Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Facebook“

Laptop für vier Euro vom MediaMarkt?

Donnerstag, 15. Januar 2026

Wenn etwas zu gut klingt, um wahr sein zu können, dann liegt es meistens daran, dass es nicht wahr ist.

Hier geht es nicht um eine Spam. Es ist ein Link zu einem aktuellen Hinweis auf eine laufende Betrugsmasche bei Tarnkappe:

Facebook-Anzeigen versprechen Laptops für 4 Euro. Angeblich handelt es sich um MediaMarkt-Angebote, exklusiv für Menschen ab 45. Hinter der beworbenen Aktion steckt allerdings kein Schnäppchen, sondern ein gezielter Facebook-Betrug mit Daten- und Kreditkartenraub

Kurze Anmerkung: Es ist generell so, dass frühere betrügerische Spammer immer häufiger dazu übergehen, Anzeigen zu schalten, um Opfer für ihren Betrug zu finden. Dabei werden auch gern bekannte Marken und Firmierungen missbraucht. Dass diese Marken und Firmierungen damit in den kriminellen Dreck gezogen werden, ist den Betrügern gleichgültig, so lange ihr eigenes Geschäft gut genug läuft. Zum Glück für uns alle gibt es einen ganz einfachen Schutz, der diese Betrugsformen an der Wurzel unterbindet und damit verhindert, dass man zum Opfer von Verbrecherbanden werden kann: Einen wirksamen Adblocker im Webbrowser benutzen. Das kostet kein Geld, macht das ganze Web schöner und schneller und schützt sowohl vor dem Schadsoftwaretransport über Werbebanner (so genanntes Malvertising) als auch vor irreführender Reklame gewerbsmäßiger Betrügerbanden. Es schützt übrigens auch vor den Lügen der Werber.

In meinen Augen gibt es eh nur einen wirklichen Unterschied zwischen Spam und Reklame: Spam ist illegal, die professionelle manipulative Lüge der Reklame leider nicht.

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Samstag, 3. Januar 2026

Phishing auf Fratzenbuch-Benutzerkonten ist im Moment sehr häufig. Hier eine Phishingmail von heute – die bei mir ankommen, sind alle in englischer Sprache. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass es den Müll auch auf Deutsch gibt. So eine Computerübersetzung fällt heute ja niemanden mehr auf.

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Facebook

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Das steht schon im Betreff. Und weiter oben. Das ist wohl für die Generation Teletubbie optimiert. „Nochmal!“

Das Bild ist übrigens ein aus dem Web nachgeladenes Piktogramm für Microsoft Windows, und zwar in einem so kaputten Format, dass Gimp die Datei nicht mehr öffnen konnte. Ich habe mir das jetzt nicht genauer angeschaut, aber ich wäre nicht überrascht, wenn dieses nachgeladene Bild ein Angriffsversuch ist. Es gibt ja sonst keinen Grund, kaputte Bilder in eine Maildarstellung einzubinden.

Wie ich das kaputte ICO in ein PNG konvertiert habe, um es hier verbloggen zu können? Nun, das sonst so zuverlässige ImageMagick hat ebenfalls die Waffen gestreckt (das ist sehr selten), so dass ich auf Netpbm zurückgreifen musste, das konzeptionell sehr unix ist. Hach, die Achtziger Jahre! Hach, so gute alte Zeiten! Damals hat Software noch funktioniert. 😁️

Aber um es noch einmal deutlich zu sagen: Solche Angriffsmöglichkeiten sind der Grund, weshalb man keine Bilder in einer Mail darstellen lässt und nach Möglichkeit HTML-Mails immer nur im Klartext anzeigen lässt. Das ist leider auch im Thunderbird nicht die Voreinstellung, und es ist im Thunderbird leider auch ein bisschen versteckt. Bei der Anzeige einer Nachricht gibt es zur Darstellung der Mail neben „Antworten“, „Weiterleiten“, „Archivieren“, „Junk“ etc. auch ein Menü „Mehr“, und darin ein Untermenü „Nachrichteninhalt“. „Reintext“ ist darin die sichere Einstellung, aber „Vereinfachtes HTML“ dürfte auch ziemlich sicher sein. Sollte es einmal erforderlich sein, kann man jederzeit auf die gleiche Weise die Darstellung wechseln. Bei mir ist es nie erforderlich. Die Menschen, die mir HTML-formatierte Mail schicken, tun dies nicht, weil sie gern mit vielen klickigen Klicks formatierte und mit Textauszeichnungen strukturierte Mail verfassen, sondern weil sie nicht herausbekommen, wie man das völlig unnütze und möglicherweise gefährliche Feature abschaltet. Die einzigen, die in meiner Welt regelmäßig und vorsätzlich HTML-formatierte Mail versenden, sind Spammer und Werber.

