Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Monatsarchiv für November 2007

Sparda-Bank: Kontoauszug-Überrumpelung

Freitag, 30. November 2007

Ich frage mich ja schon manchmal, ob es eine gute Entscheidung war, innerhalb dieses Blogs die illegale Spam zusammen mit den normalen und legalen Formen der Werbung zusammen zu behandeln. Was mich in dieser Entscheidung bestärkt, sind vor allem drei Tatsachen: Erstens ist die normale, legale Werbung in ihrer einseitigen Kommunikation genau so dumm, zweitens verfolgt sie die gleichen Ziele wie Spam und drittens kommt auch normale, legale Werbung oft in einer Form bei der Zielgruppe an, die sich auch bei allem Entgegenkommen der Betrachtung nicht leicht von den plumpen Versuchen der Spammer unterscheiden lässt, Menschen mit völlig unerwünschten Belästigungen zu überrumpeln.

Die Wirkung solcher üblen, überfallartigen Werbeformen musste von einigen Tagen C. erfahren, eine Frau aus Hannover. Sie gehört nach einer längeren Krankheitsgeschichte zu den Neuen Armen und krepelt am Existenzminimum. Dass bei solchen Lebensumständen auch im Verkehr mit der eigenen Bank – es handelt sich hier um die Sparda-Bank Hannover – nicht alles so freundlich und fair und lächelnd ist, wie dies in der Hochglanz-Werbung der Banken gern suggeriert wird, sollte jedem klar sein.

Vor zehn Tagen hat sich C. einen Kontoauszug aus dem Drucker geholt. Dabei bemerkte sie, dass einige Seiten mehr als erwartet ausgedruckt wurden. Das hat sie zunächst für eines ihrer „normalen“ Probleme gehalten und deshalb erwartet, dass sie auf diesem Wege mechanisch freundlich darum „gebeten“ würde, zu einem so genannten „Gespräch“ mit einem Angestellten der Bank zu erscheinen. Mit diesem Kontext erscheint der letzte Absatz des Textes auf dem Kontoauszug – auf dem nach einigem Blah schließlich eine solche Aufforderung erwartet wird und der deshalb die erste Aufmerksamkeit auf sich zieht – schon ziemlich erschreckend:

Entbindung von der Schweigepflicht…

Zum besseren „Genuss“ sei dieser Text noch einmal flugs abgetippt:

Entbindung von der Schweigepflicht
Mir ist bekannt, dass der Versicherer – soweit hierzu ein Anlass besteht – Angaben über meinen Gesundheitszustand, zur Beurteilung der Risiken eines von mir beantragten Vertrags, überprüft. Zu diesem Zweck befreie ich Ärzte, Zahnärzte, Angehörige anderer Heilberufe sowie Angehörige von Krankenanstalten und Gesundheitsämtern, die mich in den letzten 10 Jahren vor Antragstellung untersucht, beraten oder behandelt haben, von ihrer Schweigepflicht – und zwar auch über meinen Tod hinaus – und ermächtige sie, dem Versicherer die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Diese Ermächtigung endet 5 Jahre nach Antragstellung. Von der Schweigepflicht entbinde ich auch zur Prüfung von Leistungsansprüchen im Falle meines Todes.

Wie ein solcher Text in der beschriebenen Situation wirkt, sollte auf der Stelle einleuchten. Natürlich war auch ein Platz vorgesehen, wo C. unterschreiben sollte.

Der gesamte Kontext der erschreckenden MitteilungEs handelte sich hier allerdings um eine Form der Werbung für eine Versicherung durch die Sparda-Bank. Dabei handelt es sich auch nicht etwa um eine „Information“, sondern um einen Vertragstext, der gleich auf dem Kontoauszug unterschrieben werden kann. Die erschreckende zweite Seite war ein Nachtrag zum Vertragstext, und zwar so auf einer zweiten Seite gedruckt, dass bei der Unterschrift nicht einmal klar wird, dass er ein Bestandteil des Vertrages ist – allein das ist schon formal bedenklich und lässt vermuten, dass die Werber, die sich so etwas ausdenken, sehr wohl darum wissen, wie ein erschreckender Text an unerwarteter Stelle die Aufmerksamkeit erzwingt. Dass eine solche, unaufgeforderte Zustellung eines Vertragstextes in erster Linie eine Werbung für die Leistung ist, die im Vertrage angeboten wird, ist klar.

