Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Dummes“

website

Mittwoch, 4. Februar 2026

Perlen der täglichen Kommentarspam

„website“: So nannte sich das hirnlose Gruselkrepel mit angegebener Mailadresse bei GMail, kaputtem Spamskript und IP-Adresse aus den USA (Bundesstaat Florida), das heute mittag um 11:33 Uhr den folgenden Kommentar auf Unser täglich Spam ablegen wollte, aber an der eigenen technischen Unfähigkeit gescheitert ist:

I really like your blog.. very nice colors &
theme. Did you design this website yourself or did you hire someone to do it for you?
Plz respond as I‘m looking to create my own blog and would like to
know where u got this from. thank you

Nun, ich mag deinen Kommentar auch, du Krepelchen. Sehr schöne, inhaltsneutrale Wörter & passt überall, egal ob es um das Blog eines Krematoriums, eines Chemiekloaufstellers oder eines Restaurants geht. Hast du dir diesen Müll selbst einfallen lassen, oder hast du ihn von jemanden anders übernommen, zum Beispiel aus einer anderen Kommentarspam, die irgendwo sichtbar geworden ist? Bitte antworte, denn ich beabsichtige, selbst mit ganz dummer Kommentarspam anzufangen und möchte deshalb wissen, wo du deine tollen Ideen herhast. Mit pseudohöflichem Dank für Nichts! 😁️

Ob „website“ wohl ein tolles SEO-Keyword ist. 🤭️

Verblüffender Neuropathie-„Trick“ behebt Nervenschmerzen? – Probieren Sie ihn heute Abend aus

Donnerstag, 29. Januar 2026

Von: Nerven Meister <nerven@ds.fadboom.de>

Nein, Spammer, du bist bestenfalls ein Nervmeister, der die Menschen gar meisterhaft mit Spam zu nerven versteht. Ich stehe nicht einmal als Empfänger in dieser Spam, die vermutlich an hunderttausende wehrloser Mailadressen geht… aber zum Glück für alle ganz sicher vom Spamfilter aussortiert wird. Eigentlich bist du aber eher so ein Dumpfmeister.

Dein Quacksalberangebot von heute ist in seiner kaum beschreibbaren Dumpfheit und Dümmlichkeit ganz hart an der Hall of Shame vor­bei­geschrammt:

das ist eine Werbung
🧠🍓✨

Eine Frucht, die neuropathische Schmerzen um bis zu 50% reduzieren kann?

Klinische Studien zeigen, dass diese Frucht Entzündungen und oxidativen Stress bekämpft, die das Nervensystem schädigen…

Dadurch hilft sie, Ihre Nervenzellen zu regenerieren und die lähmenden und unerträglichen Nervenschmerzen zu beseitigen.

Und außerdem kann sie Ihren Blutzucker- und Cholesterinspiegel senken, indem sie reguliert, wie viel Ihr Magen aus der Nahrung aufnimmt.

Möchten Sie herausfinden, welche Frucht Ihre Neuropathie beheben kann? 👇

Wählen Sie eine Option (Klicken = Antwort senden)
A. TomatenB. ApfelmangoC. BrombeerenD. BananeE. Sonstiges
(Klicken Sie auf eine der oben genannten Optionen, um Ihre Antwort einzureichen.)

Ich wette, Sie werden es nicht erraten – es ist ziemlich unerwartet. Selbst mein Arzt hat mir nie von dieser erstaunlichen Frucht erzählt! 😮🍇

Wenn Sie oder jemand, der Ihnen am Herzen liegt, unter Nervenschmerzen leidet wie z. B.

⚡ Taubheitsgefühle,
📍 „Nadelstich“-Schmerzen,
🔥 Kribbeln und Brennen,
🦶 Blitzartig stechende Schmerzen in den Zehen,
🌀 Juckreiz und Krämpfe,
🩸 Schlechte Durchblutung,

Dann müssen Sie diese Frucht in Ihre tägliche Ernährung aufnehmen. Sie hat bereits das Leben von über 46.000 Neuropathie-Patienten verändert!. ✅

Erfahren Sie hier die Antwort:.
>>> Mayo Clinic: Essen Sie diese Frucht, um Ihre Nervenschmerzen um 50 % zu VERRINGERN!.
🔒 Klicken Sie hier, um weiterzulesen.

