Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Monatsarchiv für März 2011

fotoalbumfotobuch (punkt) de

Donnerstag, 31. März 2011

Wenn man eine Seite wie das Bloggende Hannover macht, bekommt man zuweilen recht spammige Anfragen über das dortige Kontaktformular:

Sehr geehrte damen und Herren ,

ich würde gern wissen, ob es möglich ist, dass Sie folgenden Link www (punkt) fotoalbumfotobuch (punkt) de auf Ihrer Website schalten. Viellicht sind Sie ja auch daran interessiert über uns zu bloggen? FotoalbumFotobuch (punkt) de ist ein in Deutschland neu auf en Markt gekommener digitaler Fotoservice. Wir bieten eine kostenlose Software an mit der man Fotobücher, Glückwunschkarten und noch vieles mehr gestalten kann.

Ich würde mich sehr über eine Antwort von Ihnen freuen.

Mit freundlichen Grüssen,

Anna S. [Nachname von mir gekürzt]

Aber hey, Spammer, ich beantworte so etwas regelmäßig hier in Unser täglich Spam. Ich finde es mal wieder wahnsinnig faszinierend, dass eine solche Anfrage handgeschrieben ins Kontaktformular geht (na, Ein-Euro-Jobber?), aber nicht einmal nachgeschaut wurde, wofür die so angefragte Website überhaupt gut sein soll. Oh nein, ich glaube keineswegs, dass es sich bei dem frisch auf den Markt gekommenen und angesichts seiner Werbemethoden gleich im Ruch übler Machenschaften stehenden und hoffentlich bald vom Insolvenzverwalter übernommenen Foto-Dienstleister um ein Blog handelt. Ja, so ein Blog, wie ich es hier kurz beschrieben habe. Nicht einmal so etwas ähnliches.

Aber hey, Spammer, wenn du die Seiten lesen würdest, die du mit derartigen Anfragen zumüllst, denn kämst du ja gar nicht mehr zum Spammen. Verstehe schon. Habe deine tolle Nachricht gerade dem virtuellen Papierkorb überantwortet und schreibe nur noch rasch diesen Text, damit auch klar ist, mit welchen Methoden sich hier ein ganz toller Dienstleister am Markt positionieren möchte. Einige verblüffend ähnliche Kommentarversuche sind da übrigens auch schon gelandet, ganz automatisch.

Und das ist gut so!

Hi )))

Dienstag, 29. März 2011

Blödester Betreff der mistigen Müllbriefschreiber. Da helfen auch die drei rangeflantschten schließenden Klammern nicht, so etwas geht direkt in den virtuellen Orkus.

Hi ! 🙂

Hey, Empfänger, ich kenn dich zwar nicht, aber ich übertünche das mal mit einem Grinsesmily. Und weißste, hey, du „Hi“, du, ich hab eigentlich nur eine Frage an die paar Millionen Unbekannten, die diesen Müll in ihrer Post haben:

Can i be your Girlfriend?

Willste mir mir gehen? (Na, hey, untervögelt?)

Wenn du so notgeil bist, dass du solchen Anfragen gar nicht widerstehen kannst, denn…

I am kind, nice, Russian lady.
Please see my photos and I am awaiting for your reply!
http://sexwoman.com.ua

…sei doch bitte auch so blöd, dass du in einer Spam rumklickst. Ist auch ein ganz ehrliches Angebot einer netten, hübschen russischen Frau mit ganz vielen aus dem Internet zusammengeraubten Fotos. Echt jetzt, ich versprechs dir bei meiner gefälschten Absenderadresse, das musste einfach glauben. Komm hey, du bist doch so bescheuert! Also klicken und dann einen Datenstriptease vor Spammern machen, die freuen sich für ihre Betrugsnummern immer, wenn sie zu einer Mailadresse einen Namen und ein paar weitere Daten zuordnen können. Und mit deiner Identität können die ordentlich was anfangen, schließlich leben die vom Betrug. Und davon wollen sie weiter leben, ist doch klar, ist ja weniger anstrengend als ehrenhaftere Tätigkeiten.

yours Anastasiya
with love

Dein von Spammern ausgedachter, russisch klingender Frauenname mit schmatzendem Judasbussi.

Und bitte, hey, du „Hi“, du, auch wenn du kein Interesse hast, denn sei wenigstens so dumm…

Note!
New free service! check info at the site! (to unsubscribe, please use the link also.)

…dass du trotzdem in der Spam rumklickst.

Haben Sie ebenso viel Spaß wie die anderen.

Montag, 28. März 2011

Ah, mal wieder ein Betreff mit Punkt am Ende. Aber hey, immerhin hat es mit diesem blöden „ß“ geklappt, so etwas ist für die stümpernden Spammer ja immer ein bisschen schwierig.

Bitte hier klicken, um die HTML-Version dieser E-Mail anzuzeigen.

Da bin ich sowas von heiß drauf, ich kanns gar nicht beschreiben. In eine Drecksmail mit gefälschtem Absender klicken, weil der Autor dieser Mail nicht dazu imstande ist, seine Mail so zu verfassen, dass sie aussagekräftig ist.

