Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Spende“

Es ist mir eine große Ehre, mit Ihnen an der Umsetzung meines Testaments (für wohltätige Zwecke) zusammenzuarbeiten

Dienstag, 16. Juni 2026

Schreibs auf ein Stück Papier, setz deinen Namen drunter und warte, dass die restliche Zeit vergeht, aber nerv mich nicht! Oder, wenn du sicher gehen willst, lass es bei einem Notar beurkunden. Das ist der Typ mit den ganz teuren Stempeln.

Von: Mekdim Abera <Mekdim.Abera@eic.gov.et>

  • Natürlich kenne ich den Absender nicht.
  • Natürlich steht meine Mailadresse nicht als Empfänger in der Spam, weil diese Spam an ganz viele Leute gleichzeitig geht.
  • Natürlich lässt dieser Absender, der in seiner Mailadresse so tut, als wäre er irgendwas mit der äthopischen Regierung, seine E-Mail…
    $ host eic.gov.et
    eic.gov.et mail is handled by 10 eic-gov-et.mail.protection.outlook.com.
    $ _
    

    …angenehm frei von irgendwelchen Hostingkosten bei Microsoft machen. Unter der tollen Domain wird nicht einmal ein eigener Server betrieben, der hat nur einen Eintrag für die E-Mail, damit diese zu Microsoft geht.

Natürlich wird dieser E-Müll zur Einleitung eines Vorschussbetrugs auch von einem sehr lax eingestellten Spamfilter, der vieles durchlässt, sicher als Spam erkannt und aussortiert, und erst recht von einem denkenden und fühlenden Menschen.

Aber ich schreibe hier ja auch zu Unterhaltungszwecken, und deshalb sei dieses wortreiche und schaumvolle Werk eines aus guten Gründen unbekannten Autors hier gewürdigt.

Salut mein liebster Begünstigter,

So genau hat schon lange keiner mehr meinen Namen gekannt! Es geht ja auch nur um Geld und eine Letztweilige Verfügung, das kann man alles mit völlig Unbekannten machen, weil die so eine hübsche Mailadresse haben. 😅️

Aber Mekdim hat ja auch einen guten Grund dafür. Und Ehre hat er auch:

Es ist mir eine große Ehre, mit Ihnen an der Umsetzung meines Testaments (für wohltätige Zwecke) zusammenzuarbeiten, wodurch ich einen meiner Lebensträume verwirklichen konnte. Meine Spende an Sie ist ausschließlich humanitären Zwecken gewidmet, insbesondere der Unterstützung benachteiligter Gemeinschaften und der Verbesserung ihrer Lebensqualität. Ich verstehe, dass Sie von dieser Nachricht überrascht sein werden, da wir uns noch nie begegnet sind und Sie sich vielleicht fragen, warum ich mich unter so vielen Menschen im Internet für Sie entschieden habe. Seien Sie unbesorgt: Ich habe mich entschieden, eine mir unbekannte Person zu unterstützen, weil ich selbst in jungen Jahren anonyme Hilfe von einem Unbekannten erhalten habe, den ich bis heute nicht kennenlernen konnte. Diese Erfahrung hat mich damals sehr berührt und mich dazu inspiriert, heute Ähnliches zu tun. Möge Gott Sie bei diesem wohltätigen Vorhaben segnen und begleiten.

Man muss schon sehr glaubenswillig sein, um das für plausibel zu halten.

Bevor ich weitermache, gestatten Sie mir, Ihnen einen kleinen Teil meiner Biografie zu geben. Mein Name ist Sir. Mekdim Abera, portugiesischer Architekt, durch die Gnade des allmächtigen Gottes bin ich 90 Jahre alt. Über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg umfasste die Arbeit meiner Praxis städtische Masterpläne, öffentliche Infrastruktur, Flughäfen, öffentliche und kulturelle Gebäude, Büros und Arbeitsplätze, Privathäuser und Möbeldesign.

Wir kennen alle diese tollen Möbel, die von Architekten gestaltet wurden. Meistens sehen sie wie Klötzchen aus. 😂️

Zu den wichtigsten Projekten, an denen ich beteiligt war, gehören der Flughafen Peking, das Millau-Viadukt in Frankreich, 30 St Mary Axe und der Great Court im British Museum in London, der Hearst Headquarters Tower in New York und das Museum of Fine Arts in Boston. Zu den kürzlich abgeschlossenen Projekten gehören der Apple Park in Kalifornien, der europäische Hauptsitz von Bloomberg in London, der Comcast Tower in Philadelphia und das Magdi Yacoub Global Heart Center in Kairo. Ich wurde 1997 von Königin Elizabeth II. zum Verdienstorden ernannt und 1999 in den Adelsstand der Queen’s Birthday Honours List aufgenommen.