Hi,

Sogar in seinen damaligen Spams wusste das echte Fratzenbuch, wie ich heiße. 🤣️

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Teletubbie winke winke! 😵️

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If you believe this is a mistake, you can request a review.

Request Review

Natürlich führt der Link nicht zum Fratzenbuch. Alles, was man auf der verlinkten Seite angibt, geht direkt an Kriminelle. Wo der Link hinführt, wird übrigens in der Statuszeile der Mailsoftware angezeigt, wenn der Mauszeiger über den Link liegt. Man muss nicht blind klicken, und man sollte es niemals tun.

If you didn’t post this content, you can ignore this message.

Ich hatte noch nie einen Account beim Fratzenbuch. Lange, bevor ich es mir anschauen wollte, wurde ich schon durch illegale und asoziale Spam vom Fratzenbuch davon abgehalten. Ich besuche doch keine Websites von kriminellen Spammern, die mit dafür programmierter Schadsoftware Mailadressen zum Zuspammen aus Adressbüchern von Handys einsammeln, um ihr dummes, verlogenes und menschenverachtendes Geschäftsmodell anzukurbeln. Möge eine elektrische Entladung der Atmosphäre die Defäkation aller dort Mitarbeitenden unterbrechen!

Facebook – nennt sich jetzt lieber „Meta“, denn „Raider“ heißt auch „Twix“ – soll einfach nur in die Insolvenz gehen, und der Herr Zuckerberg mit seinen tollen, von Kriminellen abgeschauten Tricks, ins Gefängnis. Ach, das ist nur für arme Menschen? Schade, dann kann man wohl nix machen.

Aber ihr seht, dass diese Spams…

  1. nicht von Facebook/Meta stammen; und
  2. …an jede Mailadresse gesendet werden.

Also klickt da bloß nicht rein! Es ist Phishing.

Thanks for helping keep Facebook safe.

Vielen Dank für den pseudohöflichen Dank für Nichts. Vor meinem Arsch ist auch kein Gitter!

The Facebook team

© 2026 Meta Platforms, Inc. · 1 Hacker Way, Menlo Park, CA 94025

Help Center · Community Standards

Die Spam kommt ganz sicher nicht vom Fratzenbuch.

This is an automated message. Please do not reply.

Der Text ist beinahe durch, aber das ist das erste wahre Wort. 👍️

Unsubscribe

Immer eine ganz dumme Idee, eine Spam abbestellen zu wollen, indem man in die Spam klickt. Damit teilt man dem Spammer nur mit, dass die Spam angekommen ist, gelesen wurde und sogar beklickt wurde. Das hat Folgen. Mindestens dreißig am Tag. Eine dümmer als die andere.

Einfach löschen und gut!

Und bei der Gelegenheit: Am besten auch gleich das Benutzerkonto bei Facebook löschen!

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Freitag, 2. Januar 2026

Abt.: Schlechtes Phishing

Wer seid ihr überhaupt?

