Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Erbschaft“

Form Raymond

Sonntag, 10. März 2019

Wie, ich soll dich formen? Du hast noch keine Form angenommen? Das wäre so ein schöner Zustand, wenn es dich noch nicht gäbe. :D

Von: Raymond <petervon704x@gmail.com>
Antwort an: chienraymond01@gmail.com

Natürlich ist der Absender gefälscht.

Aber Spammer, wie nennst du dich da? „chienraymond“? Du bist ein Hund? Oder etwas genauer ins Deutsche übertragen, ist das Verb „chier“ doch ein recht derber Ausdruck für den Vorgang der Defäkation: Du bist ein Köter?

I am Vice Chairman of Hang Seng Bank, I have Important Matter to Discuss with you concerning my late client, Died without a NEXT OF KIN. Send me your private email for full details information. email

Mail: chienraymond01@gmail.com

Regards
Dr.Raymond Chien Kuo Fung

Aber mitnichten, du bist Vizeobermotz irgendeiner Bank und willst mir mir, von dem du nicht einmal den Namen kennst, über die Erbschaft eines deiner Kunden sprechen, der leider keine Erben hat. Warum? Weil ich so eine schöne Mailadresse habe. Aber die gesamte folgende Kommunikation bitte unverschlüsselt und über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei Googles Freemailer. Und bitte nicht an die Absenderadresse antworten, die ist gefälscht…

Früher habt ihr Vorschussbetrüger euch wenigstens noch etwas ausgedacht für solche Spams zur Einleitung eurer Betrugsnummer!

Erstmal ab mit der Spam zu Re:scam. :D

I Need Your Assistance And Help Please!

Donnerstag, 7. Februar 2019

Hello My Dearest,

Hallo, du liebster Inhaber einer Mailadresse, dessen Namen ich nicht kenne.

Kindly allow me the modesty of introducing myself to you, I am Miss Afi Kofi Awoonor 23 years old Female from Ghana, West Africa, I am the only Daughter of my Late Father Prof. Kofi Awoonor. My Late Father is well known as a Ghanaian poet and one of the African distinguished literary figures, he served as Ghana’s ambassador to Brazil and Cuba in 1980s, as well as United Nations envoy during the 1990-94 presidency of Jerry Rawlings. My parents were among the scores of people killed by Al Qaeda-aligned terrorists who attacked a busy shopping mall in Nairobi, Kenya on September 21, 2013. when members of Al Shabab, a Somali-based militia, seized the Westgate Shopping Mall in a hail of bullets in Kenya’s worst terrorist attack.

Ich selbst habe selbstverständlich einen Namen, und ich habe sogar eine schöne Geschichte aus dem blutdurchtränkten Afrika. Natürlich ist das nicht mein richtiger Name, und natürlich ist das nicht meine richtige Geschichte. In Wirklichkeit gehöre ich zu einer kleinen Bande von Trickbetrügern, die naiven Internetnutzern das Geld aus der Tasche zieht und hier in die lokalen Bordelle trägt. Zwar ist Vorschussbetrug eine Masche mit einem gewaltigen Bart, aber es fallen immer noch Leute drauf rein, warum also sollten wir uns etwas Besseres ausdenken. Wenn wir uns Mühe geben wollten, könnten wir ja gleich arbeiten gehen.

I am constrained to contact you now due to the resent attack that has took almost the life of 147 people in our school by the same members of Al Shabab which my only two brothers I have in this life were killed by the gunmen.

Das ideale Opfer eines derartigen Trickbetruges schöpft keinen Verdacht, wenn es maximal unpersönlich als „Hallo, du allerliebste Mailadresse“ angesprochen wird und anschließend eine lange, mitleiderweckende Darlegung einer fürchterlichen Lebens- und Leidensgeschichte hört. Und diese Leichtgläubigkeit gibt es eben immer wieder. Wenn es erst einmal geklappt hat, über die Mitleidsfähigkeit den kritischen Geist zu dämpfen, kann auch die eigentliche Geschichte erzählt werden:

