Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Monatsarchiv für August 2014

Malaysia Airlines Flight 370 (MH370/MAS370)

Sonntag, 3. August 2014

Guten tag,

Ich heiße aber Bernd das Brot.

Ich hoffe Sie tun heute sind große, Dies ist das zweite Mal ich sende Ihnen diesen Brief, ich habe Ihre E-Mail-Kontakt von einem Firmenverzeichnis Schweiz und beschlossen Sie zu kontaktieren zu diesem Geschäft Vorschlag.

Ja, ich mache heute groß. Und auch klein. Und freue mich über völlig namenlose schweizer Firmenverzeichnisse, in denen Honigtopf-Adressen aus Deutschland stehen – wenn auf einer derartigen, nur für die Bots der Spammer richtig sichtbare Mailadresse mal etwas ankommt, weiß ich, dass der Spammer alles mit seinem Drecksmails zuscheißt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Ich bin Dr. Brendan Nelson Vorsitzender des Prüfungsausschusses Abteilung einer Bank aus London Piccadilly Circus, hier in England (Royal Bank of Scotland). Ich wende mich an Sie als Bezug auf ein Geschäft Vorschlagdie von einer immensen Nutzen für beide von uns sein wird

Schön, dass man bei den britischen Banken einfach irgendwelche Unbekannten mit dem Namen „Guten Tag“ anschreibt, um Geschäftspartner zu finden.

In meiner Abteilung, entdeckte ich eine verlassene Summe von Ł16,5 Mio. GBP (Ł16.500.000 Sterling) in einem Konto das zu einem unserer ausländischen Kunden spät MRS Surti Dahlie, eine Switz / niederländische Geschäftsfrau und Witwe aus den Niederlanden gehört die ein Opfer der Malaysia Airlines-Flug 370 (MH370/MAS370) die im Süden des indischen Ozeans am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur International Airport nach Beijing Capital international Airport tötet alle an Bord abgestürzt war.

Auch weiß man bei den britischen Banken nicht, dass das Währungszeichen für das britische Pfund nicht etwa der polnische Buchstabe für ein konsonantisch gesprochenes „u“ ist, sondern das Zeichen „£“. Woher sollte man so etwas bei einer Bank auch wissen?

Sehen Sie den Link unten für den Flug manifestieren:

http://online.wsj.com/news/articles/SB10001424052702303369904579427230127866184

Damit die müde Geschichte des untalentierten Vorschussbetrügers ein bisschen glaubwürdig klingt, hat er sich gesagt: Nehme ich wenigstens einen echten Flugzeugabsturz, wenn ich schon von nicht-existierendem Geld labere.

MRS Surti DAHLIA ist die Nummer 130 auf der Liste, Seit ihrem Tod unsere Bank hat für die nächsten Angehörigen gewartet zu kommen für die Behauptung ihrer Gelder und Güter schätzte die Summe von Ł16,5 Mio. GBP aber bo Körper hat so getan, ich persönlich hat bei der Suche nach einem ihrer Verwandten erfolglos, ich suche Ihre Zustimmung an Sie an die Bank als die nächsten Angehörigen des Verstorbenen zu präsentieren so dass die Erlöse aus diesem Konto bei Ł16,5 Mio. GBP geschätzt kann Ihnen bezahlt werden.

Herzerfrischend, wie aus einem als „bo body“ vertippten „no body“ ein „bo Körper“ geworden ist, der so getan hat.

Der Deal wird in diesem Verhältnis aufgeteilt: 55% für mich und 45% für Sie. Ich habe in meinem Besitz alle notwendigen und wichtigen Dokumente die in diesem Geschäft verwendet werden kann. Ich brauche Ihre ehrliche Zusammenarbeit, Verschwiegenheit und Vertrauen, damit wir sehen diese Verhandlung durch. Ich garantiere Ihnen 100% Erfolg in diesem Geschäft, Sie sicher sein dass diese Transaktion unter einer legitimen Anordnung, die Sie von einer Verletzung des Gesetzes sowohl hier als auch in Großbritannien und in ihre land zu schützen wird ausgeführt.

