Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Informatives“

Dein Airbnb-Guthaben im Wert von 1000 €

Dienstag, 23. Juni 2026

Das ist natürlich…

Von: Airbnb <newsletter.rsgbgo@micropayment.de>

…nicht Airbnb, diese verachtenswerte Unternehmung, die dafür sorgt und damit ihren Reibach macht, dass in Zeiten des Wohnungsmangels und drohender Obdachlosigkeit selbst noch für Vollzeit arbeitende Menschen die bestehenden Mietwohnungen in sehr lukrative wilde Hotels umgewandelt werden. Von armen Menschen möchte ich da gar nicht erst anfangen. Möge diese menschenfeindliche Unternehmung stinken und brennen ewiglich! 🖕️

Nein, das hier ist noch schlimmer und ekelhafter. Es ist Spam. Von Spammern. Asozialen Spammern, denen es völlig egal ist, dass das, was sie tun, illegal ist. Oder klarer ausgedrückt: Von Kriminellen. Hier gibt es keine tausend Euro. Hier gibt es ein obskures Gewinnspiel, dessen Ausgang niemand überprüfen kann. Die Daten, die man „für seine Teilnahme“ eingibt, gehen direkt an Kriminelle.

Hallo!

Heute aber mal wieder genau mein Name! 😆️

Schon Pläne fürs nächste Wochenende oder den Urlaub? Dann handeln Sie jetzt: Es gibt Airbnb-Guthaben im Wert von 1000 € – perfekt für Ihren nächsten Städtetrip, Strandurlaub oder eine Auszeit in der Natur.

Nein, ich bin arm und wohnungslos – und ich mache das hier auch nicht mehr sehr lange, weil ich es nicht mehr sehr lange kann. Alles hat einmal ein Ende. Nur die Spam nicht.

Aber oh: In der Natur gibt es Airbnb? 😂️

Sie sind in weniger als einer Minute dabei: ein Klick, kurze Anmeldung – und schon sind Sie registriert. Danach heißt es nur noch: Daumen drücken!

Wieso „Daumen drücken“. Ich denke, es geht um „mein Guthaben“, das ich jetzt schon habe. Ach, das war Lüge, in Wirklichkeit geht es um meine Chance bei einer angeblichen Verlosung von Spammern und Betrügern? Danke, mehr brauche ich nicht zu wissen. Vor meinem Arsch ist übrigens auch kein Gitter. 🖕️

Das Beste: gratis, schnell erledigt und exklusiv für Newsletter-Leser.

Das hier ist kein „Newsletter“. Den hätte ich bestellt. Das hier ist eine illegale und asoziale Spam, versendet von Kriminellen. An jede Mailadresse, die man irgendwo einsammeln kann. Meist illegal eingesammelt oder in den dunklen Ecken des Internets von anderen Kriminellen gekauft. Dieser Müll geht zum Beispiel an eine Mailadresse, die ich bei einer Registrierung in einem Webforum verwendet habe, das vor rd. vier Jahren von Kriminellen gecrackt wurde. Ja, ich mache mir für jeden Zweck eine eigene Mailadresse, und ich empfehle das zur Nachahmung, weil man so völlig spamverseuchte Mailadressen einfach „abstoßen“ kann und weil man so auch mal erfährt, wo die Daten der Spammer überhaupt herkommen. An den „Datenschutz“ sollte niemand mehr glauben. Der „Datenschutz“ ist überall auf der Welt eine Farce. Selbst gröbste Verstöße und Fahrlässigkeiten haben keine Konsequenzen für die Datenschleuderer, während privaten Mitgestaltern des Webs das Leben jedes Jahr ein bisschen schwerer gemacht wird. Der einzige Datenschutz, der wirklich funktioniert, ist absolute Datensparsamkeit. Wo das nicht geht, braucht man halt ein paar Tricks und Mittel, um sich die Zustände erträglich zu machen.

Was überhaupt keinen Datenschutz zur Folge hat: Cookiebanner. Die nerven nur. Was einen Datenschutz zur Folge hätte: Ein gesetzliches Verbot unnötiger Datensammlung und Überwachung, begleitet von empfindlichen juristischen Konsequenzen für alle, die dagegen verstoßen oder an solchen Verstößen mitarbeiten, bis hin zu Haftstrafen. Das ist aber parteiübergreifend politisch nicht gewünscht, es geht ja nicht um Schwarzfahrer oder Mülltonnenbrötchendiebe, verflucht und verknastet seien sie, denn sie sind arm. Wie sagte es die Totengräberin der Bundesrepublik Deutschland, Kanzlerin Angela „Neuland“ Merkel (CDU) doch so schön: „Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts“. Jetzt haben wir den vergammelten Salat in bitterer, kriminalitätsfördernder Pampe. Guten Appetit! Schmeckt auch ein bisschen nach Bananengeschmack. Nicht nach Banane, nach Bananengeschmack. Hmmm! Lecker! 🍌️

Wer früh klickt, ist zuerst dabei.

Und wer früh stirbt, ist länger tot.

» JETZT CHANCE SICHERN «

Der Link geht in die Cloud von Google, dem dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers. Aber dort gibt es erstmal nur eine Weiterleitung…

$ lynx -source https://storage.googleapis.com/ew6k6cbfksaz8ol3vdf5nej8nsfwe/airbnperzaewfskljsxqy26podgvcnytgd7ordzaewxcl.html | grep -i refresh
<meta http-equiv="refresh" content="0; url=https://1clingeration.com/?a=1096&oc=26766&c=69478&m=3&s1=&s2=ujisz#" />
$ surbl 1clingeration.com
1clingeration.com	okay
$ _

…in die Domain 1clingeration.com, die wegen solcher Tricksereien leider immer noch nicht auf den Blacklists steht. Aber das kommt noch. Google gehört in seiner völligen Gleichgültigkeit beim Missbrauch durch Spammer meiner bescheidenen Meinung nach auch auf sämtliche Blacklists. Aber das kommt leider nie. Und so geht es weiter und weiter und weiter.

Jetzt aber erstmal eine kleine, lehrreiche Exkursion:

Vier junge Frauen mit Rucksäcken, farbenfroher Outdoor-Kleidung, Gummistiefeln und bunten Haaren wandern und waten gemeinsam durch ein schlammiges Sumpfgebiet. Darüber der Text: Aus den Biotopen des Internetsumpfes. Dieses in meinen Augen entzückende Bild habe ich im Jahr 2023 bei einem angelernten neuronalen Netzwerk erpromptet, als solche Bilder zwar Fehler hatten, aber noch nicht so kitschig und durchschnittlich wie heute aussahen. Dafür hat sich also keine junge Frau schmutzig gemacht.

Natürlich sind wir damit noch lange nicht am Ende der obskuren Weiterleitungen. Denn Spammer setzen nun einmal keine direkten Links, wie das ansonsten jeder denkende und fühlende Mensch allein deshalb macht, weil es einfach, direkt, irritationsfrei und schnell ist. Spammer wollen aber verhindern, dass ihre betrügerischen und üblen Websites ganz schnell auf den Blacklists landen, so dass naive Menschen, die in eine Spam klicken, noch einmal deutlich von ihrem Webbrowser gewarnt werden, und deshalb versuchen sie, so gut wie möglich zu verschleiern, wo die Reise hingeht. Hier gibt es mal wieder eine richtige Weiterleitungskette mit mehreren Stationen wie in alten Zeiten der Spam, als die betrügerischen Online-Casinos und betrügerischen Bitcoin-Reichwerdmethoden hinter gar nicht genug Weiterleitungen versteckt werden konnten – und trotzdem häufiger ihre Domains wechseln mussten, als ein Reinlichkeitsfanatiker mit ausgeprägter Neurose seine Unterwäsche wechselt:

$ location-cascade "https://1clingeration.com/?a=1096&oc=26766&c=69478&m=3&s1=&s2=ujisz#"
     1	https://makedealsnow.com/?a=1096&oc=26766&c=69478&m=3&s1=&s2=ujisz&ckmguid=8dbfe6eb-4a92-45b6-a5d5-2b134222bd2b
     2	https://we-do-yter.com/?E=mnWu5HsHWpJALQlp1ah2f83Z2lyxeAsH&s1=1096&s2=435638277
     3	https://we-do-xter.com/?E=mnWu5HsHWpJALQlp1ah2f83Z2lyxeAsH&s1=1096&s2=435638277&ckmguid=df84a605-172a-4fc4-831d-54dcc9c48177
     4	https://ihre-beste-chance.de/de,airbnb,1000,tmp,190,(old,171),optin,popup,glg,aff_3568.html?idPartner=1601&subId=142&subIdentifier=1096&additionalParamString=919-38968532&tpid=25
     5	https://1000-air-5394.top-chancen24-7.de/campaign_5394.html?coyoteAffiliTokenId=563540902&additionalParamString=919-38968532&tpid=25&
$ surbl top-chancen24-7.de
top-chancen24-7.de	okay
$ surbl ihre-beste-chance.de
ihre-beste-chance.de	LISTED: ABUSE
$ _

So so, „Top-Chancen 24-7″ und „Ihre beste Chance“. Das sind ja mal wieder Domains, die nur beim Hinschauen ein kleines bisschen nach völlig unseriöser, vorsätzlich irreführender und grenzkrimineller Geschäftemacherei aussehen. Aber immerhin: Das letzte Glied der Weiterleitungskette steht schon längst wegen Spam, Spam und noch mehr Spam in den Blacklists. Sicherlich wohlverdient.

