Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Kryptogeld“

Das versteckte Tool, um tausende pro Monat zu verdienen

Montag, 22. Juni 2026

Nein, Günther Jauch hat mit dieser Spam nichts zu tun. Der hat es übrigens auch gar nicht nötig, windige Kryptogeld-Reichwerdmethoden aus der Spam auszuprobieren. Der hat sein Geld auch nicht mit so einem Müll gemacht, sondern, indem er hochdotierte Verträge mit dem Gossenfernsehen ausgehandelt und abgeschlossen hat.

Die sehr aufwändige – und, ich sage es ungern: gelungene – HTML-Formatierung dieses E-Mülls einer Betrügerbande werde ich hier nicht nachzubauen versuchen. Zum Glück wird diese Spam sehr sicher als Spam erkannt und aussortiert. Sie sollte in dieser Form nicht einmal durch einen lax eingestellten Spamfilter hindurchpassen. Versendet wurde die Spam über einen thailändischen Dienstleister, und die gefälschten Mailheader sehen für mich so unvertraut aus, dass ich denke, dass ich es mit einer neuen Bande zu tun habe und nicht mit der sonst allgegenwärtigen Rabattbande. Aber vielleicht hat auch nur eine alte Bande mal kurz das angelernte neuronale Netzwerk gepromptet, um an ein neues oder verbessertes Spamskript und an eine hübschere grafische Gestaltung zu kommen. Eine gewisse „Strokeligkeit“ und „Experimentierphase“ hinter der recht eleganten Formatierung ist durchaus noch zu bemerken. Die Header, die eine „Newsgroup“ vortäuschen sollen, werden wohl oft zum Aussortieren führen, weil entsprechende Mechanismen bei Google, dem dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers, seit Jahren für den Spamversand missbraucht werden. Aber das angelernte neuronale Netzwerk weiß das nicht.

So weit das Neue. Technisch. Nicht inhaltlich. Inhaltlich ist es der übliche Betrug der Marke „Jedes dressierte Kuschelkaninchen kann ohne Kenntnisse mit Kryptogeld reich werden, indem es sich das Geld einfach aus der Steckdose zieht, denn Verluste beim Handel gibt es nicht und deshalb wird jeder, der da mitmacht, reich“. Mit dem bekannten Computerfachmann Günther Jauch als Werbeträger, der uns vermutlich nicht einmal aus dem Stehgreif erklären könnte, was der Unterschied zwischen analog und digital ist, und erst recht nicht, mit welchem kryptologischen Methodenapparat und Aufwand Bitcoin überhaupt funktioniert.

Natürlich ist das ein Betrug. Mit dem eingezahlten Geld werden keine Bitcoin gehandelt, sondern die Betrügerbande finanziert damit ihren gehobenen Lebensstil. Die Zahlen, die man in irgendeiner App sieht, sind Bullshit und beinahe schon so wertvoll wie Monopolygeld, von dem man wenigstens bunte Zettel hätte. Der persönliche Berater, der irgendwann anruft, „weil es so gut läuft“, hat nur einen Job: Einem noch mehr Geld aus der Tasche zu quasseln. Er ist ein gewerbsmäßiger Betrüger, und alles, was er erzählt, ist Lüge. Wenn man sich irgendwann sein Geld holen will, wird nochmal eine gesalzene „Gebühr fürs Abheben“ oder „für die Transaktion“ oder „für die Steuern“ fällig, die man natürlich Vorkasse bezahlen muss und nicht einfach von seinen in der App angezeigten Bitcoin bezahlen kann. Oft ist der Betrag fünfstellig. Danach bricht der Kontakt ab und man muss endlich feststellen, dass man von Kriminellen bei seiner Gier gepackt und richtig übel abgezogen wurde, während man glaubte, richtig viel Geld zu machen. Die Masche war vor einiger Zeit auch schon Thema in der Tagesschau, nachdem einige naive Geldbesitzer sogar von Millionenbeträgen getrennt wurden. Das kleinere Elend ist für die Tagesschau leider nicht relevant genug, um mal etwas für die lebenspraktische Bildung der Zwangsabgabenzahler zu tun. Auch die Betrugsmethode wurde schon von der Tagesschau erklärt, das ist aber leider nicht mehr im Web verfügbar, weil die Presseverleger in der BRD in den Dunkelkammern des Reichstags eine „Depublizierungspflicht“ für Inhalte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks lobbyistisch durchgesetzt haben, und zwar zum Nachteil aller Menschen in Deutschland. Da wünsche ich aber auch weiterhin viel Spaß, Lesefreude und vorsätzliche Massenverdummung mit den Zeitungen und ihren Websites! Wirklich schade, dass das Pressesterben so langsam geht! Der Name Günther Jauch wird von den Betrügern seit Jahren beim Anwerben neuer Opfer mit Spam und Werbebannern missbraucht und sollte allein deshalb schon alle Alarmglocken klingeln lassen.

Wer mir nicht glauben will, dass es ein Betrug ist, weil die Verheißungen so schön klingen und die Spam so ehrliche Augen hat: Gut so! Man muss wirklich nicht alles glauben, was ein dahergelaufener Blogger im geduldigen Internet behauptet. Bitte einfach mal bei der Polizei fragen, die kennen den Betrug natürlich auch schon! Und zwar schon ganz schön lange! Da sind nämlich sehr viele Menschen drauf reingefallen, als der Bitcoinkurs ein zwar lebenspraktisch völlig unwichtiges, aber wegen der dümmlichen journalistischen Geldanbeterei medial überaus präsentes Thema war. Ohne substanzielle Informationen, aber dafür mit ganz viel Gefasel von „explodierenden Kursen“ und „riesigen Gewinnen“. Das ist eine tolle Verheißung, dass man hokus pokus internet Geld fürs Nichtstun bekommt. Und können muss man auch nichts. Das ist fast so gut wie die Bratwürste im Schlaraffenland, die einem von allein in den Mund fliegen. Die Betrüger konnten ihre wilden Stories direkt am Journalismus anknüpfen, und sie haben dabei alles über den contentindustriellen Journalismus offenbart, was man nur darüber wissen muss: Es ist Massenverdummung und Werbeplatzvermarktung, Hand in Hand, verantwortungslos und vollständig gleichgültig gegenüber den angerichteten Schäden.