Von: Facebook Support <support@vietnammedical.org>

Ach, das spammige, kriminelle und für seine kriminelle Spam vom BGH verurteilte Fratzenbuch, das keinen eigenen Server hat, schreibt mir? Da habe ich aber gar keinen Account. So weit kommt es noch, dass ich einen Account bei dermaßen asozialen Spammern habe! Und die haben mir damals so unfassbar viel Spam an meine mit Handytrojanern eingesammelte Mailadresse ins Postfach gemacht, immer schön mit gefälschtem Absender, um mich breitzuschlagen, immer klar aus dem IP-Bereich vom Fratzenbuch kommend. Möge sich der Pleitegeier sein fettes Fresschen holen! Möge man schmerzhafte, entstellende und unheilbare Krankheiten nach Mark Zuckerberg benennen! Was für ein widerliches Geschmeiß, das sich seine Geschäftsmethoden von Kriminellen abschaut! 🤮️

Aber davon einmal abgesehen, dass ich von nichts anderem so deutlich wie vom Fratzenbuch (und damit auch von Finster-Gram und WanzApp) abraten würde: Es reicht, auf den Absender zu schauen, um ganz sicher zu wissen, dass diese Mail nicht von Facebook kommt.

Die Mail ist in englischer Sprache und nicht in der Sprache, die die meisten Leser hier wohl für Facebook eingestellt haben. Und der Absender…

Hello,

…weiß nicht einmal, wie der Empfänger heißt. Trotz behaupteten Benutzerkontos. Trotz einer Datenbank voller von überall eingesammelter Daten. Damals, als es noch zwei bis drei Spams pro Woche vom Fratzenbuch gab, wusste das Fratzenbuch über die mit seinem Trojaner nach Hause gefunkten Handy-Adressbücher sogar, wer mich alles alles so kannte.

Recently, we received a request to verify a copy of an ID for your account. This is part of our process when we ask you to send a copy of an ID with your name on it to assist in verifying your identity.

So so, ihr habt da also ein Ersuchen bekommen, euch mal ein Ausweisdokument von mir anzuschauen. Von wem denn? Ist es die NSA, der Mossad oder die Mafia?

What you can do

If you sent this request, you don’t need to do anything further.

Ach, das kann ich sogar selbst gewesen sein? „Hey, Fratzenbuch, guck doch mal, ob ich noch ganz echt bin, ich bin mir gerade nicht sicher!“ Lustig. Ob Spammer wohl ihre eigenen Texte lesen. Oder ob sie einfach den Gnobbelmatsch von einem angelernten neuronalen Netzwerk erzeugen lassen und ungelesen absenden?

If you don’t recognize this request, please log in to https://auth.vietnammedical.org/login and complete the 2-factor authentication process when prompted. Please do not send additional requests for ID verification.

Wenn ich überhaupt keine Ahnung mehr habe, was dieser vor sich hin gärende Bullshit bedeuten soll, dann soll ich klicki-klicki in die Spam machen. Auf einen Link, der nicht einmal versucht, so zu tun, als führe er beim Klicken zum Fratzenbuch.

Thank you for your understanding!

Vielen Dank für den pseudohöflichen Dank für nichts! Vor meinem Arsch ist auch kein Gitter. Jeder, der mir mit solchen Phrasen kommt, darf mal. 🖕️

The Facebook Team

Wenn ihr das Fratzenbuch seid, dann bin ich Papst.

This message was sent to at your request.

Wohin wurde die Nachricht denn versendet. Ach, zu „zu“. Nicht einmal das benutzte Spamskript verstehen diese Phisher.

Meta Platforms, Inc., Attention: Community Support, 1 Meta Way, Menlo Park, CA 94025

Oh, vom „Achtung, Gemeinschafts-Support“. 😅️

Unsubscribe

Wer in so eine Spam klickt, lasse alle Hoffnung fahren. Jeder Link funkt über einen URI-Parameter zurück, an welche Mailadresse die Spam gegangen ist. Wenn man reinklickt, sagt man damit Spammern, dass die Spam angekommen ist, geöffnet wurde, gelesen wurde und beklickt wurde, und das sogar, obwohl sie dumm und stümperhaft gemacht und formuliert wurde. Der Klick wird also Folgen haben. Mindestens dreißig am Tag. Eine dümmer und schlimmer als die andere.

