Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Erbschaft“

Hello Dear

Freitag, 7. Juli 2017

Das ist ganz sicher eine Qualitätsspam, mal reinlesen:

Hallo Liebe

Ich bin Barrister. Mike Edward ein Anwalt in Cotonou Benin Republik. Herr Jorge., Ein Goldhändler, der mein Klient als Folge von Lungenkrebs starb. Jetzt möchte ich euch als die nächste Angehörige vorstellen, Herrn Jorge Bank, damit das Geld, das von Herrn Jorge zurückgelassen wird, durch meine Hilfe auf Ihr Konto übertragen werden kann. Der Geldwert von $ 10.5Million (zehn Millionen fünfhunderttausend US-Dollar) wurde in einer Bank hier von Herrn Jorge vor seinem Tod am 23. November 2010 hinterlegt.

Weitere Erklärung, versuch bald wieder zu mir.

Freundliche Grüße,
Barr Mike Edward

Ohne weitere Worte.

Ihre Antwort

Donnerstag, 6. Juli 2017

Aber ich habe doch gar keine Spam beantwortet… :D

Guten Tag,

Woher diese Spammer aber auch immer meinen Namen kennen! :mrgreen:

Ich kontaktiere Sie, weil ich auf der Suche nach einem Partner bei der Realisierung eines Projekts bin.

Wie, brauchst du einen Programmierer? Dafür stehe ich schon lange nicht mehr zur Verfügung.

Ich bin Nachlassverwalter eines Klienten, der vor einiger Zeit ploetzlich verstarb […]

Oder willst du das Geld fürs Bestattungsinstitut sparen und mich darum bitten, eine Leiche zu beseitigen? Das wäre ja fast so „angenehm“ wie das typische Projekt, mit dem man es als Programmierer zu tun hat. :mrgreen:

(Übrigens gibt es inzwischen – also so ungefähr seit dem Jahr 1991 – Unicode und seit dem Jahr 1992 die UTF-8-Codierung, und diese komischen deutschen Schriftzeichen mit den Pünktchen drüber sowie dieser hässliche „ß“-Kringel sollten in den Zehner Jahren nirgends mehr ein Problem bereiten. Es ist tatsächlich schwierig geworden, Software zu finden, die nicht für UTF-8-Codierung ausgelegt ist. Nur einige antike Spamskripte sind so rückständig, weil spammende Verbrecher nun einmal stinkefaul sind.)

[…] und ein grosses Vermoegen hinterlies […]

Oder brauchst du eine Hilfskraft zum Geldzählen?

[…] (18,500,000.00 Millionen) Pfund Sterling, […]

Ach, du hast schon gezählt. Hui, die Zahl ist ja achtstellig. Eine achtstellige Anzahl von Millionen! Das sind achtzehn Billiarden britische Pfund. Entweder bist du zu blöd, in einer vorgeblichen Geschäftsmail Zahlen eindeutig zu schreiben (am sichersten in Ziffern und anschließend in Worten wiederholt), oder du bunkerst das ganze Geld, das der britische Adel in den vergangenen Jahrhunderten der britischen Bevölkerung rauben konnte, weil die Briten leider nicht dazu imstande waren, an ihre von anderthalb Jahrtausenden Inzest gezeichneten Großkopferten mal in französischer Gründlichkeit das rasoir national anzulegen.

Und, für welches „Projekt“ brauchst du mich jetzt?

[…] ohne ein Testament oder einen Erben zu hinterlassen. Es konnte auch nach intensiver Suche kein Erbe gefunden werden und nun steht das Vermoegen aufgrund des Bona Vacantia Gesetzes, Gefahr an den Staat zu gehen.

Aha, für einen Betrug brauchst du mich. Ich soll mir das Erbe unterm Nagel reißen, damit es nicht an den Staat geht. Und mich hast du ausgewählt, weil ich so eine schöne Mailadresse habe und „Guten Tag“ heiße.

Mein Klient, Eugene Schreiber, war deutscher Abstammung und deshalb suche ich eine Person aus dem deutschsprachigen Raum, die ich als Erben einsetzen kann.

Das ist eine total unterzeugende Geschichte, die du da erzählst. Du brauchst unbedingt jemanden mit deutscher Abstammung, für den du dann die ganzen Papiere fälschst, damit er als Erbe durchgeht – also zum Beispiel so etwas wie eine Geburtsurkunde und einen Pass. Du kannst aber angeblich für keinen deiner Kumpel eine Geburtsurkunde und einen Pass fälschen, so dass er als Deutschstämmiger durchgeht, und deshalb schreibst du deine Mail an einen völlig Unbekannten, den du mit „Guten Tag“ ansprichst. Man muss schon ein bisschen denkbehindert sein, um die Lücken in deiner mit wenig Könnerhaftigkeit vorgetragenen Erzählung zu übersehen.

Und deshalb willst du…

Mein Angebot waere folgendes: Ich erklaere Sie als den Erben des Herr Eugene Schreiber (www.bonavacantialist.co.uk) und erhebe mit Irer [sic!] Hilfe Anspruch auf das Vermoegen und fuer Ihre Zusammenarbeit gebe ich Ihnen 40% des Vermoegens. Da ich der Anwalt / Nachlassverwalter des Verstorbenen bin, ist es kein Problem die noetigen Dokumente innerhalb kurzer Zeit zu besorgen und diese der Treasury in Grossbritannien, bei der sich das Erbe derzeit befindet, vorzulegen. Kann ich keinen Erben benennen, geht das Erbe wie gesagt an den Staat und ist somit verloren, weshalb ich zu diesen Mitteln greifen muss.

…jemanden, den du überhaupt nicht kennst, 18,5 Megapfund in die Hand drücken und ganz fest daran glauben und darauf hoffen, dass dieser Unbekannte, dem das Geld hinterher völlig „rechtmäßig“ gehört, dir 11,1 Megapfund dafür zurückgibt. Weil du als angeblicher Anwalt, der eifrig aus Habgier mehrere Dokumente für diese Nummer zu fälschen vorgibt, ganz fest an das Gute im Menschen und an die leuchtende Ehrlichkeit anderer Leute in Gelddingen glaubst.

Lassen Sie mich bitte wissen, ob Sie sich vorstellen koennen eine Transaktion dieser Art durchzufuehren.

Nachdem ich ein paar hundert ausgedruckte Spams geraucht habe, kann ich mir das vielleicht sogar vorstellen.

Ich moechte Sie ausserdem bitten, in dieser Sache diskret vorzugehen, […]

Mach ich, Kumpel! Ich schreibe nur meinen kleinen Text für Unser täglich Spam und erzähle sonst keinem Menschen was von diesem Geheimgeheimnis.

So, und jetzt möchte unser mindertalentierter Anwaltsdarsteller noch erfahren…

[…] wenn Sie interessiert sind, teilen Sie mir bitte Ihre vollstaendiger Name, Vollstaendige Adresse, Telefon, Beruf und direkte Durchwahl (private Telefonummer) mit.

