahl stehen jeden Monat zahlreiche Produkte aus dem Ernährungs-Bereich:

  • Kostenfrei
  • Lieferung frei Haus
  • Alle Produkte dürfen behalten werden

Ah ja! Schon in der Spam ist gar nicht mehr von Kinderschokolade die Rede, wenn es darum geht, was man „gewinnt“. Das war nur Köder. Aber hey, dafür kostet es nichts, es kostet auch nichts und man darf es sogar behalten. Das ist doch großartig! 🤣️

Vielleicht sollte man doch noch mal drüberlesen, bevor man die Ausgabe eines großen Sprachmodells in die Spam verklappt. Diese Art Gnobbelmatsch mit ihren semantischen Sprüngen in der Schüssel ist schon ein bisschen auffällig.

Ach, wer lesen kann, gehört nicht zur „Zielgruppe“? Ich verstehe… 😐️

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„Click here“ in diversen Variationen ist übrigens ein Sprachstummel, die niemals in den Mitteilungen denkender und fühlender Menschen vorkommt, sondern nur in ganz dummer bis offen hirnverachtender Reklame und in illegaler und asozialer Spam von irgendwelchen Verbrechern. Ohne eine einzige Ausnahme. Ich filtere das seit anderthalb Jahrzehnten raus, und es war noch nie eine lesenswerte Mail dabei.

Ihr Food-Testteam

Genau, fresst eure Pampe selbst, ihr da bei der Fresstestmannschaft! 🤮️

Diese Nachricht wurde an Sie gesendet, weil Sie sich für Produkttests, Verbraucherangebote oder Online-Aktionen registriert haben.

Ganz sicher nicht.

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So weit kommt es noch, dass ich Spammern mitteile, dass ihre Spam ankommt, gelesen und sogar beklickt wird. Ich habe schon genug Spam.

Consumer Research Group
Friedrichstraße 79
10117 Berlin
Deutschland

Das ist aber seltsam. In der verlinkten Website steht ein völlig anderes Impressum:

Screenshot des Impressums der spambeworbenen Website: Angaben gemäß § 5 TMG -- Crabstone Ltd. -- 51 Bracken Road, Sandyford -- Dublin, D18 CV48 -- Vertreten durch: M. Gotta -- Kontakt: -- Telefon: +49 800 222 7140 -- Email: support@ext.crabstone.net

Vermutlich sind beide erlogen. Es ist ja Spam. Vielleicht mag ja mal ein Leser aus Berlin nachschauen, ob da überhaupt ein Firmenschild und ein Briefkasten der angeblichen Klitsche rumhängen. Ich glaube, das wird nicht der Fall sein. Sonst hätte man dort nämlich schnell Besuch von der Polizei. Spam ist illegal.

Impressum | Datenschutz

Auf das gesetzlich vorgeschriebene E-Mail-Impressum für gewerbsmäßige E-Mail hat dieser Absender verzichtet. Wozu auch, er will ja eh nicht im Rahmen der Gesetze handeln. Stattdessen darf man noch mal klicken. Und zwar auf einen Link, mit dem man zu den obskuren Gewinnspiel kommt – und nicht etwa zu einem Impressum.

Wieviel „Datenschutz“ von diesem Pack zu erwarten ist, schätze bitte jeder selbst durch kurze Benutzung seines Gehirns ab.

Entf!

Gewinne einen neuen Mercedes CLA 🎉

Freitag, 12. Juni 2026

Oh, mit Emoji im Betreff. 🙃️

Mercedes CLA <newsletter.jwzzpf@micropayment.de>

Die Absenderadresse sieht aber nicht nach Mercedes aus. Woran das wohl liegen mag? 🤔️

Guten Tag,

Wieder einmal ganz genau mein Name! 😅️

wir gratulieren recht herzlich.

Oh, habe ich etwas gewonnen? 🍀️

Du gehörst zu den Auserwählten für eine Mercedes-Umfrage.

Nein, nicht wirklich. Ich darf nur klicken. 🖱️

Nehme dir einfach eine Minute Zeit und beantworte drei Fragen zur Mercedes CLA-Serie.

Alle Teilnehmer haben zum Schluss die Chance, einen neuen Mercedes CLA zu gewinnen.