Tatsächlich ist das bei diesem Prachtstück der Stupidität auch der Fall. Es handelt sich um eine HTML-formatierte Mail, aber die ganze „Aussage“ soll von einer extern aus dem Internet eingebundenen Grafik transportiert werden – und die gibt es schon nach zwei Stunden nicht mehr. Aber wer lässt so etwas schon in seiner Mailsoftware darstellen?

Hallo!

Die blödeste denkbare Ansprache!

Der folgende Text ist als alternativer Text für die Grafik angegeben, falls die Drecksgrafik nicht dargestellt werden sollte – und er zeigt, dass das „ß“ im Betreff nicht etwa ein Zeichen gestiegener Kompetenz in technischen Angelegenheiten, sondern eher ein Glückstreffer der miesen Casinospammer war:

Werden Sie finanziell unabh�ngig, beginnen Sie damit, indem Sie die 1800EUR Begr��ungsbonus erhalten und wie ein K�nig behandelt werden. Seien Sie nett zu sich selbst … Machen Sie in nur wenigen Minuten ein Verm�gen.

Aha, ich verstehe. Wenn ich einem obskuren, durch Spam beworbenen Internet-Zockladen mein Geld gebe, so einem „Casino“, das von niemanden kontrollierte und vom Veranstalter beliebig manipulierbare „Glücksspiele“ anbietet, denn kann ich damit „finanziell unabhängig“ werden. Da bin ich echt nett zu mir selbst. Ungefähr so, als würde ich mein Geld in die Toilette werfen, die Spülung betätigen und dabei darauf hoffen, dass mehr Geld nach oben gespült wird als ich runterspüle. Ganz großer Schwachsinn!

Übrigens, und das ist der Grund, weshalb ich dieses stotternde Gestümper mit falscher Zeichencodierung überhaupt erwähne: Die Spammer haben technisch „aufgerüstet“. Die haben jetzt endlich – nach immerhin mehreren Jahren ihrer dummen Spamnummern, mit denen sie Affiliate-Groschen vom Magic Box Casino kassieren wollen – so eine tolle Technik wie DNS entdeckt und legen ihre „Casinos“ unter Subdomains ab, in diesem Fall unter f (punkt) royalplaysfortune (punkt) ru. Außer, wenn einer in die Grafik klickt, denn geht es zu a (punkt) royalplaysfortune (punkt) ru. Neben diesem Einsatz von grandioser Technik, zu deren Beherrschung es immerhin zweier Stunden des Lesens bedarf, sind ihre Mitteilungen „inhaltlich“ allerdings weiter so strohdumm, dass man sich fragt, ob es überhaupt noch jemanden gibt, der darauf hereinfällt – zumal es ein strafbares illegales Glücksspiel ist, wenn man an solchen „Spielen“ teilnimmt.

©2011 Win World Playing. Alle Rechte vorbehalten

Klar doch, Copyright für eine Spam! Verklag mich doch, du krimineller Spammer!

Re:

Sonntag, 27. März 2011

Hey, Guttenberg Spammer,

nein, eine Nachricht im üblichen Sinn des Wortes hast du nicht gehabt, nur eine angehängte Grafik. Wenn du das so machst, darfst du dich nicht darüber wundern, dass dein Müll im Spamfilter hängen bliebt. Aber ich habe deine Grafik mal rausgeholt, weil sie zeigt, wie wenig Mühe du dir bei deinem Betrug mit den angeblichen Pimmelpillen gibst. [Die Grafik ist original, auch die „Qualität“ ist unverändert, ich habe nur eine teilweise Verpixelung der Adresse der Website hinzugefügt.]

Geklaute Grafik eines Pimmelpillenspammers

Ich meine, das kannst du doch nicht machen, Spammer! Von der besonderen Qualität dieser Grafik einmal abgesehen, und gnädigerweise auch von der hirntoten Idee, dass jemand einen Text aus einer Grafik abschreiben soll, um auf eine Website zu kommen. Diese Fail war dir nicht genug, du bist eben ein ganz besonders blödes Stück Spammer. Du bist so doof, dass es jeder sieht. Da hast du einfach die Grafik von einem anderen Betrüger mit Pimmelpillen genommen und die Internetadresse deiner Betrugsseite druntergeklatscht, und im Hintergrund kann man noch als Wasserzeichen lesen, für welche andere betrügerische Website ursprünglich mit dieser Grafik geworben werden sollte. So merkt wirklich jeder, der zufällig noch ein funktionierendes Auge im Kopf hat, was für ein fauler Betrüger du bist. Und glaubst du etwa ernsthaft, dass dieser Einblick jemanden auf deine Dreckssite treiben wird? Nee? Siehste!

Aber hey, wenn du nicht faul, innerlich verrottet und doof wärest, denn wärst du ja auch kein Spammer geworden.

Dein immer noch kopfschüttelnder

Nachtwächter

From William Cheung Geschдft

Sonntag, 27. März 2011

Na, Schmerzen mit der Zeichenkodierung?

