Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Deutsche Post“

Private Maedchenanzeigen, um einen Partner zu finden.

Freitag, 24. Januar 2020

Ich will aber kein Maedchen, ich will – wenn überhaupt – eine Frau. Und wenn ich nur ganz kurz darüber nachdenke, wie viel Unglück vermieden worden wäre, wenn die Menschen nicht geheiratet, sondern sich einen Hund zugelegt hätten – der freut sich nämlich auch, wenn man nach Hause kommt, und der ist wenigstens ehrlich – dann möchte ich nicht einmal mehr die. Das bisschen Lust ist das ganze Elend nicht wert… 🙁

We are pleased to welcome you dear like-minded person.

Ich dachte, ihr schreibt in Deutsch? Gut, Plattdeutsch ist auch genommen. 😉

Our company Deutsche Post has created one unique dating site that has existed for more than 3 years.

Was, die Deutsche Pest hat sich diversiviziert? Die betreibt jetzt schon seit über drei Jahren eine Dating-Website? Das habe ich gar nicht mitbekommen. 📯

And we hasten to tell you the name of this site, and even provide you with a link to it.

Da ist es doch nett, dass irgendwelche Spammer, die nicht einmal Deutsch können, mir mitteilen, wo ich diese Menschenzustellungssite finden kann. 🤣

By 2020, more than a million registered men and attractive ladies have already been recorded.

Da sind auch schon ganz viele Leute, obwohl man nur aus der Spam davon zu erfahren scheint. Fresst Scheiße, Leute! Die ganzen Fliegen können sich ja nicht irren! 💩

For regular or one-time meetings, or to find your life partner, as well as just spend the night and give unforgettable impressions or love feelings.

Wie bei jeder Dating-Website (ja, selbst bei denen, die nicht mit Spam beworben werden) gibt es einen unvergesslichen Eindruck, wie es ist, wenn einem Beutelschneider das bitter erarbeitete Geld aus der Tasche gezogen haben. 💸

We cooperate with different social networks, so that people have the opportunity to communicate and meet, spend time in reality, and not just in the virtual world.

Diese tolle „Dating-Website der Deutschen Pest“ kooperiert mit irgendwelchen sozialen Netzzwergen, aber für ihre Reklame setzt sie ausschließlich auf Spam und Spam und Spam.

Now below our letter we will bring to your attention the name and immediately below it a link to it.

Dating site in deutschland
sex-dating.de.at.ch.li.be.lu

Es ist eine HTML-formatierte Mail, und der Link geht in Wirklichkeit zu Blogspot. Wenn ich Javascript erlauben würde, gäbe es eine Weiterleitung in die Domain yummyslutsfinder (punkt) com, die sich schon so richtig nach einem „Dating-Dienst der Deutschen Pest“ anhört. 🤦

Die Startseite in dieser Domain ist leer. Man muss sich schon von einer Spam hinführen lassen, da man den sehr kryptischen Dokumentnamen der Datei niemals erraten könnte. Es ist von den Betreibern nicht gewünscht, dass jemand diese Seite ohne Spam findet. Die großartige „Dating-Site in Deutschland“ sieht so aus:

Screenshot der betrügerischen Dating-Site

Der überlagerte Schriftzug „SPAM“ ist von mir, denn ich werde nicht gern zum Bildhoster für Spammer. Ebenfalls von mir sind die Unscharfzeichnung der wahllos über den Hintergrund gekachelten Fotos von Frauen mit keck entblößten Titten und Muschis sowie der schwarze Balken und die „Früchte des Jugendschutzes“ im Hauptfoto – ein Bild, das sicherlich von den Spammern vor allem deshalb ausgewählt wurde, weil darin der Weiter-Klickelink genau über der Möse liegt. Ich muss davon ausgehen, dass alle diese Fotos von „irgendwo aus dem Internet“ mitgenommen wurden, und die Frauen, deren überwiegend lebensfrohe Bilder hier von spammenden Verbrechern als Köder missbraucht werden, sind wahrlich gestraft genug. 🙁

