Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Erbschaft“

Mr. Jonathan Hugo

Sonntag, 13. September 2020

Qualitätsbetreff! 🏅

Von: Mr.Jonathan Hugo <abel@nganduconsult.com.zm>
Antwort an: jonathanhugo001@gmail.com

Gefälschter Absender! 🤥

GMail-Antwortadresse! 😫

I am Mr. Jonathan Hugo.

Aber Jonathan, das hast du doch schon im Betreff gesagt, weil du dich selbst zum Betreff gemacht hast, statt einfach reinzuschreiben, um was es geht. Und im Absender. Obwohl ich deinen ausgedachten Namen noch nie gehört habe.

I have emailed you earlier on without any response from you.

Und, weißt du, warum du keine Antwort kriegst? Weil du automatisch in den Müll sortiert wirst. Wie jeder Spammer. Und genau da gehörst du auch hin, Jonathan. 🗑️

I am The Attorney to my late client and I have decided to contact you to stand as the next of kin to my Late client\\\ ’s deposited funds since you have the same last name with him as to enable us receive his deposit as inheritance for investment amounted to US$ 14.5 M only.

Du bist also der Anwalt, der 14,5 Megadollar Erbe seines verstorbenen Kunden veruntreuen will und deshalb jemanden wie mich braucht, der den gleichen Nachnamen wie dein verstorbener Kunde hat, Jonathan. Das ist aber eine interessante Geschichte. Wenn du meinen Namen kennst, warum sprichst du mich in deiner dummen Spam nicht namentlich an?! 🤔

Richtig, Jonathan, du kennst meinen Namen nicht, du hast nur eine Mailadresse. Deshalb erzählt du mir lieber gleich dreimal, in Betreff, Absender und Mailtext, was für einen Namen du dir für dich selbst ausgedacht hast, um einen Vorschussbetrug einzuleiten. Und das Gefasel von meinem Nachnamen ist da nur ein Intelligenztest. Wer das durchschaut, würde auf den weiteren Vortrag deines Trickbetruges auch nicht mehr reinfallen und dir auch keine Vorleistungen über Western Union und Konsorten zustecken. So sparst du dir Arbeit mit… ähm… zu intelligenten Menschen und kannst dich ganz auf deinen Betrug konzentrieren.

Für die Leser deiner Spam, die auch im laufenden 21. Jahrhundert noch ein Gehirn haben, klingt es dafür umso dümmer.

In my first email I mentioned about my late client whose relatives I cannot get in touch with. But both of you have the same last name so it will be very easy to front you as his official next of kin. I am compelled to do this because I would not want the finance house to push my client\\\’s funds into their treasury as unclaimed inheritance.

So, zur Veruntreuung kommt jetzt noch die Erschleichung einer Erbschaft. Es ist für dich also kein Problem, falsche Papiere zu beschaffen, wenn einer den gleichen Nachnahmen wie dein ausgedachter Kunde hat, aber du scheiterst daran, wenn er einen anderen Namen hat? Interessante Geschichte.

Ich mag übrigens deine drei Backslashes vor dem Apostroph. Man könnte ja fast denken, dein Spamskript sei in PHP geschrieben, da sieht man solche kleinen Unfälle im Zusammenhang mit Zeichenmaskierungen nämlich öfter, allerdings sonst meist in Websites. Ich hatte auch schon sieben Backslashes. 💥

If you are interested you do let me know so that I can give you Comprehensive details on what we are to do.

Nein, ich bin nicht interessiert an weiteren Lügen von dir.

Waiting for your response.

Aber du kannst dich leider immer noch darauf verlassen, dass die Mutter der Dummen stets schwanger ist. 🤰

Many Thanks,

Dein pseudohöflicher „Dank für Nichts“ unterstreicht den Eindruck, den ich bis jetzt von deiner Persönlichkeit gewonnen habe, Jonathan. 🤢

Mr. Jonathan Hugo

Wenn dir mal eine bessere und neue Story zur Einleitung eines Vorschussbetruges einfällt, darfst du es gern noch einmal versuchen. 😉

Dringende Antwort

Dienstag, 8. September 2020

Oh, ein Qualitätsbetreff! Gleich mal reinschauen. 🏅

Von: maria Frederick <mariafrederick28@yahoo.com>

Kenne ich nicht. 👤

An: undisclosed-recipients: ;

Macht aber nichts, denn diese Mail geht an ganz viele Leute gleichzeitig. Ist ja auch klar, denn es ist eine Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges. 🧛

Mein Name ist Frau Maria Frederick.

Maria kennt mich natürlich auch nicht und erzählt erstmal, welchen Namen sie sich für sich selbst ausgedacht hat. Das klingt zwar nicht so persönlich, aber sie schreibt ja auch an Mailadressen, nicht an Menschen. 🚽

Ich wurde in den Vereinigten Staaten geboren.

Ihr kennt das sicher. Ihr unterhaltet euch mit jemanden, den ihr nicht kennt, und das erste, was ihr sagt, ist, wo ihr geboren wurdet. 👍

Ich bin mit Mr. Joshua Frederick verheiratet, der neun Jahre lang mit der US-Botschaft hier in (London, Großbritannien) zusammengearbeitet hat, bevor er im Jahr 2015 starb.

Maria ist mit jemanden verheiratet, der schon gestorben ist. Ich tippe auf ein erfreuliches, wenn auch sexuell unbefriedigendes Eheleben. 👻

Wir waren elf Jahre ohne Kind verheiratet.