Der zusätzliche Text auf dem Kontoauszug war allerdings in keiner Weise als Werbung gekennzeichnet, damit er auch bloß nicht als solche abgetan, sondern als Bestandteil eines Kontoauszuges – es könnte ja etwas Wichtiges sein – gelesen und aufgenommen werde. Wer sich mit eigenen Augen von dieser Tatsache überzeugen möchte, kann dies gern an Hand des gesamten Textes tun – ich habe keine inhaltlichen Veränderungen vorgenommen und lediglich jene Bestandteile unkenntlich gemacht, die eine Identifizierung von C. durch die Sparda-Bank ermöglichen. Diese sind nur die beiden Angaben der Kundennummer von C.

Selbst ohne den betrüblichen Hintergrund von C. ist diese Art der Werbung gewiss von einem überrumpelnden und eher fiesen Charakter, der ganz sicher nicht dazu geeignet ist, einen Eindruck von Seriosität zu erwecken. Allein das sollte Grund genug für die Sparda-Bank sein, von solchen Methoden in Zukunft Abstand zu nehmen, vielleicht sogar im Sinne des gegenwärtigen claims „freundlich & fair“ über eine Entschuldigung gegenüber jenen nachzudenken, die durch diese doch eher kalte und unfaire Werbeform dazu gedrängt wurden, unverlangte Werbetexte mit erhöhter Aufmerksamkeit zu lesen.

Für mich bedeutet dieser Vorgang nur eines: Wenn ich zurzeit eine Bank suchte, käme die Sparda-Bank für mich nicht mehr infrage.

Einen fröhlichen Dank an C., die mir dieses bemerkenswerte Dokument des „Kundendienstes“ zur Verfügung stellte.

Werte Werber bei „Plus“!

Donnerstag, 29. November 2007

Man sieht es euren Prospekten im Moment so richtig an. Es muss euch so richtig zu Herz und Hirn gestiegen sein, dass ihr ausgerechnet das Wort „Wahnsinn“ zum häufigsten Wort in den „Plus“-Prospekten machen wolltet. Überall habt ihr Wahnsinn hingeschrieben. Mal in dicken Lettern als Überschrift der Einzelseiten, mal kleiner im Text und zierhaften Textelementen versteckt, und zusätzlich noch einmal über jedem einzelnen Preis. Eure Prospekte waren in letzter Zeit voller WAHNSINN, der gebieterisch in dicken, roten Lettern den Leser anschrie.

Klar, dass das irgendwie rückwirkt, wenn man sich als Werber immer wie ein Wahnsinniger aufführen muss. Auch klar, dass man dabei ein bisschen den Bezug zur Wirklichkeit verlieren kann. Das bringt der Wahnsinn eben so mit sich.

Aber das hätte euch jetzt wirklich nicht passieren müssen. Schaut denn keiner mehr nach, was ihr Werber für einen geisteskranken Strunz produziert? Versucht denn niemand mehr, die schlimmsten Peinlichkeiten zu verhindern? Ist denn allen Verantwortlichen bei „Plus“ die Zielgruppe inzwischen so richtig scheißegal geworden? So wumpe, dass man dort die Verachtung auch ruhig ganz offen zeigen zu können glaubt?

Advents-Knaller 0,35

Oder warum gibt es jetzt bei euch überall solche Advents-KNALLER über den Preisen?

