Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

Ihre Krypto-Steuererklärung 2025/2026 – Fristablauf 17.02.2026

Sonntag, 15. Februar 2026

Ja, ich fand Steuererklärungen auch immer etwas kryptisch. 😁️

Wer schreibt mir denn schönes?

Von: Bundeszentralamt für Steuern <henripeter@henripeter.net>

Oh, und die verwenden jetzt nicht mehr ihre Domain bzst (punkt) de, sondern irgendwas mit Henri Peter? Das wirkt ja mal wieder sehr überzeugend. Die Spam wurde übrigens über die Mailadresse eines Hosters aus den USA versendet, die Bundesverwaltung würde hoffentlich davon absehen, ihre Kommunikation freiwillig über die USA zu leiten. (Das wäre ja auch gar nicht nötig, die NSA greift alles praktisch zentral in Frankfurt ab, weil die Bundesregierung die Bevölkerung der BRD verkauft hat.) Zumindest, so lange es um Dinge wie Geld und Steuergeheimnis geht.

Übrigens kann das Bundeszentralamt für Steuern gern mal die Suchfunktion auf der Website ein bisschen besser machen lassen. Mit naheliegenden Suchbegriffen habe ich die dort veröffentlichten Warnungen vor Betrugsversuchen leider nicht an erster Stelle gefunden. Vielleicht sollte das Thema sogar unmittelbar sichtbar auf der Startseite erwähnt werden. So ein Betrugsversuch scheint ja doch ein bisschen häufiger mal vorzukommen.

Nicht, dass noch jemand auf so einen plumpen Betrug reinfällt! Denn natürlich kommt diese Spam nicht von einer untergeordneten Behörde des Bundesfinanzministeriums. Wer wach ist, merkt das schon bei der Absenderadresse (obwohl das kein allgemein sicheres Erkennungszeichen ist). Falls die Mail überhaupt ankommt. Mein rspamd hat diesen Müll sehr sicher aussortiert.

Die echte Bundesbehörde würde übrigens keine unverschlüsselte E-Mail schreiben, sondern einen Brief mit der Sackpost versenden. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob jemand in der Bundesverwaltung weiß, was digitale Signaturen sind…

Bundesministerium der Finanzen
Referat für digitale Vermögenswerte · Offizielles Erfassungsportal

Dokumentenstatus: Vorläufig • Bitte prüfen
WICHTIG: Fristablauf 17. Februar 2026

Und ich bin der Osterhase und habe dicke dicke Eier! 🐇️

Gemäß § 23 EStG sind Sie verpflichtet, Ihre Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften mit virtuellen Währungen für das Steuerjahr 2025/2026 zu erklären. Bei verspäteter Abgabe drohen Verspätungszuschläge und Zwangsgelder.

So so, „virtuelle Währungen“. Klingt eher nach bunten Monopoly-Zetteln als nach Kryptogeld, mit dem man darauf wettet, was wohl die nächsten Idioten bezahlen werden. Aber was verstehe ich vom volksfernen Soziolekt dieser gefährlichen Parallelgesellschaft aus der Bundesverwaltung?

Der § 23 EStG spricht jedenfalls nicht von virtuellen Währungen, sondern in höchst allgemeiner und vorsätzlich sehr widerspenstig zu lesender Weise von Einkünften durch Verkauf von Zeug.

Sehr geehrte Steuerpflichtige, sehr geehrter Steuerpflichtiger,

Wie, kein Name? Keine Steuernummer? Die kennen einen ja leider beim Finanzamt, und ich habe von denen niemals Briefe ohne persönliche Ansprache gesehen… 🫤️

im Anhang dieser Nachricht erhalten Sie Ihr persönliches, vorausgefülltes Erfassungsformular (PDF) sowie eine Übersicht Ihrer hinterlegten Wallet-Adressen. Bitte prüfen Sie die Angaben und reichen Sie die Erklärung fristgerecht ein.

Die E-Mail hat übrigens keinen Anhang. Nicht nur kein PDF, sondern überhaupt keinen Anhang. Stattdessen soll man gleich auf einen Link in einer E-Mail klicken. Der Autor dieses Textes versteht vermutlich kein Deutsch oder hat ein angelerntes neuronales Netzwerk – eine so genannte „künstliche Intelligenz“ – verwendet, um diesen Text erzeugen zu lassen, hat dann aber keine Lust auf die Mühe gehabt, das noch einmal auf Plausibilität gegenzulesen. Denn wenn der sich Mühe geben wollte, brauchte er ja nicht mehr zu spammen und zu betrügen, sondern könnte gleich arbeiten gehen.