Hallo, mein Name ist William Cheung, ich bin ein Executive

Direktor eines Finance Corporation in Hong Kong. Bitte

Ich mцchte, dass Sie mir in einem Business-Projekt unterstьtzen wert

44.5Million Dollar. Sie mьssen 50% des gesamten Geldes. Ich spreche

nur Englisch, aber ich ьbersetzte dieser Nachricht an Deutsch fьr Ihr

Verstдndnis. Wenn Sie interessiert sind zu wissen, Details

kontaktieren Sie mich zurьck durch meine persцnliche Adresse williamcheg99@yahoo.com.hk or williamcheg73@aol.com

Ich werde warten, von Ihnen zu hцren. Dank.

Mit freundlichen GrьЯen,

William Cheung

Hallo, mein Name ist ausgedacht und ich bin ein ganz wichtiger Finanzmanager. Ich bin so wichtig, dass ich zwischen meinen Zeilen immer eine Leerzeile mache, obwohl das total kaputt aussieht, denn wer so schreibt, der muss wichtig sein. Ich komme aus Hong Kong, was man ja schon daran sieht, dass ich in der kyrillischen Codepage schreibe. Deinen Namen kenne ich nicht, deshalb spare ich mir jede Anrede. Ich brauche dich ja auch nicht zu kennen, denn ich will dir nur einen zweistelligen Millionenbetrag in die Hand drücken. Ich spreche nur Englisch, aber der Nonsens-Generator Babelfish übelsetzt dieser Nachricht in Deutsches, damit der Kreis der Deppen, die so etwas glauben könnten, noch ein bisschen größer wird. Wer auch nur ein bisschen Bildung hat, kann darauf gar nicht reinfallen, das weiß ich doch selbst. Wenn du dumm bist und noch mehr Lügen haben willst, antworte mir nicht, indem du in deinem Mailprogramm auf „Antworten“ klickst, denn mein Absender ist gefälscht. Nicht über die kostenlosen Mailadressen bei irgendwelchen Freemail-Providern wundern, bei solchen Sachen kommt es auf Vertraulichkeit nicht an. Ich schicke jetzt ein paar Millionen Exemplare dieser fantasielosen Mail ab und warte darauf, dass ein paar Opfer antworten, damit ich den üblichen Vorschussbetrug mit ihnen durchziehen kann.

Mit mechanischen Grüßen
Ein ausgedachter Name eines Vorschussbetrugsspammers

Also bitte, Spammer! Noch mieser gehts kaum…

Spam-Splitter

Freitag, 25. März 2011

Hello My Dearest,

Wer immer du auch bist, ich bin Spammer und fasse dich mit Millionen anderer Empfänger in einer unpersönlichen Anrede zusammen.

With deep sorrow and tears in my Eye, I know that this mail might come to you as a surprise because we have not met each other or see face to face before.

Dass die meisten Menschen noch so viel Gehirn haben, nicht alles zu glauben, was ihnen ein unbekannter Krimineller mit einer Wegwerf-Mailadresse erzählt, treibt mir die Tränen in die Augen.

I have chosen to contact you after going through your profile and I believe you are a reliable person […]

Damit das Anschreiben von Unbekannten glaubwürdiger wirkt, fasele ich davon, dass ich mir ihr „Profil“ angeschaut habe. Wo ich das getan habe, schreibe ich aber nicht, sonst wirkt es noch glaubwürdig.

I have the sum of $9.4 Million as an inheritance from my late father whom I will like to invest in your country with your help,

Geld vertraue ich immer irgendwelchen Unbekannten an. Das macht doch jeder. Das haben sie doch auch schon mal gemacht. Irgendeinem wildfremden Menschen in einer belebten Innenstadt einen 100-Euro-Schein in die Hand gedrückt und ihn gebeten, dass er den mal kurz halten soll, weil sie mal kurz wegmüssen, aber in ein paar Minuten zurückkommen. Beim Anblick von Geld denkt schließlich niemand daran, dass man es sich einfach in die Tasche stecken könnte, um sich damit davonzustehlen. Da fällt niemanden ein, dass es für die Kaufkraft des Geldes völlig egal ist, wie das Geld erworben wurde. Sehen sie, die Welt ist doch durch und durch ehrlich und lieb. Und deshalb will ich ihnen mal kurz ein paar Millionen Dollar in die Hand drücken. Das glauben sie doch? Klar, denn sie würden ja auch wildfremden Menschen in einer belebten Innenstadt einen Hunnie in die Hand drücken. Mir werden sie auch noch so manchen Hunnie geben, denn davon lebe ich.

GOOD DAY.

URGENT – HELP ME DISTRIBUTE MY $14 MILLION TO HUMANITARIAN.

UND ÜBERSIEH BEI DEN SCHREIENDEN GROSSBUCHSTABEN UND DEN RIESIGEN BERGEN VON GELD, DASS ICH NICHT EINMAL WEISS, WER DU BIST!!!

Betreff: Zeit Auf Marken Uhren

Hey, von den Uhren kann man die Zeit ablesen. Die haben ein Ziffernblatt und Zeiger. Ist das nicht großartig!