Wahrscheinlich bedürft ihr Reklameheinis ein bisschen der Aufklärung. Ihr habt wohl einfach inzwischen ein kleines Problem mit der Realtität. Das ist ja auch kein Wunder, wenn man ein Leben zu führen scheint, das vor allem aus Kokain und Lügen besteht. Und unter diesen wenig erquicklichen Umständen immer wieder ganz „wahnsinnige“ Slogans finden muss.

Deshalb meine kleine Erklärung für euch.

Das Fest mit den Knallern, das ist Sylvester. Das kommt nach Weihnachten, und der Advent ist da schon lange vergessen. Da setzen sich die ganzen Leute hin, hören ungesunde geistlose Musik, trinken ungesunde Mengen geistiger Getränke und machen eine Riesen-Sause daraus, dass sie in ein paar Stunden einen neuen Kalender kaufen müssen. Und wenn es denn so weit ist, denn sind sie alle bemüht, den Moment des Zeigersprungs nicht zu verpassen, denn den halten sie für wichtig. Da müssen sie ihren Zauber machen, um mit der Kraft dieses Zaubers dafür zu sorgen, dass das neue Jahr gut verläuft. Deshalb nehmen sie die Knaller. Um den Geist die bösen Geister zu vertreiben. Monströse Mengen pyrotechnischer Produkte werden durch die Hände völlig betrunkener Menschen zur Detonation gebracht, dem Ohr zur Qual und den plastischen Chirurgen zur Freude – denn ohne Unfälle geht das nie ab. Aber auch wenn alles gut verlaufen ist, beginnt das neue Jahr oft mit einem schrecklichen Kater.

Advent, das ist etwas völlig anderes. Obwohl es auch irre ist. Da knallt man aber zum Glück noch nicht. Da stellt man nur Kerzen und blinkende Lichter auf, die leider nicht ganz so häufig explodieren. Da bereiten sich die ganzen Leute auf ein ganz großes Fest vor, bei dem sie die Geburt des Weihnachtsmannes oder irgendeiner anderen wichtigen Person feiern. Und um sich darauf so richtig vorzubereiten, führen sie sich gut sechs Wochen lang wie tollwütige Deppen auf, rennen in die Einkaufszentren und kaufen allerlei Tinnef für andere Menschen. Denn kommt endlich der große Festtag, alle stellen sich einen Baum mit Osramkerzen in die Bude und versuchen, den großen Frieden und freundschaftliches oder familiäres Miteinander zu zelebrieren und sich gegenseitig den gekauften Tinnef zu schenken. Klappt natürlich nicht, und das besinnliche Fest endet in Streit, Magenverstimmung, Besäufnis und idiotischem Fernsehkonsum. Und der ganze ausgetauschte Tinnef wird nach dem Fest wieder in die Innenstädte zurückgebracht, um gegen anderen Tinnef umgetauscht zu werden. Da haben zwar alle einen Knall, aber an Knaller denkt dabei keiner. Nicht einmal der Irrste unter den Konsumdeppen.

Merkt euch das bitte, werte Werber! Und passt eure Reklameideen bitte schnell an die Wirklichkeit an! Erspart euch und „Plus“ und mir die schmerzhafte Peinlichkeit, dass ihr nach den Adventsknallern von einem Silvesterbaum oder einem Neujahrsmann sprecht!

Mit freundlichen Grüßen

Euer Nachtwächter
(immer noch nicht verblödet genug für Werbung)

Werbeidee: bunter essen!

Mittwoch, 28. November 2007

Knorr Iss farbenfroh Suppen - versch. Sorten, jede Packung 1,19

Wenn Mitmensch Werber bei den Tütensuppen schon nicht mehr glaubt, dass er noch mit versprochenem Geschmack locken kann, denn will er doch in seiner recht einseitigen Kommunikation wenigstens schöne, bunte Farben für den Mund verkaufen.

Quelle des Scans: Aktuelle Postwurf-Sendung von real.