Niemals in so eine E-Mail klicken! Stattdessen die Website über ein Lesezeichen im Browser aufrufen, sich wie gewohnt anmelden und schauen, ob das behauptete Problem überhaupt besteht. Und wenn man sich schon bei Fratzenbuch, WanzApp oder Finster-Gram angemeldet hat, ist das eine gute Gelegenheit, mal eben schnell das Benutzerkonto zu löschen. Oder hat jemand Lust auf Unternehmen, die sich ihre Methoden (Spamwerbung mit gefälschtem Absender, Trojaner auf persönlich genutzten Computern) von der organisierten Kriminalität abgeschaut haben, um ihr Geschäft zum Laufen zu bringen? Wenn ja: Viel Spaß! Und demnächst ein bisschen mehr Glück beim Denken! Es ist nötig. 🍀️

Reichwerdexperten in „Social Media“

Freitag, 12. Dezember 2025

Keine Spam, nur ein Link, der im ausgeweiteten Kontext von Unser täglich Spam interessant ist:

Allgemeine Abzocke
Facebook und nette Kontakte

Ich mag aus einem persönlich dargestellten und sicherlich auch von menschlicher Enttäuschung begleiteten Erlebnis kein Zitat rauspicken, lest bitte einfach dort weiter! So etwas ähnliches kann jedem Menschen passieren, der die so genannten Social Media nutzt. Sowohl von der Seite wirklicher Menschen, die sich über Affiliate-Geschäfte und Kundenanwerbungen Geld verdienen möchten, als auch mit richtigen, fiesen Trickbetrügern, die Menschen aussaugen und wegschmeißen. Ja, es ist mir schon im wirklichen Leben passiert, dass ein Bekannter aus der Schulzeit mir unseriöse Geldanlagen des Finanzparasiten Deutsche Vermögensverwalt… ähm… Vermögensberatung andrehen wollte. Ganz ohne Internet, denn das gabs damals für Privatleute noch gar nicht. Von dem habe ich später auch nichts mehr gehört, als er gemerkt hat, dass er mir nix verkaufen kann. Geld macht Menschen widerlich und das Miteinander zur eiskalten Hölle.

Meine Faustregel: Geld ist Gift. Sobald es um Geld geht, wird alles giftig, so harmlos, verspielt, interessant und warm es auch anmuten mag. Meta, der Betreiber von Facebook und WanzApp, hat übrigens die Daten von 3,5 Milliarden Nutzern [!] „veröffentlicht“, also ohne Zugangsschutz ins offene Internet gestellt und massenhaftes, automatisiertes Mitnehmen dieser Daten ermöglicht; Daten, die durchaus auch zur Grundlage für einen Vortrag fieser, personalisierter Betrugsnummern durch gewerbsmäßige Betrüger werden können. Und leider gibt es Betrüger, und die betrügen, weil sie keine Lust auf eine andere Arbeit haben. Ich empfehle generell den Verzicht auf social media, von mir meistens als S/M abgekürzt. Allein schon aus Datenschutzgründen. Dass es im Fediverse relativ wenig Spam und scheinbar kaum personalisiert vorgetragenen Betrug gibt, dürfte eher dem Nischendasein des Fediverse geschuldet sein, der mir hoffentlich noch lange erhalten bleibt. (Zwischendurch, als viele von Twitter rüberkamen, wurde es wirklich schlimm, aber die ganzen Werber, Journalisten, Spezialexperten und Massenmanipulateure mitsamt Folgschaft sind jetzt alle bei Threads und BlueSky, wo sie offenbar ein gedeihlicheres Umfeld haben.) Es gibt im Fediverse wegen der inhärenten Dezentralität nicht einmal gute Strategien zur Spamabwehr… 😐️

Der Betrug mit dem Geld aus der Steckdose

Donnerstag, 16. Oktober 2025

Hier geht es nicht um eine Spam, sondern um einen im Kontext lesenswerten Artikel bei Netzpolitik, der hoffentlich den meisten Menschen hier nicht viel Neues erzählt:

Angebliche Online-Investments:
Eine automatisierte Betrugsmaschine

Werbeanzeigen auf Facebook und Co. versprechen sichere Online-Investments, aber am Ende verlieren Menschen ihr ganzes Geld […] Boris Pistorius blickt direkt in die Kamera. Der deutsche Verteidigungsminister richtet sich an die Nation, spricht von „rasantem Wandel, neuen Arbeitsplätzen und fortschrittlichen Technologien“. Sie sollen Deutschland an die Spitze der Weltwirtschaft bringen. Am Ende des Clips verspricht er dem Facebook-Publikum, ein neues Regierungsprogramm werde „Gewinne für jeden Bürger sichern“.

