Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Autorenarchiv

Time-Magazin bespammt angelernte neuronale Netzwerke

Donnerstag, 6. August 2026

Hier geht es nicht um eine Spam, sondern um einen Link auf einen im Kontext der Spam interessanten englischsprachigen Artikel bei The Register, der beschreibt, wie das Time Magazine der so genannten „künstlichen Intelligenz“ andere, spammige Inhalte ausliefert, um auf diese Weise Spamwerbung in die Chatbots zu bringen – sozusagen die Pest der SEO-Spam, aber jetzt auf andere Bots als die Indexer der Suchmaschinen gerichtet:

Das Time-Magazin verfügt über eine separate Version seiner Website mit Anzeigen, die nur eine KI sieht
Markeninhaber bezahlen bereits, um zu beeinflussen, was Chatbots über sie aussagen

KI-Website-Crawler bekommen jetzt ihre ganz eigenen Anzeigen präsentiert, die normale Besucher niemals sehen, was der Chef eines Unternehmens offen als eine Strategie beschreibt, um zu beeinflussen, was Chatbots über Marken sagen. Wenn Sie Claude das nächste Mal fragen, über welche Bank sie ihre Geschäfte machen wollen, könnte die Antwort von diesem auf Bots ausgerichteten „Inhalt“ beeinflusst worden sein.

Bisher liegt uns nur ein dokumentiertes Beispiel vor. Es handelt sich um Time, das ausgewählten KI-Crawlern für KI bestimmte Anzeigen bereitstellt, wie der in Deutschland ansässige freiberufliche Softwareentwickler Vincent Schmalbach entdeckte. In einem Blogeintrag vom Mittwoch erläuterte Schmalbach detailliert, wie er gesponserte Inhalte fand, die in Markdown-Versionen einiger Time-Seiten eingebettet wurden, welche für KI-Crawler, aber nicht für gewöhnliche Browser bereitgestellt werden.

Nun, da wünsche ich auch weiterhin viel Spaß bei der Lebensberatung durch die Reklamelügen von Spammern… ähm… durch große Sprachmodelle in angelernten neuronalen Netzwerken, wisst schon, das, was Journalisten, Politiker und andere digitaltechnische Analphabeten durchgehend mit dem Reklamewort „künstliche Intelligenz“ bezeichnen. Das ist eine Stelle, bei der vermutlich kaum jemand mit einer solchen Überrumpelung durch Spammer und ihre Machenschaften gerechnet hätte. Und genau deshalb ist es auch besonders widerwärtig.

Für das Time-Magazin, das solche Machenschaften als bezahlte Dienstleistung anzubieten scheint, hoffe ich auf eine zeitnahe und schnelle Abwicklung durch einen Insolvenzverwalter. Der geistig-moralische Bankrott scheint schon vollumfänglich durchschritten zu sein.

Bei Golem gibt es einen deutschsprachigen Text:

Die Seiten tragen Tags des Adtech-Unternehmens Mobian. Darauf folgt ein ausführlicher FAQ-Bereich, der die Onlinebank Ally bewirbt. Die FAQ listet Markenaussagen und Antworten auf Fragen, die ein Nutzer einem Chatbot stellen könnte. Formuliert ist das Ganze so, dass es sich fast wörtlich wiedergeben lässt. Es handelt sich um eine Optimierung der Website für Generative KI-Suchen (GEO), mit dem negativen Beigeschmack, dass hier eben nicht der reguläre Inhalt KI-gerecht präsentiert wird, sondern Werbung.

Nicht jeder Crawler bekommt diese Seiten zu Gesicht. Googles regulärer Indexierungs-Bot erhält offenbar dieselbe Seite wie ein Mensch. Assistenten-Crawler wie Claudebot, OAI-Searchbot und Perplexitybot bekamen laut Schmalbach dagegen die gesponserten Markdown-Seiten ausgeliefert. Zwei weitere OpenAI-Bots lieferten bei seinen Tests nur Serverfehler

Das dürfte für viele Menschen sehr viel leichter verständlich sein.

best places to travel in january around the world

Donnerstag, 6. August 2026

Kommentarspamversuch von gestern mittag, kurz und knackig, mit kanadischer IP-Adresse eines kanadischen Hosters abgesetzt:

Thanks very interesting bⅼog!

