Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „419“

08/14/2026 !!!Attend#

Samstag, 15. August 2026

Gut, was gestern für ein Datum war, weiß der Absender. Das weiß auch nicht jeder. Die Mail wurde übrigens heute morgen um 6:56 Uhr abgesendet.

Dass das Datum im Header der Mail steht, scheint der Absender nicht zu wissen. Denn sonst hätte er ja gewusst, dass seit der Frühzeit der E-Mail jede Mailsoftware das Datum und die Uhrzeit anzeigt – und das in einem Format, dass der Anwender eingestellt hat, weil er es aus seinem Alltag so gewohnt ist, und nicht im höchst verwirrenden USA-Format Monat, Tag, Jahr.

Wer schreibt mir denn überhaupt?

Von: admin@capital.gdtus.com
Antwort an: wajid.alqaboos@globalbscintl.com

Jemand, den ich nicht kenne und der nicht möchte, dass an die Absenderadresse antworte. Die Domain der Antwortadresse steht zurzeit noch nicht auf den Blacklists, das wird sich aber wohl in Kürze ändern. Überhaupt ist diese Spam so „gut“ gemacht, dass sie eine ernsthafte Chance hat, durch schwächer eingestellte Spamfilter zu kommen. Sonst wäre mir dieser Rotz zur Einleitung eines Vorschussbetruges keine Erwähnung wert gewesen.

Good day,

Genau mein Name! Aber ich kenne den Absender ja auch nicht. 😁️

Our investors are currently exploring new projects and business opportunities for possible financing.
I will email you the funding term sheet in response as per your request.

Mein Projekt ist „technologieoffenes Heizen“ durch Anzünden nichtfossilen Brennstoffes, der unter der Bezeichnung „Banknoten“ bekannt ist. Habt ihr ein paar Billiönchen in kleinen Scheinen für mich? 💶️🔥️

Nein, ich kann keine Vorleistungen zahlen. Sonst habe ich ja nichts zum Anzünden.

Regards,
Mr. Wajid Al Qaboos
Investment Executive

Wenn Wajid jetzt auch noch wüsste, in welcher Unternehmung er ein leitender Angestellter ist, wäre die Spam ein bisschen überzeugender. Aber noch lange nicht überzeugend.

So, und jetzt etwas, was ich lange nicht mehr in einer Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges gesehen habe:

*********************** The information contained in this email and any attachments may be legally privileged and confidential. If you are not an intended recipient, you are hereby notified that any dissemination, distribution, or copying of this e-mail is strictly prohibited. If you have received this e-mail by mistake, please notify the sender and permanently delete the email and any attachments immediately. You should not retain, copy or use this e-mail or any attachments for any purpose, nor disclose all or any part of the contents to any other person. We do not accept any liability in respect of communication made by its employee which is contrary to the company policy or outside the scope of the employment of the individual concerned. The employee responsible will be personally liable for any damages or other liability arising

Die Informationen aus dieser E-Mail unterliegen möglicherweise einem juristischen Geheimgeheimnis und sind geheim. Wenn du nicht der Empfänger sein solltest, dann lass dich davon einschüchtern, dass das Weitergeben, Verbreiten, Kopieren oder Verbloggen dieser Mail streng verboten ist, weil das so in einer Mail steht, bei der du gar nicht der Empfänger bist und die du völlig unverlangt bekommen hast! Falls du diese Mail irrtümlich im Spameingang hattest, sag bitte dem Absender Bescheid, damit er wenigstens weiß, unter welchen Mailadressen seine Spam noch ankommt! Lösch die Mail und ihre nicht vorhandenen Anhänge vollständig und endgültig, zum Beispiel, indem du sie wie gewohnt löschst, anschließend deinen Rechner runterfährst und ausschaltest, das Rechnergehäuse öffnest, die Festplatte herausnimmst, sie fünf Minuten lang mit einem Vorschlaghammer bearbeitest und anschließend verbrennst und die Asche aufisst. Bitte bei der Defäkation nicht das öffentliche Abwassersystem verwenden! Du darfst nichts von dieser Mail aufheben, kopieren oder für deine Witze benutzen und den Inhalt nicht einmal teilweise – etwa in Form einzelner, in der Mail verwendeter Buchstaben – an deine niedergeschlagenen Freunde weitergeben, damit sie mal wieder etwas zu Lachen haben. Wir, die wir nicht einmal sagen, wer wir sind, haften für nichts, wenn unser Mitarbeiter unbezahlte Überstunden macht, in denen er die Menschen betrügt. Dafür haftet nur unser Mitarbeiter.

Ich bin schwer beeindruckt. 🤣️

Aber ich werde diesen Müll trotzdem verbloggen, obwohl da so eine juristisch völlig wertlose Jurafuchtelei drinsteht. Soll der Absender mich doch verklagen!

Mit einem angelernten neuronalen Netzwerk erzeugtes Bild einer goldenen ToiletteSolche Sprüche unter einer unverschlüsselten E-Mail, die nicht digital signiert ist und deshalb auf ihrem gesamten Transportweg gelesen und für den Empfänger unentdeckbar verändert werden kann, sind von unfassbarer Dummheit, was man deutlich an solchen albernen Geheimhaltungsforderungen für Postkarten erkennen kann. Ich habe so etwas auch schon bei richtigen Unternehmen gesehen, nicht nur bei Trickbetrügern. Da ist es genau so dumm. Übrigens habe ich keinen Vertrag mit jemanden, der mich anmailt und somit keine Verpflichtungen, die dieser Jemand behauptet und von mir einfordert. Es gilt das altmodische Fernmeldegeheimnis. Ganz von allein und ohne dass man irgendeinen dummen, einschüchternsollenden Spruch unter seine Mails schreibt. Und sonst gilt nichts. Leute, die mir mit solchen Sprüchen kommen, sinken in meiner Achtung sofort auf Schwachkopfniveau. Und wenn sie dazu so viele Worte in pseudojuristischer Weitschafeligkeit machen, sinken sie sogar noch weiter.

