Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „SEO“

Free Shipping

Donnerstag, 2. Mai 2024

So nannte sich der Enthirnungsrest mit schlechtem, fehlerhaftem Spamskript und IP-Adresse aus Argentinien, der heute um 13:00 Uhr den folgenden „Kommentar“ hier auf Unser täglich Spam hinterlassen wollte, aber an seiner eigenen technischen Unfähigkeit gescheitert ist:

Greetings from Ohio!

Oh, das liegt in Argentinien? Vielleicht hätte ich an der Schule in Geografie doch ein bisschen aufmerksamer sein sollen. 😁️

I‘m bored to death at work so I decided to check out yopur site on my iphone during lunch break.

Wenn du von deiner Arbeit zu Tode gelangweilt bist, solltest du dir vielleicht mal einen anderen Job suchen. Aber werde dabei bloß nicht zum Spammer! Denn dazu hast du nicht das geringste Talent.

I really likje the info you provide here and can’t wait to take a look when I get home.

Na, da freust du dich doch bestimmt über deine Erwähnung, du Hirni! Du hast sie dir auch redlich verdient.

I‘m shocked at how fast your blog loaded on my cell phone ..

Tja, es hat halt Vorteile, wenn man seine Websites schlank und frei von jeder unnötigen Komplexität hält und nicht aus fuffzich übers Web verstreuten Quellen Javascriptschnippsel der Reklamenetzwerke drin verbaut. Sogar mit so einem moppeligen WordPress im Hintergrund wird es dann flott.

I‘m not even using WIFI, just 3G .. Anyhow, good site!

Früher habe ich ja immer versucht, die Größe einer Startseite unter dreißig Kilobyte zu halten, aber das war früher. Heute…

$ curl -s http://spam.tamagothi.de/ | wc
    475    9062  104474
$ _

…sind es eher so hundert Kilobyte. Aber selbst das wäre sogar mit einem altmodischen Modem noch ganz gut benutzbar, wenn man mal müsste – im Gegensatz etwa zu den meisten contentindustriellen Pressewebsites, deren einziges und tief unseriöses Geschäftsmodell in der Vermarktung von Plätzen für die Lüge der Reklame zur vorgeblichen Wahrheit der Berichterstattung liegt. Die FAZ zum Beispiel erfreut ihre Leser mit…

$ curl -s https://www.faz.net/aktuell/ | wc
   1742  117899 1725187
$ _

…rd. 1,7 Megabyte nur für das Markup der Startseite, die erst einmal übertragen und vom Webbrowser geparst werden müssen, bevor überhaupt etwas dargestellt werden kann, und dazu kommen dann noch diverse Zusatzdateien, eigene Schriftarten statt der im Browser eingestellten, viel intransparent nachgeladenes Javascript aus teilweise dubiosen und halbseidenen Quellen, sinnlose Symbolbilder aus der Contenthölle, Gängelcode zur Lesergängelung und natürlich jede Menge Reklame, Reklame und Reklame, denn das ist der einzige und eigentliche Grund, warum diese Website überhaupt existiert. Die Reklame mit Überwachungs- und Datensammelfunktion, versteht sich. Gut, dass es wirksame Adblocker gibt, sonst wäre dieses ganze Web noch beschissener und unerfreulicher. Ich sollte mir mal ein kleines Skriptchen schreiben, das versucht, den gesamten Datentransfer beim Aufruf einer Seite zu erfassen. Aber heute ist mir das Wetter dafür ein bisschen zu schön, und diese Aufgabe ist ziemlich knifflig, vor allem, wenn Javascriptcode erst in Javascript erzeugt und ausgeführt wird. Ja, die technische Vorgehensweise der Reklamewirtschaft ist nicht mehr von der technischen Vorgehensweise in der Kriminalität zu unterscheiden. Vielleicht hat ja auch schon jemand so etwas fertig… und nein, ich möchte dafür kein Browser-Addon, weil mein Browser ordentlich unerwünschten und gefährlichen Code wegblockt.

Die Daten werden übrigens für den Transport komprimiert, und normales HTML-Markup ist sehr redundant und deshalb gut komprimierbar. Aus meinen rd. 100 Kilobyte für das Markup der Startseite werden dabei rd. 32 Kilobyte für die Datenübertragung¹. Es ist mir übrigens trotzdem noch ein bisschen zu fett, aber ich habe gerade keine Lust, etwas dagegen zu tun. Und vor allem drängt mich auch gerade nichts dazu.

Hey, Spammer mit deinem Wischofon: Wie hast du es eigentlich geschafft, mein nicht unbedingt leichtverständliches Deutsch zu verstehen, wenn du gar kein Deutsch kannst? Ach…

Loook into my web site; Free Shipping

…es ging dir ja nur um deinen SEO-Link, weil du ja ein SEO-Spammer bist. Und Mühe mit dem Spamskript willst du dir auch nicht geben, weil du ja gleich arbeiten gehen könntest, wenn du dir mal Mühe geben wolltest.

Na, da bist du aber genau an der richtigen Stelle gelandet. Aber punktgenau.