Aber es sah ja auch vor dem Tod nicht so pralle aus mit der physikalischen Form der Liebe, so dass Maria keine Gebärfreude entwickelte. 👶🚫

Als mein verstorbener Ehemann am Leben war, hat er den Betrag von £ hinterlegt 2,8 Millionen in der Bank hier in (London)

Aha, Maria kennt mich nicht, aber faselt gleich von Beträgen von Pfund, und zwar 2,8 Mega. Auf der Parkbank neben dem Hundeklo irgendwo auf der Welt. Natürlich Pfunde von Toten, die sinnlos herumliegen. 💰

Und vor kurzem sagte mir mein Arzt, dass ich die nächsten sechs Monate nicht durchhalten würde, weil ich Krebs habe.

Und Maria wird jetzt bitter bitter sterben, die arme Maria, und ist doch so unbeholfen, denn…

Problem, dieses Geld ist immer noch in der Bank.

…sie weiß nicht, wie man Geld von der Bank abhebt. 😂

Nachdem ich meinen Zustand gekannt habe, suche ich eine Person mit Herz, die diesen Fonds so nutzt, wie ich sie anweisen werde.

Und deshalb sucht Maria eine beliebige Mailadresse, die ihr diese lustige Geschichte von Tod und Geld glaubt. Sie nimmt jeden. Es geht ja nur um ein bisschen Geld, da kann man doch einfach vertrauen! 💶

Ich möchte jemanden, der diesen Fonds gemäß dem Wunsch meines verstorbenen Mannes nutzt, um den armen Menschen, den Waisenhäusern der Witwen, zu helfen Ich habe diese Entscheidung getroffen, weil ich kein Kind habe, das diesen Fonds erben wird.

Ärgerlicherweise kann die kranke Maria nicht nur kein Geld von der Bank abheben, sondern weiß auch nicht, wie man eine Überweisung macht, und deshalb braucht sie Hilfe dabei. Irgendeine Hilfe. Mit vertrauenswürdig aussehender Mailadresse. Die Frage, ob Maria auch einen Vormund hat oder wirklich immer noch geschäftsfähig ist, kann ich leider nicht beantworten. 🤪

Sobald ich Ihre Antwort erhalten habe, werde ich Ihnen den Kontakt der Bank in London geben.

Sobald Maria jemanden findet, der so dumm und gierig ist, darauf hereinzufallen, wird sie ihm schreiben, wie man die Bank anruft oder anfaxt. Es ist eine Spezialbank der Vorschussbetrüger. Da kann man nicht einfach Schecks in versicherte Briefe stecken oder eine SEPA-Überweisung aus Großbritannien machen, da gibt es die absurdesten, langsamsten und teuersten Verfahren zum Geldtransfers seit der Ablösung des Geldboten durch das Giralsystem. Und jedes dieser Verfahren erfordert, dass der Empfänger eine finanzielle Vorleistung an die Bank bezahlt. Natürlich ebenfalls nicht über eine preiswerte Überweisung, sondern über Western Union und Konsorten, denn die Spezialbank unserer geistig stark verarmten Maria hat leider kein Bankkonto. Alles Geld, das man losschickt, nachdem man von einer eingespielten Bande von Betrügern so weichgelabert wurde, dass sie das Hirn auslöffeln konnten, ist weg und kommt niemals wieder. 💸

Und die Millionen gibt es gar nicht. Macht aber nichts, denn Maria gibt es auch gar nicht. 🤥

Ich werde Ihnen auch ein Genehmigungsschreiben ausstellen, das Sie als gegenwärtigen Begünstigten dieses Fonds nachweist

Normale Menschen würden einen Scheck versenden oder überweisen und nicht irgendwelche lustigen Zettel ausfüllen. 📜

Möge Gott dich segnen

Die Trickbetrüger wissen aus ihrer Berufserfahrung heraus ganz genau, dass dort, wo die Gläubigkeit gedeiht, auch die Leichtgläubigkeit einzieht. Dummheit und Religiosität gehen Hand in Hand. Und die Mutter der Dummen ist immer schwanger. 🤰

So schade, dass G‘tt nicht mehr so wie in den ollen, biblischen Zeiten einen spontanen Feuerregen mit apokalyptischem Höllen-Drive auf solche Heuchler niedergehen lässt. 🔥

Greeting

Mittwoch, 12. August 2020

„Winkewinke“ ist immer ein guter Betreff. Da weiß man schon vor dem Reinschauen, womit man es zu tun hat: Mit Spam, und zwar fast immer mit Spam zur Einleitung eines Vorschussbetrugs. Davon gibt es gerade übrigens erstaunlich viel, und teilweise sogar mit neuen Texten. Haben die etwa in Nigeria einen Lockdown gemacht und haben die Betrügerbanden deshalb ganz viele neue „Hilfsarbeiter“? Nein, das kann es nicht sein, die Menschen in Nigeria sind mindestens seit April von Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung betroffen.

Von:Mrs.Elizabeth Edward <mrselizabethedward0@gmail.com>
Antwort an: Mrs.Elizabeth Edward <mrselizabethedward43@gmail.com>

Von der Null, Antwort an die Dreiundvierzig… 🤔

Greeting

Das hast du schon im Betreff gesagt, Lizzy, statt dort einfach wie jeder denkende und fühlende Mensch zusammenzufassen, um was es geht.