Und wie schon gesagt: Günther Jauch hat so etwas nicht nötig. Ob einer der Kandidaten in der eher dümmlichen, die dumme Psyche aufkochenden Rateshow des Trashfernsehens Millionär wird, weiß ich nicht. Aber Günter Jauch wird natürlich Millionär. Er soll angeblich um die 120.000 € pro Folge bekommen. Dafür, dass er Fragen vorliest, die er selbst nicht beantworten könnte. Um an ein solches Jahresgehalt zu kommen, wie Herr Jauch pro Sendung bekommt, müsste man ganz schön viel können. In der geisteskranken Parallelwelt des contentindustriellen Trashfernsehens kriegt man so viel Geld, wenn man nur ein geeigneter Köder ist, um Sendeplätze für die professionell erstellte und niederträchtige Lüge der Reklame vermarkten zu können. Der Wahnsinn der Influencer im Internet wurde schon jahrzehntelang vorher von der Contentindustrie vorweggeschattet. Und beides sind sehr dumme und gefährliche Formen der Erwachsenenbildung. Nach uns die Idiocracy.

Finanz Insight

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Was Günther Jauch im Live-TV wirklich gesagt hat

Der bekannteste Fernsehmoderator Deutschlands enthüllte eine Methode, die gewöhnlichen Bürgern ermöglicht, unabhängig vom Aktienmarkt finanziell freizukommen — in kürzester Zeit.

"Selbst ein einfacher Angestellter kann mit dieser Methode in wenigen Monaten eine finanzielle Unabhängigkeit erreichen, die früher undenkbar war."

G. Jauch — NDR Talk Show

Was im Studio begann, wurde zum meistdiskutierten Finanzthema des Jahres in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Methode nutzt ein automatisiertes Bitcoin-System, das rund um die Uhr arbeitet — ohne Vorkenntnisse, ohne täglichen Aufwand.

Tausende von Deutschen haben die Plattform bereits ausprobiert. Die Ergebnisse überraschten selbst erfahrene Finanzexperten. Der Einstieg erfordert lediglich 15 Minuten Ihrer Zeit und ein Startkapital, das Sie selbst festlegen.

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Was Nutzer berichten

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Markus T.
München, Deutschland

„Als Rentner dachte ich, das sei nichts für mich. Aber die Plattform ist wirklich einfach. In zwei Monaten habe ich mehr verdient als mit meinem Sparbuch im ganzen letzten Jahr.“
Brigitte K.
Wien, Österreich

„Seriös, schnell und transparent. Die Auszahlung kam innerhalb von 48 Stunden auf mein Konto. Ich empfehle es jedem, der seine Finanzen selbst in die Hand nehmen will.“
Daniel F.
Zürich, Schweiz

Finanz Insight

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Natürlich habe ich mich nicht für irgendeinen „Newsletter“ angemeldet. Aber die Absender sind Betrüger, denen es völlig gleichgültig ist, dass ihr Tun illegal und tief asozial ist, solange nur ihre Kasse stimmt. Denen ist alles egal, solange nur ihre Kasse stimmt.

Und nein, das war noch nicht alles. Das waren nur die Lügen der Betrüger. Da ist noch ein technisches Detail in dieser Spam. Eines, das man nur sieht, wenn man sich den HTML-Quelltext der Spam anschaut, nämlich die folgende abschließende Zeile:

<img alt='' src='https://pital.shop/bXBmUUcvZ2NYakEyelUzcnQ0UUVNcTNYcHJ1MWF4ejd1ZWZpMEFZVThtaEhYeHBkSEl4anhYaGt4bCt0c0lDNGlrM1lOQ2puNlVHZFJRdlhGdHljTE5hSmUwaHVNcElaNS9PK2N5cUZ4dXc9' width='1px' height='1px' style='visibility:hidden'/>

Das ist ein Webbug (ich weiß nicht, ob das in der Wikipedia verwendete Wort „Zählpixel“ sich wirklich durchgesetzt hat): Eine kleine, unsichtbare Grafik, die in eine HTML-formatierte E-Mail eingebettet wird und über ihre eindeutig identifizierend gemachte URI „zurückfunkt“, dass die E-Mail angekommen ist, dass sie gelesen wurde und wann sie gelesen wurde. Damit die Spammer wissen, bei welchen Mailadressen sich das Spammen lohnt. Wenn man seine E-Mail mit einem der beliebten Webmailer innerhalb seines Webbrowsers macht, teilt man den Absendern auch gleich mit, welchen Browser man in welcher Version und welches Betrübssystem man verwendet, was für Kriminelle eine sehr interessante Information sein kann. Kriminelle sind eben kriminell, und Schadsoftware ist ja auch ein kriminelles Geschäft, egal, ob die Fernkontoführung manipuliert wird oder ob einem am Bildschirm „nur“ ein Erpressungstrojaner begrüßt und man seine Datensicherung zurückspielen muss – wenn man eine hat. Wenn man keine hat, hatte man keine wichtigen Daten. Punkt.

Vor dieser – leider auch außerhalb der Internetkriminalität – sehr beliebten Überwachungsmethode schützt wirksam und zuverlässig die Verwendung einer guten Mailsoftware, die in ihren Standardeinstellungen niemals unaufgefordert ein Bild aus dem Web nachlädt. Ich verwende selbst und empfehle deshalb auch den Thunderbird. Datenschutz ist übrigens – anders, als die informationstechnisch analphabetischen Politiker und Journalisten es oft und gern zu glauben scheinen – kein absurder technokratischer Selbstzweck, der auch noch die Wirtschaft behindert, sondern konkreter Menschenschutz. Ganz ähnlich wie eine abschließbare Wohnungstür. Die braucht man auch nicht wirklich, aber dann wird man eben beklaut.