Koennen Sie diese E-Mail nicht sehen? Sehen Sie die online-Version durch

Hab ich diese Spam so verpatzt, dass sie nichts damit anfangen können? Denn werden sie meine betrügerische Website erst lieben!

Zeitmesser von ernsten Brands zu niedrigen Preisen.

Aber ganz ernste Brände! Mein Hirn ist schon verbrannt, ich schreibe deshalb nur in Sprachen, die ich nicht einmal ansatzweise beherrsche.

Jetzt ist es endlich moeglich, einen teuer aussehenden Zeitmesser zu einem annehmbaren Preis zu kriegen […]

Ach, jetzt erst?! :mrgreen:

RESPECTABLE exxxs@hxxxxxu.de!

exxxs@hxxxxxu.de March 59% OFF PRICES

Oh, wie respektvoll der mich mit meiner Mailadresse anspricht!

Betreff: Bigger Harder Stronger Last Longer Penis Pills That Work, Order Now

Nicht, dass hier einer auf wahre Gedanken kommt: Die Pillen wirken wirklich. Echt jetzt.

Betreff: Final Winning Notification

Ich wollte, es wäre die letzte Benachrichtigung! Ich werde jeden Tag mehrmals zum Millionär, weil meine Mailadresse immer wieder in ganz tollen Lotterien gewinnt.

All participants were selected through a computer ballot system drawn from 70,000.000.00 (Seventy Million) email users around the world, as part of our international promotion program.

Mit den Kommata und Punkten bei der Gruppierung von Dezimalstellen haben es die Leute, die angeblich mit Millionenbeträgen umgehen, allerdings nicht so – und dass die Anzahl von E-Mail-Anwendern mit Nachkommastellen geschrieben werden sollte, lässt vermuten, dass die Opfer dieser uralten Betrugsnummer bestenfalls halbe Menschen sein sollen.

Betreff: Bestдtigung E-Mail/Powerball BD 2 25 7 19 14 / 24

Hey, die ziehen sogar Lottozahlen, um Mailadressen zu ermitteln. Und kyrillische Buchstaben. Das muss jetzt aber die echte Lotterie sein, bei der ich wirklich mal gewonnen habe, ohne ein Los zu kaufen. Da gibts auch gleich…

[…]Ihre E-mail Adresse wurde auf dem Los mit der Nummer: 000442002 und mit der Seriennummer: 2113-07 registried. Die Glьcksnummer: BD2-25-7-19-14/24, haben in der dritten Kategorie gewonnen. Sie Sind damit Gewinner von: 1.000.000 (EINE MILLION EURO.) Die Summe ergibt sich aus einer Gewinnausschьttung von 23.000.000 (DREIUND ZWANZIG MILLIONEN EURO) Die Summe wurde durch 23 Gewinner aus der gleichen Kategorie geteilt.

…einen runderen Betrag.

Discover How To Easily Add 2-4 Inches To The Current Size Of Your Penis

Kann ich das auch mehrmals nacheinander anwenden?

How to get Viagra?

Bei spammenden Betrugsapothekern jedenfalls nicht, da kriegt man bestenfalls Tabletten mit der gleichen Farbe und Form. Deshalb…

Buy Cialis Online – $1.79 per Dose No Prescription Required.

…braucht man da ja auch kein Rezept für rezeptpflichtige Medikamente. :mrgreen:

Außer manchmal…

Betreff: Prior Prescription required

[…] No Prior Prescription required

…wenn der Spammer über seine gespaltene Zunge stolpert.

http://bigpenispixel.ru

Bleibt nur zu hoffen, dass Spammerchens Pimmel größer als ein Pixel ist.

Betreff: Macht und Geld – jetzt herunterladen

*prust!*

Wenn Sie fine-aussehenden Brand chronometer an der Hand von einem Reichmann sehen, denken Sie daran, dass er in unserem E Geschaeft gekauft sein kann fuer nur ein hundert Euro.

Und denken sie nie daran, dass man genau das gleiche bei ihnen denken wird, wenn man sieht, wie sie mit einer Billigticktack ihr kaputtes Selbstbewusstsein zur Schau tragen.

Kaufen Sie Qualitaet, Selbstvertrauen und Respekt.

In der Tat, wenn man eure Billigticktacks mit teuer aussehender Markenprägung kauft, bekommt man eine gewisse Qualität. Und angesichts des Respekts, den man dadurch bekommt, dass man vor allen anderen Menschen demonstriert, dass man so eines Blendwerkes bedarf, wirds auch was mit dem Selbstvertrauen. In der nächsten Spamwelle verkauft doch bitte einfach noch ein paar Selbstmordtabletten für alle eure jetzigen Kunden mit gestörtem Selbstbild.

Jeder wird denken: wow, dieser Mann hat Stil und Geld, wir koennen mit ihm Arbeit machen.

Jeder wird denken: Wow, den Typen haben sogar die total enthirnten Uhrenspammer mit ihrem sofort als idiotisch erkennbaren Branddeutsch bescheißen können. Das ist genau der Richtige, um ihn nochmal übern Tisch zu ziehen.

