Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Luzardo Angelica

Dienstag, 29. September 2026

So nannte sich der Kommentarspammer mit seiner IP-Adresse aus dem bettelarmen Benin, der heute morgen um 9:42 Uhr den folgenden Kommentar auf Unser täglich Spam zur Einleitung eines Vorschussbetrugs eigenhändisch ins Kommentarfeld kopiert und abgesendet hat – um es dann, als das nicht geklappt hat, einfach nochmal zu versuchen. Was selbstverständlich wieder nicht geklappt hat, weil Computer nun einmal deterministische Maschinen sind.

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Dass es von dieser spambetriebenen GMail-Bank keine Darlehen gibt, brauche ich hoffentlich nicht mehr zu erwähnen. Da kann man sich nur von einer Betrügerbande bequasseln lassen, damit man eine Vorleistung nach der anderen bezahlt, damit das längst „bewilligte“ Darlehen auch ausgezahlt wird. Am besten über anonymisierende Verfahren wie MoneyGram, Western Union oder Kryptogeld. Wenn man vollständig ausgenommen wurde, bricht der Kontakt plötzlich ab.

AW:

Dienstag, 29. September 2026

Nein, das hier ist nicht…

ELSTER
Ihr Online-Finanzamt

…das Finanzamt, und man braucht auch nur auf den Absender zu schauen, um das zu bemerken:

Von: ELSTER <italy@metal-battle.com>
An: undisclosed-recipients:;

Es ist doch schön, wenn man eine Spam durch bloßes Hinschauen sofort als Spam erkennen kann. Lustiger Absender mit Metal Battle und eine völlig unpersönliche Mitteilung, die an ganz viele Leute gleichzeitig geht. Da muss man gar nichts mehr lesen, um den Müll einfach zu löschen.

Ihr Vorgang wurde abgeschlossen

Das ist ja schön. Darf ich jetzt sterben? 😁️

Sehr geehrte Damen und Herren,

Aber ganz genau mein Name! Und vor allem: Ganz genau meine Steuernummer. 😅️

Ihr Steuerfall 2025 wurde abschließend bearbeitet. Für Sie ergibt sich eine Gutschrift.

Aktenzeichen: ET810028S2
Veranlagungsjahr: 2025
Betrag: 1.151,00 €

Habe ich schon erwähnt, dass das nicht das Finanzamt ist? Habe ich schon Anzeichen genannt, an denen man das erkennen könnte? Nun, statt einer Steuernummer – oh, die heißt jetzt ja Steuer-ID – die man leicht mit der eigenen vergleichen könnte, gibt es hier ein lustiges Quatschaktenzeichen, das man zum allerersten Mal in seinem Leben sieht. 😁️

Der Betrag von 1.151,00 € ist zur Überweisung vorgemerkt. Zur Freigabe ist eine kurze Anmeldung im ELSTER-Portal erforderlich.

Freigabe erteilen

Der Klick in die Mail führt in die Cloud des dicksten Kumpels und zuverlässigsten Komplizen des Spammers und Betrügers, in die Cloud von Google. Die Benutzung von Google ist ein weiterer Beieg dafür, dass hier kein Finanzamt schreibt. Es wäre für ein Finanzamt illegal, so etwas über Google zu machen. In der BRD gibt es ein Steuergeheimnis. Das ist wesentlich strikter als die Datenschutzgrundverordnung der EU.

Alle Daten, die man nach der Weiterleitung auf einer „liebevoll“ nachgemachten Elster-Seite eingibt, gehen direkt an Spammer und Betrüger. Ich habe mir die Nummer nicht genauer angeschaut. Die erste Seite, auf der man landet, sieht so aus:

Screenshot der betrügerischen ELSTER-Phishing-Seite

Nach dieser Eingabe geht es noch über mehrere Schritte weiter. Typischerweise werden dabei auch alle möglichen Daten angegeben, die das Finanzamt schon längst kennt.

Dass alle diese eingegebenen Daten direkt an eine spammende Trickbetrügerbande gehen, habe ich schon erwähnt, oder?