…wie dieser Mensch eigentlich heißt, dem er 18,5 Megapfund in die Hand drücken will.

Natürlich gibt es das Erbe nicht. Wer auf den Betrug reinfällt, „darf“ eine Vorleistung nach der anderen bezahlen, mal für diese Urkunde, mal für jene Beglaubigung, mal für die Prüfung durch die Geldwäschebehörde, und außerdem für alles, was die Fantasie der Betrüger im Verlaufe eines solchen Betruges hergibt. Bezahlt wird immer anonymisierend über Western Union und Konsorten, damit die Betrüger auch nicht diese unangenehmen Handschellen angelegt bekommen. Die Betrüger holen sich dieses Geld bar ab und gehen damit direkt zum Kokaindealer und in ihren Lieblingspuff. Wenn eines ihrer Opfer „ausgenommen“ ist – oft schaffen sie es, mit viel Mail und Telefon einem einzelnen Menschen mehrere zehntausend Euro abzunehmen, während sie an seine Habgier appellieren und ihm Millionen vor die Äuglein malen – bricht der Kontakt plötzlich ab. Übrigens: Meine Mail mit gefälschter Absenderadresse aus der Domain gmail (punkt) com wurde über einen niederländischen Hoster versendet. Vermutlich wurden gegenüber dem Hoster die Daten eines ehemaligen Opfers dieser Betrügerbande angegeben. Oft wird im Verlauf des Betruges ein Scan oder Foto von Ausweispapieren eingefordert; und das sind Dinge, die für eine Betrügerbande vielfältig nutzbar sind. Der Betrogene muss sich jetzt nach allem Ärger über seine Naivität und sein verloreres Geld auch noch mit den Folgen eines Identitätsmissbrauches und mit Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Betruges gegen ihn herumschlagen und „darf“ demnächst der Kriminalpolizei und einem Untersuchungsgericht erzählen, wie es dazu gekommen ist. Und zwar nicht zum ersten Mal. Und auch nicht zum letzten Mal.

Bitte niemals irgendwelchen Mailschreibern Daten geben, weil sie tolle Spams schreiben! Auch nicht indirekt, in einer Website, die in einer Spam verlinkt wurde! So etwas führt leicht in jahrelangen Ärger. :!:

Bitte, antworten Sie mir auch, wenn Sie kein Interesse haben, damit ich meine Suche zuegig fortsetzen kann.

Einem Spammer zu sagen, dass die Spam angekommen ist, ist immer eine ganz schlechte Idee, die bis zu zweihundert Folgen an jedem verdammten Tag haben kann.

Wenn Sie jedoch Interesse haben sollten, freue ich mich, jemanden gefunden zu haben, der mir bei der Ausloesung des Erbes hilft. Ich wuerde mich uber eine baldige Kontaktaufname vorerst per E-mail: (simongibbes05@gmail.com) freuen, da ich in dieser Angelegenheit immer mehr unter zeitlichen Druck gerate.

Aha, der Spammer hat zeitlichen Druck. Vermutlich kann er nicht mehr jeden Tag ins Bordell.

Mit freundlichen Gruessen

Barrister Simon Gibbs

Hoffentlich findest du keine naiven Opfer mehr, Spammer!

GREETINGS

Freitag, 23. Juni 2017

Von: marina bagni <marinabagnidaniel@yandex.com>
Antwort an: marina.bagni@yandex.com

:?:

Shalom my dear,

Schalömchen, unbekannter Spammer, der du mir den Frieden raubst und mich nicht kennst.

I sent this mail praying it will found you in a good condition of health, […]

Nett, dass du vorgibst, für meine Gesundheit zu beten, aber leider…

[…] since I myself are in a very critical health condition in which I sleep every night without knowing if I may be alive to see the next day.

…stimmt das genau so wenig wie deine tolle Geschichte, dass du morgen schon erfreulich tot sein kannst. Wenn du für etwas zu deinem Lieblingssatan betest, dann vermutlich dafür, dass genügend Empfänger deiner Spam dumm, naiv und gierig genug sind, um auf deinen Versuch der Einleitung eines Vorschussbetruges reinzufallen. Diese deine Haltung, hunderttausend asoziale Spams mit lustigen Märchen von der reichen, frommen Witwe im Todeskampf zu versenden und darauf zu hoffen, dass mal wieder zwanzig, dreißig Leute dabei sind, die dir glauben und die du dann abziehst, um dir deinen verfeinerten Lebensstil zu finanzieren, nennst du…

I bring peace and love to you.

…Frieden, Liebe und…

It is by the grace of god, […]

…die Gnade Gottes.

I had no choice than to do what is lawful and right in the sight of God for eternal life and in the sight of man for witness of god’s mercy and glory upon my life.

Dein Frömmeln mit zynisch zur Unterstützug deiner Geschichte herbeigezogener Todesnähe ist allerdings auch sehr erforderlich, denn wie sonst willst du deine im Kern ausgesprochen dumme Geschichte erzählen! Um einfach irgendeinem unbekannten Menschen ein paar Megadollar in die Hand drücken zu wollen, weil er so eine hübsche Mailadresse hat, muss man sich schon das Gehirnchen weggebetet haben.

I am Mrs. Marina Bagni Daniel a widow and citizen of United State’s of America.

Du bist also eine Witwe und eine Staatsbürgerin der USA (die aber lieber für vertrauliche Kommunikation über größere Geldbeträge eine anonym und kostenlos einzurichtende Mailadresse bei einem Freemailer aus Russland verwendet). Mein Exemplar deiner E-Mail wurde übrigens über eine dynamisch vergebenene IP-Adresse aus Spanien versendet, also vermutlich von einem mit Schadsoftware zum Spambot gemachten Computer eines Menschen aus Spanien. Dass du über deine Schadsoftware betest, damit sie besser läuft, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

I am suffering from a long time brain tumor, It has defiled all forms of medical treatment, and right now I have only about a few months to live, according to medical experts.

Dein baldiges Verrecken wäre, wenn es stimmte, eine sehr erfreuliche Aussicht. Jeder schäbige Betrugsspammer, der zu erfreulich friedlichem und gierfreiem Madenfutter wird, ist eine gute Nachricht für den Rest der Welt.

The situation has gotten complicated recently with my inability to hear proper am communicating with you with the help of the chief nurse herein the hospital, from all indication my conditions is really deteriorating and it is quite obvious that, according to my doctors they have advised me that I may not live too long, this is because this illness has gotten to a very bad stage.

Deine vorgebliche Hörbehinderung ist allerdings einmal etwas Neues – so werden die Empfänger schon sehr früh darauf vorbereitet, mit allen möglichen Leuten am Telefon zu kommunizieren, nur nicht mit dir. Dass die Frau Oberschwester genügend Zeit entbehren kann, Diktate von dir aufzunehmen, ist allerdings ein bisschen unglaubwürdig. Da musst du noch etwas an deiner Erzählung feilen. (Und nein, ich gebe dir keine Tipps.)