Herzlichen Glückwunsch, Sir, dass sie von der Königin Großbritanniens zu einem Verdienstorden ernannt wurden. Wo darf ich sie jetzt hinstecken? 🤣️

Alter und Zeit spielen mir nicht in die Karten, denn ich bin alt und werde schwach, wie meine Kinder mir immer sagen. Deshalb verbringe ich meinen Ruhestand mit Kalligrafie und halte Gastvorträge zum Thema globale Vernetzung. Ich fördere interdisziplinäres Denken und Forschung, um zukünftigen Generationen von Architekten, Designern und Stadtplanern zu helfen, die Zukunft zu gestalten. Außerdem verbringe ich viel Zeit mit meiner Familie und meinen Lieben, für die ich während meiner Zeit als Geschäftsreisender im Ausland nie Zeit hatte. Jedes Jahr spenden meine Familie und ich 20 % unseres jährlichen Familieneinkommens aus unseren globalen Investitionen und Unternehmen über Spendenaktionen an internationale Lebensmittelbanken und 30 % an bedürftige Gemeinschaften weltweit, auch hier in meinem Heimatland Portugal, sowie an einige wenige Glückliche und enge Freunde, um deren Unternehmen zu unterstützen und die Armut im In- und Ausland zu bekämpfen. Mein Vermögen habe ich unter meinen Kindern aufgeteilt und einen Teil für eine Stiftung zurückgelegt, um weltweit Wohltätigkeitsprojekte zu finanzieren. Ich bin ständig auf der Suche nach gemeinnütziger Arbeit und danke Gott, dass ich glücklich bin, dass meine Kinder glücklich sind und dass meine ganze Familie glücklich ist, weil ich durch mein Spendenprogramm für die Menschheit etwas Gutes tue.

Da haben sie so viel Geld, Sir, und sie haben nicht einmal einen eigenen Mailserver für die ganzen Mails, die im Zusammenhang mit diesem Geld stehen? Und sie verschlüsseln ihre Mails auch nicht? Das ist schon ziemlich dünne.

Ich habe hiermit einen Spendenscheck bei der Fundación Princesa de Asturias unter der Aufsicht und Auszahlung von Leonor, Prinzessin von Asturien, eingereicht. […]

Ich habe meine Schecks immer bei der Bank eingereicht, nicht bei irgendwelchen Adligen.

[…] Sie wurden als meine Begünstigte für den Empfang meiner E-Mails und der Einzahlung des Spendenschecks bestätigt. […]

Oh, ich bin begünstigt! Ich empfange Spam! 😁️

[…] Die Einzahlung erfolgte mit Ihrer E-Mail-Adresse und dem Einzahlungscode (DMF107PIOTR88859). […]

Das mit der E-Mail geht nicht. Entweder wird der Name eines Gläubigers eingetragen, oder es handelt sich um ein Inhaberpapier – deshalb die Phrase „oder Überbringer“ in den Scheckvordrucken, so dass man gar keinen Namen eintragen muss. Es gibt auch keine Einzahlungscodes auf Schecks, es geht dabei ja nicht um Western Union, wo man sich mit einer Nummer Geld abholen kann. Der Scheck ist ein Dokument, das ich physisch bekommen und bei der ausstellenden Bank zu Geld machen kann. Oder ich kann das einer Bank überlassen, die mein Konto führt – und die sich das mit einer gar nicht so kleinen Gebühr vergüten lässt. Man nennt so etwas ein „Wertpapier“. Menschen, die Bankkaufmann gelernt haben, werden das sicherlich viel präziser ausdrücken können. Ich kann „nur“ Computer. Was ein Scheck ist, habe ich dabei – noch in einer Zeit vor jedem digitalen Zahlungsverkehr – sehr schnell gelernt.

Heute sind Schecks übrigens völlig unüblich, werden aber noch gelegentlich benutzt. Ich glaube, gelesen zu haben, dass die Deutsche Bundesbank nächstes Jahr das Abkommen über den Einzug von Schecks mit diversen Geschäftsbanken aufkündigen wird, weil es sich um ein nicht mehr zeitgemäßes und langsames, aber dafür arbeitsaufwändiges Verfahren des Geldtransfers handelt. Aber ich bin mir nicht sicher.

[…] Zur Erinnerung: Die volle Versicherungsprämie für diese Spende wurde entrichtet, was belegt, dass es sich nicht um einen Drogenfonds oder einen Fonds zur Terrorismusfinanzierung in Ihrem Land handelt.