Ein unübliches Casino

Mittwoch, 28. November 2007

Der beklagenswerte Domainmangel des Euro VIP Super Duper Jackpot Prime Vegas Magic Casino Kasino trägt immer „hübschere“ Blüten. Das ist ja auch kein Wunder, wenn man durch regelmäßiges Umziehen des Betrugsladens täglich mindestens zwei Domains verbrennt.

Zeigte mir die Einleitung der heutigen Müllmail…

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[… keine Lust, den Standardtext vollständig zu zitieren]

…noch – neben der bemerkenswerten Option, dass ich ein Casino runterladen kann – dass sich die Textbausteine nicht verändert haben, so brachte mich die angegebene Domain wieder einmal zum herzlichen und lauten Lachen.

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Denn da haben die Spammer wirklich recht. Es ist ein ziemlich „unübliches Casino“, dass seine Spieler nicht nur auf die althergebrachte Weise durch den Bankvorteil beim Zocken bescheißt, sondern sie gleich richtig abzockt und das Geld einfach so einsteckt, um seinen Betrugsladen wieder auf einer anderen Domain aufzumachen.

Zwölf Wörter Nichts in a-moll

Mittwoch, 28. November 2007

Ein gefälschter Absender. Das ist üblich. Bei Spam.

Ein eingetragener Empfänger. Ein Name und eine Mailadresse, von denen ich noch nie etwas gehört habe, die aber doch die meinigen sein sollen. Das ist schon weniger üblich. Bei Spam. Aber auch nichts neues mehr. Spammer sind eben oft ein bisschen blöd.

Also gut, wenn ich jetzt schon „Freeman McGrath“ heißen soll, denn eben auch das. Es ist eben Spam.

Aber dass die Spam nicht einmal etwas mitzuteilen hat, dass sie einfach nur eine nervige Nullnachricht ist, das muss nicht sein.

Ein Betreff, der niemanden betreffen kann…

anisotropic apostrophe avenge

…aber durch fröhliche Aliteration fern jedes Inhaltes glänzt. Neugier weckt so etwas bei niemandem. Es reizt bestenfalls zur Frage, ob die Seiten mit den anderen 25 möglichen Anfangsbuchstaben aus eurem Wörterbuch verschwunden sind.

Diese Frage wird immer bohrender. Denn die „Nachricht“ dieser Spam, sie kennt auch keinen anderen Buchstaben am Wortanfang. Und sie kennt auch keinen Inhalt…

attach adventitious advertise
airframe amphetamine
acumen angular ambiguity annette

…und nicht einmal einen Link auf irgendein Angebot. Die Nachricht dieser Mail ist einfach nur leer, aber dies immerhin in neun Wörtern. Zusammen mit dem Betreff sind das schon zwölf Wörter. Ohne jeden Sinn. Einfach nur als Spam bei mir eingetrudelt. Als technische Hülle ohne Inhalt. Ohne ein Angebot, ohne einen Link, ohne den üblichen Werbetext, ohne alles.

Einfach nur hohles, trauriges Nichts. Mit ganz viel „a“. Fern jeder sprachlichen Kompetenz. Eine gegrunzte Melodie in Fragmenten von vergessener Sprache. Eine Nachricht in a-moll, doch ohne melodische Schönheit.

Ihr Scheiß-Spammer, wenn ihr schon spammt, denn testet doch wenigstens eure Skripte einmal kurz lokal, anstatt euer unfähiges Gestrokel ungetestet auf einige Millionen Empfänger loszulassen! Wie viel von diesem Schrott soll denn noch in euren Botnetzen produziert werden, nur damit es auf unserer Seite von Spamfiltern in die virtuelle Mülltonne gelegt wird?

Oder noch besser: Geht einfach sterben!

Vergiss deinen mikrigen Penis!