I hoped that you will not expose or betray this trust and confident that I am about to repose on you for the mutual benefit of the orphans and the less privileges ones. I have some funds I inherited from my late husband, the sum of ($ 9,650,000.00, Nine Million Six Hundred and Fifty Thousand Dollars).

Mit Verlaub: Dein Hirntumor müsste schon ganz schön fortgeschritten sein, ja, kaum noch Raum für ein funktionsfähig gebildetes Hirn im Schädel lassen, wenn du einem völlig Unbekannten rd. zehn Megadollar für die Waisen und Unterprivilegierten in die Hand drücktest und voll lauterer Frömmigkeit und mangelnder Lebenserfahrung darauf hofftest, dass der dich nicht betrügt. :mrgreen:

Having known my condition, I decided to donate this fund to you believing that you will utilize it the way i am going to instruct herein. I need you to assist me and reclaim this money and use it for Charity works, for orphanages and gives justice and help to the poor, needy and a widow says The Lord.“ Jeremiah 22:15-16.“ and also build schools for less privilege that will be named after my late husband if possible and to promote the word of god and the effort that the house of god is maintained.

Nun gut, als erfahrener Spamgenießer bringe ich jetzt auch einmal ein Bibelzitat, nämlich Hiob 16,2-3: „Ich habe solches oft gehört. Ihr seid allzumal leidige Tröster! Wollen die leeren Worte kein Ende haben? Oder was macht dich so frech, also zu reden?“. :D

I do not want a situation where this money will be used in an ungodly manner.

Das zumindest ist gesichert, denn das von dir behauptete Geld existiert nicht. Aber das wird dich nicht davon abhalten, deinen zwei bis drei Handvoll Opfern eine Vorleistung nach der anderen (hier ein Notar, dort eine Bearbeitungsgebühr, und hier noch eine Steuer und jetzt noch eine Transaktionsgebühr) aus der Tasche zu faseln und zusammen mit deinen Kumpels das ganze Geld im Puff zu verprassen und mit den Nutten in schönster Champagnerlaune über die Dummheit der Menschen zu lachen.

That’s why I‘m taking this decision. I‘m not afraid of death, so I know where I‘m going.

Aha, wenn man nicht will, dass Geld für irgend Unheiliges verwendet wird, dann gibt mans einfach einem Unbekannten, dessen Mailadresse man in einer Datenbank von Spammern gefunden hat. Fürwahr, wer so denkte, der wäre auch über die Angst vorm Tode erhoben, denn die Einsicht in die eigene Sterblichkeit ist ja auch eine Intelligenzleistung. Aber ob man im derartig fortgeschrittenen Stadium der Totalverblödung noch eine E-Mail diktieren könnte? :D

I accept this decision because I do not have any child who will inherit this money after I die. Please I want your sincerely and urgent answer to know if you will be able to execute this project for the glory of god, and I will give you more information on how the fund will be transferred to your bank account. May the grace, peace, love and the truth in the Word of god be with you and all those that you love and care for.

Die Frucht des Mundes genießt man; aber die Verächter denken nur zu freveln“. (Spr. 13,2)

I am waiting for your immediate reply.

Bitte antworte schnell! Mein Lieblingsbordell ist immer so teuer!

May God Bless you,
Mrs. Marina Bagni Daniel.

Möge Gott die Mutter der Dummen stets schwanger sein lassen!

This email has been checked for viruses by Avast antivirus software.
https://www.avast.com/antivirus

Diese E-Mail ist ganz sicher eine Spam und kann automatisch und ungelesen in den Müll verschoben werden.

Deine schnelle Antwort..

Donnerstag, 15. Juni 2017

Oh, gleich mit zwei Punkten im Betreff. :D

Von: Mr. Daniel Gladwin <Dan.Gladwin@vip.xunlei.com>
Antwort an: danielgladwin1@email.com

So weit das Übliche. Der Absender ist natürlich gefälscht. Es ist eine Spam.

Aber eine im Reply-To-Header angegebene Antwortadresse ist diesem Vollhonk nicht genug, und deshalb…

Von Herrn Daniel Gladwin
E-Mail: danielgladwin1@gmx.com

…schreibt er gleich noch eine zweite in den Text der Mail rein.

Der Rest ist der übliche Bullshit des Vorschussbetruges – diesmal in der Geschmacksrichtung „herrenloses Konto eines verstorbenen Kunden mit ordentlich Zaster drauf“.

Mein Name ist Herr Daniel Gladwin, NatWest Direktor von Commercial Banking, Chelmsford & Romford. GroЯbritannien. Als Top-Exekutive bei NATWEST, entdeckte ich ein nummeriertes Konto [sic!] mit einem Guthaben von 18.300.000 .00 Britische Pfund plus angesammeltes Interesse [sic!], das zu einem amerikanischen Multi-Millionдr gehцrt Rohцl Merchant Herr David Watkins, der ein Opfer des Hurrikans Katrina war August 2005. Bisher weiЯ niemand ьber sein Bankkonto bei der NatWest Bank und meine weitere Untersuchung hat gezeigt, dass die verstorbene unmittelbare Familie auch in der Tragцdie gestorben ist. [sic!]

Zu schade, dass diese großen Bankster, die solche Spams schreiben, zwar Millionen von irgendwelchen wertvollen Währungseinheiten herumliegen haben, aber nie die paar Rubel zwanzig für einen richtigen Dolmetscher entbehren können. Ein „nummeriertes Konto“ mit Guthaben und angesammelten „Interesse“.

Über die falsche Codepage, die Umlaute zu hübschen kyrillischen Kringeln macht, sage ich schon gar nichts mehr. Unicode ist deutlich über fünfundzwanzig Jahre alt, und inzwischen mit jeder Software auf jedem Betriebssystem einsetzbar. Der vollständige Zeichenvorrat beinahe jeder lebendigen Sprache wird inzwischen in Unicode unterstützt, und jener mancher toten Sprache auch. Nur Spammer bekommen regelmäßig „Umlautschmerzen“.

Mit meiner Position bei der Bank habe ich alle Zugang [sic!], geheime Details [sic!] und notwendige Kontakte fьr die Forderung der Gelder ohne Probleme. Aber wegen der sensiblen Natur [sic!] meines Jobs brauche ich einen Auslдnder [sic!], um HELP [sic!] die Gelder zu beanspruchen, meine Position als Beamter [sic!] und als Stab der Bank [sic!] erlaubt mir oder meinen Verwandten nicht, diese Mittel zu beanspruchen. Deshalb kontaktiere ich Sie als Auslдnder, um die Ьbertragung dieses Fonds aus diesem Konto vor unserer nдchsten Prьfung zu arrangieren, denn wenn unsere Bankleitung entdeckt, dass dieses Konto fьr diese langen,
Es wird eingefroren [sic!] und das Geld wird an die Bank Treasury zurьckgegeben, als nicht beanspruchte цffentliche Mittel [sic!].