Dass man etwas versichert, bedeutet nur, dass man darauf wettet, dass es verloren geht, um es in diesem Fall erstattet zu bekommen. Das sagt überhaupt nichts über das versicherte Gut. Auch Autos, die Kokain, Kalaschnikows oder Bomben durch die Welt fahren, können versichert sein. Oder Spielhallen und Buchmacherläden, die nur der Geldwäsche dienen, ich kenne da so ein paar Beispiele in der Gegend, durch die ich öfter gehe. Oder Dönerläden…

Und was soll das mit Erinnerung, die ich haben soll, Sir? Bis jetzt wurde das mit der Versicherung noch gar nicht erwähnt. Das ist schon dämlich, wenn man seine Texte mit einem angelernten neuronalen Netzwerk – von Journalisten, Politikern und sonstigen digitalen Analphabeten durchgehend mit dem Reklamewort „künstliche Intelligenz“ bezeichnet – generieren lässt und der dabei entstehende Gnobbelmatsch zwar wohlstukturiert ist, aber eben auch weitgehend sinnlos, dümmlich bis realsatirisch.

Puh, was für ein Absatz. Ich wollte eigentlich gar keine Anmerkungen machen.

Bitte senden Sie Ihren vollständigen Namen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer an Leonor, Prinzessin von Asturien, um die Auszahlung zu veranlassen. E-Mail: leonor@pr███as.com | Telefon: +34 985 242 ███.

Juchu, ich habe die Telefonnummer der Prinzessin!

Weil ich so eine schöne Mailadresse habe.

Ganz wichtig ist, dass ich erstmal sage, was mein wirklicher Name ist, bevor ich den Zaster bekomme. Und meine Telefonnummer ist auch wichtig, denn am Telefon sind solche Trickbetrüger sehr geübt, wenn sie ihre kriminelle Nummer bei zehn bis zwanzig Opfern gleichzeitig aufführen. Ganz viele Anwälte, Sicherheitsfirmen, Geldspeicherbesitzer, Notare, Beamte und was die Phantasie sonst noch hergibt, wollen für den Vorgang ihre Gebühr. Aber bitte über anonymisierende Verfahren wie Western Union bezahlen, die keine für die Polizei verwertbaren Spuren hinterlassen. Ähm… natürlich, weil das schneller ist, so dass ich schneller an den Zaster komme. In der Betrügerbande trägt man nicht so gern Handschelle. ⛓️‍💥️

Hinweis: Ungeachtet Ihrer aktuellen finanziellen Situation bitte ich Sie um einen Gefallen: Nehmen Sie mein kostenloses Angebot an und unterstützen Sie mich im Kampf gegen die Armut in Ihrer Region sowie bei der Verbesserung Ihrer Lebensumstände und Ihrer Unternehmen. Ihre Beteiligung an dieser Mission als mein Begünstigter ist mir sehr wichtig. Ich bin überzeugt, dass Ihr Beitrag einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung Ihres Landes leisten und gleichzeitig Integrität und Wirkung beweisen wird.

Ist es denn so viel Geld, dass ich die Eisenbahn in der Bundesrepublik Deutschland davon wiederaufbauen kann? Das wäre nach rd. dreißig Jahren der Korruption und Verrottung bei der Deutschen Bananenbahn AG (ein privatwirtschaftliches Unternehmen in hundert Prozent Aktienbesitz der Bundesrepublik Deutschland, deshalb die Banane im Spottwort) ganz dringend nötig. 🍌️

Mit freundlichen Grüßen,
Sir. Mekdim Abera

Sie mich auch, Sir! 👅️

Entf!

Spende

Donnerstag, 21. Mai 2026

Was, schon wieder?

Lieber Freund,

Aber ganz genau mein Name! 🤭️

Ich bin Herr Tayeb Souami, der Mega-Jackpot-Gewinner von 315,3 Millionen Dollar.

Gut, dass du wenigstens deinen eigenen Namen kennst. Den kennt ja auch nicht jeder. Und Geld hast du auch gewonnen. Das ist doch toll.

Wenn Sie diese E-Mail erhalten, wurde Ihre E-Mail-Adresse nach einem Spinball ausgewa¤hlt.

Meinst du so einen Spinball? 😁️

Ich habe den Groayteil meines Vermogens an verschiedene Wohltatigkeitsorganisationen und Organisationen gespendet. Ich habe mich freiwillig entschieden, Ihnen als einem der fanf Auserwahlten den Betrag von 2.000.000,00 Euro zu spenden.