Ich bin natürlich kein Jurist und darf keine Rechtsberatung geben. Wer es ganz genau wissen will oder muss, wende sich an einen Juristen! Ich gebe hier nur eine Lach- und Löschberatung. 🗑️🤣️

Spende von (Access Industries)

Mittwoch, 12. August 2026

Oh, kriege ich schon wieder Geld geschenkt, weil ich so eine schöne Mailadresse habe? Wer beschenkt mich denn heute?

Von: Pelle Beskow (Student) <pebe8513@stud.slu.se>
Antwort an: Leonard Valentinovich <leonardvalentinovich-outreach@hotmail.com>

Aha, Pelle, der Student, die die Antwort lieber auf eine für Trickbetrüger angenehm kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei Microsofts Freemailer erhalten möchte. Unverschlüsselt. Also offen wie eine Postkarte und auf dem gesamten Transportweg mitlesbar. Nicht einmal digital signiert. Also so, dass man auch auf dem gesamten Transportweg den Inhalt der Mail verändern könnte, ohne dass der Empfänger etwas davon bemerken kann. Es geht ja nur um so ein bisschen Geld.

Guten Tag,

Genau mein Name! 😁️

mein Name ist Sir Leonard Valentinovich Blavatnik. Sie gehören zu den Personen, die für eine Spende meines Unternehmens, Access Industries, ausgewählt wurden.

Na ja, hauptsache der Trickbetrüger kennt seinen „eigenen“ Namen. Den kennt ja auch nicht jeder. Ich heiße jedenfalls guten Tag…

Ich habe beschlossen, weltweit zufällig ausgewählten Personen jeweils 600.000,00 US-Dollar (sechshunderttausend US-Dollar) zukommen zu lassen. Mit Erhalt dieser E-Mail dürfen Sie sich als einer der glücklichen Empfänger betrachten. Ihre E-Mail-Adresse wurde online nach dem Zufallsprinzip ausgewählt.

…und kriege sechshundert Kilodollar inklusive zweier unnützer Nachkommastellen geschenkt, weil ich so eine schöne Mailadresse habe. „Online und nach dem Zufallsprinzip ausgewählt“ bedeutet hier: Für eine Handvoll Bitcoin in den dunklen Ecken des Internet eine Datenbank gekauft und einfach mal alle Mailadressen mit diesem unpersönlich formulierten Strunztext zur Einleitung eines Vorschussbetruges zukacken, da fallen ja immer ein paar Leute drauf rein. Da fühlt man sich doch gleich wie ein „glücklicher Empfänger“.

Bitte antworten Sie mir baldmöglichst, damit ich die Gültigkeit Ihrer E-Mail-Adresse bestätigen kann.

Bitte ganz schnell antworten! Der verfeinerte Lebensstil eines Trickbetrügers ist immer so kostspielig!

Über den folgenden Link können Sie mehr über mich erfahren:

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Len_Blavatnik

Über mich gibt es auch einen Wicked-Pedia-Artikel. Die Beweise sind mal wieder erdrückend!

Mit freundlichen Grüßen

Sir Leonard Valentinovich Blavatnik

Präsident, Access Industries.

Und fertig ist die miese 08/15-Spam zur Einleitung eines Vorschussbetrugs. Natürlich gibt es kein Geld, aber man darf eine Vorleistung nach der anderen bezahlen, beginnend mit relativ kleinen Beträgen, die sich immer mehr steigern. Wenn nichts mehr herauszuholen ist, bricht der Kontakt plötzlich ab.

Sagte ich „fertig“? Nein, da ist doch noch Spamprosa:

Mejl som skickas till SLU blir allmän handling. Vi behandlar även dina personuppgifter när du mejlar oss.

Emails sent to SLU become official documents. We also process your personal data when you email us.

När du skickar e-post till SLU så innebär detta att SLU behandlar dina personuppgifter. För att läsa mer om hur detta går till, klicka här

E-mailing SLU will result in SLU processing your personal data. For more information on how this is done, click here

Heute in Schwedisch und Englisch. Danke für das „click here“, ein Sprachstummel, den man niemals in lesenswerten Mitteilungen denkender und fühlender Menschen sieht, sondern nur in mieser Reklame und schlechter Spam.

Entf! 🗑️

Spende

Freitag, 10. Juli 2026

Oh, da weiß ich ja schon beim Betreff, dass die Nuller Jahre ihre Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges wiederholen möchten.

Wer schreibt denn?

Von: Lynda Resnick <info@mgcpakistan.com>
An: Recipients <info@mgcpakistan.com>
Antwort an: info@lyndaresnickcom.com

Es schreibt jemand, den ich nicht kenne. Aber das macht ja nichts, deshalb stehe ich da auch nicht als Empfänger drin, wie sonst bei allen lesenswerten Mitteilungen denkender und fühlender Menschen. Denn diese Spam geht an ganz viele Mailadressen gleichzeitig. Bitte nicht an die Absenderadresse antworten, sonst kommt die Antwort nicht bei den Trickbetrügern an.

Hallo,

Genau mein Name! 😆️

[…] ich bin Lynda Resnick, […]

Aber hauptsache, du kennst deinen eigenen Namen. Den kennt ja auch nicht jeder. Aber früher hast du dich doch immer Elisabeth genannt.

