Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Web.de“

Abzocke bei GMX und Web.de

Freitag, 14. April 2017

Keine Spam, sondern eine in ihrer irreführenden Methodik scheinbar von Trickbetrügereien inspirierte, aktuelle Abzocknummer der populären deutschen Freemailer GMX und Web.de der offenbar nicht besonders um Seriosität bemühten Unternehmung 1&1 Mail & Media GmbH, über welche zurzeit auf der Website der Verbraucherzentralen informiert wird:

GMX wünscht frohe Ostern, es gibt einen Fahrradgutschein zu gewinnen und daneben steht etwas von einem Gratismonat. Macht nichts, mit dem Button rechts unten geht’s ja weiter zum Postfach? Wer nach diesem gewohnten Muster klickt, liegt daneben: Mit dem Button, der farblich hervorgehoben ist, ist vielmehr ein Abo abgeschlossen. Monatliche Kosten, aktuell in einer Osteraktion bei GMX: 6,98 Euro. Nach dem Gratismonat, also etwa vier bis fünf Wochen später, kommt die erste Rechnung.

Ich will es mal so sagen: Mit einer Mailadresse bei Google Mail bleibt man vor solchen halbseidenen „Geschäftsmethoden“ verschont – und diese Mailadresse kostet ebenfalls nichts. Die Dienste von Leuten, die Menschen vorsätzlich mit dermaßen hinterhältigen Machenschaften das Geld aus der Tasche ziehen, würde ich jedenfalls nicht in Anspruch nehmen.

Systemadministrator

Mittwoch, 20. Februar 2013

Ja, bin ich! (Ein bisschen.)

Ihre Mailbox ist 2GB Satz von unseren Administrator überschritten [sic!], die Sie gerade im Einsatz bei 2.30GB, können Sie nicht senden oder neue Mitteilungen empfangen, bis Sie Ihrem Posteingang zu bestätigen. Füllen Sie das untenstehende Formular aus, um Ihr Konto zu bestätigen.

Du aber eher weniger, Spammer

Wegen der Meteroitenexplosionen über russischen Elektronen haben 2,3 GiB einen Hüpfer auf unsere Serverdiskette gemacht und sind dort ausgerechnet in ihrem Postfach gelandet, das jetzt Übergewicht hat. Wegen der Auswirkungen der Druckwelle können sie nichts mehr machen, schon gar nicht mailen. Für die Aufräumarbeiten brauche ich unbedingt ihre Daten, denn die wurden auf der Serverdiskette von unherschwirrenden Glasscherben zerschnitten. Also seien sie so doofgläubig, dass sie einem Typen mailen, wer sie überhaupt sind, denn das weiß der Typ nicht, der in gnadenlosen Worthülsen so tut, als ob er für sie zuständig sei. Machen sie also mal.

Füllen Sie die erforderlichen Informationen und senden Sie eine E-Mail an:

Aber senden sie ihre Zugangsdaten nicht an die gefälschte Absenderadresse info (at) web (punkt) de, sonst kommen sie nicht bei diesem „Systemadministrator“ an. Wo sie es hinsenden sollen, hat der „Administrator“ allerdings noch nicht in sein Skamskript reingefummelt bekommen, er lernt noch. Vielleicht in der zweiten Phishing-Spam-Welle.

Jetzt aber schnell noch die Daten:

(1) E-mail: [sic!]
(2) Benutzer:
(3) Passwort:
(4) Passwort bestätigen: [sic!]

Bitte vergessen sie auf keinen Fall, ihr Passwort doppelt zu tippen. Dass sie es beim Schreiben einer Mail im Klartext lesen können, ist dabei eine große Erleichterung gegenüber dem normalen Anwendungsfall für diese Sicherung.

Danke
Systemadministrator

Danke zurück, ich habe schon lange nicht mehr so über einen Phishing-Stümper gelacht!

Die Mail wurde mir von meinem Leser Kisho zugesteckt. Danke nochmal. Ich heiße übrigens nicht Frank, sondern Elias… ;)