Sicher & verschlüsselt · Keine Weitergabe Ihrer Daten

Aber mit ganz dickem Spammer- und Betrügerehrenwort! 🤣️

Mit freundlichen Grüßen
Ihr ELSTER-Service-Team

ELSTER – Ihr Online-Finanzamt
Hilfe · Kontakt · Abmelden

Der Link auf „Abmelden“ führt übrigens zur selben Webseite wie der Link auf „Freigabe erteilen“.

Dass die Finanzämter in der BRD keine Bescheide (und auch keine Anordnungen) über E-Mail – und schon gar nicht über unverschlüsselte und nicht digital signierte E-Mail – versenden, weiß hoffentlich jeder erwachsene Mensch aus seiner Lebenserfahrung. Sie tun dies aus dem genau gleichen Grund nicht, aus dem sie einen Steuerbescheid auch nicht auf einer Postkarte versenden. Es wäre illegal. Mitteilungen des Finanzamtes kommen bis auf weiteres im Papierbrief mit der Sackpost.

Strafanzeigen wegen des mutmaßlichen Betrugsversuchs nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. Man kann aber auch einfach die Spam löschen. Die Strafanzeige macht den Polizeibeamten vor allem Schreibarbeit. 😉️

Nachtrag: Es wird ein Phishing auf die Zugangsdaten zum Onlinebanking versucht. Typischerweise bekommt man bei so einem Betrug einen Anruf mit der Bitte, eine Transaktion freizugeben, damit das Geld sofort da ist. Danach ist das Konto leergeräumt. Eventuell vorhandene, mit dem Konto verbundene Kreditkarten werden für Betrugsgeschäfte verwendet.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

Montag, 28. September 2026

Diese Spam wurde über eine IP-Adresse aus Taiwan versendet. Sie ist HTML-formatiert und wurde mit dem mittlerweile etwas angestaubten Microsoft Word 2013 verfasst. Microsoft ist schon seit vielen Jahren so „nett“, solche Informationen ins generierte HTML zu schreiben, um mal nachschauen zu können, ob und in welchem Ausmaß die „tollen“ Funktionsmerkmale von Microsoft-Software benutzt werden. Leider hat das in den vergangenen vierzig Jahren noch nie dazu geführt, dass Software von Microsoft mal „entmoppelt“ würde, indem man den ganzen unnützen Kram einfach rausnimmt. Kein denkender und fühlender Mensch macht seine E-Mail mit einer Textverarbeitung. Ich habe in meinem Leben mehr Menschen kennengelernt, die ihre E-Mail im Editor – in diesem Fall natürlich GNU Emacs – machen, als Menschen, die ihre E-Mail in Microsoft Word machten. Die Idee, überall „Internet“ anzuflanschen, und wenn es noch so pseudonützlich nutzlos ist, ist genau so dumm und blöd wie die modernere Idee, überall „künstliche Intelligenz“ anzuflanschen, und wenn es noch so pseudonützlich nutzlos ist. Vermutlich wird entsprechender Code auch in einem Vierteljahrhundert noch in der Software sein und weiter gepflegt und entfehlert werden müssen, während sich die meisten Menschen genau so schwach an den laufenden Hype um die angelernten neuronalen Netzwerke erinnern werden, wie sich die heutigen Menschen nur noch schwach an die Dotcom-Finanzblase erinnern, die zum Anfang der Nuller Jahre geborsten ist.

Ich bremse mich ja schon! 😁️

Natürlich wird diese Spam sicher als Spam erkannt und automatisch in den Müll sortiert. 👍️

Von: 王膺欽 <ycwang95@chungwei.com>
Antwort an: lerynnewest7723@gmail.com

Nicht an die Absenderadresse antworten. Stattdessen soll alles weitere über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse laufen, natürlich beim größten Kumpel und zuverlässigsten Komplizen des Spammers und Betrügers, bei Googles GMail. Denn da hat ein Trickbetrüger niemals Probleme.

Ein Empfänger ist gar nicht erst angegeben. Diese Spam geht also gleichlautend an tausende bis hunderttausende von Menschen und ist so persönlich wie ein Reklamezettel im Briefkasten. Auf den Versuch einer persönlich wirkenden Anrede hat der Vorschussbetrüger dann auch verzichtet.