Ich weiß nicht einmal, was das ist. Wirklich nicht. Ich habe kein Interesse an Autos. Ich habe nicht einmal einen Führerschein. Aber trotzdem…

Folgende Teilnehmer können heute an der Umfrage teilnehmen:

1. Rene Jung
2. Sie
3. Mark Stoltz

…kann ich an einer albernen Umfrage teilnehmen und habe die Chance, eine mutmaßlich übermotorisierte und durch ihre unnötig und unnütz komplexe technische Gestaltung zum unerzogenen Tamagotchi neigende Pimmelkarre zu gewinnen. Endlich werden Tankwart und Werksatt meine Freunde! Ich konnte es gar nicht erwarten! 😁️

„Sie“ ist natürlich genau so wenig mein Name wie „Guten Tag“. Und ich bin weder jung noch stolz.

Verpasse also nicht Deine Chance, heute einen Mercedes CLA zu erhalten.

» JETZT TEILNEHMEN «

Der Link geht in den Cloudspeicher von Google, dem dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers. Mit der Marke Mercedes hat diese Spam nichts zu tun.

Diese Nachricht wurde an Sie gesendet, weil Sie sich für Gewinnspiele, Produkttests oder Online-Angebote interessiert haben.

Ganz sicher nicht.

Falls Sie keine weiteren Nachrichten erhalten möchten, können Sie sich jederzeit hier abmelden:

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Wenn sie dumm genug sind, können sie in die Spam klicken und dem Spammer mitteilen, dass seine Spam angekommen ist, gelesen wurde und sogar beklickt wurde.

Consumer Research Group
Friedrichstraße 79
10117 Berlin
Deutschland

Impressum | Datenschutz

Das entspricht nicht den gesetzlichen Anforderungen an ein E-Mail-Impressum.

Entf!

UN

Freitag, 22. Mai 2026

Jetzt läuft es aber wieder mit den Vorschussbetrugsmails. Geübte Spamgenießer erkennen sie schon am Betreff. Wer schreibt mir denn heute?

Von: UNITED NATIONS <ceo@fraternalbotswana.org>
An: Recipients <ceo@fraternalbotswana.org>
Antwort an: compensationunitednations998@gmail.com

Aha, die „Dreieinigkeit des Vorschussbetrugs“ schreibt mir:

  1. Eine obskure Absenderadresse, die behauptet, etwas ganz Großes zu sein.
  2. Ich stehe nicht als Empfänger drin, weil die Spam an ganze viele Leute gleichzeitig geht.
  3. Alle weitere Kommunikation soll über den dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers laufen, über Googles GMail, auf einer für Kriminelle erfreulich kostenlos und anonym eingerichteten Mailadresse.

Mehr muss man nicht sehen, um den Müll ungelesen zu löschen. Es ist der Versuch, einen Vorschussbetrug einzuleiten. Interessante und lesenswerte Mails von denkenden und fühlenden Menschen, ja, sogar Mails von Behörden und großen Organisationen…

  1. …haben eine Absenderadresse in der Domain dieser Behörde oder Organisation;
  2. …sind an mich adressiert; und
  3. …haben keine Antwortadresse bei einem windigen Freemailer und beliebten Dienstleister für gewerbsmäßige Betrüger.

Jedes Weiterlesen ist dann einfach nur noch Unterhaltung. 🙂️

Aber dafür mache ich das hier ja in erster Linie:

Guten Tag,

So genau hat schon keine Behörde mehr meinen Namen gekannt, wenn sie mir…

Wir wurden von der Entschädigungskommission der Vereinten Nationen (UNCC) offiziell autorisiert, Ihre Entschädigungssumme in Höhe von 10.500.000,00 € freizugeben.

…10,5 Megaeuro geben will, weil ich „Guten Tag“ heiße. Warum ich das Geld kriege? Na, als Entschädigung. Für was, wenn ich doch gar keinen Schaden habe? Das ist nicht so wichtig und muss auch nicht weiter erwähnt werden, der genannte Geldbetrag spricht doch für sich selbst. Aber hey, die Vereinten Nationen schreiben mir! Endlich begreift mal jemand, wie UNENDLICH WICHTIG ich bin! 🤣️

Zielgruppe solcher Spams sind Menschen, die bei der Vorstellung von Geld sofort die Auswurftaste für ihr Gehirnchen drücken. ⏏️

Um Ihre Entschädigung zu erhalten, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren zuständigen Sachbearbeiter.

Sachbearbeiter:
Herr Hartmut Wenner
E-Mail: compensationunitednations998@gmail.com

Bitte auf gar keinen Fall an die Absenderadresse antworten, sonst kommt die Antwort nicht bei den Betrügern an.

Entf! 🗑️