Gefälschter Bitcoin-Doubler – Geld zurück nach offensichtlichem Betrug

Donnerstag, 4. Juni 2026

Hier der allererste „Leserkommentar“ von „Ray Schnider“ aus dem Heiseforum, allerdings nur als Screenshot, weil dieser Versuch, einen Vorschussbetrug einzuleiten, dort hoffentlich ganz schnell wieder verschwinden wird [Archivversion des Kommentars]:

Gefälschter Bitcoin-Doubler – Geld zurück nach offensichtlichem Betrug -- Ich weiß, es klingt naiv, aber ich bin auf ein „Sende 1 BTC, erhalte 2 BTC zurück“-Angebot auf einer Webseite namens BTC-Doubler.net hereingefallen. Ich schickte 1 BTC im Wert von 62.000 € und erhielt nichts. Die Webseite verschwand innerhalb weniger Stunden. FundsRetriever verfolgte die Empfänger-Wallet-Adresse und entdeckte, dass der Betrüger einen Fehler gemacht hatte – er hatte die gestohlenen Bitcoins an eine Exchange-Wallet gesendet, die eine KYC-Verifizierung erforderte. FundsRetriever arbeitete mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um den Betrüger zu identifizieren und die Vermögenswerte einzufrieren. Meine vollen 62.000 € wurden innerhalb von drei Wochen zurückgegeben. Selbst offensichtliche Betrügereien haben Wege zur Wiederherstellung. Kontaktieren Sie fxxxxr@proton.me, Telegram @fxxxxr

Schon gut, Ray, im Heiseforum wirst du ganz bestimmt die naive und technisch inkompetente „Zielgruppe“ für deinen dummen Vorschussbetrug finden! 😂️

Verbindliches Konto-Update bei Bitpanda – Frist: 4. Mai 2026

Samstag, 2. Mai 2026

Was für eine Fristsetzung! Sittenwidrig nennt man so etwas. Aber die Mail kommt ja auch nicht von „Bitpanda“, sondern ist eine Phishing-Spam. 🎣️

Bitpanda ⚠️ FRIST: 4. MAI 2026

Verbindliches Konto-Update

Die neuen europäischen Finanzvorschriften (MiCAR/DORA) schreiben strengere Sicherheitsstandards vor. Daher ist jede Bitpanda-Kontoinhaberin verpflichtet, bis zum 4. Mai 2026, 23:59 Uhr MESZ ein einmaliges Sicherheitsupdate durchzuführen.

Oh, die „Finanzvorschriften“ scheinen ja völlig überraschend vom Himmel gefallen zu sein, und jetzt gibt es kürzstfristige Fristen. Natürlich ist das Quatsch.

Ich bin übrigens ganz sicher keine Kontoinhaberin. 😂️

Wichtig: Ohne dieses Update wird dein Konto ab dem 5. Mai 2026 automatisch eingeschränkt – Handel, Einzahlungen & API-Zugriff sind dann nicht mehr verfügbar.

Dein Konto wird gesperrt – Soforthilfe nötig

Solltest du das Update vor dem 4. Mai 2026 nicht abschließen, setzen wir dein Konto automatisch auf „Eingeschränkter Modus“: Keine Trades, keine Einzahlungen, API stillgelegt – lediglich Auszahlungen bleiben möglich.

So etwas würde das Strafgesetzbuch übrigens eine Nötigung nennen, wenn die Mail wirklich von Bitpanda käme.

🛡️ Warum dieses Update?

🔐 2FA Next Gen
Widerstandsfähigere Zwei-Faktor-Methode

Ach, vorher war die Zwei-Faktor-Authentifizierung wohl nicht widerstandsfähig. 😁️

📋 MiCAR / DORA
EU-weite Gesetzeskonformität

📱 Geräte-Whitelist
Nur vertrauenswürdige Endgeräte

Insgesamt eine tolle Begründung. Man hält „Gesetze“ ein und lässt nicht jeden Login von irgendwelchen Geräten zu. Also ziemlich genau das, was alle Finanzdienstleister machen. Und zwar schon immer. Ja, es nervt. Aber es ist ja auch Geld.

⟳ Jetzt Update durchführen

Wer da klickt, lasse alle Hoffnung fahren! Ich bin nicht bei Bitpanda – was soll ich da auch, ich habe gar kein Kryptogeld und werde auch aus vielen Gründen niemals welches haben, und ich spekuliere generell nicht, weil ich lieber etwas esse, statt Geldumverteilungsspiele zu spielen, bei denen man mit geringen Beträgen eher das Kanonenfutter des Marktgeschehens ist – und kriege diesen Sondermüll auch. Der Link geht natürlich nicht zu Bitpanda, sondern in eine fragwürdige Domain, die eine Weiterleitung zu einer anderen Website in einer ebenfalls fragwürdigen Domain macht. Dort wird allem, was kein aufgeblähter, überkomplexer und damit für Angriffe aller Art anfälliger Desktopbrowser ist, also insbesondere meinen diversen hingefummelten Skripten und meinem normalen Apparat für die Kommandozeile, das Weiterkommen verweigert. Blinde und schwer körperbehinderte Menschen werden ausgeschlossen. Das echte Bitpanda würde sicherlich nicht so vorgehen. Aber immerhin:

Du wirst zum gesicherten Update-Portal weitergeleitet. Dauer: weniger als 3 Minuten.

Man kann schon sagen, dass das „gesichert“ ist. Es wäre ja auch schlimm für die Trickbetrüger, wenn man zu leicht analysieren könnte. 😁️

📌 Drei Schritte – Dein Update-Prozess

  1. Update starten – Klick auf den grünen Button & Login in dein Konto.
  2. Sicherheitsabfragen – Aktiviere die neue 2FA und bestätige die Geräteverwaltung.
  3. Bestätigung abwarten – Du erhältst eine Erfolgsmail & die Freischaltung der neuen Sicherheitsfeatures.

⏳ Nach dem 4. Mai 2026 ist die Reaktivierung nur noch über den Support möglich und kann mehrere Werktage dauern. Führe das Update daher rechtzeitig durch.

Auch hier handelte es sich in Kombination mit der sittenwidrig kurzen Fristsetzung auf den nächsten Werktag um eine klare Nötigung, wenn das keine Spam, sondern eine echte Mail von Bitpanda wäre.

🎧

Bitpanda Support-Center

Bei Fragen zum Update: Hilfe über bitpanda.com/help – Chat & Helpdesk 24/7 erreichbar.