Also visit my blog: best places to travel in january around the world

Bis zum 1. Januar sind es ja nur noch 148 Tage, da kann man doch schon seine Reise planen. Unbedingt vorher die Weihnachtsgeschenke kaufen! Natürlich bekommt man über Links aus solcher Kommentarspam in Foren und Blogs keine wertvollen touristischen Tipps, sondern nur Betrug und Abzocke. Aber das weiß hoffentlich jeder.

Erstaunlich, dass dieser Reisezielexperte aus dem Glibbereimer des Spamfilters glaubt, dass seine hirnverachtende Spam etwas besser durch den Spamfilter geht, wenn er ins Wort „very“ anstelle des „r“ ein ähnlich aussehendes Unicodezeichen einfügt. Das genaue Gegenteil ist der Fall.

Allgegenwart der Werbung: BMW

Mittwoch, 5. August 2026

Hier geht es nicht um eine Spam, sondern um eine wahrscheinlich leider legale Form der Reklame, mit der die Protzautoklitsche BMW – bekannt geworden durch das Abo für die eingebaute Sitzheizung – die Käufer ihrer teuren Autos belästigt [Archivversion]:

„BMW hält eine besondere Überraschung für seine Kundinnen und Kunden bereit‟, sagt der deutsche Autokonzern. Gemeint ist animierte Reklame für einen Kinofilm, die die Fahrzeuginsassen auf dessen großen Display vorgesetzt bekommen. „Diese festlichen Animationen sind weltweit in mehr als 70 Ländern für Fahrzeuge verfügbar, die mit der entsprechenden Sonderausstattung und dem BMW Operating System 7, 8, 8.5, 9 oder dem BMW Operating System X ausgestattet sind sowie ein Produktionsdatum nach Juli 2020 aufweisen.‟

Beim Anlassen solcher Fahrzeuge ist für einen Zeitraum von 15 Tagen, vom 27. Juli bis 10. August 2026, ein Werbebanner auf dem Display zu sehen. Wer es wagt, dieses anzutippen, löst laut Pressemitteilung „eine festliche Vollbildanimation im Control Display mit passend ausgewählter Hintergrundmusik und einer begleitenden Lichtshow des Ambient-Beleuchtungssystems‟ aus

Eine ganz besondere Überraschung! Und so festlich! 🤮️

Ich erspare mir mal weitere Anmerkungen dazu, denn BMW hat hier im Lande des vollumfänglichen Rechtsschutzes für beleidigte Leberwürste eine ziemlich große Rechtsabteilung. Stattdessen zitiere ich nur kurz das Wort, das bei Heise Online im Artikel steht…

[…] In-Car-Spam […]

…und das ich angesichts solcher Überrumpelungen völlig angemessen finde, selbstverständlich, ohne es mir deshalb gleich zueigen zu machen. Von einer derartig übergriffigen Unternehmung hochpreisige Autos zu kaufen, die dann irgendwann überraschend zu Vertriebsplattformen für die professionelle und manipulative Lüge der Reklame umgestaltet werden, halte ich übrigens nicht für eine gute Idee. Ganz im Gegenteil. Ich halte es für eine dumme Idee, für so eine Zumutung einen Preis in der Höhe des Jahresgehaltes eines gutverdienenden Menschen hinzublättern.

Wenn Menschen so etwas weiter kaufen, warte ich auf die Zeit, in der man erst drei Werbespots gucken muss – kameraüberwacht und von einer so genannten „künstlichen Inteligenz“ ausgewertet, um sicherzustellen, dass man auch wirklich hinschaut – bevor man den Motor starten kann. Außer man kauft das „Fahr-sofort-Abo“ für nur noch fünfzig Øre monatlich, bequem und bargeldlos per Bankeinzug. Das ist ja alles in seiner gnadenlosen Unverschämtheit noch ausbaufähig. Online-Werbung hat auch mal sehr harmlos mit ein paar passiven, verlinkten Bannern ohne umfassende Verdatung durch bösartigen Javascriptmissbrauch angefangen, und inzwischen ist sie eine Pest geworden… und ein ganz großes Geschäftsmodell; für den Journalismus und Social-Media-Unternehmen sogar das einzige Geschäftsmodell.