Apropos „Wenn sich Spammer Mühe geben wollten, könnten sie ja gleich arbeiten gehen“: Dein SEO-Link ist auch noch kaputt. 🤦‍♂️️

Fehlermeldung des Webservers: SIEMAX Content Management System -- Fehler 404! -- Die gewünschte Seite wurde nicht gefunden. -- [back]

Aber vielleicht hast du ja das nächste Mal ein bisschen mehr Glück bei der Datenverarbeitung. Du scheinst das zu brauchen. 🍀️

¹Um das herauszubekommen, füge man einfach vor dem wc ein gzip -c in die Pipe ein. Und nein, ich mache mir jetzt keine Gedanken darüber, wie man so etwas mit Microsoft Windows herausbekommt. Im Zweifelsfall mit dem Linux-Subsystem von Windows 11.

SEO-Spamsau: gutscheindeal.de

Montag, 29. April 2024

Die grunzende SEO-Kommentarspamsau des Tages: gutscheindeal.de

Heute gibts ein kleines Leckerli aus dem Lachsack. Ich bitte darum, eventuelle Getränke vor dem Weiterlesen aus dem Mundraum zu entfernen, um eine große Sauerei zu vermeiden.

Ich habe hier doch gestern erst etwas über die in meinen Augen überhaupt nicht empfehlenswerte, mit SEO-Spam in die Aufmerksamkeit gebracht werden sollende Website in der Domain gutscheindeal (punkt) de geschrieben. Nun, ich habe zu diesem Text heute auch einen Kommentar gehabt. Er wurde heute mittag um 11:52 Uhr abgesetzt. Und zwar völlig mechanisch. Mit einem schlecht programmierten, fehlerhaften Spamskript. Denn wenn Spammer sich Mühe geben wollten, brauchten sie ja nicht zu spammen, sondern könnten gleich arbeiten gehen. Damit auch völlig klar ist, dass es Spam ist und nicht etwa die Reaktion eines denkenden und fühlenden Menschen. Natürlich wurde dieser „Kommentar“ automatisch ins große Glibbersieb aussortiert, denn es ist ja völlig klar, dass er Spam ist. Der „Kommentar“ sieht so aus (spätestens jetzt sollten die Flüssigkeiten aus dem Mund sein):

Name Rabatt BioBloom
Homepage: https://www.gutscheindeal.de/shop/biobloom/
Mailadresse: in der Domain neuf.fr
IP-Adresse: Telekom-Dienstleister aus den USA

Kommentar:
Dieser Artikel ist gesponsert von der BioBloom GmbH.

Das ist so mechanodumm, das brauchte erstmal ein paar Sekunden, bis der Groschen fiel. Aber dann: Aua, diese Lachschmerzen! 🤣️

Eigentlich ohne weitere Worte.

Und nein, „gesponsorte Artikel“ (das ist Blenddeutsch für dumme Reklameschreiberei, die man seinen Lesern wie richtige Texte präsentiert, um seinen Lesern zu zeigen, wie sehr man ihre Intelligenz verachtet) gibt es hier nicht, und das wird auch vermutlich so bleiben. Damit ich Werbung für ein Produkt oder eine Dienstleistung mache, muss ich schon selbst vom Produkt oder der Dienstleistung so überzeugt sein, dass ich es auch anderen Menschen empfehlen könnte. Dann, und nur dann, würde ich unter Umständen auch Geld für Werbung nehmen, wenn es mir das wert wäre, dafür den nichtkommerziellen Status der Website aufzugeben und mich den juristischen Abgründen und Unwägbarkeiten des Wettbewerbsrechtes auszusetzen. Aber auch das nur, wenn das ohne Javascript, Code aus Drittquellen, Tracking, Überwachung und Datensammelei geschieht und klar als Werbung vom eigentlichen Inhalt abgesetzt und gekennzeichnet sein kann. Ich bin doch kein PResseverleger!

Mit Stable Diffusion generiertes BildIch nehme mal schwer an, dass die im „Kommentar“ benannte BioBloom GmbH nichts mit dieser Spam zu tun hat und auch generell gar kein Interesse daran haben kann, wenn die Websuche nach ihrer Firmierung – nach Anwendung ausgiebiger Keywordspam durch eine dafür beauftragte und bezahlte SEO-Klitsche – zu den Websites anderer Unternehmungen führt, die dann fragwürdige, beim bloßen Hinschauen halbseiden anmutende, spamgetriebene Geschäftchen mit irgendwelchen Gutscheinen machen. Rabattangebote könnte die BioBloom GmbH ja auch sehr einfach und direkt auf ihrer eigenen Website machen, also genau dort, wo ihre Kunden und andere interessierte Menschen danach suchen würden. Dass die von diesen Spammern missbrauchten Firmierungen nichts mit der Spam zu tun haben, sieht man ja auch schon daran, dass die gleichen Machenschaften mit „Gutscheinen“ mit Link auf dieselbe spambetriebene Website auch mit der Marke DocMorris laufen.

Allen anderen Menschen sage ich: Augen auf bei irgendwelchen Billigheimern und Rabattwebsites, die man so mit einer Websuchmaschine finden kann! Dass etwas weit oben in den Suchergebnissen steht, muss keineswegs bedeuten, dass es gut, empfehlenswert oder wenigstens frei von Abzocke oder Schlimmerem ist. Es ist oft auch einfach nur die beabsichtigte Folge solcher SEO-Spam. Und Spam ist niemals ein gutes Zeichen.