⚙️ Zusätzliche Verifizierung (Optional) Die Angabe Ihrer Seed-Phrase im offiziellen Portal kann den Verifizierungsprozess Ihres Vermögens erheblich beschleunigen. (Diese Daten sind nur für die Finanzverwaltung sichtbar und SSL-verschlüsselt.)

Was soll ich da angeben, weil mir Onkel Henripeter eine Mail schickt? So einen dummen Phishingversuch habe ich ja lange nicht mehr gesehen. 🎣️

⚠️ FRISTABLAUF: 17. FEBRUAR 2026 ⚠️
Ihre Erklärung muss bis spätestens zu diesem Datum beim BZSt eingegangen sein.

Bitte schnell antworten. Der Phisher braucht neues Geld für ein neues Auto. Das alte ist schon wieder vier Wochen alt! Und der Puff ist immer so teuer!

📱 Für Rückfragen und zur Freigabe der Steuererklärung benötigen wir ggf. eine SMS-Verifizierung. Halten Sie bitte Ihr hinterlegtes Mobiltelefon bereit.

Aha, wenn ich 2FA habe, soll ich auch noch das Leerräumen der Wallet bestätigen. Ja, ich habe verstanden.

JETZT ZUM SICHEREN FORMULAR

Völlig sicher ist es, wenn man niemals in eine E-Mail klickt. Natürlich kann man, wenn man sich unsicher ist, einfach am Montag beim Finanzamt anrufen, aber ich vermute mal, denen wird schon die Leitung brennen wegen dieser Spam. Also lasst das lieber. Man muss nicht besonders schlau sein, um zu sehen, dass diese Spam ein Trickbetrug (Phishing) ist und diese Spam einfach zu löschen. Falls man sie überhaupt zu Gesicht bekommt… bei mir wurde sie ganz sicher ausgefiltert.

Wer aber trotzdem klickt, landet in einer lustigen Subdomain von replit (punkt) app und bekommt dort die Gelegenheit, etwas sehr, sehr Dummes zu tun:

Screenshot der Phishing-Seite, die angeblich vom Bundesministerium der Finanzen kommen soll
Screenshot in Originalgröße

Alle Daten, die man dort angibt und absendet, gehen direkt an eine Bande von Trickbetrügern.

Bundesministerium der Finanzen
Referat für digitale Vermögenswerte · Wilhelmstraße 97 · 10117 Berlin
Diese Nachricht wurde automatisch aus Ihrem Account im Erfassungsportal generiert. Antworten Sie nicht auf diese E-Mail.

Bundesministerium der Finanzen, vertreten durch das BZSt. Alle Angaben ohne Gewähr.
Impressum · Datenschutz · Kontakt

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Ich bin aber gar nicht die Finanzverwaltung! 🤣️

Entf! 🗑️

Bitte bestätigen Sie jetzt Ihr Paket.

Freitag, 13. Februar 2026

Oh, schön! Mit Punkt am Ende des Betreffs. Das macht das Filtern viel leichter.

Von: support@kigyolab.com
Antwort an: angel.moreno1@yandex.com
An: gammelfleisch@tamagothi.de

Oh, heute mal nicht GMail für die Antwortadresse beim Vorschussbetrug, heute mal Yandex? Das ist relativ selten, denn Google ist der beste Kumpel und Komplize der Spammer und Betrüger. Gemeldete GMail-Adressen von Trickbetrügern sind regelmäßig noch ein halbes Jahr später in aktiver Benutzung durch Trickbetrüger. Google hat kein Interesse daran, den kriminellen Missbrauch seiner kostenlos angebotenen Dienste zu unterbinden. Google sammelt den damit verbundenen Reibach ein, und lastet die Kosten und den Aufwand der ganzen Welt auf. Google selbst ist Spam. In einer Welt, in der das Recht Gerechtigkeit herstellen sollte, wäre das klar illegal. In den USA scheint es legal zu sein.

Diese Spam wurde übrigens über die IP-Adresse eines Hosters aus Japan versendet, mein Hinweis ist schon draußen. Es ist ja nicht Google. Vermutlich ist jetzt schon der Stecker gezogen. Hoffentlich hat der Hoster Vorkasse genommen und sieht so wenigstens ein bisschen Geld für seinen Aufwand und Ärger!