Please forgive me for stressing you with my predicaments and I sorry to approach you through this media it is because it serves the fastest means of communication. I came across your E-mail from my personal search and I decided to contact you believing you will be honest to fulfill my final wish before I die.

Aha, es gibt also zwei Gründe, weshalb du mir eine Mail schickst: Weil es total schnell ist und weil du meine Mailadresse in einer Datenbank von Mailadressen gefunden hast, die sich für eine Handvoll Bitcoin erwerben lässt. Und deshalb denkst du, dass ich voll ehrlich sei und deine letzten Wünsche vor deinem erfreulichen Ableben erfüllen würde. Du lebst in interessanten geistigen Welten, Lizzy. Hast du eigentlich deine Medikamente schon bekommen? 💊

I am Mrs. Elizabeth Edward, 63 years, from USA, I am childless and I am suffering from a pro-long critical cancer, my doctors confirmed I may not live beyond two months from now as my ill health has defiled all forms of medical treatment.

Lizzy, du bist die übliche ausgedachte Frau der Vorschussbetrüger, die keine Erben hat und im Sterben liegt und…

Since my days are numbered, I’ve decided willingly to fulfill my long-time promise to donate you the sum ($5.000.000.00) million dollars I inherited from my late husband Mr. Edward Herbart, foreign bank account over years. I need a very honest person who can assist in transfer of this money to his or her account and use the funds for charities work of God while you use 50% for yourself. I want you to know there are no risk involved, it is 100% hitch free & safe. If you will be interesting to assist in getting this fund into your account for charity project to fulfill my promise before I die please let me know immediately. I will appreciate your utmost confidentiality as I wait for your reply.

…einen Riesenhaufen Zaster rumliegen hat, den sie zu gerne an religiöse Einrichtungen spenden würde. Und deshalb nimmst du dir irgendwelche seriös aussehenden Mailadressen wie gammelfleisch@tamagothi.de und willst ihnen 5 Megadollar in die Hand drücken, damit sie das Geld für dich ausgeben, und die dürfen davon auch die Hälfte behalten. Ärgerlicherweise kannst du selbst vor lauter Krankheit keine Überweisungsträger oder Schecks mehr ausfüllen, Lizzy, du kannst nur noch komische, langatmige E-Mails schreiben. Deshalb nimmst du es gern in Kauf, dir in der Kraftlosigkeit deiner letzten Tage ein Verfahren auszudenken, das viel teurer ist als jede Bankgebühr und dabei viel riskanter als jede Dienstleistung einer Bank. 🤦

Ich wills mal so sagen, Lizzy: Ich verstehe, warum du auf Religion machst. Nur unter den Gläubigen finden sich derart Leichtgläubige. 🧚

Aber sei mal froh, dass dieser G‘tt inzwischen nicht mehr wie in den alten Tagen mit einem zünftigen Feuerregen auf so ein Geschmeiß wie dich reagiert, sonst würdest du noch wirklich sterben. 🔥

Wer dir deine fadenscheinige Story zur Einleitung eines Vorschussbetruges glaubt, der soll sich jetzt…

Please read this proposal as urgent and contact me with your information’s below:

1. Name In full:
2. Address:
3. Nationality:
4. Age:
5. Sex
6. Occupation:
7. Marital Status:.
8. Phone

…einmal vor dir und deiner Bande blitze blanke datennackig machen, weil ihr ihm eine E-Mail geschrieben habt. Unendlich wichtig für die Durchführung eines Geldtransfers sind schließlich das Alter, das Geschlecht, die Arbeitsstelle und der Familienstand. Dass du, Lizzy, gar nicht erst nach der Bankverbindung fragst, macht auch gleich klar, dass du die umständlichsten und absurdesten Ideen hast, wie man Geld durch die Welt bewegen könnte – viel teurer als mit jeder Bank und so kompliziert, dass eine Vorleistung nach der anderen erforderlich wird. Die hat natürlich der gläubige Leser deiner Spam zu bezahlen, und mit diesem Geld geht ihr zu eurem Doktor, der euch Kokain für die Nase verschreibt und dann zu eurem Krankenhaus, in dem die Nutten schon auf euch warten. 😻

Best Regards
Mrs. Elizabeth Edward
written from Hospital.

Mit Spamkuss von Lizzy aus dem Krankenhaus. 💋

Die Texte ändern sich, die Stories bleiben dumm wie immer. 😫

AW:Private Nachricht

Sonntag, 26. Juli 2020

So privat, wie eine unverschlüsselte E-Mail, die offen wie eine Postkarte durch das Internet geht, eben ist: Ins Megafon geflüstert. 📣

Von: NESTOR EDE Esq <mohammedkhalil1958@gmail.com>
Antwort an: nestorede1958@lawyer.com
An: undisclosed-recipients: ;

Der Absender ist gefälscht, und diese Mail geht an ganz viele Empfänger, die im BCC:-Header aufgeführt wurden. Es ist klare Spam. Oder, um es mit dem Spammer zu sagen: Eine private Nachricht. 😂

Guten Morgen,

Es tut mir leid, Sie in dieser Angelegenheit ohne Ihre vorherige Zustimmung zu kontaktieren. Es war wegen der Dringlichkeit der Angelegenheit.

Ach, und wie hättest du mich mit meiner vorherigen Zustimmung kontaktieren wollen? Hättest du mich etwa vorher angerufen? Auch ohne dass ich vorher zugestimmt hätte? Warum hast du mich dann nicht gleich angerufen? Oder machst du das sonst mit Gedankenübertragung oder fortgeschrittenen Voodoo-Techniken? 🤦

Ich bin Nestor EDE, ein Rechtsanwalt, und der persönliche Anwalt von ein verstorbener Kunde [sic!] aus Ihrem Land. Ich würde gerne wissen, ob wir zusammenarbeiten können?