Ich habe ein Spendenangebot in Höhe von 1,5 Mio. € für Sie!!! Unten finden Sie Ihren Spendencode (RFCJ-13709/2026). Bitte kontaktieren Sie uns unter Angabe des Codes, um den Betrag zu erhalten – E-Mail:

lerynnewest7723@gmail.com

So so, unten finde ich den Spendencode. Meinen Spendencode. Für anderthalb Milliönchen Øre. Von einem Unbekannten. Grundlos. Weil ich so eine schöne Mailadresse habe. 😂️

Warum meine Mailadresse, die ja den Zaster kriegen soll, in diesem tollen Verfahren nicht auch als Code taugt? Weil die schon jeder kennt? Die kennen ja sogar Spammer… 🙃️

Also wird ein Löffel Buchstabensuppe abgeschrieben.

Das muss ja ein ganz geheimer Geheimcode sein, wenn den jeder an GMail senden kann und dreitausend lila Lappen der EZB bekommt. Schade nur, dass dieser Code in einer unverschlüsselten E-Mail offen wie auf einer Postkarte versendet wird, und schade, dass diese E-Mail auch nicht digital signiert ist, so dass sie auf dem Transportweg beliebig verändert werden könnte, ohne dass er Empfänger das auch nur bemerkt. Aber es geht ja angeblich nur um ein bisschen Geld.

Natürlich gibt es gar kein Geld. Aber um an das angebliche Geld zu kommen, wird einem von einer gut eingespielten Betrügerbande (hauptsächlich am Telefon) das Gehirn weichgequasselt, so dass man eine finanzielle Vorleistung nach der anderen bezahlt. Am besten über anonymisierende Verfahren wie Western Union, MoneyGram oder in Kryptogeld, wissenschon, das dauert immer so lange mit den Banken im Ausland, und je schneller es geht, desto eher haben sie ihr Geld. Wenn die Betrüger merken, dass sie ihre Weihnachtsgans vollständig ausgenommen haben, bricht der zuvor so intensive Kontakt ganz plötzlich ab.

playf_doPt

Sonntag, 27. September 2026

So nannte sich… oh, der Fortuna-Bratschädel vom Juli kommentiert wieder. Das Spamskript ist genau so schlecht wie damals, die IP-Adresse nach wie vor aus den Niederlanden, aber etwas ist jetzt doch anders geworden: Er schreibt seine Kommentarspam nun in deutscher Sprache. Leider hat er noch nicht herausbekommen, wie man diesen Trick mit den Umlauten hinbekommt, wenn man keine deutsche Tastatur vor sich hat, aber das macht ja nicht so viel. Auch holpert es sprachlich ein bisschen. Viel schlimmer als die formale Gestaltung ist die inhaltliche: Thematisch ist er genau so eingeengt wie im Juli und möchte uns allen mit der beeindruckenden Seriosität eines Hütchenspielers im Bordellviertel von den wunderbaren „Casinos“ im Internet erzählen, wo wir beschenkt werden, gewinnen und die Gewinne sogar ausgezahlt bekommen, wer hätte das gedacht! Alles mit echtem Spammerehrenwort!

Bin inzwischen seit ungefaehr einem halben Jahr auf Play Fortuna aktiv, also kann ich inzwischen eine realistische Einschaetzung zu geben. Habe es beim Vergleich von Anbietern gefunden, weil mich das Spielangebot angesprochen hat.

Er ist inzwischen schon ein paar Monate am Verlieren, aber…

Das Angebot an Spielen bei Play Fortuna geht in die Tausende: die ueblichen grossen Anbieter sind alle vertreten. Book of Dead und Starburst sind natuerlich dabei, die Nolimit-Titel sind fuer mich das Highlight. Evolution betreibt die Live-Tische: Crazy Time, Lightning Roulette und die Game Shows. Dealer sprechen Deutsch zu bestimmten Zeiten.

…immer noch überwältigt davon, dass die vom Betreiber beliebig manipulierbaren „Spiele“ in so vielen verschiedenen Namen und grafischen Gestaltungen daherkommen, wenn sie das Ergebnis eines völlig intransparenten Rechenvorgangs anzeigen. Alles so schön bunt hier, da kann man sich ja gar nicht entscheiden. Und manchmal, wenn die Uhrzeit stimmt, sogar in deutscher Sprache.

