Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Mailadresse“

gammelfleisch, You Have (8) New Undelivered E-mails

Dienstag, 9. April 2019

Ah ja, aber diese Mail kommt wundersamerweise an. Und die acht unzugestellten können nicht ankommen, und da kann man auch nichts machen (wie sie etwa an diese Mail anhängen). Alles klar! Mal reinschauen…

Von: tamagothi.de <nkhoan@namuga.co.kr>

Klar, du bist tamagothi (punkt) de. Und ich bin der Osterhase mit den dicken, lebensfroh bemalten Eiern.

An: gammelfleisch@tamagothi.de

In diesem Postfach sammeln sich die Dümmsten der Dümmsten der Dümmsten!

Dear gammelfleisch,

Genau mein Name! :D

Due to some errors in your e-mail gammelfleisch@tamagothi.de in response to a complaint received by your e-mail administrator, tamagothi.de server is holding (8) undelivered incoming contact messages.

Aber der Administrator des Mailservers bin ich selbst. Was ich so alles anstelle, wenn ich mal nicht bei mir bin! Und dann soll ich…

Kindly FIX THE PROBLEM HERE with your e-mail administrator to avoid missing important mails.

…in eine dumme Phishing-Spam klicken, um meine Probleme mit mir selbst zu lösen. Da müsste ich aber ganz schön blöd sein!

Wer auf den Link klickt, lasse alle Hoffnung fahren. Nach „nur“ drei Weiterleitungen…

$ https://finpluszambia.com/web/freeeeeeesh/ii/?email=gammelfleisch@tamagothi.de
     1	https://batmodschools.com.ng/freshnew86/update?rand=13InboxLightaspxn.1774256418&fid.4.1252899642&fid=1&fav.1&rand.13InboxLight.aspxn.1774256418&fid.1252899642&fid.1&fav.1&email=gammelfleisch@tamagothi.de&.rand=13InboxLight.aspx?n=1774256418&fid=4#n=1252899642&fid=1&fav=1
     2	https://batmodschools.com.ng/freshnew86/update/?rand=13InboxLightaspxn.1774256418&fid.4.1252899642&fid=1&fav.1&rand.13InboxLight.aspxn.1774256418&fid.1252899642&fid.1&fav.1&email=gammelfleisch@tamagothi.de&.rand=13InboxLight.aspx?n=1774256418&fid=4
     3	y81jms69woi000gktono3ba0.php?client_id=3D4FC76FC07C2F9993156592671B9800&response_mode=form_post&response_type=code+id_token&scope=openid+profile&email=gammelfleisch@tamagothi.de&Connect_Authentication_Properties&&nonce=21010461973d4fc76fc07c2f9993156592671b9800&redirect_uri=&ui_locales=en-US&mkt=en-US
$ _

…die der Tatsache gedankt sind, dass Spammer und Werber im Gegensatz zu denkenden und fühlenden Wesen so ungern direkte Links setzen, bekomme ich die Gelegenheit…

Screenshot der Phishing-Site

…auf einer Website, die nichts mit tamagothi (punkt) de zu tun hat¹ irgendwelchen Spammern und Phishern mein Mailpasswort mitzuteilen. Das führt im Regelfall dazu, dass man Verbrechern den Zugang zu allen möglichen Diensten gibt, bei denen man sich mit dieser Mailadresse registriert hat. Denn die Verbrecher können einfach über Funktionen wie „Ich habe mein Passwort vergessen“ das Passwort zurücksetzen und das neu vergebene Passwort lesen oder mitlesen, weil sie ja Vollzugriff auf die E-Mail haben. Und so richtige Verbrecher werden damit schon etwas anfangen können, was sich kein Mensch wünschen kann. Zum Beispiel, wenn unter Missbrauch der so gephisten Identität irgendwelche Freude auf Social Media angeschrieben werden, dass man gerade in einer Notlage sei und ohne Geld und ohne Papiere in einer fremden Stadt rumstehe und deshalb darum bittet, schnell ein paar hundert Euro über Western Union zu schicken, das Geld gibt es auch nächste Woche zurück, aber mit ganz dickem Danke. Oder, indem eifrig auf Amazon und eBay bestellt, aber nicht bezahlt wird. Oder, indem Hehlerware verkauft wird. Verbrechern wird immer eine Nutzung einfallen. Der arme Mensch, dessen Mailpasswort so gephisht wurde, hat die Strafanzeigen, die Schufaeinträge und die ganzen Laufereien am Hals. Und die Verbrecher haben das Geld gemacht.