Now I am presently staying in the Mission refugee camp here in Burkina Faso. My father of blessed memory deposited the sum of 18.5 Million united state dollars in Bank Of Africa here in Burkina Faso with my name as the next of kin. I had contacted the Bank to clear the deposit but the Branch Manager told me that being place an instruction on the fund that I must present a foreign trustee who will help me in investment of the fund. However, he advised me to provide a trustee who will stand on my behalf for the transfer. Please I am seeking for your help in transferring the money into your bank account urgently while I will relocate to your country to settle down with you. As you indicate your interest to help me I will give you the account number and the contact of the bank where my late beloved father deposited the money with my name as the next of kin as I have all the certificate of the fund with me here. It is my intention to compensateyou with 30 percent of the total fund for your assistance and the balance shall be my capital investment in any profitable venture which you will recommend to me as I have no idea about foreign investment. Contact me through this email address ( afikofiawoonor1@gmail.com ) and also send me your private email address to send you

Unser Spammchen hängt in einem Flüchtlingscamp in Burkina Faso fest und hat 18,5 Megadollar Erbschaft auf dem Konto, kommt aber nicht dran, weil die Bank ihr das Geld nicht geben will, wenn sie nicht einen Ausländer präsentiert, der ihr beim Ausgeben des Geldes hilft. Und deshalb wechselt unser Spammchen nicht etwa die Bank und schließt sich auch nicht dem bewaffneten Widerstand gegen derartige Gutsherrenambitionen an, sondern mailt mal kurzerhand irgendwelche Unbekannten im Ausland an, ob die ihr nicht helfen wollen. Damit man das nicht allein vom unsteten Mitleid, sondern auch von der viel zuverlässigeren dummen und verdummenden Gier angetrieben macht, bietet unser Spammchen für diese kleine Dienstleistung eine Aufwandsentschädigung von 5,5 Megadollar an – und deutet sogar an, dass sie einem die Gesamtsumme in die Hand drücken möchte, damit man das Geld für sie ausgibt… ähm… investiert.

Wer dieser geistig armen Frau in misslicher Lage aus der kriminellen Phantasie eines Spammers jetzt unbedingt das Geld aus der Tasche ziehen möchte, kann einfach die Mail beantworten. Aber bitte auf gar keinen Fall an die Absenderadresse, denn die ist gefälscht. Bitte deshalb nicht gleich glauben, dass auch der Rest der Geschichte unwahr ist! Das wäre ganz schlecht für den Betrug, und das Stammbordell der Betrügerbande ist doch immer so teuer. Selbstverständlich wird über die angeblichen Millionenbeträge in durchgehend unverschlüsselter und nicht digital signierter E-Mail über kostenlos und anonym eingerichtete Mailadressen bei irgendwelchen Freemailern kommuniziert. Denn wer weiß, wie man kryptografische Verfahren anwendet, ist in den Augen dieser Bande schon viel zu intelligent, um mit so einer hirndörren Geschichte geködert werden zu können.

Wer darauf reinfällt, wird in einen längeren Schriftverkehr verwickelt und hat auch schnell lustige Telefonate mit Mitgliedern einer erfahrenen Bande – und es gibt leider, leider, leider immer wieder so kleine Probleme mit dem Geld, die leider, leider, leider erfordern, dass man ein bisschen Geld ausgibt: Hier ein Hunderter für den Notar, da ein paar Hunderter für diesen Schein, da ein Hunderter für den Stempel, da ein paar Hunderter für das Finanzamt und da ein paar Tausender zur Bestechung eines fiesen korrupten Beamten. Natürlich ist das immer alles ganz eilig. Und man kann auch keineswegs einen Scheck hinsenden, sondern alles läuft völlig anonymisiert über Western Union und Konsorten. Denn die Betrügerbande geht viel lieber ins Bordell als ins Gefängnis und legt deshalb größten Wert auf Anonymität.

Yours Sincerely
Afi Kofi Awoonor

In vollständiger Verachtung deiner Person und Intelligenz
Dein spammender Vorschussbetrüger

HOW ARE YOU?

Sonntag, 16. Dezember 2018

Och, es geht so. Nur, wenn ich in meine Spam schaue, wird mir immer ein bisschen übel. Zum Beispiel, wenn so ein schäbiger Vorschussbetrüger auf das Elend von Kriegsflüchtlingen aufspringt, um seinen Betrug voranzutreiben.