Der Willkommensbonus hier umfasst einen Match-Bonus plus Freispiele, und Gratisdrehungen in Tagesraten. Der Rollover betraegt 40-fach, streng aber branchenueblich. Die laufenden Promotionen sind nachzulesen auf play fortuna am besten vorher checken. Cashback und Turniere laufen regelmaessig.

Ja, es gibt sogar Geschenke. 🎁️

Damit man gleich bemerkt, wie wertlos die auf dem Bildschirm angezeigten Zahlen wirklich sind.

Die Untergrenze liegt bei zehn Euro. Karten und E-Wallets funktionieren, Bitcoin wird ebenfalls angenommen. Per Wallet ging es in unter 24 Stunden, Auf die Karte waren es drei Werktage. Dokumente wurden schnell geprueft — Ausweis und Adressnachweis, fertig am selben Tag.

Und man kann sein Geld auf jede nur denkbare Weise einzahlen. Den halbseidenen Betreibern der Spielhölle im Internet muss man allerdings einen Scan seines Ausweises zusenden, zusammen mit der Meldeadresse. Genau richtig für einen kriminellen Missbrauch der Identität durch gewerbsmäßige Betrüger. Damit diese Daten einfach für Betrugsgeschäfte weiterbenutzt werden können. Am besten mit der Kreditkarte einzahlen. Das dauert zwar aus unerfindlichen Gründen drei Tage lang, aber dafür ist die Kreditkarte wohl auch nach drei Tagen mit allerlei Käufen hochpreisiger Güter leergenuckelt. Kryptogeld wird natürlich auch gern genommen, das kann man ja gar nicht rückbuchen, das gehört sofort nach dem Ausgeben jemanden anders.

Gut, das weiß ich natürlich nicht. Aber Spam ist immer ein ganz schlechtes Zeichen, und jedes Vertrauen gegenüber Spammern ist dumm.

Auf dem Handy nutze ich die mobile Webseite, funktioniert einwandfrei. Der Live-Chat ist auf Deutsch verfuegbar und reagiert innerhalb weniger Minuten. Reguliert wird ueber Curacao, was man wissen sollte. Auszahlungen wurden nie verweigert.

Wenn man sich bei der Kotformung auf dem Porzellanthron langweilt, kann man sein Handy mitnehmen, damit man nicht nur den Verdauungsapparat entlastet, sondern auch den Geldbeutel leichter macht. Es gibt sogar einen deutschsprachigen Chat, bei dem man nur so ein paar Minuten warten muss, bis mal jemand antwortet. Und sein Geld kriegt man auch ausgezahlt. Aus dem brummenden Curaçao, wo jeder Honk nach einer relativ kleinen Zahlung sein betrügerisches Casino aufmachen kann und dort nicht einmal Steuern blechen muss. Denn Curaçao gehört zwar zu den Niederlanden, aber nicht zur Europäischen Union. Für alles weitere gebe ich mal weiter an Lilith Wittmann (die ihre Ergebnisse auch für Nichttechniker aufbereitet hat).

Wer nach diesem Einblick immer noch nicht genug hat und trotzdem sein Geld loswerden möchte: Der Spammer war diesmal besser als beim letzten Mal. Er hat keinen Link in BBCode gesetzt, womit man hier immer aussortiert wird. Er hat diesmal überhaupt keinen Link auf das Abzockcasino gesetzt. Und er wurde trotzdem aus inhaltlichen Gründen aussortiert.

Man kann ja auch nicht immer an alles denken.

Also vergisst man manchmal auch etwas.

Manchmal vergisst man sogar das Wichtigste: Den Link, den man eigentlich mit seiner Spam setzen will, damit die Leute auch ins Abzockcasino strömen. Aber vielleicht hat dieser kriminelle Hirni ja das nächste Mal ein bisschen mehr Glück bei der Datenverarbeitung. 🤣️

Übrigens: Genau die gleiche Machart von Kommentarspam vom mutmaßlich selben Spammer gibt es auch für ein Abzockcasino namens „Rolleto“. Sogar mit funktionierenden Links. Und vermutlich noch für ein paar weitere Orte im Internet, an denen Glücksspieler gemolken und ausgenommen werden sollen, wenn sie dumm genug sind, auf so eine Spam reinzufallen.

Ich war nur zu faul, im Glibbersieb des Spamfilters noch mehr davon rauszusuchen. Diese Spams werden ja alle zuverlässig automatisch aussortiert.