Schön, dass du dich freiwillig entschieden hast. Und dann gleich zwei Megaeuro. Ich werde ja jeden Tag reich durch meine Mailadresse, weil es dumme Vorschussbetrüger wie dich gibt, die Millionen mit dem Spinball verteilen. 😅️

Meine Gewinne konnen Sie auf meiner YouTube-Seite unten einsehen.

SIEHE MICH HIER:
https://www.nj.com/news/2018/06/hold_meet_the_winner_of_the_3153_million_powerball.html
oder auf YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=Z6ui8ZDQ6Ks

Und mich findest du hier. 😁️

Ihr Spendencode: [DFTS02094RW2026]

Toll, ein Löffel Buchstabensuppe! Jetzt neu und super: Mit lustigen Ziffern zu den Buchstaben. Reicht die Mailadresse nicht, die du mit dem Spinball ausgewählt hast?

Und nein, dein toller und vor allem ganz geheimer Geheimcode ist keine Sicherheitsmaßnahme. Deine Mail war unverschlüsselt und nicht digital signiert. Sie konnte auf dem gesamten Transportweg gelesen und beliebig verändert werden. Eine Manipulation hätte ich nicht entdecken können.

Antworten Sie auf diese E-Mail mit dem Spendencode:
tayebsouamidonationorg@gmail.com

Bitte nicht an die Absenderadresse antworten. Stattdessen den ganzen Rest der Kommunikation wegen eines Millionenbetrages über eine für Betrüger erfreulich kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse beim dicksten Kumpel und Komplizen des Betrügers, bei Googles GMail, erledigen. Es geht ja nur um Geld.

Ich hoffe, Ihnen und Ihrer Familie eine Freude zu machen.

Geh einfach sterben, Vorschussbetrüger! Das macht vielen Menschen eine Freude.

Mit freundlichen Gruayen

Herr Tayeb Souami

Mit glühenden Mittelfingern

Dein dich genießender
Nachtwaechter

Re: Did you get the first email from me!!

Dienstag, 5. Mai 2026

Oh, so etwas scheint es gerade etwas häufiger zu geben. Kryptische Mails mit einem Intelligenztest. Wer darauf antwortet, hat verloren.

So so, „Re“. Also eine Antwort auf eine Mail von mir. Wer schreibt mir denn heute?

Von: Elena Colijn <aurora.munoz@sedatu.gob.mx>
Antwort an: elenacolijn1@gmail.com

Ich kenne weder die Absenderadresse noch die Antwortadresse. Hier behauptet jemand, mir zu antworten, den ich garantiert noch nie geschrieben habe.

Und, um was geht es?

Hello Dear,

Erstmal weiß das Absender nicht, wer ich bin.

Did you get the donation email I had sent previously, Please do confirm if you got that email.

Und zweitens hat es mir eine „Spendenmail“ geschickt. Damit ist wohl klar genug, dass hier ein Vorschussbetrug eingeleitet werden soll. Wie schon gesagt: Ich habe hier ein weit zurückreichendes Mailarchiv, und ich habe noch nie Mailkontakt mit dieser Trickbetrügerbande gehabt, die mir antwortet, weil sie „Hello Dear“ etwas spenden will.

Regards
Elena Colijn

Und den lustigen Namen kenne ich natürlich auch nicht.

Este correo ha sido analizado por el servicio de Symantec Email Security.Cloud.
Para más información, visite http://www.symanteccloud.com

Solche dummen und gefährlichen Reklamesprüche findet man niemals in Mitteilungen von denkenden und fühlenden Menschen. Sie sind ein sicheres Erkennungszeichen für Spam. Warum gefährlich? Weil jeder dahergelaufene Spammer eine frische Kollektion aktueller Schadsoftware an seine Mail hängen und so einen Spruch daruntersetzen kann. Voll die Sicherheitswolke! Dumm wie Reklame, und offen intelligenzverachtend. 😁️

Ach ja, auch so kryptisch formuliert passt dieser enddumme Müll bei mir nicht durch den Spamfilter. Und das ist gut so.