Wenn Sie diese Werbung nicht mehr erhalten möchten, klicken Sie hier oder schreiben Sie an:
8 The Green
Dover, DE, 19901

Ohne weitere Worte… 😂️

Mit Helm?

Samstag, 4. Oktober 2025

Am Nordufer des Maschsees in Hannover aufgestelltes Transparent des Landes Niedersachsen und der Verkehrswacht Niedersachsen: Mit Helm mehr Boah!

Wenn man vom Helmtragen anfängt, so komisch und dümmlich zu sprechen und zu schreiben, dann bleibe ich aber lieber ohne Helm. Ich mein ja nur: Wenn man schon so redet, wie denkt man dann erst… 🤭️

Dem Land Niedersachsen und der niedersächsischen Verkehrswacht gebe ich zu bedenken, ob eine dermaßen intelligenzverachtende Ansprache der Menschen wirklich zielführend sein wird, oder ob sie vielleicht kontraproduktiv sein könnte, selbst, wenn sie die gewünschte Aufmerksamkeit eines schrillen Auftritts erregt. Einer im Clownskostüm, der durch die Stadt rennt und nach Hilfe schreit, weil sein Zirkus abbrennt, ist halt eher eine Lachnummer und wird nicht ernst genommen. Einmal ganz davon abgesehen, dass Fahrradhelme keine Lösung gegen vorsätzlich körperverletzende und unfallprovozierende Fahrradinfrastruktur sind, die auch durch das massenhafte Auftragen roter Farbe auf die Fahrbahnen nicht besser, sondern eher in ihrer körperverletzenden und unfallprovozierenden Zumutung zementiert wird. Oder, wie ich es gern und oft in Hannover sage: „Wenn dieser Weg einen Vorteil für Radfahrer hätte, müsste man keine Benutzungspflicht anordnen und mit Ordnungsgeldern durchsetzen, sondern er würde einfach so angenommen“. Von den teilweise irrwitzigen Baustellenverkehrsführungen für Radfahrer habe ich da noch gar nicht angefangen. Ideen, wie man es in einer Großstadt mit riesigem Verkehrsaufkommen besser machen könnte, lassen sich zum Beispiel in København oder seit jüngerer Zeit in Paris betrachten, und natürlich schon seit längerem in Amsterdam. In diesen drei Städten hat man übrigens eine überraschende Entdeckung gemacht: Wenn die Fahrradinfrastruktur da ist und man sich als unmotorisierter Verkehrsteilnehmer nicht mehr gefühlt jeden verdammten Tag in Lebensgefahr begibt, dann wird sie auch schnell angenommen und massenhaft von ganz normalen Menschen im Alltag benutzt. Normale Menschen meint hier: Nicht irgendwelche „Kampfradler“. Ein Kleidungsstück, das man in København, Paris und Amsterdam recht selten bei den vielen Radfahrern sieht, ist übrigens der Fahrradhelm. Er ist dort wohl nicht nötig.

Es fällt mir übrigens schwer, so etwas noch halbwegs höflich zu formulieren, weil das Thema sehr weit und gefährlich in mein eigenes Dasein hineinragt. Aber wenn ich hier ganz offen hinschriebe, was ich Leuten mit solchen Ideen alles an den Hals wünsche und dazu diesen ganzen Menschenhassern und Gewohnheitsschreibtischtätern aus Politik und Verwaltung die dazu einzig passenden schimpflichen Namen gäbe, stünde ich wegen des vollumfänglichen Rechtsschutzes kraft des zur Meinungsäußerungsunterdrückung eingeführten Standesrechtes für beleidigte Leberwürste mit Parteienhintergrund in der Bundesrepublik Deutschland mit einem Bein im Knast. Es haben in der BRD schon Menschen sieben Monate für die satirische Bearbeitung eines Fotos der damaligen Innenministerin Nancy Faeser (SPD) aufgebrummt bekommen. (Ja, ich kenne die dafür verwendete Schriftart. Die tut aber nichts zur Sache.) Fühlt euch wenigstens beleidigt, ihr intelligenzbeleidigenden Mettschnäuzchen! Ich habe immerhin nicht Hackfressen geschrieben…

https doppelpunkt doppelslash seobests.Com

Mittwoch, 1. Oktober 2025

Perlen der täglichen Kommentarspam

So wie eine URL mit „SEObests“ – ich habe aus hoffentlich nachvollziehbaren Gründen keine Lust, die URL so hinzuschreiben, wie der Honk sie geschrieben hat – nannte sich das hirnlos spammende Gekrieche mit seiner IP-Adresse aus den USA und seinem fehlerhaften Spamskript, das heute morgen um 5:50 Uhr den folgenden Kommentar hier auf Unser täglich Spam ablegen wollte… Achtung, es wird jetzt sehr dumm:

Today, while I was at work, my cousin stole my iphone and tested
to see if it can survive a 40 foot drop, just so she can be a youtube sensation. My iPad is now broken and she
has 83 views. I know this is completely off topic but I had to share it with someone

Ja, du SEO aus dem Kackhäuschen des Internet (direkt neben der Klapsmühle), ich verstehe: Wenn dir einer dein Teuerphone mit Apfel klaut und aus zwölf Meter Höhe auf erfreulich robusten Beton fallen lässt, dann ist hinterher dein Teuerpad mit Apfel kaputt. Hey, du bist sogar zum Spammen zu dumm! Du bist genau so, wie ich mir den typischen Apple-Kunden immer vorgestellt habe: Wie einer, der beim Popeln aufpassen muss, dass auch ja das Gehirn drinbleibt. 🤦‍♂️️

Aber nennst dich was mit SEOBests. 😂️

Ich wünsche dir noch alles Gute auf deinem weiteren Lebensweg. Dein dummer Spamversuch dümpelt im Kot des Spamfilters, wo er hingehört. Du gehörst da eigentlich auch hin. Idiot!

€4,000,000.00

Sonntag, 15. Juni 2025

Gut, da weiß ich wenigstens gleich, um was es geht. Wer schreibt mir denn überhaupt?

Von: Herr Dieter Schwarz <a.arroyo@energoconsulting.com>
Antwort an: schwarzd001@gmail.com
An: Recipients <a.arroyo@energoconsulting.com>

Aha, Dieter schreibt mir. Aber ich soll ihm nicht an die Absenderadresse antworten, weil die gefälscht ist, stattdessen soll meine Antwort an eine anonym und kostenlos eingerichtete Mailadresse beim Freemailer des dicksten Kumpels und Komplizen der Trickbetrüger, bei Googles GMail, gehen. Und natürlich steht in der Spam auch nicht meine Mailadresse als Empfänger, sondern die Spam geht an ganz viele Empfänger gleichzeitig.

Mehr als diese in jeder Mailsoftware dieser Welt offen angezeigten Mailheader muss man nicht sehen, um den Betrug zu erkennen.

Wenn man sich noch mehr anschaut, sieht man nichts Unerwartetes: Die Mail wurde über die dynamische IP-Adresse eines Zugangsproviders aus Spanien versendet, vermutlich von einem mit Schadsoftware übernommenen Firmen- oder Privatrechner. Es sind halt Kriminelle.

Aber trotzdem, zum Genuss und zum Verdruss gewohnte Schritte nach vertrauter Sitte, hier noch der „Inhalt“ dieser völlig durchschnittlichen, aber ungewöhnlich dummen Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges:

Wir haben einen nicht eingeforderten Betrag von €4,000,000.00 der mit Ihrem Namen verknüpft ist. Senden Sie Ihre vollständigen Namen an die Antwortadresse, um mich zu kontaktieren, sobald Sie diese E-Mail erhalten Danke

Hey, irgendein gleichermaßen grund- wie kontextloser Haufen Geld geht auf deinen Namen, und jetzt erzähl mir doch bitte mal ganz schnell, wie du überhaupt heißt. Kann man sich mal wieder gar nicht selbst ausdenken, sowas! 😅️

Mit pseudohöflichem Dank für nichts. Diese Spam wurde mechanisch erstellt, ohne Anrede, ohne Gruß, ohne Abschlussformel.

Spammer, ich verachte dich auch!