Na, ich will mal nicht nur ätzen: Immerhin liegt die Mailadresse für die Antwort nicht mehr bei GMail, so wie früher. Du hast wohl festgestellt, dass solche Antwortadressen durch keinen Spamfilter mehr hindruchpassen, und dass du deshalb auf deinen Geldgeschenken einfach sitzenbleibst. Schade nur: Auch so wird deine Spam erkannt. Aus inhaltlichen Gründen. Denn der Text hat sich ja nicht so sehr verändert:

[…] eine amerikanische Geschäftsfrau, Unternehmerin und Mitinhaberin von Wonderful Company in Südtexas. Ich habe 25 Prozent meines persönlichen Vermögens für wohltätige Zwecke gespendet und mir vorgenommen, die restlichen 25 Prozent im Jahr 2026 an Einzelpersonen zu spenden. Ich habe mich entschieden, Ihnen 3.000.000,00 Euro zukommen zu lassen. Wenn Sie an meiner Spende interessiert sind, kontaktieren Sie mich bitte für weitere Informationen.

Und Geld hast du. Davon willst du mir so drei Milliönchen abgeben, weil ich so eine schöne Mailadresse mit „Gammelfleisch“ im Namensteil habe, die man auch mit einem schlecht und sehr naiv implemtentierten Harvester einfach aus dem Impressum absaugen kann. Wer ich bin und was ich mache, spielt dabei keine Rolle. Du glaubst ja sogar, dass ich „Hallo“ heiße.

Mehr über mich erfahren Sie unter folgendem Link:

https://en.wikipedia.org/wiki/Lynda_Resnick

Ich habe übrigens auch eine Seite in der Wicked Pedia. Ach, du glaubst mir nicht, dass ich das bin? Und: Warum du mir das glauben solltest? 😅️

Herzliche Grüße,
Lynda Resnick,
Mitinhaberin von Wonderful Company
E-Mail: info@lyndaresnickcom.com

Bitte auf gar keinen Fall an die Absenderadresse antworten, wie man das bei allen E-Mails von denkenden und fühlenden Menschen macht!

Wenn das ein wunderbares Unternehmen ist, dann will ich das üble, ausbeuterische, fabrikneuen Müll verkaufende, kundenverachtende und widerwärtige Unternehmen aber nicht mehr kennenlernen.

Entf!

3,500,000.00 EUR

Dienstag, 7. Juli 2026

Abt.: Die Nuller Jahre möchten ihre billigen Spams zur Einleitung eines Vorschussbetruges zurückhaben

Oh, 3,5 Megaeuro? Für mich? Ohne Grund? Einfach so? Wer ist denn so spendabel?

Von: Lại Vũ Minh Thư – 241A140206 /<Thu241A140206@st.vhu.edu.vn>

Jemand, den ich nicht kenne. Das macht aber nichts…

Hallo,

…denn der Absender kennt mich ja auch nicht.

Ihre E-Mail-Adresse wurde für den Empfang einer Spende in Höhe von 3.500.000,00 € ausgewählt.

Sie wurden durch ein automatisiertes Auswahlverfahren aus über 5.000 Unternehmen und mehr als 10.000.000 privaten E-Mail-Adressen weltweit ausgewählt. Sie gehören zu den Empfängern dieser Spende und haben daher diese Benachrichtigung erhalten.

Das ist ja toll. Da hat jemand eine große Datei mit Mailadressen und hat darauf mal shuf -n 10 drauf losgelassen, um Mailadressen Geld zu schenken. Wir kennen das ja alle, dass irgendwelche Unbekannten große Lotterien veranstalten, für die man kein Los kaufen muss, weil sie unbedingt dieses lästige Geld loswerden wollen. Die Nachrichten sind schließlich voll von Milliardären, die sich irgendwo hinstellen und 100-Euro-Banknoten verteilen, wie andere die Flugblätter und die Reklame verteilen. Nicht? Na, woran das wohl liegt…

Sagt der Milliardär zum Armen: „Sei froh, dass du mich hast, sonst würdest du verhungern.“
Antwortet der Arme: „Ich habe Hunger. Hast du mal fünf Euro für mich?“
Antwortet der Milliardär: „Verpiss dich, du Abschaum!“

Ihre Spendenreferenznummer lautet: ZKHRG45KDV.

Aber ich habe doch schon eine Mailadresse, und die hat gewonnen, oder? Was soll da das alberne Gewinke mit einem Löffel Buchstabensuppe als ganz geheimem Geheimcode? In einer unverschlüsselten und nicht digital signierten E-Mail, die auf ihrem gesamten Transportweg durchs Internet überall gelesen und sogar verändert werden kann, ohne dass der Empfänger auch nur eine Chance hätte, so eine Manipulation zu bemerken? Das ist nicht nur dumm, das ist doch dumm und dämlich. Nee, wenn man von Geld so dermaßen dumm wird, dann verzichte ich lieber. Von Geld kann man ja nur kaufen.

Aber immer denken sich die Vorschussbetrüger solche dümmlichen Verfahren aus, weil sie damit dumme Menschen beeindrucken können.

Weitere Informationen über mich finden Sie hier:
https://en.wikipedia.org/wiki/Chris_Hohn

Weitere Informationen über mich gibt es ebenfalls im Internet. Und immer, wenn ich Spammer sehe, werde ich ganz grün. 😁️

Um mit dem Spendenprozess fortzufahren, antworten Sie bitte auf diese E-Mail. Sie erhalten dann weitere Anweisungen zu den erforderlichen Schritten, um die Spende zu erhalten.

Bitte geben Sie folgende Informationen an:

* Vor- und Nachname:

* Land:

* Adresse:

* Telefonnummer:

* Beruf:

Da will mir einer grundlos Geld schenken, und was will er wissen? Meine Telefonnummer und meinen Beruf. Und was will er nicht wissen? Richtig: Meine Kontonummer, um mir den Zaster mal überweisen zu können. Da weiß man schon von der ersten Betrügermail an, mit was man es zu tun hat. 😂️

Keine weiteren Fragen.

