Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Spende von (Access Industries)

Mittwoch, 12. August 2026

Oh, kriege ich schon wieder Geld geschenkt, weil ich so eine schöne Mailadresse habe? Wer beschenkt mich denn heute?

Von: Pelle Beskow (Student) <pebe8513@stud.slu.se>
Antwort an: Leonard Valentinovich <leonardvalentinovich-outreach@hotmail.com>

Aha, Pelle, der Student, die die Antwort lieber auf eine für Trickbetrüger angenehm kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei Microsofts Freemailer erhalten möchte. Unverschlüsselt. Also offen wie eine Postkarte und auf dem gesamten Transportweg mitlesbar. Nicht einmal digital signiert. Also so, dass man auch auf dem gesamten Transportweg den Inhalt der Mail verändern könnte, ohne dass der Empfänger etwas davon bemerken kann. Es geht ja nur um so ein bisschen Geld.

Guten Tag,

Genau mein Name! 😁️

mein Name ist Sir Leonard Valentinovich Blavatnik. Sie gehören zu den Personen, die für eine Spende meines Unternehmens, Access Industries, ausgewählt wurden.

Na ja, hauptsache der Trickbetrüger kennt seinen „eigenen“ Namen. Den kennt ja auch nicht jeder. Ich heiße jedenfalls guten Tag…

Ich habe beschlossen, weltweit zufällig ausgewählten Personen jeweils 600.000,00 US-Dollar (sechshunderttausend US-Dollar) zukommen zu lassen. Mit Erhalt dieser E-Mail dürfen Sie sich als einer der glücklichen Empfänger betrachten. Ihre E-Mail-Adresse wurde online nach dem Zufallsprinzip ausgewählt.

…und kriege sechshundert Kilodollar inklusive zweier unnützer Nachkommastellen geschenkt, weil ich so eine schöne Mailadresse habe. „Online und nach dem Zufallsprinzip ausgewählt“ bedeutet hier: Für eine Handvoll Bitcoin in den dunklen Ecken des Internet eine Datenbank gekauft und einfach mal alle Mailadressen mit diesem unpersönlich formulierten Strunztext zur Einleitung eines Vorschussbetruges zukacken, da fallen ja immer ein paar Leute drauf rein. Da fühlt man sich doch gleich wie ein „glücklicher Empfänger“.

Bitte antworten Sie mir baldmöglichst, damit ich die Gültigkeit Ihrer E-Mail-Adresse bestätigen kann.

Bitte ganz schnell antworten! Der verfeinerte Lebensstil eines Trickbetrügers ist immer so kostspielig!

Über den folgenden Link können Sie mehr über mich erfahren:

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Len_Blavatnik

Über mich gibt es auch einen Wicked-Pedia-Artikel. Die Beweise sind mal wieder erdrückend!

Mit freundlichen Grüßen

Sir Leonard Valentinovich Blavatnik

Präsident, Access Industries.

Und fertig ist die miese 08/15-Spam zur Einleitung eines Vorschussbetrugs. Natürlich gibt es kein Geld, aber man darf eine Vorleistung nach der anderen bezahlen, beginnend mit relativ kleinen Beträgen, die sich immer mehr steigern. Wenn nichts mehr herauszuholen ist, bricht der Kontakt plötzlich ab.

Sagte ich „fertig“? Nein, da ist doch noch Spamprosa:

Mejl som skickas till SLU blir allmän handling. Vi behandlar även dina personuppgifter när du mejlar oss.

Emails sent to SLU become official documents. We also process your personal data when you email us.

När du skickar e-post till SLU så innebär detta att SLU behandlar dina personuppgifter. För att läsa mer om hur detta går till, klicka här

E-mailing SLU will result in SLU processing your personal data. For more information on how this is done, click here

Heute in Schwedisch und Englisch. Danke für das „click here“, ein Sprachstummel, den man niemals in lesenswerten Mitteilungen denkender und fühlender Menschen sieht, sondern nur in mieser Reklame und schlechter Spam.

Entf! 🗑️

Paketbenachrichtigung für Sie

Dienstag, 11. August 2026

Oh, die Paketspam kam jetzt aber lange nicht mehr bei mir an.