Bestätigung

Samstag, 22. Februar 2025

Es ist zwar die Standardpest des Spameingangs, eine Umfragespam, aber diesmal noch eine ganze Größenordnung dümmer und schlechter als gewohnt:

Von: Apotheke <info_oco@datarooms.org>

Apotheke

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Ihre Erfahrung mit unserer Apotheke ist für uns von großer Bedeutung. Würden Sie sich 5 Minuten Zeit nehmen, um an einer kurzen Umfrage teilzunehmen? Ihr Feedback hilft uns, unseren Service für Sie weiter zu verbessern.

Teilen Sie Ihre Erfahrungen

*Nehmen Sie teil und gewinnen Sie die Chance auf ein.

OMRON RS7 Blutdruckmessgerät

So so, meine Erfahrung mit deren völlig unbenannter Apotheke ist also so irre wichtig, dass die sogar irgendwie meine Mailadresse rausgekriegt haben, übrigens gegen geltendes Datenschutzrecht, denn ich gebe nirgends Mailadressen an, wenn ich etwas kaufe.

„So ein Apotheker hat ja genug Geld, dass er das kleine Bußgeld für den Verstoß gegen die DSGVO bezahlen kann“ – so soll ich wohl darüber denken.

Welche Apotheke ist es denn? Eigentlich geben sich die Apotheken in Deutschland ja immer so lustige Namen. Aber woher soll der Spammer das wissen. Der weiß ja nicht einmal, wer ich bin. Der kennt mich nur als den sehr geehrten Kunden. 🤭️

Natürlich gibt es hier kein Blutdruckmessgerät, nachdem man zehn völlig bedeutungsleere Fragen beklickt hat. Sämtliche Daten, die man vor lauter Gier und Naivität angibt, gehen direkt an Trickbetrüger. Und natürlich ist der Link auch nicht direkt gesetzt, wie das jeder denkende und fühlende Mensch in seinen lesenswerten Mitteilungen machen würde, weil es einfach ist, sondern es geht über ein paar Weiterleitungen. Wäre ja schade, wenn die aktuelle Betrugssite zu schnell auf den Blacklists landet und die ganzen Gimpel von ihren Browsern gewarnt würden, bevor sie auf den Betrug reinfallen:

$ location-cascade https://is.gd/wuleey
     1	https://www.codeworksquick.com/3Z9LQRN/21KCPQ33/
     2	https://www.versatileitwork.com/4K2NP6K/21K4RBD2/?sub1=1835&sub2=8ebbcb3325474506b3afe129ef58bc5c
     3	https://offer-connector.com/omrnbpm/?encoded_value=2XTWHL1&sub1=1835&sub2=8ebbcb3325474506b3afe129ef58bc5c
$ lynx -dump https://offer-connector.com/omrnbpm/ | sed -n 65,73p
   Herzlichen Glückwunsch! Wir haben (1) ZARA Mystery Box für Sie
   reserviert.

   Wie können Sie Ihren Preis einlösen?
    1. 1) Geben Sie Ihre Lieferadresse ein.
    2. 2) Bezahlen Sie die Versandkosten, um Ihr Angebot zu erhalten.
    3. 3) Ihr Angebot wird in 5-7 Tagen geliefert.

   [2](BUTTON) Weiterführen
$ _

Oh, eine geheimnisvolle Schachtel von irgendeiner „ZARA“, und doch kein medizinisches Messgerät für mich? Ich will mal hoffen, dass die Apotheker ein bisschen sorgfältiger arbeiten als die Spammer. 😁️

Aber wenn Spammer sich Mühe geben wollten, brauchten sie ja auch gar nicht zu spammen, sondern könnten gleich arbeiten gehen.

Wenn man die „Versandkosten“ in der Größenordnung von zwei Euro mit der Kreditkarte bezahlt – was in dieser Masche mit angeblichen Marketingumfragen regelmäßig die einzige Möglichkeit ist – dann wird einem das Konto leergeräumt. Betrüger geben nun einmal lieber das Geld anderer Leute als das eigene aus. Die sind da auch gar nicht zurückhaltend und sparsam. Das haben sie mit den Politikern gemeinsam, die morgen schon wieder in einer Wahl mit Kreuz und Urne für die eigene Stimme ermächtigt werden sollen. Statt eines Paketes gibt es für die, die darauf reingefallen sind, nur einen beachtlichen Schaden. Das wird schnell eine hohe vierstellige Summe, die man dabei verliert – und wegen des betrügerischen Identitätsmissbrauchs kann man jahrelangen Ärger haben. Ich hoffe mal, dass jeder Mensch etwas besseres mit seinem Geld und seiner beschränkten Lebenszeit anfangen kann, als den verfeinerten Lebensstil von Betrügerbanden zu finanzieren. Also einfach löschen, diesen Müll!

