Kurz und schmerzlos:
Dear,
Find attached
Best Regards,
FERNANDES
00971-52-9156908
So so: „Hey, Empfänger, einen Namen von dir kenne ich nicht und in die Mail mochte ich auch nichts reinschreiben, mach doch mal den Anhang auf. Komm, vertrau mir! Ich habe Katzen im Sack! Ich habe auch einen Namen und sogar eine Telefonnummer“. Was wird das wohl sein?
Tja, Katzen im Sack, die mit E-Mail kommen, sind keine LOLCats.
Der Anhang ist angeblich ein Dokument für Microsoft Word – die Datei sieht in Wirklichkeit ein bisschen „kaputt“ aus – das einen Fehler in Word ausnutzt, um eine aktuelle Kollektion von kriminellen Trojanern zu installieren. Zurzeit wird diese Schadsoftware von weniger als der Hälfte der gängigen Antivirus-Programme erkannt.
Deshalb öffnet man eben keine Anhänge in einer E-Mail, außer sie wurden vorher explizit (und nicht über E-Mail) abgesprochen und die E-Mail sowie der Anhang sind digital signiert, damit jenseits jedes vernünftigen Zweifels sichergestellt werden kann, wer der Absender ist. (Natürlich sollte man die Signatur auch überprüfen.) Denn E-Mail-Anhänge sind immer gefährlich. Die Möglichkeit, jemanden in einem anonymisierenden Medium eine Datei zustellen zu können, die er dann beklicken muss, ist für Kriminelle nun einmal außerordentlich attraktiv, und Antivirus-Programme nutzen oft erschreckend wenig.




Klar, du bist eine Frau, du bist jung und so hübsch, dass du nur weggehst, wenn du ein paar Millionen Spams versendest. Und das Foto, das du an diese Spams anhängst, bist ganz bestimmt du und nicht irgendeine Frau, die nichts dafür kann, dass ihr Foto von dir „irgendwo“ mitgenommen wird, damit du einen Köder hast. Du bist so echt wie eine Spam. Und so liebevoll wie eine Ohrfeige. Und so dumm wie ein Stück Scheiße. (Kleiner Tipp von mir: Wenn du das nächste Mal auf „deutsch“ schreibst, frag doch mal jemanden, der auch deutsch kann. Dann klingt es gleich weniger dumm.)