Klar, und weil das so eine kitzlige Sache ist, holt dieser gnadenlose Ballabanker und Beamte mit dem sensiblen Job sich einen Ausländer, indem er einfach eine E-Mail an jemanden schreibt, den er nicht einmal mit Namen ansprechen kann. Es geht ja nur um achtzehn britische Megapfund. Wir alle kennen es aus dem Alltag, dass uns irgendwelche Unbekannten in der Innenstadt einen schönen, gelben Zweihundert-Euro-Schein in die Hand drücken und uns bitten, kurz darauf aufzupassen, während sie mal weggehen und uns mit dem Schwindelzettel der EZB allein lassen, und genau das soll hier mit etwas mehr Geld praktiziert werden:

Deshalb will ich, dass du als auslдndischer Begьnstigter stehst ", und ich versichere Ihnen eine perfekte Transferstrategie, die in Ihrem Namen gesetzlich gestellt wird [sic!], damit niemand Ihre Ansprьche vermuten wird [sic!].

Angesichts der unbeschreiblichen Formulierungskünste dieses beamteten Kontonummerierers bei der Hintertupfinger Gartenbank kann man sich allerdings gar nicht so sicher sein, was er meint. :mrgreen:

Deshalb schnell noch der wichtige Hinweis für den gläubigen Empfänger:

Fьr Ihr Engagement in diesem Geschдft haben Sie Anspruch auf 40% des Gesamtbetrages auf Ihr Bankkonto ьbertragen und ich werde auf Ihr Geheimnisgefьhl [sic!] zдhlen, um eine riskante Exposition [sic!] dieses Deals zu vermeiden.

Dafür, dass ich die Fresse halte und einen kleinen Betrug mitmache (in Wirklichkeit würde ich selbst betrogen und „dürfte“ etliche Vorleistungen über Western Union und Konsorten nach irgendwo in die Welt übertragen), bekomme ich beinahe siebeneinhalb fucking Millionen britische Pfund aufs Konto. Oder, um es mit den Worten dieses freundlichen Spammers zu sagen: Ich habe einen Anspruch darauf.

Aber bevor ich auch nur davon träumen kann, diesen Berg von Geld zu nehmen und den Rest meines Lebens von den Zinsen – oder, wie der Spambanker zu sagen pflegt: „Interessen“ – dieses Zasters zu leben, muss ich dem Spambanker erst einmal sagen…

Bei Rьcksicht auf das Angebot [sic!], bitte geben Sie mir Ihre

Vollstдndiger Name :

Kontakt Adresse :

Direkttelefon:

…wer ich überhaupt bin.

So, jetzt noch ein paar fröhliche Erzählungen zur Vorgehensweise aus 1001 durchgespammten Nacht im unbeschreiblichen Deutsch eines ganz großen Bankers:

Um es mir zu ermцglichen, den Fonds zu Ihrem Namen als Erbenempfдnger [sic!] neu zu profilieren [sic!] und Ihre Kommunikation mit der Bank zur Weitergabe und Ьberweisung des Fonds auf Ihr Bankkonto zu fьhren.

Ja, das war ein Absatz. :mrgreen:

Angesichts der sensitiven Natur [sic!] und GrцЯe [sic!] dieses Projektes, frage ich Ihre Antwort auf meine private E-Mail:
danielgladwin1@gmx.com

Tja, warum schreibst du die nicht einfach in den Reply-To-Header rein, Spammer? Dann könnte man einfach auf „Antworten“ klicken. Stattdessen steht da eine andere Mailadresse drin. Aber ich habe ja ein bisschen Verständnis dafür. Du bist ja schon ganz großer Spammer, da kannst du dich nicht auch noch mit E-Mail oder gar so hirnendem Kram wie der Anpassung und Nutzung eines Spamskriptes auskennen.

Ich danke Ihnen in Erwartung fьr Ihre sofortige Antwort.

Aber gern doch, ich antworte immer hier auf Unser täglich Spam.

Freundliche GrьЯe,
Herr Daniel Gladwin,
NatWest Bank Plc.
Direktor Commercial Banking,
Chelmsford & Romford
E-Mail: danielgladwin1@gmx.com

Übrigens finde ich es bemerkenswert, dass jemand einen chinesischen Server mietet (der Hosting-Provider ist bereits unterrichtet, aber ich mache mir nur wenig Hoffnungen), um Spams mit kyrillischen Kringeln als Umlaute zu versenden, die angeblich von einer britischen Bank kommen – und als Antwortadresse eine anonym und kostenlos eingerichtete Adresse eines deutschen Freemailers angibt. Diese Spambank ist wahrlich international! :mrgreen:

INHERITANCE FUND

Freitag, 14. April 2017

Oh schön, wen beerbe ich denn diesmal?

UNITED NATIONS
Debt Reconciliation Department
Geneva-Switzerland

Ich beerbe die Vereinten Nationen! Mann, muss ich wichtig sein! :mrgreen:

Attn: Beneficiary

Einen Namen habe ich zwar nicht, aber dafür bin ich voll begünstigt.

UNITED NATIONS PAYMENT NOTIFICATION

U.S.A GOVERNMENT, WORLD BANK AND UNITED NATIONS ORGANIZATION OFFICIAL HAS APPROVED TO PAY YOU PART PAYMENT OF YOUR INHERITANCE FUND VALUED OF $10.5 MILLION.

Das ist ja großartig, dass die Regierung der Vereinigten Staaten eines Teils von Nordamerika, die Weltbank und die Vereinten Nationen bemerkt haben, wie dringend ich das Geld für ein Päckchen Tabak gebrauchen könnte und mir ein paar Milliönchen in die Hand drücken wollen.

The British Prime Minister In Conjunction With U.S.A Government, World Bank And United Nations Organization Do Hereby Give This Irrevocable Approval Order With This Release Code: Gnc/3480/08/17 In Your Favor For Your Contract Entitlement And Your Inheritance Fund Which You Have Not Received Yet, Now It Was Approved By The World Bank, That Your Contract/Inheritance Fund Should Be Released Through Ocbc Bank London . So You Are Advised To Present Any Of Your Choice, On How You Want To Receive Your Fund, Either By Atm Card Or Wire Transfer, So In Regards To The Transfer You Can Provide Any Of Your Bank Account Details For The Transfer Of Your Fund With Out Delay. I Am Contacting You In Regards To The Instruction Given By United Nations, Please I Will Urge You To Try And Indicate On How You Want Your Fund To Be Released To You From The Two Options Above.

Ich bin so wichtig, dass jedes an mich gerichtete Wort mit einem Großbuchstaben begonnen wird. So wichtig, dass der Premierminister Seiner Majestät einen Löffel Buchstabensuppe auf den Tellerrand gelegt hat und daraus einen geheimen Code gemacht hat, der mir ganz viel Geld bringt, wenn ich ihn kenne – und der mir in einer unverschlüsselten E-Mail an „Achtung Begünstigter“ mitgeteilt wird.