Ich werde mir auch in Zukunft immer wieder einmal einen dieser „Kommentatoren“ rauspicken, die mit verlinkten Keywords die Indizes der Suchmaschinen beeinflussen wollen, auf dass die Menschen nicht mehr das finden, was sie suchen, sondern das, was die SEO-Kommentarspammer sie finden lassen wollen. Diese „Kommentare“ sind reine Spam, ein widerwärtiger und böser Missbrauch von Kommunikationskanälen auf Kosten vieler anderer Menschen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Formen der Spam steht hier jedoch ein Verursacher mit Sicherheit fest – eben der Betreiber der so „hochgebrachten“ Website. Es kann sich auch nicht um Sabotage durch den Mitbewerb handeln, denn niemand kann ein Interesse daran haben, dass sein Konkurrent einen Vorteil am Markt erlangt. Deshalb werde ich diese Websites, die ganz sicher von Leuten betrieben werden, die selbst spammen oder Spam bei anderen Leuten in Auftrag geben und bezahlen, hier immer wieder unter Namensnennung, aber ohne Link erwähnen und als Spammer brandmarken. Wenn sie eine gewerbliche Website betreiben und eine solche „lobende Erwähnung“ nicht wünschen, kann ich ihnen nur empfehlen, auf das gleichermaßen „Werbemittel“ der Spam zu verzichten. Sie könnten es ja mal mit Inhalten versuchen, die auch Leser anziehen.

wie kann man online einkaufen mit BioBloom gutschein sparen

Sonntag, 28. April 2024

So nannte sich das hirnlose Gesäuge mit dysfunktionalem Spamskript und IP-Adresse aus der Bundesrepublik Deutschland, das heute morgen um 8:04 den folgenden Kommentar hier auf Unser täglich Spam ablegen wollte:

BioBloom könnte aus eigener Kraft weiter expandieren.

Schon klar, am besten mit Spam! Der Wachstumsmotor im Internet der Spammer.

Mit Stable Diffusion generiertes, sinnloses BildAls Homepage, die mit dem schönen „Namen“ verlinkt wird, wurde übrigens die in meinen Augen wegen solcher Spamreklame überhaupt nicht empehlenswerte Website in der Domain gutscheindeal (punkt) de angegeben. Die spammen hier öfter einmal (aber keineswegs wie viele andere flutartig und auffällig) mit schlechten Spamskripten von häufig wechselnden IP-Adressen derartige Kommentare mit SEO-Links, denen man schon durch einfaches Hinschauen ansieht, dass Suchmaschinen mit Keywords vollgespammt werden sollen, um Leute bei der Websuche an einer unerwarteten Stelle mit Spam zu überrumpeln. Angesichts der Tatsache, dass da keine Affiliate-IDs dranhängen und dass kein Mitbewerber ein Interesse daran haben wird, seiner Konkurrenz Kunden durch solche SEO-Spam zuzutreiben, gehe ich davon aus, dass die Betreiber dieses in meinen Augen überhaupt nicht empfehlenswerten Website die Spam in Auftrag geben oder selbst machen. Das ist eben das „Schöne“ an der SEO-Spam: Dass man sich immer sehr sicher sein kann, wer dahintersteckt und dafür verantwortlich ist.

Und dann kriegen die nicht einmal ein halbwegs gutes Spamskript hin! Na, vielleicht sind die „Gutscheine“ ja besser. Ich habe übrigens auch einen Gutschein:

Gutschein -- Der Inhaber darf mich bei Vorlage dieses Gutscheines kostenlos und unverbindlich am Arsche lecken -- Der Nachtwächter

Habe ich SEO-Spam gesagt? Ja, ich habe SEO-Spam gesagt. Hier ist ein etwas älteres Beispiel, das ebenfalls eine derartige Keywordspam mit Links auf die gleiche Website macht, hier aber zur Abwechslung mal mit einer IP-Adresse aus den USA:

Name: docmorris gutscheincode versandkostenfrei
Homepage: in der Domain gutscheindeal (punkt) de
Mailadresse: bei hotmail.fr

DocMorris kümmert sich bedarfsgerecht um seine Kunden.

Die Firmierungen, die durch solche Spam in den Schmutz gezogen werden, haben übrigens nichts mit der Spam zu tun.

Kurz verlinkt und lang betextet

Freitag, 5. April 2024

Mit Stable Diffusion generiertes Bild einiger Frauen, die sich schlammverschmiert durch sehr tiefen Schlamm vorwärtsbewegen, darunter der Text: Websuche mit Google (Symbolbild).
Generiert mit Stable Diffusion, keine Frau ist dafür schmutzig geworden.

Keine Spam, sondern ein Link zu einem kurzen Text zum Thema SEO-Spam in Fefes Blog:

Der Punkt ist, dass er genau den Artikel letztes Jahr schonmal geschrieben hat, aber den findet man bei Google nicht mehr, weil jetzt lauter „KI“-Contentfarmen SEO machen und echte Reviews verdrängt haben […] Die zweite Hälfte seines „Artikels“ ist noch geiler, die hat er von Google Gemini generieren lassen. Der Artikel ist im Wesentlichen: Überschrift. Anreißer. „Kauft Brother“. Und dann so „den Rest könnt ihr überspringen, der ist nur für Google“ und das Gemini-Geblubber. Schön mit Triggerwörtern wir „Expert“, klar. Für Google.