Auch die derzeitige Präsidentschaftskandidatin Irlands, Heather Humphreys, spricht in einem vielgeklickten Facebook-Video zu ihren potenziellen Wählern: „Ich freue mich, Ihnen Quantum AI vorzustellen“, sagt sie. Eine Plattform, die irischen Familien den Weg in die finanzielle Unabhängigkeit ebnen würde. Wer dort einen kleinen Betrag investiere, könne „wöchentliche Zahlungen von bis 4.500 Euro erhalten.“

[…] Humphreys und Pistorius haben all das nie gesagt. Die Clips sind täuschend echte Fälschungen, die mit KI-Tools erstellt wurden. Über Plattformen wie Facebook, Instagram oder TikTok verbreiten sich die Deepfakes mit den prominenten Finanztipps als bezahlte Werbeanzeigen. Von den Videos führt ein Link zu einer Plattform, auf denen Nutzer ihre Kontaktdaten hinterlassen. Es folgen Anrufe eines vermeintlichen Finanzberaters, der um eine kleine erste Einzahlung bittet. Der Investment-Betrug beginnt.

Geschulte Callcenter-Agenten führen ihren Opfern auf angeblichen Investment-Plattformen vor, wie sich deren Einzahlungen rasant vermehren. Darauf hoffend ihre Gewinne zu steigern, investieren manche Menschen Tausende oder gar Zehntausende Euro. Bis sie versuchen, sich das Geld auszahlen zu lassen […]

Im September erklärte die EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen, dass Europäerinnen und Europäer durch Werbung für Finanzbetrug jährlich mehr als vier Milliarden Euro verlieren würden.

Vier Milliarden Euro im Jahr! 😲️

Adblocker schützen übrigens davor, mit solchen Betrügern überhaupt konfrontiert zu werden – neben dem Schutz des Computers vor Schadsoftware, während das gesamte Web viel erfreulicher und fast wieder benutzbar wird. Benutzt immer wirksame Adblocker! Benutzt keine Betrübssysteme, keine Browser (wie zum Beispiel Chrome von der Reklamevermarktungsklitsche namens Google) und keine Apps, die euch mit vorsätzlicher Technikverhinderung von der Nutzung wirksamer Werbeblocker abzuhalten versuchen! Egal, was euch contentindustrielle Journalisten und andere halbseidene Websitebetreiber für Lügen erzählen, um das Geschäftsmodell von Presseverlegern zu schützen: Niemals ohne wirksame Adblocker! Ich empfehle (und nutze selbst) uBlock Origin.

(Am besten auch niemals bei Fratzenbuch und Finster-Gram mitmachen, denn Meta ist eine Unternehmung, die sich ihre Geschäftsmethoden auch gern bei der organisierten Internetkriminalität abschaut. Über TikTok weiß ich nichts außer meiner Meinung, aber die muss ja nicht jeder Mensch teilen, und deshalb ist sie unerheblich. Von TikTok habe ich jedenfalls niemals eine illegale und asoziale Spam an Mailadressen erhalten, die von trojanischen Apps mit vorsätzlich irreführend formuliertem „Einverständnis“ aus den Adressbüchern von Nutzern eingesammelt wurden.)