Ich war schon lange nicht mehr so besoffen von meiner Wichtigkeit.

So, und jetzt zu einer ganz wichtigen Wichtigkeit, die meine Wichtigkeit noch wichtiger macht, nämlich den ganz geheimen Geheimcodes für die Auszahlung:

Now Your New Payment, United Nations Approval No; Un5685p, White House Approved No: Wh44cv, Reference No.-3455432 Allocation No: 566433 Password No: 445334, Pin Code No: 33454 And Your Certificate Of Merit Payment No: 453, Released Code No: 213345; Immediate Ocbc Bank Telex Confirmation No: 0122124; Secret Code No: Xxtn00817,

Die Frage, warum so etwas offen auf eine Postkarte geschrieben und in einen gläsern-durchsichtigen Briefkasten gesteckt wird – denn nichts anderes ist eine unverschlüsselte E-Mail – beantwortet sich ganz schnell, wenn man sich überlegt, wer die Zielgruppe dieser Spam ist: Dumme, naive oder verzweifelte Menschen, die wegen einer Mail glauben, dass die ganze Welt sich zusammengetan hat, um ihnen aus nicht näher bezeichneten Gründen ein paar Millionen Dollar zu schenken. Und Menschen, die so etwas glauben, kommen ganz sicher nicht mit Verschlüsselung klar und halten sie deshalb für eine unbeherrschbare Flugscheibentechnologie von grünen, flauschigen Außerirdischen mit stark geschwollenen Gehirnen, mit der sie sich nicht weiter beschäftigen müssen. Menschen mit einem bisschen Verstand wissen es zwar besser, aber die fallen ja auch nicht auf so einen plumpen Vorschussbetrug herein.

Lustig übrigens, dass die Referenznummer eine negative Zahl ist. :cool:

Having Received These Vital Payment Number, Therefore You Are Qualified Now To Received And Confirm Your Payment With The Ocbc Bank London Immediately Within The Next 72hrs. As A Matter Of Fact, You Are Required To Deal And Communicate Only With Mr. Mark Edward, Telex Department Of Ocbc Bank London ,With The Help Of Monitory Team From The Federal Reserve Bank New York Which Is Our Official Remitting Bank, Committee On Foreign Payment Matters In United Nations, Has Look Up To Make Sure You Receive Your Fund. So Contact: Mr. Mark Edward For Immediate Release Of Your Contract/Inheritance/Award Winning Claim ,Be Informed That You Are To Forward Your Banking Information As Shown Bellow .

Das tolle an den geheimen Geheimnummern ist, dass man damit zu einer bestimmten Bank in London gehen kann und sich Geld abholen kann, wenn man diese geheimen Geheimnummern kennt. Da muss man aber schnell machen, denn nach drei Tagen ist das Haltbarkeitsdatum dieser quirligen Familie von Ziffernfolgen abgelaufen und das Geld flattert von dannen.

Warum nicht einfach ein Scheck versendet wird, wie das jeder Mensch und jede Organisation dieser Welt machen würde? Weil man damit nicht das Maß an Komplexität aufbauen kann, das die Betrüger, die diese Spam verfasst haben, benötigen, um ihre Opfer in die Aufführung eines unendlich komplizierten Vorganges hineinzuziehen, der zur Folge hat, dass sie eine Vorleistung nach der anderen ablegen müssen, um an ihr angebliches Geld kommen zu können.

Und nein, diese Vorleistungen bezahlt man auch nicht mit Schecks oder mit Banküberweisungen, sondern ausschließlich mit anonymisierenden Verfahren wie Western Union und Konsorten. Denn die Vereinten Nationen, die Regierung der Vereinigten Staaten eines Teils von Nordamerika, der Premierminister Seiner Majestät, der Sicherheitsdienst mit dem riesengroßen Geldspeicher der Vereinten Nationen und der Heilige Stuhlgang über dem Himmlischen Plumpsklo haben allesamt keine Bankkonten.

Und jetzt das Beste: Der Empfänger dieser Spam ist zwar voll begünstigt, aber die Gangster wissen gar nicht, wer das überhaupt ist. Also ist die Zeit für einen kleinen Datenstriptease vor einer Bande von Internet-Trickbetrügern gekommen:

1) Your Full Name:
2) Address, City, State And Country:
3) Personal Cell Phone, Fax And Mobile:
4) Company Name (If Any) Position And Address:
5) Bank Name:
6) Bank Address:
7) Account Number:
8) Routing Number Or Swift Code No:
9) Occupation, Age And Marital Status:
10) Copy Of Your Int‘l Passport/Drivers License:

Von unendlicher Wichtigkeit für die Abwicklung eines Auszahlungsvorganges sind die Anschrift der Bank (denn das Geld wird nicht überwiesen, sondern mit der Sackpost als Päckchen mit 10.500 Hundert-Dollar-Banknoten versendet), die Faxnummer (denn das Geld wird nicht überwiesen, sondern gefaxt), die Kopie des Führerscheines (denn das Geld will sich anschließend im Auto durch die Weltgeschichte fahren lassen, nachdem es schon auf so unübliche Weise transportiert wurde) und der Familienstand (denn das Geld ist eifersüchtig auf eventuelle Ehepartner oder Mitmenschen, die an die Vernunft appellieren könnten).

Dass die Vereinten Nationen und der Rest der Regierenden Und Herrschenden Konzentrierten Wichtigkeit Des Offiziellen Und Geheimen Weltgefüges einem nicht einmal namentlich bekannten Mitmenschen einen Millionenbetrag in die Hand drücken wollen, soll der Empfänger dieser Spam für einen ganz gewöhnlichen Vorgang halten.

Note: Your Personal Contact/Communication Code With Mr. Mark Edward Is (Unx117), You Are Advice To Send Your Full Banking Information To Mr. Mark Edward, Telex Department Of Ocbc Bank London And Make Sure You Speak With Him, With Your New Payment Code For The Release Of Your Payment And Send Your Banking Information To Him .

Achtung, bei der Spezialbank, auf der das Geld herumliegt, gibt es nur einen einzigen Ansprechpartner in der Telexabteilung, der den ganzen Tag Telexe liest und versendet – nur mit dem kann man darüber sprechen. Niemand anders in der Bank kann im Zeitalter quasi lichtschneller Kommunikation über Datennetze noch das antiquierte Telexgerät bedienen, und auf einem normalen, für Bankmitarbeiter einsehbaren Korrentkonto liegt das (natürlich überhaupt nicht existierende) Geld nicht herum.

Contact Person: Mr. Mark Edward
Position: Telex Department Of Ocbc Bank London
Email: ocbcb-a-n-k@bk.ru

Bitte auf gar keinen Fall diese Mail so beantworten, wie man gewöhnliche Mails beantwortet! Nicht auf die Schaltfläche „Antworten“ klicken! Die Absenderadresse ist nämlich gefälscht.