Du bist Ede Hirnknacker, ein Spammer, und du hast einen toten Kunden aus meinem Land. Welches mein Land ist, weißt du nicht. Du weißt auch nicht, wer ich bin. Deshalb sprichst du mich ja auch als „Guten Morgen“ an. Und du fälschst deinen Absender. Du hast erst zwei Absätze geschrieben, und jedem Menschen mit einem IQ über der Zimmertemperatur ist schon klar, dass du ein Lügner bist. 🤥

Und da fragst du mich nach „Zusammenarbeit“?! Ich wills mal so sagen: Gern doch. Ich ziehe die Hose runter, und du leckst! 👅

Seit dem Tod meines Mandanten ruht sein Fonds im Wert von in der Bank meines Landes. Die Bank hat mir eine Mitteilung gemacht, um die nächsten Angehörigen für die Forderung der Fonds zu präsentieren [sic!], andernfalls werden die Gelder beschlagnahmt.

Aha, du hast also mal wieder eine Erbschaft für mich anzubieten, obwohl ich gar nicht der Erbe bin. Diese Nummer zur Einleitung eines Vorschussbetruges hat aber auch schon einen ganz ordentlichen Bart. Aber hey, Ede, als gewerbsmäßiger Betrüger weißt du halt, dass die Mutter der Dummen stets schwanger ist. 🤰

Der Verstorbene starb bei einem Autounfall mit seiner ganzen Familie. Ich habe mich mit Ihnen in Verbindung gesetzt, weil Sie den gleichen Familiennamen wie der Verstorbene haben, […]

Wie, Ede, dein Mandant hieß auch „Guten Morgen“? 🤣

[…] daher können Sie als mein verstorbener Kunde [sic!] dem nächsten Angehörigen vorgestellt [sic!] werden. Mit meiner Unterstützung als der verstorbene persönliche Anwalt [sic!], können Sie von der Bank genehmigt werden [sic!] und das Geld wird Ihnen freigegeben werden.

Oh, Ede, hat dein Deutschbeauftragter wieder die lecker Flasche Wodka weggenuckelt und sich hingelegt? Das einzige, was ich an deinem peinlichen computergestützten Kommunikationversuch erfreulich finde, ist, dass du ein verstorbener Anwalt bist. Zu schade, dass du noch lebendig genug bist, um mit das Postfach vollzuspuken. 👻

Ich freue mich auf Ihre Antwort, wenn Sie interessiert sind und ich werde Ihnen weitere Details senden.

Wer immer noch nicht genug von diesem gequirlten Bullshit hat, kann gern antworten, aber bitte auf gar keinen Fall…

Sie können mich über meine private E-Mail-Adresse kontaktieren Für mehr Klarheit:

nestorede1958@lawyer.com

…an die Absenderadresse. Die ist nämlich gefälscht. 🤥

Aber bitte trotzdem daran glauben, dass man mit einem Erbschaftsbetrug ganz viel Geld von einer Bank abholen kann, weil man mit Hilfe eines verstorbenen Anwaltes von der Bank genehmigt wird. Aber nur, wenn man selbst sein verstorbener Kunde ist, der den verstorbenen Angehörigen aus der gesamten verunfallten Familie vorgestellt wird. Komm schon, Opfer, das ist alles gar keine große Zumutung für das Gehirn. Glaub das einfach! Es gibt ja Geld. Verstehst du: GELD! 💰

Mit freundlichen Grüßen,

Nestor EDE,Esq.
nestorede1958@lawyer.com

Freundlich wie ein Kackhäufchen vor der Haustür 💩

Ede Hirnknacker, dein schäbiger Vorschussbetrüger 🎅
Nur echt mit gefälschter Absenderadresse 🏅

WICHTIG

Mittwoch, 24. Juni 2020

Aber so was von tatütata wichtig! 🚑

Heute scheint der Tag des dummen Vorschussbetruges zu sein, vorgetragen in lustigen Texten von betrügerischen Vollidioten. Der hier zitierte Vollidiot hat es auch für nötig gehalten, eine HTML-formatierte E-Mail zu verfassen (und landet allein deshalb bei mir vollautomatisch im Glibbersieb, selbst, wenn er ansonsten eine sehr gute, schwer filterbare Spam machen würde). Das ist um so bedauerlicher für den armen Betrüger, weil er das HTML nicht etwa verwendet, um in einem reich strukturierten Text lesefreundlich einen komplexen Sachverhalt darzulegen, sondern um den gesamten Text seiner schnell aufgeschäumten Spam fett zu setzen, damit er irgendwie nach mehr wuchtiger Wichtigkeit aussieht. Ich wills mal so sagen: Der Spammer hat schon ein gewisses Talent als Komiker. 🤡

Von: Eric DEKONOR <dublond.eric94@gmail.com>
Antwort an: eric.dekonor@gmail.com

Natürlich ist der Absender gefälscht. 🤥

An: undisclosed-recipients: ;

Diese Spam ist Massenware, die an ganz viele Empfänger gleichzeitig geht, und diese Spam versucht das nicht einmal zu verbergen, weil der Spammer glaubt, dass seine Opfer eh viel zu doof sind, um es zu bemerken, so dass sich die Mühe nicht lohnt. Denn wenn er sich Mühe geben wollte, ihr wisst es ja, dann könnte er auch gleich arbeiten gehen. 🛠️

Guten Tag,

Genau mein Name! 👏

In einer kurzen Einführung bin ich Eric DEKONOR, ein Anwalt aus Togo, Westafrika.