Dienstag, 27. November 2007

Der elektronische Beglücker, der mir da diese Müllmail mit dem Betreff „Forget about problems caused by your tiny pen!s!“ zukommen ließ (zu Deutsch etwa: Vergiss die Probleme, die von deinem mikrigen Pen!s herrühren), er scheint sich an sein eigenes Motto zu halten. Nicht nur, dass er mit der mäßig kreativen Schreibweise „Pen!s“ einen Weg an die Spamfilter vorbei sucht; nein, im gleichen Bestreben, auch dort noch in das Postfach einzubrechen, wo er unerwünscht ist, füllt er seine unerwünschten Informationen über Pimmelstreckungen mit anderen unerwünschten Dingen auf, als hätte er das eigentliche Anliegen vergessen:

Taha Yassin Ramadan, former Baathist Vice President In February, three couples refused to pledge their finance critics. begun offering OneSearch on 85% of existing mobile

(Das Zitat ist nicht gekürzt, es ist wirklich so konfus und endet wirklich mittendrin. Auf eine Übelsetzung des vakuumnösen Gestammels verzichte ich hier.)

Wenn es auch noch vollständige Sätze wären, klänge es ja fast wie „Inhalt“, wenn dieser auch so interessant wie ein Testbild ist. Solcher „Inhalt“ weckt aber allein noch nicht Vertrauen und Lust und natürlich die erforderlichen Gefühle von kurzschwanzingem Nichtswert, damit mann mehr mit dem Abschaum zu tun kriegen will, der sich mit solcher Trickserei am Spamfilter vorbei geschlichen hat. Deshalb kommt unser spammender Hurensohn endlich zur Sache:

Girls confess, that small-sized dic‘ks are completely incapable of pleasing them! They just don’t touch the vaginal nerve endings well enough! Luckily, due to MegaDik additional inches can easily be obtained now!

[Schnell übel-setzt: Mädchen bekennen, dass kleine P‘immel völlig ungeeignet sind, sie zu befriedigen! Die kommen einfach nicht gut genug an die Nervenenden in der Vagina heran. Glücklicherweise kann man dank MegaDik jetzt einfach an ein paar zusätzliche Zentimeter kommen.]

Das sind ja sehr interessante anatomische „Einsichten“ über die Nervenenden in der Vagina. Der muss sich wirklich auskennen, dieser Spinner Spammer. Vor allem in der Dummheit der Zielgruppe, von der er offenbar glaubt, dass er ihr alles erzählen kann. Um dann solche Angebote zu machen, von denen angeblich der Pimmel ein bisschen nachwächst:

http://hcbasket.com/ Let your pen!s grow to a perfect size, and your girlfriend will be pleased like never before!

[Schnell übel-setzt: Lass deinen Pen!s auf eine perfekte Größe heranwachsen, und deine Freundin wird befriedigt wie noch nie!]

Es gibt zwar recht viele Möglichkeiten, eine Frau zu befriedigen, auch wenn des Pimmels stößiges Stochern im Dunkel vaginaler Höhlenwelten nicht hinreicht, aber damit lässt sich ja kein Geschäft machen. Aber mit dem Verkauf irgendwelcher Zaubereien für des Mannes umtriebigen Zauberstab, damit kann man Geld machen.

Und damit diese grandiose Geschäftsmöglichkeit auch wirklich durch die Spamfilter kommt, wird da einfach ansatzlos noch etwas Nichts sagender Blah hinterher geklebt…

giving more money to companies and less to ordinary Rahamatullah Hanafi. Omar Khayym ~ Park Stadium, Basseterre, Saint Kitts and Nevis. According to the US, however, the issue of frozen funds conflict between Israel and Hezbullah is to be named the

…der in seiner wirren Themenwahl, in seiner mechanischen Ideenflucht und in seiner labervollen Weitschweifigkeit eine entfernte Ähnlichkeit zu den mitgeteilten Wahnideen schwer paranoider Menschen hat. Und. Der auf diese Weise ganz nebenbei den Wahnsinn der täglichen Spam mitteilt.