Apropos tolle Domains:

$ lynx -dump "https://1000-air-5394.top-chancen24-7.de/campaign_5394.html?coyoteAffiliTokenId=563540902&additionalParamString=919-38968532&tpid=25&" | sed -n 3,21p
   Global Lead Generation Ltd

   20-22 Wenlock Road,
   LondonEngland,
   N1 7GU

   Der Verantwortliche ist unter der Registernummer 13045647 bei der
   zuständigen Aufsichtsbehörde in England und Wales eingetragen.

   Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

   E-Mail: info(at)global-48.com

   Urheberrechte

   Die Rechte für alle Texte, die Grafiken sowie das Layout sowie der
   HTML-Code und die Skripte liegen bei der Global Lead Generation Ltd.
   Jede Form der weiteren Nutzung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung
   durch den jeweiligen Inhaber der Rechte.
$ _

Irgendwas mit „Global 48″ haben die Spammer auch. Was die 48 bedeuten soll? Keine Ahnung. Drei mal die vier zum Quadrat vielleicht? Nein, so umständliches Rechnen mit einer Primfaktorzerlegung als Zwischenschritt können die Spammer sicherlich nicht. Nur 48 Stunden für die Opfer aus aller Welt, bis sie die ersten unerwünschten Folgen des spambetriebenen Schwindels spüren? Das könnte eher hinkommen. 😁️

Und ein kleines Déjà vu gibt es auch noch in diesem Sumpf: Die Wenlock Road in London ist bei Spamgenießern seit vielen Jahren wohlbekannt – für die jahrelangen illegalen Machenschaften der kriminellen Spamklitschen Terminal24 Holiday Ltd und Pixel ProMarketing S.L.. Damit war jetzt längere Zeit Ruhe, und ich habe diesen dummen Müll gar nicht vermisst. Der Verdacht, dass die „Pixelproster“ nach etwas längerer Pause unter frisch erlogenem Namen und mit neuem Spamskript neu angefangen haben, wurde hier schon von meinem Leser J.R. in den Kommentaren geäußert. Und kaum schaut man mal etwas genauer hin, was angesichts der manifesten Blödheit dieser Spams nicht gerade Lustgefühle auslöst, schon passt das verblüffend gut.

Aber immerhin, nach vielen von der Rabattbande geprägten Wochen ist es mal etwas Altes, was hier für „Abwechslung“ in der Spamkloake sorgt. Übrigens heute auch mit „Rossmann-Gutscheinen“, „kostenlosem 49 € Deutschland-Ticket für ein Jahr“ (dass es inzwischen und schon seit längerer Zeit 63 € kostet, haben die Spammer im Ausland oder die von ihnen verwendeten angelernten neuronalen Netzwerke noch nicht mitbekommen), „Umfrage von Tchibo“ und „Tausende Euro im Monat einfach simsalabim aus der Steckdose ziehen“ im Pesteingang. Das kommt alles klar von den gleichen Leuten wie diese Spam mit „Dein Airbnb-Guthaben“. Die lassen gerade – genau wie damals – keinen Betrug aus.

Jetzt aber genug Exkursion für heute. Bitte die Stiefel saubermachen!

Wir drücken Ihnen die Daumen und wünschen viel Glück!
Ihre Paula Becker vom Gewinnspiel-Team

Den Menschen, die auf solche Spam reinfallen, kann ich nur beim nächsten Mal mehr Glück beim Denken wünschen. Sie scheinen es zu brauchen. 🍀️

Ach, die denken gar nicht vorm Klicken? Schade.

Consumer Offers Network
Potsdamer Platz 10
10785 Berlin
Germany

Wie, doch nicht der Briefkasten in der Wenlock Road in London? Ich will es mal so sagen: Das angebliche Unternehmen mit der Quatschfirmierung „Cosumer Offers Network“ hat keinen Eintrag bei Google Maps am Potsdamer Platz [Warnung: Der Link führt zu Google, dem dicksten Kumpel und Komplizen der Spammer und Betrüger]. Auch bei OpenStreetMap findet sich kein Eintrag. Auch Hausnummern sucht man am Potsdamer Platz vergeblich, obwohl Berlin sicherlich gut erfasst sein wird. Es gibt ja doch so ein paar Leute in Berlin… 😉️

Wer in Berlin lebt, kann ja mal nachschauen, ob es am Potsdamer Platz in unmittelbarer Nähe des Bundesministeriums für Unwelt, Naturschmutz und Nuklearunfälle eine Klitsche namens „Consumer Offers Network“ gibt. Ich habe mich eben übrigens verschrieben, das ist aber schon korrigiert. Statt Offers schrieb ich Offerings. Der Verschreiber macht mir ganz komische Bilder im Kopf; Bilder von dunklen Ritualen, bei denen Verbraucher feierlich geopfert und ausgeschlachtet werden, während im Hintergrund die Kassen von Verbrechern klingeln.

Die gesetzlichen Anforderungen an ein E-Mail-Impressum für gewerbliche E-Mail würden von dieser Angabe nicht einmal erfüllt, wenn sie stimmte. Aber das ist diesem widerlichen Pack, das gar nicht legal sein will, ja völlig egal.

Unsubscribe | Privacy Policy | Terms & Conditions

Alle drei Links sind Verarschung und Dummenfang. Sie gehen auf genau die gleiche URI wie der Link „Jetzt Chance sichern“.

You are receiving this email because you subscribed to receive promotional offers and partner updates. If you no longer wish to receive these emails, please use the unsubscribe link above.

Ich habe ganz bestimmt nichts abonniert. Und ich werde ganz bestimmt keinen Link klicken, der nur gesetzt wurde, um naive Menschen zu verarschen.

© 2026 Consumer Offers Network

Keine Spam ist vollständig ohne eine solche juratümelnde Proklamation eines „geistigen Eigentums“ auf einen Text, der Begriffe wie „schützenswerte Schöpfungshöhe“ nicht einmal aus der Ferne gesehen hat. Verklag mich doch für mein Vollzitat, Spammer!

Aber immerhin: Das Jahr stimmt. Das schafft nicht jeder. 👍️

Entf! 🗑️

Das versteckte Tool, um tausende pro Monat zu verdienen

Montag, 22. Juni 2026

Nein, Günther Jauch hat mit dieser Spam nichts zu tun. Der hat es übrigens auch gar nicht nötig, windige Kryptogeld-Reichwerdmethoden aus der Spam auszuprobieren. Der hat sein Geld auch nicht mit so einem Müll gemacht, sondern, indem er hochdotierte Verträge mit dem Gossenfernsehen ausgehandelt und abgeschlossen hat.

Die sehr aufwändige – und, ich sage es ungern: gelungene – HTML-Formatierung dieses E-Mülls einer Betrügerbande werde ich hier nicht nachzubauen versuchen. Zum Glück wird diese Spam sehr sicher als Spam erkannt und aussortiert. Sie sollte in dieser Form nicht einmal durch einen lax eingestellten Spamfilter hindurchpassen. Versendet wurde die Spam über einen thailändischen Dienstleister, und die gefälschten Mailheader sehen für mich so unvertraut aus, dass ich denke, dass ich es mit einer neuen Bande zu tun habe und nicht mit der sonst allgegenwärtigen Rabattbande. Aber vielleicht hat auch nur eine alte Bande mal kurz das angelernte neuronale Netzwerk gepromptet, um an ein neues oder verbessertes Spamskript und an eine hübschere grafische Gestaltung zu kommen. Eine gewisse „Strokeligkeit“ und „Experimentierphase“ hinter der recht eleganten Formatierung ist durchaus noch zu bemerken. Die Header, die eine „Newsgroup“ vortäuschen sollen, werden wohl oft zum Aussortieren führen, weil entsprechende Mechanismen bei Google, dem dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers, seit Jahren für den Spamversand missbraucht werden. Aber das angelernte neuronale Netzwerk weiß das nicht.