Natürlich existieren die 3,5 Megaeuro nicht. Die werden den Opfern nur immer vor die Nüstern gehalten…

Eine alte Karikatur, die den auf einem Esel reitenden Tod zeigt, der dem Esel mit einer Angelleine eine Karotte vor Augen hält, damit er weiter geht. Der Esel rennt gierig auf den Abgrund zu.
Bild: Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain

…damit sie immer tapfer weitermachen. Damit sie eine Vorleistung nach der anderen bezahlen, während sie von einer Trickbetrügerbande so lange am Telefon bearbeitet werden, dass die Betrüger das Gehirn auslöffeln können. Da noch eine Gebühr für den Notar, da noch eine Gebühr wegen des Geldwäschegesetzes, und eine für die Sicherheitsfirma, und eine für den Betreiber des Geldspeichers. Oh, ich muss da noch einen Beamten beim Zoll bestechen, und der Stempel kostet sowieso etwas. Bitte immer schön über anonymisierende Verfahren wie Western Union oder in Kryptogeld bezahlen, ist auch ganz einfach und geht viel schneller als die Banken. Damit man die 3,5 Megaeuro auch ein bisschen schneller bekommt. Wenn aus einem Opfer nichts mehr rauszuholen ist, bricht der vorher sehr lebhafte Kontakt ganz plötzlich ab. Das Opfer muss einsehen, dass es ganz übel betrogen wurde und in Wirklichkeit gar nichts über die vielen Leuten weiß, mit denen es jetzt wochenlang kommuniziert hat. Das Opfer muss mit der Wut, der Scham und dem finanziellen Verlust selbst klarkommen. Wie hoch der Verlust ist? In der Regel fünfstellig, manchmal sogar sechsstellig. Wenn man Millionen vor Augen hat, kann man sich ja verschulden, um es später von den Millionen zurückzuzahlen. Oder die letzten wertvollen Dinge zum Pfandleiher bringen.

Wichtig: Bitte senden Sie die angeforderten Informationen direkt an meine offizielle E-Mail-Adresse:
unitednationsinfo@europe.com

Bitte auf gar keinen Fall an die Absenderadresse antworten, sonst kommt es nicht bei der Betrügerbande an. Die Absenderadresse ist nämlich gefälscht. Und bitte ganz feste daran glauben, dass man grundlos 3,5 Megaeuro geschenkt bekommt, weil man so eine schöne Mailadresse hat. Wer seine Absenderadresse fälscht, wird doch nicht lügen.

Mit freundlichen Grüßen,

Sir Christopher Anthony Hohn,
Britische Hedgefonds-Managerin.

Ich weiß manchmal auch nicht mehr, ob ich Männlein ode Weiblein bin. 🤣️

Entf!

Derzeit verfügbare Positionen im Überblick

Donnerstag, 2. Juli 2026

Nicht darau reinfallen! Es ist eine Spam und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Betrug. Das gilt auch, wenn die Spammer den etwas peinlichen Fehler in dieser Spam in ihrer zweiten Welle korrigieren. Wer mir das nicht glauben will, weil ein dahergelaufener Blogger im geduldigen Internet gar vieles behaupten kann, gehe bitte einfach zur nächsten Polizeidienststelle und frage die Polizei, was man von Angeboten zu halten hat, die mit unverlangter E-Mail von bislang völlig unbekannten Leuten unterbreitet werden. Aber bitte: Auf gar keinen Fall darauf reinfallen! Jeder Mensch kann etwas Besseres mit seinem Geld anfangen, als gewerbsmäßigen Betrügern den verfeinerten Lebensstil zu finanzieren.

Von: Martin Ziegler – Quentin Treuhand Kontakt <Kontakt@treuhand-x.de>

Kenne ich nicht.

Logo -- Quentin Treuhand -- Quentin Treuhand Insolvenzverwaltung -- Diskret, Verlässlich, Juristisch präzise

Das Bild wird nicht etwa aus einer Website dieses großen und vor allem juristisch präzisen Treuhänders nachgeladen, sondern aus der Cloud von Amazon.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Absender kennt mich auch nicht. Aber immerhin: Eines von beiden bin ich.

im Rahmen eines von uns begleiteten geordneten Verwertungsprozesses gemäß § 159 InsO steht derzeit ein aktueller Warenbestand zur Verfügung, den wir ausschließlich Empfängern vorstellen, bei denen aufgrund des beruflichen oder geschäftlichen Kontextes ein nachvollziehbarer Bezug zu den angebotenen Positionen besteht. Aus diesem Grund haben wir Sie in den Kreis der Empfänger aufgenommen und geben Ihnen Gelegenheit, die Unterlagen selbst zu prüfen oder an die zuständige Stelle weiterzuleiten.

Ich habe auch gar keinen beruflichen oder geschäftlichen Kontext. Ich bin ein Privatmensch. Ein armer Privatmensch, übrigens, einer der vom Betteln und von dem, was ihm kampflos gegeben wird lebt. Und ich habe überhaupt kein Interesse daran, ungefragt in irgendwelche „Kreise“ aufgenommen zu werden. Schon gar nicht, wenn so etwas mit illegaler und asozialer Spam kommt.

Den aktuellen Warenbestand finden Sie kompakt zusammengefasst in der PDF-Datei im Anhang dieser Nachricht.

Leider sind diese Treuhänder aus der Spamhölle nur juristisch präzise und haben deshalb vergessen, ihr PDF an die Spam anzuhängen. Man kann aber auch nicht alles im Kopf haben! Da vergisst man dann schon einmal die Hauptsache! 🤣️

Wie gesagt, das wird in der zweiten Spamwelle dieser Betrüger sicherlich korrigiert. Trotzdem nicht darauf reinfallen!