Und in einer längeren Einführung bist du Ochuko Mugu, ein Vollidiot von gewerbsmäßigem Vorschussbetrüger aus Nigeria, der von der Naivität oder Dummheit anderer Menschen lebt. 🧛

Natürlich ist dein Name mindestens so echt wie dein gefälschter Absender. 💩

Ich habe eine private Reservierung von meinem Büro in Bezug auf meinen verstorbenen Kunden und einen Staatsbürger Ihres Landes, der denselben Nachnamen trägt wie Sie, […]

Ach, der heißt auch „Guten Tag“? Na, so ein Zufall aber auch! 🤣

[…] der vor einigen Jahren gestorben ist und hier in meinem Land einen nicht beanspruchten Nachlass in einer Bank zurückgelassen hat.

Aha, ich soll dir also bei einem Erbschaftsbetrug helfen. Warum? Na, wegen meines Nachnamens „Guten Tag“. Und vermutlich wegen meiner wunderhübschen Mailadresse. Die mit dem „Gammelfleisch“, auf der deine Müllmail ankam. Denn sonst weißt du ja gar nichts von mir. 👤

Und ich weiß von dir bis jetzt nur, dass du deinen Absender fälschst und deine lustigen Texte an jede Mailadresse spammst, die man irgendwo im Web einsammeln kann. 🚽

Das ist doch…

Ich bin sein persönlicher Anwalt und ich brauche Ihre Mitarbeit und Partnerschaft in dieser Angelegenheit.

…eine ideale Grundlage für eine geschäftliche Partnerschaft. 👎

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an mich.

Leider ist das Mailpapier jetzt leer, und deshalb gibt es keine lustigen Geschichten mehr. 📜

Aber keine Sorge, wenn man auf diese gnadenlos dümmliche Spam antwortet, hat der Onkel Spammer sich wieder neues Mailpapier gekauft und kann auch wieder lustige und spannende Geschichten erzählen. Geschichten von einem Einhorn… ähm… von einer Erbschaft, die einfach im fernen Togo rumliegt und die man mit ein paar gefälschten Dokumenten einfach abholen kann. 🦄

Berge von Geld! Millionen von Dollar! 💰

Und der Spammer will halbe-halbe machen. Sagt er. 🤝

Leider sind vorher „ein paar“ Vorleistungen fällig. Hier ein Notar, da noch die Beglaubigung der Erbschaft, dort ein teurer Stempel, noch eine Erklärung zum Geldwäschegesetz, hier noch eine Gebühr und dort eine weitere Gebühr und auch mal ein paar Hunderter zur Bestechung eines korrupten Beamten. Da kommt richtig Geld zusammen, das einem am Telefon von einer gut eingespielten Bande aus der Tasche gelabert wird, das werden schnell fünfstellige Beträge, wenn die Betrüger so viel aus ihrem Opfer rausleiern können – „Frag doch mal deinen Freund, ob er dir ein paar Hunderter leiht“. Mit dem Geld geht die Bande in den Puff und macht sich eine gute Zeit bei Koks und Nutten. Es ist weg. Es kommt niemals zurück. Der Kontakt „nach Togo“ bricht plötzlich ab. Und die Erbschaft existiert natürlich nicht. Sie war und ist die ganze Zeit nur eine Lüge. 💸

Mit freundlichen Grüßen,
Eric DEKONOR, Esq.

Freundlich wie ein vandalierender Einbrecher
Dein nigerianischer Vorschussbetrüger

Von Frau Vivian Ouedrago

Dienstag, 28. April 2020

Nein, es ist nicht schlau, wenn man den Namen des Absenders einfach in den Betreff schreibt, obwohl er auch bei der Absenderadresse steht. Ganz im Gegenteil. Es ist dumm. Denkende und fühlende Menschen schreiben in Betreff, um was es in der Mail geht.

Von: Mrs. vivian Ouedrago <vivian.OuedragoBrown@gmail.com>
An: undisclosed-recipients: ;

Den Absender kenne ich nicht, und diese Mail geht an ganz viele Empfänger gleichzeitig. Oder anders gesagt:

Lieber Gottes Auserwählter

Jeder ist Auserwählter Gottes! 😯

Ich schreibe Ihnen diese Mail mit schweren Tränen In meinen Augen und mit großer Trauer in meinem Herzen. Mein Name ist Frau Vivian Ouedrago. Ich komme aus Tunesien und kontaktiere Sie aus einem Krankenhaus in Burkina Faso. Ich möchte Ihnen dies sagen, weil ich Ich habe keine andere Wahl, als es Ihnen zu sagen, als ich berührt wurde, um mich Ihnen zu öffnen. Ich heiratete Herrn Ouedrago Smith Brown, der neun Jahre lang mit dem tunesischen Botschafter in Burkina Faso zusammengearbeitet hatte, bevor er im Jahr 2005 starb seit elf Jahren ohne Kind verheiratet.