Von: Daniel Parenti <jranjesports@yahoo.com>
Antwort an: Daniel Parenti <postinglinnk@hotmail.com>

Kenne ich nicht.

Nicht an die Absenderadresse antworten! Alle weitere Kommunikation soll über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei Microsofts Freemail-Dienst laufen.

My name is Daniel Parenti.

Schön für dich. Und, was habe ich damit zu tun?

I am a Citizen of United States Of America (USA).

Schön für dich. Und, was habe ich damit zu tun?

I was born on 16th Septemberr, 1960.

Schön für dich. Und, was habe ich damit zu tun?

Wenn damals doch nur dein Vater gegen einen Zug masturbiert hätte! Du wärst heute noch unterwegs… :D

Here is my international passport.

Wo ist dein Pass? (Nein, die Spam hatte keinen Anhang.)

I have prostate cancer disease and the doctor says that i have just little days to live in this world before i die.

Schön für die Welt. Denn jedesmal, wenn ein Spammer und Vorschussbetrüger stirbt, wird das Internet und die Luft ein bisschen sauberer. Schade nur, dass es genau so „wahr“ wie dein angeblicher Name, dein angebliches Geburtsdatum und deine angebliche Staatsbürgerschaft ist.

I want you to inherit my wealth, my millions of dollars, but you must assure me that you will use my wealth to help the Syrian refugees suffering in Europe.

Aha, du kennst nicht einmal meinen Namen, aber willst mir ein paar Milliönchen vererben, damit ich damit ein paar geflüchteten Syrern helfe. Einfach nur, weil ich so eine schöne Mailadresse habe.

United Nation Refugee Agency (UNHCR) said that the number of Syrian refugees in Europe has exceeded five million. You must promise me that you will use 70% of my wealth to help the Syrian refugees suffering in various refugee camps in Europe:
http://www.unhcr.org/europe-emergency.html

Alles, was ich dafür tun muss, ist dir etwas zu versprechen. Dafür darf ich dann auch fast ein Drittel von deinem Zaster behalten.

Take the remaining 30% of my wealth for yourself.

Wir kennen das ja alle. Die Bankgebühren sind so gigantisch, da mag der freundliche Spammer nicht an das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen spenden (gern auch mit entsprechender Auflage) und eine einfache Überweisung ausfüllen oder einen Scheck versenden. Stattdessen gibt er das Geld lieber einem völlig Unbekannten mit schöner Mailadresse und glaubt einem Versprechen. Das reduziert die sonst anfallenden Gebühren auf dreißig Prozent… :mrgreen:

I dash you the remaining 30% of my wealth if i get assurance and honest promise that you will follow all my instructions.

Immerhin, da es „Millionen“ sind (Plural), handelt es sich bei der milden Gabe für mich um mindestens 600.000 Dollar. Und das alles dafür, dass ich versichere und echt jetzt mal ganz ehrlich verspreche, irgendwelchen bis jetzt noch nicht genannten Anweisungen zu folgen. Aber erstmal…

Write down your telephone number and your address before i give you more details.

…muss ich dem Spammer sagen, wer ich überhaupt bin. :D

I am tired now and want to sleep now.

Komm, leg dich sterben, Spammer!

I will read your reply after i wake up from sleep.

Möge dir ein langer Schlaf gewährt werden, aus dem du niemals mehr aufwachst!

Regard,
Daniel Parenti

Dein dich genießender
Nachtwächter

HOW ARE YOU?

Sonntag, 14. Oktober 2018

Eigentlich ganz gut. Nur wenn ich in meine Spam schaue, wird mir immer ein bisschen übel. :mrgreen:

Von: Daniel Parenti <post1inkw@yahoo.com>

Natürlich soll über einen Freemailer kommuniziert werden, wo sich jeder kostenlos und schnell eine praktisch anonyme Mailadresse machen kann, und natürlich gibt es keine Verschlüsselung. Es geht ja nur um ein paar Millionen Dollar.

How are you?,

Ein Fragezeichen gefolgt von einem Komma. Immer wieder lustig, was für Interpunktionen herauskommen, wenn Spammer zu schreiben versuchen.