Zum Glück gibt es einen ganz einfachen Schutz gegen Phishing: Niemals in eine E-Mail klicken! Wenn man sich angewöhnt, die wichtigsten Websites als Lesezeichen im Browser zu haben und nur über die Lesezeichen im Browser aufzurufen, kann einem der Phisher nicht einfach eine solche Datensammelseite unterjubeln und das Phishing in dieser primitiven, aber weitverbreiteten Form wird völlig unmöglich. Diese Vorsicht kann leicht viel Geld und viel mit Ärger vergällte Lebenszeit einsparen.

Generell ist ein Passwort als Sicherheitsmaßnahme nur dann wirksam, wenn das Passwort ausschließlich auf der Site angegeben wird, für die man es auch verwendet. Sobald ein Dritter das Passwort erfährt, ist die Sicherheitsmaßnahme sinnlos geworden. Wenn man die angemessene Vorsicht bei der Passworteingabe mit einem sicheren Passwort kombiniert, kann praktisch nichts passieren.

tamagothi.de support team

Ja, schon klar, Spammer! Geh sterben und leiste deinen Support in der Hölle!

¹Der zerschossene Schatten unter der Eingabemaske ist aus dem Original. Vermutlich ist den Phishern beim Hin- und Herziehen ihrer Phishing-Seite eine Grafikdatei verloren gegangen. Und es sind kriminelle Spammer, die schauen sich das nicht selbst an. Wenn die sich Mühe geben wollten, könnten sie ja auch gleich arbeiten gehen.

tamagothi.de SHUTDOW IN PROGRESS

Sonntag, 17. Februar 2019

So so, ein „shutdow“. Da will ich mal hoffen, dass es sich nicht um eine Schließung des Dow-Jones-Index handelt.

Von: tamagothi.de <rack@mc.net>

Sehr unterzeugend gefälschte Absenderadresse. Das ist ja fast so, als würde ich behaupten, ich sei Google und dabei Microsoft als Absender benutzen.

An: gammelfleisch@tamagothi.de

Dieser Müll geht an jede Mailadresse, die man irgendwo im Web einsammeln kann. Also bloß nicht beunruhigt sein. Es ist Spam. Von Kriminellen. Nichts an den Behauptungen in der Spam stimmt.

tamagothi.de

Herzlichen Glückwunsch, Spammer! Du kannst offenbar den Text nach dem @ einer Mailadresse vom Text…

Dear gammelfleisch,

…vor dem @ einer Mailadresse trennen, um aus Letzterem eine „persönliche“ Anrede zu bauen, mit der du zu verbergen trachtest, dass du mich gar nicht kennst. Dieses Programmierkunststück aus einem Kurs für Achtjährige kriegt nicht jeder deiner spammenden Kollegen hin.

Email account will Expire on 17 February 2019

Huch, das ist ja heute! :shock:

Übrigens: Der Mailserver in der Domain tamagothi (punkt) de wird von mir selbst verwaltet. Da läuft ein Mailkonto nicht einfach so ab. ;)

Der Spammer lügt also. Vermutlich wird seine Lüge in ganz vielen Fällen glaubwürdig genug klingen, und dann klicken Menschen halt in eine Spam:

You needs to be Re-verified due to our system upgrade to avoid Shutdown gammelfleisch@tamagothi.de.

You have (1) new unread message.