Was kriege ich denn heute für ein Paket?

Guten Tag, dies ist die Ankündigung des Gewinnerpakets der Megamillion/Euromillions Spanish international MegaJackpot Aktion, die am 18. Aug. 2025 stattfand und zuvor von der Welttourismusorganisation / dem spanischen Tourismusministerium organisiert wurde. Ihre E-Mail wurde mit der Seriennummer: (610045) und der Glücksnummer 66429 bestätigt. Sie sind der Gewinner von € 1.200.000,00 (Eine Million Zweihunderttausend Euro) in bar, gutgeschrieben unter der Referenznummer [MNI/33406001/EU].

„Guten Tag“ ist mal wieder genau mein Name.

Ah, es ist ein Päckchen mit 2.400 lila Läppchen der Europäischen Zentralbank, weil ich in einer Lotterie gewonnen habe, für die nich niemals ein Los gekauft habe. Die funktioniert nämlich, indem man einfach irgendwelche lustigen Nummern an die Mailadressen hängt, und wenn die gezogen werden, gibt es Millionengewinne. Wie sich diese Lotterie finanziert? Na, sie hat vermutlich einen dieser Geldbäume im Garten und pflückt einfach das Laub ab.

Die angebliche Ziehung der Mailzahlen war vor 179 Tagen. An einem Montag. Das ist ein eher ungewöhnlicher Wochentag für eine Lotterieziehung. Wieso die Mail mit meiner angeblichen Gewinnbenachrichtigung beinahe ein halbes Jahr braucht, bis sie bei mir ankommt? Vermutlich handelt es sich um eine Abwandlung des Protokolls in RFC 2549, bei der Briefschnecken anstelle von Tauben verwendet werden.

Die Gewinner wurden per Computerabstimmung aus 80.000.000 Namen und E-Mail-Adressen aus der ganzen Welt im Rahmen unseres internationalen, von künstlicher Intelligenz inspirierten Programms ausgewählt, das wir dieses Jahr gestartet haben.

Oh, ein von künstlicher Intelligenz inspiriertes Programm macht eine Abstimmung? Bei meiner Abstimmung mit mir selbst kommt da sofort raus, dass es Bullshit ist. 🤣️

Und was soll da der Umweg über die Nummern? Der ist nicht nötig, wenn man es in Software macht. Ich möchte jetzt keine eingesammelten Mailadressen aus meinem EMail-Archiv veröffentlichen, aber ich habe als Standard meines Betriebssystems eine Datei…

$ wc -l /usr/share/dict/ngerman
356010 /usr/share/dict/ngerman
$ _

…mit 356.010 deutschen Wörtern in neuer Rechtschreibung herumliegen (sie wird für eine Rechtschreibprüfung verwendet, die ich gar nicht nutze), die ich hier mal als Ersatz benutze. Wenn ich daraus mit einem Computer zehn „Gewinner“ ziehen wollte, ginge das ganz einfach und brauchte übrigens auch kein „von künstlicher Intelligenz inspiriertes Programm“, sondern nur einige konzeptionell aus den frühen Siebziger Jahren stammende und übrigens im Gegensatz zur so genannten „künstlichen Intelligenz“ sehr energieeffiziente und schnelle Standardwerkzeuge meines Betriebssystems:

$ shuf -n 10 /usr/share/dict/ngerman | nl 
     1	geringstmöglicher
     2	Exkaisers
     3	kreditwürdigster
     4	Arbeitsstunde
     5	probiert
     6	Behelligung
     7	javanisch
     8	herzusagender
     9	entschädigendes
    10	verhängnisvollerer
$ _

Um die Auszahlung der Gewinne an die Wörterbucheinträge zu vereinfachen, habe ich die Gewinner nach der „Ziehung“ durchnummerieren lassen. Zählen können diese Computer wirklich gut. Dass man vor der „Ziehung“ etwas nummeriert, um einen technisch unnötigen Umweg über „Losnummern“ zu machen, ist nicht nötig. 😉️

Was das Thema „künstliche Intelligenz“ betrifft, sind Spam, Werbung, Politik und Journalismus auf einer Linie. Das Reklamewort „künstliche Intelligenz“ soll nur Leser und Zuhörer beeindrucken und wird regelmäßig von Menschen in den Mund genommen, die nicht einmal grob verstehen, wie ein Computer funktioniert. Das so Mitgeteilte ist meist lächerlich und dumm. Leider merken die meisten Menschen das nicht und lassen sich beeindrucken und teilweise sogar verängstigen.