Yours truly,

DR. GRANT MORGAN
(Chairman Committee On Foreign Contract And Inheritance fund Payment Notification from United Nations And USA Government.)

In vollständiger Verachtung deiner Intelligenz

Dr. rer. subterf. Rainer Guhflaht
Dein Vorschussbetrüger mit dem überlangen Fantasietitel

APPROVED

Eine echte Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges.

Re: Hallo

Sonntag, 22. Januar 2017

Oh, ein Qualitätsbetreff! Gleich mal reinschauen…

Von: Simon Gibbs <nrysmith01 (at) gmail (punkt) com>
Antwort an: simgibsss (at) gmail (punkt) com

Nicht an die Absenderadresse antworten, die fast so aussieht, als hätte Simon Gibbs einen ganz anderen Namen!

Hallo

Natürlich weiß der Absender auch nicht, wie der Empfänger heißt. Das gesamte folgende Angebot geht also an einen völlig Unbekannten, weil der so eine schöne Mailadresse hat.

In Wirklichkeit geht es übrigens an ein paar Millionen Unbekannte.

Sprache, Zeichensetzung und Zeilenumbrüche im gesamten folgenden Zitat einer Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges sind original. Es handelt sich um eine HTML-formatierte E-Mail. Das sind keine Umbrüche, die in einen unformatierten Text eingefügt wurden, weil die Textzeilen nun einmal irgendwo umgebrochen werden müssen. Es ist das vom Absender beabsichtigte Erscheinungsbild. Wer da noch vertrauen mag, der vertraue!

Es ist übrigens kein Problem, in HTML Umlaute zu verwenden, wie man zum Beispiel an diesem Blog sieht. Spammer, die ihre von anderen Spammern kopierten Texte selbst nicht verstehen, haben damit natürlich immer wieder einmal Probleme, weil sie die Fehler nicht sehen. Jemand, der wirklich ein gutes Geschäft machen wollte, würde sich sicherlich eines Dolmetschers bedienen.

Ich bin Simon Gibbs,ein Anwalt und Persoenliche Anwalt zu (Herr Eugene ),der vor einiger Zeit ploetzlich
verstorben ist und ein grosses Vermoegen hier in Grossbritannien hinterlies $7.5 Million , ohne ein Testament oder
einen Erben zu hinterlassen.und wenn ich kein Erbe gefunden habe und dann geht das Erbe wie gesagt an den
Staat und ist somit verloren, weshalb ich diesen Mitteln greifen muss.

So so, Geld, das an den Staat fällt, ist verloren (ich würde das ja eher über Geld sagen, das Kriminelle sich mit Trickbetrügereien im Internet unterm Nagel reißen und in das nächste Bordell tragen), und deshalb muss zu Mitteln gegriffen werden. So meint dieser freundliche Anwalt, der auf der Suche nach einem Erben ist.

Ich kontaktiere Sie, um die Gelder meines verstorbenen Kunden in Anspruch zu nehmen,weil Sie den gleichen Nachnamen
mit meinem verstorbenen Mandanten tragen und und das macht es sehr einfach mit Ihnen zu arbeiten. Der Verstorbene hatte
ein Konto im Wert von etwa $7.5 Million.

Und deshalb schreibt der mich an. Damit wir einen kleinen Betrug für ein paar Milliönchen machen. Das geht ganz einfach, weil ich den gleichen Nachnamen habe. Obwohl der Absender in seiner heiter erzählten Geschichte also vorgibt, meinen Namen zu kennen, erwähnt er diesen Namen in der ganzen Spam mit keinem einzigen Wort und spricht mich mit „Hallo“ an.

Und nein, ich heiße nicht „Eugene“ mit Nachnamen. ;)

(Tja, Spammer, wenn du in einer Sprache schreiben würdest, die du verstehst, dann würde dir so etwas nicht passieren.)

Wir koennen diese Forderung rechtlich ohne Probleme erheben.Ich bin sehr sicher von unserem erfolgreichen Anspruch dieser Mittel,
,wenn Sie interessiert sind und bereit sind, meinen Anweisungen zu folgen.Wenn Sie an diesem Vorgang interessiert sind,
sollten Sie mir bitte Ihre vollstaendigen Namen, aktuellen Heimatanschrift und Handynummer zuleiten ,damit ich Ihnen mit
weiteren Informationen versorgen

Damit diese kleine Lüg… ähm… Lücke in der Geschichte in zukünftigen Spams nicht auffällt, soll man dem Spammer gleich zu Anfang mitteilen, wie man in Wirklichkeit heißt. Auch eine Telefonnummer ist wichtig, damit die kleine Bande das Hirn ihrer Opfer so richtig schön weichlabern kann, denn natürlich funktioniert der Trick nicht damit, dass ein paar Millionen Dollar (nein, nicht britische Pfund) ausgezahlt werden, sondern damit, dass das (gar nicht vorhandene) Geld herumliegt und sofort überwiesen werden könnte, aber es gibt eben immer wieder Probleme. Da muss eine Beglaubigung bezahlt werden, da eine Beurkundung, da eine Gebühr und da ein anderes Dokument. Alles das erfordert Vorleistungen des Betrogenen, denn der werte Anwalt, der diese schlechte Spam geschrieben hat, verfügt leider nicht über Geld. Er verfügt nicht einmal über ein Konto, so dass man seine ganzen Vorleistungen – das können leicht mehrere tausend Euro werden, die Betrüger verstehen etwas davon, wie man jemanden am Telefon gefügig macht, denn sie leben davon – über Western Union oder vergleichbare anonymisierende Methoden zu irgendwelchen Unbekannten irgendwo auf der Welt überträgt.

Meine Spam kam übrigens nicht aus Großbritannien, sondern aus Virginia, USA. Sie wurde über eine IP-Adresse eines dortigen Zugangsproviders versendet, kommt also mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem mit Schadsoftware übernommenen und von Kriminellen fernsteuerbaren Rechner einer Privatperson. Gewerbsmäßige Betrüger legen nun einmal großen Wert auf ihre Anonymität im Internet. Das liegt daran, dass die Polizei nicht schläft.

Ich wuerde mich uber eine baldige Kontaktaufname vorerst per E-mail: (simgibsss@gmail.com) freuen,
da ich in dieser Angelegenheit immer mehr unter zeitlichen Druck setze.

Ob er unter Druck steht oder andere unter Druck setzt, der Betrüger, wird aus seinem Abschluss nicht so deutlich. Aber wie drängelnd der Ton am Telefon werden wird, der hunderte oder gar tausende von Euro aus den Opfern herausholt, kann man vielleicht jetzt schon erahnen.

Mit freundlichen Grussen

Barrister Simon Gibbs

Ja, ich grusse dich auch, aber sowas von! Aber ich bevorschusse dich nicht, und ich würde jeden anderen Menschen davon abraten… :D

Ohne Betreff

Sonntag, 8. Januar 2017

Von: Vera Hollin Kvan <inamujer@minmujer.gob.ve>
Antwort an: verahollinkvan@gmail.com <verahollinkvan@gmail.com>

Der Absender ist gefälscht.