Übersicht der Warengruppen

• Computer & Notebooks
• Elektronik, TV & Smartphone
• Solar & Energie
• Grafikkarten & Komponenten
• Baugeräte & Maschinen
• Foto & Kamera
• Edelmetalle (Gold/Silber)
• Industrielle Restanten

Sollten einzelne Positionen oder ein Gesamtankauf für Sie interessant sein, prüfen wir Ihre Anfrage gerne kurzfristig, sobald der Mindestbestellwert von 5.000,00 € netto erreicht wird.

Bezahlen darf man vermutlich, aber geliefert wird nix.

Ansprechpartner für Ihre Anfrage
Martin Ziegler
Kundenbetreuung & Verwertungsservice

☎ Telefon
0221 95672███

Keine Website, keine Anschrift, nichts. Und ein in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich vorgeschriebenes E-Mail-Impressum für ihre klar gewerbliche Mail – die wollen mir und dir und ihnen ja etwas verkaufen – haben diese „juristisch präzisen“ Absender auch vergessen. 😂️

Ihre schriftliche Rückmeldung nehmen wir gerne entgegen, um die weitere Prüfung für Sie zu veranlassen. Bei Rückfragen sind wir jederzeit schriftlich oder telefonisch für Sie erreichbar.

An welche Anschrift ich meine „schriftliche Rückmeldung“ senden soll, erfahre ich allerdings nicht aus diesem dummen Kurztext eines aus guten Gründen völlig unbekannten Autors. Aber hey, dafür gibts noch eine zweite Grafik, die ebenfalls aus der Cloud von Amazon nachgeladen wird, und da steht sogar eine Anschrift drin:

Logo -- Quentin Treuhand -- Quentin Treuhand Insolvenzverwaltung -- Diskret, Verlässlich, Juristisch präzise -- Telefon 0221 95672███ -- Else-Lang-Str. 1 -- 50858 Köln

Schade, dass blinde Menschen das nicht lesen können. Jemand, der denken und fühlen kann und auch nur näherungsweise seriös ist, würde so eine Angabe als Text machen. Es ist ja auch einfacher. Und wer dazu technisches Verständnis hat, würde noch eine vCard an die Mail anhängen, die Empfänger bequem in ihr Adressbuch oder in ihre Software für Geschäftskontakte importieren können, ganz ohne umständlich zu tippen oder die einzelnen Komponenten einer Adresse über die Zwischenablage bewegen zu müssen. Ich würde das ganz sicher so machen, wenn ich davon lebte, allerlei Zeug aus Insolvenzen zu verkaufen. Ich hätte dann übrigens auch so eine neumodische Website…

Es sieht dort auf den ersten Blick durchaus plausibel aus (der Link führt zu Google Maps). Leider liegt der Eingang in einer Sackgasse, in die das Google-Knipsauto nicht reingefahren ist, so dass man keine Schilder am Eingang sehen kann. Einen Eintrag in Google Maps hat diese „Quentin Treuhand Insolvenzverwaltung“ nicht, im Gegensatz zur „Borggreve & Kiehl Grundbesitzverwaltung“ mit derselben Anschrift. Lt. OpenStreetMap handelt es sich um ein Wohngebäude, genauer um ein Mehrfamilienhaus. Der gegenwärtige Eintrag in OpenStreetMap geht nicht auf einen ehrenamtlichen Kartierer, sondern auf das Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln zurück. Die werden da hoffentlich wissen, was für Häuser wo in Köln rumstehen. 😁️

Ich habe schon lange keine Adresse mehr in einer Spam gesehen, die so eine klare und leicht erkennbare Lüge ist. 🤥️

Keine weiteren Informationen gewünscht?
Abmeldung senden

Aber ich habe mich gar nicht angemeldet und ich werde solchen Spammern ganz sicher nicht mitteilen, dass ihre dumme und betrügerische Spam ankommt, gelesen wird und sogar beklickt wird.

Stattdessen: Löschen, den Müll! 🗑️

Nachtrag: Die erste Spam dieser Betrüger mit PDF im Anhang kam eine halbe Stunde nach Veröffentlichung dieses Textes.

Erbschaft

Dienstag, 30. Juni 2026

Es gibt sie noch, die „gute alte Spam“ zur Einleitung eines Vorschussbetrugs.

Von: Silvana Tenreyro <help@live-bcfserver.com>
Antwort an: silvanatenreyro20@gmail.com
An: Recipients <help@live-bcfserver.com>

Betreff: Erbschaft

Sie wurden als Erbenberechtigter [sic!] identifiziert. Um den Anspruch geltend zu machen, wenden Sie sich bitte mit Ihrem vollständigen Namen an Silvana Tenreyro unter . Eine schnelle Antwort hilft uns, den Prozess zu beschleunigen
silvanatenreyro20@gmail.com

Oh, wer ist denn gestorben? Ach, das ist unwichtig! Es reicht doch, dass ich erbe, da muss ich doch nicht auch noch trauern oder wenigstens mal zur Beerdigung gehen und eine Schippe Erde ins Würmerloch geben.

Diese Spam ist genau so dumm wie das frühere Zeug aus Nigeria und Benin. Hoffentlich fallen heute viel weniger Leute auf so etwas herein. Dass ich geerbt habe, ohne dass mein Name in der letztweiligen Verfügung stand, es aber trotzdem unter entschlossenem Einsatz von Horoskopen, Tarotkarten und Kristallkugeln möglich war, meine Mailadresse herauszukriegen… eigentlich kann man gar nicht so dumm und naiv sein, dass man darauf reinfällt.