Referenz: BPD-UP0426-DE

Zum Glück für uns alle gibt es eine ganz einfache und völlig kostenlose Methode, sich vor Phishing – immer noch eine der häufigsten Formen des Trickbetrugs im Internet – zu schützen: Niemals in eine E-Mail klicken! Stattdessen einfach für Websites, bei denen man ein Benutzerkonto hat, Lesezeichen im Webbrowser anlegen und diese Websites nur noch über diese Lesezeichen aufrufen. Wenn man etwa so eine Mail „von Bitpanda“ erhalten und nicht sofort als Spam erkannt hat, nicht in die Mail klicken, sondern die Website über das Lesezeichen aufrufen und sich dort wie gewohnt anmelden. Wenn man danach keinen Hinweis auf das in der Mail behauptete Problem sieht, hat man eine dieser gefürchteten Cyberattacken abgewehrt und eine Menge Geld gespart. So einfach geht das. Macht das! 🛡️

Aber auf gar keinen Fall in die Mail klicken! 🖱️🚫️

Gemäß europäischer Verordnung (MiCAR/DORA) ist dieses Update für alle aktiven Bitpanda-Nutzer verpflichtend. Nach dem 4. Mai 2026 erlischt der volle Funktionsumfang deines Kontos bis zur erfolgreichen Durchführung des Updates.

© 2026 Bitpanda GmbH · Automatische Sicherheitsmitteilung
Update-ID: BPD-UP0426-DE · Verschlüsselte Zustellung
⚡ Frist: 4. Mai 2026, 23:59 MESZ · Kein Handel & kein API nach Fristablauf

So, so: „Verschlüsselte Zustellung“. Mein Exemplar dieser Spam ist jedenfalls im Klartext. Und natürlich auch nicht digital signiert. Jeder kann diese Mail verfasst haben, und sie kann auf dem gesamten Transportweg manipuliert werden, ohne dass ich das erkennen könnte. Aber die Zielgruppe der Betrüger sind ja auch Menschen, die überhaupt keine Ahnung haben. Wer wenig weiß, klickt dümmer. Und gibt hinterher lauter Dinge noch einmal ein, die Bitpanda schon längst weiß und in der Datenbank hat.

✔️ VERBINDLICHES UPDATE · HANDLUNG ERFORDERLICH

Echt jetzt superdringend und voll erforderlich! Wie Kacken.

Diese Benachrichtigung wurde automatisch erstellt. Wenn du das Update bereits erfolgreich abgeschlossen hast, ignoriere bitte diese E-Mail.

Löschen! Und gut ist. 🗑️

Arthaw

Samstag, 25. April 2026

So nannte sich das hirnlose Gesäuge mit seiner IP-Adresse aus den USA und seinem nicht so gut programmierten Spamskript, das gestern abend um 18:54 Uhr den folgenden Kommentar auf Unser täglich Spam ablegen wollte, aber an seiner technischen Inkompetenz gescheitert ist:

Hi there, blockchain friends!
Wanted to share a detailed piece about market movements.
It compares AI-based strategies in trading world.
Really solid perspective.
[url=https://patriciolessa.com.br/15-best-free-ai-crypto-and-stock-buying-and/] Go to link [/url]

Einmal ganz davon abgesehen, dass dieser Blockchainexperte BBCode in einem WordPress-Blog benutzt, weil das schnell hingepfuschte Spamskript nicht dazu imstande ist, festzustellen, welche Software es zuspammen soll…

$ lynx -mime_header https://spam.tamagothi.de/ | grep -i \<meta | grep -i generator
<meta name="generator" content="WordPress 6.9.4" />
$ _

…obwohl ich gar nicht verberge, dass ich hier ein WordPress verwende, weil ich nichts von einer Security by Obscurity halte¹ – doch selbst dann wäre dieser Müllkommentar aus der leider nur gekünstelt intelligenten Kryptogeldhölle noch automatisch aussortiert worden, weil sich das nicht so gute Spamskript sehr leicht zu Fehlern provozieren lässt.

Einmal ganz von den inhaltlichen Aspekten abgesehen, denn dieser Hirni schreibt ungefähr so etwas:

Hallo, liebe Lottofreunde!
Ich will euch einen ausführlichen Artikel über das Lottospielen vorstellen.
Darin werden KI-basierte Strategien in der Welt der staatlichen Lotterien verglichen.
Eine wirklich fundierte Sichtweise
Geh mal auf den Link

Nein, ein angelerntes neuronales Netzwerk kann nicht besser mit Kryptogeld spekulieren als es Lotto spielen kann. Wenn ich hier etwas ausführlicher darlege, warum das so ist, wird dieser Artikel überlang, und ich schreibe vermutlich auch länger als einen Tag daran. Deshalb nur eine ganz kurze Zusammenfassung:

Der Kurs von Kryptogeld ist, wie jeder hauptsächlich von Spekulation geprägte Marktpreis, multikausal und seine Entwicklung über die Zeit hat keine offensichtliche oder gar vorhersagbare Struktur. Ein angelerntes neuronales Netzwerk – von Politikern, Journalisten und anderen digitaltechnischen Analphabeten durchgehend mit dem Reklamewort „künstliche Intelligenz“ bezeichnet – ist zwar sehr gut darin, Muster in Daten zu finden, aber es wird auch Muster finden, wo sie gar nicht vorhanden sind. Politiker, Journalisten und andere digitaltechnische Analphabeten sprechen dann davon, dass das angelernte neuronale Netzwerk „halluziniere“, obwohl eine Rechenmaschine gar nicht halluzinieren kann, sondern nur rechnen. Menschen können hingegen ganz prächtig halluzinieren. Vor allem, wenn es um Geld geht. Da brauchen sie gar keine weiteren Rauschmittel.

Es gibt übrigens keine Möglichkeit, solche von einem angelernten neuronalen Netzwerk falsch erkannten Muster von wirklich auftretenden Mustern zu unterscheiden. Wenn man ein neuronales Netzwerk mit den bisherigen Ziehungen der Lottozahlen anlernte, würde es sicherlich auch darin „Muster“ finden. Diese wären für die Vorhersage der nächsten Ziehungen ungefähr so hilfreich wie die Phrasenausstellung eines Horoskopes. Heute ist übrigens ein guter Tag für die Liebe. Ein guter Tag, um etwas zu lernen und ein bisschen schlauer zu werden, kommt im Horoskop leider niemals vor. Das wäre auch wirklich schlecht für das Geschäftsmodell des Astrologen. 😁️