Vor allem Ehrlichkeit ist wichtig, wenn man sich mal eben durch einen Betrug eine Erbschaft unterm Nagel reißen will. :mrgreen:

Wenn Sie in der Lage, dem Umgang mit diesem Deal sind, bitte zurück zu mir mit der folgenden Details damit wir vor:

1. Ihre vollständigen Namen ein.:
2. Ihre private Telefonnummern (Büro-und Mobiltelefon)
3. private Faxnummer:
4. Ihre vollständige Adresse:
5. Ihr Alter / Geschlecht:
6. Ihren Job / Beruf:
7. Private / alternative E-Mail-Adresse
8. Ihre Nationalität

Auf gar keinen Fall vergessen, die E-Mail-Adresse anzugeben. Die kennt der Spammer noch gar nicht, sonst hätte er sie ja nicht mit Spam zugemacht. Auch so etwas wie Name, Anschrift, Telefonnummer und Beruf scheint in schweizer Firmenverzeichnissen einfach nicht drinzustehen. Vermutlich haben die Herausgeber solcher Verzeichnisse Angst davor, dass diese zu nützlich werden könnten.

Nachdem durch eine methodische Suche gegangen entschied,ich mich Sie zu kontaktieren hoffen dass Sie diesen Vorschlag interessant finden, Bitte auf Ihrer Bestätigung dieser Nachricht und geben Sie Ihr Interesse werde ich Ihnen weitere Informationen liefern.

Wer darauf reinfällt, hat einen „wunderschönen“ Schriftverkehr und viele aufregende Telefonate mit einer Betrügerbande vor sich. Dabei wird das Drama vom herumliegenden Geld aufgeführt, das schon morgen überwiesen werden kann, wenn nur die paar Formalitäten endlich erledigt sind. Tja, und für diese Formalitäten – ein Dokumentchen hier, eine notarielle Beurkundung dort, ein Zollzettelchen und vielleicht auch mal eine Bestechung für einen korrupten Beamten oder Bankerkollegen – werden immer wieder Vorleistungen fällig. Diese werden natürlich nicht auf ein Bankkonto überwiesen, sondern – „sie wissen ja, wie lange die Überweisungen immer dauern“ – schön anonym und unmittelbar (und ohne die geringste Chance, das Geld zurückzuholen) über MoneyGram und Western Union. So kann irgendjemand irgendwo auf der Welt das Geld bar abholen, ohne dass er so lästige Handschellen umgelegt bekommt und von der Polizei in ein Zimmer eingesperrt wird, wo es statt Koks und Nutten durch Gitter geatmete Luft gibt.

Und wenn der eigentliche Beschiss mit den Vorleistungen gelaufen ist, dann haben die Verbrecher immer noch genügend Daten, um einen betrügerischen Identitätsmissbrauch machen zu können – eventuell leiern sie ihren Opfern sogar Bankdaten raus, das Geld muss ja überwiesen werden. Und mit diesen persönlichen Daten anderer Leute machen die Verbrecher dann allerhand weitere Geschäfte, und die Ermittlungen richten sich zunächst gegen jemanden, dem schon ein paar tausend Euro aus der Tasche gezogen wurden. In der Folge gibts eine Menge Mahnungen, Anwaltsbriefe, Mahnbescheide, Klageschriften und Aufforderungen, eine Aussage zu machen, weil ein Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßigen Betruges oder – wenn derartige „Geschäfte“ gemacht werden – wegen Geldwäsche läuft… der nervende Irrsinn kann sich über Jahre hinziehen und macht keinem Beteiligten Spaß. Außer natürlich den Verbrechern, die sich mit dem Geld anderer Leute ihren verfeinerten Lebensstil finanzieren.

Bitte kontaktieren Sie mich per Telefon: +44756184xxxx oder per E-Mail. E-Mail ist besser weil mein Deutsch ist nicht gut.

Ich bin mir ja sicher, dass das Englisch auch nicht besonders gut ist, aber ich habe gerade überhaupt keine Lust, einfach mal anzurufen. 😀

Bitte lassen Sie mich wissen Ihre Entscheidung zu halten anstatt mich warten. Bitte können Sie mir in Englisch wenn möglich zu schreiben weil mein Deutsch ist nicht gut.

Go, play hiding and fuck yourself!

Hier noch mal die Zusammenfassung

Samstag, 2. August 2014

Wie jetzt, nochmal? Aber ich habe doch schon… 😀

Hallo,

Ich heiße aber „Liebe Mailadresse“.

wie schon in der Vorwoche haben auch diese Woche wieder etliche Teilnehmer bei uns so richtig abgesahnt. Falls Sie sich noch einmal informieren wollen, worum es geht, so können Sie es hier tun.