Vielleicht sollte man vorher darüber nachdenken, was für Bilder von sich selbst man und frud im Internet verwendet, dann passiert so ein Missbrauch von Bildmaterial nämlich nicht. Von mir gibt es zum Beispiel nahezu gar keine Fotos, und das hat einen Grund, den ich klar kommuniziere. Daran, dass mich dümmere Menschen für paranoid halten, habe ich mich inzwischen gewöhnt. Das, wovor ich vor sieben Jahren viel zu ungehört gewarnt habe, ist inzwischen längst Wirklichkeit. Und was der überall so leichtwortig versprochene Datenschutz in der Praxis wert ist, kann man hier auch kurz und doch deprimierend ausführlich nachlesen. Darüber hinaus ist es auch ein Leichtes, sich auf einer so genannten „Social-Media-Website“ oder einer so genannten „Dating-Website“ anzumelden, und massenhaft freizügiges Bildmaterial mitzunehmen. Was im Internet verfügbar ist, ist für die ganze Welt verfügbar. 🌍

If this email is spam, please forward it to your inbox.

Ja, Spammer, du kannst mich auch mal! 🖕

Eingangsbestätigung zu ihrer Bestellung 9234500900001 Deutsche Post vom Freitag, 24.10.2014

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Vom Freitag? Schnell ist sie nicht, diese „Deutsche Post“.

Die folgende Mail ist eine gefährliche Spam. Sie kommt nicht von der „Deutschen Post“, die sich für ihren Mailverkehr wohl auch kaum einen Server in Frankreich mieten würde.

Liebe Kundin, lieber Kunde,

Mit dieser Nachricht bestätigen wir, dass Ihre Bestellung bei uns eingegangen ist. (siehe anhängende Datei)

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Deutsche Post eFiliale Online-Team [sic!]

Wie immer, wenn die Ansprache unpersönlich ist und ein angeblicher Geschäftsvorfall behauptet wird, über den nichts weiter als eine Nummer mitgeteilt wird, ist der Anhang, der angeblich über alles aufklären soll, das reinste Gift. In dem angehängten ZIP-Archiv liegt eine Datei mit dem Dateinamen Rechnung zu Ihrer Bestellung.exe, die das Piktogramm eines PDF-Dokumentes trägt. Das ist eine ausführbare Datei für Microsoft Windows, unter Vorwand zugestellt von anonymen Spammern, und wer diese verbrecherische Software gestartet hat, hat jetzt einen Computer anderer Leute auf dem Schreibtisch stehen.

Die Schadsoftware wird nur von rd. 40% der gängigen Antivirus-Schlangenöle als Schadsoftware erkannt und aussortiert, bevor sie größeren Schaden anrichten kann. Aber zum Glück sollte inzwischen fast jeder Mensch wissen, dass…

  1. …die anonyme Anrede der Marke „lieber Kunde“ ein Alarmzeichen ist;
  2. …eine gemailte Bestellbestätigung, die im Text nichts als eine dumme Nummer über die Bestellung mitteilt, ein Alarmzeichen ist;
  3. …eine angebliche E-Mail von einem Unternehmen zu einem angeblichen Geschäftsvorfall, in der keine Telefonnummer für schnelle Rückfragen angegeben ist, ein Alarmzeichen ist; und dass
  4. …ein E-Mail-Anhang mit einem angeblichen PDF-Dokument in einem ZIP-Archiv ein Alarmzeichen ist…

…und einfach unbeschwerten Herzens und unerschrocken die Spam löschen. (Das gleiche gilt natürlich auch, wenn das ZIP nicht angehängt wurde, sondern ein Link auf die angeblichen Dokumente gesetzt wurde. Und eine Bullshit-Unterschrift wie „Ihr Deutsche Post eFiliale Online-Team“ sollte natürlich auch skeptisch machen, so sehr die Werber nach mehreren gepuderten Nasen auch immer darum bemüht sind, die sprachlichen Auftritte von Unternehmungen zu realdadaistischen Akten zu machen.)