Erstaunlich, dass so viele Menschen nicht auf der Stelle skeptisch werden, wenn das Geld aus der Steckdose kommen soll und wegen dieser Unfähigkeit zum rationalen Zweifel auf Betrüger mit der Erzählung „gib mir jetzt dein Geld, ich gebe dir später viel mehr Geld dafür zurück“ reinfallen. Wegen eines Videos. In einer Reklame. Die lügt. Und dazu einen von künstlicher Intelligenz faselt, die mit hokus pokus Kryptogeld besser handelt als jeder andere Marktteilnehmer, weil sie mit der gesamten Informatik und Wissenschaft unbekannten mantischen Methoden hellsehen kann. Jetzt auch fürs Handy, zeigt tolle Zahlen an, bitte ganz feste daran glauben, dass das Geld ist. Und noch was nachschießen, hat der „persönliche Berater“ ja am Telefon erzählt, dass es gerade so gut läuft, am besten gleich mal zehntausend Euro aufnehmen. Genau richtig für Leute, die auch an Horoskope glauben. ☹️

Dass sich diese Leute bei Fratzenbuch, Finster-Gram und TikTok zu sammeln scheinen, fügt sich gar prächtig in den Eindruck, den diese Dienste bislang bei mir erweckt haben: Technisch optimierte Kultivierung der psychischen Dummheit und umfangreichen intellektuellen Verwahrlosung zur Förderung eines fragwürdigen und unseriösen Geschäftsmodells. Und wir alle dürfen den gammligen und giftigen Salat jetzt fressen.

Jedes Renditeversprechen über… sagen wir mal… fünf bis sechs Prozent, für das Menschen nichts tun und nichts können müssen, aber angeblich auch keinerlei Risiko wie in einem Glücksspiel eingehen, sollte äußerste Skepsis erwecken. Völlig egal, wie gut der Schlips den Leuten steht, die solche Versprechungen machen, völlig egal, völlig egal, welche „Prominenten“ aus Unterhaltung, Sport und Politik den Quatsch im Prompte-dir-dein-Fakevideo-Zeitalter darüber zu faseln scheinen. Insbesondere, wenn das Versprechen aus einer Reklame oder einer Spam kommt. Beidesamt, sowohl die Reklame als auch die Spam, sind nichts anderes als perfide manipulative Lüge zum Nachteil derer, die darauf reinfallen. Immer. Jede Reklame. Jede Spam. Der wesentliche Unterschied: Reklame ist im Moment leider noch legal.

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Dienstag, 8. Juli 2025

So nannte sich der Kommentator mit seinem fehlerhaften Spamskript und seiner IP-Adresse aus den USA, der heute um 11:27 Uhr den folgenden Kommentar hier auf Unser täglich Spam ablegen wollte, aber an seiner technischen Unfähigkeit gescheitert ist:

Fantastic beat I would like to apprentice while you amend your web site how could i subscribe for a blog site The account helped me a acceptable deal I had been a little bit acquainted of this your broadcast offered bright clear concept

Die Frage, was der Idiot mit seinem inhaltsarmen Wortdurchfall vom Donnerbalken des Spammers sagen will, kann ich auch nicht beantworten, und ich glaube, die wird auch nach einem Klick auf „more info“ nicht befriedigend beantwortet.

Der Link geht nach einer Umleitung über Google in ein völlig impressumsloses Spamblog beim ebenfalls von Google betriebenen blogger (punkt) com, in dessen einzigem Artikel eine ebenfalls völlig impressumslose Website verlinkt wird, mit der man angeblich Videos vom spammigen Facebook – von mir meist liebevoll „Fratzenbuch“ genannt – runterladen kann. Mehr „Inhalt“ gibts nicht. Nur riskante Klickangebote auf spambeworbenen und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kriminellen Websites.

Was ich von solchen mit Spam beworbenen Websites halte, muss ich hoffentlich nicht weiter ausbreiten. Vermutlich gibt es dort unter anderem eine „kostenlose Sicherheitsprüfung“ des Computers und der darauf installierten Software. Ich habe das nicht analysiert, ich weiß nur, was ich von Spam zu halten habe. Zurzeit erkennt nur die kleinstmögliche Minderheit der Antivirus-Schlangenöle das Problemchen. Das kann aber auch daran liegen, dass der erste Server, auf dem Teile des nachgeladenen Javascripts gehostet wurden, schon wieder abgeschaltet ist. Sowohl das Spamblog als auch die Website sind so schnell aufgeschäumt worden, dass davon auszugehen ist, dass sie noch öfter „umziehen“ werden, wenn die Domains auf den Blacklists landen. Aber wer gar nicht erst in solche Spam klickt, hat auch kein Problem.