  • Bitte nicht an die Absenderadresse antworten, denn sonst kommt es nicht an.
  • Bitte erstmal mitteilen, wie man überhaupt heißt.
  • Bitte alles Weitere über eine für Betrüger angenehm anonym und kostenlos eingerichtete Mailadrese.
  • Bitte schnell machen, denn Koks und Nutten sind für die Betrüger immer ganz schön teuer, und die übermotorisierte Karre ist auch schon wieder zwei Monate alt und muss mal erneuert werden.

Aber bei den vielen Umfragen, Gewinnspielen, Rabatten, Quacksalbereien und Geschenken (von Aldi, Edeka, Rewe, Netto, Saturn Hansa und OBI) freue ich mich geradezu, wenn ich so einen Müll im Pesteingang sehe. Es ist mal eine andere Dummheit.

Potential Partnership & Investment Discussion

Sonntag, 28. Juni 2026

Oh, ein Geldexperte! Was will der bei mir? Ich habe kein Geld.

Von: Dr. Peter Bradley <ciap@seap.rn.gov.br>
Antwort an: andrealorenzo@ggcbllc.org

Bitte nicht an die Absenderadresse antworten, die so tut, als käme sie von der brasilianischen Regierung! Stattdessen einfach…

$ host ggcbllc.org
ggcbllc.org has address 196.61.217.239
ggcbllc.org mail is handled by 0 ggcbllc.org.
$ country 196.61.217.239
196.61.217.239 is from Nigeria (NG)
$ _

…nach Nigeria schreiben. Aus Nigeria habe ich ja lange nichts mehr gehabt. Oder die nigerianischen Trickbetrüger verstehen inzwischen, sich besser zu verstecken. Dieser Spamdoktor aber nicht. Der versteht nur etwas von Geld. 😂️

Dear Sir/Madam

Ja, eines von beiden bin ich.

I know many high net-worth individuals and business owners are facing tighter cash flow and financing challenges in today’s market.

Nun, ich bin nicht mit angespanntem Zahlungsfluss und Finanzierungsproblemen konfrontiert. Ich bin arm.

I’ve been helping businesses navigate this with more access to flexible funding and risk management strategies.

Ich bin auch kein Unternehmen, dass irgendeinen spammenden Geldberater aus der Spam benötigt. Aber dass deine Spam die Schrotmunition eines Betrügers ist, sieht man ja schon an der Anrede. Und an der Antwortadresse. Ein paar Millionen Spams zu versenden kostet dich ja nichts. Und ein paar werden schon treffen.

Aber schön, wie du das Wort „Darlehen“ vermeidest und mit einem angelernten neuronalen Netzwerk – von Journalisten, Politikern und anderen digitalen Analphabeten durchgehend mit dem Reklamewort „künstliche Intelligenz“ bezeichnet – textest und glaubst, so käme dein Müll besser durch die Spamfilter. Kleiner HInweis von mir: Das ist dir überhaupt nicht gelungen.

Aber was solls. Hauptsache, mit Geld kennst du dich aus, Doktor! 😂️

Do you mind taking a look at the brief overview of this Funding strategy that could benefit you as it aligns with the
current market structure?

Welche kurze Übersicht über diese „Finanzierungsstrategie“ meinst du. Deine Spam hat weder einen Link noch einen Anhang. Und dabei lache ich doch so gern.

Respond &#034;YES&#034; to enable us to recommend you.

Aber hey, dafür verwendest du HTML-Entitäten in einer reinen Textmail. Das muss man auch erstmal schaffen. Ist Geld denn so schädlich für das Gehirn? 🤔️

Nein, ich antworte mit „Nein“, denn ich habe von dieser kryptisch formulierten und maschinell dummen Spam schon genug. Und damit es ganz sicher ist, sende ich die Antwort gar nicht ab.

Best regards,

Dr. Peter Bradley
Wealth Manager &amp; Financial Advisor
Financial Trustees Ltd
Email: andrealorenzo@ggcbllc.org

In was hast du eigentlich deinen Doktor gemacht, Peter? Vorschussbetrug kann man doch gar nicht studieren.

Einen Vermögensverwalter brauche ich mangels Vermögen gerade nicht so sehr, und einen Finanzberater mangels Finanzen auch nicht. Und selbst, wenn ich Geld hätte: Einen aus meinem Spameingang würde ich ganz sicher nicht als Treuhänder haben wollen. Wenn ich mein Geld verbrennen und verschleudern will, kriege ich das schon selbst hin. Es ist ja auch nicht so schwierig.

Es ist mir eine große Ehre, mit Ihnen an der Umsetzung meines Testaments (für wohltätige Zwecke) zusammenzuarbeiten

Dienstag, 16. Juni 2026

Schreibs auf ein Stück Papier, setz deinen Namen drunter und warte, dass die restliche Zeit vergeht, aber nerv mich nicht! Oder, wenn du sicher gehen willst, lass es bei einem Notar beurkunden. Das ist der Typ mit den ganz teuren Stempeln.

Von: Mekdim Abera <Mekdim.Abera@eic.gov.et>

  • Natürlich kenne ich den Absender nicht.
  • Natürlich steht meine Mailadresse nicht als Empfänger in der Spam, weil diese Spam an ganz viele Leute gleichzeitig geht.
  • Natürlich lässt dieser Absender, der in seiner Mailadresse so tut, als wäre er irgendwas mit der äthopischen Regierung, seine E-Mail…
    $ host eic.gov.et
    eic.gov.et mail is handled by 10 eic-gov-et.mail.protection.outlook.com.
    $ _
    

    …angenehm frei von irgendwelchen Hostingkosten bei Microsoft machen. Unter der tollen Domain wird nicht einmal ein eigener Server betrieben, der hat nur einen Eintrag für die E-Mail, damit diese zu Microsoft geht.