We are Iraq Global Consulting and Services Group located here in Baghdad as one of the registered consultants with the government of Iraq with the responsibility of screening and facilitating legitimate and capable international companies in securing supply projects to the Iraqi government.

Wie sind ein total großes Ding im schönen Bagdad und schreiben deshalb unsere Mails mit (gefälschtem) Absender einer kostenlos und anonym einzurichtenden Mailadresse bei aol (punkt) com, versenden unsere Mails über einen mit Schadsoftware übernommenen Privatrechner in Frankreich und bitten um Antwort auf eine andere Mailadresse bei gmail (punkt) com, die ebenfalls kostenlos und anonym eingerichtet wurde. Wer uns das glaubt, der schickt uns auch jede Menge Vorleistungen über Western Union und MoneyGram, weil er uns auch glaubt, dass normaler Giralverkehr schlecht ist.

You should have a a great of experience with browsing the web […]

Die Anforderungen in den „Jobangeboten“ der Spammer werden auch immer härter. Jetzt braucht man schon Erfahrung im Websurfen.

Betreff: Gewinnen Sie große Jackpots.

Und denken sie ja nicht darüber nach, dass die großen, beeindruckenden Jackpots mit den Verlusten der Spieler gefüllt werden, sonst vergeht ihnen noch die Lust am Verlieren in unserem Betrugscasino.

If you do not see image, click Here coughing paragons zeal quintessence ears desirable hot still fool sayings diseasesdogs vexed standing desirable conjugal houndlike costive outer sacred illustrious spent uintessence rate boughs heart asspizzles being quill mattock especially false pantagruel fearing found presence cap burnt ponocrates admitted waiting got pilgrims sweetness tyrants unintermittedly hot ship beveraged turn despatch ergoeslest revealed defence constrain frock level civilly spend mutatur [… die restlichen 6 Kilobyte „Text“ sind abgeschnitten]

Das nächste Mal versucht doch wenigstens, den bescheuerten Linktext „click here“ auch zu verlinken. Für die zwei Handvoll Hirnamputierten, die gar nicht genug von Internet-Kriminalität und wirrem Gelaber kriegen können. Aber nicht nur „click here“ ist ja…

to quit receiving such a nice ideas hit this line and stop them

…als Formulierung dumm und unbeholfen.

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Redundantes Gelaber, bestes imitiertes Gelaber mit Redundanz, redundantes Gelaber in unserm Angebot, imitiertes Gelaber mit großer Redundanz in unserem Angebot wird ihnen dabei helfen, die Spam in unserem redundanten Gelaber und seiner Redundanz sofort zu erkennen.

Mit einem Klick ist alles weg!

Aber zum Abschluss gibts noch eine… *tammtammtamm!*

Besondere Würdigung

Dumm!Der Anbieter einer angeblichen Dating-Site unter maria0311 (punkt) com (punkt) ua hat sich geradezu vorgedrängelt, um hier eine besondere Würdigung zu erhalten. Er hat mit über achthundert Spams in nur zwei Tagen bewiesen, dass er eine ganz tolle angebliche Dating-Site anbietet, die so riesig und megamäßig toll bekannt ist, dass sie nur noch derart unaufdringlicher Werbemethoden bedarf, um ihren eh schon überwältigenden Erfolg noch zu steigern. Um die Leser dieser minimalinvasiven Spamwerbung nicht zu überfordern, gab es in den Mails zum obligatorischen Link auf die angebliche Dating-Site nur wenig Text, entweder „beautiful girls“ oder „russian girls“, letzteres manchmal zu „ru girls“ verkürzt. Männchen gibt es dort offensichtlich nicht fürs Dating, obwohl die sonst immer so in der Überzahl sind. Das mag auch an der Website liegen, die auf so unaufdringliche und dezente Weise in die Aufmerksamkeit der Mailkontoinhaber gehoben wurde – diese hat nämlich neben der Präsentation einiger viel zu kleiner, schnuckeliger Fotos hübscher junger Frauen in aufreizender Pose nur eine Funktion: Man kann sich dort nur registrieren. Man kann keine weiteren Texte lesen, nicht einmal das Impressum oder die Erklärung zum Datenschutz. Jeder der Links auf dieser angeblichen Dating-Site führt auf die angebliche Registrierung. Dort „darf“ man, wenn man vor lauter Sabberfluss nicht mehr nachdenken kann, einmal einen recht vollständigen Datensatz mit seiner Mailadresse verknüpfen, so dass die Spammer fortan eine Gelegenheit erhalten, ihre Opfer auch namentlich anzusprechen, was nicht nur Betrügereien wie Phishing sehr viel überzeugender macht, sondern auch einen Missbrauch der Identität durch Kriminelle ermöglicht. Ob es darüber hinaus zu Datingschwindel und Vorschussbetrug kommt, mögen bitte andere Leute mit mehr Geduld ermitteln, Ich lasse den Sondermüll dieser gnadenlos dummen Idioten nur noch nach /dev/null gehen.