Und der sich trotzdem im Spamfilter verfangen hat. :lol:

Zweihundert Opfer-Klicks

Dienstag, 27. November 2007

Ich zitiere in diesem Blog ja weidlich und mit oft bösem Kommentar die Spam und andere Formen der Massenwerbung. Gerade bei der Spam weise ich aber auch immer wieder darauf hin, dass es sich gar nicht um eine fröhliche und harmlose Angelegenheit handelt und dass die betrügerischen Geschäfte der Spammer nur eine Seite dieses Wahnsinnes sind. Tatsächlich ist jeder Klick auf einen Link in einer Spam gefährlich. Sehr häufig werden auf diesem Weg die Sicherheitslöcher der aktuellen Browser ausgenutzt, um heimlich Schadsoftware zu installieren und auf diese Weise den Rechner zu übernehmen. Die Kriminellen, die so vorgehen, sind auf dem neuesten technischen Stand, sie sind auch den Herstellern der ganzen „Antiviren“-Lösungen einen Schritt voraus, und sie hoch motiviert, da es in ihrem Geschäft um viel Geld geht. Deshalb gelingt es ihnen relativ häufig, auf diese Weise einen Rechner zu übernehmen.

Solche übernommenen Rechner werden dann häufig (aber nicht nur) zum Spamversand verwendet. Dem Spammer ist es völlig gleichgültig, dass sie den Computer und die Internet-Verbindung bezahlen, er betrachtet diese Resourcen nach der Übernahme als sein Eigentum – und sie sitzen vor einem „Computer anderer Menschen“. Dabei kann es ihnen durchaus passieren, dass sie ins Visier polizeilicher Ermittlungen geraten, da sie mit ihrer IP-Adresse als Mittäter bei illegalen Tätigkeiten in Erscheinung treten. Die Tatsache, dass die Rechtsprechung in solchen Fällen in der Definition der Sorgfaltspflichten eines Internet-Nutzers noch keine eindeutigen Maßstäbe gefunden hat, kann im schlimmsten Fall sogar bedeuten, dass sie verurteilt werden und für einen angerichteten Schaden haften müssen oder – im Falle illegaler Formen der Pornographie – sogar mit recht drastischen Strafen rechnen müssen. Im Falle der so genannten „Kinderpornographie“ ist es bereits strafbar, wenn sich entsprechendes Material auf ihrem Rechner findet, und sie kommen schnell in die wenig erfreuliche Situation, nachweisen zu müssen, dass dieses Material ohne ihre Kenntnis auf ihrem Rechner kam. Da die technische Kompetenz vieler Gerichte zu wünschen übrig lässt, handelt es sich dabei um ein Glücksspiel, bei dem sie vieles aufs Spiel setzen und nur verlieren können. Spätestens, wenn die Ermittler auch an ihrem Arbeitsplatz auftauchen, befinden sie sich als Opfer der Spam-Mafia in einer Erklärungsnot, die sich kein Mensch wünschen kann.

Es ist nun aber so, dass ich die Spam zitiere, wenn ich sie kommentiere. Sonst weiß man ja nicht, welche Spam ich meine. Mein Zitat ist in der Regel vollständig und enthält auch die angegebenen URLs der mit Spam beworbenen Sites.

Als ich mit meiner Mitarbeit an diesem Blog anfing, habe ich noch alle Links und URLs entfernt, um nicht den Spammern zuzuarbeiten. Leider geht dadurch häufig auch etwas Inhalt der Spam verloren, da die verwendeten Domains zuweilen strunzdoof oder aber mit besonderer Heimtücke ausgewählt werden. Auch werden bestimmte Muster der Spam gar nicht richtig sichtbar, wenn man die URLs verschweigt – noch vor einigen Monaten liefen viele der Angriffsversuche über kostenlose Websites bei GeoCities, was sich aber in letzter Zeit – zum Glück – gelegt hat. Da ich glaube, dass die Einsicht in solche Muster vielleicht manche Menschen von einer Dummheit abhalten kann, habe ich irgendwann damit begonnen, die URLs in meine Zitate aufzunehmen, dies aber zunächst so, dass der Link auf eine harmlose Seiteging.