Grüße auch an VW, die durch vergleichbare Dreistheit glänzen und sich inzwischen darüber wundern, dass sich die am Markt vorbeiproduzierten Karren nicht mehr so gut verkaufen! Hol euch alle der Insolvenzverwalter! Geistig-intellektuell ist der Bankrott schon lange erreicht. Sonst würde man über so etwas gar nicht erst nachdenken.

Die Szene, die niemand erwartet hatte

Dienstag, 4. August 2026

Mal wieder ein neuer Text der Reichwerdexperten aus dem Spameingang. Im Moment ist die gesamte Spam so dümmlich, dass ich mich schon über weniges freue.

Von: Deutschland Heute <izaoijdezapodszjap@gmail.com>

Ah, Deutschland ist heute ein Buchstabensalat. 😁️

Die Spam wurde auch wirklich über Googles GMail versendet, dem besten Freund des Spammers und Betrügers. Bei mir wird sie sehr klar vom rspamd als Spam erkannt und aussortiert, und das sollte eigentlich überall der Fall sein.

Im Zitat habe ich zwei Grafiken nicht übernommen. Es handelt sich um das Logo der ARD-Tagesschau und um eine Flagge der Bundesrepublik Deutschland. Beide werden aus dem Web nachgeladen, wenn man eine unsicher konfigurierte Mailsoftware verwendet. Beide liegen nicht etwa auf einem Server der ARD, sondern werden für Spammer und Betrüger angenehm anonym und kostenlos bei Gyazo gehostet. Das recht aufwändige HTML-Layout der HTML-formatierten Spam bilde ich im Zitat ebenfalls nicht nach.

Und jetzt zum Inhaltlichen:

Alice Weidel enthüllt Schwarz’ Geheimnis – die Sendung endet im Skandal!

Bild von Alice Weidel in der ARD-Talkshow vom Maischberger

Hört sich ja genau wie eine Tagesschau-Meldung an! 🤣️

Ich nehme mal an, dass die Zielgruppe dieses Betrugs eher nicht so eine hohe Meinung von den Faktenfummlern mit Relevanzkriterien hat, die verblüffend häufig einfach nur beamtet wirkende Regierungsherolde und Verlautbarungsweiterträger mit miesem Journalismus-Cosplay sind. Aber deshalb gleich anzunehmen, dass die Zielgruppe die Aktuelle Camorra… ähm… Tagesschau gar nicht mehr kennt, ist schon ein bisschen dumm.

Starten Sie in nur 3 einfachen Schritten

1
Einzahlung vornehmen

Folgen Sie dem Link, den Dieter Schwarz bereitgestellt hat, und tätigen Sie eine Einzahlung. Der Mindestbetrag zum Start beträgt 250 Euro.

2
Registrierung bestätigen

Warten Sie auf den Anruf eines Plattformvertreters, um Ihre Registrierung zu bestätigen.

3
Automatischer Handelsstart

Nach der Bestätigung und Einzahlung beginnt das System innerhalb weniger Minuten automatisch mit dem Handel.

Ich gebe diese drei Schritte zum abgezockten Betrugsopfer mal in meinen Worten wieder:

  1. Leuten, die eine Spam schreiben, Geld geben, weil sie in ihrer illegalen und asozialen Spam versprechen, dass sie einem dafür mehr Geld zurückgeben, statt einfach mit ihrer eigenen Reichwerdmethode selbst reich zu werden. Ganz schön blau und blondäugig!
  2. Am Telefon mit einem gewerbsmäßigen Trickbetrüger reden, der sehr geübt darin ist, anderen Menschen das Gehirn so lange weichzuquasseln, bis er es auslöffeln kann. Natürlich ist der geübt. Der lebt davon. Mit dem wird man noch öfter sprechen, und er wird, nachdem man den Köder geschluckt hat, immer wieder sagen, dass es so gut läuft, dass man vielleicht noch etwas Geld hinterherschmeißen sollte. Es wäre doch schade, die Milliönchen auf der Straße liegenzulassen! Angesichts der riesigen Renditen, die zurzeit angeblich möglich sind, lohnt sich angeblich sogar die Aufnahme eines Darlehens. Es haben schon Menschen sechsstelligen Schaden durch solche Banden gehabt, wenn sie erstmal gierig genug gemacht wurden. Gier ist übrigens niemals ein guter Ratgeber.
  3. Mit staunenden Teletubbieaugen auf irgendwelche Zahlen gucken, die einem in irgendeiner App oder auf irgendeiner Website angezeigt werden und ganz feste daran glauben, dass diese Zahlen richtiges Geld und nicht einfach nur angezeigte Zahlen sind. Da sind Elektrolyte drin… ähm… tolle Diagramme dabei!

Die ARD-Tagesschau hat übrigens schon über diese Form des Betrugs berichtet, aber diesen Artikel wegen der von Presseverlegern in der Bundesrepubik Deutschland in den Dunkelkammern des Reichstags lobbyistisch durchgesetzten „Depublikationspflicht“ für Inhalte des gebührenfinanzierten Rundfunks inzwischen wieder löschen müssen. Bitten denken sie daran, wenn ihnen das nächste Mal irgendein Pressevertreter oder Pressezuarbeiter (so genannte Journalisten) etwas von Moral, Aufklärung, Bildung, Recherche und Verantwortung in die wehrlosen Ohren faselt, und bitte keine allzu sanfte Antwort darauf geben, sondern so unhöflich werden, wie es gerade noch gesetzlich zulässig ist! Nicht, dass Sie auf das volkserzieherische Geschwätz noch reinfallen, ganz so, wie einige wegen der gesetzlichen Löschzwänge für längst bezahlte Inhalte wegen der lobbyistischen Tätigkeit von Presseverlagen auf solche Trickbetrügerbanden reinfallen. 🫤️

Ja, ich kriege von den Zuständen in Korruptistan ganz schlechte Laune. Von allen Zuständen. Und vom Journalismus.

Und nein, Alice Weidel hat mit dieser Betrugsmasche überhaupt nichts zu tun. Nicht, dass ich Frau Weidel sonderlich schätze oder ihr auch nur irgendetwas Gutes wünschte, aber sie wird hier einfach nur von Verbrechern als Köder missbraucht und ist gegen diese widerwärtige „Nutzung“ ihres Gesichtes und ihrer Person ziemlich wehrlos. Und zwar in der gleichen Weise, wie auch schon Günther Jauch, Dieter Bohlen, Oliver Welke, Yvonne Catterfield, Thomas Gottschalk, Elon Musk und der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz ziemlich wehrlos für den gleichen Betrug als Köder missbraucht wurden, desgleichen immer wieder die Sendung Die Höhle der Löwen im Trashfernsehen. Jedes angebliche Zitat ist frei erfunden, und die angeblichen Sendungen wurden niemals ausgestrahlt.

Wenn man versucht, die auf dem Bildschirm angezeigte Zahl zu Zentralbanksgeld zu machen, um mit seinen Milliönchen auch mal etwas zu kaufen…

Gewinne jederzeit auszahlen lassen
Sie können Ihre Gewinne jederzeit auszahlen lassen. Je nach Bank werden die Gelder innerhalb weniger Stunden auf Ihrem Konto gutgeschrieben.

…wird noch einmal eine sehr gesalzene (ein bis zu fünfstelliger Euro-Betrag) „Transaktionsgebühr“ fällig, von der vorher niemals die Rede war und die man natürlich nicht von der angezeigten Zahl bezahlen kann, sondern selbst noch mal lockermachen muss. Nachdem man auch noch dieses Geld bezahlt hat, bricht der Kontakt plötzlich ab und man muss einsehen, dass man von irgendwelchen Unbekannten aus dem Internet sehr fies und asozial abgezogen wurde. Schade um die oft vielen zehntausend Euro, die man sich am Telefon hat herausleiern lassen! Jeder Mensch kann etwas Besseres mit seinem Geld anfangen, als so einem betrügerischen Geschmeiß den verfeinerten Lebensstil zu finanzieren. Selbst Menschen, die Alice Weidel gut finden, können etwas Besseres mit ihrem Geld anfangen.