CLICK TO VERIFY NOW gammelfleisch@tamagothi.de

Wer auf den Klickmich-Link klickt, landet auf der Website in der Domain hotstuffdance (punkt) com, der man nur beim Hinschauen ansieht, dass sie nichts mit der Domain tamagothi (punkt) de zu tun hat. Dort erhält man dann die Gelegenheit, Kriminellen sein Mailpasswort zu geben – und damit mehr oder minder direkten Zugriff auf alles, was am Mailpasswort dranhängt oder was als Sicherheitsmaßnahme eventuelle Passwortrücksetzungen über E-Mail bestätigt haben möchte: Amazon, eBay, PayPal, Social-Media-Sites, Clouddienste… :(

Die Phishing-Seite sieht übrigens so aus:

Phishing-Website für E-Mail-Konten

Die Mailadresse wird offen als GET-Parameter in der URI übertragen, ist also Bestandteil des Links. Ich habe nicht ausprobiert, ob es für gängige Freemailer wie etwa GMail ein angepasstes Design für diese Phishingseite gibt, aber es wäre eine Kleinigkeit, so etwas zu machen.

Zum Glück für uns alle gibt es eine ganz einfache und völlig sichere Methode, nicht zum Opfer eines Phishings zu werden: Niemals in eine E-Mail klicken! Websites immer über ein Lesezeichen im Browser aufrufen, und schon können einem die Verbrecher keinen giftigen Link mehr unterschieben. Dass die Behauptungen einer grundlosen Abschaltung eines Mailkontos substanzlos sind, zeigt sich sehr schnell, wenn man die Website seines E-Mail-Anbieters aufruft und dort nach einer ganz normalen Anmeldung feststellt, dass es das behauptete Problem gar nicht gibt.

Das Beste daran: Dieser Schutz vor Phishing funktioniert vollkommen zuverlässig und kostet kein Geld. Vernünftige Menschen und Unternehmen, die Interesse daran haben, dass der kriminelle Sumpf im Internet endlich ausgetrocknet wird, ergänzen solche Vorsichtsmaßnahmen, indem sie ausschließlich digital signierte E-Mail versenden, bei welcher der Absender jenseits jedes vernünftigen Zweifels sichergestellt werden kann¹. Das kostet übrigens auch kein Geld und ist so einfach wie klicken.

Thank you
tamagothi.de notification. ©2019

Oh toll, mit deklariertem Copyright von einer Benachrichtigung! :mrgreen:

¹Indem sichergestellt wird, dass der Absender der E-Mail im Besitz des Privatschlüssels des Absenders ist.

Vacancy – apply online

Dienstag, 1. März 2011

Greet!

Ich kenne dich nicht!

First of all, I want to introduce myself. I chair the position as an HR manager at the large leading trade company.

Als erstes stelle ich mich mal vor. Ich habe keinen Namen und bin für das „Menschenmaterial“ bei einer riesigen Handelsunternehmung verantwortlich, die auch keinen Namen hat.

The corporation offers the wide range of different activities:
– consultation
– business support
– business leading
– managing
– management of finances
-etc.

Diese Unternehmung hat zwar keinen Namen, aber sie bietet auf dem Markt einen breite Auswahl angeblicher Dienstleistungen an, nämlich

  1. Bullshit
  2. Bullshit
  3. Bullshit
  4. Bullshit
  5. Bullshit
  6. etc.

New great job proposition in Australia for active, responsible people!

Neben ihrem nicht sehr aussagekräften Tätigkeitsfeld sucht diese Unternehmnung in Australien ein paar passive, verantwortslose Leute, die meinen, dass man mit einer kriminellen Spam gute Angebote bekommen könnte. Diesen Leuten mit ihrem ganz speziellen Charakter wird wie üblich versprochen…

- you can earn 2.600 AUD + premium for your good job
– underemployment
– busy hours by your decision

…dass man für wenig und frei eingeteilte Arbeit ganz viel Geld bekommt. Warum solche „Jobs“ nicht ohne millionenfache, kriminelle Müllmail weggehen, obwohl sie in solcher Beschreibung sehr attraktiv sind, verschweigt der namenlose „Arbeitgeber“.