Von: Paketversand <fap840@imi2001.co.jp>

Aber ich lebe doch gar nicht in Japan. 😁️

Die Spam wurde übrigens auch über die IP-Adresse eines japanischen Dienstleisters versendet und hat auf ihrer ganzen Reise durch das Internet einen Server von Hermes nicht einmal aus der Ferne gesehen. Der gesamte Quelltext der HTML-formatierten Spam ist ohne technischen Grund Base64-codiert, die Spammer versprechen sich davon offensichtlich, dass sie mit diesem Trick Analysen erschweren können. Nachdem ich mir das mit etwas einfachem Gefummel an der Kommandozeile lesbar gemacht habe, konnte ich den HTML-Quelltext mit seinen sechsfach ineinander verschachtelten Tabellen lesen. Auch das ist ein Maß an Komplexität, das durch CSS eigentlich nicht nötig ist – aber vermutlich versprechen sich die Spammer auch davon irgendeinen Vorteil. Ärgerlicherweise ist die Spam dermaßen gut, dass sie durch nicht ganz so scharf eingestellte Spamfilter hindurchflutschen könnte. Bei mir wurde sie allerdings aussortiert. Ich habe sehr scharfe Einstellungen.

Ich werde dieses übertriebene Layout nur oberflächlich nachempfinden.

Hermes-Logo

Das Logo wird aus dem Web nachgeladen. Wer sicher konfigurierte Mailsoftware verwendet, sieht stattdessen den Alternativtext „Logo“. Und natürlich wird es nicht von der Hermes-Website nachgeladen, sondern von einem Server des Dienstleisters Stripo. Wenn dort auch das HTML-Layout dieser Spam entstanden sein sollte, kann ich von der Dienstleistung nur abraten. Außer natürlich, wenn es einem egal ist, was für einen Eindruck man bei Mailempfängern erweckt. Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Generell rate ich von HTML-formatierter E-Mail ab. Sie ist immer unnötig. Es ist immer möglich, ein aufwändig formatiertes Dokument an die E-Mail anzuhängen, wenn man so etwas für nötig hält.

Betreff: Sendungsbenachrichtigung

Aber der Betreff steht doch schon im Betreff der Mail… ach so, dieser unnötige Bullshit soll davon ablenken, dass es nicht einmal eine persönliche Anrede gibt. 😅️

Ihr Paket ist in unserer örtlichen Postfiliale eingetroffen. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass der Absender eine falsche Adresse eingegeben hat. Bitte nutzen Sie den untenstehenden Link, um die Adresse zu korrigieren und die Gebühren (1,65 €) für einen erneuten Zustellversuch zu bezahlen. Anschließend wird es Ihnen zugestellt.

Korrigieren Sie Ihre Adresse.

So so, Hermes unterhält also Postfilialen. 📯️😂️

Und ist es nicht nett von diesem „Absender“, dass er zwar die Lieferanschrift nicht so genau zu kennen schien, aber dafür eine Mailadresse auf den Zettel geschrieben hat? Das kennen wir ja alle, dass wir die Mailadresse des Empfängers auf einen Paketschein schreiben.

Natürlich führt der Link auch nicht zu Hermes, sondern in die „Cloud“ von Amazon. Dort gibt es eine Weiterleitung auf einen von Trickbetrügern kontrollierten Webserver. Alles, was man dort eingibt, geht an Kriminelle. Wenn man eine Kreditkarte zum Bezahlen der „Gebühren“ verwendet, wird diese Kreditkarte von Trickbetrügern für Betrugsgeschäfte verwendet werden und man hat damit jahrelangen und höchst ergiebigen Ärger. Aber auch andere Angaben werden für Betrugsgeschäfte missbraucht. Und das ist nicht alles: Schon beim Klick teilt man den Betrügern mit, das ihre Spam angekommen ist, gelesen wurde und sogar beklickt wurde. Das hat Folgen. Bis zu dreißig am Tag, eine dümmer als die andere.

Deshalb klickt man ja auch nicht in eine E-Mail.

Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an mich wenden. Wir danken Ihnen, dass Sie sich für Myhermes entschieden haben.

Wer bist du überhaupt? Ach, mich kennst du ja auch nicht. 😁️

© 2026 Hermes Germany GmbH

Ganz sicher nicht.