Die Vorgehensweise als solche war gut, aber die dafür verwendete Seite empfand ich bald schon als unpassend. Sie enthielt einfach keinen deutlichen Hinweis, warum man nicht auf einen Link in einer Spam klicken sollte. Deshalb habe ich mich irgendwann hingesetzt und eine spezielle Seite erstellt (hier bewusst nicht verlinkt), auf die sämtliche Links aus einer zitierten Spam gelenkt wurden. Diese enthält einen einfach formulierten Text, aus dem hervorgeht, dass ein Klick in eine Spam niemals eine gute Idee ist und warum das so ist.

Als ich damit fertig war, hat mir die Zugriffsstatistik des Webservers schnell gezeigt, dass diese Hinweisseite doch etwas häufiger aufgerufen wird. (Sie wird übrigens nicht von den Suchmaschinen indiziert, so dass alle Aufrufe aus den zitierten Spams in diesem Blog erfolgen.) Um einen etwas klareren Einblick in das Klickverhalten zu bekommen, führe ich für diese Seite seit dem 13. September 2007 einen eigenen Zugriffszähler.

Dieser hat vorgestern, also nach nicht einmal einem Vierteljahr, den zweihundersten Zugriff registriert. Angesichts der Tatsache, dass es sich um eine JavaScript-Lösung handelt, die nur solche Zugriffe zählt, bei denen einem relativ ungesicherten Browser das „Zurückfunken“ gewisser Informationen ermöglicht wird, weiß ich, dass es wahrscheinlich noch mehr Zugriffe gegeben hat.

Die zweihundert gezählten Zugriffe kamen allerdings aus prinzipiell angreifbaren Rechnern. Und. Damit aus Opferrechnern der Spam-Mafia. Deshalb hat diese Zahl doch eine gewisse Aussagekraft. Und. Sie ist für mich durchaus auch alarmierend.

Ich frage mich, was diese Menschen motiviert hat, auf einen solchen Link zu klicken.

Wenn man die Links in einem zeitgemäßen Browser mit der Maus überstreicht, denn erscheint ein Tooltip mit dem völlig klaren Text „Nicht klicken!“ – und doch klicken Menschen darauf. Obwohl aus dem Kontext heraus völlig klar ist, von welcher Natur die Mitteilung ist, in der dieser Link auftaucht. Und. Obwohl damit klar ist, dass es sich um ein Angebot im Internet handelt, das kriminellen Ursprungs ist.

Was denken sich nur diese Menschen, die so bedenkenlos klicken?

Verlassen diese Menschen sich völlig auf installierte Software, die „Sicherheit“ verspricht, aber doch immer hinter den aktuellen Angriffen hinterherhinkt? Das ist eine sehr dumme Haltung, denn auch die ausgereifteste Software kann nicht den eigenen Verstand ersetzen. Auch wenn man eine kugelsichere Weste trägt, sollte man nicht ohne Not einen kleinen Spaziergang an der Front machen. Wer einsieht, dass man im Geschosshagel besser nach Deckung schaut, der sollte wenigstens die elementaren Einstellungen an seinem Browser vornehmen (JavaScript generell abschalten, Plugins generell abschalten). Mit dieser Vorsichtsmaßnahme wäre es hier auch nicht zur Zählung gekommen.

Oder sind diese Menschen „einfach nur neugierig“? Können sie nicht ruhig schlafen, wenn sie nicht wissen, was sich hinter einem Link verbirgt? Müssen sie auf alles klicken, was nur irgend klickbar ist? Dass ist noch dümmer, denn solche Menschen machen die Spam-Mafia reich und sorgen durch ihren ungelenken Erlebnishunger dafür, dass die Spam, die Seuche des gegenwärtigen Internet, niemals ein Ende finden wird. Spam ist kein Spiel, sondern ein illegales Geschäft, das mit großer krimineller Energie und unter sehr hohem Aufwand betrieben wird.