My name is Daniel Parenti. I am a Citizen of United States Of America(USA). I was born on 16th Septemberr,1960.Here is my international passport.I have prostate cancer disease and the doctor says that i have just little days to live in this world before i die.

Natürlich weißt du nicht, wie ich heiße. Dafür hast du dir für dich selbst einen Namen ausgedacht. Sogar mit Geburtsdatum. Und die Spam ist dein Pass, so dass man auf der ganzen Welt weiß, was für ein Widerling du bist. Die Vorstellung, dass du bald erfreulich tot sein könntest, löst sich leider schnell in der Erkenntnis auf, dass alles an deiner Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges erlogen ist. Leider auch deine Krankheit.

I want you to inherit my wealth,my millions of dollars,but you must assure me that you will use my wealth to help the Syrian refugees suffering in Europe. United Nation Refugee Agency(UNHCR) said that the number of Syrian refugees in Europe has exceeded five million.You must promise me that you will use 70% of my wealth to help the Syrian refugees that are suffering in various refugee camps in Europe.

Weil du nicht einmal meinen Namen kennst und ich so eine schöne Mailadresse habe, möchtest du mir gern ein paar Megadollar anvertrauen, damit ich damit etwas Gutes tue. Wir kennen das ja alle aus unserer Alltagserfahrung, dass uns, wenn wir leeren Kopfes durch die Straßen der Stadt gehen, plötzlich ein wildfremder Mensch anstupst, der uns ein Bündel großer Banknoten in die Hand drückt und uns darum bittet, dass wir die schnell spenden sollen. Nicht? Na, wie das nur kommt! Und dieser hypothetische wildfremde Mensch mit wenig anhänglichen Banknoten würde mich immerhin ein bisschen besser kennen als dieser herzverrottete Trickbetrüger, der mich noch nicht einmal gesehen hat.

Take the remaining 30% of my wealth for yourself.I dash you the remaining 30% of my wealth if i get assurance and honest promise that you will follow all my instructions.Write down your telephone number and your address before i give you more details. I am tired now and want to sleep now. I will read your reply after i wake up from sleep.

Damit die gnadenlos dumme Story eines Betrügers wenigstens ein bisschen glaubwürdig wirkt, wird mir angeboten, dass ich mir immerhin noch einen Batzen Geld aus dem nicht existenten Vermögen einer nicht existenten Fantasiegestalt aus der leider ziemlich existenten Vorstellungskraft eines Betrügers rausnehmen darf, wenn ich wirklich spende. Die naheliegende Frage, warum dieser Geldsack mit Prostatakrebs und viel zu hastig angeflanschtem Hirn nicht einfach selbst einen Überweisungsträger ausfüllt, sondern das Geld auf die absurdeste, unsicherste und teuerste Weise – mit dreißig Prozent Verlust, so teuer ist keine Bankgebühr – bewegen will, beantwortet sich durch kurze Benutzung eines handelsüblichen Gehirnes: Diese Geld existiert nicht. Aber man darf Vorleistungen zahlen, um dranzukommen: Hier ein Fuffie für die Gebühr, da dreihunderfünfzig für den Notar, da zweihundert für eine gesetzliche Anforderung, da noch einmal einen Tausender zur Bestechung eines korrupten Beamten. Und da noch etwas und da noch etwas mehr. Immer schön anonym über Western Union und Konsorten, damit die Betrüger auch schön in einer Anonymität bleiben, in der nicht die Handschellen klacken. Denn im Bordell ist es viel angenehmer als im Knast.

Komm, Daniel, leg dich schlafen! Und wach bloß nicht wieder auf! :evil:

Regard,
Daniel Parenti

Ich verachte dich auch!

REPLY AS SOON AS POSSIBLE

Freitag, 5. Oktober 2018

Abt.: Freilaufende Erbschaft, schnapp sie dir!