Leute, die erzählen, dass man mit Hilfe so genannter „künstlicher Intelligenz“ besser mit Kryptogeld spekulieren könne, lügen. Ja, sie sagen bewusst die Unwahrheit, um euch abzuziehen. Wie ein Betrüger. Das gilt übrigens auch, wenn sie es in leider legaler Reklame erzählen und nicht, wie hier, in einer dummen, technisch inkompetenten Spam. Das kann man auch sehr einfach einsehen: Sie würden nämlich mit ihrer tollen Methode ganz einfach selbst reich werden, statt ihre Methode zu verkaufen. Dazu kommt, dass an keinem Markt dieser Welt Geld entsteht. Es wird immer nur Geld umverteilt. Die Gesamtmenge dieses Geldes ist begrenzt. Jemand, der seinen angeblichen Vorteil an diesem Markt verkauft und andere in den Genuss des gleichen Vorteils bringt, würde also seinen eigenen Reibach aus dem Handelsgeschehen kleiner machen. Das wäre sehr, sehr dumm. Bei einem Kurs, der rein spekulativ ist, wie etwa der Kurs des als Zahlungsmittel für den Alltag unbrauchbaren und gescheiterten Kryptogeldes², wäre es dumm, dämlich, blöd und hirnverbrannt. Niemand, der wirklich die Fähigkeit hätte, solche Methoden zu entwickeln, würde den Lohn für seine Mühe so entschlossen im Klo runterspülen. Jede Reklame, und erst recht jede Spam für Reichwerdmethoden mit Kryptogeld ist ein selbst aufgestelltes Denkmal der quietschenden Dummheit derer, die dafür spammen und werben. Außer natürlich, es funktioniert gar nicht und soll nur dazu dienen, naive und gierige Menschen von ihrem Geld zu trennen. Denn Betrüger wissen ja aus Berufserfahrung, wie viele gierverdummte Menschen es gibt, die keine technischen Kenntnisse haben und alles glauben, was man ihnen erzählt, wenn man sie dabei nur an Geld glauben lässt. Sie leben davon.

Ich hoffe, dass das verständlich genug ist.

Denn jeder Mensch kann mit seinem Geld etwas besseres anfangen, als solchen Betrügern den verfeinerten Lebensstil zu finanzieren.

Und jetzt noch ein paar grob sortierte Gedanken über die so genannte „künstliche Intelligenz“ in großen Sprachmodellen, mit der sich gerade die halbe Welt verrückt machen lässt. Der Text ist etwas überlang und könnte besser strukturiert sein… 😉️

¹Selbst, wenn ich diese Angabe unterbinden würde – dafür gibt es fertige Addons – gäbe es noch die WordPress typische Verzeichnisstruktur und etliche kleine Eigenarten im HTML-Quelltext, die klar auf WordPress hindeuteten. Jedes aufgeweckte Kind kann ein paar Zeilen recht einfaches Skript schreiben, um WordPress zu erkennen.

²Kryptogeld wird beinahe nur noch in kriminellen Schattenwirtschaften als das benutzt, was es eigentlich mal werden sollte: Als ein Zahlungsmittel. Dort nimmt man die schweren Nachteile in Kauf, weil es mit Kryptogeld relativ einfach ist, die Geldflüsse zu verschleiern, um besser anonym zu bleiben. Denn kein Krimineller trägt gern Handschelle.

Suspicious login detected from Russia – Secure your Ledger now

Montag, 30. März 2026

Von: Ledger Security Team <info@dtmetedemirbas.com>

Zu schade, dass dieses Ledger Security Team nicht die eigene Domain für seine Mails verwendet. Vermutlich legen die nicht so viel Wert auf Sicherheit. 😁️

Ich habe kein Kryptogeld und brauche deshalb keine Wallet dafür. Aber selbst, wenn ich eine brauchte, wäre Ledger meine allerletzte Wahl. Die wollen in Kryptogeld und Sicherheit und so ein Zeugs machen, bieten eine Art Bankdienstleistung an, und schaffen es nicht einmal…

$ host ledger.com
ledger.com has address 104.18.34.152
ledger.com has address 172.64.153.104
ledger.com has IPv6 address 2606:4700:4407::6812:2298
ledger.com has IPv6 address 2606:4700:4407::ac40:9968
ledger.com mail is handled by 10 alt3.aspmx.l.google.com.
ledger.com mail is handled by 10 alt4.aspmx.l.google.com.
ledger.com mail is handled by 5 alt1.aspmx.l.google.com.
ledger.com mail is handled by 5 alt2.aspmx.l.google.com.
ledger.com mail is handled by 1 aspmx.l.google.com.
$ _

…einen eigenen Mailserver aufzusetzen. Stattdessen geht die gesamte Mail-Kommunikation über Google. Einen öffentlichen Schlüssel zum Verschlüsseln meiner Mails habe ich auf der Website von Ledger auch nicht gefunden. Und Google, die größe privatwirtschaftliche Überwachungsklitsche der Welt, liest alles mit. Hey Ledger, seriös geht anders! Ihr werdet doch wohl jemanden finden, der euch einen Mailserver aufsetzt, wenn ihr es nicht selbst hinbekommt. Ein Rechenzentrum mit allem Kram habt ihr ja schon für euer Kryptogeldgeschäft rumstehen. Oder mangelt es euch etwa am Geld dafür? 😁️

Nun gut, zur Spam:

LEDGER ⚠️ Security alert

Suspicious login attempt

We detected an unrecognized sign-in to your Ledger Live account from a new device and location. If this wasn’t you, your wallet security may be at risk.

Location & Country
Moscow, Russian Federation 🇷🇺 High risk region

IP Address
185.246.84.172

Attempt Time (UTC)
2025-03-28 18:24:37 UTC

Unusual login from Russia • New device and location detected. Immediate security check required.

Go to security check now

Why did I receive this alert?

So so, die IP-Adresse 185.246.84.172 kommt aus der Russischen Föderation? In meiner Welt kommt sie aus der Republik Frankreich. Oder hat Russland mit dem Scheißkrieg seine Westgrenze schon so weit verschieben können? Sollte ich doch noch besser russisch lernen? 🤣️

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich überhaupt kein Kryptogeld habe? Dass ich deshalb ganz sicher kein Kunde bei Ledger bin? Diese Spam geht an jede Mailadresse, die nicht bei drei auf den Bäumen ist. Es ist Phishing. Wenn man auf den Link klickt, landet man nicht bei Ledger, sondern in einer obskuren Domain mit „ermächtige ihren Brustkrebs“ (ja, wirklich!)…

$ surbl empowerherbreastcancer.org
empowerherbreastcancer.org	okay
$ _

…die leider noch nicht auf den Blacklists steht, so dass eventuelles Schlangenöl auch nicht dagegen hilft, Opfer eines Betruges zu werden. Diese Website steht unter der Kontrolle von Trickbetrügern. Alles, was man dort macht und eingibt, geht direkt an Trickbetrüger. Alles, was man dort herunterlädt, kommt hingegen direkt von Trickbetrügern. Das ganze Geld in der Wallet ist hinterher bei diesen Betrügern. Irgendwelche Rückbuchungen sind nicht möglich. Es ist Kryptogeld. Einfach das Taschentuch rausholen, wehmütig dem Gelde hinterwinken und anschließend das Taschentuch mit den kullernden Tränchen benetzen. Futsch!