If we met your burning desire for the further cooperation, asap send us your contact info to the email: Lavern (at) westunion (strich) consult (punkt) com

Wenn wir, die wir immer noch namenlos bleiben, mit dieser millionenfach in die Mailpostfächer gerotzten Beschreibung in ihnen jetzt jemanden gefunden haben, der hirnverbrannt genug ist, dass er unsere „Jobs“ machen möchte… wunderbar, antworten sie uns ganz ganz schnell! Wir bei der Mafia brauchen dringend neue Maultiere. Aber bitte antworten sie auf diese Mail nicht, indem sie „Antworten“ in ihrem Mailprogramm anklicken, denn unser Absender ist gefälscht.

Und weil wir sie gar nicht kennen, machen sie doch bitte einen Datenstriptease und vergessen sie dabei nicht…

Your name:
Your surname:
The counrty:
City of your living:
E-mail: [sic!]
Your phone number:

…auch ihre Mailadresse anzugeben, denn wir sind ein bisschen zu doof, um die Absenderangabe ihrer Mail zu lesen.

Important note! This work is provided just for Australian citizens.

Wichitiger Hinweis! Wir schaffen es nicht, unsere Spams nur an Mailadressen in der TLD für Australien zu senden. Deshalb müssen wir im Text erwähnen, dass wir unsere Hilfsgeldwäscher nur in Australien suchen.

Provide us with the name, surname and phone number of yours in order the managers of our company will be able to contact you and ask you some questions and will answer yours.

Kurz, nachdem sie uns geschrieben haben, rufen wir von der namenlosen Unternehmung bei ihnen an, erzählen ihnen weitere Lügen und tun so, als ob wir ihnen eine richtige Arbeit geben. Danach machen sie in ihrem Namen und mit ihrer Anschrift und ihrem Konto unsere „Geschäfte“ und bekommen so unfassbar viel Geld dafür, dass kein Richter dieser Welt davon ausgehen wird, dass sie arglos gehandelt haben. Irgendwann werden sie verhaftet und sowohl zivilrechtlich als auch strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. Die mafiös organisierten Internet-Kriminellen machen sich auf Kosten ihrer Blödheit ein schönes Leben.

Diese Spam wurde mechanisch erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.

Why people are lucky working with us?

Freitag, 25. Februar 2011

Hello.

Persönlicher ansprechen können wir unsere Empfänger nicht, denn diese Nachricht geht an Hunderttausende.

We would like to introduce you our company.
Our company is a large international holding complex that provides supporting services for businesses […]

Wir wollen unser total tolles Unternehmen vorstellen. Das ist ein internationales Riesending, dass Dienstleistungen für andere Unternehmungen erbringt. Und weil wir diese Mail mal in Englisch schreiben, muss das auch nicht auf anderen Kontintenten liegen, sondern…

[…] of the clients with main office in Berlin (Germany).

…zur Abwechslung mal in Berlin. Einen Namen hat unser tolles Unternehmen noch nicht, auch keine Website oder sowas. Es macht seine Geschäfte mit…

We deal with:
– tax planning consulting;
– registration of companies and;
– additional supporting services for foreign based companies.

…Geldwäsche für die organisierte Internet-Kriminaliät. Und dafür braucht es immer wieder…

Now there are some vacancies in our company. If you are willing to have some extra money and interested in part-time job then this offer is for you.

…ein paar neue Mulis, die das Geld auf ihrem persönlichen Konto empfangen, um es über Western Union oder MoneyGram an uns weiterzusenden. Dass wir als total tolles, internationales Riesenunternehmen völlig wahllos bei unserem Personal sind, liegt daran, dass es uns eigentlich egal ist, welche Deppen für uns ins Gefängnis gehen, solange wir nur genug Geld aus unserem Betrug machen. Also seien sie bitte so merkbefreit und machen sie vor uns erstmal den Datenstriptease, damit wir überhaupt wissen, wer sie sind:

We need some personal information about you:
– first name,
– last name,
– country you live in,
– the date of your birth,
– your email address, [sic!]
– you primary phone number,
– extra phone number,
– convenient time for a call.