Oh, das ist ja toll! Ich kann in eine Spam klicken! Das habe ich ja noch nie gesehen! Da wird bestimmt was ganz tolles kommen! Jemand, den ich nicht kenne und der mich nicht kennt und nicht einmal die Mühe erbracht hat, meinen Namen zu recherchieren, schreibt mir von ganz vielen Leuten, die ich ebenfalls nicht kenne und die es vielleicht gar nicht gibt, die aber abgesahnt haben. Um mir dann zu sagen, dass ich gar nicht weiß, worum es geht und mir den Klick anzubieten. Das ist ein so großartiger Stil, das wird in seiner Klasse nur noch von der Güte und Intelligenz dieses Spammers übertroffen. :mrgreen:

Da wir aber im Moment sehr viele neue Interessenten haben, haben wir uns entschlossen, den Kreis der neuen Teilnehmer zu verkleinern.

Das ganz besondere Denkvermögen des mutmaßlich vollenthirnten Texteschreibers im Auftrag der organisierten Kriminalität zeigt sich darin, dass er den Kreis der Teilnehmer durch Versenden von ein paar hunderttausend zur Teilnahme auffordernden Müllmails zu verkleinern gedenkt. Ich habe dieses beachtliche Dokument vollständiger Denkverweigerung neunmal auf insgesamt sieben Mailadressen erhalten, und zweie von ihnen waren reine Honigtopf-Adressen, die ich für das Bot-Gestümper derartiger Lallbacken etwas versteckt im Web ausgelegt habe. (Ja, ich lache gern.) Diese Matschbirnen wollen also weniger Teilnehmer haben, indem sie jede Mailadresse vollmüllen, die nicht bei drei auf den Bäumen ist. Sehr überzeugend!

Da glaube ich doch sofort, dass die Angebote von intellektuell Unbewaffneten, die immer ein bisschen Pech beim Denken haben, zu einer großen Bereicherung meines Lebens werden können und mich so richtig nach vorne bringen. :mrgreen:

Durch die kleinere Teilnehmerzahl sind wir in der Lage einen herausragenden Service zu bieten. Das heißt, dass nur noch eine ausgewählte Gruppe teilnehmen kann.

Das ist also Ihre Chance.

Wer wegen akuter Intelligenzanfälle keine Lust hat, auf einen Link in einer Spam zu klicken: Ich habe einen Screenshot der betrügerischen Website zu zu Flickr hochgeladen. Vor ein paar Wochen sah die gleiche Masche noch so aus. Vermutlich fanden die ganzen Unternehmungen, deren Firmierung und Logo damals missbraucht wurde, es nicht so toll, dass sie eine betrügerische, ausschließlich mit illegaler und asozialer Spam beworbene Software für das Börsenzocken mit hochspekulativen Wettzetteln (Binäre Optionen) mit Seriosität aufladen sollten und haben sehr große Hebel in Bewegung gesetzt, diesen Müll zu beseitigen.

Der gesamte Beschiss mit den Binären Optionen ist hier unter einem eigenen Schlagwort abgelegt und kann so in seiner Entwicklung verfolgt werden. Zwischenzeitlich wurden die Betrugsseiten sogar auf gehackte Server anderer Menschen hochgeladen. Wer einem solchen Pack immer noch Geld geben möchte und wer immer noch glaubt, dass man sich Software von einem solchen Pack auf seinem Computer installieren sollte und damit sogar Geld bewegen sollte, der melde sich bitte ganz schnell zum Einschläfern beim nächsten Tierarzt. Das Hirn ist ja schon recht tot.

Alles Gute und ich hoffe, von Ihnen zu hören.

Auf bald
Karl

Geh sterben!

Unsubscribe

Vor meinem Arsch ist auch kein Gitter!

Grüße von Frau Rebecca Richard Marius

Freitag, 1. August 2014

Schöner Name, wenn auch etwas fremd… 😀

Grüße von Frau Rebecca Richard Marius

Aber das hast du doch schon in den Betreff geschrieben. Und es ist übrigens auch kein guter Ersatz für eine Anrede.

Ich bin Mrs.Rebecca Richard Marius eine alternde Witwe leidet lange Krankheit, […]

Vermutlich gehört die Schwierigkeit eines treffenden Ausdrucks in der Sprache, in der du mich anschreibst, zu den quälenden Symptomen deines Krankseins.

[…] Kürzlich sagte mir mein Arzt, dass ich nicht für die nächsten drei Monate wegen meiner Krebs problem.

Immerhin, deiner Krebs Problem wird sich dann erledigt haben. Eingentlich eine sehr schöne Vorstellung, dass es einen Spammer weniger gibt.