OFFIZIELLE WEBSITE

Wer auf den Link klickt,¹ kommt nach ein paar sehr trickreich in Javascript gecodeten Weiterleitungen auf die folgende, „liebevoll“ nachgemachte Website der ARD-Tagesschau (besser lesbare Originalgröße):

Screenshot der betrügerischen Seite

So so, „TV-Eklat bei Illner“, aber dazu ein Bild von Maischberger. Das sieht man aber auch nur beim Hingucken. 🤣️

© 2026 ARD-aktuell / tagesschau.de

Ganz sicher nicht.

Click here to unsubscribe

Oh, „der Tagesschau“ ist das Deutsch ausgegangen? 😅️

„Click here“ ist übrigens eine Phrase, die man niemals in lesenswerten Mitteilungen denkender und fühlender Menschen findet, sondern nur in krimineller Spam und schlechter Reklame, die ungelesen ins eklige Tönnchen kann. Diese Regel zum Aussortieren war bei mir noch nie ein Fehler.

¹Wer kein besonders gesichertes System zur Verfügung hat, sollte nicht einmal darüber nachdenken. Ein Antivirusprogramm und eine personal firewall sind kein besonders gesichertes System, sondern genau das, was von den Kriminellen erwartet wird. Ich verwende eine virtuelle Maschine, in der eine Wegwerfinstallation eines Betriebssystems läuft. Das ist übrigens auch nicht abschließend sicher.

Marietta

Sonntag, 2. August 2026

Perlen der täglichen Kommentarspam

Marietta: So nannte sich das Spammchen mit seiner IP-Adresse aus Südafrika und seinem fehlerhaften Spamskript, das heute morgen um 9:31 Uhr den folgenden Kommentar hier auf Unser täglich Spam ablegen wollte, aber natürlich sowohl inhaltlich als auch technisch scheiterte:

I think that what you published made a lot of sense.
However, what about this? what if you composed a catchier title?
I ain’t saying your information isn’t solid., however suppose you added
something to maybe grab a person’s attention?
I mean Nach dem Einsprühen müssen Sie nur noch darauf warten, dass Ihr Glied erigiert!
« Unser täglich Spam is kinda vanilla [sic!]. You might peek at Yahoo’s
front page and note how they create article headlines to get viewers
to click. You might add a related video or a pic or two to grab
people excited about everything‘ve got to say. In my opinion, it could make your blog a little bit more interesting.

Ohne weitere Worte. Ich habe nicht einmal Lust auf eine zersetzend kommentierte Halbübelsetzung.

Deshalb nur noch ein paar Worte zur „Linksetzung“. Der Kommentar enthält keinen Link, aber es ist immerhin eine Homepage angegeben. Diese führt auf ein Nutzerprofil in einem japanischen Webforum, das wiederum eine angegebene Homepage hat. Bei dieser handelt sich um ein Profil bei Atavi, einer Lesezeichen-Seite, in welcher es nur einen Link gibt: Den nächsten eben. Darauf soll man klicken. Dieser führt dann endlich zum Ziel: Einem polnischsprachigen Blog ohne Impressum. Dort werde mit der Zielgruppe „Frauen“ allerlei Tipps zum stilvollen Wohnen gegeben, die sicherlich nicht so ganz so billig sind. Halten wir fest:

  1. Der Kommentar wurde über IP-Adresse aus Südafrika abgesetzt und ist in englischer Sprache.
  2. Die „Homepage“ ist eine Profilseite in einem japanischen Webforum.
  3. Wenn man sich auf dem japanischen Webforum einigermaßen orientieren kann, was angesichts des überkomplexen Schriftsystems und der nicht ganz so leicht automatisch zu übersetzenden Sprache ein bisschen schwierig ist, findet man dort die nächste „Homepage“ in einem Lesezeichendienst.
  4. Der Lesezeichendienst führt dann auf eine polnischsprachige Website, die das eigentliche Ziel ist und dummen Frauen das Geld aus der Tasche ziehen soll.