Oder wollten diese Leute einfach nur sehen, was hier „gebastelt“ wurde? Haben sie gemerkt, dass der Link auf eine interne Seite geht und wollten sie einfach nur sehen, wie diese Seite aussieht? Obwohl da deutlich „Nicht klicken“ als Tooltip erscheint?

Es gibt Fragen zur Nutzung einer Website, die der beste Zugriffszähler nicht beantworten kann.

Aber es gibt auch Fragen, die der Zugriffszähler beantwortet. Zum Beispiel die Frage, welche der vielen Links dazu führten, dass auch geklickt wurde. Und die Antwort ist ziemlich eindeutig.

Von den 200 Zugriffen auf die Warnseite gingen über drei Viertel von einer zitierten Spam aus, die offen für pornographische Angebote warb. Dieses Ergebnis steht nicht im Verhältnis zur Häufigkeit, mit der ich solche Spam zitiere.

Den kriminellen Spammern ist natürlich auch bekannt, dass das Blut für die Erektion des Penis im Gehirn zu fehlen scheint. Sicher, ganz so direkt ist der körperliche Zusammenhang nicht, aber jeder Mann wird bestätigen, dass mit der sexuellen Erregung eine gewisse Unvernunft einher geht. Von daher sind gerade solche Angebote besonders gefährlich. Wenn zusammen mit ein paar Bildchen etwas Software nachgeladen wird, die im Hintergrund die schlimmsten Ausflüsse der derzeitigen Computer-Kriminalität auf dem Rechner installiert, wird das am ehesten noch einem Wichser entgehen, der mit angeregter Selbstreibung ganz andere Ausflüsse hervorbringen will.

Deshalb nur das eine: Es gibt niemanden, der über Spam kostenlose Pornographie anbietet. (Es geht mir hier auch keineswegs um ein allgemeines Werturteil über Pornographie oder masturbatorische Betätigung, sondern um die Gefahren der Spam und des unreflektierten Klickens auf Links in einer Spam. So viel persönliches vielleicht am Rande: Wenn ich nicht wichsen könnte, säße ich schon längst wegen eines Sexualdeliktes im Gefängnis.) Für kostenlose – oder auch nur preiswerte – Pornographie ist kaum Werbung nötig, und schon gar nicht eine überrumpelnde und asoziale Werbeform wie die millionenfache Müllmail, die durch ihren Schrotmunitions-Charakter auch die virtuellen Postfächer von Frauen und Kindern verstopft. Solche Angebote sprechen sich wie von allein herum, da es sich um ein allgemein begehrtes Gut handelt.

Egal, wie erregend das Angebot aus der Spam klingt: Niemals darauf hereinfallen!

To nachtwaechter

Freitag, 23. November 2007

Herzlichen Glückwunsch, unbekannter Spammer…

{random_txt}
{random_txt}

…du hast es einigen Millionen Empfängern bewiesen: Was dir an technischem Verstand fehlt, um deine Spamskripten zu verstehen, das gleichst du mit der Dummheit aus, dass du nicht einmal einen kleinen Test machst, bevor du solche „Botschaften“ auf das Internet loslässt.

Ganz große Klasse!

Immerhin, du hast es noch geschafft, etwas „Inhalt“ in Form der eingebetteten Grafik zu transportieren…

Natürlich wieder nur Viagra und Cialis, was denn sonst?!

…aber glaubt denn irgendein Hirnträger, dass du richtige Päckchen verschicken kannst, wenn du nicht einmal den organisatorisch viel simpleren Mailversand mit einem gekauften Skript in den Griff bekommst? So schlaff kann der Pimmel gar nicht sein, dass man mit solchen unfähigen Deppen ins Geschäft kommen will.

Versuch es mal mit einem anständigen Gelderwerb, unbekannter Spammer!

Oder besser noch: Geh einfach sterben!