Wer gern Videos von einer S/M-Website runterladen möchte und keine Angst vor einer Kommandozeile hat: yt-dlp funktioniert beinahe überall problemlos. (Übrigens auch in vielen Mediatheken mit interessanten Inhalten.) Ohne, dass man sich irgendwelchen Risiken aussetzt, und ohne, dass man in eine kryptische Spam klickt, die nicht einmal sagt, was sie einem andrehen will.

Ach, deshalb hat Spam aus Nigeria nachgelassen!

Donnerstag, 25. Juli 2024

Keine Spam, sondern ein Hinweis auf einen Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung [Archivversion]:

Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat in Nigeria 63.000 Instagram-Konten gelöscht, die mit Betrügern in Verbindung standen, die ihre Social-Media-Dienste nutzten, um Menschen mit intimen Fotos zu erpressen […] Betrüger geben sich auf Instagram oder Snapchat als Mädchen im Teenageralter aus und bringen ihre Opfer dazu, Nacktfotos von sich zu verschicken. Mit diesen expliziten Bildern werden die Opfer dann erpresst – die Drohung lautet, man werde die Bilder an Freunde und Familie schicken

Und ich dachte schon, die Vorschussbetrügerbanden aus Nigeria hätten jetzt mit ihren Machenschaften aufgehört, nur weil ich ihre lustigen Mails nicht mehr im Pesteingang habe. Aber nein, die haben sich einfach nur auf etwas Effektiveres gestürzt, auf ein Verbrechen, bei dem sie nicht mehr darauf angewiesen sind, dass ein Mensch ein bisschen dumm sein muss, damit sie ihm das Geld aus der Tasche ziehen können.

Mehr als zwei Dutzend Minderjährige, hauptsächlich Teenager, hätten sich seit Ende 2021 das Leben genommen, nachdem sie Opfer dieser Verbrechen geworden waren

Mit Stable Diffusion erzeugtes BildIn einer idealen Welt wüsste oder ahnte zumindest jeder Zehnjährige, dass man bei der Kommunikation über ein anonymisierendes, technisches Medium sehr vorsichtig sein muss – und dass sich Nacktfotos von selbst verbieten, egal, wie sehr es beim Chatten zwischen den Beinen zu jucken beginnt. In der wirklichen Welt wissen sie es meistens nicht, wenn sie mit ihren so genannten „Smartphones“ durch ihr Kinderleben gehen, und es ist sehr häufig auch niemand da, es ihnen so klar und unmissverständlich mitzuteilen, dass sie es verstehen und wenigstens etwas vorsichtig werden. Dazu müsste man ja offen über Sex sprechen. Ich befürchte, die FAZ werden die Kinder auch eher nicht lesen… und hier bei Unser täglich Spam geht es leider auch nicht so kindgerecht und attraktiv zu. 😐️

So lange nicht jedem Menschen klar ist, dass alle ins Internet gegebenen Daten irgendwo wieder auftauchen können und auftauchen werden, wo man sie überhaupt nicht haben möchte – das gilt wegen des „real existierenden“ Industriestandards des Datenschutzes auch bei renommierten Unternehmen – so lange werden solche miesen Nummern weiterlaufen. Inzwischen mit mindestens 25 toten Minderjährigen, die sich als Kollateralschaden des kriminellen Geschäftsmodells eine Weltschmerztablette gegeben haben.

Ach, die erwachsenen Menschen sind sich des Problems auch nicht bewusst und geben überall unnötig viel Daten preis? Tja, dann gibt es halt in Zukunft noch mehr von Angst, Scham und Verzweiflung in den Suizid getriebene Kinder. Gefällt mir auch nicht. Aber ich kann es nicht ändern.