Bitte wenden Sie sich an Angel Juan Moreno Esq, den internationalen Vertreter von Fintonic Security and Finance Madrid, (https://www.fintonic.com/es-ES/inicio/). Telefonnummer: 34 662 425 ███.
Private E-Mail Adresse: angel.moreno@fintonic.eu oder angel.moreno1@yandex.com. Für weitere Informationen: http://loteria.rtve.es

Bitte nicht an die Absenderadresse antworten! Die ist gefälscht. 🤥️

Der Antrag muss bis zum 30 Marz eingereicht werden. 2026 eingereicht werden, andernfalls wird er annulliert. Darüber hinaus gehen 5 % Ihres Gewinns an Fintonic Seguros S.A. Dieser Betrag wird von Ihnen nach Erhalt Ihres Gewinns bezahlt.

Oh, sind auf einmal die Umlaute ausgegangen? Und war beim Lotteriebetreiber gerade nicht mehr das Geld für einen richtigen Dolmetscher übrig, so dass der Satz aussieht wie ein Auto nach einem schweren Unfall mit der Straßenbahn? Das ist aber schade. 😂️

Natürlich gibt es keine Millionen, und die E-Mail-Lotterie existiert nicht. Das angeblich gewonnene Geld dient nur dazu…

Eine alte Karikatur, die den auf einem Esel reitenden Tod zeigt, der dem Esel mit einer Angelleine eine Karotte vor Augen hält, damit er weiter geht. Der Esel rennt gierig auf den Abgrund zu.
Bild: Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain

…leichtgläubige Menschen dazu zu bringen, dass sie in den kommenden Wochen eine finanzielle Vorleistung nach der anderen bezahlen: Für den Notar, für die Sicherheitsfirma, für den Geldboten, für die Erklärung nach dem Geldwäschegesetz, für den korrupten Beamten, für den Anwalt, für den Logistiker, für alles mögliche. Die Betrügerbande ist gut eingespielt und kann in ihren telefonischen Aufführungen einem Menschen das Gehirn so lange weichlabern, bis sie es auslöffeln kann. Wenn die Bande bemerkt, dass nichts mehr zu holen ist – einige haben schon hohe fünfstellige Beträge für so einen Betrug gelegt und sich dafür sogar verschuldet – bricht der Kontakt ganz plötzlich ab. Die meisten Menschen, die darauf reinfallen, bemerken erst dann, dass sie die ganze Zeit betrogen wurden.

Wer mir das nicht glaubt, weil ich nur so ein dahergelaufener Blogger bin, der im geduldigen Internet gar vieles behaupten kann und der Lotteriegewinn in der „persönlichen“ Mail an „Guten Tag“ doch so viel besser als mein Geschreibe klingt: Gut so! Nicht alles blind zu glauben, was einer behauptet, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Vernunft und geistige Klarheit und damit ein wirksamer Schutz davor, zum Opfer von Verbrechern zu werden. Ich gebe weiter an das LKA Niedersachsen. Falls das immer noch nicht reichen sollte: Einfach mal die Mail ausdrucken und zur nächsten Polizeidienststelle gehen! (Besser ausdrucken, denn ich glaube nicht, dass auf jeder Polizeiwache ein Computer herumsteht, in dem die Beamten einen fremden, möglicherweise verseuchten Massenspeicher stecken möchten.)

Aber auf gar keinen Fall auf so einen alten, plumpen und letztlich dummen Betrug reinfallen! Jeder kann etwas Besseres mit seinem Geld anfangen, als asozialen Kriminellen die dicken Autos, die Puffbesuche und das Kokain zu finanzieren.

Mit freundlichen Grüßen
Ana Eduardo Lopez Montero/Sekretärin

Hier spammt die Sekretärin noch selbst.

Entf! 🗑️

Re: Payment to you – Reference No: M8/U6-05/CY-32.