I derzeit in einem Krankenhaus bin Liguster zugelassen dauern [sic!], ich habe einige Fonds ich von meinem verstorbenen liebevoller Ehemann Richard Marius geerbt, wir waren für Achtzehn Jahre mit einer Tochter (Hannah), der später starb bei einem Autounfall verheiratet.

Nett, dass ihr so vorbildliche Eltern wart, dass ihr eure Tochter nicht nur geliebt, sondern gar geheiratet habt – und zwar während eines tödlichen Autounfalls.

Als mein verstorbener Mann noch am Leben war er hinterlegt die Summe von (US $ 2.500.000) zwei Millionen fünfhunderttausend US-Dollar, die er mit einer erstklassigen Bank in Abidjan Cote d‘Ivoire hinterlegt.

Immer wieder faszinierend, dass stinkreiche Leute von der Elfenbeinküste nicht wissen, wie man „Côte d‘Ivoire“ schreibt (mit accent circonflex über dem „o“). Oder wie dieser Staat auf deutsch heißt, wenn sie schon deutsch schreiben. Schließlich würde sich ja auch jeder Deutsche beim Wort „Deutschland“ verschreiben. Aber hauptsache, das mit dem Geld stimmt.

Nachdem bekannt meinen Zustand habe ich beschlossen, diesen Fonds zu einer Organisation spenden, Waisenhäusern , humanitäre Hilfe, und ich brauche eine sehr ehrliche und gottesfürchtige Person, die diese Mittel für Gottes Werk verwenden können. Ich beschloss, diese Fonds zu einer Charity-Organisation und der humanitären Hilfe zu spe [sic! Zeilenumbruch aus dem Original.]
nden, dass dieses Geld den Weg werde ich hier anweisen nutzen wird, nach dem Wunsch meines verstorbenen Mannes vor seinem Tod. Und 15% von der gesamten Mittel werden für Ihre Entschädigung für diese Arbeit Gottes zu sein.

Todesnähe und geheuchelte Frömmigkeit sollen hier erklären, wie jemand auf dieser Welt so unsäglich dumm sein kann, irgendeinem Fremden zweieinhalb Millionen Dollar in die Hand drücken zu wollen. Offenbar ist es der guten Frau nicht möglich, einfach einen Überweisungsauftrag auszufüllen oder Schecks in Briefumschläge zu stecken, und deshalb möchte sie es maximal umständlich machen – mit einem unbekannten Ausländer, der das Geld empfängt und dann unkontrolliert an irgendwen weiterverteilt (oder sich selbst in die Tasche steckt, es soll ja, wie ich mir kürzlich erst hab sagen lassen, Menschen geben, die gierig werden, wenn sie Geld sehen und die Diebe werden, wenn sie Gelegenheit dazu haben).

Natürlich existiert das Geld nicht. Wer auf die dürftige und stümperhaft vorgetragene Story reinfällt, bekommt einen entzückenden Mail- und Telefonkontakt mit einer kleinen, aber gut eingespielten Betrügerbande, die eine tolle Geschichte von angeblich herumliegenden Millionen aufführt. Damit das Geld „jetzt endlich“ überwiesen werden kann, ist immer nur noch eine kleine Vorleistung des Empfängers fällig – mal ein paar hundert Dollar für eine notarielle Beglaubigung, dann ein paar hundert Dollar für einen korrupten Beamten, dann ein paar hundert Dollar für ein Sicherheitsunternehmen, dass die Sache übernimmt, dann ein paar hundert Dollar für eine Prüfung durch den Zoll, dann ein paar hundert Dollar, weil ein Polizist bestochen werden muss, der wegen Geldwäsche ermittelt und den Vorgang um Jahre verzögen kann. Natürlich nie mit Überweisungen oder Schecks, sondern immer anonym über Western Union und MoneyGram, denn diese Leute hören nicht gern das Klicken von Handschellen um ihre Gelenke und eröffnen deshalb nicht so gern Konten, die es ermöglichen, dass der Geldfluss nachvollzogen werden kann.

Bitte, wenn Sie in der Lage wäre, diese Mittel für das Werk des Herrn zu verwenden, humaniterian Hilfe bitte antworten Sie mir.

Religiosität ist für die Betrüger natürlich eine große Hilfe, denn wer an seinen unsichtbaren Begleiter glaubt, ist auch ansonsten tendenziell ein leichtgläubiger Gimpel, der auch auf eine schlecht vorgetragene Betrugsnummer reinfallen kann.

Mit freundlichen Schwester im Herrn [sic!].
Frau Rebecca Richard Marius

Auch, wenn das Deutsch der Mail immer noch fürchterlich klingt… es hat sich gebessert. 😀