Ich musste lachen. Obwohl es nicht lustig ist. 😐️

Meine Empfehlung, auf jeden Fall eine andere Suchmaschine als Google zu benutzen, bleibt nach wie vor bestehen. Denn Google hat sich über Jahre hinweg in eine Spamhölle verwandelt, in der man nicht mehr findet, was man sucht, sondern nur noch, was Spammer einen finden lassen wollen. Angesichts der Tatsache, dass Alphabet seit über einem Jahrzehnt nichts Substanzielles und Wirksames mehr gegen den Qualitätsverlust der eigenen Suchmaschine „Google“ unternimmt, muss ich davon ausgehen, dass dieser Qualitätsverlust von Alphabet gewünscht ist oder billigend in Kauf genommen wird. Es reicht ja für das verachtenswerte eigene Geschäftsmodell mit Reklame und Überwachungsdaten, sein Geld dafür auszugeben, in allen verbreiteten Webbrowsern als Standardsuchmaschine eingetragen zu sein, statt eine irgendwie annehmbare Qualität zu liefern – zumindest so lange die meisten Menschen es immer noch zu anstrengend oder kompliziert zu finden scheinen, persönlich schädliche Standardeinstellungen von Software zu verändern. Auch, wenn sie in der täglichen Nutzung dieser Software zu täglichen konkreten Nachteilen führen. Dem Nachteil zum Beispiel, bei jeder Websuche zu einem Thema, das von persönlichem Interesse ist, mit Spam konfrontiert zu werden. Und zwar mit der ganzen Bandbreite, von dumm bis offen kriminell.

Dieser „Erfolg“ Googles durch Schleichwerbespam in Webbrowsern kann sich fürwahr sehen lassen. Auch hier, in den Referern¹ zu Unser täglich Spam:

Screenshot der angezeigten Referer in einem Statistiktool: google.com: 861 Aufrufe -- google.de: 141 Aufrufe -- google.at: 30 Aufrufe -- google.ch: 15 Aufrufe -- bing.com: 15 Aufrufe -- duckduckgo.com: 11 Aufrufe -- Ohne Referer: 4 Aufrufe -- ch.search.yahoo.com: 3 Aufrufe -- startpage.com: 3 Aufrufe -- suche.web.de: 3 Aufrufe

Wie schon gesagt: Es ist nicht lustig.

Jetzt ist übrigens ein guter, vielleicht sogar der beste Moment, einfach mal eine andere Suchmaschine in seinem Webbrowser einzustellen. Es ist nicht schwierig. Man muss dafür nur klicken können. Und das kann hoffentlich jeder Mensch, der hierher gefunden hat.

Wie es geht? Ich kann es hier nur für den inzwischen sehr unbeliebten Firefox sagen, weil ich es nun einmal ablehne, einen Webbrowser oder auch nur eine Renderingengine² der größten privatwirtschaftlichen Da­ten­sam­mel- und Überwachungsunternehmung der Welt zu benutzen, die zu allem Überdruss auch noch im Mutterland der NSA tätig ist. Ich habe da nicht das geringste Vertrauen und kann auch anderen Menschen nur empfehlen, etwas anderes zu verwenden. Aber wenn man einen Firefox verwendet, geht es so:

  1. Im „Hamburger-Menü“ (das ist das Menü mit den drei horizontalen Streifen, das sich standardmäßig oben rechts in der Werkzeugleiste befindet) den Menüpunkt „Einstellungen“ auswählen.
  2. Auf der linken Seite des Einstellungsfensters den Punkt „Suche“ auswählen. Es ist der dritte Punkt von oben. Wenn das Fenster – wie im gleich folgenden Screenshot – zu schmal ist, um noch die Textbeschreibung daneben anzuzeigen, wird diese Auswahlmöglichkeit durch das Piktogramm einer Lupe gekennzeichnet. Aber sie haben ja sicherlich einen großen Monitor und verwenden ein großes Browserfenster, oder?
  3. Dort unter Standardsuchmaschine eine andere Suchmaschine auswählen. Welche? Irgendeine. Probieren sie es doch einfach mal aus! Das ist auch genau so schnell wieder geändert, wenn sie danach unzufrieden mit ihrer Wahl sein sollten. Und neben den standardmäßig dort einstellbaren Suchmaschinen gibt es noch eine Menge weiterer Suchmaschinen, die man sehr einfach über Addons freischalten kann.

Screenshot des Firefox mit der Einstellung einer anderen Suchmaschine, in diesem Fall DuckDuckGo

Das ist, wie schon gesagt, sehr einfach, erfordert keine fortgeschrittenen Kenntnisse und kostet nicht einmal eine Minute Lebenszeit. Es spart aber in den kommenden Monaten ganz viel wertvolle und leider beschränkte Lebenszeit, die man nicht durch schmutzige Fluten dümmstmöglicher Spam in den Suchergebnissen waten muss. Selbst „Bing“ von Microsoft ist eine bessere Wahl als „Google“. Selbst „Bing“ von Microsoft liefert bessere alltagsrelevante Suchergebnisse. Wer mich kennt, weiß, wie ungern ich Microsoft lobe. Aber wo sie nun mal – relativ betrachtet – besser sind… 😐️

Ich selbst verwende übrigens meistens DuckDuckGo. 🦆️

Wie schon zweimal gesagt: Es ist nicht lustig.

Das, was man „SEO“ nennt, ist übrigens Spam. Hinterhältig, fies und asozial. Wer dafür Geld ausgibt, ist ein Spammer. Hinterhältig, fies und asozial. Wer seine Texte für Suchmaschinen schreibt oder – neuerdings ganz groß in Mode – von angelernten neuronalen Netzwerken mit der gleichen spammigen Absicht generieren lässt, ist ein Spammer. Hinterhältig, fies und asozial. Unternehmen, die so etwas als Dienstleistung anbieten, sind professionelle Spammer. Hinterhältig, fies und asozial. Es wird höchste Zeit, dass solche asozialen, fiesen und hinterhältigen Angriffe auf Nutzer einer Websuchmaschine genau so geächtet werden wie Spam. Es sind Machenschaften, die für uns alle, für mich und sie und sie, die Welt zu einem schlechteren Ort machen.

