Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Tagesarchiv für den 13. Mai 2017

Klaus John

Samstag, 13. Mai 2017

So nannte sich der hochnotfromme Geldverleih-Spezialexperte mit seiner dynamisch vergebenen IP-Adresse aus Ohio, USA¹, der eben gerade hier auf Unser täglich Spam den folgenden Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges veröffentlichen wollte und jetzt vermutlich seinen geliebten Heiland mit der Frage belästigt, warum dieser Kommentar gar nicht sichtbar geworden ist:

Hallo.

Wir sind eine christliche Organisation geschaffen, um Menschen in Bedürfnissen zu helfen, hilft, trocken wie finanzielle Hilfe. Also, wenn Sie gehen durch finanzielle Schwierigkeiten sind oder haben Sie einen finanziellen Schlamassel haben, und Sie Geld brauchen, um Ihr eigenes Geschäft zu starten, oder benötigen Sie ein Darlehen Ihre Schulden zu begleichen oder Rechnungen zahlen sich aus, ein schönes Geschäft zu starten, oder Sie finden es schwer Besorgen Sie sich ein Kapital Darlehen von lokalen Banken, kontaktieren Sie uns noch heute per E-Mail klausjohnloans@yahoo.com für die Bibel sagt: „„Luke 11 10 für jeden, der fragt, erhält, und wer sucht, der findet, und wer anklopft, dem wird die Tür sein Sie öffneten „, damit sie die Möglichkeit, lassen Sie nicht vorbei, denn Jesus ist derselbe gestern, heute und für immer mehr. Bitte sie sind ernst gesinnten und gottesfürchtige Menschen.

Borrowers INFORMATIONEN.

Ihre Worte ……………
Ihr Land ……………
Ihr Land ……………
Deine Stadt ……… ………
Ihre Adresse …………….
Beruf ……………..
Ihr Familienstand …………
Alter ……………
Sex ……………
Telefonnummer ……………
Monatliches Einkommen. …………….
nächsten Angehörigen …….………
Der Kreditbetrag ……….
Reife ……………
Zweck Loan ……….……
Haben Sie sich beworben vor ………

Vielen Dank für Ihr Verständnis auf Ihren Kontakt, denn wir warten

Grüße
Management
E-mail: klausjohnloans@yahoo.com
Herr Klaus John.

Ohne weitere Worte.

¹Vermutlich ein mit Schadsoftware übernommener Rechner oder ein IoT-Gerät in einem Botnetz. Der Provider ist schon informiert.

New voicemail: 8:10AM

Samstag, 13. Mai 2017

Whats App -- Missed voicemessage. -- Details -- May 13 8:10 AM, 08 sec -- autoplay -- © Whats App

Ich fasse mich mal kurz, denn diese Spam ist auch kurz und erschreckend schlecht:

  1. Die Spam kommt nicht von WhatsApp. Das sieht man schon, wenn man auf die Absenderadresse schaut.
  2. Das richtige WhatsApp würde seine eigene Firmierung richtig schreiben, und nicht die Schreibweise „Whats App“ benutzen.
  3. Das richtige WhatsApp würde auch die eingestellte Sprache des jeweiligen WhatsApp-Nutzers verwenden. Auch die Angabe der Uhrzeit würde im hier üblichen Format erfolgen.
  4. Die so genannten „Details“ sind ein Witz. Sie teilen nichts Relevantes mit. Wichtiger als Datum und Uhrzeit ist für den Empfänger, wer ihn zu erreichen versucht hat. Aber um so etwas überzeugend schreiben zu können, müsste der Spammer etwas Persönliches über seine Empfänger wissen. Das ist in solcher Massenware nicht möglich.
  5. Um überhaupt etwas zu erfahren, muss man in die Spam klicken. Der Link führt auf eine von Kriminellen betriebene Website, die nicht in der Domain von WhatsApp liegt – das sieht man übrigens, wenn der Mauszeiger über dem Link ist. Dort gibt es… ähm… eine von Kriminellen durchgeführte, kostenlose „Sicherheitsprüfung“ des Betriebssystemes und der verwendeten Internet-Software. Wer da klickt, lasse alle Hoffnung fahren!

Das ist genau das Strickmuster von E-Mail-Spam, in das man niemals hineinklicken sollte. Warum nicht? Darum nicht. Alles weitere habe ich schon so oft geschrieben, dass ich hier nur noch auf meine älteren Texte verweisen möchte. E-Mail ist zwar praktisch, aber eben auch gefährlich.

Die Spam einfach löschen!

Und bitte generell niemals in E-Mail herumklicken, wenn nicht jenseits jedes vernünftigen Zweifels klar ist, wer der Absender ist – das bedeutet in der Praxis: wenn die E-Mail digital signiert ist und man diese Signatur auch überprüft hat – und diesem Absender vertraut werden kann. Bei E-Mail von WhatsApp, Facebook, Banken, Versandhäusern und dergleichen: Wenn man sich unsicher ist, ob die E-Mail echt sein könnte, einfach den Webbrowser aufmachen, die jeweilige Website direkt aufrufen (die Webbrowser haben übrigens seit dem Mosaic Netscape 0.95 beta aus dem Jahr 1994 sehr praktische Lesezeichenfunktionen) und schauen, ob dort wirklich etwas vorliegt! Diese einfache Vorsicht ist wesentlich wirksamer als jedes Antivirus-Schlagenöl und kann eine Menge Geld, Ärger, Dateiverluste und mit den Folgen krimineller Sabotagen verschwendete Lebenszeit einsparen. Übrigens schützt sie auch vor Phishing. Also bitte generell niemals in E-Mail herumklicken… ja, ich wiederhole mich. ;)

Werbung

Samstag, 13. Mai 2017

Guten Tag,

mein Name ist Lorenzo Giordano, und ich möchte thematisch passende Artikel mit dem Link(do-follow,permanent) auf einen Casino auf Ihrer Webseite platzieren.
Sagen Sie bitte, unter welchen Bedingungen können wir unsere Information bei Ihnen unterbringen?
LG,
Lorenzo

Gute Nacht!

Mein Name ist Elias Schwerdtfeger, und ich möchte ihnen nahelegen, einfach eine eigene Website aufzumachen. Dort könnten sie auch ihre tollen und vor allem thematischen Artikel mit dem Link auf das Abzockcasino platzieren. Dies würde sie nur wenige Euro im Monat kosten, und ihre tollen und vor allem thematischen Artikel werden sich sowohl als Magnet für viele Leser als auch als relevant für die Suchmaschinen erweisen. Diese Vorgehensweise wäre also wirksam, preiswert und sie käme im Gegensatz zu ihren derzeitigen asozialen Machenschaften völlig ohne Spam aus.

Oder wollen sie etwa mit ihrer Spam und dem darin geäußerten Geschäftswunsch sagen, dass ihre Artikel so „toll“ sind, dass sie ganz genau wissen, dass kein Mensch diese freiwillig und gern lesen würde? Das wäre meiner Meinung nach eine bemerkenswerte Ehrlichkeit. Ihre Frage nach meinen Bedingungen hat sich mit dieser von ihnen selbst zwischen den Zeilen geäußerten Aussage über die „Qualität“ ihrer Texte bereits erledigt. Ich habe keinen Grund, einem sich hierher verirrenden Leser eine derartige Gülle zuzumuten.

Sie können mich auch mal!
Elias