Unser täglich Spam

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Telekom sammelt…

Montag, 8. August 2022, 16:52 Uhr

Ich rate ja immer davon ab, sinnlos persönliche Daten herauszugeben, und zurzeit scheint die Deutsche Telekom ohne technischen Grund und unter diffusesten Begründungen die E-Mail-Adressen ihrer Kunden einzusammeln:

@AtariFrosch@twitter.com am 8. August um 14:27 Uhr: Warum will die @Telekom_hilft eine Mailadresse von mir, obwohl ich nur eine Prepaid-SIM habe? Angeblich wegen Störungen, aha. Und um mir Rechnungen zu schicken. Bei Prepaid? m) -- Ihr habt jetzt eine Adresse, die sonst niemand hat. Wehe, die bekommt Werbung, dann werd' ich sauer.

Wenn die Angabe einer Mailadresse nicht anders zu umgehen ist, empfehle ich genau dieses Vorgehen zur Nachahmung. Und bei Missbrauch dieser Mailadressen durch die Telekom bitte nach dem größten juristischen Hammer greifen, der sich gerade finden lässt. Das einzige, was bei der Deutschen Telekom leider Weltspitze ist, das ist die Preisgestaltung. Aber nur mit den Deutschen, denn mit denen kann man das machen und die finden das geil. Auf dem Hintergrund wäre ein Missbrauch eingesammelter Mailadressen einfach nur eine Unverschämtheit.

Man muss übrigens nicht bei der Deutschen Telekom Kunde sein. Das nützt zwar nicht viel, aber immerhin…

3 Kommentare für Telekom sammelt…

  1. liu-yang sagt:

    Die Telekom gibt die gesammelten Mailadressen dank der Zustimmung an Werbeagenturen weiter, die neue Telekom-Produkte durch Spam-artige Werbungen – teilweise sehr aggressiv – dem Kunden dann z. B. fast jeden Tag „Das Smartphone des Jahres “, „I Phone kostenlos“ , oder ein neuer Glasfaseranschluß andrehen sollen.
    Das nennt man dann „Outsourcing“. Die Telekom kann dann behaupten, sie hätte mit den Agenturen „nicht direkt etwas zu tun“.

  2. Aurin Azadî sagt:

    Spannend. Die Anforderung der Mailadresse kam nämlich von der Telekom selbst, per SMS. Und weil ich beim ersten Mal nicht reagiert hatte, kam sie heute halt noch ein zweites Mal. Ich vermute, die Erinnerung wäre immer wieder gekommen, bis man entnervt aufgibt und die Mailadresse rausrückt.

    Dabei haben viele (die meisten?) Menschen nur eine einzige Mailadresse für alles, maximal noch eine Trennung dienstlich/privat, wie ich immer wieder beobachte.

    Nun, wie gesagt, es ist eine eindeutige Mailadresse, die sie von mir bekommen haben, und wenn die für Werbung mißbraucht wird (was in der SMS nicht drinstand), werd ich so ein bißchen auf den Putz hauen. 🙂

  3. Aurin Azadî sagt:

    Update: Ich habe vorhin eine Mail von der Telekom an die dort angegebene Adresse erhalten, um diese Mail nochmal zu bestätigen. Damit sie sich auch ganz, ganz, ganz sicher sein können.

    Da gab es aber noch einen Link zu einer FAQ. Dort heißt es unter anderem, daß man seine Rechnungen weiterhin online über den Kundenaccount einsehen könne. Das betrifft mich allerdings ja gar nicht, da ich keine Rechnungen auf diesem Wege bekomme.

    Weil meine Fragen dort also nicht beantwortet wurden, habe ich einen Kommentar hinterlassen:

    „Es fehlt jeglicher Hinweis darauf, wofür die E-Mail-Adresse verwendet werden kann und wird, abgesehen von den genannten angeblichen Zwecken. Eine Rechnung wird man wohl eher nicht bekommen, wenn man nur einen Mobilfunkvertrag mit einer Prepaid-SIM hat.

    Außerdem, DSGVO-relevant:
    - Wird an diese Adressen auch Werbung für eigene/fremde Dienstleistungen/Artikel verschickt?
    - Werden die Adressen an andere Firmen weitergegeben?
    - Welche Informationen werden damit verknüpft, und werden auch diese Informationen (teilweise) an Dritte weitergegeben?
    - Wo werden die Adressen und ggf. weitere Daten verarbeitet?
    - Wie lange werden sie gespeichert?“

    Bin mal gespannt, ob ich Antworten bekomme. Bestätigt habe ich die Mailadresse noch nicht.

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