Dass wir bei der automatischen Verarbeitung der paar hundert Antworten auf unsere frische Spamwelle immer noch kein technisches Verfahren in Form eines einzeiligen Programmes¹ gefunden haben, um die Mailadressen aus dem Absender der Mail herauszupfriemeln, sollte sie nicht weiter bekümmern – also geben sie bitte auch ihre Mailadresse an. Und weil wir vielleicht mit den gesammelten Daten noch ein bisschen Geschäft machen wollen, denken sie bitte daran…

Tell us about your other work experience.

…uns auch ein paar wertvolle Zusatzinfos zu geben. Vielleicht eignen sie sich sogar als kleiner Hilfskrimineller, deshalb…

Also we would like to know if you have got a criminal record?

…teilen sie uns entsprechende Erfahrungen bitte formlos mit.

If you have interest to work with us, please send me your information to
Colby@westunion-consult.com

Aber bitte beantworten sie diese Mail auf gar keinen Fall, indem sie in ihrer Mailsoftware auf „Antworten“ klicken, denn der Absender ist gefälscht – diese Angabe Reply-To im Header der Mail ist auch wirklich schwierig reinzufummeln, wenn man so wenig kann wie wir.

We would be glad to cooperate with you further and will be looking forward to your reply.

Wir sind glücklich darüber, dass die Mutter der Idioten jeden Tag schwanger ist.

Sincerely.

Diese Spam wurde mechanisch erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.

¹Klar, in Perl ist „alles ein Einzeiler“, ich schlage den folgenden Einzeiler auf die Maildatei vor, um an die Mailadressen zu kommen und denen eine Standardantwort zu schicken:
perl -ne 'if (/^From/) { s/^.*[^a-z0-9]([a-z0-9][^\@]*\@[a-z0-9\.\-]+).*$/$1/i; if (/\@/) { print; } }'
Natürlich würde man die Ausgabe noch auf sort -u pipen, wenn man so etwas auf die ganze Maildatei loslässt. Ein solches Minimalprogramm zu schreiben – und zwar besser, als ich das hier in zwei Minuten auf die Schnelle formuliert und nicht einmal getestet habe – erfordert nur wenig anstrengende Denktätigkeit und lediglich die Kenntnisse eines Einsteigers. Euch ist in eurer verbrecherischen Gier einfach jede Mühe zuviel. Na, deshalb seid ihr ja auch dumme, asoziale Spammer geworden.

Letter of confirmation

Dienstag, 6. Juli 2010

Attention Winner,

Hallo, du Empfänger, dessen Namen wir nicht kennen und den wir Gewinner nennen:

This is to inform you that you have won a prize money of (1,000,000.00 One Million Euros) for the 2010 International E-mail Draw which is Organized By Postcode On-line Promotion Programme You have won 1,000,000.00 Euros From Postcode Casino International, To file for your claim Please Contact your delivery agency with the contact information below:

Auf diesem Weg wollen wir dir weismachen, dass du eine Million Euro in einer Lotterie gewonnen hast, an der du gar nicht teilnimmst und von der du noch nie etwas gehört hast. Und jetzt sei bitte so gläubig und naiv, dass du darauf reinfällst und uns antwortest, damit wir unseren üblichen Vorschussbetrug mit dir durchziehen können.

Delivery agency contact information:
Tell: +31-644-621-xxx
Fax: +31-847-367-xxx
E:mail: claimagencydep (at) aim.com

Wenn du uns antwortest, nimm aber nicht diese Schaltfläche mit der Aufschrift „Antworten“ in deiner Mailsoftware, denn wir fälschen natürlich unsere Absenderadresse und sind zu doof, unser Spamskript so anzupassen, dass es diesen Reply-To-Header in der Mail schreibt. Stattdessen klick in die Spam und kopier einfach die folgenden Punkte in die neue Mail, damit wir auch an deinen Datenstriptease kommen. Wundere dich bitte auch nicht darüber, dass wir „geschäftlichen“ Mailverkehr trotz irgendwelcher angeblicher Millionenbeträge über eine kostenlos eingerichtete Mailadresse bei einem Freemail-Provider abwickeln.