Bitte überprüfen Sie, ob dies die richtige E-Mail-Adresse ist

Freitag, 17. Januar 2025

Abt.: Dummes und schlechtes Phishing 🎣️

Von: Pауpаl.sеrvicе <sweitimulroy@hotmail.com>

Lange hat ein Absender einer Phishingspam schon nicht mehr so deutlich nach „PayPal“ ausgesehen. 😂️

Wer meine Erheiterung nicht sofort versteht: Es wäre schon sehr seltsam, wenn ein Unternehmen, dessen Geschäftsmodell in technischer Infrastruktur für ein Bezahlverfahren im Web besteht, nicht mehr dazu imstande wäre, einen eigenen Mailserver aufzusetzen und stattdessen eine anonym und kostenlos eingerichtete Mailadresse beim Freemailer von Microsoft für die Kommunikation mit Kunden nutzte.

Bitte überprüfen Sie, ob dies die richtige E-Mail-Adresse ist

Welche Mailadresse jetzt? Dein Absender? 🤣️🤡️

Um sicherzustellen, dass die gesamte Kommunikation in Bezug auf Ihr Konto korrekt gesendet wird, bitten wir Sie, zu bestätigen, dass Sie die richtige E-Mail-Adresse verwenden.

Nö, meine Mailadresse könnte falsch sein. Und wie werde ich danach gefragt? Richtig: In einer Mail an die möglicherweise falsche Mailadresse. Eine Mail, die gar nicht bei mir ankäme, wenn die Adresse falsch wäre. Das sind aber auch Spezialexperten bei diesem „PayPal“ einer Trickbetrügerbande! 🤦‍♂️️

Bei einigen Spammern lässt sich die Frage, ob sie auch ein Gehirn haben, nur in der Metzgerei beantworten.

Und da soll ich jetzt…

Е-Мail аktiviеrеn

…klicki-klicki drin machen.

Natürlich führt dieser Link nicht zu PayPal. Wer darauf klickt, hat verloren. Ich habe es mir jetzt nicht angeschaut, aber man wird dort eine „liebevoll nachgemachte“ PayPal-Seite sehen, auf der man sich „anmelden“ soll. Die dabei eingegebenen Zugangsdaten gehen direkt an Trickbetrüger, die viel lieber das Geld anderer Leute beim Einkaufen hochpreisiger Waren ausgeben.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Geduld während dieses Prozesses.

Weder unterstütze ich euch, noch habe ich Geduld. Vielen Dank für euren pseudohöflichen und bestupsenden „Dank“ für nichts. Ihr könnt mir auch mal den Buckel runterrutschen! ​ ​

Support und Kontakte | Sicherheit | App

Der Spammer hat den „wichtigen“ Teil seiner dummen Spam fertig, er hat seinen giftigen Link auf die Trickbetrügerseite gesetzt und entspannt sich. Nur noch der übliche Kram, denkt er sich, nuckelt an der Wodkaflasche und denkt an den Puff. Da werden die Links in solchen Teilen der Mail einfach vergessen. ​

113 Cherry St #92768, Seattle, WA 98104-2205

Das ist nicht die Anschrift aus dem Impressum der Website von PayPal. Außerdem erfüllt diese Angabe nicht die Anforderungen an ein Mailimpressum in gewerblicher E-Mail.

​Unsubscribe · Preferences​

Übrigens: PayPal spricht seine Kunden immer in der eingestellten Sprache an. Zu solchen englischsprachigen Einsprengseln kommt es dort nicht.

Entf! 🗑️

Als ob sie im Freien schlafen!