Ohne Betreff

Samstag, 18. April 2026

Der Wiedergänger des Tages

Lizzy hört auch nicht damit auf, mir grundlos Geld zu schenken, obwohl sie von mir nur den Namen „Hallo“ und meine Mailadresse kennt… erstaunlich dass die nach den ganzen Jahren überhaupt noch etwas übrig hat! 😁️

Dieser Text ist Spamgenießern wohlbekannt. Gut, manchmal stehen auch 3,6 Megaeuro als Spende drin, und manchmal 1,4 Megaeuro. Aber immer hat Lizzy mindestens eine halbe Million für „Herrn Hallo“ mit der schönen Mailadresse. Immer ziemlich grundlos, denn Klang und Wohlgeruch meines Namens können hier ja nicht den Ausschlag gegeben haben. Die Spams werden beinahe immer über Google, den dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers, versendet, die Antwortadresse liegt beinahe immer bei GMail, weil irgendwelche Geldsackfrauen nicht die paar Groschen übrig haben, eigene Mailserver zu betreiben und in Gelddingen Vertraulichkeit völlig unwichtig finden. Vermutlich klebt die Geldsäckin auch jeden Monat ihre Kontoauszüge an die nächste Litfasssäule, damit die Nachbarn etwas zum Lesen haben. Dass solche Mails nicht verschlüsselt sind, versteht sich von selbst. Die Zielgruppe dieses Betruges würde damit nicht klarkommen. Die Zielgruppe dieses Betruges ist leichtgläubig, naiv und technisch ahnungslos.

Heute ist die dumme und betrügerische Spam zur Einleitung eines Vorschussbetrugs mal wieder HTML-formatiert, ihr Text ist fett gesetzt und dennoch eigentümlich schlecht strukturiert. Die lustige und lächerliche Formulierung „ich möchte in ihrem Namen spenden“ statt „ich möchte ihnen spenden“ habe ich auch schon häufiger in dieser Masche gesehen. Die Leute, die diesen Betrug durchziehen, können nicht so gut Deutsch, haben erst recht kein Sprachgefühl und sind völlig auf Computerübersetzungen angewiesen, wenn sie nicht wie ein Clown klingen wollen. Texte, die in der Vergangenheit erfolgreich waren, werden einfach immer wieder verwendet. Die Mutter der Dummen ist ja immer schwanger. Und wenn man für deutlich unter fünfzig Euro für einen kriminellen Dienstleister aus den dunklen Ecken des Internet hunderttausend Spams raussendet, und dreißig Leute fallen noch einmal auf die längst uralte Masche rein, hat es sich doch auch gelohnt. Denn einen hohen dreistelligen Betrag leiern die aus jedem raus, und einige verschulden sich sogar voller Hoffnung auf die Millionen und tragen fünfstellig das Geld zu Western Union und Konsorten. Manche lernen auch, wie man sich Bitcoin beschafft und mit Bitcoin bezahlt. Weil sowohl Kryptogeld als auch Western Union besser als Banküberweisungen ist – aus Sicht der Kriminellen, die lieber völlig anonym bleiben. Natürlich gibt es keine Millionen. Mit dem Geld macht sich eine Betrügerbande ein schönes Leben, prasst im Puff und kauft dicke Autos.

Hallo
Ich bin Maria Elisabeth Schaeffler, eine deutsche Unternehmerin, Investorin und Philanthropin. Ich bin die Vorsitzende der Wipro Limited. 25 % meines persönlichen Vermögens sind für wohltätige Zwecke bestimmt. Die restlichen 25 % habe ich bis 2026 an Privatpersonen gespendet. Ich habe mich entschieden, 1.500.000,00 € in Ihrem Namen zu spenden. Wenn Sie an meiner Spende interessiert sind, kontaktieren Sie mich bitte für weitere Informationen.
Mehr über mich erfahren Sie unter folgendem Link:
https://cs.wikipedia.org/wiki/Maria-Elisabeth_Schaeffler Mit freundlichen Grüßen,
Vorstandsvorsitzende der Wipro Limited
Maria Elisabeth Schaeffler
E-Mail: mariaeliisabethschaefflerr1@gmail.com

Eigentlich kann da niemand mehr drauf reinfallen. Aber es läuft immer und immer und immer wieder einmal. Also wird wohl noch jemand darauf reinfallen. 😐️

Re: Hallo

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Von: Gina Rinehart <angela@artnaweb.com.br>
An: Recipients <angela@artnaweb.com.br>
Antwort an: ginarinehart9619@gmail.com

Ich stehe natürlich nicht als Empfänger drin, weil die Mail gleichlautend an hunderttausende Mailadressen geht, und ich soll natürlich auch nicht an die Absenderadresse antworten, sondern an eine anonym und kostenlos eingerichtete Mailadresse beim dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers, bei Googles GMail.