Desweiteren steht kein Empfänger im Mailheader, so dass dieser Müll wohl überall als Spam eines spammenden Idioten, der E-Mail nicht verstanden hat, aussortiert wird.

Hallo mein lieber Freund,

Nein, das bin ich nicht.

Ich schreibe diese Mail an Sie mit schweren Tränen in den Augen und großen Trauer in meinem Herzen, mein Name ist Vera Hollin Kvan, und ich wende mich an Sie aus meinem Land Indien

Und wieso an mich? Weil ich so eine schöne Mailadresse habe? Du kennst nicht einmal so etwas Ähnliches wie einen Namen, und der ist wirklich einfach herauszubekommen.

Ich möchte Ihnen sagen,weil ich nicht über keine andere Wahl, als zu sagen, wie ich war gerührt, um zu öffnen, Sie heiratete ich Herrn Hollin Kvan, die mit Tunesien Botschaft arbeitete in Madrid Spanien für neun Jahre, bevor er im Jahr 2005.We waren gestorben seit elf Jahren verheiratet, ohneein Kind.

Aha, wenn man das fünfmal liest, kann man sich zusammenreimen, was du eigentlich schreiben wolltest. Das ist schon schade, dass diese ganzen stinkreichen Ausländer mit ihren Erbschaften über Millionen von Dollar nie die paar Cent für einen Dolmetscher übrig haben, der auch Deutsch kann.

Er starb nach kurzer Krankheit, die nur fünf Tage dauerte. Da sei nemTod Ich beschloss, nicht zu heiraten, als mein verstorbener Mann noch am Leben war er hinterlegt die Summe von US $ 4,850m (vier Millionen achthundertfünfzig Tausend US-Dollar) in einer Bank hier in IndienNeu-Delhi die Hauptstadt von Neu-Delhi Indien [sic!] Gegenwärtig dieses Geld ist immer noch in der Bank.

Wie, das Geld ist noch in der Bank. Die hat es nicht gegen Zinsen verliehen? Da hast du aber bestimmt kleine Kreuzchen auf die grünen Dollarlappen gemacht, um das überprüfen zu können.

Er machte diese Geld für die Ausfuhr von Gold aus Madrid Spanien verfügbar Bergbau Kürzlich sagte mir mein Arzt, dass ich nicht zum letzten Zeitraum von sieben Monaten durch Krebs Problem. Die eine, die mich stört die meisten ist mein Schlaganfall sickness. Having bekannten meinen Zustand Ich beschloss, die Hand Sie über dieses Geld, um Pflegeder weniger privilegierten Menschen zu nehmen, die Sie wird dieses Geld nutzen, wie ich bin dabei, hier zu unterrichten.

Die Aussicht, dass sich dein Leben dem Ende zuneigt, Spammer, die finde ich sehr erfreulich. Leider ist das genau so gelogen wie der Rest deiner Strunzspam. Das merkt man spätestens daran, dass…

Ich möchte, dass 30 Prozent der gesamten Geld für Ihren persönlichen Gebrauch zu nehmen Während 70% der Geld wird für wohltätige Zwecke gehen, Menschen auf der Straße und hilft dem Waisenhaus.

…einem völlig Unbekannten mit dem Namen „Mein lieber Freund“ von einem völlig Unbekannten ein paar Millionen Dollar über ein anonymisierendes Medium in die Hand gedrückt werden sollen. Natürlich existiert dieses Geld nicht. Es ist der ganz normale Vorschussbetrug. Wer darauf reinfällt, wird von einer Betrügerbande „bearbeitet“, die dafür sorgt, dass er ganz viel Geld vor Vorleistungen aller Art per Western Union und Konsorten in unbekannte Weiten sendet; hier ein Hunderter für eine Beglaubigung, hier drei Hunderter für eine Finanzamtssache, hier ein paar Hunderter für einen korrupten Beamten… so lange, bis ein paar tausend Euro abgezogen wurden. So etwas wie ein Bankkonto wird niemals verwendet, denn die Verbrecher gehen nun einmal lieber in den Puff als in den Knast und legen deshalb allergrößten Wert auf Anonymität.

Auf gar keinen Fall sollte man Western Union und Konsorten benutzen, um Menschen, die man nur über anonymisierende Medien kennt, Geld zuzustecken. Das Geld ist weg. Die vorsätzliche Benutzung anonymisierender Verfahren für angebliche Geschäfte – bei größeren Beträgen auch manchmal Bargeldübergaben an Bahnhöfen oder Flughäfen – sollte klar machen, dass Leute im Verborgenen bleiben wollen. Das gilt nicht nur für Erbschaften, sondern auch für Lotteriegewinne und E-Mail-Freundinnen, die oft kleine Banden zum Zweck des Abzockens vereinsamter Menschen sind.

Ich wuchs als Waise und ich habe keine Körper als meine Familienmitglied, nur um am Ende eavour, dass das Haus Gottes istgehalten.

Nein, du Waise, du hast leider einen Körper. Was dir fehlt, ist Anstand. Aber immerhin weißt du genau, dass…

Tue dies so, dass Gott meine Sünden zu vergeben und zu akzeptieren meine Seele, weil diese Krankheiten haben mir so viel gelitten.

…dass Religion und betrugsausbeutbare Naivität immer nahe zusammen liegen (so dass es nicht schwierig ist, aus dieser selbst für relativ dumme Köpfe wahrnehmbaren Erscheinung auf den Charakter der Religion zu schließen).

Sobald Ich Ihre Antwort erhalten werde ich hier in Ihnen den Kontakt der Bank Delhi Indien, und ich werde auch den Bankdirektor anweisen, Sie erteilen eine Autorität Brief, den Sie belegen die vorliegenden Nutznießer der Geld auf der Bank, das ist, wenn Sie mich versichern, dass Sie handeln entsprechend wie ich hier angegeben.

Na, das ist doch toll. Da wird ja gleich die erste Vorleistung für den Bankdirektor fällig, denn du kannst das ja von deinen ganzen Millionen nicht selbst bezahlen. Ist sicher nur ein Fuffziger…

In der Hoffnung auf Ihre Antwort erhalten
Von Vera Hollin kvan

Zu schade, dass du nicht wirklich am Verrecken bist, Spammer! Denn wenn etwas wie du stirbt, dann wird die Luft auf der Erde sauberer.

Mein lieber Freund,

Sonntag, 4. Dezember 2016

Oh, wie schön. Ein Betreff, der auf Komma endet. Man sieht doch immer wieder einmal etwas Neues, nur schön oder intelligent ist es meist nicht. Halbwegs normale Menschen sagen im Betreff grob, um was es überhaupt geht. Das können Spammer natürlich nicht machen, denn sonst kriegt ja fast jeder sofort Zuckungen im Löschfinger und sieht die tolle Spam gar nicht mehr. Und so entstehen derartige Betreffzeilen…

Mein lieber Freund,

…die dann noch einmal als Anrede in der Spam wiederholt werden, weil sie halt wiederholt werden. Einschließlich Komma.