So weit das Neue. Technisch. Nicht inhaltlich. Inhaltlich ist es der übliche Betrug der Marke „Jedes dressierte Kuschelkaninchen kann ohne Kenntnisse mit Kryptogeld reich werden, indem es sich das Geld einfach aus der Steckdose zieht, denn Verluste beim Handel gibt es nicht und deshalb wird jeder, der da mitmacht, reich“. Mit dem bekannten Computerfachmann Günther Jauch als Werbeträger, der uns vermutlich nicht einmal aus dem Stehgreif erklären könnte, was der Unterschied zwischen analog und digital ist, und erst recht nicht, mit welchem kryptologischen Methodenapparat und Aufwand Bitcoin überhaupt funktioniert.

Natürlich ist das ein Betrug. Mit dem eingezahlten Geld werden keine Bitcoin gehandelt, sondern die Betrügerbande finanziert damit ihren gehobenen Lebensstil. Die Zahlen, die man in irgendeiner App sieht, sind Bullshit und beinahe schon so wertvoll wie Monopolygeld, von dem man wenigstens bunte Zettel hätte. Der persönliche Berater, der irgendwann anruft, „weil es so gut läuft“, hat nur einen Job: Einem noch mehr Geld aus der Tasche zu quasseln. Er ist ein gewerbsmäßiger Betrüger, und alles, was er erzählt, ist Lüge. Wenn man sich irgendwann sein Geld holen will, wird nochmal eine gesalzene „Gebühr fürs Abheben“ oder „für die Transaktion“ oder „für die Steuern“ fällig, die man natürlich Vorkasse bezahlen muss und nicht einfach von seinen in der App angezeigten Bitcoin bezahlen kann. Oft ist der Betrag fünfstellig. Danach bricht der Kontakt ab und man muss endlich feststellen, dass man von Kriminellen bei seiner Gier gepackt und richtig übel abgezogen wurde, während man glaubte, richtig viel Geld zu machen. Die Masche war vor einiger Zeit auch schon Thema in der Tagesschau, nachdem einige naive Geldbesitzer sogar von Millionenbeträgen getrennt wurden. Das kleinere Elend ist für die Tagesschau leider nicht relevant genug, um mal etwas für die lebenspraktische Bildung der Zwangsabgabenzahler zu tun. Auch die Betrugsmethode wurde schon von der Tagesschau erklärt, das ist aber leider nicht mehr im Web verfügbar, weil die Presseverleger in der BRD in den Dunkelkammern des Reichstags eine „Depublizierungspflicht“ für Inhalte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks lobbyistisch durchgesetzt haben, und zwar zum Nachteil aller Menschen in Deutschland. Da wünsche ich aber auch weiterhin viel Spaß, Lesefreude und vorsätzliche Massenverdummung mit den Zeitungen und ihren Websites! Wirklich schade, dass das Pressesterben so langsam geht! Der Name Günther Jauch wird von den Betrügern seit Jahren beim Anwerben neuer Opfer mit Spam und Werbebannern missbraucht und sollte allein deshalb schon alle Alarmglocken klingeln lassen.

Wer mir nicht glauben will, dass es ein Betrug ist, weil die Verheißungen so schön klingen und die Spam so ehrliche Augen hat: Gut so! Man muss wirklich nicht alles glauben, was ein dahergelaufener Blogger im geduldigen Internet behauptet. Bitte einfach mal bei der Polizei fragen, die kennen den Betrug natürlich auch schon! Und zwar schon ganz schön lange! Da sind nämlich sehr viele Menschen drauf reingefallen, als der Bitcoinkurs ein zwar lebenspraktisch völlig unwichtiges, aber wegen der dümmlichen journalistischen Geldanbeterei medial überaus präsentes Thema war. Ohne substanzielle Informationen, aber dafür mit ganz viel Gefasel von „explodierenden Kursen“ und „riesigen Gewinnen“. Das ist eine tolle Verheißung, dass man hokus pokus internet Geld fürs Nichtstun bekommt. Und können muss man auch nichts. Das ist fast so gut wie die Bratwürste im Schlaraffenland, die einem von allein in den Mund fliegen. Die Betrüger konnten ihre wilden Stories direkt am Journalismus anknüpfen, und sie haben dabei alles über den contentindustriellen Journalismus offenbart, was man nur darüber wissen muss: Es ist Massenverdummung und Werbeplatzvermarktung, Hand in Hand, verantwortungslos und vollständig gleichgültig gegenüber den angerichteten Schäden.

Und wie schon gesagt: Günther Jauch hat so etwas nicht nötig. Ob einer der Kandidaten in der eher dümmlichen, die dumme Psyche aufkochenden Rateshow des Trashfernsehens Millionär wird, weiß ich nicht. Aber Günter Jauch wird natürlich Millionär. Er soll angeblich um die 120.000 € pro Folge bekommen. Dafür, dass er Fragen vorliest, die er selbst nicht beantworten könnte. Um an ein solches Jahresgehalt zu kommen, wie Herr Jauch pro Sendung bekommt, müsste man ganz schön viel können. In der geisteskranken Parallelwelt des contentindustriellen Trashfernsehens kriegt man so viel Geld, wenn man nur ein geeigneter Köder ist, um Sendeplätze für die professionell erstellte und niederträchtige Lüge der Reklame vermarkten zu können. Der Wahnsinn der Influencer im Internet wurde schon jahrzehntelang vorher von der Contentindustrie vorweggeschattet. Und beides sind sehr dumme und gefährliche Formen der Erwachsenenbildung. Nach uns die Idiocracy.

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Was Günther Jauch im Live-TV wirklich gesagt hat

Der bekannteste Fernsehmoderator Deutschlands enthüllte eine Methode, die gewöhnlichen Bürgern ermöglicht, unabhängig vom Aktienmarkt finanziell freizukommen — in kürzester Zeit.

"Selbst ein einfacher Angestellter kann mit dieser Methode in wenigen Monaten eine finanzielle Unabhängigkeit erreichen, die früher undenkbar war."

G. Jauch — NDR Talk Show

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Was Nutzer berichten

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Wien, Österreich

„Seriös, schnell und transparent. Die Auszahlung kam innerhalb von 48 Stunden auf mein Konto. Ich empfehle es jedem, der seine Finanzen selbst in die Hand nehmen will.“
Daniel F.
Zürich, Schweiz

Finanz Insight

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Natürlich habe ich mich nicht für irgendeinen „Newsletter“ angemeldet. Aber die Absender sind Betrüger, denen es völlig gleichgültig ist, dass ihr Tun illegal und tief asozial ist, solange nur ihre Kasse stimmt. Denen ist alles egal, solange nur ihre Kasse stimmt.

Und nein, das war noch nicht alles. Das waren nur die Lügen der Betrüger. Da ist noch ein technisches Detail in dieser Spam. Eines, das man nur sieht, wenn man sich den HTML-Quelltext der Spam anschaut, nämlich die folgende abschließende Zeile:

<img alt='' src='https://pital.shop/bXBmUUcvZ2NYakEyelUzcnQ0UUVNcTNYcHJ1MWF4ejd1ZWZpMEFZVThtaEhYeHBkSEl4anhYaGt4bCt0c0lDNGlrM1lOQ2puNlVHZFJRdlhGdHljTE5hSmUwaHVNcElaNS9PK2N5cUZ4dXc9' width='1px' height='1px' style='visibility:hidden'/>

Das ist ein Webbug (ich weiß nicht, ob das in der Wikipedia verwendete Wort „Zählpixel“ sich wirklich durchgesetzt hat): Eine kleine, unsichtbare Grafik, die in eine HTML-formatierte E-Mail eingebettet wird und über ihre eindeutig identifizierend gemachte URI „zurückfunkt“, dass die E-Mail angekommen ist, dass sie gelesen wurde und wann sie gelesen wurde. Damit die Spammer wissen, bei welchen Mailadressen sich das Spammen lohnt. Wenn man seine E-Mail mit einem der beliebten Webmailer innerhalb seines Webbrowsers macht, teilt man den Absendern auch gleich mit, welchen Browser man in welcher Version und welches Betrübssystem man verwendet, was für Kriminelle eine sehr interessante Information sein kann. Kriminelle sind eben kriminell, und Schadsoftware ist ja auch ein kriminelles Geschäft, egal, ob die Fernkontoführung manipuliert wird oder ob einem am Bildschirm „nur“ ein Erpressungstrojaner begrüßt und man seine Datensicherung zurückspielen muss – wenn man eine hat. Wenn man keine hat, hatte man keine wichtigen Daten. Punkt.