Hierzu auch meine wärmsten Grüße an die ganzen contentindustriellen Webmedien diverser deutschsprachiger Presseverleger, die keine spammige Trickserei auszulassen scheinen.

Wie schon dreimal gesagt: Es ist nicht lustig.

Und niemand verstehe mich falsch: Nichts spricht gegen eine semantisch sinnvolle und technisch korrekte Auszeichnung von Texten, die für Menschen geschrieben werden. Aber wer so etwas macht und sich dabei selbst als „SEO“ bezeichnet, ist genau so dumm wie ein Mensch, der sich selbst als „feindseliges Arschloch“ bezeichnet. Niemand mit Resten von Intelligenz und Selbstachtung würde das tun. „SEO“ ist so seriös wie das Geschäftsmodell eines Hütchenspielers am Bahnhof. Nur, dass der Hütchenspieler viel mehr Anstand hat, denn er tritt seinen Opfern noch offen gegenüber und handelt nicht feige aus dem Verborgenen heraus.

Wie schon viermal gesagt: Es ist nicht lustig.

Aber persönliche Abhilfe ist zum Glück einfach. Auch mit anderen Suchmaschinen muss man leider weiterhin aufmerksam bleiben, denn die SEO-Spam ist perfide und böse und beschädigt das gesamte Web. Zum Glück für uns alle ist ihr Hauptziel weiterhin Google, dessen spammiger Missbrauch die größtmögliche Optimierung und die einzige Aufmerksamkeit bei der Erfolgskontrolle erhält.

Zum Glück muss man Google nicht nutzen. Und dass einem Google mit so hohem finanziellen Aufwand aufgedrängelt wird, ist ein Grund mehr, sehr skeptisch gegenüber Google als Suchmaschine zu sein.

¹Die falsche Schreibweise „Referer“ ist Absicht. Dieser Verschreiber ist zum Bestandteil des HTT-Protokolles geworden und hält sich dort schon seit einem Vierteljahrhundert. Deshalb halte ich die Benutzung des Verschreibers in „richtigen Texten“ für ein angemessenes Wort zur Bezeichnung der technischen Angabe.

²Praktisch alle anderen Webbrowser als der Firefox benutzen für die Darstellung eines Website und die Ausführung von Javascript die Chrome-Komponente von Alphabet (Google). Das gilt auch für Webbrowser auf Handys.

SEO-Spamsau: BLR Akademie

Dienstag, 26. März 2024

Die grunzende SEO-Kommentarspamsau des Tages: BLR Akademie

Bei diesem SEO aus der lodernden Spamhölle kann ich nur hoffen, dass er sich mit Brandschutz ein bisschen besser auskennt als mit diesem ganzen Technikkram. Der hat ja – wie ganz viele andere hirnverbrannte Spammer – nicht einmal gemerkt, dass das hier gar kein Forum ist, sondern ein WordPress, das überhaupt keinen BBCode kann. Obwohl man diese Information sehr einfach dem <head>-Bereich jeder Seite dieses Blogs entnehmen könnte. Entsprechende Skripten zu programmieren, ist also völlig trivial. Dabei wäre diese freundliche Hilfestellung für den Spamfilter gar nicht nötig gewesen, denn das Spamskript ist ja auch so fehlerhaft programmiert, dass die Spam schon mit sehr einfachen Tests als skriptgesteuerte Spam erkannt wird. Hier die Spam mit ihrer außerordentlich hohen Keyworddichte, die an dummes Gestammel erinnert:

Name: RaymondSed
Homepage: Nicht angegeben
IP-Adresse: aus Deutschland
Mailadresse: bei outlook.com
Kommentierter Text: ohne Kontext zum Kommentar
Datum/Uhrzeit: 26. März 2024, 10:06 Uhr
Spamerkennung: wegen fehlerhaftem Spamskript

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Ohne weitere Worte zu dieser Spam. 🧠️🔥️🚒️

Solchen Spammern, die in einer ihrer klaren Kommentarspams gleich drei Versionen ihrer mit Spam in die Aufmerksamkeit getragenen Reklametexte auf drei verschiedenen Spamblogs – Archivversionen: eins (werden sie Blogger), zwei (mit „Diät Plan“ und Kalorienzählen), drei (Presseerklärung, die vermutlich für richtige Presse nicht so interessant ist) – verlinken, sollte man meiner Meinung nach besser kein Geld für die Aus- oder Weiterbildung von Mitarbeitern oder gar für die eigene Ausbildung geben. Spam ist immer ein ganz schlechtes Zeichen. Wer mir das nicht glauben mag, weil ich nur so ein dahergelaufener Blogger mit einem komischen Blog bin, der gar vieles in diesem geduldigen Internet schreibt, kann ja einfach mal einen Polizeibeamten fragen, ob Spam ein schlechtes Zeichen ist. Und wenn die Spam dumm, inhaltlich offen intelligenzverachtend und technisch fehlerhaft und miserabel ist, wird dieses schlechte Zeichen davon nicht besser, sondern ganz im Gegenteil.

