Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Robert

Donnerstag, 3. September 2026

So nannte sich der Hirni mit seiner IP-Adresse aus den USA und seinem – man glaubt es kaum – fehlerfreien Spamskript, der gestern um 21:14 Uhr den folgenden Kommentar hier auf Unser täglich Spam ablegen wollte, aber aus inhaltlichen Gründen scheiterte:

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Also: Wenn jemand schnell mal fünf Millionen braucht (die Währung ist dabei völlig egal), nichts wie hin zur WanzApp-Bank mit der erfreulich kostenlos und anonym eingerichteten Mailadresse bei Yahoos Freemailer! Vom Zürückzahlen oder gar von Zinsen redet dieser Spambanker ja gar nicht erst.

(Natürlich gibt es bei diesen Spammern keine Darlehen, sondern einen Vorschussbetrug. Erschreckend ist, dass ich solche Spam immer noch häufiger sehe. Es werden also immer noch genug Menschen darauf reinfallen.)

steinhart ab der ersten Dosis 🚀

Mittwoch, 2. September 2026

Oh, mit Raketen-Emoji. Hoffentlich explodiert das steinharte Ding nicht, bevor es ans Ziel kommt. 😅️

Ihr Penis wird steinhart – noch bevor Sie bis 10 gezählt haben!

Und einen Countdown muss man wohl auch noch machen. Aber schnell zählen, sonst wird man nicht fertig.

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Marketing Service
Friedrichstraße 123
10117 Berlin, Deutschland

So so, die natürliche Männerformel mit Ginseng. Und mit natürlichen Inhaltsstoffen. Warum es so etwas wohl nur in der Spam gibt? Ich weiß auch nicht. 😁️

Seltsam: Ich habe solche Pimmelpillen-Spam in den letzten Monaten gar nicht vermisst.

Ihr 49€ Deutschland Ticket kostenlos für ein Jahr 🎟

Dienstag, 1. September 2026

Aber der Preis des „Deutschlandtickets“ (manchmal auch mit BIndestrich geschrieben, aber niemals mit Deppen Leer Zeichen) wurde im Jahr 2025 auf 58 € erhöht, und seit dem 1. Januar 2026 kostet es 63 €. Beide Preiserhöhungen waren von politischem Ringen begleitet und gingen durch alle Medien. Vermutlich sogar durch die Zeitung mit den großen Buchstaben.

Der, die oder das Absender dieser Mail weiß also nicht einmal, was der Kram kostet, den er, sie oder es im Betreff zu verschenken vorgibt. Wer das nicht bemerkt, ist genau das richtige Opfer, um auf den folgenden Schwindel reinzufallen.

Von: DB Deutschland Ticket <newsletter.kbgzvk@micropayment.de>

Oh, das „DB Deutschland Ticket“ kennt seinen eigenen Preis nicht. 🤭️

Die Domain der Absenderadresse, micropayment.de, ist hier übrigens schon öfter mit betrügerischen Gewinnspielen im Pesteingang aufgefallen. Man konnte Cocacola gewinnen, Guthaben bei der asozialen Mieterverdrängungsklitsche Airbnb gewinnen, Gutscheine für MediaMarkt oder ein niegelnagelneues Auto mit Mercedesstern. Der Köder wechselt, die Nummer ist immer dieselbe. Es ist nicht so häufig, dass eine derartige Domain aus der Absenderadresse von Spammern bei mir ein Schlagwort bekommt, aber diese Leute aus der Berliner Friedrichstraße oder aus der Berliner Rosenstraße – wenn sie eine Anschrift angeben, wechselt die genau so wie der Köder aus der Spam – haben das geschafft.