Er starb nach einer kurzen Krankheit, die nur fünf Tage dauerte. Seit seinem Tod habe ich beschlossen, nicht wieder zu heiraten. Als mein verstorbener Ehemann am Leben war, hat er den Betrag von 8,5 Millionen US-Dollar (8 Millionen 500.000 Dollar) bei einer Bank in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Fasoin, Westafrika, hinterlegt. Derzeit ist dieses Geld noch in die Bank. Er stellte dieses Geld für den Export von Gold aus dem Bergbau in Burkina Faso zur Verfügung.

Kürzlich sagte mir mein Arzt, dass ich wegen eines Krebsproblems nicht sieben Monate durchhalten würde. Das, was mich am meisten stört, ist meine Schlaganfallkrankheit. Nachdem ich meinen Zustand gekannt habe, habe ich beschlossen, dieses Geld an Sie zu übergeben, um sich um die weniger privilegierten Menschen zu kümmern. Sie werden dieses Geld so verwenden, wie ich es hier anweisen werde. Ich möchte, dass Sie 30 Prozent des Gesamtgeldes für Ihren persönlichen Gebrauch verwenden. Während 70% des Geldes für wohltätige Zwecke auf der Straße verwendet werden und dem Waisenhaus helfen. Ich bin als Waisenkind aufgewachsen und habe niemanden als meine Familie Mitglied, nur um sich zu bemühen, dass das Haus Gottes erhalten bleibt. Tun Sie dies, damit Gott Mysins vergibt und meine Seele im Paradies akzeptiert, weil diese Krankheit mich so sehr gelitten hat.

So weit die ganz normale Erzählung zur Einleitung eines Vorschussbetruges. Fromm gewordene Witwe, die mal mit einem Geldsack verheiratet war, liegt wegen ihres leidigen Krebsproblemes und ihrer Schlaganfallkrankheit im Sterben und will mir wegen des Wohlgeruchs meiner schönen, vertrauenerweckenden Mailadresse 8,5 Megadollar geben, damit ich dass Geld für sie ausgebe – sie kann zwar noch eine E-Mail versenden, aber offenbar ist sie mit einer Banküberweisung oder einem Scheck schon überfordert. Außerdem weiß sie ja nicht einmal, wie ich heiße.

Natürlich existieren die Millionen nicht. Wer auf die herz- und hirnverdorrte Story reinfällt, wird eine gut eingespielte Betrügerbande kennenlernen, die ihm wortreich und mit vielen Stimmen von den umständlichsten Geldtransfers der Welt erzählt – und alles kostet im Vorfeld Geld, das der Empfänger zu bezahlen hat. Deshalb heißt es ja auch Vorschussbetrug. Hier zweihundert für den Notar, dort ein Hunnie für diesen Stempel, dort noch ein Hunnie für ein Formblatt und schließlich vielleicht auch mal ein paar Tausender für einen korrupten Beamten in Burkina Faso, wenn die Betrüger zum Glauben kommen, dass sie so viel rausleiern können. Und weil die Freunde und Anwälte der Witwe kein Konto haben, muss alles anonymisiert über Western Union und Konsorten bezahlt werden, so dass das Geld irgendwo auf der Welt (meistens in Nigeria) unter Vorlage eines falschen Passes abgeholt werden kann, ohne dass der Herr Wachtmeister dem Geldboten der Betrüger Handschellen anlegt. Denn im Bordell ist es doch viel schöner als im Knast. Wenn das Opfer ausgenommen ist, bricht der Kontakt einfach ab. Das ganze in kunstvoll von Betrügern gemachter, naiver Hoffnung auf ein paar Millionen Dollar „vorgestreckte“ Geld ist weg und kommt nie wieder zurück. 💸

Zwischenzeitlich haben die Betrüger auch mal Bitcoin als anonymes Mittel für die Geldtransfers versucht, aber offenbar haben sie damit keine guten Erfahrungen gemacht. Ich vermute, die Opfer waren oft mit Erwerb und Nutzung von Bitcoin überfordert und/oder wurden skeptisch, weil sie ein beliebtes Schwarzmarkt-Zahlungsmittel nutzen sollten, das beinahe nur noch in kriminellen Kontexten zum Bezahlen verwendet wird und ansonsten ein reines Spekulationobjekt mit Kursschwankungen jenseits von gut und böse ist. Western Union kann man auch technisch völlig unbegabten Menschen mit wenig Worten erklären: Hingehen, Geld am Schalter einzahlen, Zettel einstecken, Nummer auf dem Zettel am Telefon durchgeben, danke! Ich glaube ja, dass Western Union in Europa längst insolvent wäre, wenn es keinen Trickbetrug im Internet gäbe, weil es ansonsten im Alltag nur wenige legitime Anwendungsfälle gibt – im Gegensatz etwa zu den USA, wo es praktisch keine Banküberweisungen gibt und wo gründlich ausgebeutete Ausländer ohne Aufenthaltstitel irgendwie das Geld zu ihren Familien senden müssen.

Sobald ich Ihre Antwort erhalten habe, werde ich Ihnen den Kontakt der Bank in Burkina Faso geben und den Bankmanager anweisen, Ihnen ein Vollmachtsschreiben auszustellen, das Ihnen den gegenwärtigen Begünstigten des Geldes bei der Bank nachweist, wenn Sie dies versichern mir, dass Sie dementsprechend handeln werden, wie ich es hier angegeben habe.

Sobald man auf eine solche Spam antwortet, geht es los. Ganz schnell (oft sogar schon in der Einleitungsmail) wird nach der Telefonnummer gefragt, weil ein großer Teil der Betrugsgeschichte telefonisch aufgeführt wird.