Das Kontaktformular auf der über Spamblogs indirekt verlinkten Homepage dieses meiner Meinung nach nicht empfehlenswerten Ausbilders hat übrigens unter Ausgabe der lustigen Fehlermeldung „Beim Versuch, deine Nachricht zu senden, ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später nochmal.“ nicht funktioniert, als ich anonymisiert einen Hinweis auf die spamgetriebene SEO geben wollte. Und das im Verlaufe einer halben Stunde dreimal. Offenbar legt man dort viel mehr Wert auf die spammige Manipulation von Suchmaschinen als auf funktionierende Kontaktmöglichkeiten und gegenseitige Kommunikation.

Das fügt sich vorzüglich in ein Bild, das ich mir schon beim Anblick der dummen, hirnverbrannten Spam gemacht habe. Eigentlich fügte sich sogar schon die Gestaltung des Kontaktformulares in dieses Bild, denn die <TEXTAREA>, in der man seine Nachricht verfassen soll, hat nur eine einzige Zeile. Wäre ja auch lästig, wenn die jemand benutzte.

Dafür, dass ich nicht die geringste Lust habe, gegenüber einem dermaßen klarem Spammer meine Mailadresse zu offenbaren, indem ich Kontakt über E-Mail aufnehme, hat hoffentlich jeder Gehirnträger Verständnis. Ich habe schon mehr als genug Spam.

Jetzt aber wirklich genug dazu. 🤢️

Entf! 🗑️
Nach Diktat verreist.

PS: Falls jemand aus dieser spammigen, meiner Meinung nach überhaupt nicht empfehlenswerten Klitsche aus dem schönen München hier mitliest und gleich daran denkt, mich klar rechtsmissbräuchlich wegen übler Nachrede zu verklagen oder mir auch nur damit zu drohen, obwohl die Sache völlig eindeutig ist: Natürlich habe ich auch diese Spam archiviert und kann sie belegen. Hier zum Beispiel ein durch Bearbeitung datenschutzrechtlich koscher gemachter Screenshot aus meinem Spamfilter. Für die eventuell von ihrer Klitsche bezahlte spammige Auftragsdatenverarbeitung der Marke „Suchmaschinenoptimierung“ durch windige Dienstleister bin nicht ich verantwortlich, sondern sie.

Ich werde mir auch in Zukunft immer wieder einmal einen dieser „Kommentatoren“ rauspicken, die mit verlinkten Keywords die Indizes der Suchmaschinen manipulieren wollen, auf dass die Menschen nicht mehr das finden, was sie suchen, sondern das, was die Spammer sie finden lassen wollen. Diese „Kommentare“ sind reine Spam, ein asozialer, widerwärtiger und böser Missbrauch von Kommunikationskanälen auf Kosten vieler anderer Menschen, die an einer meist sehr unerwarteten Stelle, nämlich bei der Suche im Web, mit Spam konfrontiert werden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Formen der Spam steht hier jedoch ein Verursacher mit Sicherheit fest – eben der Betreiber der so „hochgebrachten“ Website. Es kann sich auch nicht um Sabotage durch den Mitbewerb handeln, denn niemand kann ein Interesse daran haben, dass sein Konkurrent einen Vorteil am Markt erlangt. Deshalb werde ich diese Leute und Unternehmen, die selbst spammen oder ihre Spam bei anderen Leuten in Auftrag geben, hier immer wieder einmal unter Namensnennung, aber ohne Link erwähnen und als Spammer bezeichnen, weil sie Spammer sind, was man daran sieht, dass sie spammen. Wenn sie eine gewerbliche Website betreiben und eine solche „lobende Erwähnung“ nicht wünschen, kann ich ihnen nur empfehlen, auf das gleichermaßen asoziale wie illegale Werbemittel der Spam zu verzichten. Sie könnten es ja mal mit Inhalten versuchen, die auch Leser anziehen.

Affiliate Marketing 3d Icon

Sonntag, 24. März 2024

So nannte sich der Grundschulabbrecher mit seiner IP-Adresse aus den Vereinigten Staaten von Amerika und seinem fehlerhaften Spamskript, der gestern kurz vor Mitternacht den folgenden Kommentar hier auf Unser täglich Spam ablegen wollte, aber am Spamfilter und an seiner technischen Unfähigkeit scheiterte:

Hi there!

Ja?!

Just wanted swinging by to praise your awesome blog. Your insights on making money online are truly inspiring.

Bist du dir sicher, dass du das richtige Blog kommentierst? Ach, du verstehst ja noch nocht einmal die Sprache des Blogs.

Making money from home has never been easier with affiliate promotion.

Klar, das sehe ich ja auch an diesem Keywordnamen, mit dem dich deine Mutter gestraft hat, und ich sehe es an „deiner Homepage“, die du damit verlinken wolltest – natürlich inklusive deiner Affiliate-ID, damit du auch ja „online“ ein bisschen Geld mit deiner unter vollständigem Denkverzicht erstellten Spam verdienst. Jetzt musst du dich nur noch zuhause auf deinem von Spermaflecken besprenkelten Sofa darum kümmern, die Fehler aus deinem Spamskript herauszuholen, damit das mit dem Geldmachen auch klappt. Ach ja, und vielleicht solltest du deinen Text noch ein bisschen umformulieren, denn deine unfassbar dumme Spam wäre auch aus rein inhaltlichen Gründen ganz sicher als Spam erkannt und automatisch in den Müll geschmissen worden. Weil sie da hingehört. Schon dein dümmlicher, als Suchmaschinenspam (so genannte SEO) gedachter Keywordname wäre aussortiert worden. Weil man nicht einmal komplizierte Heuristiken braucht, um den Spamcharakter solcher „Namen“ zu erkennen, sondern einfach nur eine Liste mit Wörtern, die nur in Spam vorkommen. „Affiliate“ zum Beispiel. Oder „Marketing“. So etwas schreibt praktisch kein denkender und fühlender Leser. So etwas schreibt nur so ein analfixierter Rosettenkasper wie du. Aber wenn dein Spamskript so kaputt ist, braucht man sich ja nicht einmal um den Text zu kümmern.