I am Vice Chairman of Hang Seng Bank, I have Important Matter to Discuss with you concerning my late client. Died without a NEXT OF KIN. Send me your private email for full details information. email me at E-Mail: draymdm@gmail.com

Regards
Mr.Fung

Hey, du Unfung,

du bist also Vizeersatzpressesprecher einer großen, großen Bank im fernen, fernen China, der nicht einmal meinen Namen kennt, aber trotzdem etwas total irre echt jetzt mal Wichtiges mit mir zu besprechen hat, weil ich so eine schöne Mailadresse habe; irgendetwas über einen verstorbenen Kunden, der keine Erben hinterlassen hat.

Aber bitte nicht an die Absenderadresse antworten! Die ist gefälscht.

Und generell läuft die Kommunikation über Banksachen (also: Geld) nur in unverschlüsselter E-Mail über eine anonym und kostenlos einzurichtende Freemailer-Adresse.

Komm, du Unfung! Früher habt ihr Vorschussbetrüger euch wenigstens noch Geschichten ausgedacht. Die waren zwar auch nicht glaubwürdiger als dein schnell hingeschmierter E-Müll, aber dafür unterhaltsamer.

Meint jedenfalls dein dich „genießender“
Nachtwächter

Sehr wichtig.,

Freitag, 3. August 2018

Ein Betreff mit Punkt und Komma unterstreicht die sehre Wichtigkeit dieser Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges.

Von: Philip Reynolds <philipreynolds@hotmail8.com>
Antwort an: philipreynolds@aol.com

Ich bin bei einer routinen uberprufung in meiner Bank (Standard Chartered Bank von Sud Afrika) wo ich arbeite, auf einem Konto gestolen, was nicht in anspruch genommen worden ist, wo derzeit $14.300,000 gutgeschrieben
sind. Dieses Konto geh?rte Herrn Christian Eich, der ein Kunde in unsere Bank war,der leider verstorben ist.

Damit es mir moglich ist dieses Geld $14.300,000 inanspruch zunehmen,benotige ich die zusammenarbeit eines Auslandischen Partner wie Sie, der mir die erforderliche Hilfe geben kann fur diese In anspruchnahme.

Bitte Lesen: http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/europe/859479.stm
Ihr Anteil ware 30% von der totalen Gange, wahrend die restlichen 70% ist fur mich und meine Kollegen. Wenn Sie interessiert sind, konnen Sie mir bitte eine E-Mail schicken, damit ich Ihnen mehr Details zukommen lassen
kann. Bitte, Sie mussen diese Transaktion sehr vertraulich behandeln weil die Transaktion einer DEAL ist.

Falls Sie mein Angebot akzeptieren und mit mir zusammenarbeiten, wurde mich das sehr freuen. Sobald ich Ihre Antwort (Adresse,email adresse und Telefonnummer) erhalten habe, werde ich Sie mit den Details vertraut machen und unser Treffen in Europa arrangieren.

Mit freundlichen Grussen
Philip Reynolds

Hey, Spammer,

vor einem Jahr hast du wenigstens noch die Umlaute hinbekommen. Und diesen Link auf die BBC-Meldung eines Flugzeugabsturzes verwendest du seit 2008 immer wieder. Denk dir doch wenigstens mal einen neuen Text und neue „Belege“ für deine dürftige Story aus, wenn dir schon kein neuer Betrug einfällt!

Dein dich „genießender“
Nachtwächter

Kannst du mir helfen?

Freitag, 13. Juli 2018

Von: Mrs. Michelle Richard <bishopman101@gmail.com>
Antwort an: michellerrichard@outlook.com

Der Absender ist gefälscht.

Lieber geliebter,

Abt.: Was kommt raus, wenn man eh schon unangemessene Anreden wie „Dear Beloved“ von einem Computer übersetzen lässt. :D

Der, die oder das Absender dieser E-Mail kann oder will sich also keinen Dolmetscher leisten.

Bitte lesen Sie dies langsam und sorgfältig, da es eine der wichtigsten E-Mails sein kann, die Sie jemals bekommen. Ich bin Frau Michelle Richard, ich war mit dem verstorbenen Robert Richard verheiratet. Er arbeitete früher mit Shell Petroleum Development Company London und war auch ein erfahrene Auftragnehmer in der Westafrikanischen Region. Er starb am Montag, den 31. Juli 2003 in Paris. Wir waren sieben Jahre ohne Kind verheiratet.