Hi

Freitag, 25. März 2011

Ach, wie ich diese Betreffzeilen liebe, die schon auf den ersten Blick verraten, dass es sich um skripterzeugten Sondermüll handelt… :mrgreen:

Sincerely Your, Borrie Harinder.

http://www.lag3.com/s/h/o/p/

There was peace and happiness.

Dieser liebenswerte Bereicherer meines virutellen Postfaches macht mir den Umgang mit seinem Dreck besonders einfach, da er gleich mit einer Abschiedsformel beginnt. Leider hält er dann nicht die Schnauze, sondern klatscht noch eine Internetadresse drunter, die ohne weitere Erläuterung kommt – schließlich sind Katzen im Sack ein total begehrtes Gut, vor allem in einem Internet, das von Kriminellen, die ständig versuchen, anderer Leute Rechner mit Schadsoftware zu übernehmen, nur so wimmelt. Die heitere Angabe von Unterverzeichnissen soll jedenfalls andeuten, dass es sich um einen „Shop“ handelt, aber was es dort zu kaufen gibt, bleibt unklar. Sind es gebrauchte Plastiktüten? Oder tote Hunde? „Zielgruppe“ dieser unterbelichteten Mitteilung sind Menschen, bei denen sich der Kaufimpuls völlig von der Idee der Nützlichkeit oder wenigstens Schönheit einer Ware emanzipiert hat, die einfach nur das Wort „Shop“ in irgendeiner Schreibweise vor sich sehen und gleich hinmüssen, egal, was es dort gibt, weil ihnen das sinnlose Ausgeben von Geld ein Gefühl von Frieden und Glückseligkeit vermittelt – und die sich auch nicht daran stören, dass das Wort „Shop“ in einer Weise präsentiert wird, die sich irgendwie an den Spamfiltern vorbeimogeln soll. Nun, das Letztere ist diesem Ausfluss der Internetkriminalität allerdings nicht gelungen…

Ein ganz normaler Tag auf #Twitter

Donnerstag, 24. März 2011

Das Twitter-Vögelchen zwitschert Spam Spam Spam Spam Spam Spam...Ein ganz normaler Tag auf Twitter. Oh, so viele neue Follower. So viele Leute, die sich für die kurzen, flüchtigen Mitteilungen in meiner Timeline interessieren? Oder wieder nur Idioten, die mit einem ihrer Drecksprogramme mechanisch ganz vielen Leuten folgen und auf diese Weise darum buhlen, dass zurückgefolgt wird? Mal schauen, was das für Leute sind…

Ah, da hat jemand einen plausibel klingenden richtigen Namen. Den nehme ich doch mal zuerst. Wie sieht denn seine Timeline aus? Na, wie so eine Timeline eben aussieht, ganz viele Kürzsttexte, immer mit einem Link. Der scheint ja viel Interesse daran zu haben, wie man „im Internet Erfolg hat“, und er scheint auch ganz viel darüber zu wissen. Denn alle seine Links gehen auf sein eigenes Splog, das ganz viel darüber verrät, wie man „im Internet Erfolg hat“. Warum folgt der eigentlich so einem erfolgsdeinteressierten Typen wie mir, der ich nicht einmal das gleiche Thema verfolge? Und warum schafft dieser „total erfolgreiche“ Spammer es auch, knapp 10000 weiteren Leuten zu folgen? Der wird ja vor lauter Lesen der Tweets anderer Leute gar nicht mehr zum Erfolghaben kommen, dieser ganz große Webspezialist. Deshalb twittert er wohl auch so wenig, denn er hat mal gerade erst 200 Tweets in den Zwitscherdienst gepustet. Aber immerhin, sein Buhlen um Zurückfolger hat ihm ein beachtliches Auditorium für seine tollen Mitteilungen gegeben. Mal ein paar auffällige Phrasen aus seinem Blog in Anführungszeichen schreiben und ins Google-Suchfeld einfügen… huch, der unterhält ja mehrere Splogs mit genau den gleichen Inhalten. Der hat so viel „Erfolg“, dass ein einziges Splog gar nicht diese großartige Fülle aufnehmen könnte! Und hey, den gleichen Text gibt es auch noch von einem anderen Autor. Na, Guttenberg hatte ja auch Erfolg. Und was bietet dieser Meister des Clipboard und der dummen Followspam als Erfolgsrezept im Internet an? Aha, er will also den Suchindex von Google mit irgendwelchen Linkschleudern zuspammen und hat außerdem ein tolles Programm, mit dem man automatisch Leuten auf Twitter folgen kann. So ist der wohl auch an mich gekommen, in einem wahren Rausch des Erfolges ⇛ einmal in meine Liste „Followerspam“, einmal in meine Liste „Bescheuerte Spammer“ und einmal „Blockieren und als Spam melden“, tschüss.