PAYMENT PROCESSING FORM:
1.FULL NAMES:
2.ADDRESS:
3.SEX:
4.AGE:
5.MARITAL STATUS:
6.OCCUPATION:
7.E-MAIL ADDRESS: [sic!]
8.TELEPHONE NUMBER:
9.AMOUNT WON:
10. COUNTRY

Du siehst, wir wissen nichts über dich. Wir kennen nicht einmal deine Mailadresse, die wir doch mit dieser Spam „beglückt“ haben. Sehr dankbar sind wir übrigens für eine Telefonnummer, denn wenn wir erstmal jeden Tag mit dir quatschen und dir den Berg Geld so richtig vor Augen malen, denn kriegen wir dich am besten weichgeklopft. Denn ziehen wir dir eine Vorleistung nach der anderen aus der Nase und du redest mit allerlei tollen Leuten, die sich am Telefon alle möglichen Titel geben. Die Million gibt es nicht, und mit deinem Geld und dem Geld der anderen Opfer finanzieren wir unseren verfeinerten Lebensstil. Damit uns nicht so schnell die Polizei besucht, sollst du uns das Geld auch immer schön anonymisiert über Wester Union oder MoneyGram zustecken. Im Knast finden wir es nicht so toll.

So, damit du das überzeugender findest…

WINNING INFORMATIONS
REF No: ES/4420X2/68978NL56807FV) LUCKY No: PL87689-25473SG-80621NL)

…hier noch ein leckerer Salat aus Ziffern und Buchstaben, dessen tiefere Beziehung zu deinem Gewinn (oder zu deiner Mailadresse, die doch angeblich gewonnen hat) wir dir allerdings nicht verraten. Das klingt doch total überzeugend und offiziell, nicht? Als los, fall schon drauf rein!

Sincerely Yours,
Mrs.Caroline Tensen (Public Relation Officer)

Mit freundlichen Grüßen
Deine Vorschussbetrug-Spammer

Gratis Download / Schufa löschen

Sonntag, 30. Mai 2010

Und heute mal wieder ein Beispiel für den rottigen Dreck, der jeden Tag über Kommentarspam transportiert werden soll. Vorgestern kam ausgerechnet hier beim Spamblog der folgende Pingback an:

Negativer Schufaeintrag? Schufa Löschen.

„Erstaunlicherweise“ existierte der Blogbeitrag auf der Website schufa (punkt) 24h (strich) tipp (punkt) de gar nicht, stattdessen gab es dort nur eine leere Seite. Der Pingback war also sehr fragwürdig. Leer? Na ja, die Seite war vorhanden und nur fast leer, denn nach kurzer Zeit wurde die leere Seite javascriptgesteuert vom folgenden Layer überlagert:

Gratis-Download -- Ihr kostenloser Musterbrief, mit dem Sie Schufa-Auskunft bekommen. -- Name [Eingabefeld] E-Mail [Eingabefeld] Jetzt downloaden [Schaltfläche]

Warum zum schwefelkackenden Höllenhund jemand für einen Gratis-Download seinen Namen und seine Mailadresse hinterlegen sollte, wenn es ein einfacher Download-Link auch täte, habe ich jetzt nicht weiter ausprobiert – sicher ist nur dieses: Diese Mailadresse landet bei Leuten, die Websites betreiben, für welche mit massenhafter Kommenarspam in Blogs Werbung gemacht wird. Angesichts eines solchen Hintergrundes wird dort hoffentlich niemand seine Mailadresse hinterlassen, wenn er noch ganz bei Troste ist.