Ich bin übrigens der Meinung (und darüber kann man durchaus lange und wortreich streiten), dass so genannte social media für Kinder völlig ungeeignet sind… ja, sie sind sogar für viele Erwachsene ungeeignet. Selbst, wenn die Kinder nicht direkt von Kriminellen kaputtgemacht werden, scheint den meisten Erwachsenen nicht klar zu sein, wie schlimm das Mobbing an bundesdeutschen Schulen ist und wie wenig Hemmungen Mitschüler haben, Gewalt und niederträchtige Methoden anzuwenden. Da kann ein harmloses Posting von vor drei Jahren schnell in die Verzweiflung führen, wenn es einfach fürs Mobbing in einen anderen Rahmen gestellt wird, über den eine ganze Klasse herzlich lacht und böse Witze macht. Die Gewalt, die Kinder im erbarmungslosen Gewalt- und Zwangssystem der Schule erleben und erleiden müssen, dieser unsäglichen gesellschaftlichen Assimilations- und Sortiermaschine für Menschen, die immer weniger mit Bildung und Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen zu tun hat; diese Gewalt können die völlig ausgelieferten und rechtlosen Kinder nur untereinander weitergeben, wenn die gequälte Psyche kein anderes Ventil findet. Sie ist in den letzten vierzig Jahren nicht kleiner geworden, diese Gewalt, und sie war schon vor vierzig Jahren unerträglich. Der wichtigste Unterschied zu früher ist, dass die Lehrer noch überforderter sind, dass die Schulklassen noch größer sind, dass sich die… sorry… Lacksäufer auf den Kultusministerkonferenzen noch absurdere Lehrpläne und Aufgaben für die Schule ausdenken – und dass die Kinder vor vierzig Jahren wenigstens noch Rechnen, Lesen und Schreiben gelernt haben, unentbehrliche Grundfertigkeiten des Lebens in einer zivilisierten Gesellschaft, die heute einem Großteil der Schulabgänger mit Universitätszugangsberechtigung (ein so genanntes „Abitur“) bis an den Rand des funktionalen Analphabetimsus abgehen. Was man an diesen Schulen übrigens nicht lernt, und „nicht“ meint hier: überhaupt nicht und nicht einmal in den allerkleinsten Grundlagen lernt, das ist ein Verständnis für digitale Datenverarbeitung, ihre Möglichkeiten und ihre Risiken. Da würden ja auch gleich ganze Geschäftsmodelle zusammenbrechen.

POHLINK

Dienstag, 7. November 2023

So nannte sich der Idiot mit seiner IP-Adresse aus den USA, der heute morgen um 8:16 Uhr hier auf Unser täglich Spam den folgenden Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges eigenhändig über die Zwischenablage ins Kommentarfeld kopiert hat, aber trotz seines Verzichts auf ein Spamskript aus inhaltlichen Gründen an der Spamfilterung gescheitert ist:

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Mit Fratzenbuch, Finster-Gram und dem toten blauen Vogel, und natürlich mit einer anonym und kostenlos eingerichteten Mailadresse bei GMail, dem dicksten und besten Freund des Spammers und Kriminellen. Genau richtig für die wenigen Naiven, die glauben, dass man über eine Kommentarspam einen Finanzdienstleister findet, der für jeden hunderttausend Euro Darlehen hat. Wer so naiv ist, lässt sich vielleicht auch von der über einen französischen Dienstleister ebenfalls kostenlos und anonym betriebenen Website [Archivversion] verblenden. Obwohl es diese Website nur in Slowenisch gibt. Und obwohl sie leider kein Impressum hat, nicht einmal eine schlechte Simulation eines Impressums. Aber es geht ja auch nur um Geld… 🙃️

Natürlich ist dieser Spammer ein Betrüger. Das sieht man ja auch schon an der Spam. Finanzielle Vorleistungen, die man (meistens über anonymisierende Verfahren wie Western Union) bezahlt hat, sind weg. Darlehen gibt es nicht. Es ist ein Betrug. Wer darauf reinfällt, wird betrogen. Alle Daten, die man gegenüber der Betrügerbande angegeben hat, gern auch mit Scan eines amtlichen Ausweises, werden unter Betrügern gehandelt und oft auch für andere Betrügereien missbraucht, was zusätzlich zum finanziellen Schaden auch jahrelangen Ärger bereiten kann. 😐️

Aber eines ist komisch: Normalerweise kann man diese Spezialbanken aus der Kommentarspam doch immer auch über WanzApp erreichen… 😁️