Schön, „Michelle“, dass wenigstens du einen Namen hast, wenn du von mir nur den Namen „Lieber Geliebter“ kennst. Und dass du mir Dinge erzählst, die jetzt schon fuffzehn Jahre her sind.

Während du das liest, will ich nicht, dass du Mitleid mit mir hast, weil ich glaube, dass jeder irgendwann sterben wird. Ich wurde mit Speiseröhrenkrebs diagnostiziert und mein Arzt sagte mir, dass ich aufgrund meiner komplizierten Gesundheitsprobleme nicht lange überleben würde.

Zu schade, dass das genau so eine Lüge ist wie dein gefälschter Absender, deine spammechanische Zuneigung zu mir und deine ganze Geschichte, denn die Mitteilung, dass ein Spammer und Trickbetrüger wie du langsam und unter Angst und Schmerzen verreckt, finde ich doch immer recht erfreulich.

Ich möchte, dass Gott mir gnädig ist und meine Seele akzeptiert, also habe ich beschlossen, Wohltätigkeitsorganisationen / Kirchen / Moscheen / mutterlosen Babys / Tempeln / weniger Privilegierten und Witwen Almosen zu geben, so wie ich möchte, dass dies eine der letzten guten Taten ist Ich mache es auf der Erde, bevor ich sterbe. Bis jetzt habe ich Geld an einige Wohltätigkeitsorganisationen in Großbritannien, Dänemark, Italien und Schweden verteilt. Jetzt wo sich meine Gesundheit so stark verschlechtert hat, kann ich das nicht mehr selbst machen.

Wie, du kannst keine Überweisung und keinen Scheck mehr ausfüllen? Erstaunlich, dass du dann noch eine E-Mail schreiben kannst. :mrgreen:

Ich habe einmal meine Familienangehörigen gebeten, einen meiner Konten zu schließen und das Geld, das ich dort habe, an eine Wohltätigkeitsorganisation in Österreich, Polen, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz zu verteilen. Sie weigerten sich und behielten das Geld für sich. Daher vertraue ich nicht sie mehr, als sie scheinen, nicht mit dem bestraft zu werden, was ich für sie verlassen habe. Das letzte Geld, das niemand kennt, ist die riesige Barkaution von 6 Millionen US-Dollar, die ich bei einer Bank in Thailand habe, wo ich den Fonds eingezahlt habe. Ich möchte, dass Sie diesen Fonds für Wohltätigkeitsprogramme nutzen und die Menschen in Ihrem Land unterstützen, wenn Sie nur aufrichtig sind.

Aha, weil du deinen Angehörigen gar nicht mehr trauen kannst, hast du dir gesagt: „Schreibe ich einfach mal jemanden an, von dem ich nicht einmal den Namen kenne, weil der so eine schöne Mailadresse hat und drücke diesem Unbekannten sechs Megadollar in die Hand, der wird mich schon nicht betrügen“. Bist du dir sicher, dass du den Krebs nur in der Speiseröhre hast? Dein Gehirnchen scheint nämlich auch nicht mehr so ganz frisch zu sein.

Ich habe diese Entscheidung getroffen, weil ich kein Kind habe, das dieses Geld erben würde, ich habe keine Angst vor dem Tod, daher weiß ich, wohin ich gehe. Ich weiß, dass ich im Schoß des Herrn sein werde. Sobald ich Ihre Antwort erhalten habe, gebe ich Ihnen den Kontakt zur Bank und erteile Ihnen ein Vollmachtsschreiben, das Sie als Erstbegünstigten dieses Fonds ermächtigt, dieses Wohltätigkeitsprogramm sofort in Ihrem Land zu beginnen.

Schon seltsam, dass du angeblich keinen Scheck ausfüllen und jemanden zustellen kannst, aber dafür eine Vollmacht. :D

Ich möchte, dass Sie immer für mich beten. Jede Verzögerung Ihrer Antwort wird mir Raum geben, eine andere Person für diesen Zweck zu beschaftigen. Wenn Sie nicht interessiert sind, entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie kontaktiert habe. Sie erreichen mich mit oder antworten Sie mir unter meiner privaten E-Mail:
(michellerrichrd@outlook.com).