Die Mail wurde in Wirklichkeit über eine IP-Adresse des größten Kumpels und Komplizen der Spammer und Betrüger versendet…

$ whois 34.178.212.74 | grep -i ^organization
Organization:   Google LLC (GOOGL-2)
$ _

…nämlich über Google. Eine Abuse-Meldung an Google spare ich mir. Sie ist nach aller meiner bisherigen Lebenserfahrung eine völlig sinnlose Verschwendung begrenzter Lebenszeit. Es ist Google scheißegal, wenn die von Google angebotenen Dienste von Kriminellen und von Spammern missbraucht werden. Google tut nichts dagegen. Die Kosten und der Aufwand wegen dieses Missbrauchs der Dienstleistungen von Google werden der gesamten restlichen Welt aufgebürdet, während sich Google lieber mit dem eigenen Reibach und der Verscheißbesserung aller Produkte durch Hinzufügung so genannter „künstlicher Intelligenz“ und Einbau von Werbeblockerblockern beschäftigt. Google ist selbst Spam geworden. Und zwar schon sehr lange. Es stört den Erfolg nicht, weil die Menschen sich nicht von so einer halbseidenen Unternehmung und ihren Machenschaften abwenden. Das ist sehr schade. Und es ist ein Riesenschaden, so insgesamt. Google trägt nicht erst seit neulich, mit den Gnobbelmatschzusammenfassungen in der Suchmaschine, den Rest des Internet zu Grabe. Google ist ein fieses Gift für alles, was das Internet für Menschen gut und brauchbar machen könnte. Die Suchmaschine taugt auch nicht mehr viel.

Hallo,

Genau mein Name!

Meinen richtigen Namen könnte übrigens jeder denkende und fühlende Mensch mit Leichtigkeit in diesem neumodischen Internet finden. Aber das hier ist Spam. Die kommt nicht von denkenden Menschen, die kommt auch nicht von fühlenden Menschen, und die kommt auch nicht von Menschen, die sich irgendeine Arbeit machen wollen, und sei diese noch so bequem, mausklick und mühelos. Sie kommt von Menschen, die andere Menschen abziehen wollen, um sich damit ihren gehobenen Lebensstil zu finanzieren. Sie kommt von faulen, asozialen Lügnern und Betrügern. Von Spammern eben.

Die gucken nicht einmal nach, was das Deutschlandticket kostet, wenn sie ihren Strunztext schreiben.

wir haben großartige Nachrichten für Sie:

Wie, Spammer, liegt ihr im Sterben und werdet heute noch zu erfreulich spamfreien Würmerfutter. Das wäre eine großartige Nachricht.

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Das hingegen ist überhaupt keine Nachricht. Es ist eine Aufforderung, etwas wirklich Dummes zu tun: In eine Spam zu klicken. Ich rate davon ab.

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Das kann man sich ja mal wieder gar nicht selbst ausdenken: Die kennen wirklich den Preis ihres Verlosungsgegenstandes nicht. Sonst hätten sie ja bestimmt hingeschrieben, dass der Gesamtwert 756 € betrügt… ähm… beträgt. Das klingt doch gleich noch wertvoller als 588 €. 😅️

Moment, was schrieb ich eben noch? Aber das hier ist Spam. Die kommt nicht von denkenden Menschen, die kommt auch nicht von fühlenden Menschen, und die kommt auch nicht von Menschen, die sich irgendeine Arbeit machen wollen, und sei diese noch so bequem, mausklick und mühelos. Sie kommt von Menschen, die andere Menschen abziehen wollen, um sich damit ihren gehobenen Lebensstil zu finanzieren. Sie kommt von faulen, asozialen Lügnern und Betrügern. Von Spammern eben. Passt ja richtig gut!

KOSTENLOS TEILNEHMEN

Das ist ja schön, dass mich das nichts kostet. Leider ist diese Verlosung nur ein Köder, der am Haken ins Internet geworfen wird, damit die Dummen, Naiven und vielleicht sogar der eine oder andere Verzweifelte in akuter Geldnot anbeißen. Der Köder muss den Fischen schmecken, nicht den Anglern.

Der Link ist natürlich nicht direkt gesetzt, wie das jeder denkende und fühlende Mensch tun würde, sondern geht erstmal in die Cloud des dicksten und zuverlässigsten Kumpels und Komplizen des Spammers und Betrügers, in die Cloud von Google. Von dort aus…

$ lynx -dump https://storage.googleapis.com/0e3bdf9e-cdbc-44a0-b654-c356ada2d322/dbdeuutoanperzaewfskljsxqy26podgvcnytgd7ordzaewxcl.html
   REFRESH(0 sec):
   [1]https://theonlineonline.com/?a=1096&oc=26701&c=69316&m=3&s1=&s2=doyu