Vor dieser – leider auch außerhalb der Internetkriminalität – sehr beliebten Überwachungsmethode schützt wirksam und zuverlässig die Verwendung einer guten Mailsoftware, die in ihren Standardeinstellungen niemals unaufgefordert ein Bild aus dem Web nachlädt. Ich verwende selbst und empfehle deshalb auch den Thunderbird. Datenschutz ist übrigens – anders, als die informationstechnisch analphabetischen Politiker und Journalisten es oft und gern zu glauben scheinen – kein absurder technokratischer Selbstzweck, der auch noch die Wirtschaft behindert, sondern konkreter Menschenschutz. Ganz ähnlich wie eine abschließbare Wohnungstür. Die braucht man auch nicht wirklich, aber dann wird man eben beklaut.

Neu und super! Spam für die „künstliche Intelligenz“

Freitag, 5. Juni 2026

Hier geht es nicht um eine Spam, sondern um einen Link auf einen aktuellen Artikel bei Golem und um ein paar bewertende Worte von mir zu den dort beschriebenen Machenschaften. Leider ist dieser Artikel nicht archivierbar und auch nicht ohne Javascript lesbar, weil man beim „IT-Magazin für Profis“ (also nicht von Profis) den Sinn einer Veröffentlichung im Internet nicht verstanden hat.

Ach ja, diese „künstliche Intelligenz“ die ich bislang vor allem daran bemerkt habe, dass ich mit dem Sperren der Anlernmaterialabgreif-Bots dummer, gieriger und asozialer Unternehmen ohne seriöses Geschäftsmodell gar nicht mehr hinterher komme, weil die weder eine robots.txt beachten, noch genug am einmaligen Spiegeln meiner Texte haben, noch irgendeinen zivilisatorischen Standard wie etwas die Angabe eines eindeutigen User-Agent im HTTP-Header einhalten wollen… moment, ich muss mir mal kurz den Schaum vom Mund wischen und die Axt beiseitelegen… also, diese mit Unmengen dummen Geldes vollgesogenen Unternehmen mit ihrer „künstlichen Intelligenz“ bemerke ich sehr deutlich daran, dass der größte Teil des Datenumsatzes von Unser täglich Spam inzwischen von den Bots dieser dummen, gierigen und asozialen Unternehmen verursacht wird. Wenn sie sich doch wenigstens damit begnügen würden, den RSS-Feed abzurufen und sich nur die neuen Beiträge zu saugen, nachdem sie sich die alten Texte schon längst abgeholt haben! Aber nein, die saugen hier täglich alles einmal in sich hinein. Knapp achtzig MiB pro Tag und Bot. Und es ist leider nicht nur ein Bot.

Intelligent sind die Produkte dieser Unternehmen – mit hohem Aufwand und tief asozialen Machenschaften angelernte neuronale Netzwerke – allerdings nicht. Und sie wissen auch nichts.

Aber sie werden schon mit Spam bombardiert, diese angelernten neuronalen Netzwerke. Warum? Nur, damit ihre Nutzer mit Spam aus den angelernten neuronalen Netzwerken bombadiert werden, wo sie keine Spam erwarten:

Die Moderatoren des Subreddits R/Biohackers beschränken Beiträge über Peptide und Hormonersatztherapien. Neue Beiträge zu diesen Themen würden künftig in wöchentliche Sammelthreads umgeleitet, da die Situation für das Team untragbar geworden sei, hieß es.

Die Verantwortlichen reagieren damit auf die systematische Manipulation des Forums durch Werbefirmen. Diese nutzen KI-Suchmaschinenoptimierung (AEO), um die Antworten von Large Language Models zu manipulieren. Da KI-Tools wie ChatGPT oder Googles KI-Suche häufig Reddit als Datenquelle nutzen, versuchen Unternehmen, ihre Markennennungen gezielt im Quellmaterial zu platzieren.

Die Methoden der Marketingagenturen sind laut den Moderatoren hoch entwickelt. Anbieter wie Redrover werben offen damit, KI-Agenten einzusetzen, um Inhalte skaliert auf Google, ChatGPT und Reddit zu veröffentlichen. Dabei werden bevorzugte Anfragemuster von LLMs analysiert. Agenturen erstellen vage Fragen mit hoher Reichweite, um Interaktionen echter Nutzer zu erzeugen.

In diesen Diskussionen werden anschließend Markennennungen platziert. Um der Erkennung zu entgehen, nutzen die Firmen menschliche Konten, die für die Werbung bezahlt werden, oder aufgewärmte Profile mit einer Historie, die organisch wirken soll

Golem, „Forenmanipulation: Firmen manipulieren Reddit für KI-Bots“, 5. Juni 2026

Dass ein paar Forenmoderatoren unter dieser alles mit sich reißenden Spamflut nur noch Scheiße schaufeln, interessiert die „Marketingagenturen“, die mit dem Wort „professionelle asoziale Spammer, die mit ihrem Tun um eine übertrieben brutale Tracht Prügel und ein halbes Jahr im Krankenhaus flehen“ viel trefflicher bezeichnet würden, nicht die Bohne. Wenn Leute an einer so beworbenen Quacksalberpampe sterben, interessiert sie es übrigens auch nicht.

Ich will es mal so sagen: „Künstliche Intelligenz“ bringt uns nicht das Paradies, sondern einen Zustand, in dem angelernte neuronale Netzwerke für uns schreiben, dichten, musizieren und malen, während wir weiterhin schuften, wuppen, malochen und knechten, und das seit Jahren zu sinkenden Reallöhnen. Andersherum wäre es mir lieber.

Stattdessen bringt „künstliche Intelligenz“ eine mittelbare Vergiftung menschlicher Kommunikationsräume mit Spam, Spam und noch mehr Spam, weil irgendwelche windigen Unternehmen, denen ich von ganzem Herzen den Bankrott wünsche, über diesen Weg das Anlernmaterial manipulieren. Ich wäre übrigens sehr überrascht, wenn so etwas nur auf Reddit stattfände. Ein weiterer Ort, der fürs Anlernen der neuronalen Netzwerke sehr wichtig ist, ist ja die Wikipedia, die trotz aller erforderlichen Kritik an den dort herrschenden Zuständen wohl eine der größten kollektiven zivilisatorischen Leistungen des 21. Jahrhundets ist. Und dort wird die Spambekämpfung zur ehrenamtlichen Handarbeit.

Als ob das Internet nicht schon kaputt genug wäre!

Geld ist Gift. Geld macht alles Erfreuliche kaputt, was damit in Berührung kommt.

Arthaw

Samstag, 25. April 2026

So nannte sich das hirnlose Gesäuge mit seiner IP-Adresse aus den USA und seinem nicht so gut programmierten Spamskript, das gestern abend um 18:54 Uhr den folgenden Kommentar auf Unser täglich Spam ablegen wollte, aber an seiner technischen Inkompetenz gescheitert ist:

Hi there, blockchain friends!
Wanted to share a detailed piece about market movements.
It compares AI-based strategies in trading world.
Really solid perspective.
[url=https://patriciolessa.com.br/15-best-free-ai-crypto-and-stock-buying-and/] Go to link [/url]

Einmal ganz davon abgesehen, dass dieser Blockchainexperte BBCode in einem WordPress-Blog benutzt, weil das schnell hingepfuschte Spamskript nicht dazu imstande ist, festzustellen, welche Software es zuspammen soll…

$ lynx -mime_header https://spam.tamagothi.de/ | grep -i \<meta | grep -i generator
<meta name="generator" content="WordPress 6.9.4" />
$ _

…obwohl ich gar nicht verberge, dass ich hier ein WordPress verwende, weil ich nichts von einer Security by Obscurity halte¹ – doch selbst dann wäre dieser Müllkommentar aus der leider nur gekünstelt intelligenten Kryptogeldhölle noch automatisch aussortiert worden, weil sich das nicht so gute Spamskript sehr leicht zu Fehlern provozieren lässt.