Aber der da könnte wirklich Interesse an meinem Gezwitscher haben, der heißt ja schon „Hannover“ in seinem Nick und gibt vor, so richtig aktuell und 24 über Hannover zu twittern. Klar, für so einen könnte es interessant sein, andere Timelines aus Hannover zu lesen, auch die gut 2000, die er da liest. Gibt ja hübsche Clientsoftware, die so etwas gut filtern kann. Was hat er denn für hübsche Neuigkeiten anzubieten? Hui, der hat aber ein sehr einseitiges Interesse an „Neuigkeiten“, denn er weist neunmal hintereinander auf die Dienstleistungen eines bestimmten Fotografen hin. Natürlich in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen, denn die Dienstleistung eines Fotografen ist im Falle einer Hochzeit ja eine völlig andere als bei einer Einschulung oder einem Passfoto oder einem Familienfest oder… oder… oder… wenn auch die Bewegung des Fingers auf dem Auslöser immer wieder sehr ähnlich aussieht. Und vor allem ist das eine echte Neuigkeit, dass ein Fotograf so etwas macht, das ist so sehr immer wieder neu, dass es immer wieder gebracht werden muss, im Abstand weniger Stunden. Und sonst? Sonst hat er nicht so viel ⇛ einmal in meine Liste „Followerspam“, einmal in meine Liste „Bescheuerte Spammer“ und einmal „Blockieren und als Spam melden“, tschüss.

Hey, da hat einer meiner Follower Aktientipps! Toll, das muss ja ein echter Experte sein! Und so gnädig und gütig, dass er eventuelle Börsengewinne nicht selbst mitnehmen will, sondern einfach mit seinen tollen Tipps anderen überlässt. Ein bisschen spezialisiert ist er aber schon, denn er preist ausschließlich irgendwelche Pfennigpapiere an, die sich mit einem bisschen Spam recht einfach in ihrem Kurs manipulieren lassen. Ob der wohl so viel von diesen giftigen Schwindelzetteln hält (oder entsprechend geshorted hat), dass sich die billige Spam lohnt? Dass er sich drüber freut, dass es immer wieder Idioten gibt, die auf so eine Spam reinfallen und ob er dann rasch vom kurzfristigen Kursfeuerwerk profitiert? Könnte ja sein, die Welt ist schließlich voller Halunken. Aber der doch nicht, der ist doch ein ganz ehrlicher Followspammer auf Twitter, der von Güte und Gnade erfüllt alle Welt reich machen will, ohne selbst etwas davon zu haben… ⇛ einmal in die Liste „Followerspam“, einmal in die Liste „Bescheuerte Spammer“ und einmal „Blockieren und als Spam melden“, friss doch deine Schwindelzettel!

Wahnsinn, Deutsch ist ja echt eine total populäre Sprache. Überall und allerorten will man diese Sprache lernen. Ich habe da gleich sieben Follower, die wohl unbedingt Deutsch lernen wollen und deshalb auf Twitter unbedingt mehr Deutsch lesen möchten – selbst aber noch unsicher in dieser zugegebenermaßen schweren Sprache sind und für ihr eigenes Gezwischer (meist rund um das Thema SEO und Spam-Tools für Twitter) lieber beim Englischen bleiben. Wie die jetzt auf die Idee kommen, dass man bei den Stümmeltexten auf Twitter besonders gute Chancen hat, Deutsch zu lernen? Keine Ahnung. Ach, was habe ich mich gefreut, dass ich etwas für die Verbreitung meiner geliebten deutschen Sprache tun kann ⇛ einmal in die Liste „Followerspam“ und „Blockieren und als Spam melden“, play hiding and fuck yourself, mindless jerk!

Und dann ist da noch einer, der mich über den jetzt wirklich und ganz unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des europäischen Währungssystems aufklären will, der weiß das auch alles ganz genau und hat ein immens hohes Mitteilungsbedürfnis. Die Tweets geben davon nur einen flüchtigen Eindruck, seine aufklärerische Website ist da noch viel klarer. Es kann sich nur noch um Tage handeln, und Fukushima [wie nützlich für solche Typen, wenn andernorts gelitten und verreckt wird] gibt dem ganzen Gefüge jetzt endlich den lange schon zu erwartenden Gnadenstoß. Er hat auch gleich eine Lösung für alle parat, die angesichts seiner Meldungen Angst um ihr Erarbeitetes und Erspartes bekommen, er verkauft nämlich Gold. Und das ist ja krisenfest ⇛ „Followerspam“, „Bescheuerte Spammer“, „Blockieren und als Spam melden“, eine rundherum goldige Lösung für diese ganz großen Aufklärer und Geschäftemacher.