Die Löwen Redaktion

Samstag, 26. September 2026

Na, endlich haben die Höhlenspammer aus der tiefsten Hirngruft ihre aktuelle Spamvorlage – Arbeit ist ja immer unangenehm, deshalb vermeidet man sie, sonst könnte man ja gleich arbeiten gehen statt zu betrügen – so angepasst, dass man sie für wirklich jeden noch so müden und abgenutzten Beschiss verwenden kann:

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© 2026 Newsletter Service

Ich habe hier natürlich keine Grafiken geladen. Der Müll hat von meinem rspamd 34,67 gülden gleißende Spampunkte bekommen, und schon für fünf Punkte geht es hier automatisch ins eklige Tönnchen. Selbst bei deutlich lockerer konfigurierten Spamfiltern sollte dieses Kleisterwerk nicht mehr durchkommen.

Das tolle an diesem Text ist allerdings seine Allgemeinheit. Mit einer Phrase „Entdecken Sie weitere Informationen zu diesem Angebot und erfahren Sie, warum aktuell so viele Menschen darüber sprechen“ kann man wirklich alles verkaufen. Dass es um eine Schlankheitspille geht, sehe ich nur am Alternativtext „Slimanol“ zum nicht aus dem Web nachgeladenen Bild. Und der ist in Kombination mit „Höhle der Löwen“ eine wohlbekannte, über Spam vertriebene, abzockerisch teure Quacksalberei. Die behaupteten Sendungen im Trashfernsehen hat es niemals gegeben. Weder für Schlankheitspillen, noch für Potenzmittel, noch für Reichwerdmethoden, noch für sonstwas. Es ist alles Lüge. 🤥️

Aber immerhin haben diese Spammer inzwischen das Problem mit den Anführungszeichen im Betreff behoben. 👍️

Kate Hegseth

Donnerstag, 24. September 2026

So nannte sich der Spezialexperte für Verschwörung, diskrete Gemeinschaften und müheloses Reichwerden mit seiner IP-Adresse aus dem brummenden Nigeria, der heute frühmorgens um 5:52 Uhr den folgenden, eigenhändisch über die Zwischenablage ins Kommentarfeld beförderten „Kommentar“ hier auf Unser täglich Spam veröffentlichen wollte, weil sie bei den Illuminati wohl keine besseren Wege der Kommunikation kennen:

Hier ist mein Erfahrungsbericht darüber, wie ich Mitglied der Illuminati wurde. Lord Felix half mir, mein Leben zu retten, als ich bereits am Abgrund stand. Nach etwa zweieinhalb Jahren – und nachdem ich von so vielen Illuminati-Mitgliedern verraten worden war – hatte ich alle Hoffnung verloren und war finanziell völlig am Ende. Doch eines Tages stieß ich beim Surfen im Internet auf einen Beitrag von Lord Felix, einem hochrangigen Mitglied der Illuminati; er erklärte, dass man als Mitglied der Illuminati berühmt, reich und im Leben erfolgreich werden könne. Ich nahm Kontakt zu ihm auf, schilderte ihm meine Situation und folgte seinen Anweisungen zur Registrierung. Ich bezahlte die Gebühr für das hochrangige Mitglied, um den Prozess zu starten, und wurde schließlich in die Weltordnung der Illuminati aufgenommen. Man erläuterte mir die Richtlinien und teilte mir mit, dass neue Mitglieder nach der Aufnahme mit einer Barzahlung von 2.000.000 US-Dollar belohnt werden. Dank der Hilfe von Lord Felix wurde ich als vollwertiges Mitglied der Illuminati aufgenommen. Mein Rat an alle, die vielleicht schon einmal auf Betrüger hereingefallen sind: Versuchen Sie es mit Lord Morgan. Dies ist Ihre beste Chance, im Leben das zu erreichen, was Sie sich wünschen. Kontaktieren Sie ihn über WhatsApp unter +2348168████22.