Für alle, die meinen, dass man Phishing doch immer daran erkennt, dass die Mails so komisch aussehen, hier mal ein Screenshot dieses Ledger-Phishings:

Screenshot des Layouts dieser Phishing-Spam für Ledger-Nutzer

Der überlagerte Schriftzug „Phishing“ ist natürlich von mir, weil ich nicht so gern Bildhoster für Kriminelle werde. Oh, man merkt doch nicht so leicht durch Hinschauen, dass es Phishing ist? Und dann wird man in die gewünschte Panik versetzt, weil das Geld Flügel kriegt und flugs nach Russland flattert, und dann achtet man auch gar nicht mehr so genau auf die Absenderadresse und schaut auch nach dem Klick nicht auf die Adresszeile im Browser, weil das ja wie Ledger aussieht? Genau davon leben diese Trickbetrüger: Panik und Naivität. Und von nichts anderem.

Zum Glück für uns alle gibt es einen ganz einfachen und sehr zuverlässigen Schutz vor Phishing, der nichts kostet, kein vertieftes technisches Wissen erfordert, ohne Security-Schlangenöl auskommt und ganz leicht anzuwenden ist: Niemals in eine E-Mail klicken! Stattdessen für alle Websites, bei denen man ein Benutzerkonto hat, Lesezeichen im Webbrowser anlegen und diese Websites nur noch über diese Lesezeichen aufrufen. Dann kann einem kein Betrüger mehr so einfach einen giftigen Link unterschieben. Wenn man zum Beispiel diese Mail empfangen hat und sich nicht sofort – zum Beispiel allein wegen der Absenderadresse – völlig sicher ist, dass es sich um ein Phishing handelt, einfach die Website von Ledger über das Lesezeichen im Webbrowser aufrufen und sich dort wie gewohnt anmelden. Wenn man dann keinen Hinweis auf das in der Spam behauptete Problem sieht, hat man einen dieser gefährlichen Cyberangriffe abgewehrt. So einfach geht das. Macht das! 🛡️

Ihre Krypto-Steuererklärung 2025/2026 – Fristablauf 17.02.2026

Sonntag, 15. Februar 2026

Ja, ich fand Steuererklärungen auch immer etwas kryptisch. 😁️

Wer schreibt mir denn schönes?

Von: Bundeszentralamt für Steuern <henripeter@henripeter.net>

Oh, und die verwenden jetzt nicht mehr ihre Domain bzst (punkt) de, sondern irgendwas mit Henri Peter? Das wirkt ja mal wieder sehr überzeugend. Die Spam wurde übrigens über die Mailadresse eines Hosters aus den USA versendet, die Bundesverwaltung würde hoffentlich davon absehen, ihre Kommunikation freiwillig über die USA zu leiten. (Das wäre ja auch gar nicht nötig, die NSA greift alles praktisch zentral in Frankfurt ab, weil die Bundesregierung die Bevölkerung der BRD verkauft hat.) Zumindest, so lange es um Dinge wie Geld und Steuergeheimnis geht.

Übrigens kann das Bundeszentralamt für Steuern gern mal die Suchfunktion auf der Website ein bisschen besser machen lassen. Mit naheliegenden Suchbegriffen habe ich die dort veröffentlichten Warnungen vor Betrugsversuchen leider nicht an erster Stelle gefunden. Vielleicht sollte das Thema sogar unmittelbar sichtbar auf der Startseite erwähnt werden. So ein Betrugsversuch scheint ja doch ein bisschen häufiger mal vorzukommen.

Nicht, dass noch jemand auf so einen plumpen Betrug reinfällt! Denn natürlich kommt diese Spam nicht von einer untergeordneten Behörde des Bundesfinanzministeriums. Wer wach ist, merkt das schon bei der Absenderadresse (obwohl das kein allgemein sicheres Erkennungszeichen ist). Falls die Mail überhaupt ankommt. Mein rspamd hat diesen Müll sehr sicher aussortiert.

Die echte Bundesbehörde würde übrigens keine unverschlüsselte E-Mail schreiben, sondern einen Brief mit der Sackpost versenden. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob jemand in der Bundesverwaltung weiß, was digitale Signaturen sind…

Bundesministerium der Finanzen
Referat für digitale Vermögenswerte · Offizielles Erfassungsportal

Dokumentenstatus: Vorläufig • Bitte prüfen
WICHTIG: Fristablauf 17. Februar 2026

Und ich bin der Osterhase und habe dicke dicke Eier! 🐇️

Gemäß § 23 EStG sind Sie verpflichtet, Ihre Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften mit virtuellen Währungen für das Steuerjahr 2025/2026 zu erklären. Bei verspäteter Abgabe drohen Verspätungszuschläge und Zwangsgelder.

So so, „virtuelle Währungen“. Klingt eher nach bunten Monopoly-Zetteln als nach Kryptogeld, mit dem man darauf wettet, was wohl die nächsten Idioten bezahlen werden. Aber was verstehe ich vom volksfernen Soziolekt dieser gefährlichen Parallelgesellschaft aus der Bundesverwaltung?

Der § 23 EStG spricht jedenfalls nicht von virtuellen Währungen, sondern in höchst allgemeiner und vorsätzlich sehr widerspenstig zu lesender Weise von Einkünften durch Verkauf von Zeug.

Sehr geehrte Steuerpflichtige, sehr geehrter Steuerpflichtiger,

Wie, kein Name? Keine Steuernummer? Die kennen einen ja leider beim Finanzamt, und ich habe von denen niemals Briefe ohne persönliche Ansprache gesehen… 🫤️

im Anhang dieser Nachricht erhalten Sie Ihr persönliches, vorausgefülltes Erfassungsformular (PDF) sowie eine Übersicht Ihrer hinterlegten Wallet-Adressen. Bitte prüfen Sie die Angaben und reichen Sie die Erklärung fristgerecht ein.