Verweise

   1. https://theonlineonline.com/?a=1096&oc=26701&c=69316&m=3&s1=&s2=doyuz
$ surbl theonlineonline.com
theonlineonline.com	LISTED: ABUSE
$ location-cascade "https://theonlineonline.com/?a=1096&oc=26701&c=69316&m=3&s1=&s2=doyuz"
     1	https://makedealsnow.com/?a=1096&oc=26701&c=69316&m=3&s1=&s2=doyuz&ckmguid=644ab6b0-fe95-4524-91c2-4209700de185
     2	https://we-do-yter.com/?E=BaQoZRCylrQjEt2wNOchgc3Z2lyxeAsH&s1=1096&s2=453667563
     3	https://we-do-xter.com/?E=BaQoZRCylrQjEt2wNOchgc3Z2lyxeAsH&s1=1096&s2=453667563&ckmguid=e8555760-c22e-4e62-bbcf-b7253fd99ce8
     4	https://ihre-beste-chance.de/de,db,deutschland,tickets,tmp,190,(old,171),fet,optin,popup,question,glg,aff_3494.html?idPartner=1601&subId=142&subIdentifier=1096&additionalParamString=854-45288295&tpid=28
     5	https://deutschland-ticket-5308.top-chancen24-7.de/campaign_5308.html?coyoteAffiliTokenId=567219225&additionalParamString=854-45288295&tpid=28&
$ surbl makedealsnow.com we-do-yter.com we-do-xter.com ihre-beste-chance.de top-chancen24-7.de
makedealsnow.com	LISTED: ABUSE 
we-do-yter.com	okay
we-do-xter.com	okay
ihre-beste-chance.de	okay
top-chancen24-7.de	okay
$ _

…geht es zunächst in eine Domain, die schon wegen Spam, Spam und noch mehr Spam auf allen Blacklists dieser schönen Welt steht. Die ist nicht nur online, die ist sogar online online. Doppelt hält ja besser. 😁️

Und die darauf folgende Weiterleitungskette fängt auch gleich mit der Website in einer Domain an, die ebenfalls wegen Spam auf allen Blacklists steht. Am Ende der ganzen Weiterleitungen steht natürlich die Affiliate-ID des Spammers drin. Der lebt davon, dass er Geld dafür bekommt, fragwürdigen bis kriminellen Gewinnspielbetreibern – „KOSTENLOS TEILNEHMEN“ – neue Opfer zuzuführen.

Alles, was man auf der Website eingibt, landet am Ende bei ganz unerfreulichen Zeitgenossen, die außer ihrer Mutter wohl niemand vermissen würde, wenn es sie nicht gäbe. Und bei der Mutter bin ich mir auch nicht sicher, ob die nicht schon mit Steinen nach dem Storch schmeißt.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Oh, wie nett! 😁️

Noah Müller – Kundensupport

Ich heiße zwar nur „Hallo“, aber den (selbstverständlich ausgedachten) eigenen Namen kennt der Spammer. Den kennt ja auch nicht jeder.

Diese Nachricht wurde an Sie gesendet, weil Sie sich für Angebote, Gewinnspiele oder Verbraucheraktionen interessiert haben.

Ganz sicher nicht.

Falls Sie keine weiteren Informationen erhalten möchten, können Sie sich hier jederzeit abmelden:

Abmelden

Aha, wenn ich einem asozial und illegal vorgehenden Spammer mit einem Klick mitteile, dass seine Spam bei mir ankommt, gelesen wird und sogar beklickt wird, bestelle ich die illegale und asoziale Spam ab…

Ganz sicher nicht.

Consumer Research Group
Rosenstraße 12
10178 Berlin
Deutschland

Impressum | Datenschutz

Diese Angaben entsprechen nicht den Vorgaben für ein gesetzlich vorgeschriebenes E-Mail-Impressum in einer gewerblichen E-Mail. Die drei Links fürs angebliche Abmelden, fürs angebliche Impressum und für die angebliche Datenschutzerklärung gehen übrigens auf die selbe Adresse wie der Link zum Teilnehmen, sind also nichts als Irreführung und Lüge.