Von Frau Vivian Ouedrago

Aber immerhin, es war mal ein neuer Text, den ich bislang noch nicht gesehen habe. Das Deutsch ist ziemlich strokelig, weil sich die sterbende Millionärin natürlich keinen Dolmetscher leisten kann und deshalb lieber ein Computerprogramm zum Übersetzen verwendet.

WICHTIG

Mittwoch, 22. April 2020

Tatü! Tata! 🚨

Abt.: Schlechte 08/15-Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges

Von: Sebastian BARKOLA <marrionmkmaximilian@gmail.com>
Antwort an: barkola.seb@gmail.com

Nicht an die Absenderadresse antworten. Die ist gefälscht. 🤥

Aber trotzdem ganz feste daran glauben, dass der Rest stimmt. Der Spammer sagt es ja selbst. 🤞

Hallo, […]

Das ist ja mal wieder genau mein Name! 👏

[…] ich bin Sebastian BARKOLA, […]

Aber immerhin, seinen für sich selbst ausgedachten Namen kennt der Spammer. Das ist bis jetzt die erste Stelle in dieser Mail nach hirnlosem Betreff und dümmlicher Ansprache des Empfängers, in der eine minimale Intelligenz durchschimmert: Er kann sich den Namen merken, mit dem er sich selbst vorstellt. Das schafft nicht jeder! 👍

[…] persönlicher Anwalt eines verstorbenen Mandanten […]

Nein, ich bin nicht im Bestattungsgewerbe. ⛪

[…] aus Ihrem Land.

Was ist denn mein Land? Kleiner Tipp: Österreich ist es nicht. 🌍

Ich würde gerne wissen, ob wir bei dieser Transaktion zusammenarbeiten können.

Moment mal, jetzt ragt es aber in mein Leben rein. Jemand, von dem ich noch nie gehört habe, der mich „Hallo“ nennt und nicht weiß, wo ich lebe, hat eine Leiche herumliegen und will eine „Transaktion“ mit mir durchführen? Weil ich so eine schöne Mailadresse habe? 😖

Nein, ich habe keinen Garten zum Verscharren einer Leiche! 🏡

Ich erwarte Ihre Antwort, wenn Sie interessiert sind […]

Klar erwartet dieser Spammer eine Antwort, dafür spammt er ja. Wer drauf reinfällt, wird lauter lustige Geschichten…

[…] und werde Ihnen weitere Details senden.

Piktogrammartige Grafik eines Menschen, dem um seine Stirn ein Ring befestigt wurde, an dem ihm mit einem Gestänge eine Karotte vor Augen gehalten wird, die er haben will, so dass er darauf zugeht, ohne sie jemals zu erreichen…aus 1001 durchgespammten Nacht hören. Vorgetragen von einer gut eingespielten Betrügerbande, die das jeden Tag macht, weil sie davon lebt. Geschichten von einem reichen Typen, der ohne Erben verstorben ist und dessen Erbschaft man sich jetzt unterm Nagel reißen will, es wäre ja auch schade, wenn der Staat das Geld erbte und davon Hauptstadtflughäfen, Elbphilharmonien oder elektrische Oberleitungen über Autobahnen baute. Es sind nur ein paar Milliönchen, und alles ist schon fertig, das Geld liegt herum und wartet auf seine Abholung, alles ganz wunderbar. Allerdings ist das Geld im Ausland, und man kommuniziert viel über Telefon, einschließlich geplanter Missverständnisse. Und leider sind auch noch ein paar Vorleistungen fällig, hier eine Gebühr für den Notar, hier eine Beglaubigung für die Bank, hier ein Zettel, dort eine Formalie und noch dieser Stempel, aber es ist gar nicht so schlimm, es werden nur ein paar tausend Euro. Oder, wenn man naiv genug ist und ordentlich Dispo, Bonität und Freunde zum Anpumpen hat, auch mal ein paar zehntausend Euro. Nein, ein Bankkonto haben sie da hinten nicht, also keine Schecks oder SEPA-Überweisungen bitte, sondern immer schön anonym das Geld über Western Union und Konsorten bezahlen, so dass sich die Betrüger das Geld irgendwo auf der Welt unter Vorlage eines gefälschten Ausweises abholen können! Und dann bricht der Kontakt irgendwann ab, weil die Betrüger merken, dass sie kein Geld mehr rausleiern können, weil keins mehr da ist oder weil das Gehirn ihres Opfers langsam zu arbeiten beginnt. Mit dem Geld, dass die Bande so von mehreren Leuten gleichzeitig einsammelt, kaufen sich die Betrüger leistungsstarke Autos, gutes Kokain und machen sich eine schöne Zeit im Puff. Das Geld ist weg und kommt nicht zurück. Die Millionen hat es natürlich nie gegeben. 💸

Nur für den Fall, dass jemand Interesse an den ominösen „weiteren Details“ hat, von denen der dumme, kriminelle Spammer hier faselt, zu denen er aber nichts Näheres sagt, weil sein Mailpapier gerade alle ist und er neues kaufen muss. 📜

Grüße,
Sebastian BARKOLA, Esq.