Das Verstörendste an solchen Vorschussbetrügereien ist, dass sie immer noch ganz gut zu laufen scheinen, denn sonst würde dafür ja nicht gespammt. Aber schön, dass gezielt um gutgebrannte Kinder geworben wird, die schon einmal auf so einen Betrug reingefallen sind, weil dieses betrügerische Pack aus seiner langen Betrügererfahrung heraus ganz genau weiß, dass die einen aus Schmerzen lernen, während die anderen nur Schmerzen erleiden. 😐️

Ihr 49€ Deutschland Ticket kostenlos für ein Jahr 🎟

Mittwoch, 23. September 2026

Hey, ihr Trickbetrüger mit eurer Absenderadresse…

Von: DB Deutschland Ticket <newsletter.pymmkp@micropayment.de>

…in der spammigen Domain micropayment (punkt) de, ihr seid solche Helden:

Hallo,

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Ihr habt immer noch nicht mitbekommen, dass das frühere 49-Euro-Ticket seit mittlerweile 265 Tagen gemäß politischem Willen der Tankrabatt-Koalition ein 63-Euro-Ticket ist. Kann ja auch nicht jeder wissen, der diese Dinger in irgendwelchen undurchsichtigen Datensammel-Lotterien verlost. 🤣️

Oder ihr habt eine „Zielgruppe“, die sogar mit der Lektüre der „Zeitung“ mit den ganz großen Buchstaben überfordert ist. Das kann natürlich auch sein.

Alles weitere habe ich schon am 1. September geschrieben. Es ist genau so unverändert wie eure dumme Spam.

Aber ihr habt ja auch „neue“ Texte:

Betreff: Deine Rossmann Gutscheine im Wert von 500 € 🛍
Von: Rossmann <newsletter.ovchcu@micropayment.de>

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Wir drücken Ihnen die Daumen und wünschen viel Glück!

Paula Becker – Gewinnspiel-Team

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HomeCare Deals
Rosenstraße 12
10178 Berlin
Deutschland

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Um mit 100 % Gewissheit zu bemerken, dass das – und ganz viele vergleichbare Gewinnspiel- und Umfragespams – von genau der gleiche Bande kommt, muss man nur hinschauen. Der einzige Unterschied ist die andere Marke oder Firmierung, die von asozialen Spammern schnell & unkompliziert durch den kriminellen Dreck gezogen wird.

Dringendes Geschäftsvorhaben

Sonntag, 20. September 2026

Wie, ist das Klo besetzt?

Wer schreibt mir überhaupt:

Von: DAVID SANSOM FROM UK <aantonio@sme.ao>
Antwort an: DAVID SANSOM FROM UK <davidoldfield349@gmail.com>

Ach so, nur so ein Vorschussbetrüger, der alles weitere „Geschäftliche“ nicht über seine Absenderadresse machen will, sondern über eine erfreulich kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse beim dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers, bei Googles GMail.

Mehr muss man nicht sehen, um diesen Müll ungelesen zu löschen. Ich lasse seit Jahren alles automatisch in den E-Müll sortieren, was eine Antwortadresse bei GMail hat, und das war nicht ein einziges Mal ein Fehler. Die meisten Menschen benötigen auch keine Antwortadressen, nicht einmal, wenn sie eine private E-Mail vom Arbeitsplatz versenden. Sie verwenden sowieso einen dieser Webmailer.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ja, eines davon bin ich. 😁️

gestatten Sie mir, mich vorzustellen. Ich bin David Sansom, britischer Staatsbürger, und arbeite im Londoner Büro einer Offshore-Bank (Lloyds Bank Plc). Ich bin Executive Director für Commercial Banking und Interim Chief Operating Officer bei Lloyds Bank, UK.

Ich freue mich, Ihnen einen dringenden und lukrativen Geschäftsvorschlag unterbreiten zu können, von dem wir meiner Meinung nach beide profitieren werden, sofern er erfolgreich abgeschlossen wird. Ich habe Sie nach sorgfältiger Überlegung kontaktiert, um zu prüfen, ob Sie diese Geschäftstransaktion, die ich im Folgenden erläutern werde, abwickeln könnten. Bei meiner Bank liegt ein Betrag von 39.500.000 GBP (neununddreißig Millionen fünfhunderttausend Britische Pfund) brach, da alle Bemühungen, die Hinterbliebenen unseres Kunden – des Einlegers dieses Geldes – zu kontaktieren, gescheitert sind. Bei diesem Kunden handelt es sich um Herrn Roger Ian Wright, einen amerikanischen Geschäftsmann und Gründer einer Investmentfirma mit Sitz in São Paulo. Am 23. Mai 2009 kamen Herr Roger Ian Wright, seine Ehefrau und ihre beiden Kinder bei einem Absturz einer King Air 350 im Küstenort Trancoso, Bahia, ums Leben. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:

https://www.thetimes.co.uk/article/british-businessman-killed-in-brazil-air-crash-q866jrnr3fx