Auch die Frage, wie ich bei einem Gratis-Angebot Geld sparen kann, bleibt etwas rätselhaft. Es ist kein besonders Problem, von der Schufa Auskunft über die gespeicherten Daten zu bekommen. Eines besonderen Formbriefes bedarf es dafür nicht, es besteht eine gesetzliche Auskunftspflicht, wie übrigens bei jeder Datenspeicherung. Und wenn die bei der Schufa gespeicherten Daten fehlerhaft sind, werden sie natürlich auch korrigiert. Das liegt übrigens auch im Interesse der Schufa. Da ist nichts zu sparen. Da bedarf es keines Downloads. Allein diese Kleinigkeit weckt den Verdacht, dass es sich beim durch Spam beworbenen „Angebot“ um eine „Bauernfängerei“ handeln könnte, und dass in diesem Kontext weitere Daten für den „Download“ eingefordert werden, sollte alle Alarmglocken klingeln lassen.

Dies gilt umso mehr, als dass die durch Spam beworbene Website ein Potemkinsches Dorf ist. Alle Seiten – das gilt auch für das angebliche Impressung – sind vollkommen leer und lassen diesen Layer erscheinen, der den „Download“ anbietet. Eine höchst zweifelhafte Angelegenheit, die ebenfalls nicht dazu geeignet ist, den Eindruck eines seriösen und nicht auf Beschiss ausgelegten Internet-Angebotes zu erwecken.

Der gefälschte Pingback ging übrigens von einem Server bei demjenigen Unternehmen aus, dass auch die Domain 24h (strich) tipp (punkt) de hostet. (Es handelt sich um den Server mit der IP-Adresse 87.118.72.3.) Das rechtfertigt den starken Verdacht, dass die Spam vom Betreiber der fragwürdigen Website ausgeht und nicht etwa von jemanden anders, der damit anderer Menschen Geschäftstätigkeit sabotieren möchte.

Ich hoffe, dass sich auf diesem Hintergrund jeder ein Bild davon machen kann, was von diesem Anbieter zu halten ist. Irgendwelche persönlichen Daten sind das Letzte, was meiner bescheidenen Meinung nach solchen Anbietern gegeben werden sollte – und schon gar nicht die Mailadresse. Man möchte die Mail ja doch ganz gern zum Kommunizieren verwenden, nicht… ;-)

Ach ja, nicht vergessen: Vom „Schufa Löschen“ aus der Kommentarspam ist die ganze Zeit schon nicht mehr die Rede, das wird hier nicht zugesagt. Es dient nur als Köder, um verzweifelte Menschen in ihrer Not auf solche Seiten zu locken. Über die Seriosität eines solchen Vorgehens enthalte ich mich jeden weiteren Kommentares, aber ich glaube, dass sich jeder denken kann, was ich darüber denke. :mrgreen:

Und generell ist niemals etwas von Angeboten zu halten, die durch den Missbrauch der Kommentarfunktion von Blogs, durch Einträge in Gästebucher oder durch Spam in Foren beworben werden. Niemals.

Dear elias@hxxxxu.de -48% on Pfizer.

Mittwoch, 28. April 2010

[Warum ich die Mailadresse hier unkenntlich mache, sollte klar sein, oder…]

Open in your browser

http://matthewrefill.ru?486014091=elias@hxxxxu.de

Hey, Spammer! Wenn man das derart dumm und offensichtlich macht, dass mit einem Klick auf den Link die Mailadresse bestätigt wird, denn muss man seine „Kunden“ aber für ganz schön bescheuert halten. Wer hat schon Lust auf 50 bis 100 weitere Nullmitteilungen der Machart wie der vorliegenden?

Deine – dir in der Hirnlosigkeit ihrer Mitteilungen in Nichts nachstehenden – „Kollegen“ aus dem gleichen Gewerbe hängen da wenigstens einen md5-Hash der Mailadresse dran, den sie dann mit ihrer Datenbank abgleichen. Aber dazu bist du Depp wohl zu inkompentent, was? Und hast auch nicht das Geld, jemanden dafür zu bezahlen, der sich damit auskennt? Na, denn wird es eben nix mit deinem Spamgeschäft. Ist auch besser so.