Hallo
Ich bin Gina Rinehart, eine australische Geschäftsfrau, Investorin und Vorstandsvorsitzende von Hancock Prospecting, einem in Privatbesitz befindlichen Mineralexplorations- und -gewinnungsunternehmen. Ich bin einer der Eigentümer von Hancock Prospecting. Ich habe 25 Prozent meines persönlichen Vermögens für wohltätige Zwecke gespendet. Und ich habe auch versprochen, die restlichen 25% in diesem Jahr 2025 an Individual [sic!] zu verschenken. Ich habe mich entschlossen, Ihnen 2.000.000,00 Euro zu spenden. Wenn Sie an meiner Spende interessiert sind, kontaktieren Sie mich für weitere Informationen.

Sie können auch mehr über mich über den unten stehenden Link lesen

https://en.wikipedia.org/wiki/Gina_Rinehart

Gina Rinehart – Wikipedia
en.wikipedia.org

Herzliche Grüße,
Frau Gina Rinehart,
Vorstandsvorsitzende von Hancock Prospecting.
E-Mail: ginarinehart9619@gmail.com

Hey, Gina, du Spammchen,

als du mir das letzte Mal einen verblüffend ähnlichen Text über grundlos verschenkte Millionenbetrüge in den Pesteingang gemacht hast, da warst du noch Maria-Elisabeth, das kleine Spammchen aus dem dicken Geldsack. Das ist bei dir ja beinahe wie mit Raider und Twix. 😁️

Ein bisschen Mühe kannst du dir aber ruhig mal geben! Ach, wenn du dir Mühe geben wolltest, brauchtest du ja gar nicht zu spammen und zu betrügen, sondern könntest gleich arbeiten gehen? Genau so habe ich dich auch gleich eingeschätzt.

Ich wünsche dir eine ruhmvolle Zukunft und weltweite Bekanntheit! Möge man eine unheilbare Krankheit nach dir benennen!

Dein dich und deinen Vorschussbetrug „genießender“
Nachtwaechter

Entf! 🗑️

Ich habe mich entschieden, in Ihrem Namen 1.500.000,00 € zu spenden.

Montag, 17. November 2025

Hallo
Ich bin Maria Elisabeth Schaeffler, eine deutsche Unternehmerin, Investorin und Philanthropin. Ich bin Vorstandsvorsitzende von Wipro Limited. 25 % meines Privatvermögens sind für wohltätige Zwecke bestimmt. Ich habe mich außerdem verpflichtet, die restlichen 25 % bis 2025 an Privatpersonen zu spenden. Ich habe mich entschieden, in Ihrem Namen 1.500.000,00 € zu spenden. Bei Interesse an meiner Spende kontaktieren Sie mich bitte für weitere Informationen.
Weitere Informationen zu mir finden Sie unter folgendem Link:
https://cs.wikipedia.org/wiki/Maria-Elisabeth_Schaeffler
Mit freundlichen Grüßen
Geschäftsführerin von Wipro Limited
Maria Elisabeth Schaeffler
E-Mail: mariaeliisabethschaefflerr1@gmail.com

Keine Lust auf weitere Worte. 😅️

N41-

Freitag, 31. Oktober 2025

Was bitte? Ich kenne nur C++. 🤭️

Wer schreibt mir denn überhaupt?

Von: WEIKERT DIETMAR <albeker.maria@t-online.hu>
Antwort an: WEIKERT DIETMAR <ho.buffett@gmail.com>
An: ss@gmail.com

Jemand, den ich gar nicht kenne und der, die oder das wohl Dietmar oder Maria (oder beim Anblick der Antwortadresse: gelegentlich auch mal Warren Buffett) heißen soll, schreibt mir. Aber dafür stehe ich zum Ausgleich auch gar nicht als Empfänger in der Mail, so wie das in allen Mails von denkenden und fühlenden Menschen der Fall ist. Und meine Antwort soll an eine Mailadresse bei Googles GMail gehen, dem dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers.

Ich gebe die Formatierung dieser Spam übrigens nicht hunterprozentig original wieder. In der HTML-formatierten Spam ist der größte Teil des Textes ein Zitat eines Zitates eines Zitates…

<blockquote style="color: rgb(34, 34, 34); font-family: Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: small; background-color: rgb(255, 255, 255);" type="cite">
   <div dir="ltr">
      <blockquote type="cite">
         <blockquote type="cite">

…vermutlich, weil der Absender dachte, dass diese drei hübschen Streifen am linken Rand des Textes sehr dekorativ und hübsch aussehen. In Wirklichkeit sieht das eher sehr dumm aus. Aber man kann ja auch nicht immer Glück beim Denken haben. 🍀️

Grüße

Genau mein Name!