Einmal ganz von den inhaltlichen Aspekten abgesehen, denn dieser Hirni schreibt ungefähr so etwas:

Hallo, liebe Lottofreunde!
Ich will euch einen ausführlichen Artikel über das Lottospielen vorstellen.
Darin werden KI-basierte Strategien in der Welt der staatlichen Lotterien verglichen.
Eine wirklich fundierte Sichtweise
Geh mal auf den Link

Nein, ein angelerntes neuronales Netzwerk kann nicht besser mit Kryptogeld spekulieren als es Lotto spielen kann. Wenn ich hier etwas ausführlicher darlege, warum das so ist, wird dieser Artikel überlang, und ich schreibe vermutlich auch länger als einen Tag daran. Deshalb nur eine ganz kurze Zusammenfassung:

Der Kurs von Kryptogeld ist, wie jeder hauptsächlich von Spekulation geprägte Marktpreis, multikausal und seine Entwicklung über die Zeit hat keine offensichtliche oder gar vorhersagbare Struktur. Ein angelerntes neuronales Netzwerk – von Politikern, Journalisten und anderen digitaltechnischen Analphabeten durchgehend mit dem Reklamewort „künstliche Intelligenz“ bezeichnet – ist zwar sehr gut darin, Muster in Daten zu finden, aber es wird auch Muster finden, wo sie gar nicht vorhanden sind. Politiker, Journalisten und andere digitaltechnische Analphabeten sprechen dann davon, dass das angelernte neuronale Netzwerk „halluziniere“, obwohl eine Rechenmaschine gar nicht halluzinieren kann, sondern nur rechnen. Menschen können hingegen ganz prächtig halluzinieren. Vor allem, wenn es um Geld geht. Da brauchen sie gar keine weiteren Rauschmittel.

Es gibt übrigens keine Möglichkeit, solche von einem angelernten neuronalen Netzwerk falsch erkannten Muster von wirklich auftretenden Mustern zu unterscheiden. Wenn man ein neuronales Netzwerk mit den bisherigen Ziehungen der Lottozahlen anlernte, würde es sicherlich auch darin „Muster“ finden. Diese wären für die Vorhersage der nächsten Ziehungen ungefähr so hilfreich wie die Phrasenausstellung eines Horoskopes. Heute ist übrigens ein guter Tag für die Liebe. Ein guter Tag, um etwas zu lernen und ein bisschen schlauer zu werden, kommt im Horoskop leider niemals vor. Das wäre auch wirklich schlecht für das Geschäftsmodell des Astrologen. 😁️

Leute, die erzählen, dass man mit Hilfe so genannter „künstlicher Intelligenz“ besser mit Kryptogeld spekulieren könne, lügen. Ja, sie sagen bewusst die Unwahrheit, um euch abzuziehen. Wie ein Betrüger. Das gilt übrigens auch, wenn sie es in leider legaler Reklame erzählen und nicht, wie hier, in einer dummen, technisch inkompetenten Spam. Das kann man auch sehr einfach einsehen: Sie würden nämlich mit ihrer tollen Methode ganz einfach selbst reich werden, statt ihre Methode zu verkaufen. Dazu kommt, dass an keinem Markt dieser Welt Geld entsteht. Es wird immer nur Geld umverteilt. Die Gesamtmenge dieses Geldes ist begrenzt. Jemand, der seinen angeblichen Vorteil an diesem Markt verkauft und andere in den Genuss des gleichen Vorteils bringt, würde also seinen eigenen Reibach aus dem Handelsgeschehen kleiner machen. Das wäre sehr, sehr dumm. Bei einem Kurs, der rein spekulativ ist, wie etwa der Kurs des als Zahlungsmittel für den Alltag unbrauchbaren und gescheiterten Kryptogeldes², wäre es dumm, dämlich, blöd und hirnverbrannt. Niemand, der wirklich die Fähigkeit hätte, solche Methoden zu entwickeln, würde den Lohn für seine Mühe so entschlossen im Klo runterspülen. Jede Reklame, und erst recht jede Spam für Reichwerdmethoden mit Kryptogeld ist ein selbst aufgestelltes Denkmal der quietschenden Dummheit derer, die dafür spammen und werben. Außer natürlich, es funktioniert gar nicht und soll nur dazu dienen, naive und gierige Menschen von ihrem Geld zu trennen. Denn Betrüger wissen ja aus Berufserfahrung, wie viele gierverdummte Menschen es gibt, die keine technischen Kenntnisse haben und alles glauben, was man ihnen erzählt, wenn man sie dabei nur an Geld glauben lässt. Sie leben davon.

Ich hoffe, dass das verständlich genug ist.

Denn jeder Mensch kann mit seinem Geld etwas besseres anfangen, als solchen Betrügern den verfeinerten Lebensstil zu finanzieren.

Und jetzt noch ein paar grob sortierte Gedanken über die so genannte „künstliche Intelligenz“ in großen Sprachmodellen, mit der sich gerade die halbe Welt verrückt machen lässt. Der Text ist etwas überlang und könnte besser strukturiert sein… 😉️

¹Selbst, wenn ich diese Angabe unterbinden würde – dafür gibt es fertige Addons – gäbe es noch die WordPress typische Verzeichnisstruktur und etliche kleine Eigenarten im HTML-Quelltext, die klar auf WordPress hindeuteten. Jedes aufgeweckte Kind kann ein paar Zeilen recht einfaches Skript schreiben, um WordPress zu erkennen.

²Kryptogeld wird beinahe nur noch in kriminellen Schattenwirtschaften als das benutzt, was es eigentlich mal werden sollte: Als ein Zahlungsmittel. Dort nimmt man die schweren Nachteile in Kauf, weil es mit Kryptogeld relativ einfach ist, die Geldflüsse zu verschleiern, um besser anonym zu bleiben. Denn kein Krimineller trägt gern Handschelle.

~""The Lions Spray enthüllt das Diät-Spray Mounjaslim"".

Donnerstag, 29. Januar 2026

👉️ Am Ende dieses Textes gibt es noch eine leckere Anmerkung zu Trustpilot und vergleichbaren populären Bewertungsplattformen.

Diese jedem Spamgenießer wohlbekannte Bande schafft es vermutlich nicht mehr, das von ihr verwendete Spamskript zu verstehen, damit der Betreff nicht mehr so zerschossen aussieht. Um so besser, denn die absurden Anführungszeichen und immer wieder auftauchenden Sonderzeichen im Betreff machen die Spamfilterung sehr einfach.

So so, ein Löwenspray enthüllt also das Diätspray. Schade, ich bin ein Mensch. Und zwar einer, der ein ganz bestimmtes, sehr dummes Wort schon seit mehreren Tagen nicht mehr in seiner Spam ertragen musste: „Fettverbrennung“. Aber damit ist jetzt Schluss. Die chinesische Wasserfolter kommt zurück. Die Quacksalber aus der Spam suchen händeringend nach Formulierungen und Quatschmarkennamen, um wieder so viel Geld wie früher aus den leichtgläubigen Menschen mit gestörtem Selbstbild herauszuziehen und schrecken dabei auch nicht davor zurück, einfach noch einmal die bewährten Begrife von damals zu verwenden. Nur Ella Schmitz hat noch eine kleine Pause. Aber die kommt vermutlich auch bald zurück.

Der heutige Bullshit – natürlich einmal mehr aus der Cloud des dicksten und zuverlässigsten Kumpels und Komplizen des Spammers, Quacksalbers und Betrügers, aus der Cloud von Google, versendet, und natürlich einmal mehr die rd. 211 KiB fette JPEG-Grafik ebenfalls aus der Google-Cloud nachladend, wenn man eine unsicher konfigurierte Mailsoftware verwendet, die so etwas nachlädt – sieht so aus:

The Lions Spray Einblicke

Die Höhle der Löwen -- Abbildung -- [Meinen Löwen-Vorteil sichern -- Mounjaslim Spray: Fettverbrennung in nur 5 Sprühstößen -- Abbildung -- In Die Höhle der Löwen investierte erstmals die gesamte Jursy Millionen in ein einziges Abnehmprodukt. Mounjaslim setzt auf eine patentierte Spray-Formel, die Wirkstoffe direkt über die Mundschleimhaut aufnimmt, ohne Umweg über den Magen. Klinisch getestet, von Expertinnen entwickelt und aktuel nur kurzzeitig zum Löwen-Spezialpreis verfügbar -- [Ist das Spray noch verfügbar?]

Natürlich hat diese Sendung von Die Höhle der Löwen niemals stattgefunden, aber zum Ausgleich dafür wurde die gespammte Behauptung, dass erstmals die gesamte Jury Millionen investiert hat, schon für alles mögliche verwendet: Reichwerdmethoden, Pimmelpillen und Schlank­heits­mit­tel.

