Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Hey, Cittipost!

Freitag, 24. Juli 2026, 14:30 Uhr

Vielleicht solltet ihr das nächste Mal vor dem Druck überprüfen…

Werbung der Citipost mit »Wir haben ganz viele Superhelden in der Zustellung«. Einer der Zusteller ganz vorne trägt die falsch geschriebene Firmierung »Cittipost« auf der Brust.

…ob das angelernte neuronale Netzwerk auch die Marken und Firmierungen richtig geschrieben hat. Da legt ihr doch sonst auch immer viel Wert drauf.

Oder vielleicht doch lieber einen richtigen Grafiker an so etwas setzen! Der wird solche peinlichen Fehler nicht machen, und die Kosten könnt ihr leider sogar steuerlich absetzen. Ach, ihr bezahlt ja auch eure reklamelügenmäßig zu „Superhelden“ verklärten Zusteller nicht so pralle, ist ja schon alles klar…

Grüße auch an den hannöverschen Madsack-Verlag! 👋️

2 Kommentare für Hey, Cittipost!

  1. J.R. sagt:

    > Oder vielleicht doch lieber einen richtigen Grafiker an so etwas setzen! Der wird solche peinlichen Fehler nicht machen

    Da wäre ich mir nicht mal mehr so sicher. Mittlerweile gibt es immer mehr Leute, die sich „richtige Grafiker“ nennen und trotzdem alles / vieles prompten. Greift auch auf YouTube um sich, ich hatte letztens ein Video mit dem allseits bekannten KI-Avatar, der wie ein asiatischer Anfangs-Vierziger aussieht, künstlicher TTS-Stimme, Zappel-Karaoke-Untertiteln, und die Formulierung des vorgelesenen Textes war ganz eindeutig „Gnobbelmatsch“, wie du es nennst.

    Trotzdem bestand der (mutmaßliche KI-Agent) in den Kommentaren darauf, dass alles „manuell recherchiert“ gewesen wäre und lediglich ein paar KI-Tools „zur Unterstützung“ verwendet wurden – während die entsprechenden Rechtfertigungsversuche genau die gleiche Gnobbelmatsch-Formulierung aufwiesen, wie der im Video vorgelesene Text.

    „Dead Internet“ ist keine Theorie mehr, sondern längst Realität.

  2. […] Gut, das ist jetzt natürlich nur meine einschätzung, denn ich beobachte das schon ein bisschen länger und bin da „ein kleines bisschen“ voreingenommen, weil ich in meinem kurzen leben zum dritten mal einen KI-heip erlebe. (Die ersten beiden mit den expertensystemen und der fuzzy logic haben die meisten menschen nicht mitbekommen, weil ihnen kompjuter so fremd wie esoterik waren. Die heips gingen vorbei, einige anwendungen blieben — zum beispiel für fuzzy logic die bildstabilisierung in digitalkameras und diverses steuerungszeugs. Die großen geschäfte sind ausgeblieben.) Bei den generativen neuronalen netzwerken habe ich die kwalitätsverschlechterung als erstes wahrgenommen, die generierten bilder wurden zwar anatomisch korrekter, aber auch so viel „kitschiger“, dass sie kaum noch zu gebrauchen waren. Außer vielleicht für jornalisten und reklameheinis. Und selbst bei der gnobbelmatschverwendung in der reklame gibts noch viel anlass zur heiterkeit. […]

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