Man kann so einem Vollhonk aus dem Pesteingang, dessen Lügen leicht zu erkennen sind – wo der Link hingeht, steht in der Statuszeile, wenn man mit der Maus darüber steht – natürlich glauben, dass er ein Jahr kostenlosen Nahverkehr in der Bundesrepublik Deutschland verlost. Das ist aber nicht besonders schlau.

Schlau ist es, so etwas unbeklickt zu löschen. 🗑️

Become our Partner

Montag, 31. August 2026

Wer seid „ihr“ überhaupt? Ich pflege es, meine Partner vorher kennenzulernen.

Von: Pooja Kulkarni <pk@impulsq.de>

Die Domain habe ich noch nie gesehen. Den Namen kenne ich nicht. Wir hatten in den letzten achtzehn Jahren niemals Kontakt miteinader. Und „ihr“ kennt mich auch nicht. Es ist eine klare Spam. Illegal und asozial. Die Spammail wurde übrigens über eine IP-Adresse aus der Bundesrepublik Deutschland versendet, aber die Sprache ist englisch, obwohl ich überall nur in deutscher Sprache schreibe. Damit man schon beim flüchtigen Blick in die Mailheader bemerkt, dass diese Spammer überall billig Server mieten, um zu spammen und zu spammen und zu spammen bis die Leitung glüht. Die spammen so viel, dass es sogar bei mir ankommt, der ich in Sachen deutschsprachiges Internet eher so in dritter Reihe stehe. Oder gehen die einfach auf gut Glück die Adressliste durch, die sie neulich für eine Handvoll Bitcoin in den dunklen Ecken des Internet gekauft haben?

Diese Spam wäre bei mir übrigens beinahe durch den Spamfilter geflutscht. Wer auf seinem Mailserver den rspamd mit Standardeinstellungen benutzt, hat diese Spam in seinem ganz normalen Posteingang. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten Menschen mit den Standardeinstellungen zufrieden sind und schon seit Jahren keine Spam mehr gesehen haben. Dann kann so eine einzelne Spam schon sehr überraschend und möglicherweise überrumpelnd werden. Deshalb bringe ich diesen ansonsten handelsüblichen E-Müll der Marke Veröffentliche mal meine Texte und meine Links auf deine Verantwortung, ich gebe dir auch ein paar Groschen dafür hier überhaupt noch.

Hi,

Genau mein Name! 👋️

I am Pooja of impulsQ. Our clients could be interested in placing articles on your website. How much would it cost?

Du hast nicht einmal meinen Namen im Impressum gefunden, Poo ya, weil du schlicht kein Interesse daran hattest. Aber immerhin, du kennst den Namen, den du dir für dich selbst ausgedacht hast. Dich interessiert ansonsten eine Website anderer Leute nur als Litfasssäule für deine halbseidenen bis offen illegalen Betrügerwebsites, die du verlinken willst. Dass ich daran überhaupt kein Interesse habe, weißt du selbst. Niemand hat daran Interesse. Nicht einmal ein frisch amputierter Dummkopf oder eine gebildete Amöbe hat daran Interesse. Niemand würde das einfach so machen. Deshalb wedelst du auch gleich mit Geld herum, ohne zu sagen, um was es wirklich geht. An Banknoten haben Menschen viel mehr Interesse. Einige werfen sogar zuverlässig ihr Gehirnchen aus, wenn sie nur an Geld denken. Und die richtig Dummen haben Wörter wie „Linkhaftung“ noch nie gehört und fallen aus allen Wolken, wenn schließlich so ein etwas unmittelbar schlechte Laune verbreitender Brief der Staatsanwaltschaft im Briefkasten steckt.

Deshalb sage ich es dir, Poo ya: Deine Kunden sollen doch einfach selbst eine Website aufmachen. Das ist einfach und kostet gar nichts. Gut, etwas kostet es schon, aber das können die ja absetzen. Die machen das ja gewerblich. Sonst würden sie nicht so eine Bullshitagentur wie deine nach Spam und SEO-Spam stinkende Klitsche bezahlen. Da könnten die ihre schnell aufgeschäumten Dreckstexte veröffentlichen. Diese klangen übrigens schon lange vor dem leicht verfügbaren Wortlego aus Sprachmodellen auf Grundlage großer angelernter neuronaler Netzwerke, als kämen sie direkt aus dummen Maschinen. Und sie sind voller Lügen, kriminellen Angeboten und Giftlinks. Einfach eine Website damit aufmachen. Kein Problem, und eher Kosten für die Portokasse. Das Web ist schon eine tolle Sache, nicht wahr?!