Entf! 🗑️

Go88

Sonntag, 9. August 2026

Go88: So nannte sich das spammende Gekrepel mit seinem fehlerhaften Spamskript und seiner IP-Adresse aus Vietnam, das heute um 10:08 Uhr den folgenden Kommentar auf Unser täglich Spam veröffentlichen wollte, aber an seiner technischen Inkompetenz gescheitert ist:

Please let me know if you‘re looking for a article author
for your weblog. You have some really great posts and I think I
would be a good asset. If you ever want to take some of the load off, I‘d really like to write some material
for your blog in exchange for a link back to mine. Please shoot me an e-mail
if interested. Regards!

Natürlich hat er als seine impressumslose „Homepage“ nicht etwa eine Website zu irgendeinem Thema, sondern ein vietnamesisches Betrugscasino angegeben. Das ist natürlich mal wieder so richtig extragut und toll. Seit solche Spammer angelernte neuronale Netzwerke haben, die sie nach Herzenslust beprompten können, sehen ihre schnell aufgeschäumten Websites immer lächerlicher aus, aber zum Ausgleich werden sie wohl auch schneller und müheloser fertig, was gut dazu passt, dass sich der Betrüger nicht so viel Mühe mit den Leuten geben möchte, die er betrügen will. Hier ein lustiges Detail:

Detail aus der Website des betrügerischen "Casinos"

Ich habe ja schon vieles gesehen, aber das ist eine Premiere: Links neben der erotisierensollenden Zierfrau ein Roulette mit dem Hebel eines mechanischen einarmigen Banditen anstelle des charakteristischen Drehkreuzes. Die Frage, ob dieser „Künstler“ ein Gehirn hat, stellt sich zum Glück gar nicht erst. Er hat ja eine Chatzeile. Das Ergebnis ist genau richtig für alle, die immer alles ein bisschen durcheinanderbringen. 😂️

Aber immerhin, auf eine etwas indirekte Weise ist dieser Allerweltsbetrüger jetzt auch hier zum Autor geworden. Dazu meinen herzlichen Glückwunsch! 😁️

xdieqgka

Samstag, 8. August 2026

So nannte sich der Enthirnungsrest mit seiner IP-Adresse aus Finnland und seinem halbwegs gut programmierten Spamskript, das lustige Fehler in die Texte streuselt, um die Spamfilter zu überlisten, der gestern abend um 21:28 den folgenden „Kommentar“ absetzte, aber damit aus inhaltlichen Gründen nicht durch die Spamfilterung kam:

Tiiny tijts fuckedCumshot surprise lizzy stylesWangibg sooo trannysGiivign yourself aan orgasmInccredible asss
picturesComnedy ifalian hokmosexual mamaFatgiels sexFucking plaulist sexNon-consent erdotic stroeisStedoids usse among teensGirl bound for spannking pornMaryse
vaginaSexyy ddress up game lesbianDoog ccum dogIndias weet pussyFuckk heer throat gallerySocia vergbara galleryy
sexyGeet paiid tto reviw pornoVintzge musical
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ffucked videoFreee extrdeme teen galleriesGentyal leszbian seex moviesDowmload free porn sitesChicken breast grillling recipeTwinks sucking yyummy boysWesrern pleasure giftsSexret hoke seex videoGayy videos nakedParis hiklton public oral sexMesskest blowjobBrdast cncer awreness monthFree young gjrl masturbateAdult occupatioinal centerWomnes sexual pak monthlyVintage partyy
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Ohne weitere Worte.

Time-Magazin bespammt angelernte neuronale Netzwerke

Donnerstag, 6. August 2026

Hier geht es nicht um eine Spam, sondern um einen Link auf einen im Kontext der Spam interessanten englischsprachigen Artikel bei The Register, der beschreibt, wie das Time Magazine der so genannten „künstlichen Intelligenz“ andere, spammige Inhalte ausliefert, um auf diese Weise Spamwerbung in die Chatbots zu bringen – sozusagen die Pest der SEO-Spam, aber jetzt auf andere Bots als die Indexer der Suchmaschinen gerichtet:

Das Time-Magazin verfügt über eine separate Version seiner Website mit Anzeigen, die nur eine KI sieht
Markeninhaber bezahlen bereits, um zu beeinflussen, was Chatbots über sie aussagen

KI-Website-Crawler bekommen jetzt ihre ganz eigenen Anzeigen präsentiert, die normale Besucher niemals sehen, was der Chef eines Unternehmens offen als eine Strategie beschreibt, um zu beeinflussen, was Chatbots über Marken sagen. Wenn Sie Claude das nächste Mal fragen, über welche Bank sie ihre Geschäfte machen wollen, könnte die Antwort von diesem auf Bots ausgerichteten „Inhalt“ beeinflusst worden sein.