Dienstag, 22. Oktober 2024

Wenn man die Website eines bestimmten (hier wegen der dreisten und offen leserverachtenden Unverschämtheit bewusst nicht verlinkten) österreichischen Presseproduktes öffnet – zum Beispiel, um einen Artikel zu lesen, auf den man in seiner Morgenlektüre hingewiesen wurde – wird man mit dem folgenden Gängellayer aus der contentindustriellen Hirnhölle konfrontiert (für eine Ansicht in Originalgröße auf das Bild klicken):

Screenshot: P. -- Jetzt Option wählen und weiterlesen -- Linke Seite: *Bestes Angebot -- Kostenlos registrieren -- 1 Woche unbegrenzt alle Artikel lesen -- Tageszeitung als digitale Ausgabe  -- endet automatisch -- keine Zahlungsdaten notwendig -- Weiterlesen (Link) -- Rechte Seite: Tagespass -- alle Artikel freigeschaltet -- Zugriff endet nach 24 Stunden -- Tageszeitung als digitale Ausgabe -- 4,99€ für 24 Stunden (Link) -- Sie haben bereits ein Abo? Jetzt anmelden (Link) -- (In das Bild montierte Anmerkung: Screenshot vom 20. Oktober 2024.)

Ich bedauere ja oft, dass dieses viel beklagte „Pressesterben“ viel zu langsam geht.

(Mit Stable Diffusion generiertes Bild.) Glauben diese Gruselclowns… oh, sorry, ich meine natürlich die Gestalter dieser Gängelung… allen Ernstes daran, dass es auf dieser Welt Menschen gibt, denen es fünf ganze Euro wert ist, auf einer einzelnen von mehreren Milliarden Websites über einen Zeitraum von 24 Stunden lesen zu dürfen? Auf einer noch nicht einmal besonderen und inhaltlich exklusiven Website, sondern in einem contentindustriellen Journalismusprodukt, dessen einziger Zweck und Geschäftsmodell ein Dasein als Köder für den Angelhaken des Werbers ist? Weil ein Werber nun einmal einen Köder für seine perfiden und manipulativen Lügenfallen braucht? Weil der nackte Haken den meisten Fischlein mit Kaufkraft nun einmal nicht schmeckt? Für diesen Zweck ist contentindustrieller Journalismus so ideal, dass er praktisch keine anderen Geschäftsmodelle mehr hat.

Fünf Euro für 24 Stunden Lesen bezahlen, obwohl die Website mindestens zu achtzig Prozent (typisch sind weit über 90 %) aus Inhalten besteht, die es aus diversen Quellen völlig kostenlos gäbe, weil sie in der freien, nach eigenen Angaben „unabhängigen“ und allersorgfältigst recherchierenden Presse immer alle die gleichen Agenturen und frei gelieferten PRessemeldungsticker abschreiben? Fünf Euro für eine „Zeitung“ auf dem Bildschirm, mit der man nach dem Lesen nicht einmal mehr den Vogelkäfig auslegen könnte? Ein Preis, der schon für eine auf Papier gedruckte Tageszeitung schlechterdings absurd wäre? Und das Beste daran: Wenn man so dumm wäre und dafür bezahlte, erhielte man Zugriff auf Informationen, die man in über das Stammtischgebrabbel hinausgehenden Diskussionen, Analysen und Arbeiten gar nicht als Quelle verwenden könnte, da man sie niemals belegen kann. Ein Link auf einen Artikel hinter so einer absurden Gängelmauer ist wie ein Wegweiser in das Nichts und für alle Menschen sinnlos. Steht da ja sogar: Der (weggelassener Artikel von mir hinzugefügt) „Zugriff endet nach 24 Stunden“. Die schreiben ganz offen hin, wie wertlos das ist, was man für den Preis von drei Kilogramm leckerer und satter Nudeln „erwerben“ kann. Und sie schreiben damit offen hin, dass sie noch nicht einmal als zitierfähige Quelle geeignet sein wollen.

Wenn die wirklich glauben, dass dafür jemand fünf Euro latzt, dann haben die einen Dachschaden, der so groß ist, dass sie schon seit langem im Freien schlafen. Ich würde allen für diese Entscheidung verantwortlichen Menschen nach dieser bemerkenswerten Offenbarung ihres gedanklichen Apparates dringend empfehlen, bei eventuellen Gesprächen mit psychiatrischen Gutachtern sehr vorsichtig zu sein. Ich habe Menschen kennengelernt, die schon nach viel geringeren Realitätsverlusten für den Rest ihres Lebens einen Vormund an der Backe hatten.