Warum sie das nicht machen? Ach, weil sie dann selbst haftbar dafür sind. Und weil sie ganz genau wissen, dass diese schnell aufgeschäumten Dreckstexte niemanden interessieren. Aber ich soll meine paar Leser damit belästigen? Mit Verlaub Poo ya, vor meinem Arsch ist aber auch kein Gitter!

Greetings from Berlin.

Die Stadt passt zur Spam: Dreckig, dysfunktional, kaputt, asozial und stinkend. Erstick in deinem Berlin, Spammer! Da wächst dann zusammen, was zusammen gehört.

Best,

Pooja Kulkarni
Outreach Manager

E-Mail: ██@impulsQ.de
Internet: www.impulsQ.de

DigitalPR mit impulsQ

Schön, dass ihr so völlig klar macht, was ihr unter „digital PR“ versteht: Spam, Spam und noch mehr Spam. Hol euch die Kriminalpolizei!

(Outreach Manager klingt auch viel besser als Spammer.)

impulsQ GmbH I Obere Wässere 4 I 72764 Reutlingen
Amtsgericht Stuttgart I HRB 769758 I USt-IdNr.: DE324835628
Geschäftsführer: Gesina Kunkel, Marcus Reiser, Martin Brosy

Oh, doch nicht Berlin? 🤔️

Unsere digitalen Schwester-Agenturen
AFS Wortrakete

Wortrakete: Das klingt ja wie ein Feuerwerkskörper. Kostet eine Menge Geld, explodiert mit lautem Geräusch, macht ein schnell erlöschendes Licht und hinterlässt noch für etwas längere Zeit einen sehr unangenehmen, beißenden und schwefligen Gestank. Spam eben.

Join illuminati

Samstag, 29. August 2026

So nannte sich der Vollpfosten mit seiner IP-Adresse aus den USA und seiner angegebenen Mailadresse bei AOL, der mit einem fehlerfreien Spamskript versucht hat, hier den folgenden Kommentar abzulegen, aber aus inhaltlichen Gründen gescheitert ist und automatsich in den Müll sortiert wurde:

Dies ist mein Erfahrungsbericht darüber, wie ich endlich der Neuen Weltordnung – den Illuminaten – beigetreten bin, nachdem ich es über zwei Jahre lang versucht hatte, dabei aber mehrfach von Betrügern um mein Geld gebracht wurde. Ich hatte lange nach einem Weg gesucht, den Illuminaten beizutreten, wurde jedoch immer wieder von Betrügern bestohlen. Anfang dieses Jahres lernte ich dann online Lord George kennen; ich schilderte ihm meine Situation, und er empfahl mir das entsprechende Registrierungsverfahren. Ich bezahlte die Gebühr für die Mitgliedschaft im gehobenen Rang, um zu starten, und wurde online in die Weltordnung aufgenommen. Unmittelbar nach dem Online-Aufnahmeritual erhielt ich 10.000.000 US-Dollar auf mein Bankkonto; zudem werde ich künftig monatlich 55.000 US-Dollar verdienen. Ich bin überglücklich! Ich verspreche, die gute Arbeit von Lord George weiterzuverbreiten. Wenn auch Sie der Neuen Weltordnung (den Illuminaten) beitreten möchten, wenden Sie sich noch heute an Lord George, anstatt Betrügern Geld zu geben, die vorgeben, Ihnen beim Beitritt zu helfen. Kontaktieren Sie Lord George per E-Mail unter georgeanderson3454@aol.com 🔺️🔺️🔺️

Natürlich ist dieser Bullshit nicht neu, sondern blubbert immer wieder mal hoch, meistens als Spam in interaktiv nutzberen Websites. Wer darauf reinfällt und eine unverschlüsselte und nicht digital signierte E-Mail an die kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei einem Freemailer sendet, wird natürlich nicht in eine diskrete Gemeinschaft aufgenommen, sondern soll eine finanzielle Vorleistung nach der anderen bezahlen. Das fängt mit recht kleinen Betrügen… ähm… Beträgen an, die sich aber schnell immer weiter steigern. Für gar nichts. Damit „Lord George“ sich mit seiner Bande auch weiterhin Kokain, große Autos und ausschweifende Bordellbesuche leisten kann.