Die E-Mail hat übrigens keinen Anhang. Nicht nur kein PDF, sondern überhaupt keinen Anhang. Stattdessen soll man gleich auf einen Link in einer E-Mail klicken. Der Autor dieses Textes versteht vermutlich kein Deutsch oder hat ein angelerntes neuronales Netzwerk – eine so genannte „künstliche Intelligenz“ – verwendet, um diesen Text erzeugen zu lassen, hat dann aber keine Lust auf die Mühe gehabt, das noch einmal auf Plausibilität gegenzulesen. Denn wenn der sich Mühe geben wollte, brauchte er ja nicht mehr zu spammen und zu betrügen, sondern könnte gleich arbeiten gehen.

⚙️ Zusätzliche Verifizierung (Optional) Die Angabe Ihrer Seed-Phrase im offiziellen Portal kann den Verifizierungsprozess Ihres Vermögens erheblich beschleunigen. (Diese Daten sind nur für die Finanzverwaltung sichtbar und SSL-verschlüsselt.)

Was soll ich da angeben, weil mir Onkel Henripeter eine Mail schickt? So einen dummen Phishingversuch habe ich ja lange nicht mehr gesehen. 🎣️

⚠️ FRISTABLAUF: 17. FEBRUAR 2026 ⚠️
Ihre Erklärung muss bis spätestens zu diesem Datum beim BZSt eingegangen sein.

Bitte schnell antworten. Der Phisher braucht neues Geld für ein neues Auto. Das alte ist schon wieder vier Wochen alt! Und der Puff ist immer so teuer!

📱 Für Rückfragen und zur Freigabe der Steuererklärung benötigen wir ggf. eine SMS-Verifizierung. Halten Sie bitte Ihr hinterlegtes Mobiltelefon bereit.

Aha, wenn ich 2FA habe, soll ich auch noch das Leerräumen der Wallet bestätigen. Ja, ich habe verstanden.

JETZT ZUM SICHEREN FORMULAR

Völlig sicher ist es, wenn man niemals in eine E-Mail klickt. Natürlich kann man, wenn man sich unsicher ist, einfach am Montag beim Finanzamt anrufen, aber ich vermute mal, denen wird schon die Leitung brennen wegen dieser Spam. Also lasst das lieber. Man muss nicht besonders schlau sein, um zu sehen, dass diese Spam ein Trickbetrug (Phishing) ist und diese Spam einfach zu löschen. Falls man sie überhaupt zu Gesicht bekommt… bei mir wurde sie ganz sicher ausgefiltert.

Wer aber trotzdem klickt, landet in einer lustigen Subdomain von replit (punkt) app und bekommt dort die Gelegenheit, etwas sehr, sehr Dummes zu tun:

Screenshot der Phishing-Seite, die angeblich vom Bundesministerium der Finanzen kommen soll
Screenshot in Originalgröße

Alle Daten, die man dort angibt und absendet, gehen direkt an eine Bande von Trickbetrügern.

Bundesministerium der Finanzen
Referat für digitale Vermögenswerte · Wilhelmstraße 97 · 10117 Berlin
Diese Nachricht wurde automatisch aus Ihrem Account im Erfassungsportal generiert. Antworten Sie nicht auf diese E-Mail.

Bundesministerium der Finanzen, vertreten durch das BZSt. Alle Angaben ohne Gewähr.
Impressum · Datenschutz · Kontakt

© 2026 BMF · Dieser Service ist ausschließlich für die elektronische Kommunikation mit der Finanzverwaltung bestimmt.

Ich bin aber gar nicht die Finanzverwaltung! 🤣️

Entf! 🗑️

Two-factor (2FA) – Activation Required

Montag, 26. Januar 2026

Abt.: Phishing 🎣️

Wer schreibt mir denn?

Von: MetaMask-Support <noreply@ssddphra.firebaseapp.com>

Aber ich habe gar kein Kryptogeld. Und ich bin nicht bei MetaMask. Wozu auch? Warum sollte ich bei einem Zahlungsmittel, zu dessen gefeierten Entwurfsspezifikationen es gehört, dass man der Banken gar nicht mehr bedarf, jemanden anders das Bankgeschäft ermöglichen? Das käme mir ganz schön dumm vor. Ein Computer steht auch hier herum. Ich schreibe gerade diesen Text damit. Und das beste an der selbstverwalteten Wallet wäre, dass ich auf keine Phishingspam der Marke „klicken sie mal hier, sonst kommen sie demnächst nicht mehr an ihr Geld“ reinfallen könnte. 😉️

Einmal ganz davon abgesehen, dass das echte MetaMask wohl Mailadressen in seiner eigenen Domain als Absenderadresse benutzen würde. Die, in der auch die Website der unnötigen und deshalb mit ihrem Angebot unseriös Deppen abmelkenden Klitsche liegt. Sonst sähen die Mails ja wie Phishing aus. Also so wie dieser Trickbetrugsversuch.

Kleine Anmerkung am Rande: MetaMask-Kunden müssen bei Trickbetrügern sehr beliebt sein. Da scheint es eine hohe Erfolgsquote zu geben. Es ist der Kryptogelddienstleister, zu dem ich mit großem Abstand das meiste Phishing sehe. Hier ein paar ältere betrügerische Kampagnen… und nein, ich verblogge nicht jede Spam einzeln. Ich hatte mehr davon. Viel mehr.

Account 2FA

Aber das stand schon im Betreff der Mail deutlicher und nicht als Satzstummel.

Dear Customer,

Das ist mal wieder ganz genau mein Name!

We are enhancing the security of MetaMask accounts.

Ihr kriegt es nicht einmal hin, so eine E-Mail digital zu signieren, aber faselt einen von Security? Was für Clowns!

As part of our ongoing commitment to protecting your digital assets, Two-Factor Authentication (2FA) will soon become mandatory for all MetaMask users. This important security upgrade helps safeguard your wallet against unauthorized access.

Deadline: 31/01/2026

After this date, access to certain wallet features will be temporarily restricted until 2FA is enabled on your account.