Bisher liegt uns nur ein dokumentiertes Beispiel vor. Es handelt sich um Time, das ausgewählten KI-Crawlern für KI bestimmte Anzeigen bereitstellt, wie der in Deutschland ansässige freiberufliche Softwareentwickler Vincent Schmalbach entdeckte. In einem Blogeintrag vom Mittwoch erläuterte Schmalbach detailliert, wie er gesponserte Inhalte fand, die in Markdown-Versionen einiger Time-Seiten eingebettet wurden, welche für KI-Crawler, aber nicht für gewöhnliche Browser bereitgestellt werden.

Nun, da wünsche ich auch weiterhin viel Spaß bei der Lebensberatung durch die Reklamelügen von Spammern… ähm… durch große Sprachmodelle in angelernten neuronalen Netzwerken, wisst schon, das, was Journalisten, Politiker und andere digitaltechnische Analphabeten durchgehend mit dem Reklamewort „künstliche Intelligenz“ bezeichnen. Das ist eine Stelle, bei der vermutlich kaum jemand mit einer solchen Überrumpelung durch Spammer und ihre Machenschaften gerechnet hätte. Und genau deshalb ist es auch besonders widerwärtig.

Für das Time-Magazin, das solche Machenschaften als bezahlte Dienstleistung anzubieten scheint, hoffe ich auf eine zeitnahe und schnelle Abwicklung durch einen Insolvenzverwalter. Der geistig-moralische Bankrott scheint schon vollumfänglich durchschritten zu sein.

Bei Golem gibt es einen deutschsprachigen Text:

Die Seiten tragen Tags des Adtech-Unternehmens Mobian. Darauf folgt ein ausführlicher FAQ-Bereich, der die Onlinebank Ally bewirbt. Die FAQ listet Markenaussagen und Antworten auf Fragen, die ein Nutzer einem Chatbot stellen könnte. Formuliert ist das Ganze so, dass es sich fast wörtlich wiedergeben lässt. Es handelt sich um eine Optimierung der Website für Generative KI-Suchen (GEO), mit dem negativen Beigeschmack, dass hier eben nicht der reguläre Inhalt KI-gerecht präsentiert wird, sondern Werbung.

Nicht jeder Crawler bekommt diese Seiten zu Gesicht. Googles regulärer Indexierungs-Bot erhält offenbar dieselbe Seite wie ein Mensch. Assistenten-Crawler wie Claudebot, OAI-Searchbot und Perplexitybot bekamen laut Schmalbach dagegen die gesponserten Markdown-Seiten ausgeliefert. Zwei weitere OpenAI-Bots lieferten bei seinen Tests nur Serverfehler

Das dürfte für viele Menschen sehr viel leichter verständlich sein.

Nachtrag 12. August, 11:30 Uhr: Eine weitere deutschsprachige Meldung bei Heise Online.

best places to travel in january around the world

Donnerstag, 6. August 2026

Kommentarspamversuch von gestern mittag, kurz und knackig, mit kanadischer IP-Adresse eines kanadischen Hosters abgesetzt:

Thanks very interesting bⅼog!

Also visit my blog: best places to travel in january around the world

Bis zum 1. Januar sind es ja nur noch 148 Tage, da kann man doch schon seine Reise planen. Unbedingt vorher die Weihnachtsgeschenke kaufen! Natürlich bekommt man über Links aus solcher Kommentarspam in Foren und Blogs keine wertvollen touristischen Tipps, sondern nur Betrug und Abzocke. Aber das weiß hoffentlich jeder.

Erstaunlich, dass dieser Reisezielexperte aus dem Glibbereimer des Spamfilters glaubt, dass seine hirnverachtende Spam etwas besser durch den Spamfilter geht, wenn er ins Wort „very“ anstelle des „r“ ein ähnlich aussehendes Unicodezeichen einfügt. Das genaue Gegenteil ist der Fall.