Natürlich wirkt dieses Zeug nicht. Außer gegen das lästige Schwerer-Geldbeutel-Syndrom. Denn die wirkungslosen Quacksalbereien sind mit rd. fünfzig Euro für eine kleine Flasche Nahrungsergänzungsplörre mit angeblich fruchtigem Geschmack gnadenlos überteuert. Und wenn man mit der Kreditkarte bezahlt, sollte man nicht überrascht sein, wenn diese Kreditkarte hinterher für alle möglichen Betrugsgeschäfte benutzt wird.

Denn mit einer Spam kommt niemals etwas Gutes.

Natürlich wird auch Trustpilot wieder mit gekauften Lügenbewertungen zugespammt. So ein guter Service, so eine unkomplizierte Bestellung, so eine schnelle Lieferung, so natürliche Inhaltsstoffe und dergleichen mechanische Lügen in gekauften Produktbewertungen mehr. Aber inwzwischen gibt es auch eininge echte Erfahrungen, die dort ebenfalls berichtet werden, wenn man ein bisschen scrollt. Es sind die Erfahrungen von Betrogenen. Hier nur eine kleine Auswahl:

  • Füe mich die reinste Abzocke und…

    Füe mich die reinste Abzocke und irrefphrende Versprechungen Null Wirkung nichts als Bobonwasser ,ich Ernährung umgestellt Sport 100km in Woch ,kein gramm verloren mit diesrn Spray ,würde gern mal in einen Labor die echte Wirksamjeir prüfen lassen

    Die Laboruntersuchung bei Produkten eines „Unternehmens für Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel“ kann man sich vermutlich sparen. Versprechungen, die vorsätzlich einen falschen Eindruck erwecken, umgangssprachlich auch „Lügen“ genannt, spürt man nicht in Laboren auf. Übrigens geht es, wenn man abnehmen möchte, nicht darum, dass man sich mehr in den Mund macht, sondern weniger. Wer das weiß, kann viel Geld sparen und sich viele Enttäuschungen ersparen.

  • Ich verwende das Spray seit 10 Tagen…

    Ich verwende das Spray seit 10 Tagen und habe nicht abgenommen. Das Geld kann man anders ausgeben, bringt gar nichts

    Das gilt für jedes mit Spam angebotene Produkt, und es gilt für sehr viele mit leider immer noch legaler Reklame angebotene Produkte genauso. Wo Werbung schon Lüge ist, da ist illegale und asoziale Spam klarer Betrug.

  • Man belügen die Kunden

    Ich verstehe nicht das man eine Werbung mit Mounjaslim macht von dm wohl das Produkt nicht beim dm gibt. Das ist für mich ein Betrug.

    Oh, die Marke „dm“ wird von den Spammern auch in den kriminellen Dreck gezogen, nicht nur die Marke „Die Höhle der Löwen“? Na ja, ist ja auch nicht deren Marke, und die Folgen dessen, was man tut, sind Kriminellen nun einmal egal.

  • Es kam schnell

    Es kam schnell. Aber es zeigt keine Wirkung. Wie schon jemand geschrieben hat, ist sein Geld nicht wert. Kundenservice angeschrieben wegen Rücksendung, schaun wir mal, sollte ja möglich sein. Ich werde dann updaten.

    Na, dann kommt ja bald die nächste Erfahrung: Der Kundenservice. Das mit der Rücksendung wird nicht klappen. Das Geld ist weg. Es ist Betrug.

  • Und zu schlechter Letzt noch die naheliegende Frage in englischer Sprache zu den ganzen positiven Bewertungen auf Trustpilot:

    Why do none of your reviews make any…

    Why do none of your reviews make any reference to their weight loss experience with mounjaslim spray?

    Warum keine Produktbewertung von einer Gewichtsreduktion lügt? Die Frage beantworte ich gern: Weil es eingekaufte Bewertungen sind, am Fließband von spammenden Billigarbeitern aus meist bettelarmen Ländern wie Benin ins Textfeld kopiert. Die Texte müssen für jeden Quatsch passen, von der Schlankheitspille bis zum Zaubergerät, das die Stromrechnung halbiert. Es ist Spam. Trustpilot wird mit Spam nur so geflutet, damit das Geschäft mit einer neuen Quatschmarke der Spammer wenigstens für ein paar Tage ganz gut läuft. Es ist Spam. Mechanisch, dumm und asozial. Und immer eine Lüge, genau so wie die leider legale Reklame. Neuerdings werden sogar angelernte neuronale Netzwerke damit angelernt, damit man auch Spam „genießen“ kann, wenn man mit seinem „künstlich intelligenten“ Chatbot chattet.

Zum Abschluss noch ein persönliches Wort:

Ich hatte übrigens auch einmal einen Account bei Trustpilot. Ich habe ihn nicht mehr. Das hat einen Grund. Ich habe dort mehrfach Produkte bewertet, für die massiv gespammt wurde und habe in meiner Bewertung darauf hingewiesen, dass Spam ein sehr schlechtes Zeichen ist, vor allem, wenn sie Wunder und das Blaue vom Himmel verspricht. Ich habe das sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache getan. Solche Bewertungen wurden von Trustpilot immer wieder gelöscht. Mit der Begründung, dass ich ja gar keine wirkliche Erfahrung mit dem bewerteten Produkt habe.

Um dort eine Bewertung für einen spammenden Betrüger abgeben zu können, muss man also schon auf den spammenden Betrüger reingefallen sein, also einen Schaden und einen Geldverlust erlitten haben. Das erklärt in meinen Augen die oft schlechte Orthografie und unbeholfene Ausdruckskraft in vielen schlechten Bewertungen für Spamprodukte auf Trustpilot, denn die meisten Menschen, die im Jahr 2026 immer noch auf sehr primitive Spam reinfallen, sind nun einmal nicht so helle. Und das zeigt sich nicht nur beim Kaufen, sondern auch beim Versuch, etwas in Textform mitzuteilen.

Aber mit den spammigen Positivbewertungen scheint Trustpilot nicht das geringste Problem zu haben. Vermutlich wird man nicht von zwielichtigen Unternehmen in rechtsmissbräuchlicher Juraspam verklagt, wenn man so etwas stehenlässt. 😐️

Trustpilot – und vermutlich auch jede andere Plattform zur Produktbewertung, aber ich habe persönlich nur Trustpilot kennengelernt – hat ein massives Spamproblem, was den Nutzen leider stark einschränkt. Es ist zwar noch möglich, durch Lesen die Spambewertungen an ihren sehr allgemeinen Formulierungen als Spam zu erkennen, aber die meisten Menschen werden sich diese Mühe nicht machen, sondern sich am so genannten „Trustscore“ ganz weit oben auf der Seite orientieren. Es ist davon auszugehen, dass diese Form der Spam in absehbarer Zukunft von angelernten neuronalen Netzwerken formuliert wird und dann auch nicht mehr so stark auffällt.

So wird eine ursprünglich gute Idee von den Machenschaften der Spammer zerstört und unbrauchbar gemacht.

Spam macht alles kaputt.

Wer Trustpilot benutzt, sollte das wissen und auch bei auf dem ersten Blick positiven Bewertungen vorsichtig werden. Jeder Mensch kann mit seinem bisschen Geld etwas besseres anfangen, als zum Beispiel für teures Geld eine Zauberpampe zu kaufen, bei der die Flasche und die Pappschachtel in der Herstellung vermutlich teurer als der Inhalt ist.

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Mittwoch, 17. Dezember 2025

Von ADAC? Ich bin da nicht Mitglied. Ich habe nicht einmal einen Führerschein.

Von: ADAC Mitgliedergeschenk <adac@fp.buildfirst.shop>

Der ADAC würde seine eigene Domain verwenden. Dieses Mail ist nicht „von ADAC“, dieses Mail ist „von kriminelle Betrügerbande“. 😅️

Die Zeit
Läuft Ab

Oder von Freund Hein. ⚰️

Letzte Chance, einen brandneuen
Michelin Wagenheber

Aber wann war jetzt meine vorletzte Chance? 🤔️

Beantworte einfach ein paar Fragen und gewinne.

Ich glaube, den Gewinn will ich nicht. Denn…

Deine Chance zu glänzen wartet!

…ich mag nicht mit metallischem Lack besprüht werden. Am Ende glänze ich noch so wie die deutschen Sprachkenntnisse dieses unbekannten Autors.