To avoid any disruption, please activate 2FA as soon as possible:

Activate 2FA Now

Natürlich führt der Link nicht zu MetaMask, sondern in eine lustige Domain, die nur eine Javascript-Weiterleitung macht:

$ lynx -source https://red21155241.yourbookfastpdf.com/storyfastbook; echo
<html><head><link rel="icon" href="data:,"></head><body><h1 style="display:none">e67pi2H</h1><script>window.onload=function(){window.location.href="https://2fa.metanasks.com/index.html";};</script></body></html>
$ surbl metanasks.com
metanasks.com	LISTED: PH
$ _

Die Zielseite metanasks.com ist zwar nicht MetaMask, sondern sieht nur ein bisschen ähnlich aus, aber dafür steht sie bereits auf allen Blacklists wegen Trickbetrugs (Phishing). Dort kann man sich eine App für die Authentifikation runterladen. Davon würde ich schon dringend abraten. Leute, die gewohnheitsmäßig ihr Handy auf einen QR-Code auf dem Bildschirm halten, weil sie ihr Handy auf jeden hingehaltenen QR-Code halten, verdienen es beinahe schon, dass sie betrogen werden und sich Schadsoftware installieren. Wie es weitergeht konnte ich mangels dafür erforderlichen Endgerätes nicht mehr ausprobieren – ich habe aus ganz vielen Gründen kein so genanntes „Smartphone“, und ich werde, so lange ich noch bei Bewusstsein und Geisteskraft bin, auch niemals eines besitzen, denn ich benutze nur Computer, auf denen mir das in meinen Augen selbstverständliche Recht eingeräumt wird, selbst darüber zu bestimmen, welche Software ich darauf ausführe.

Zum Glück für uns alle gibt es ein ganz einfaches und sehr wirksames Mittel gegen Phishing, eine der häufigsten Trickbetrugsmethoden unserer Zeit: Niemals in eine E-Mail klicken! Dann kann einem nämlich auch kein Verbrecher einen giftigen Link unterschieben. Stattdessen im Webbrowser Lesezeichen für alle Websites anlegen, bei denen man ein Benutzerkonto hat. Wenn dann einmal eine komische Mail von MetaMask kommt, nicht in die Mail klicken, sondern die Website von MetaMask über das Browserlesezeichen aufrufen und sich dort wie gewohnt (am besten mit einem guten Passwortmanager) anmelden! Wenn man nach der Anmeldung keinen Hinweis auf das in der Mail behauptete Problem sieht, hat man einen dieser fiesen Cyberangriffe abgewehrt und sein Kryptogeld vor. So einfach geht das. Macht das! 🛡️

Thank you for being a part of the MetaMask community. Your security is our top priority.

Vielen Dank für den pseudohöflichen Dank für nichts!

If you have any questions, feel free to contact us at any time. We are happy to assist you.

Nein, meine Fragen haben sich schon bei der Absenderadresse geklärt.

Best regards,
Your Customer Support Team

Ach, so nennt man gewerbsmäßige Betrüger heute! 😁️

This email is sent to you for informational purposes. Please do not reply directly to this message. For further assistance, please visit our support page.

Bitte in diese Spam nur klicken! Nicht die Spam beantworten, als ob sie eine ganz normale E-Mail sei, denn die Antwort kommt bei niemandem an.

Entf! 🗑️

Ihr Geld steht zur Auszahlung bereit

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Von: Marc Schulte <zulegers@live.com>

Kenne ich nicht.

An: Emilie <vouaneuz@hotmail.com>

Bin ich nicht. Unter den vielen Freemail-Adressen, die ich schon aus reiner Selbstachtung vermeiden würde, stehen die von Microsoft übrigens sehr weit oben. Nur GMail ist noch schlimmer. Da sieht man ja gleich wie ein Spammer aus.

Hallo,

Ist nicht mein Name.

Es steht noch eine Zahlung aus die bisher noch nicht gesendet wurde.

Bitte teilen Sie uns mit wie wir Ihnen die Zahlung senden sollen.

Sie können die Zahlungsmethode hier auswählen:

Wofür soll ich denn irgendwelches Geld bekommen? Dafür, dass bald schon wieder Weihnachten ist? 🧑‍🎄️

Die Mitteilung erfolgte bereits einmal zuvor, bisher ging allerdings noch keine Antwort ein.

Kein Wunder, wenn da gar nicht meine Mailadresse als Empfänger drin steht. So etwas gibt es nur in Spam, und deshalb wird so etwas automatisch aussortiert und in eine glibberig-eklige Tonne geschmissen, in die denkende und fühlende Wesen wirklich ungern schauen.

Bitte hier auswählen:

Ah, Zielgruppe sind Menschen, die nicht verstehen, dass man mit diesem lustigen Rollbalken am Fenster auch zurückscrollen könnte. Wäre aber auch schade, wenn man solche Menschen vom Betrug ausschließt, einfach nur, weil sie etwas unbeholfen am Computer sind! Dabei sind die doch sonst immer so gläubig und naiv…

Mit freundlichen Grüssen

Kundenservice

Wessen Kundenservice bitte? Der von Hotmail, oder der von live.com?

Wenn Sie von uns nicht erneut kontaktiert werden wollen klicken Sie bitte hier

Genau, das hilft ganz sicher, wenn man Spammern sagt, dass ihre Spam ankommt. Worum geht es überhaupt in der kryptischen Spam?

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Ah, ich verstehe: Heute kann man sich mal wieder das Geld aus der Steckdose ziehen. Mit so genannter „Künstlicher Intelligenz“, mit Kryptogeld und mit tollem Video. So schade, dass Vimeo mir und anderen das Archivieren solcher Videos inzwischen sehr schwer macht. Aber irgendjemand muss ja auch den ganzen Reichwerdspammern helfen. In diesem Fall macht es nichts. Das Video kam mir sofort sehr bekannt vor. Ich hatte es vor rd. fünf Jahren schon einmal archiviert, damit diese Popelperle der Betrügerkunst nicht verloren gehe. Der überlagerte Schriftzug „SPAM“ ist natürlich von mir. Die stellenweise sehr bescheidene Videoqualität ist aus dem Original. Die Änderungen im Video sind marginal. Oder wie ich es immer so schön schreibe: Wenn Spammer sich Mühe geben wollten, könnten sie ja gleich arbeiten gehen.

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