It’s all about leveraging your online presence and promoting goods or services that resonate with your audience.

Deine Meisterschaft im Anklangfinden beim Publikum zeigt sich gar prächtig in deiner Spam. Du verstehst, wovon du schreibst, du Dumpfmeister aus der Spamhölle! 🤦‍♂️️

Your blog is a valuable resource for those interested in affiliate marketing. Keep up the great work!

Du geborener Organspender warst weder dazu imstande…

  1. …das Thema dieses Blogs zu erkennen, obwohl man dafür nichts weiter als eine dumme Computerübelsetzung gebraucht hätte; noch warst du dazu imstande…
  2. …aus diversen Anmerkungen zur täglichen Spam zu erlernen, was man vielleicht besser machen könnte, um wenigstens eine kleine Erfolgsaussicht mit so einer Kommentarspam zu haben, obwohl man dafür nichts weiter als eine dumme Computerübelsetzung… oh, ich wiederhole mich ja.

Ach, das wäre dir alles zu viel Mühe? Du hast ja gar kein Interesse an den Texten, die „du“ kommentierst. Deshalb machst du das ja auch mit einem kaputten Spamskript. Und Lesen war dir schon in der Schule viel zu anstrengend, weil du viel lieber die Teletubbies geguckt hast? Die waren so schön bunt und haben dich nicht überfordert? Du intellektuell unbewaffnete Matschbirne lässt einfach dein dummes, irgendwo runtergeladenes und von dir niemals verstandenes Spamskript auf das ganze Internet los und hoffst, dass immer noch genug von deinem Spamschrott durchkommt, um die Suchmaschinen zu manipulieren? Denn wenn du dir Mühe geben wolltest, brauchtest du ja gar nicht zu spammen, sondern könntest gleich arbeiten gehen? Das merkt man aber auch.

Dein deine Spam „genießender“
Nachtwächter

binance us Регистрация

Montag, 18. März 2024

So nannte sich das spammende Gesäuge mit seiner IP-Adresse aus der „Volksrepublik“ China und seinem schlecht programmierten Spamskipt – hey, hauptsache mit Kryptogeld kennt sich das Spammchen aus! – das heute mittag um 13:00 Uhr den folgenden Kommentar hier auf Unser täglich Spam veröffentlichen wollte, aber an seiner eigenen technischen Unfähigkeit scheiterte:

I don’t think the title of your article matches the content lol. Just kidding, mainly because I had some doubts after reading the article.

Hey, Spammchen, ich glaube ja nicht, dass dein SEO-wertiger „Name“, den du in deinem Kommentar mit einem nicht so empfehlenswerten Affiliate-Link auf Binance verlinkt hast, zu deinem Kommentar passt. LOL! Aber hey, ich mache natürlich nur Witze. Vor allem, weil ich da so ein paar Zweifel habe, nachdem ich den Kommentar gelesen habe. 😁️

Entf! 🗑️

wmltulow

Samstag, 16. März 2024

So nannte sich der Experte für digitale „Güter“ – für Spam ist er auf alle Fälle ein qualifizierter Experte – mit seiner IP-Adresse aus Russland und seinem nicht so gut programmierten Spamskript, der heute um 13:22 Uhr hier auf Unser täglich Spam den folgenden SEO-trächtigen „Kommentar“ ablegen wollte, aber dabei an seiner Unfähigkeit gescheitert ist:

A digital goods marketplace is an online platform that enables individuals or businesses to accept, tattle on, and employment digital goods. Digital goods are immaterial products that can be delivered electronically, such as software, music, e-books, photos, videos, online courses, and [b][url=https://wmlogs.com]Top Affiliate Programs[/url][/b] art.

Digital goods marketplaces can be designed for indicated types of digital products, such as a stage seeking selling stock photos, or they can be more inclusive, sacrifice a widespread off the mark discrepancy of digital products. Examples of digital goods marketplaces comprise Etsy for digital art and craft items, Udemy on online courses, and Amazon allowing for regarding e-books and music.

Digital goods marketplaces give a at one’s fingertips modus operandi in return sellers to reach a large audience and representing buyers to identify a extensive breed of products in identical place. They typically give tools for sellers to list their products, look after inventory, and course of action payments. Buyers can flip and search also in behalf of products, conclude from reviews, and prevail upon purchases securely using a number of payment methods.

One of the advantages of digital goods marketplaces is that they instances presentation a way for sellers to reap untouched gains by creating and selling digital products now, while buyers can get a kick critical access to the products they win without having to minister to for shipping. However, digital goods marketplaces also face challenges such as preventing piracy and ensuring the quality of products sold on their platforms.