Und genau damit ist das einzige große Einfallstor für Schadsoftware über E-Mail geschlossen. Kurze Merkregel: Hängt ein ZIP an einer Mail, lösch den Müll! Es ist weder sachlich noch technisch erforderlich, PDF-Dokumente zusätzlich durch Verpacken in ein ZIP-Archiv zu komprimieren; diese sind sowohl digital signierbar wie auch komprimierbar.

Deutsche Post. Sie mussen eine Postsendung abholen #68TJ71SSU3

Donnerstag, 21. März 2013

Oh, und mit so leckerem Buchstaben- und Zahlensalat am Ende des Betreffs? Das klingt ja gleich doppelt glaubwürdig.

(Gefälschter) Absender ist support (strich) pakete (at) deutschepost (punkt) de.

Lieber Kunde,

Es ist unserem Boten leider misslungen einen Postsendung an Ihre Adresse zuzustellen.

Obwohl wir ein Paket haben, auf dem ihr Name und ihre Anschrift steht, können wir sie nicht namentlich ansprechen. Aber dafür stand irgendwo die Mailadresse drauf, so dass wir sie anmailen. Sehr glaubwürdig, ihr spammenden Idioten! :mrgreen:

Grund: Ein Fehler in der Leiferanschrift.

Dass ein Unternehmen, dass Sendungen zustellt, sich ausgerechnet bei einer Standardmail im Wort „Lieferanschrift“ verschreiben sollte, unterstreicht die großartige Kunst dieser zertifizierten kriminellen Hohlnieten.

Sie konnen Ihre Postsendung in unserer Postabteilung personlich kriegen.

Hui, „kriegen“… 😀

Anbei finden Sie einen Postetikett.
Sie sollen dieses Postetikett drucken lassen, um Ihre Postsendung in der Postabteilung empfangen zu konnen.

Das einzige, was man „anbei“ – wie gut dieses altmodisch-gestelzte Wörtchen doch nach dem eher derbsprachlichen Verb „kriegen“ klingt – findet, ist ein ZIP-Archiv mit dem tollen Dateinamen Deutsche Post Adresse (punkt) zip. Darin befindet sich eine einzige Datei, deren Dateiname auf .docx.exe endet. Es handelt sich also um eine ausführbare Datei für Microsoft Windows, die durch ein bisschen faulen Zauber mit dem Dateinamen den Eindruck erwecken will, es handele sich um ein Dokument für Microsoft Word.

Nun, schon vom Öffnen eines Office-Dokumentes in einem Mailanhang würde ich strikt abraten, aber eine ausführbare Datei geht gar nicht.

Natürlich handelt es sich um aktuelle Schadsoftware aus dem Brutkasten der organisierten Internet-Kriminalität. So genannte Antivirus-Programme bieten davor keinen zuverlässigen Schutz. Dieses Exemplar der Gattung „Trojaner mit Nachladefunktion“ wird zurzeit von achtzig Prozent der gängigen Antivirusprogramme nicht als Schädling erkannt. [Kleiner Nachtrag, 15:10 Uhr: Im Moment kann man schön auf VirusTotal verfolgen, wie die Virenscanner langsam auch diese Brut erkennen lernen. Im Moment sind es nur noch rund 65 Prozent der Programme, die diesen Schädling nicht erkennen. Für die meisten Empfänger dieser Spam kommt dieser langsam heranwachsende Schutz allerdings ein paar Stunden zu spät, und wenn sie nicht genug Hirn hatten, um diesen Müll einfach unbesehen zu löschen, dann haben sie jetzt einen von Kriminellen übernommenen Rechner. Die Spammer mit ihrer Schadsoftware sind immer schneller als die Schlangenöl-Verkäufer der Antivirus-Hersteller. Man könnte also bequem auf diese Rechnerbremse verzichten, die mit hohem Aufwand und geringer Wirkung Schwächen des Betriebssystemes Microsoft Windows ausbügeln soll – vor allem, wenn man einfach ein anderes Betriebssystem nutzt, dass es zudem kostenlos gibt und dass allein deshalb performanter ist, weil nicht jeder Dateizugriff über ein derartiges Antivirus-Schlangenöl geleitet wird. Genau diesen einen Tipp – die Verwendung eines weniger anfälligen Betriebssystemes – werde ich nur noch den vielen Menschen geben, die mich nach ihrer Überrumpelung in Kommentaren fragen, was sie denn nun machen sollen. Ich bins nämlich leid, unbezahlt meinen Beitrag dafür zu leisten, dass mit Gewinnerzielungsabsicht verkaufter Schrott aus dem Hause Microsoft weiterhin benutzt wird. Supportanfragen bei Problemen mit einem von Verbrechern missbrauchten Windows bitte einfach an Microsoft stellen, die sind nämlich dafür – verdammt noch mal! – (mindestens mit-)verantwortlich.]