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Es ist schon merkwürdig. Als ich vor rd. achtzehn Jahren damit anfing, hier über die ganz besonderen Intelligenzleistungen spammender Krimineller zu spotten (und ganz nebenbei ein wenig über ihre Machenschaften aufzuklären), da war gefühlt die ganze Welt am Pokern und Zocken im Abzockcasino. Überall gabs tolle Prämien, Aktionen und Bonusse, und die Texte waren mit schlechten Übelsetzungsprogrammen direkt aus dem Englischen übelsetzt:

Zollfreie Einfuhr in sieben Turniere…

Eine einzige Dada-Maschine! Irgendwann war dann aber der letzte aus der Zielgruppe ein gebranntes Kind. Seitdem höre ich nur noch wenig von „Casinos“ in deutschsprachiger Spam. In indonesischer Kommentarspam hier auf Unser täglich Spam sieht es hingegen völlig anders aus, da gibt es noch so viele Arme und Ungebildete, denen man die letzten Pfennige aus der Tasche klauen kann. Gut, dann sind halt auch ein paar indonesische Wörter auf meine großen Liste von Spamkennzeichen. Gut, dass für Indien meist auf Englisch gespammt wird! 😐️

Und darauf folgend gab es müheloses Reichwerden durch Spekulation in binäre Optionen. Automatisch, ohne Vorkenntnisse und Geld für jeden. Ohne Kenntnisse. Aus der Steckdose. Hokus Pokus Internet. Mit lustigen Websites voller lustiger Details:

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Das Deutsch wurde langsam besser. Man musste schon lesen und verstehen können, um zu bemerken, wie lächerlich es war. Und der Unterschied zwischen „dass“ und „das“ fällt auch vielen native speakers ein bisschen schwer. Selbst ich tendiere dazu, wenn ich unkonzentriert bin, direkt nach einem Komma „dass“ zu schreiben, auch wenn es mal falsch ist. In ihrem Streben nach größeren Zielgruppen für den Betrug – nein, die automatisierten Handelsplattformen gab es nicht, die angezeigten Zahlen waren Bullshit und das „investierte“ Geld ging direkt zum Koksdealer und ins Bordell – wurde die Sprache über Jahre hinweg immer besser. Und als dann endlich genügend durchsickerte, dass „binäre Optionen“ ein legalisiertes Glücksspiel sind und Privatmenschen der Handel mit „binären Optionen“ praktisch verboten wurde, da haben die Betrügerbanden nicht etwa ihre immer lukrativere Betrugsmasche aufgegeben, sondern sind direkt auf das Kryptogeld am Angelhaken umgestiegen. Die meisten ihrer Spams und Websites klangen inzwischen so, als wären sie von Menschen formuliert worden, die im Alltag auch wirklich Deutsch sprechen.

Nur inhaltlich war es immer noch ein „Ziehen sie sich das Geld doch einfach aus der Steckdose“, aber weil Menschen vom Journalismus in der Bundesrepublik Deutschland leider nicht darüber aufgeklärt wurden…

  1. …was Kryptogeld eigentlich ist;
  2. …wie Kryptogeld technisch realisiert wird;
  3. …dass die absurden, aber dennoch oft als Symbolbild zu Kryptogeldartikeln verwendeten „Bitcoin-Münzen“ nichts mit Kryptogeld zu tun haben;
  4. …dass Kryptogeld für seinen einzigen und eigentlichen Anwendungsfall, nämlich die Nutzung als Zahlungsmittel, aus technischen und physikalischen Gründen völlig ungeeignet ist und außerhalb krimineller Schattenwirtschaften auch nicht mehr als Zahlungsmittel genutzt wird; und
  5. …dass der gesamte, stets im Rausch raketengleich zum Himmel aufsteigender Zahlen vermeldete Kurs für Kryptogeld (mit besonderem Fokus auf Bitcoin) eine rein spekulative Erscheinung ist, im Wesentlichen eine Wette darauf, wie viel Geld wohl der nächste Käufer bezahlt;

…sind viele Menschen, darunter durchaus auch formal gebildete und vermögende Menschen, auf den ganzen Betrug mit dem „Geld aus der Steckdose“ reingefallen und haben dabei teilweise Millionenbeträge an Trickbetrüger verloren. Nein, nicht durch Spekulation, sondern durch Betrug. Damit wurde das Thema auch relevant für den gewöhnlichen Journalismus, ganz im Gegensatz zum oft existenziell zerschmetternden Schaden des „armen Schluckers“, der nur ein paar tausend Euro Erspartes verliert oder sich verschuldet, um „investieren“ zu können und dessen Schicksal dem armenhasserischen Journalisten völlig gleichgültig ist. Ja, „investieren“ haben es die Betrüger genannt. Nicht „spekulieren“, was der Wirklichkeit des Kryptogeldes viel näher gekommen wäre. Und für die Wirklichkeit des Betruges wäre eher das Wort „wegschmeißen“ richtig gewesen. Aber das Wichtigste am Betrug ist nun einmal, dass er für die Zielgruppe seriös aussieht. 👔️

Zu guter Letzt haben die ursprünglichen Spammer – Spam ist eine besonders billige Methode der Reklame – sogar mit der E-Mail-Spam aufgehört und stattdessen Werbebanner geschaltet, die dann den Genuss der Zeitungswebsite, des Social-Media-Kanales oder der Videoschleuder mit Betrügerlügen vergällt haben. Denn sie konnten sich das jetzt leisten und haben zum Abschied von ihrer Nummer noch einmal so richtig fett zugelangt. Dies hat sich regelmäßig mit der Aufforderung der Zeitungswebsite, des Social-Media-Kanales oder der Videoschleuder kombiniert, dass man seinen wirksamen Adblocker abschalten solle, wenn man einen benutzt hat. Daran, dass es sich bei dieser Aufforderung um offene Kriminalitätsförderung handelt, hat sich weder der Betreiber der Zeitungswebsite, noch der Betreiber des Social-Media-Kanales, noch der Betreiber der Videoschleuder Gedanken gemacht. Es war für ihn ja nur ein Problem anderer Leute.

Ein weiter Schlenker, ich weiß. Die ganz große Zeit für das „Geld aus der Steckdose“ ist vorbei. Nichts ist so erfolgreich wie ein Betrug, dessen Zeit gekommen ist. Aber irgendwann geht jede Zeit vorüber, und dann hören Betrüger nicht etwa mit dem Betrügen auf, sondern überlegen sich neue Maschen. Sie backen kleinere Brötchen. Und es kommen natürlich neue Betrüger hinzu. Lauter Leute, die sich keine Mühe geben wollen, um an das Geld anderer Leute zu kommen, denn sonst könnten sie ja gleich arbeiten gehen.

Und die Sprache so mancher Spam klingt wieder wie vor achtzehn Jahren. Lächerlich, dadaistisch und unangenehm hirnkitzelnd. Der wichtigste Unterschied: Jetzt kommt sie oft aus dem neuronalen Netzwerk, das von Politikern, Journalisten und anderen digitalen Analphabeten durchgehend mit dem Reklamewort „künstliche Intelligenz“ bezeichnet wird. Diese Spam ist vermutlich ein Beispiel für einen Text, dessen Kern mit einem Prompt erzeugt wurde und anschließend mit einem anderen neuronalen Netzwerk – also mit viel Statistik, aber dafür völlig sprachgefühllos – ins Deutsche übelsetzt wurde. Der als Firmierung missverstandene Vereinsname „ADAC“ wurde vermutlich von einem Menschen nachträglich eingetragen und ersetzte eine ursprünglich andere Firmierung. Mein Exemplar dieser Spam wurde übrigens aus Thailand versendet.

Ich nenne dieses Deutsch meist einfach Gnobbelmatsch. Ich sehe so etwas inzwischen sehr regelmäßig in der Spam. Es ist eigentlich gar nicht so schwierig zu erkennen, wenn die Sprache redundant und repetitiv wird, während die verwendeten Metaphern nur so humpeln und hinken.

Leider werden wir gerade alle an diese Sprache gewöhnt. In journalistischen Produkten, die mit billigem Gnobbelmatsch gefüllt werden, um noch mehr Köder für das eigentliche Geschäft zu haben, für die Vermarktung von Werbeplätzen. Denn der Text, die Meldung, der Kommentar… das alles ist aus der contentindustriellen Logik heraus nicht etwa ein Beitrag zur Volksbildung und lebenspraktischen Ertüchtigung, sondern nur ein Köder. Der eigentliche Inhalt ist die Reklame. Und den nackten Haken beißen die Fischlein nun einmal nicht. Deshalb braucht man Köder. Je billiger der Köder ist, desto besser fürs Geschäft. 🎣️

Diese Ähnlichkeit zwischen Journalismus und Spam ist ein Teil des Problems, und das auch schon seit langem. Es ist kein Zufall, dass die ganzen Reichwerdspammer ihre Betrugswebsites wie Journalismus aussehen ließen, sondern ein Spiegelbild der wesensgleichen Vorgehensweise. Der Mensch, der das entweder gar nicht erst bemerkt oder, wenn er es doch einmal ahnen oder sehen sollte, niemals so deutlich schreiben wird, ist übrigens der schlecht bezahlte Schreibtischtäter, der contentindustrielle Journalist an seinem Texterstellungsplatz. Der hat viel zu viel Angst davor, demnächst von einem angelernten neuronalen Netzwerk ersetzt zu werden und das brutale Hartz VI beantragen zu müssen, das er selbst aktiv mit herbeigeschrieben hat, also verdrängt er lieber. Und zwar zu Recht. Denn eines kann sie schon vortrefflich, die so genannte „künstliche Intelligenz“: Dummheit.