Ach nein, das sind in Wirklichkeit ganz ausgebuffte Geister? Die wissen genau, dass niemand fünf Øre dafür hinlegt, dass er einen Tag lang eine Website lesen kann? Die wollen mit dieser Gängelung einfach nur die „freiwillige Zustimmung“ in allerlei unerwünschte Datenverarbeitung erzwingen? Weil sie davon ausgehen, dass ihre Leser so dumm sind, dass sie das…

  1. …trotz seiner Offensichtlichkeit nicht durchschauen; oder…
  2. …es zwar durchschauen, aber so wenig Selbstachtung haben, dass sie trotz dieser offenen Intelligenz- und Leserverachtung mit einem lesegierigen und dummen Klick allerlei Zumutungen der Überwachung, des Trackings, der Verdatung zustimmen und weiterlesen?

Die wollen also Dummköpfe als Leser, und damit das auch klappt, beleidigen sie gleich am Eingang keck und offen die Intelligenz jedes Menschen, wohlwissend, dass die gewünschten Dummköpfe das gar nicht bemerken können. Früher, als sie noch kein halbes Fischblatt war, hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung mit dem claim „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ geworben, was natürlich beabsichtigterweise dazu führte, dass sich so mancher Dummkopf hinter einer FAZ versteckte, um klüger auszusehen. Hier aber ist die öffentlich werbende Selbstdarstellung genau anders herum: „Wir haben nur Dummköpfe als Leser, komm schon, sei auch dumm“.

Nun dann, vor meinem Arsch ist auch kein Gitter! 👅️

Habe ich schon angemerkt, dass mir dieses viel beklagte „Pressesterben“ viel zu langsam geht? Ja? Dann ist ja gut. Dass diese Masche von ihrer irreführenden Machart her gar nicht so sehr anders als diverse (ebenfalls auf dumme und naive Menschen zielende) Betrugsmaschen aus der Spam sind, ist natürlich kein Zufall. Es ist das Ergebnis der selben Denkweisen von Menschen, die an das Geld anderer Menschen kommen wollen, ohne ihnen dafür etwas Wertentsprechendes geben zu wollen und ohne allzuviel Arbeit damit zu haben. Contentindustrieller Journalismus passt sich in seinen Methoden den Spams von Trickbetrügern an. Oder, wie ich zu sagen pflege: Da wächst zusammen, was zusammen gehört.

Dem aus Österreich kommenden contentindustriellen journalistischen Produkt, dass es hier einfach mal mit Leser- und Intelligenzverachtung versucht, wünsche ich noch viel Spaß bei der kommenden innigen Beziehung mit dem Insolvenzverwalter.

(Mit Stable Diffusion generiertes Bild.) Und nein, das ist dann kein Schicksal, es ist Konsequenz des eigenen Tuns und Seins. Es ist auf ganzer Linie verdient. Der intellektuelle Bankrott kam schon lange vor der wirtschaftlichen Insolvenz; das geistige Absterben war schon weitgehend durchschritten, als endlich auch der wirtschaftliche Tod eintrat. Wer allen Ernstes zur Rechtfertigung sagt, dass wir solche Machenschaften „für die Demokratie“ brauchen, der sagt damit übrigens auch: Wir brauchen Betrug und Überrumpelung für die Demokratie. Da darf man sich aber nicht wundern, wenn andere, Geübtere, das mit dem Betrug und der Überrumpelung viel besser hinbekommen (man nennt diese Maschen in politischen Kontexten „Populismus“, damit die Parallele zum Betrug nicht so auffällt), ja, wenn sie es so gut hinbekommen, dass inzwischen ernsthaft darüber gesprochen wird, wie man diese „Demokratie“ vor den lästigen Wählern schützen kann.

Die contentindustrielle Presse schützt nicht die „Demokratie“, sondern die gewerbsmäßig vorgetragene, manipulative Lüge der Reklame. Dafür lässt sie sich bezahlen. Für nichts anderes. Kein Wunder, dass man bei solchem Umgang innerlich verrottet und anfängt, die Menschen und ihre Intelligenz als Feind zu betrachten. Und: Kein Wunder, dass denkende und fühlende Menschen davor fliehen.