Allgegenwart der Werbung: BMW

Mittwoch, 5. August 2026

Hier geht es nicht um eine Spam, sondern um eine wahrscheinlich leider legale Form der Reklame, mit der die Protzautoklitsche BMW – bekannt geworden durch das Abo für die eingebaute Sitzheizung – die Käufer ihrer teuren Autos belästigt [Archivversion]:

„BMW hält eine besondere Überraschung für seine Kundinnen und Kunden bereit‟, sagt der deutsche Autokonzern. Gemeint ist animierte Reklame für einen Kinofilm, die die Fahrzeuginsassen auf dessen großen Display vorgesetzt bekommen. „Diese festlichen Animationen sind weltweit in mehr als 70 Ländern für Fahrzeuge verfügbar, die mit der entsprechenden Sonderausstattung und dem BMW Operating System 7, 8, 8.5, 9 oder dem BMW Operating System X ausgestattet sind sowie ein Produktionsdatum nach Juli 2020 aufweisen.‟

Beim Anlassen solcher Fahrzeuge ist für einen Zeitraum von 15 Tagen, vom 27. Juli bis 10. August 2026, ein Werbebanner auf dem Display zu sehen. Wer es wagt, dieses anzutippen, löst laut Pressemitteilung „eine festliche Vollbildanimation im Control Display mit passend ausgewählter Hintergrundmusik und einer begleitenden Lichtshow des Ambient-Beleuchtungssystems‟ aus

Eine ganz besondere Überraschung! Und so festlich! 🤮️

Ich erspare mir mal weitere Anmerkungen dazu, denn BMW hat hier im Lande des vollumfänglichen Rechtsschutzes für beleidigte Leberwürste eine ziemlich große Rechtsabteilung. Stattdessen zitiere ich nur kurz das Wort, das bei Heise Online im Artikel steht…

[…] In-Car-Spam […]

…und das ich angesichts solcher Überrumpelungen völlig angemessen finde, selbstverständlich, ohne es mir deshalb gleich zueigen zu machen. Von einer derartig übergriffigen Unternehmung hochpreisige Autos zu kaufen, die dann irgendwann überraschend zu Vertriebsplattformen für die professionelle und manipulative Lüge der Reklame umgestaltet werden, halte ich übrigens nicht für eine gute Idee. Ganz im Gegenteil. Ich halte es für eine dumme Idee, für so eine Zumutung einen Preis in der Höhe des Jahresgehaltes eines gutverdienenden Menschen hinzublättern.

Wenn Menschen so etwas weiter kaufen, warte ich auf die Zeit, in der man erst drei Werbespots gucken muss – kameraüberwacht und von einer so genannten „künstlichen Inteligenz“ ausgewertet, um sicherzustellen, dass man auch wirklich hinschaut – bevor man den Motor starten kann. Außer man kauft das „Fahr-sofort-Abo“ für nur noch fünfzig Øre monatlich, bequem und bargeldlos per Bankeinzug. Das ist ja alles in seiner gnadenlosen Unverschämtheit noch ausbaufähig. Online-Werbung hat auch mal sehr harmlos mit ein paar passiven, verlinkten Bannern ohne umfassende Verdatung durch bösartigen Javascriptmissbrauch angefangen, und inzwischen ist sie eine Pest geworden… und ein ganz großes Geschäftsmodell; für den Journalismus und Social-Media-Unternehmen sogar das einzige Geschäftsmodell.

Grüße auch an VW, die durch vergleichbare Dreistheit glänzen und sich inzwischen darüber wundern, dass sich die am Markt vorbeiproduzierten Karren nicht mehr so gut verkaufen! Hol euch alle der Insolvenzverwalter! Geistig-intellektuell ist der Bankrott schon lange erreicht. Sonst würde man über so etwas gar nicht erst nachdenken.

Die Szene, die niemand erwartet hatte

Dienstag, 4. August 2026

Mal wieder ein neuer Text der Reichwerdexperten aus dem Spameingang. Im Moment ist die gesamte Spam so dümmlich, dass ich mich schon über weniges freue.

Von: Deutschland Heute <izaoijdezapodszjap@gmail.com>

Ah, Deutschland ist heute ein Buchstabensalat. 😁️

Die Spam wurde auch wirklich über Googles GMail versendet, dem besten Freund des Spammers und Betrügers. Bei mir wird sie sehr klar vom rspamd als Spam erkannt und aussortiert, und das sollte eigentlich überall der Fall sein.