Ich glaube, nichts wird den Erfolg dieses Spammchens aufhalten können! Aber nett, dass dieses Spammchen mir kostenlose und wertvolle Tipps gibt, wie ich mehr Leser erreichen kann. 🤣️

Re: Erinnerung: Steuerinformationen-Kontaktdaten fortsetzen – 01.08.2026

Samstag, 1. August 2026

Wieso „Re“. Ich habe dir…

Von: Barclays Deutschland <samiraha@arena.misto.net.mt>

…garantiert noch nichts geschrieben, worauf du antworten könntest. Und das Datum brauchst du auch nicht in den Betreff zu schreiben, das steht im Mailheader und wird mir von meiner Mailsoftware in vom mir eingestellten Datumsformat angezeigt. Aber schön, dass du das Datum weißt. Das weiß ja nicht jeder. 😁️

BARCLAYS KREDITKARTE

Habe ich nicht.

Ihr Konto
KONTONUMMER: •••• •••• EASYBANK-26P411645

Oh, was für eine lustige Kontonummer! 🤣️

Datum: 01.08.2026

Aber immerhin, das Datum stimmt.

Sehr geehrte/r,

So genau hat schon lange keiner mehr meinen Namen gekannt.

wir wenden uns an Sie bezüglich Ihrer Barclays-Kreditkarte. Im Rahmen der gesetzlichen Compliance-Anforderungen müssen wir Steuerinformationen aller Karteninhaber aktualisieren.

Bitte bestätigen Sie Ihre Steueridentifikationsnummer, um die volle Funktionsfähigkeit Ihrer Karte sicherzustellen.

Frist: Bitte aktualisieren Sie Ihre Daten innerhalb der nächsten 7 Tage, um eine Unterbrechung Ihrer Kartennutzung zu vermeiden.

Daten bestätigen Anmelden

Die sehr länglichen Links… beide Links… gehen nicht etwa zu Barclays, sondern nach einer Weiterleitung zu einer Website…

$ mime-header "https://u111598662.ct.eu.sendgrid.net/ls/click?upn=u001.Uvp-2Fe-2BH-2BeLckbSSAaYuhPfvS8G8VIpCg6KlzoOigf3V1Ko6PtnYtiWdykQZIapZFgDUYem5EumnJH8QRrDGeDvrI8SoqNVdAKATj4xOEK0c-3DJquL_M7561dTk8oPSP7-2FkK3w4hU44LiLM2LS-2BK2raDta1b9Gf8T-2BEk6s6-2FseSoFE5zJXw301SEUPmqCMVl7DEPqPXbnCxSOsffUVpnrrT4mKdNBm5J8guqWs4Ec5hr-2Fu3mdaP6DN0FycvXJakM-2FWxWxNSXTyNG7X-2BUOC-2B4B7y660TIP-2FMoIOZXm4OYB1Mi4XIVxyN3cm3eYDcEH13-2Fk4xWZEGgxH0ndRA2BI4rd3RmXE3Mcv47uKpkSRhzji2pEzznnOB0LovfDM2vBulcN6GeiAQeYoI-2BVJ0PYpARtdOODaPy4Wqxkyu4E6KFKpWNoyQsRMq5Ic0nbqn2gy5u6EfJe-2F-2FFThQDibFGSfV52gGXC09t7RX-2FHhrwuLIQRZVYE4Ibh1GxNBlj4lBQfqagvuNcCWjyzEZxxVmnTEM4rutIaM9L3R0UfWv5ry4S73AKfVbyoy-2BHiLTBfH3U0UVHoOYXM3TlR-2Bs8DHvnvD-2BGz-2FSUUrd-2BBIMdApXYGOLdlsqdqzNc-2FA8FsuNsrPMcvR9CL892ghd2r-2BQZhAM2IMRZcHPPOy1clN3TdJGRrytYPTK2y7Y-2Fqg505ArURu8JSksbmfoTnO-2FGn82CsazaW4JTM4ugerdfYALXayob47zcQdiQaFA9tvE" | grep -i ^location
Location: https://easykontaktdaten-aktualisieren.app-laden.online/
$ whois app-laden.online | grep -i "^registrar url"
Registrar URL: https://wildwestdomains.com
$ _