Wie üblich im Vorschussbetrug wird auf fromm gemacht, wohlwissend, dass religiöse Menschen oft etwas naiv und leichtgläubig sind. Das scheint eine dieser Früchte des hl. Geistes zu sein, den Denkenden zur Last und den kriminellen Spammern zum Wohlgefallen.

Aber jetzt für den Anfang eines von Lüge und Irreführung geprägten Schriftverkehrs um ein paar Millionen Dollar, für die man doch die eine oder andere finanzielle Vorleistung über Western Union und Konsorten an irgendwelche Unbekannten verschieben soll: Bitte auf gar keinen Fall an die gefälschte Absenderadresse antworten! Sozusagen als vertrauensbildende Maßnahme. :mrgreen:

Vielen Dank,
Dein,
Frau Michelle Richard
Email; michellerrichrd@outlook.com

Danke, dass du dich bei mir für nichts bedankst. Gern doch! Und jetzt geh bitte ganz schnell sterben!

Tschüss!

From Ms. Tina Liang /25/06/2018

Dienstag, 26. Juni 2018

Normale Menschen normaler Intelligenz schreiben ja im Betreff rein, um was es in einer Mail geht, damit der Empfänger der Mail auch etwas davon hat. Spammer machen das nicht, damit ihr krimineller Kommunikationsmüll nicht so oft ungelesen gelöscht wird. Weil eine Mail ohne Betreff aber auch nicht toll aussieht, schreiben sie oft sinnlose Informationen rein. Zum Beispiel dieser Vollpfosten, der das Datum (steht im Mailheader) und den Namen des Absenders (steht im Mailheader) wiederholt, statt schon im Betreff klar zu machen, dass er einen Vorschussbetrug einleiten will. Übrigens wurde mir damit schon am Betreff klar, dass hier wahrscheinlich ein Vorschussbetrug eingeleitet werden sollte, was sich dann beim Öffnen der Spam bestätigte.

Und mit dem knüppeldoofen Betreff hört es nicht auf, sondern geht im Mailtext gleich so weiter:

From Ms. Tina Liang /25/06/2018
Ref: CTF/11/QTM/MI-2018

Hey, Spammer, das hast du schon im Mailheader und im Betreff gesagt. Das wird auch nicht gehaltvoller, nur, weil du jetzt dazu noch einen Löffel Buchstabensuppe abschreibst, der für den Rest deiner Erzählung völlig bedeutungslos ist.

Dear Sir/Ma

Lieber Spammer,

I am Ms. T. Liang, I work with China merchants Bank as the audit manager, I wish to place your name as the beneficiary to thirteen million five hundred thousand dollars due to the death of the depositor who died many years ago along with her family.

ich bin völlig fasziniert davon, dass du meinen Namen als Begünstigten einer Erbschaft von 13,5 Megadollar eintragen willst, wenn du nicht einmal meinen Namen kennst und mich deshalb als „Liebe(r) Frau/Herr“ anreden musst. Hast du das schon einmal einen Psychiater erklärt? Das solltest du mal, damit du schnell aus dem Verkehr gezogen wirst. :twisted:

Though this medium (Internet) has been greatly abused but I chose to reach you through it because it still remains the fastest, surest and most secured medium of communication.

Gleichmaßen fasziniert bin ich von der Tatsache, dass du im gleichen Atemzug davon sprechen kannst, wie oft das Internet für Betruggeschäfte missbraucht wird, und dass es dennoch das schnellste, zuverlässigste und abgesichertste Mittel der Kommunikation ist. Die E-Mail, in der du das sagst, ist überhaupt nicht abgesichert. Du hast sie nicht einmal digital signiert. Jeder könnte sie geschrieben haben. Das weißt du auch selbst, denn du hast ja mit gefälschtem Absender gemailt. Und auf die naheliegende Idee, eine Mitteilung über so eine empfindliche Angelegenheit mit meinem öffentlichen PGP-Schlüssel zu verschlüsseln (der selbstverständlich auch auf Keyservern verfügbar ist), bist du ebenfalls nicht gekommen. Deine Nachricht wurde offen wie eine Postkarte transportiert. Jeder konnte sie auf dem Weg lesen. Jeder konnte sie auf dem Weg verändern. Das ist genau die Methode, wie man nicht über Geld spricht, wenn man es ernst meint.