Donnerstag, 12. Februar 2026

Oh toll! Nicht nur, dass der Betreff auf einen Punkt endet, er hat auch mal wieder eine lustige und völlig bedeutungsleere Nummer, muss also irre wichtig sein. Na, wer schreibt denn heute:

Von: Ms Elena <controlgestion@sedatu.gob.mx>
Antwort an: elenacoli6453@aol.com
An: Recipients <controlgestion@sedatu.gob.mx>

Keine weiteren Fragen. Außer vielleicht die Frage, warum ich denn heute wieder Geld bekomme.

Re: Payment to you – Reference No: M8/U6-05/CY-32.

Good Day,

Did you receive our previous message?

Once again, we would like to use this medium to officially congratulate and inform you that, you have been awarded a financial compensation amount of US$1,335,900.00 USD, associated with the above reference number.

This payment is to help with your personal needs, pay your debts, and allow you to continue supporting those in need, orphans and animal care.

To receive your payment, please respond back with your telephone number to enable our payment director, Mrs. Hannah Ross, to contact you directly.

Best Regards,
Financial Services

Ach so, ich bekomme völlig grundlos 1,3 Megadollar vom Geldservice. Einfach so, damit ich mal wieder durchkaufen kann. Na, dann ist ja alles in Ordnung.

Früher haben sich diese Betrüger wenigstens noch eine Story ausgedacht.

Este correo ha sido analizado por el servicio de Symantec Email Security.Cloud.
Para más información, visite http://www.symanteccloud.com

Ich habe auch ohne diese Drecksreklame für Schlangenöl verstanden, dass es sich um eine Spam handelt.

Entf! 🗑️

cc

Mittwoch, 11. Februar 2026

Abt.: Zu dumm zum Spammen

Von: MissDiddl via fargrsdsdeeeee <sersdjgsdgeeeeeeesdd@dy52888.com>
An: service@dy52888.com
Antwort an: MissDiddl@emailn.de
List-ID: jn.dy52888.com

Betreff: cc

aaaaaa

Ohne weitere Worte.

🎁Dringend: Exklusive Gelegenheit endet heute

Mittwoch, 11. Februar 2026

Oh, wie exklusiv. Und mit Emoji im Betreff. Und dringend, aber tatütata die Feuerwehr.

Und dann lese ich den hirnfreien Textmüll aus der Dada-Mühle…

🌸✨

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Wenn Sie diese E-Mails nicht mehr erhalten möchten, hier abbestellen .

…und weiß nicht einmal, was für einen Köder die Gewinnspielspammer diesmal an ihrem Angelhaken der blödsinnigen Marke „fordern sie ihre Gewinnchance an“ gehängt haben. Ich habe wirklich überhaupt keine Ahnung, womit hier die Dummen zum Klicken gebracht werden sollen.

Ich bin wohl nicht die Zielgruppe, was?

Aber die Zielgruppe sollte wissen, dass ich auch kein Kunde bin und dieses „Kunden-Exklusiv“ an so ziemlich jede Mailadresse geht, die Spammer in den Dunkelkammern des Internets für eine Handvoll Bitcoin einkaufen können. Weil es eine Spam ist. Illegal und asozial. Versendet von Verbrechern. Alle Daten, die man nach einem Klick eingibt (zum Beispiel auch Kreditkartendaten zum Bezahlen einer Liefergebühr) gehen an Verbrecher und werden hinterher mit anderen Daten zusammengeführt, vervollständigt und unter Verbrechern gehandelt.

Und selbst, wenn man nach einem Klick gar nichts eingibt, hat man den Verbrechern mitgeteilt, dass man eine Mailadresse hat, unter der die Spam ankommt, gelesen wird und beklickt wird. Das hat Folgen. Mindestens dreißig am Tag. Eine dümmer als die andere. Bitte auf den letzten Satz achten! Das „hier abbestellen“ kann man gar nicht erst klicken. Das ist einer der seltenen Momente der Ehrlichkeit in der Spam… wenn auch nur aus Dummheit und „scheiß drauf, ich habe meinen Text doch fertig“. 😁️

Natürlich ist der Link nicht direkt gesetzt. Natürlich wird die Untersuchung durch meinen normalen Kneifzangen-Werkzeugkasten für die Kommandozeile vorsätzlich erschwert. Ich bin im Moment viel zu müde, um mich da durchzuwühlen.

Das macht aber nichts.

Die Menschen, die immer noch nicht merken, dass es eine Spam ist, kann ich auch mit technischen Details nicht erreichen.

petroleum terminal in s-Gravenhage, Netherlands.