Herzlichen Glückwunsch! Die Weikert Dietmar Stiftung hat Ihnen 3.250.500 EUR gespendet.

Oh, so drei Millionen kann ich aber gerade gut gebrauchen. Schade, dass diese komische „Stiftung“ gar keine Website zu haben scheint. Na, egal, hauptsache sie hat den Zaster! 😁️

Wie komme ich überhaupt an die Ehre, dass mir jemand 3,2 Megaeuro schenken will? Ich habe doch gar nichts bemerkenswertes gemacht, und ich habe auch keine Bettelbriefe an irgendwelche Geldsäcke geschrieben. Mal weiterlesen:

Hinweis: Die Spende erfolgt per E-Mail. Daher werden Sie nur dann als Empfänger dieser Spende ausgewählt, wenn Sie die Gültigkeit Ihrer E-Mail-Adresse bestätigen.

Aha, ich kriege das Geld, weil ich eine Mailadresse habe. 😂️

Für weitere Informationen zur Stiftung und zur Beantragung der Mittel antworten Sie mir bitte, sofern Ihre angegebene E-Mail-Adresse gültig ist.

Ich erwarte Ihre Antwort zur Bestätigung der Gültigkeit dieser E-Mail-Adresse.

Ich wills mal so sagen, du Spammchen mit deiner Pechsträhne im Denken: Wenn die Mailadresse nicht gültig ist, dann kommt die Mail gar nicht bei mir an.

Mit freundlichen Grüßen

Herr Weikert Dietmar
Weikert Dietmar Stiftung
VC-E-Mail-1: ho.buffett@gmail.com

Häh? „VC-E-Mail-1″? Ist das so gewollt, oder war der Spammer beim Vorbereiten seiner paar Millionen Spams zu besoffen, um das zu bemerken? 🤭️

Übrigens: Diese GMail-Adresse wurde vor 263 Tagen schon einmal als Antwortadresse in einem Vorschussbetrug aus meinem Pesteingang verwendet. Sie scheint ja immer noch für die Betrüger benutzbar zu sein. Google ist das egal. Google lässt so etwas einfach weiter laufen. Das ist viel billiger und weniger aufwändig, als wenn Google etwas gegen den betrügerischen Missbrauch der kostenlos angebotenen Dienstleistungen unternähme, so wie das jedes anständige Unternehmen tut, das Wert auf seine Reputation legt. Oder, wie ich es immer sage: Google ist der dickste Kumpel und Komplize des Trickbetrügers. Google selbst ist Spam geworden. Schon seit zwei Jahrzehnten. Und das Schlimmste: Es ist gar kein Thema. Google kommt damit einfach durch. 😐️

Hinweis: Sollten Sie diese E-Mail in Ihrem Junk- oder Spam-Ordner finden, liegt dies an Ihrem Internetanbieter. Bitte markieren Sie sie als „Kein Spam“ oder verschieben Sie sie in Ihren Posteingang, um zu antworten.

Wenn dieser Müll als Spam erkannt und aussortiert wurde, ist alles in bester Ordnung. Bitte so lassen. Bei mir liegt es übrigens nicht am Internetanbieter. Der rspamd wird selbst betrieben. Und er funktioniert sehr gut. Für diesen Bullshit hat er zum Beispiel 20,54 gülden gleißende Spampünktchen vergeben, und ab fünf Punkten gehts in die Tonne. Mit einer Antwortadresse bei GMail geht es zum Beispiel immer direkt in die Tonne, weil ich so etwas wirklich nur in Spam sehe. Aber für die „Zielgruppe“ dieses Spammers auf Dummenfang passt der dumme Spruch schon.

Das Geld gibt es natürlich nicht. Man kann bei diesen Betrügern nur eine finanzielle Vorleistung nach der anderen bezahlen, am liebsten anonymisiert über Western Union und Konsorten, weil die auch lieber kein Bankkonto verwenden. Wenn solche Betrüger nichts mehr aus ihrem Opfer rausleiern können, bricht der Kontakt plötzlich ab. Spätestens dann fällt dem betrogenen Menschen auf, dass er nicht einmal weiß, mit wem er es die ganze Zeit zu tun hatte.

herzlichen Glückwunsch!

Mittwoch, 15. Oktober 2025

Da klingt schon der Betreff nach Spam und Vorschussbetrug. Wer schreibt mir denn?