Reichwerdexperten in „Social Media“

Freitag, 12. Dezember 2025

Keine Spam, nur ein Link, der im ausgeweiteten Kontext von Unser täglich Spam interessant ist:

Allgemeine Abzocke
Facebook und nette Kontakte

Ich mag aus einem persönlich dargestellten und sicherlich auch von menschlicher Enttäuschung begleiteten Erlebnis kein Zitat rauspicken, lest bitte einfach dort weiter! So etwas ähnliches kann jedem Menschen passieren, der die so genannten Social Media nutzt. Sowohl von der Seite wirklicher Menschen, die sich über Affiliate-Geschäfte und Kundenanwerbungen Geld verdienen möchten, als auch mit richtigen, fiesen Trickbetrügern, die Menschen aussaugen und wegschmeißen. Ja, es ist mir schon im wirklichen Leben passiert, dass ein Bekannter aus der Schulzeit mir unseriöse Geldanlagen des Finanzparasiten Deutsche Vermögensverwalt… ähm… Vermögensberatung andrehen wollte. Ganz ohne Internet, denn das gabs damals für Privatleute noch gar nicht. Von dem habe ich später auch nichts mehr gehört, als er gemerkt hat, dass er mir nix verkaufen kann. Geld macht Menschen widerlich und das Miteinander zur eiskalten Hölle.

Meine Faustregel: Geld ist Gift. Sobald es um Geld geht, wird alles giftig, so harmlos, verspielt, interessant und warm es auch anmuten mag. Meta, der Betreiber von Facebook und WanzApp, hat übrigens die Daten von 3,5 Milliarden Nutzern [!] „veröffentlicht“, also ohne Zugangsschutz ins offene Internet gestellt und massenhaftes, automatisiertes Mitnehmen dieser Daten ermöglicht; Daten, die durchaus auch zur Grundlage für einen Vortrag fieser, personalisierter Betrugsnummern durch gewerbsmäßige Betrüger werden können. Und leider gibt es Betrüger, und die betrügen, weil sie keine Lust auf eine andere Arbeit haben. Ich empfehle generell den Verzicht auf social media, von mir meistens als S/M abgekürzt. Allein schon aus Datenschutzgründen. Dass es im Fediverse relativ wenig Spam und scheinbar kaum personalisiert vorgetragenen Betrug gibt, dürfte eher dem Nischendasein des Fediverse geschuldet sein, der mir hoffentlich noch lange erhalten bleibt. (Zwischendurch, als viele von Twitter rüberkamen, wurde es wirklich schlimm, aber die ganzen Werber, Journalisten, Spezialexperten und Massenmanipulateure mitsamt Folgschaft sind jetzt alle bei Threads und BlueSky, wo sie offenbar ein gedeihlicheres Umfeld haben.) Es gibt im Fediverse wegen der inhärenten Dezentralität nicht einmal gute Strategien zur Spamabwehr… 😐️

Keine Schadsoftware runterladen!

Mittwoch, 26. November 2025

Ich erwähne es ja eigentlich oft genug: Man braucht in der allgegenwärtigen Barbarei des heutigen Web sowohl einen wirksamen Adblocker, um sich nicht durch Malvertising eine Schadsoftware einzufangen, als auch einen wirksamen Skriptblocker, um den üblichen Javascript-Missbrauch der Kriminellen und der Inhaltevermarkter zu umgehen. Hadmut Danisch hat in seinem Blog ein aktuelles Beispiel dafür, wie Websitebesuchern nach einem Crack einer Website Schadsoftware als „Browserupdate“ aufgedrängt werden soll:

Fallt nicht darauf herein, wenn Euch irgendwelche Webseiten irgendwas anzeigen, auch wenn es wie eine Meldung des Browsers selbst aussieht, dass Euer Browser (oder was auch immer) veraltet sei und dringend ein Update brauche, klicken Sie hier!

Schöne Warnung. Man soll – wohlgemerkt, als „Nur-Anwender“ – also nicht auf etwas hereinfallen, was so aussieht, als sei es eine Warnung des verwendeten Webbrowsers vor einem Sicherheitsproblem. Ich gehe davon aus, dass deutlich über achtzig Prozent der Menschen mit dem Erkennen dieses Angriffs überfordert sind. Denn der Browser präsentiert ja in ganz ähnlicher Form seine echten Sicherheitswarnungen, an die sich genau die gleichen Menschen längst gewöhnt haben. ☹️

Deshalb kann ich bis auf Weiteres nur zwei Dinge empfehlen:

  1. Benutzt einen wirksamen Adblocker, der an der Wurzel verhindert, dass derartige Angriffe über Werbenetzwerke verbreitet werden und euch selbst noch auf Websites begegnen, denen ihr ansonsten vertraut! Solche Angriffe sind nicht so selten, wie ihr glaubt. Und solange Websitebetreiber nicht für die Schäden durch eingebettete Werbebanner in Haftung genommen werden, werden solche Angriffe häufig bleiben.
  2. Benutzt einen wirksamen Skriptblocker, damit nicht jeder Websitebetreiber oder Websitecracker standardmäßig in die Lage versetzt wird, über ein anonymes und technisches Medium beliebigen Code innerhalb eures Webbrowsers auf eurem Computer auszuführen, sondern ihr stattdessen ermächtigt werdet, dieses Privileg selbst einzuräumen, wenn ihr eine Website für vertrauenswürdig haltet.

Beides ist für die wirklich vorgetragenen Angriffe über das Internet wesentlich wichtiger und wirksamer als so genannte „Antivirusprogramme“. Es hilft auch sehr beim Schutz der Privatsphäre vor Ausspähung und Verdatung.

Und nein, ihr könnt euch nicht darauf verlassen, dass sich jemand anders um euren Schutz kümmert. Die Website, auf die Hadmut Danisch Bezug nimmt, wird von Menschen betrieben, die wissen, dass die Website gecrackt wurde und aktuell Schadsoftware verteilt. Dass sie das wissen, bedeutet nicht, dass sie ihre Schadsoftwareschleuder einfach aus dem Web nehmen und den Schaden reparieren. Stattdessen nehmen sie es billigend in Kauf, dass Leser ihrer Website den Schaden haben:

Bevor ich die Seite jetzt aber als Malware-Schleuder hinstelle, habe ich die Redaktion erst einmal angeschrieben und um Stellungnahme gebeten.

Antwort: Wissen wir, wir arbeiten mit Hochdruck dran.

Scheint keine Absicht zu sein. Hört sich eher an, als seien sie gehackt worden, oder habe ihnen ihr Werbedienstleister das eingeschleppt. Ich würde in so einem Fall aber erwarten, dass man die Seite abschaltet, bis man das geklärt und rausgeworfen hat

Dass das eigene Geschäft wichtiger als das Wohlergehen der Menschen ist, mit denen dieses Geschäft erst möglich wird, dürfte innerhalb der gesamten Contentindustrie eine häufige Haltung sein. Vor allem beim Besuch journalistischer Websites stelle ich zu meinem Missvergnügen immer wieder einen beachtlichen Hang zur Verachtung der Leser und ihrer Intelligenz fest.

Deshalb könnt ihr euch nicht darauf verlassen, sondern müsst euch selbst um eure Computersicherheit kümmern. Macht das! Und egal, wie sehr euch Websitebetreiber darum anbetteln: Schaltet niemals eure Adblocker ab, und erlaubt die Ausführung von Javascript nur, wenn es dafür einen konkreten technischen Grund gibt und ihr der Website, auf der das erforderlich ist, auch vertrauen könnt. Dass eine Website behauptet, sie sei ohne Javascript nicht benutzbar, ist kein konkreter technischer Grund, sondern eine Behauptung. Diese Behauptung kann auch auf renommierten Websites, denen viele Menschen vertrauen, eine offene Lüge sein.