Im Zitat habe ich zwei Grafiken nicht übernommen. Es handelt sich um das Logo der ARD-Tagesschau und um eine Flagge der Bundesrepublik Deutschland. Beide werden aus dem Web nachgeladen, wenn man eine unsicher konfigurierte Mailsoftware verwendet. Beide liegen nicht etwa auf einem Server der ARD, sondern werden für Spammer und Betrüger angenehm anonym und kostenlos bei Gyazo gehostet. Das recht aufwändige HTML-Layout der HTML-formatierten Spam bilde ich im Zitat ebenfalls nicht nach.

Und jetzt zum Inhaltlichen:

Alice Weidel enthüllt Schwarz’ Geheimnis – die Sendung endet im Skandal!

Bild von Alice Weidel in der ARD-Talkshow vom Maischberger

Hört sich ja genau wie eine Tagesschau-Meldung an! 🤣️

Ich nehme mal an, dass die Zielgruppe dieses Betrugs eher nicht so eine hohe Meinung von den Faktenfummlern mit Relevanzkriterien hat, die verblüffend häufig einfach nur beamtet wirkende Regierungsherolde und Verlautbarungsweiterträger mit miesem Journalismus-Cosplay sind. Aber deshalb gleich anzunehmen, dass die Zielgruppe die Aktuelle Camorra… ähm… Tagesschau gar nicht mehr kennt, ist schon ein bisschen dumm.

Starten Sie in nur 3 einfachen Schritten

1
Einzahlung vornehmen

Folgen Sie dem Link, den Dieter Schwarz bereitgestellt hat, und tätigen Sie eine Einzahlung. Der Mindestbetrag zum Start beträgt 250 Euro.

2
Registrierung bestätigen

Warten Sie auf den Anruf eines Plattformvertreters, um Ihre Registrierung zu bestätigen.

3
Automatischer Handelsstart

Nach der Bestätigung und Einzahlung beginnt das System innerhalb weniger Minuten automatisch mit dem Handel.

Ich gebe diese drei Schritte zum abgezockten Betrugsopfer mal in meinen Worten wieder:

  1. Leuten, die eine Spam schreiben, Geld geben, weil sie in ihrer illegalen und asozialen Spam versprechen, dass sie einem dafür mehr Geld zurückgeben, statt einfach mit ihrer eigenen Reichwerdmethode selbst reich zu werden. Ganz schön blau und blondäugig!
  2. Am Telefon mit einem gewerbsmäßigen Trickbetrüger reden, der sehr geübt darin ist, anderen Menschen das Gehirn so lange weichzuquasseln, bis er es auslöffeln kann. Natürlich ist der geübt. Der lebt davon. Mit dem wird man noch öfter sprechen, und er wird, nachdem man den Köder geschluckt hat, immer wieder sagen, dass es so gut läuft, dass man vielleicht noch etwas Geld hinterherschmeißen sollte. Es wäre doch schade, die Milliönchen auf der Straße liegenzulassen! Angesichts der riesigen Renditen, die zurzeit angeblich möglich sind, lohnt sich angeblich sogar die Aufnahme eines Darlehens. Es haben schon Menschen sechsstelligen Schaden durch solche Banden gehabt, wenn sie erstmal gierig genug gemacht wurden. Gier ist übrigens niemals ein guter Ratgeber.
  3. Mit staunenden Teletubbieaugen auf irgendwelche Zahlen gucken, die einem in irgendeiner App oder auf irgendeiner Website angezeigt werden und ganz feste daran glauben, dass diese Zahlen richtiges Geld und nicht einfach nur angezeigte Zahlen sind. Da sind Elektrolyte drin… ähm… tolle Diagramme dabei!