Von: Elon Musk Tesla <dimensioning@familyforumsa.com>
Antwort an: elonmusktesla0102@gmail.com
An: Recipients <dimensioning@familyforumsa.com>

Aha, der hitlergrüßende Geldsack Elon Musk schreibt. Der, der so reich geworden ist, weil er so viel Geld einfach verschenkt hat. Allerdings soll alle weitere Kommunikation über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei Googles GMail, dem dicksten Kumpel und Komplizen des Trickbetrügers, laufen. Natürlich steht nicht meine Mailadresse als Empfänger drin, denn dieser Müll wird als BCC verteilt und geht an ganz viele Mailadressen gleichzeitig, ohne dass es dem Empfänger sofort auffällt.

Die Mail wurde über eine IP-Adresse aus Indien versendet. Sie wird bei mir klar als Spam erkannt. Mein rspamd gibt dafür 38,46 gülden gleißende Spampunkte… und ab fünf Punkten geht es in die eklige Tonne.

Natürlich kommt diese Mail nicht von Elon Musk. Der Name wird hier nur benutzt, weil er nach viel Geld klingt und aus Presse, Funk und Glotze bekannt ist und deshalb ein ziemlich fettes Geldgeschenk „plausibler“ macht. Na ja, so plausibel auch wieder nicht… aber für die „Zielgruppe“ reicht es. Die kann gar nicht leichtgläubig und naiv genug sein.

Hallo, Herzlichen Glückwunsch!

So genau hat schon lange kein Trickbetrüger aus dem Spameingang mehr meinen Namen gekannt. 😅️

Wo warst du?

Auf dem Klo.

Diese Nachricht wurde dir vor etwa zwei E-Mails bezüglich deiner Spende von 500.000,00 USD zugesandt.

Eine völlig neue Zeitrechnung ist über die Welt gekommen. Man spricht nicht mehr von Minuten, Stunden, Tagen und Jahrhunderten, sondern von E-Mails. Übrigens sind solchte Texte zur Einleitung eines Vorschussbetruges schon vor einer Million Spams dumm wie ein halber Meter trockener Feldweg gewesen. 😂️

Herzallerliebst die Angabe mit zwei Nachkommastellen.

Bitte kontaktiere mich per E-Mail, um weitere Informationen zum Erhalt deines Überweisungsbetrags zu erhalten.

Der Absender hätte ja gern noch etwas mehr geschrieben, aber leider ist ihm heute erstmal das Mailpapier ausgegangen. Ihr kennt das ja alle, dass ihr etwas mitteilen wollt, und dann ist auf einmal das Mailpapier alle, und dann müsst ihr das einfach weglassen und auf eine spätere Mail verschieben, wenn ihr wieder Mailpapier gekauft habt. 🤭️

Ignoriere diese Nachricht nicht, denn es handelt sich weder um Betrug noch um einen Scherz.

Ist voll kein Betrug. Ganz dickes Betrügerehrenwort mit Spamsiegel. ✅️

Dafür, dass es kein Scherz ist, ist es aber ganz schön lächerlich.

Vielen Dank und Gottes Segen.

Bitte auch weiterhin religiös sein, denn das macht naiv und leichtgläubig genug, dass man auf so eine plumpe Nummer reinfallen kann. ⛪️

Bitte antworten Sie an: (elonmusktesla0102@gmail.com) / https://en.wikipedia.org/wiki/Elon_Musk Weiter.

Bitte nicht an die Absenderadresse antworten. Die ist nämlich gefälscht. Und ganz feste daran glauben, dass der Rest stimmt!

Zu mir gibts übrigens auch ein Wikipedia-Lemma! 👍️

Vielen Dank.

Vielen Dank für den pseudohöflichen Dank für nichts. Vor meinem Arsch ist übrigens auch kein Gitter, jeder darf mal lecken.

Nochmals herzlichen Glückwunsch.

Ein bisschen weiter oben ist das noch mein Name.

Virus-free. www.avast.com

Und jetzt das absolute Spamsiegel, das man wirklich nur in dümmsten Spams sieht: Der knüppeldumme Avast-Spruch, dass die Mail virenfrei ist. Ich könnte jetzt eine Mail verfassen und eine Kollektion alter und aktueller Schadsoftware anhängen und noch ein dutzend Giftlinks auf Schadsoftwareschleudern drin unterbringen, und zu schlechter Letzt diesen dummen Werbespruch unter den Text schreiben. Der Empfänger hat nix davon, außer, dass er viel leichter zu täuschen ist, wenn er so einen Quatsch auch noch glaubt. Es ist einfach nur Reklame. Reklame für ganz Dumme. Reklame, die ich nur in Spams sehe. Weil ein denkender und fühlender Mensch Wert darauf legen würde, dass seine Mitteilungen frei von Reklame sind.

Entf!