…in der sehr fragwürdigen Domain app-laden.online, die aus dem wilden Westen zu kommen scheint. 😁️

Diese Website wird natürlich von Kriminellen kontrolliert. Alle Daten, die man dort eingibt, gehen direkt an Kriminelle. Danach hat man einen Schaden, den einen niemand erstattet – und steht, nachdem die Kreditkarte weltweit für Betrugsgeschäfte im bis zu sechsstelligen Umfang verwendet wurde, im Zentrum der internationalen Ermittlungen. Die Lebenszeit, die einem davon verhagelt wird, bekommt man natürlich auch nirgends erstattet. Und das alles nur, weil man auf ein Phishing reingefallen ist. 🎣️

Phishing ist immer noch eine der häufigsten Formen der Trickbetrugs im Internet. Zum Glück für uns alle gibt es ein ganz einfaches Mittel gegen Phishing: Niemals in eine E-Mail klicken! Denn wenn man nicht in eine E-Mail klickt, kann einem kein Verbrecher so leicht einen giftigen Link unterschieben. Stattdessen für Websites, die man häufiger besucht und bei denen man ein Benutzerkonto hat, Lesezeichen im Webbrowser anlegen und diese Websites nur noch über das Lesezeichen aufrufen. Wenn man diese lustige Spam empfangen und sie nicht sofort als Spam erkannt hat, ruft man einfach die Website von Barclays über das Lesezeichen auf und meldet sich dort wie gewohnt an, am besten mithilfe eines guten Passwortmanagers. Wenn man nach der Anmeldung keinen deutlichen Hinweis auf das in der Mail behauptete Problem sieht, hat man eine dieser gefürchteten Cyberattacken abgewehrt. So einfach geht das. Macht das! 🛡️

Mit freundlichen Grüßen

Barclays Kundenservice Deutschland

Ganz sicher nicht.

Datenschutz | Impressum | Sicherheit

BAWAG AG Niederlassung Deutschland | Gasstraße 4c | 22761 Hamburg | HRB 188720 | UID: DE 338324415

Nun, die Anschrift stimmt. Sie hat aber nichts mit dem Absender dieser Spam zu tun. Und ich habe nichts mit einer der vielen aufgekauften Marken der BAWAG AG zu tun, die sich mir vor allem durch die Briefkastenfirmen auf irgendwelchen Karibikinseln eingeprägt hat, die dazu führten, dass Teile des damaligen Vorstandes wegen Untreue und Betrugs zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden, und zwar ohne Bewährung. In der Bundesrepublik Deutschland könnte so etwas nicht passieren, in der Bundesrepublik Deutschland gehen nur Schwarzfahrer und verarmte Menschen in den Knast, wenn sie ihr Essen aus Mülltonnen „stehlen“, aber leider niemals solche Großverbrecher, die mit ihren Machenschaften Milliardenschäden anrichten. Deshalb sieht es in der Bundesrepublik Deutschland auch überall so aus, wie es aussieht. In der Bundesrepublik Österreich scheint es immer noch ein selbst für Geldsäcke mit politischen Beziehungen geltendes Recht zu geben, das auch tatsächlich durchgesetzt wird. Und nein, ich glaube nicht, dass Österreich frei von Korruption ist. 🫤️

Nun, diese BAWAG-Affäre ist über ein Vierteljahrhundert her. Aber ich würde denen immer noch kein Geld anvertrauen. Und auch sonst nichts von Wert. Nicht einmal Kleinbeträge.

Aber das war naturlich nur eine Abschweifung. Diese Mail kommt ja nicht von der BAWAG AG, sondern von Trickbetrügern.

Einfach löschen, und gut!