Wo arbeitest du noch mal? Ach ja, richtig, in einer tollen chinesischen Bank arbeitest du nach deinen eigenen Angaben. Da lernt man offenbar weder Diskretion noch sicheren Datenaustausch. Vermutlich lernt man dort nur, viele Nullen anzuhängen, um eine Zahl groß zu machen.

However, I assure you that this transaction will be executed under a legitimate arrangement that will protect you from any breach of the law both in your country and here in China once the fund is transferred to your bank account.

Schön, dass ich nach deinen wirren Einlassungen vor jeglicher Strafverfolgung geschützt bin, während ich mir mit gefälschten Dokumenten eine Erbschaft unter den Nagel reiße, die mir nicht zusteht. Hier in der BRD stünden darauf bis zu fünf Jahre Knast, und wenn der Staatsanwalt uns als Bande betrachtete (was er vermutlich tun wird, ohne dass das Gericht ihm darin folgen wird), können es sogar bis zu zehn Jahren werden.

The funds I am referring to is right here in this bank floating in suspense account, therefore I solicit for your cooperation to be in collaboration with me to have this done, it will be transferred into an account you will provide any where in the world.

Dass du so viele Worte darum machst, dass das Geld von einem Asservatenkonto¹ auf ein reguläres Konto übertragen wird, schattet schon die ersten paar hundert Euro Vorleistung vorweg, die ich vollständig anonymisierend über Western Union bezahlen muss, weil deine spammige „Bank“ aus Spamgründen keine Schecks verarbeiten kann.

Aber bevor es losgeht…

I will need you to provide the following information urgently to enable the attorney start the processing of the all the relevant legal documents for the fund remittance.

1) Name:
2) Address:
3) Tel:
4) Age:
5) Occupation Status:

…soll ich dir toller Bankexpertin von Spammer erstmal mitteilen, welchen Namen du in die falschen Dokumente für eine angeblichen Erbbetrug reinschreibst. Denn du kennst mich gar nicht. Das hindert dich aber nicht daran, mir…

Our sharing partner once successful is 40 percent for your assistance while I retain 60 percent

…fast fünfeinhalb Megadollar anzubieten.

Send your information this this my gmail.com Contact Email: lngtina008@gmail.com

Um darauf so richtig reinzufallen, darf ich allerdings nicht an den Absender der Mail antworten, denn der ist gefälscht. Natürlich ist er gefälscht. Es ist ja auch eine Spam.

Ich will es mal so sagen, „Tina“: Einerseits finde ich es lobenswert, dass du dir in einem Anfall fehlgeleiteter Kreativität aus älteren Vorschussbetrugsspams eine neue Kollage von Text zusammengekleistert hast. Aber damit war deine Kreativität leider schon wieder am Ende. Das Ergebnis hat dann beim „Genuss“ ein bisschen an die derzeitige Popmusik erinnert: Es ist zwar ein neues Stück, aber es klingt selbst beim ersten Hören schon vertraut und abgestanden fad, weil keinerlei neue Idee hineingerührt wurde. In der Summe – und glaub mir, „Tina“, ich lese viel Spam von asozialen Vollpfosten, die sich auf die gleiche Weise wie du mit dem Geld naiver Menschen einen verfeinerten Lebensstil finanzieren wollen – nervt es einfach nur noch wie ein dummes, mechanisches Geräusch.

Es steht zu hoffen, dass kein Mensch mehr auf dermaßen plump vorgetragene Betrugsnummern aus der nigerianischen Mottenkiste hereinfällt. Und du, „Tina“, du darfst meinetwegen gepflegt verhungern. Dein Gehirn ist ja schon vorangegangen.

Waiting for your reply soon.

In freudiger Erwartung deiner baldigen Entkörperung.

Yours Faithfully,
Mrs. Tina Liang.

Dein dich „genießender“
Nachtwächter

¹Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob dieser Begriff noch üblich ist. Im Gegensatz zu „Tina Liang“ bin ich ja kein Bankkaufmann.