Aber den paar intellektuell herausgeforderten Menschen, die ernsthaft glauben, eine solche diskrete Geeinschaft würbe mit solchen an die dümmste Gier appellierenden Spamkommentaren, hilft vermutlich nur das Lernen durch Schmerzen. Einige sind sogar so dumm, dass sie die Schmerzen haben und nichts daraus lernen.

Az.: 29 K 9714/24

Montag, 24. August 2026

Keine Spam, sondern ein im Zusammenhang der Spam interessantes und in meinen Augen begrüßenswertes Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf.

Der Betroffene gab an, seine private E-Mail-Adresse niemals für den Empfang von Werbenachrichten freigegeben zu haben. Bereits im Jahr 2020 war er erstmals gegen den Versender vorgegangen. Anfang 2024 erhielt er erneut ähnlichen Spam auf seine Adresse und schaltete die Aufsichtsbehörde ein. Der Beschwerdeführer versicherte, die entsprechende Webseite weder zum angeblichen Anmeldezeitpunkt noch sonst irgendwann besucht zu haben. Er verwies auch darauf, dass er sich zum Zeitpunkt der angeblichen Registrierung im Ausland befunden habe.

Das Marketingunternehmen hielt dagegen, die Daten seien rechtmäßig über ein Double-Opt-In-Verfahren erhoben worden. Zum Nachweis legte die Klägerin vor Gericht und gegenüber der Behörde einen Datensatz vor, der die E-Mail-Adresse, eine IP-Adresse mit Zeitstempel für die Erstanmeldung sowie eine weitere IP-Adresse nebst Zeitstempel für die Bestätigung des Links umfasste. Eine Kopie oder einen Ausdruck der tatsächlichen Bestätigungs-E-Mail konnte die Firma aber nicht vorlegen.

Die Düsseldorfer Richter wiesen die Klage gegen die behördliche Verwarnung vollumfänglich ab. Sie stellen klar, dass der Versender gemäß Artikel 7 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) die vollen Nachweispflichten für das Vorliegen einer wirksamen Einwilligung trägt. Kann dieser Beleg nicht zweifelsfrei erbracht werden, gilt die Einwilligung rechtlich als nicht erteilt

Wer also behauptet, dass man eine Zustimmung zur Reklamepest im Postfach gegeben habe, muss den Double-Opt-In zweifelsfrei und vollständig belegen.

Da brechen gerade ganze Geschäftsmodelle zusammen.

Und das freut mich. Denn es waren Geschaftsmodelle, die sich ihre Methodik direkt von der Internetkriminalität abgeschaut haben. Von daher wäre ich auch nicht überrascht, wenn einige der so vorgehenden Unternehmen demnächst damit anfangen, entsprechende Belege zu fälschen.

Übrigens: Werbeklitschen, die sich nicht spätestens dann zurückhalten, wenn sie einmal einen Widerspruch eines Empfängers ihrer Kommunikationspest bekommen haben, sind genau das Gleiche wie Spammer. Und ja, so etwas habe ich in meinem Umfeld schon erlebt. Und ja, es war auch vor dem Widerspruch schon illegal. Jede unverlangt zugestellte Reklamemail ist illegal. Die Speicherung der Mailadresse ohne explizite, zweifelsfreie und vollständige Zustimmung ist illegal.

Please treat this message confidentially.

Montag, 24. August 2026

Mache ich. Ich schreibe diese Mitteilung nur schnell in mein Geheimblog. Da liest sie eh niemand. Ach ja: Danke für den Punkt am Ende des Betreffs. So einen Punkt habe ich noch nie bei denkenden und fühlenden Menschen gesehen, aber immer wieder mal bei Spammern, die ihre Skripte nicht richtig verstehen, weil dieser Technikkram immer so hirnt.