Die ARD-Tagesschau hat übrigens schon über diese Form des Betrugs berichtet, aber diesen Artikel wegen der von Presseverlegern in der Bundesrepubik Deutschland in den Dunkelkammern des Reichstags lobbyistisch durchgesetzten „Depublikationspflicht“ für Inhalte des gebührenfinanzierten Rundfunks inzwischen wieder löschen müssen. Bitten denken sie daran, wenn ihnen das nächste Mal irgendein Pressevertreter oder Pressezuarbeiter (so genannte Journalisten) etwas von Moral, Aufklärung, Bildung, Recherche und Verantwortung in die wehrlosen Ohren faselt, und bitte keine allzu sanfte Antwort darauf geben, sondern so unhöflich werden, wie es gerade noch gesetzlich zulässig ist! Nicht, dass Sie auf das volkserzieherische Geschwätz noch reinfallen, ganz so, wie einige wegen der gesetzlichen Löschzwänge für längst bezahlte Inhalte wegen der lobbyistischen Tätigkeit von Presseverlagen auf solche Trickbetrügerbanden reinfallen. 🫤️

Ja, ich kriege von den Zuständen in Korruptistan ganz schlechte Laune. Von allen Zuständen. Und vom Journalismus.

Und nein, Alice Weidel hat mit dieser Betrugsmasche überhaupt nichts zu tun. Nicht, dass ich Frau Weidel sonderlich schätze oder ihr auch nur irgendetwas Gutes wünschte, aber sie wird hier einfach nur von Verbrechern als Köder missbraucht und ist gegen diese widerwärtige „Nutzung“ ihres Gesichtes und ihrer Person ziemlich wehrlos. Und zwar in der gleichen Weise, wie auch schon Günther Jauch, Dieter Bohlen, Oliver Welke, Yvonne Catterfield, Thomas Gottschalk, Elon Musk und der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz ziemlich wehrlos für den gleichen Betrug als Köder missbraucht wurden, desgleichen immer wieder die Sendung Die Höhle der Löwen im Trashfernsehen. Jedes angebliche Zitat ist frei erfunden, und die angeblichen Sendungen wurden niemals ausgestrahlt.

Wenn man versucht, die auf dem Bildschirm angezeigte Zahl zu Zentralbanksgeld zu machen, um mit seinen Milliönchen auch mal etwas zu kaufen…

Gewinne jederzeit auszahlen lassen
Sie können Ihre Gewinne jederzeit auszahlen lassen. Je nach Bank werden die Gelder innerhalb weniger Stunden auf Ihrem Konto gutgeschrieben.

…wird noch einmal eine sehr gesalzene (ein bis zu fünfstelliger Euro-Betrag) „Transaktionsgebühr“ fällig, von der vorher niemals die Rede war und die man natürlich nicht von der angezeigten Zahl bezahlen kann, sondern selbst noch mal lockermachen muss. Nachdem man auch noch dieses Geld bezahlt hat, bricht der Kontakt plötzlich ab und man muss einsehen, dass man von irgendwelchen Unbekannten aus dem Internet sehr fies und asozial abgezogen wurde. Schade um die oft vielen zehntausend Euro, die man sich am Telefon hat herausleiern lassen! Jeder Mensch kann etwas Besseres mit seinem Geld anfangen, als so einem betrügerischen Geschmeiß den verfeinerten Lebensstil zu finanzieren. Selbst Menschen, die Alice Weidel gut finden, können etwas Besseres mit ihrem Geld anfangen.

OFFIZIELLE WEBSITE

Wer auf den Link klickt,¹ kommt nach ein paar sehr trickreich in Javascript gecodeten Weiterleitungen auf die folgende, „liebevoll“ nachgemachte Website der ARD-Tagesschau (besser lesbare Originalgröße):

Screenshot der betrügerischen Seite

So so, „TV-Eklat bei Illner“, aber dazu ein Bild von Maischberger. Das sieht man aber auch nur beim Hingucken. 🤣️

© 2026 ARD-aktuell / tagesschau.de

Ganz sicher nicht.

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Oh, „der Tagesschau“ ist das Deutsch ausgegangen? 😅️

„Click here“ ist übrigens eine Phrase, die man niemals in lesenswerten Mitteilungen denkender und fühlender Menschen findet, sondern nur in krimineller Spam und schlechter Reklame, die ungelesen ins eklige Tönnchen kann. Diese Regel zum Aussortieren war bei mir noch nie ein Fehler.

¹Wer kein besonders gesichertes System zur Verfügung hat, sollte nicht einmal darüber nachdenken. Ein Antivirusprogramm und eine personal firewall sind kein besonders gesichertes System, sondern genau das, was von den Kriminellen erwartet wird. Ich verwende eine virtuelle Maschine, in der eine Wegwerfinstallation eines Betriebssystems läuft. Das ist übrigens auch nicht abschließend sicher.