Die Stadt Witten (NRW) versendete Abzockabos

Freitag, 31. Juli 2026

Dies ist keine Spam, sondern ein Link auf einen im Kontext der Spam interessanten Artikel bei Golem:

Stadt Witten
Elternbeitragsbescheide mit Werbung im QR-Code versandt

Statt eines Links zur Einrichtung eines SEPA-Mandats erhielten Wittener Eltern nach dem Scannen eines QR-Codes Werbung für ein Fitnessstudio

Ein QR-Code zum Scannen mit dem HandySo etwas kann natürlich immer und überall passieren, wenn man QR-Codes durch fragwürdige, aber erfreulich kostenlose Anbieter erzeugen lässt, die sich über mittransportierte, meist unseriös-grenzkriminelle Werbung im QR-Code finanzieren. Besser ist es, freie und quelloffene Software zu verwenden. Und selbst dann kann es auf gar keinen Fall schaden, wenn man mal schnell in einem Anfall von Sorgfalt prüft, wohin die Reise geht. Dafür braucht man ja nur mal kurz vor der Verwendung in der Druckvorlage sein Handy draufzuhalten, wenn man eines hat. Irgendwer in der Verwaltung hat sicherlich eines. In der Wittener Kommunalverwaltung war man leider mit diesen recht einfachen Anforderungen überfordert, obwohl alle dafür erforderlichen Hilfsmittel zur Verfügung standen. Tja, dann werden die Bewohner der Stadt, denen die Verwaltung eigentlich zu dienen hätte, mal eben schnell in eine Abofalle geschubst. Die Kosten, die sie an den Schulträger zu bezahlen hatten, kommen dann noch zur betrügerischen Irreführung hinzu. Mit Stadtwappen oder dem Logo der Stadt im Briefkopf, nehme ich an. Im Jahr 2026, wo wir diesen ganzen neumodischen Computerkram schon etwas länger als Bestandteil des Alltags ganz normaler Menschen ohne spezifische Macken haben, ist das nicht einfach nur traurig, sondern erbärmlich und dumm – und es erweckt sogar den Verdacht eines möglichen Vorsatzes. Bei einigen Opfern dieser grenzbetrügerischen Masche ganz gewiss.

QR-Codes für die Generation Handy sind immer gefährlich. Es ist vor dem Scannen nicht ersichtlich, wo die Reise hingehen soll. Angesichts des tiefen (und meiner Meinung nach: politisch explizit gewollten) digitalen Analphabetismus in der Bundesrepublik Deutschland sind sogar QR-Codes in offiziellen Sackpost-Briefen der Stadtverwaltung oder sogar noch übergeordneter Verwaltungsstrukturen gefährlich.

Meine Warnung gilt darüber hinaus auch für die „bequemen“ QR-Codes an Parkautomaten, die in der Stadt Hannover systematisch und großflächig mit anderen QR-Codes überklebt werden, die zu Betrügern gehen. Gerade jetzt, zum laufenden Maschseefest – das zieht immer Leute aus der Region an – ist es mal wieder eine Pest. Und die Überklebung ist nahezu unsichtbar. Die Schurken, die das machen, leben davon. Deshalb sind sie sorgfältig. In der Verwaltung hingegen… 😁️

Dass ich im Moment so schweigsam bin, was E-Mail-Spam betrifft, liegt daran, dass die E-Mail-Spam so dumm und monoton ist. Ich habe in dieser Woche nur Spams gehabt, die hier schon behandelt und betextet wurden.

Hey, Cittipost!

Freitag, 24. Juli 2026

Vielleicht solltet ihr das nächste Mal vor dem Druck überprüfen…

Werbung der Citipost mit »Wir haben ganz viele Superhelden in der Zustellung«. Einer der Zusteller ganz vorne trägt die falsch geschriebene Firmierung »Cittipost« auf der Brust.

…ob das angelernte neuronale Netzwerk auch die Marken und Firmierungen richtig geschrieben hat. Da legt ihr doch sonst auch immer viel Wert drauf.

Oder vielleicht doch lieber einen richtigen Grafiker an so etwas setzen! Der wird solche peinlichen Fehler nicht machen, und die Kosten könnt ihr leider sogar steuerlich absetzen. Ach, ihr bezahlt ja auch eure reklamelügenmäßig zu „Superhelden“ verklärten Zusteller nicht so pralle, ist ja schon alles klar…

Grüße auch an den hannöverschen Madsack-Verlag! 👋️