Wer schreibt mir denn heute schon wieder?

Von: Greetings <michaelwellington41@gmail.com>
Antwort an: info@williamjrichard.org
An: undisclosed-recipients:;

Jemand, den ich nicht kenne, jemand, der sich „Grüße“ nennt und jemand, dem ich nicht auf seine Absenderadresse antworten soll, schreibt mir heute. Dafür ist die Mail auch gar nicht persönlich und geht an ganz viele Leute gleichzeitig. Der Absender versteht unter „Vertraulichkeit“ also genau das gleiche wie ich. 😅️

Mehr muss man übrigens nicht sehen, um diesen Müll ungelesen zu löschen. 🗑️

Greetings:

Winkewinke! 👋️

Please excuse my unexpected contact. I am currently seeking a business partner in your country to jointly pursue an investment opportunity. I intend to invest in your country, provided you are willing to cooperate with me and keep this matter confidential. You may not know me, but I obtained your contact details while searching for potential business partners through public email directories. I am a bank heir investigator and am responsible for tracing next of kin, using various databases such as email directories and Google. After thorough research, I have been unable to find any trace of a beneficiary in the account holder’s family.

Komm, Spammer, das machen wir doch alle so. Wenn wir einen Geschäftspartner für irgendwas suchen, schreiben wir einfach wahllos irgendwelche Unbekannten an. Und wenn wir einen Erben suchen, dann schreiben wir ebenfalls wahllos irgendwelche Unbekannten an. Es geht doch nur um Geld. Bei einer Bank. Aber schön, dass du die bekannte Datenbank „Google“ verwendest, um Leute zu finden.

Please excuse me for invading your privacy. I am currently seeking partnership investment in your country as I intend to invest in your country as long as you are able to work with me and run this business. You don’t know me, but I received your information while searching for business partners in your country. I am the bank heir investigator that matches make next of kin through the country email database. I have researched the account holder family living no trace of any beneficiary of any kind.

Dein Text ist ein bisschen repetitiv, Spammer. Hast du neulich beim Popeln mal wieder dein Gehirnchen gefunden und gleich mal ein bisschen daran rumgekitzelt? Oder kommst du mit deinem Spamskript nicht klar?

I am the chief auditing and heir investigator of a reputable bank. In my department, we discovered an amount of USD 18.5 million in an account of one of our foreign clients (MR. Andreas Hermanns from Munich, Germany) who died in a car accident in July 2015 along with his entire family . Since we received information of his death, we have been expecting his next of kin or relatives to be the deceased as stated in our banking policies and laws, but unfortunately we have learned that all of his supposed next of kin or relatives died along with him in the automatic crash. No one behind the claim. Upon this discovery I have decided to bring this business proposal to you and release the money to you as a relative of the deceased since no one is coming for the fund and we do not want money to go into an unclaimed bill to access the bank.

Wenn ich jemals in die Situation kommen sollte, ein Kreditinstitut aufzumachen, dann wird es als a reputable bank firmieren. Das klingt beinahe schon so gut wie Staaten, die sich in ihrer Selbstbezeichnung „demokratisch“ nennen, weil man es sonst gar nicht bemerkte. 🤩️

Oh, ein schwerer Autounfall, bei dem gleich alle nahen Verwandten draufgehen. Manche fahren große Autos, einige noch größere. Da muss man auch erst einmal drauf kommen. Aber solche Kleinigkeiten sind unwichtig, die Opfer dieses Trickbetrügers verstehen Englisch eh ein bisschen mühsam. Hauptsache, sie verstehen das mit den 18,5 Megadollar, die herrenlos bei einer Bank herumliegen, die nicht einmal eine Firmierung hat und deren Mitarbeiter irgendwelche Erbschaftssachen über unverschlüsselte E-Mail erledigen. Mit einer kostenlos und anonym eingerichteten Mailadresse.

Upon this discovery I have decided to bring you this business proposal and to facilitate the release of this money for you as a relative of the deceased client as no one is coming for the claims. Under US financial inheritance laws, monies unclaimed by a US financial institution after a period of 15 years will be reported to the government as unclaimed monies. So the government will officially possess this fund at the end of this fiscal year and I don’t want these funds to be reported to the US government. Rather, I want us to work together and release the funds to you so that we can issue some to charity in your country.