Natürlich wird dieser E-Müll zur Einleitung eines Vorschussbetrugs auch von einem sehr lax eingestellten Spamfilter, der vieles durchlässt, sicher als Spam erkannt und aussortiert, und erst recht von einem denkenden und fühlenden Menschen.

Aber ich schreibe hier ja auch zu Unterhaltungszwecken, und deshalb sei dieses wortreiche und schaumvolle Werk eines aus guten Gründen unbekannten Autors hier gewürdigt.

Salut mein liebster Begünstigter,

So genau hat schon lange keiner mehr meinen Namen gekannt! Es geht ja auch nur um Geld und eine Letztweilige Verfügung, das kann man alles mit völlig Unbekannten machen, weil die so eine hübsche Mailadresse haben. 😅️

Aber Mekdim hat ja auch einen guten Grund dafür. Und Ehre hat er auch:

Es ist mir eine große Ehre, mit Ihnen an der Umsetzung meines Testaments (für wohltätige Zwecke) zusammenzuarbeiten, wodurch ich einen meiner Lebensträume verwirklichen konnte. Meine Spende an Sie ist ausschließlich humanitären Zwecken gewidmet, insbesondere der Unterstützung benachteiligter Gemeinschaften und der Verbesserung ihrer Lebensqualität. Ich verstehe, dass Sie von dieser Nachricht überrascht sein werden, da wir uns noch nie begegnet sind und Sie sich vielleicht fragen, warum ich mich unter so vielen Menschen im Internet für Sie entschieden habe. Seien Sie unbesorgt: Ich habe mich entschieden, eine mir unbekannte Person zu unterstützen, weil ich selbst in jungen Jahren anonyme Hilfe von einem Unbekannten erhalten habe, den ich bis heute nicht kennenlernen konnte. Diese Erfahrung hat mich damals sehr berührt und mich dazu inspiriert, heute Ähnliches zu tun. Möge Gott Sie bei diesem wohltätigen Vorhaben segnen und begleiten.

Man muss schon sehr glaubenswillig sein, um das für plausibel zu halten.

Bevor ich weitermache, gestatten Sie mir, Ihnen einen kleinen Teil meiner Biografie zu geben. Mein Name ist Sir. Mekdim Abera, portugiesischer Architekt, durch die Gnade des allmächtigen Gottes bin ich 90 Jahre alt. Über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg umfasste die Arbeit meiner Praxis städtische Masterpläne, öffentliche Infrastruktur, Flughäfen, öffentliche und kulturelle Gebäude, Büros und Arbeitsplätze, Privathäuser und Möbeldesign.

Wir kennen alle diese tollen Möbel, die von Architekten gestaltet wurden. Meistens sehen sie wie Klötzchen aus. 😂️

Zu den wichtigsten Projekten, an denen ich beteiligt war, gehören der Flughafen Peking, das Millau-Viadukt in Frankreich, 30 St Mary Axe und der Great Court im British Museum in London, der Hearst Headquarters Tower in New York und das Museum of Fine Arts in Boston. Zu den kürzlich abgeschlossenen Projekten gehören der Apple Park in Kalifornien, der europäische Hauptsitz von Bloomberg in London, der Comcast Tower in Philadelphia und das Magdi Yacoub Global Heart Center in Kairo. Ich wurde 1997 von Königin Elizabeth II. zum Verdienstorden ernannt und 1999 in den Adelsstand der Queen’s Birthday Honours List aufgenommen.

Herzlichen Glückwunsch, Sir, dass sie von der Königin Großbritanniens zu einem Verdienstorden ernannt wurden. Wo darf ich sie jetzt hinstecken? 🤣️

Alter und Zeit spielen mir nicht in die Karten, denn ich bin alt und werde schwach, wie meine Kinder mir immer sagen. Deshalb verbringe ich meinen Ruhestand mit Kalligrafie und halte Gastvorträge zum Thema globale Vernetzung. Ich fördere interdisziplinäres Denken und Forschung, um zukünftigen Generationen von Architekten, Designern und Stadtplanern zu helfen, die Zukunft zu gestalten. Außerdem verbringe ich viel Zeit mit meiner Familie und meinen Lieben, für die ich während meiner Zeit als Geschäftsreisender im Ausland nie Zeit hatte. Jedes Jahr spenden meine Familie und ich 20 % unseres jährlichen Familieneinkommens aus unseren globalen Investitionen und Unternehmen über Spendenaktionen an internationale Lebensmittelbanken und 30 % an bedürftige Gemeinschaften weltweit, auch hier in meinem Heimatland Portugal, sowie an einige wenige Glückliche und enge Freunde, um deren Unternehmen zu unterstützen und die Armut im In- und Ausland zu bekämpfen. Mein Vermögen habe ich unter meinen Kindern aufgeteilt und einen Teil für eine Stiftung zurückgelegt, um weltweit Wohltätigkeitsprojekte zu finanzieren. Ich bin ständig auf der Suche nach gemeinnütziger Arbeit und danke Gott, dass ich glücklich bin, dass meine Kinder glücklich sind und dass meine ganze Familie glücklich ist, weil ich durch mein Spendenprogramm für die Menschheit etwas Gutes tue.

Da haben sie so viel Geld, Sir, und sie haben nicht einmal einen eigenen Mailserver für die ganzen Mails, die im Zusammenhang mit diesem Geld stehen? Und sie verschlüsseln ihre Mails auch nicht? Das ist schon ziemlich dünne.

Ich habe hiermit einen Spendenscheck bei der Fundación Princesa de Asturias unter der Aufsicht und Auszahlung von Leonor, Prinzessin von Asturien, eingereicht. […]

Ich habe meine Schecks immer bei der Bank eingereicht, nicht bei irgendwelchen Adligen.