Wer dieses Programm ausgeführt hat, hat jetzt einen Rechner anderer Leute auf seinem Schreibtisch stehen. Und die werden diesen Rechner zu nutzen wissen!

Ich kann es im Moment, wo ich alle zwei Tage eine neue Mail mit derartigem Anhang sehe, gar nicht oft genug sagen: Anhänge von E-Mails stinken. Niemals öffnen! Egal, ob es sich um Flugtickets, Rechnungen, Mahnungen, Anwaltsbriefe oder Post vom Weihnachtsmann handelt. Auch eine persönliche Anrede ist kein Kriterium, um eine Spam sicher auszuschließen. Es gibt nur noch eine Situation, in der ein Mailanhang geöffnet werden sollte: Bei vorher verabredeter Zustellung einer Datei oder eines Dokumentes in einer digital signierten Mail, deren Absender und unveränderter Inhalt jenseits jedes vernünftigen Zweifels sichergestellt ist. Jede andere Mail mit Anhang sollte einfach gelöscht werden.

Vielen Dank!
Deutsche Post AG.

Natürlich ohne Telefonnummer für eine eventuelle Rückfrage. Ist ja auch nicht die Deutsche Post AG, die diesen Sondermüll fabriziert hat, sondern eine Bande von schäbigen Verbrechern.

Deutsche Post. Sie mussen eine Postsendung abholen #IJV7RRZTON

Montag, 15. Oktober 2012

Diese Mail kommt natürlich nicht von der Deutschen Post, sondern von einer Verbrecherbande.

Lieber Kunde,

Dummes Opfer,

obwohl wie behaupten, dass…

Es ist unserem Boten leider misslungen einen Postsendung an Ihre Adresse zuzustellen.

…wir einen an dich adressierten Brief oder ein Paket vor der Nase liegen haben, wissen wir nicht, wie du heißst. Deshalb reden wir dich lieber als „lieber Kunde“ an.

Grund: Ein Fehler in der Leiferanschrift. [sic!]

Der Grund dafür ist, dass wir nichts weiter als eine riesen Liste mit Mailadressen haben, die wir mit unserem hingerotzten Skript vollmüllen. Dass einige Mailadressen mehrfach in unserer Liste vorkommen, ist uns egal, wir haben das so gekauft und wir verwenden das so. Es ist ja nicht unser Postfach, das da zugemüllt wird. Außerdem haben wir noch keinen aufgeweckten Neunjährigen gefunden, der sich mit solchen Zaubersprüchen wie sort -u auskennt.

Sie konnen Ihre Postsendung in unserer Postabteilung personlich kriegen. [sic! kriegen…] Anbei finden Sie einen Postetikett.

Oh, die „Deutsche Post AG“ (siehe weiter unten) hat eine „Postabteilung“. Da wäre ich niemals drauf gekommen. :mrgreen:

Sie sollen dieses Postetikett drucken lassen, um Ihre Postsendung in der Postabteilung empfangen zu konnen.

Natürlich ist das „Postetikett“ ein ZIP mit einer ausführbaren Datei für Microsoft Windows, und zwar eine, die einen das Gruseln lehrt. Wer entpackt und ausgeführt hat, der hat verloren.

Aber auf einen derart idiotischen Versuch kann eigentlich niemand reingefallen sein.

Vielen Dank!
Deutsche Post AG.

Mit mechanischem Gruß
Die Kriminellen des Internet