Selbst, wenn das Spamskript ein bisschen besser gewesen wäre, hätte es dieser „Kommentar“ mit seinem SEO-wertig verlinkten Top Affiliates Programs nicht durch den Spamfilter geschafft. Aus inhaltlichen Gründen. Es ist ja auch für Anfänger nicht so schwierig, in einem Skript herauszubekommen…

$ curl -s http://spam.tamagothi.de/ | grep -i generator
<meta name="generator" content="WordPress 6.4.3" />
$ _

…womit Unser täglich Spam betrieben wird¹, und dass WordPress keinen BBCode in Kommentaren verwendet, sondern HTML, sollte einem Spammer eigentlich bekannt sein. Aber die einfache Regel, die nach BBCode filtert, erwischt immer noch einen Großteil der Spam. Einfach, weil Spammer sich die kleine Mühe nicht machen. Denn wenn Spammer sich Mühe geben wollten, brauchten sie ja nicht zu spammen, sondern könnten gleich arbeiten gehen. 🛠️

Aber hauptsache, mit „Marktplätzen für digitale Güter“ – das klingt schon ein bisschen wie ein verklausuliertes „nicht lizenzierte digitale Kopien“ – kennt sich dieser Hirnstummel aus. Man kann sich ja nicht mit allem auskennen.

Wie man Kommentarspam abwehrt

Der Kommentar wäre übrigens auch noch aus anderen Gründen neben dem BBCode inhaltlich nicht durchgekommen. Es kommen mehrere Wörter darin vor, die ich beinahe nur in Spam habe und deshalb ausfiltere. „Affiliate“ zum Beispiel. Auch „online“ steht bei mir nur in Spam, denn denkende und fühlende Menschen müssen nicht eigens betonen, dass etwas, was in diesem Internet stattfindet, auch noch „online“ ist. Sie betonen ja auch nicht, dass man bei Licht sehen kann, dass Wasser nass ist und dass Dinge durch Farben bunt werden.

Wer tippt schon gern ohne Grund Banalitäten? Das machen nur Spammer. Die machen es dafür aber sehr häufig. Das Wort „online“ kommt bei mir zurzeit² in rd. 17,5 % der Spamkommentare vor. Auch in Spamkommentaren, die nicht mit einem Skript gemacht, sondern in idiotischer Arbeit über die Zwischenablage ins Kommentarfeld kopiert und abgesendet werden. Das ist inzwischen auch eine ganze Menge, wenn auch hauptsächlich sehr durchschaubarer Vorschussbetrug. In weiten Bereichen Afrikas ist Arbeit billig, und als diese Handspammer noch keine VPNs verwendet haben, kam ein großer Anteil der IP-Adressen aus dem bettelarmen Benin. Inzwischen werden durchgehend VPNs verwendet, weil es wohl oft Geoblocking zur Spamabwehr gab. Wer hat schon Kunden (oder auch nur Leser) aus Benin? Es ist natürlich nur meine Vermutung, dass sich die gut organisierten und umsatzstarken Betrügerbanden aus dem benachbarten Nigeria hier „Arbeitskraft eingekauft“ haben, aber eben auch eine Vermutung, für die vieles spricht. Diese Banden sind nun einmal darauf angewiesen, dass ihre Kommentarspams in Foren und Blogs stehenbleiben und wahrgenommen werden. Handarbeit trickst viele einfache Spamfilter aus, denn der Kommentar sieht technisch „echt“ aus. Handarbeit kommt auch sehr gut mit den beliebten und auch für Menschen lästigen und ausgrenzenden CAPTCHAs klar, die immer noch recht häufig zur Spamabwehr eingesetzt werden. Dafür lohnt sich die Investition. Vor allem, wenn man nur eine halbe Handvoll Dollar für einen Arbeitstag eines Menschen bezahlen muss, aber ein einziger erfolgreicher Betrug das Tausendfache dieses Betrages einbringt. Mindestens. Wer hätte da noch Lust, die leidige Arbeit des Spammens selbst zu machen, wer würde sich da nicht lieber aufs „Kerngeschäft“ konzentrieren? In der eingesparten Lebenszeit kann man doch vorzüglich sein kriminell erwirtschaftetes Geld beim Koksdealer, im Bordell und mit teuren Autos verprassen.

So etwas kann man leider nur inhaltlich filtern. „Online“ kommt praktisch nie in Kommentaren von denkenden und fühlenden Menschen vor. Mit ganz wenigen Ausnahmen. So oft und gern ich die Dummheit von Spammern verspotte, manchmal bin ich da auch ganz froh drüber… 😉️

Aber ich befürchte, dass wir demnächst angelernte neuronale Netzwerke mit Sprachmodellen haben werden, die auch eine schwierig zu erkennende Spam generieren können. Es besteht ja ein „geschäftliches“ Interesse daran, und der „Markt“ ist keineswegs klein. Spammer spammen. Das gefällt mir auch nicht, aber das ändert nichts daran. Ich würde wirklich ungern die Kommentarfunktion abschalten. Da würde es mich dann auch nicht mehr trösten, wenn sich in so einer Entwicklung eine dumme Rechenmaschine als intelligenter als die Spammer erwiese, so sich das auch mit meiner Einschätzung deckte. 😁️

Aber zum Glück scheinen wir noch nicht so weit zu sein.

¹Übrigens kann man die generator-Angabe im Quelltext mit Addons für WordPress unterbinden, ich halte davon aber nicht so viel. Es gibt genügend weitere Artefakte in jeder mit WordPress betriebenen Website, die eine Identifikation ermöglichen. Spammer, die mit Schrotmunition aufs Web schießen, kümmern sich eh nicht groß darum, und richtige Angreifer mit ernstzunehmenden Ambitionen werden schon rausbekommen, welche Software man benutzt.

²Zeitraum: Letzte vierzehn Tage.