Alle Versuche, seine Hinterbliebenen ausfindig zu machen, blieben erfolglos. Meine berufliche Position erfordert es, Nachforschungen zu Hinterbliebenen anzustellen und entsprechende Informationen bereitzustellen. Daher habe ich weitere Untersuchungen durchgeführt und festgestellt, dass Herr Roger Ian Wright in keinem seiner offiziellen Dokumente – einschließlich der Unterlagen für seine Einlage bei meiner Bank – Hinterbliebene oder Verwandte angegeben hat. Nach britischem Recht fällt das Geld an die britische Regierung, wenn innerhalb von 17 Jahren niemand die Auszahlung beantragt. Um dies zu verhindern, habe ich beschlossen, Sie um Ihre Unterstützung zu bitten: Sie sollen sich als sein Hinterbliebener ausgeben, damit das Kapital (39.500.000,00 £) auf Ihren Namen als Hinterbliebener freigegeben und Ihrem Konto gutgeschrieben werden kann. Alle Dokumente und Belege, die es Ihnen ermöglichen, diese Gelder problemlos zu beanspruchen, werden Ihnen zugesandt, sobald Sie auf diese E-Mail antworten. Ich beabsichtige, 50 % der Gesamtsumme – das entspricht 19.750.000,00 £ – als Vergütung für Ihre Unterstützung auszuzahlen. Sollten Sie interessiert sein, werde ich Sie nach Erhalt Ihrer Rückmeldung über den aktuellen Stand der Transaktion informieren und Ihnen die für den Abschluss der Überweisung erforderlichen Einzelheiten und Verfahrensschritte mitteilen.

Haben Sie Interesse? Bitte senden Sie mir dazu folgende Informationen:

1. Vollständiger Name
2. WhatsApp-Telefonnummer
3. Aktuelle Wohnanschrift
4. Beruf
5. Alter

Ich würde mich über eine zeitnahe Rückmeldung freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Mr. David Sansom
Kontakt-E-Mail: davidsansom147@gmail.com

Oh, beinahe 20 britische Megapfund für mich, einfach nur, weil ich so eine schöne Mailadresse habe und „Sehr geehrte Damen und Herren“ heiße. Aber ich darf auch nicht an die Antwortadresse antworten, sondern an eine dritte Mailadresse, weil der Absender sogar zu dumm ist, die Funktion der Antwortadresse im Mailheader zu verstehen. Lustig auch, dass der meinen Beruf und mein Alter braucht, aber nicht meine Kontonummer, wohin er die 39,5 britischen Megapfund überweisen kann – das hat er aber auch gar nicht vor. Denn dieses Geld existiert gar nicht. Den Beruf und das Alter fragt so eine Trickbetrügerbande gern früh ab, um grob schätzen zu können, wie viel Geld sie aus einem ihrer Opfer rausleiern kann. Die ganze aufwändige Aufführung der Nummer lohnt sich ja nicht, wenn sie nur einige hundert Euro einbringt – nein, die wollen mehr und sind am Telefon (jetzt auch mit WanzApp) sehr geübt. Wenn sie eines ihrer Opfer wie eine Weihnachtsgans ausgenommen haben, dann haben sie sich eher einen hohen fünfstelligen oder niedrigen sechsstelligen Betrug… ähm… Betrag gegriffen. Es haben sogar schon Menschen Darlehen aufgenommen, um solche Betrüger bezahlen zu können, weil sie Millionenbeträge vor Augen hatten. Wenn nichts mehr zu holen ist, bricht der Kontakt ganz plötzlich ab.

Die Geschichte von der herrenlosen Erbschaft auf der Bank und dem korrupten Angestellten, der sie einsacken will, ist sehr alt und läuft immer noch, weil wohl immer noch genügend Menschen darauf reinfallen.