Mit Winkewinke vom angeblichen Anwalt, der den Absender seiner Mails fälscht und den man nur über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei Googles Freemail-Dienst erreichen kann. Das ist sicherlich ein Qualitätsanwalt! 🏅

Quelle des Bildes mit der Möhre: Wikimedia Commons, Lizenz: CC0 1.0

Reply Email: (barristeradrianp3@gmail.com)

Samstag, 18. April 2020

Ja, Spammer, deine kostenlos und anonym eingerichtete Antwortadresse und…

Von: OWUSU, Sandra (HOMERTON UNIVERSITY HOSPITAL NHS FOUNDATION TRUST) <sandra.owusu1@nhs.net>
Antwort an: barristeradrianp3@gmail.com

…deinen gefälschten Absender habe ich schon gesehen, die stehen nämlich im Mailheader und werden mir ansprechend präsentiert. So ein Betreff ist eigentlich dafür da, kurzgefasst zu schreiben, um was es in der Mail geht und nicht dafür, die Antwortadresse zu wiederholen.

Aber ich will es mal so sagen: Wenn mir schon im Betreff klargemacht wird, dass die Absenderadresse eine Fälschung ist, weiß ich auch, woran ich bin. 🤥

Na, da will ich doch mal sehen, was du mitzuteilen hast, um deinen Betrugsversuch einzuleiten:

I am Mrs. Bella Fishman and I know my message will come to you as a surprise but don’t be because I need your help in the disbursement of my family last funds ($9,200,000.00 USD) my husband last wish. And as a victim of Corona-Virus (Covid-19 Virus) i am sending you this mail from my hospital bed. Please do contact my lawyer for more information. Barrister Adrian Peters Email: (barristeradrianp3@gmail.com)

Aha, du kennst zwar von mir nur eine Mailadresse, aber du selbst hast natürlich einen Namen und schickst mir eine „völlig überraschende“ Spam, in der es um 9,2 Megadollar geht, ganz eilig und „kontaktier mal meinen Anwalt“, weil du gerade so erfreulich kreplig im Sterben liegst. Vermutlich willst du mir deine ganzen Dollars in die Hand drücken, weil ich so eine schöne Mailadresse habe. 👍

So viel Geld, aber du benutzt trotzdem eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse beim Freemail-Angebot von Google und fälschst deinen Absender. Was kann das wohl bedeuten? 🕵️

So, und jetzt noch ein bisschen Bullshit darunter:

This message may contain confidential information. If you are not the intended recipient please inform the sender that you have received the message in error before deleting it. Please do not disclose, copy or distribute information in this e-mail or take any action in relation to its contents. To do so is strictly prohibited and may be unlawful. Thank you for your co-operation.

Diese offen wie eine Postkarte durch das Internet beförderte, unverschlüsselte und nicht digital signierte E-Mail ist ein ganz geheimes Geheimgeheimnis, die man nach dem Lesen am besten aufisst. Darüber zu bloggen – wie ich es hier tue – ist streng verboten, weil ja auch drinsteht, dass es streng verboten ist. Mit Dank, dass man sich ans Verbot hält. 🤣

Ja, Spammer, du bist ein ganz Großer! 🤡

NHSmail is the secure email and directory service available for all NHS staff in England and Scotland. NHSmail is approved for exchanging patient data and other sensitive information with NHSmail and other accredited email services.

For more information and to find out how you can switch, https://portal.nhs.net/help/joiningnhsmail

Aber Spammer, du hast mir doch schon klar gemacht, dass du deinen Absender gefälscht hast. Und zwar, bevor ich deine Spam auch nur gelesen habe. Damit ich es auch wirklich nicht übersehen kann.

Und der von dir mit diesen beiden Bullshit-Absätzen erweckte Eindruck, dass eine im Krankenhaus liegende reiche Frau einen Krankenhausmitarbeiter bittet, doch mal eben schnell über seinen Account eine E-Mail nach draußen zu schicken (anschließende Desinfektion der Tastatur nicht vergessen), weil sie sich leider nicht einmal ein Wischofon¹ leisten kann, das sie ins Krankenhaus in ihre Quarantäne mitnimmt, ist so dermaßen hochnotlächerlich, dass man Atemprobleme beim Anblick bekommt. Ganz ohne Lungenkrankheit. 🤣🚑

Oh, das ist ja noch mehr. Die Spam hat ja einen Anhang. Ein PDF-Dokument. Mal schauen, wie das aussieht²:

Noch einmal der gleiche Text, ohne besondere Formatierung, als PDF

Ja, schon klar, Spammer! So wirkt deine dumme Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges gleich noch überzeugender! Steht ja nicht nur in der Mail, sondern auch in ihrem Anhang. Wenn du einen Brief schreibst, druckst du den sicher auch immer doppelt aus und steckst beide Exemplare in den Briefumschlag. 🤦

Ich bin immer wieder fassungslos, wie dumm Spammer wie du sein können.

Meint dein dich „genießender“
Nachtwächter

¹Wischofon: So nenne ich die mobilen Abhör- und Trackinggeräte, die Werber als „Smartphone“ bezeichnen, weil nichts an diesen Geräten oder ihren zahlreichen Nutzern auch nur im entferntesten Sinne des Wortes „smart“ ist. Ganz im Gegenteil.

²Dokumente aus einer Spam zu öffnen ist eine ganz schlechte Idee. Das gilt auch für PDFs. Wer nicht genau weiß, was er tut, sollte nicht einmal darüber nachdenken. Der mögliche Ärger wiegt die befriedigte Neugierde nicht auf. Ich öffne solche Dokumente niemals im Acrobat Reader oder einem anderen PDF-Viewer, sondern in Gimp. Nicht einmal das ist so sicher, dass ich es zur Nachahmung empfehle.