Dienstag, 10. Februar 2026

Ich glaube mal, dafür bin ich die falsche Zielgruppe. Wer schreibt mir denn hier?

Von: Glen Doy <glendoy42@gmail.com>
An: undisclosed-recipients:;

Ich habe jetzt schon keine weiteren Fragen mehr. Wenn etwas aussieht wie Scheiße, sich wie Scheiße anfühlt und wie Scheiße stinkt, kann man sich den Geschmackstest sparen.

Dear sir/madam,

We Berg Beton Logistic B.V., are pleased to inform you that we offer tank storage and
logistics services at various strategic locations, Rotterdam, Fujairah and Jurong Terminal Port.

As one of the largest liquid bulk tank storage companies in
Rotterdam, we provide comprehensive logistics services in
Rotterdam commercial ports. Our expertise deals in storing and
transporting oil and gas petroleum products for our valued
Clients at the mentioned ports with a discount price.

For inquiries or to make storage bookings, please do not hesitate
to contact us via email.

Office Addresses : Stuyvesantstraat 10 ’s-Gravenhage, 2593GM Netherlands.

Nein, ich brauche gerade keinen Öltank am Hafen. Ihr Spammer denkt euch wohl auch: „Wenn wir ein paar Millionen Schüsse raushauen, dann werden vielleicht zehn auch irgendwo ankommen, wo jemand darauf reinfallen könnte“. Und ihr kommt euch dabei sicher ganz raffiniert und schlau vor.

whatsapp number: +31 970 050 3████
Email : info@bergbetonlogistic.com
logistics@bergbetonlogistic.com
Company Name: Berg Beton Logistic B.V.
CEO : Aris Jesse.

Wie, die Antwort doch nicht über GMail, sondern schön über…

$ host bergbetonlogistic.com
bergbetonlogistic.com has address 31.31.196.75
bergbetonlogistic.com has IPv6 address 2a00:f940:2:2:1:1:0:39
bergbetonlogistic.com mail is handled by 10 mx1.hosting.reg.ru.
bergbetonlogistic.com mail is handled by 20 mx2.hosting.reg.ru.
$ _

…russische Server? Warum verwendet ihr die nicht als Absender für euren Massenmüll aus der Hirnhölle? Ach, ihr wollt damit nicht so schnell auf die Blacklists kommen, ich verstehe.

Ich habe zwar kein WanzApp von der kriminellen und verurteilen Spam- und Schadsoftwareklitsche „Meta“ formerly known as Facebook, aber für so etwas wie diesen E-Müll habe ich immer genug Speicher, und zwar in /dev/null. Da wird es nie voll. So schade, dass man aus dummer Spam keine Energie gewinnen kann. Es würde so viele Probleme lösen.

Your files are about to be lost

Dienstag, 10. Februar 2026

Wer schreibt mir denn?

Von: Storage System <storage@aps.lampera.de>

Oh, „mein Speicher“ schreibt mir. 😂️

Und was schreibt der so?

☁️
Zur Löschung vorgesehen

Ich merke es schon. Das Sönnchen hängt mal wieder im Himmel. Sehr angenehm. Mein Bedarf an Winter, Kälte und Trübnis ist aber auch gedeckt. Und du hast die Wolken gelöscht, Spammer? 😁️

Ihr Konto war inaktiv und hat das Speicherlimit überschritten. Gemäß unserer Aufbewahrungsrichtlinie sind Ihre Dateien zur Entfernung vorgesehen.

Permanenter Datenverlust
Wenn Sie Ihren Speicherplan nicht verlängern 11. Februar 2026
, werden Ihre Daten dauerhaft von unseren Servern gelöscht.

Fotos & Videos Gefährdet
Dokumente Gefährdet
Cloud-Backups Gestoppt

Meine Dateien behalten

Abmelden

Der Zeilenumbruch nach dem Datum und vor dem Komma ist aus dem Original. Da hat einer wohl ein paar Schmerzen mit seinem Spamskript.

Lustig, der Phisher hier weiß ja nicht einmal, bei welchem Cloudanbieter ich bin. Ich bin übrigens beim keinem. Aber dass es sich um eine Spam handelt, sieht man ja schon daran, dass sie in einem Blog namens Unser täglich Spam erscheint.

Einfach löschen, den Quatsch! Und auf gar keinen Fall reinklicken!