„Lieber Freund“ wäre zwar ein unüblicher, aber durchaus hübscher Name. Allerdings ist es nicht meiner. Der Absender kennt mich nicht. Das macht aber nichts, denn dafür erzählt er wenigstens, wer er selbst sein will:

Ich moechte mich erstmals gerne vorstellen. Mein Name ist Herr Ortega Navas die persoenliche Investment Berater und Vermoegensverwalterin meines verstorbenen Mandanten, der ihre familienname tragt. Er war als privater Geschaeftsmann im internationalen Bereich taetig. Im Jahr 2008 starb mein Mandant an einen schweren Herzinfarkt. Mein Mandant war ledig und kinderlos.

Er ist ein Mann mit einem Namen, der Vermögensverwalterin ist und einen Kunden hatte, der zwar keinen in der Spam genannten Namen hat, aber dafür genau den gleichen Nachnamen wie ich, der ich „Lieber Freund“ genannt werde. Vermutlich hat der Kunde – nenne ich ihn mal, um einen allzu unpersönlichen Tonfall zu vermeiden, Mario Schwerdtfeger – einen Haufen Zaster gehabt, denn er brauchte ja einen Investment Berater mit Deppen Leer Zeichen und jemanden, der den ganzen Zaster für ihn verwaltet, weil er selbst mit der Aufgabe der Kontoführung völlig überfordert war. Die Frage, ob sich das Geld nur angesammelt hat, weil Mario aufs Heiraten und Kinderkriegen verzichtet hat, wird nicht beantwortet.

Und leider hatte Mario einen schweren Herzinfarkt und ist jetzt tot. Hätte es nicht ein mittelmäßiger Herzinfarkt sein können?

Er hinterliess ein Vermoegen im Wert von 10.500.000 (Zehn Millionen fuenfhunderttausend Euro), das sich in einer Bank in Spanien befindet. Die Bank liess mir zukommen, dass ich einen Erbberechtigen, Beguenstigten vorstellen muss.

Dafür, dass Mario so viel Zaster hatte und so wenig Frauen und Kinder, hat er allerdings einen bemerkenswert geringen Betrag zu vererben. Nur rd. 10 Megaeuro. Vermutlich hat er das ganze Geld für völlig inkompetente Investment Berater und Vermögensverwalter ausgegeben, wenn er schon auf Frau und Kinder verzichtete.

Nach mehreren Recherchen erhielt ich keine weiteren hilfreichen Informationen, über die Verwandten meines verstorbenen Mandanten. Aus diesem Grund schrieb ich Sie an, da Sie den gleichen Nachnamen haben. Ich benoetige Ihre Zustimmung und Ihre Kooperation um Sie als den Beguenstigten vorzustellen. Alle meine Bemuehungen Verwandte meines verstorbenen Mandanten zu finden, waren erfolglos. Infolgedessen wuerde ich vorschlagen das Vermoegen aufzuteilen, Sie erhalten 45% Prozent des Anteils und 45% Prozent wuerde mir dann zustehen. 10% Prozent werden an Gemeinnützige Organisationen gespendet.

Und einer dieser völlig inkompetenten Geldverbrenner will sich jetzt auch noch die Erbschaft dieses Restgeldes unterm Nagel reißen, indem er Elias Schwerdtfeger als einen erbberechtigten Verwandten von Mario Schwerdtfeger vorstellt. Angesichts der Tatsache, dass der, die oder das windige Herr Verwalterin Ortega Navas dafür alle möglichen Dokumente fälschen muss, um die Verwandtschaft nachzuweisen, fragt man sich unwillkürlich, warum dann der Nachname eines Komplizen in diesem Betrug unbedingt echt sein muss – ein richtiger Betrüger wüsste ganz sicher, wo man preiswert an ein falsches amtliches Ausweisdokument mit gewünschten Einträgen kommt; für so etwas gibt es in gewissen Winkeln des Internet regelrechte Marktplätze. Aber diese Frage stellt sich nur für jemanden mit Gehirn. Und jemand mit Gehirn ist nicht die Zielgruppe dieses Spammers, denn jemand mit Gehirn würde ja auch nicht nach und nach tausende bis zehntausende von Euro als „Vorleistung“ anonymisiert über Western Union durch die Welt senden, weil jemand aus der Anonymität in einer Spam mit Millionen winkt.

Diese „Vorleistungen“ werden übrigens von der kleinen Betrügerbande zur lokalen Wirtschaftsförderung verwendet, indem sie diese ins Bordell und zum Kokaindealer tragen. So ein Lebensstil ist ganz schön teuer.

Alle notwendigen Dokumente beinhalten sinngemaess auch das Ursprungszeugnis, um demnach Fragen von der zustaendigen Bank zu vermeiden. Die beantragten Dokumente, die Sie fuer das Verfahren benoetigen, sind legal und beglaubigt. Das Vermoegen enthaelt kein kriminellen Ursprung. Das Verfahren wird einwandfrei ohne Komplikationen erfolgen, die Geldueberweisung wird rechts gemaess abgeschlossen. Alles was ich von Ihnen benoetige ist Ihr Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit.

Wofür der Idiot von Vorschussbetrüger ein Ursprungszeugnis brauchen will, um mit betrügerisch ergaunertem Erbschein Geld abzuheben, ist vermutlich das Geheimnis einer Übersetzungssoftware. Eine falsche Identität anzunehmen, um sich am Geld irgendwelcher Verstorbener zu bedienen, ist in der bizarren Kopfwelt der Texte dieses Spammers „legal“. Und auch sonst sind keine Probleme zu erwarten (werden aber trotzdem aufkommen, damit noch ein paar Tausender für Bestechungen benötigt werden, die als „Vorleistung“ zu bezahlen sind). Was kann da schon schiefgehen?!

Kontaktieren Sie mich bitte unter der privaten Fax: 00 34 917 692 xxx, oder meine private E-Mail info (at) navaschambers (punkt) es Die geplante Transaktion wird durch legale Rechtsmitteln fuer Ihren rechtlichen Schutz gefuehrt. Bitte senden Sie mir auch mit Ihrem direkten Telefonnummer fuer einfache Kommunikation

Bitte diese Mail nicht durch einen Klick auf Antworten beantworten, denn der Absender dieser Mail ist natürlich gefälscht. Das ist der ideale Einstieg in eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grussen
Dipl.finanzfachanwalt
Abogado Ortega Navas

Hui, und Anwalt ist der Spammer auch noch! Mit Diplom! :mrgreen:

Diese Spam aus dem täglichen Irrenhaus des Posteingangs ist ein Zustecksel meines Lesers B.G. – Danke!