Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Zwölf Wörter Nichts in a-moll

Mittwoch, 28. November 2007, 02:07 Uhr

Ein gefälschter Absender. Das ist üblich. Bei Spam.

Ein eingetragener Empfänger. Ein Name und eine Mailadresse, von denen ich noch nie etwas gehört habe, die aber doch die meinigen sein sollen. Das ist schon weniger üblich. Bei Spam. Aber auch nichts neues mehr. Spammer sind eben oft ein bisschen blöd.

Also gut, wenn ich jetzt schon „Freeman McGrath“ heißen soll, denn eben auch das. Es ist eben Spam.

Aber dass die Spam nicht einmal etwas mitzuteilen hat, dass sie einfach nur eine nervige Nullnachricht ist, das muss nicht sein.

Ein Betreff, der niemanden betreffen kann…

anisotropic apostrophe avenge

…aber durch fröhliche Aliteration fern jedes Inhaltes glänzt. Neugier weckt so etwas bei niemandem. Es reizt bestenfalls zur Frage, ob die Seiten mit den anderen 25 möglichen Anfangsbuchstaben aus eurem Wörterbuch verschwunden sind.

Diese Frage wird immer bohrender. Denn die „Nachricht“ dieser Spam, sie kennt auch keinen anderen Buchstaben am Wortanfang. Und sie kennt auch keinen Inhalt…

attach adventitious advertise
airframe amphetamine
acumen angular ambiguity annette

…und nicht einmal einen Link auf irgendein Angebot. Die Nachricht dieser Mail ist einfach nur leer, aber dies immerhin in neun Wörtern. Zusammen mit dem Betreff sind das schon zwölf Wörter. Ohne jeden Sinn. Einfach nur als Spam bei mir eingetrudelt. Als technische Hülle ohne Inhalt. Ohne ein Angebot, ohne einen Link, ohne den üblichen Werbetext, ohne alles.

Einfach nur hohles, trauriges Nichts. Mit ganz viel „a“. Fern jeder sprachlichen Kompetenz. Eine gegrunzte Melodie in Fragmenten von vergessener Sprache. Eine Nachricht in a-moll, doch ohne melodische Schönheit.

Ihr Scheiß-Spammer, wenn ihr schon spammt, denn testet doch wenigstens eure Skripte einmal kurz lokal, anstatt euer unfähiges Gestrokel ungetestet auf einige Millionen Empfänger loszulassen! Wie viel von diesem Schrott soll denn noch in euren Botnetzen produziert werden, nur damit es auf unserer Seite von Spamfiltern in die virtuelle Mülltonne gelegt wird?

Oder noch besser: Geht einfach sterben!

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

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