[…] Sie wurden als meine Begünstigte für den Empfang meiner E-Mails und der Einzahlung des Spendenschecks bestätigt. […]

Oh, ich bin begünstigt! Ich empfange Spam! 😁️

[…] Die Einzahlung erfolgte mit Ihrer E-Mail-Adresse und dem Einzahlungscode (DMF107PIOTR88859). […]

Das mit der E-Mail geht nicht. Entweder wird der Name eines Gläubigers eingetragen, oder es handelt sich um ein Inhaberpapier – deshalb die Phrase „oder Überbringer“ in den Scheckvordrucken, so dass man gar keinen Namen eintragen muss. Es gibt auch keine Einzahlungscodes auf Schecks, es geht dabei ja nicht um Western Union, wo man sich mit einer Nummer Geld abholen kann. Der Scheck ist ein Dokument, das ich physisch bekommen und bei der ausstellenden Bank zu Geld machen kann. Oder ich kann das einer Bank überlassen, die mein Konto führt – und die sich das mit einer gar nicht so kleinen Gebühr vergüten lässt. Man nennt so etwas ein „Wertpapier“. Menschen, die Bankkaufmann gelernt haben, werden das sicherlich viel präziser ausdrücken können. Ich kann „nur“ Computer. Was ein Scheck ist, habe ich dabei – noch in einer Zeit vor jedem digitalen Zahlungsverkehr – sehr schnell gelernt.

Heute sind Schecks übrigens völlig unüblich, werden aber noch gelegentlich benutzt. Ich glaube, gelesen zu haben, dass die Deutsche Bundesbank nächstes Jahr das Abkommen über den Einzug von Schecks mit diversen Geschäftsbanken aufkündigen wird, weil es sich um ein nicht mehr zeitgemäßes und langsames, aber dafür arbeitsaufwändiges Verfahren des Geldtransfers handelt. Aber ich bin mir nicht sicher.

[…] Zur Erinnerung: Die volle Versicherungsprämie für diese Spende wurde entrichtet, was belegt, dass es sich nicht um einen Drogenfonds oder einen Fonds zur Terrorismusfinanzierung in Ihrem Land handelt.

Dass man etwas versichert, bedeutet nur, dass man darauf wettet, dass es verloren geht, um es in diesem Fall erstattet zu bekommen. Das sagt überhaupt nichts über das versicherte Gut. Auch Autos, die Kokain, Kalaschnikows oder Bomben durch die Welt fahren, können versichert sein. Oder Spielhallen und Buchmacherläden, die nur der Geldwäsche dienen, ich kenne da so ein paar Beispiele in der Gegend, durch die ich öfter gehe. Oder Dönerläden…

Und was soll das mit Erinnerung, die ich haben soll, Sir? Bis jetzt wurde das mit der Versicherung noch gar nicht erwähnt. Das ist schon dämlich, wenn man seine Texte mit einem angelernten neuronalen Netzwerk – von Journalisten, Politikern und sonstigen digitalen Analphabeten durchgehend mit dem Reklamewort „künstliche Intelligenz“ bezeichnet – generieren lässt und der dabei entstehende Gnobbelmatsch zwar wohlstukturiert ist, aber eben auch weitgehend sinnlos, dümmlich bis realsatirisch.

Puh, was für ein Absatz. Ich wollte eigentlich gar keine Anmerkungen machen.

Bitte senden Sie Ihren vollständigen Namen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer an Leonor, Prinzessin von Asturien, um die Auszahlung zu veranlassen. E-Mail: leonor@pr███as.com | Telefon: +34 985 242 ███.

Juchu, ich habe die Telefonnummer der Prinzessin!

Weil ich so eine schöne Mailadresse habe.

Ganz wichtig ist, dass ich erstmal sage, was mein wirklicher Name ist, bevor ich den Zaster bekomme. Und meine Telefonnummer ist auch wichtig, denn am Telefon sind solche Trickbetrüger sehr geübt, wenn sie ihre kriminelle Nummer bei zehn bis zwanzig Opfern gleichzeitig aufführen. Ganz viele Anwälte, Sicherheitsfirmen, Geldspeicherbesitzer, Notare, Beamte und was die Phantasie sonst noch hergibt, wollen für den Vorgang ihre Gebühr. Aber bitte über anonymisierende Verfahren wie Western Union bezahlen, die keine für die Polizei verwertbaren Spuren hinterlassen. Ähm… natürlich, weil das schneller ist, so dass ich schneller an den Zaster komme. In der Betrügerbande trägt man nicht so gern Handschelle. ⛓️‍💥️

Hinweis: Ungeachtet Ihrer aktuellen finanziellen Situation bitte ich Sie um einen Gefallen: Nehmen Sie mein kostenloses Angebot an und unterstützen Sie mich im Kampf gegen die Armut in Ihrer Region sowie bei der Verbesserung Ihrer Lebensumstände und Ihrer Unternehmen. Ihre Beteiligung an dieser Mission als mein Begünstigter ist mir sehr wichtig. Ich bin überzeugt, dass Ihr Beitrag einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung Ihres Landes leisten und gleichzeitig Integrität und Wirkung beweisen wird.

Ist es denn so viel Geld, dass ich die Eisenbahn in der Bundesrepublik Deutschland davon wiederaufbauen kann? Das wäre nach rd. dreißig Jahren der Korruption und Verrottung bei der Deutschen Bananenbahn AG (ein privatwirtschaftliches Unternehmen in hundert Prozent Aktienbesitz der Bundesrepublik Deutschland, deshalb die Banane im Spottwort) ganz dringend nötig. 🍌️

Mit freundlichen Grüßen,
Sir. Mekdim Abera

Sie mich auch, Sir! 👅️

Entf!