Ärgerlicherweise zieht der Staat das ganze schöne Geld ein, wenn nicht bald jemand das Erbe beansprucht, und der Staat baut davon dann Ballsäle für seinen Präsidenten. Das wäre doch schade. Deshalb ist der „Geschäftsvorschlag“ ganz einfach: Reißen wir uns gemeinsam das Erbe unterm Nagel. Das wäre zwar ein Betrug, wenn irgendetwas an dieser Story auch nur ein bisschen Nähe zur Wahrheit hätte, aber dafür nimmt sich der Bankheini auch irgendwelche Mailadressen als Komplize und posaunt es in einer Rundmail an ein paar hunderttausend Empfänger heraus.

I will assemble all the necessary legal documents that will be used to secure our claim and all I need is your honest cooperation so we can go through with this deal. I guarantee that this will be done under a legitimate agreement that will protect you from breaking the law. Please contact me via email so we can discuss further details. I can send you my international passport and have 20+ years banking experience and it is 100% risk free once you follow my guidelines.

Der angebliche Bankster, der hier angeblich einen Komplizen für einen lukrativen Betrug sucht – in Wirklichkeit sucht er einen leichtgläubigen und gierdummen Menschen, den er dann mit seiner Trickbetrügerbande eine finanzielle Vorleistung nach der anderen rausleiert, bis nichts mehr zu holen ist und der Kontakt plötzlich abbricht – hat voll die Erfahrung und es ist alles ganz leicht. Aber vorher bitte unbedingt…

Please provide the following details as we have a few days to do so. This is very important please.

1. Full Name:
2. Your direct mobile number:
3. Your contact address:
4. Your profession:
5. Your Nationality:
6. Your gender / age:

…dem Spammer sagen, wer man eigentlich ist. 😂️

NB: I will explain it to you in more detail once I receive your reply. I will clarify more if you are interested to know how it will be possible to present you legally as next of kin to the late (MR. Andreas Hermanns from Munich, Germany)

Wohlgemerkt: Noch mehr dumme Lügen gibt es, wenn man auf die Geschichte zur Einleitung eines Vorschussbetruges reinfällt und sich einmal vor Unbekannten datennackt gemacht hat, weil sie mit nicht vorhandenem Geld winken.

Best regards,
William J. Richard
Chief auditor and heir investigator of the bank

The bank“ ist die beste „Firmierung“, die ich je gesehen habe. 🤣️

Das Internet.

zoritoler imol

Sonntag, 23. August 2026

So nennt sich der Kommentarspammer mit seinen ständig wechselnden IP-Adressen aus den USA und seinem schlecht programmierten Spamskript, der gerade Spamdurchfall hat der sich auch nicht bremsen lässt, wenn seine Kommentare hier auf Unser täglich Spam gar nicht erst erscheinen erscheinen, weil er zu dumm ist, ein funktionierendes Spamskript zu verwenden. Hier ein kleiner Einblick in die Grube unter seinem Donnerbalken – und der Tag ist im Moment noch nicht einmal zur Hälfte vorbei:

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…er will auf seine tolle portugiesischsprachige Website voller Affiliate-Links auf irgendwelche Betrugscasinos verlinken, um bequem und ohne diese lästige Arbeit vom Affiliate-Geld leben zu können, das er dafür bekommt, dass er den Betrugscasinos neue Opfer zuspielt, die da dann ihr „echtes Geld“ verlieren. Natürlich nicht mit direkt gesetzten Links, wie das jeder denkende und fühlende Mensch machen würde, weil es unmittelbar und einfach ist. Sondern über eine Weiterleitung mit einer Wegwerfwebsite. Sonst lernen diese Spamfilter noch, dass seine Website mit Fluten von Spam beworben wird, und dann bricht das tolle Geschäft weg. Und das wäre doch schade für diesen Spammer.

Das für so einen Spammer Beste daran: Er muss nicht selbst in irgendwelchen Betrugscasinos sein Geld einsetzen, um es in Betrugsspielen zu verlieren. Das machen ja schon seine Opfer. Er muss nur spammen und seine Judasgroschen abholen.

Was für ein Held!