Hey, und dann sind da drei Leute, die nur Zitate zwitschern. Wie schön für diese Leute, dass es so viele offene Zitatdatenbanken gibt und dass man das so leicht automatisieren kann. Beim Followen sind die „Interessen“ dieser drei Spezialisten allerdings viel weiter gesteckt, man könnte fast glauben, dass es bei ihnen völlig wahllos geschieht. Die nehmen einfach alles mit. Und sie stehen in einem großen Netzwerk von ganz ähnlichen Twitterern, die ebenfalls mit geringer Informationsdichte zwitschern, sich aber ständig untereinander auf allerhand Listen setzen, die den Eindruck erwecken sollen, dass da etwas total Lesenswertes in der Timeline geschieht. Man möchte fast Walter Jens zitieren: „Wer so gut spricht, kann nichts Wahres sagen“. Und wie vielen Leuten die folgen, diese drei! Jeder folgt gleich mehreren tausenden Timelines. Dabei haben die gerade erst hundert Tweets verfasst. Mal ein bisschen durch ihre Timeline blättern, ob die auch mal etwas Substanzielles mitgeteilt haben. Ah, da ist ja was. Gut, substanziell ist vielleicht das falsche Adjektiv, aber immerhin sind es keine Zitate, sondern es sind Hinweise auf ihre SEO-Dienstleistung, die im Wesentlichen darin besteht, den Google-Suchindex mit irgendwelchen spammigen Linkfarmen zu verpesten, damit Google auch ja die Angebote unseriöser Spammer findet und nicht die Inhalte, nach denen die meisten Menschen in Wirklichkeit gesucht haben ⇛ „Followerspam“, „Blockieren und als Spam melden“ aber vorher noch ein fröhliches „Lass dich nicht gehen, geh selbst – Magda Bentrup“ als PM hingezwitschert.

Das Twitter-Vögelchen sollte besser in einem höllischen Rot gehalten seinOh, ich bin durch. Endlich.

Und ich habe jetzt genau so viele Follower wie vor zwei Tagen, denn alle neuen Follower der letzten gut 48 Stunden waren Follow-Spammer. Es war ein ganz normaler Tag auf Twitter.

Der übrigens weitergehen wird, dieser ganz normale Tag, denn ich blogge in „Unser täglich Spam“ über diesen ganz normalen Tag. Im Titel des Postings steht das Wort „Twitter“. Als ich das letzte Mal dieses Wort in einem Titel hier im „Unser täglich Spam“ verwendet habe, gab es auf diesen einen Artikel im Laufe der nächsten sieben Tag knapp vierhundert versuchte Kommentar- und Pingback-Spams, welche die ganze Bandbreite des Internetbetrugs vom Pimmelpillen-Apotheker über den SEO-Spamanbieter über ganz besonders wenig empfehlenswerte Touristikanbieter bis hin zu windigen Geldanlageprodukten. Sechs von diesen Spamkommentaren waren mutmaßlich vom Ein-Euro-Job-Prekariat handgeschrieben und somit schwierig von einem Anti-Spam-Skript zu erkennen, ich musste sie nachträglich von Hand löschen. Wo immer auch gezwitschert wird, da erklingen schnell die heiseren Rufe der darüber kreisenden gefiederten Aasfresser.

Denn die Spammer glauben, dass Twitter die heißeste Sau des ganzen Internet ist, und immer, wenn irgendwo das Wort „Twitter“ steht, kriegen sie einen unwiderstehlichen und größtenteils mechanischen Impuls, ihre markant duftenden Hervorbringungen dort zu hinterlassen.

Warum die Spammer so vorgehen? Keine Ahnung. Vielleicht liegt es daran, dass Twitter der ideale Web-Zwo-Nulldienst für Spammer ist, da es dort völlig normal ist, eine eher etwas inhaltslose Kommunikation zu betreiben. So etwas kommt Spammern natürlich sehr entgegen. Auch die von der erzwungenen Verstümmelung jeder Mitteilung auf 140 Zeichen erzwungene Verwendung irgendwelcher URL-Kürzer, die das Ziel eines Links erstmal verbergen, ist vor allem für Spammer hilfreich. Den Rest erledigt die manifeste Dummheit sehr vieler Twitter-Nutzer, die so etwas wie eine Verpflichtung zu verspüren scheinen, jedem, der ihnen folgt, zurückzufolgen, ohne auch nur darüber nachzudenken.

Was einmal ein ganz nützlicher Web-Zwo-Nulldienst für die kurze Mitteilung an einen interessierten Kreis von Menschen war, ist mittlerweile jedenfalls eine Wüste der Spam.

Noch ließe sich diese Entwicklung aufhalten, wenn auch nur jeder fünfte Betroffene der idiotischen Spamversuche reagieren würde, indem die Spammer bei Twitter als Spam gemeldet werden. Da das nicht immer schnell zum Erfolg führt, empfehle ich, eine Liste für Spammer anzulegen, damit im Profil der Spammer sichtbar gemacht werden kann, dass andere dieses hirnlose Gezwitscher bereits als Spam empfinden und behandeln – das kann ein vielen Grenzfällen sehr hilfreich sein. Die „besseren“ Twitter-Spammer sind nämlich dazu übergegangen, vor ihrem massenhaften Folgen die Timeline mit halbwegs normal aussehenden Mitteilungen zu fluten, um dann, wenn genügend zurückgefolgt wurde, mit ihrem geistlosen Gespamme anzufangen. Da das Thema der Twitter-Spam aber zurzeit für die meisten Twitter-Nutzer auf die leichte Schulter genommen wird, kommt es nicht zu einem derartigen Vorgehen, und in der Folge ist Twitter das ideale Biotop für windige Geschäftemacher, Betrüger und sonstiges gier- und geisteskrankes Geschmeiß. Schade drum.