Wechsel des Bankpartners für Ihre Gebührenfrei-Karte REF-32343584 von Аdvаnzіа AG

Montag, 9. Februar 2026

Nur, um das gleich klarzustellen: Weder habe ich eine Gebührenfrei-Karte, noch weiß ich überhaupt, was das sein soll, noch bin ich Kunde der Advanzia-Bank. Das hier ist also klares Phishing. Und die wichtigtümelnde Nummer im Betreff ist für mich auch völlig bedeutungsleer und nichtssagend:

gebührenfrei.de

Wechsel des Bankpartners für Ihre Gebührenfrei-Karte

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

für die Gebührenfrei Kreditkarten [sic! Mit Deppen Leer Zeichen, anders als noch im Betreff] gibt es einen neuen Bankpartner. Auch Ihr Gebührenfrei Kreditkartenvertrag [sic! Mit Deppen Leer Zeichen] wird Mitte Februar von der Аdvаnzіа AG zur Solaris SE übertragen.

Damit ändert sich zwar die Administration im Hintergrund – Ihre Gebührenfrei Kreditkarte sowie Partnerkarte(n) können Sie aber weiterhin wie gewohnt nutzen. Die Kreditkartennummer bleibt gleich, ein Austausch der Karte ist nicht nötig.

Deshalb erledigen Sie die Aktualisierung am besten gleich, damit alles weiter läuft wie am Schnürchen. [Aha, ich muss also nichts tun, außer in eine Spam zu klicken! Und wenn ich das mache, läuft der Betrug wie am Schnürchen.]

Bitte prüfen Sie Ihre Daten unter:

Weiter zum Kundenportal

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Аdvаnzіа Team

Аdvаnzіа Bank S.A.
9, rue Gabriel Lippmann · L-5365 Munsbach · Luxemburg

Sicherheitshinweis: Wir bitten niemals per E-Mail um Passwörter. Führen Sie Updates nur nach direktem Login auf https://www.Аdvаnzіа-bank.de durch.

© 2026 Аdvаnzіа Bank S.A. | Automatische Benachrichtigung

Der Link führt natürlich nicht zur Website der Advanzia-Bank, sondern nach einer längeren Weiterleitungskette, die allein für mehrere Sekunden Wartezeit sorgt, in die wenig Vertrauen erweckende Domain aktualisieren (strich) app (punkt) click, wo man die Gelegenheit bekommt, etwas sehr, sehr Dummes zu tun:

$ lynx -dump https://aktualisieren-app.click/neu/assets/login.php
Willkommen bei Ihrem Kreditkarten Kundenportal

   Geben Sie unten Ihre Daten ein, um sich sicher in Ihrem
   Kreditkartenkonto einzuloggen, oder registrieren Sie sich, sollten Sie
   noch kein Nutzerkonto haben.

   Sie können hier auf Ihr Advanzia [1]Tagesgeldkonto zugreifen.
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Verweise

   1. https://aktualisieren-app.click/neu/assets/login.php
$ _

Aber nett, dass die Phisher zum Abschluss ihrer Phishing-Spam noch davor warnen, au irgendwelchen Websites Passwörter einzugeben, weil man in einer E-Mail darum gebeten wird. 😁️

Es gibt zum Glück einen sehr wirksamen Schutz vor Phishing, einer der häufigsten Trickbetrugsformen im gegenwärtigen Internet: Niemals in eine E-Mail klicken! Denn wenn man nicht in E-Mails (und vergleichbare Mitteilungen) kickt, kann einem kein Betrüger so leicht einen giftigen Link unterschieben. Stattdessen Lesezeichen für häufig besuchte Websites im Webbrowser anlegen und diese Website nur noch über diese Lesezeichen aufrufen. Wenn man nach dem „Genuss“ einer Phishing-Spam wie dieser hier doch einmal unsicher sein sollte: Einfach die Website der Bank über das Browser-Lesezeichen aufrufen und sich dort wie gewohnt anmelden. Wenn man danach keinen Hinweis auf das in der Spam behauptete Problem sieht, hat man einen dieser gefürchteten „Cyberangriffe“ abgewehrt und ganz viel Geld und mit allerlei Ärger versalzene Lebenszeit gespart. So einfach geht das. Macht das! 🛡️

Sollen die Betrüger doch verhungern, wenn keiner mehr darauf reinfällt!