So nannte sich der Mensch mit seiner IP-Adresse aus der Ukraine, der schon vorgestern nachmittag eigenhändisch über die Zwischenablage den folgenden Output eines angelernten neuronalen Netzwerkes – von Journalisten, Politikern und sonstigen Nichtsblickern regelmäßig mit dem Reklamewort „Künstliche Intelligenz“ bezeichnet – zu einem siebzehn Jahre alten Text auf Unser täglich Spam als Kommentar hinterlegen wollte, und damit sogar am Spamfilter vorbeigekommen ist:
Der Plural von „Ball“ ist eine interessante sprachliche Nuance. Es ist faszinierend zu beobachten, wie Sprache sich entwickelt und wie Regeln gelegentlich Ausnahmen haben. Manchmal ist es einfach, wie in diesem Fall, und wir fügen einfach ein „e“ hinzu, aber manchmal gibt es mehrere Varianten, die alle akzeptabel sind. Es ist ein weiteres Beispiel dafür, wie vielfältig und lebendig unsere Sprache ist.
Hierzu erstmal meinen herzlichen Glückwunsch! Dann lösche ich eben von Hand. 🥈️
Die als Homepage angegebene Website eines von Spamaffiliates beworbenen Abzockcasinos…
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…spricht ja für sich selbst.
So eine Spam, deren Text mit einem angelernten neuronalen Netzwerk generiert und sozusagen in Handarbeit kopiert und abgesendet wurde, ist wirklich schwierig automatisch auszufiltern. Klar, mir als Leser fällt sofort auf, dass damit etwas nicht stimmen kann, dass es ein deutlich zu hohles und zu dummes Geschwafel ist. Aber wie soll man das einem dummen Computer beibringen, der nichts verstehen kann? Es geht einfach nicht. (Nein, es geht auch nicht mit so genannter „künstlicher Intelligenz“, damit erhöht man nur die Fehlerquellen und hat keine Möglichkeiten der langsamen Nachbesserung mehr – was die Probleme bei der Nutzung angelernter neuronaler Netzwerke sind, habe ich hier schon am 5. November 2023 etwas ausführlicher beschrieben und werde es nicht noch einmal wiederholen. Es kann also sein, dass langsam und würgend der Zeitpunkt näher rückt, zu dem ich hier die Kommentarfunktion abschalten muss, wenn ich keine Litfasssäule für Kriminelle und halbseidene Geschäftemacher betreiben will… und ich habe mir immer gesagt, dass ich in so einem Fall das ganze Blog schließen würde. Ein Blog ist in meinen Augen – man kann da drüber streiten – ziemlich wertlos, wenn ich keine interaktiven Möglichkeiten drinlassen kann. Allein schon, weil es auch mal so laufen kann wie mit meinem Text vom 25. Juli 2013 mit seinen 1.080 Kommentaren, der in seiner Gesamtheit und mit den vielen Ergänzungen in den Kommentaren vermutlich sehr viele Menschen davon abgehalten hat, etwas sehr Dummes zu tun. So eine Entwicklung wird ohne offenen, niedrigschwellig benutzbaren Kommentarbereich unmöglich.

Es ist übrigens schon der zweite Kommentar zu den „Keksballs“, bei dem ich mir sehr sicher bin, dass der Text mit einem neuronalen Netzwerk generiert wurde. Vermutlich ist es die gleiche Bande. Und in beiden Fällen – hier das erste Beispiel – kam der Kommentar mit einer IP-Adresse aus der Ukraine und es ging um Betrugscasinos im Internet, ohne dass das Wort „Casino“ auch nur im Kommentar erwähnt wurde.
Auf anderen hier veröffentlichten Texten hatte ich noch keine derartige Spam.
Das mögen wenig Daten sein, aber ich kann es trotzdem nicht für einen Zufall halten. Zurzeit sind 7.055 Texte auf Unser täglich Spam veröffentlicht (dieser wird Nummer 7.056), alle mit einem frei benutzbaren, unmittelbar im Web publizierenden Kommentarbereich. Doch ein Spammer, der eine sehr spezielle Methode für seine Spam verwendet, stößt hier gleich zweimal auf den selben Text, um seine Spam abzulegen? Er hätte doch so viel mehr „Material“ zur Auswahl. Es klingt nicht nach einem Zufall, und die Attraktivität dieses Textes für diesen Spammer wird wohl einen Grund haben, der in diesem Text liegt.
Und deshalb habe ich einen Verdacht, der aber noch eher so lala ist. N=2 ist nun einmal keine so große Stichprobe, und darin trotzdem herumzudeuteln, hat eher etwas von der Mantik eines Kaffeesatzlesers als von einer Analyse. Es ist also Spekulation, nicht gesichertes Wissen über die hirnarmen Biotope der Spammer, aber ich finde es trotzdem interessant. 🙁️
Beide Kommentare faseln recht aussagelos im heiteren, schnell aufgeschäumten Quasselton von sprachlichen Erscheinungen und Moden, und zwar zu einem Text, der einen von Werbern vorsätzlich falsch gebildeten Plural verspottet, mit dem sie offenbar Aufmerksamkeit für ihren Junkfood erzeugen wollten.
Ich muss ja leider davon ausgehen, dass nicht nur Unser täglich Spam mit diesen Spams vollgemacht wird, sondern jede in den Augen der Spammer für ihre Pläne und Absichten geeignete Website. Das ist ja Spam. Die gibt es niemals in „ein bisschen“. 🌊️
Angesichts der „inhaltlichen“ Aspekte könnte ich mir vorstellen, dass diese Casinospammer eher auf interaktive Foren und Websites zielen, die sich im weitesten Sinne des Wortes mit Sprache und Grammatik befassen (und damit viel sprachlich eher unsichere Leserschaft anziehen). Darin wäre ein solcher Kommentar auch sehr viel unauffälliger und hätte eine relativ gute Chance, nicht gelöscht zu werden und langfristig eine wenig erfreuliche Website an einer halbwegs seriösen Stelle zu verlinken. Das ist den Spammern übrigens so viel Mühe wert, dass die Kommentare in Handarbeit über die Zwischenablage und nicht mit einem Skript abgesetzt werden, obwohl Spammer doch sonst jede Mühe vermeiden. Damit kommen sie bereits mit den häufigsten Methoden der Spambekämpfung klar, weder ausgrenzende CAPTCHAs noch typische Javascripttricks, die ein machinelles Kommentieren verhindern sollen, stellen eine Hürde für sie dar. Auch wird vollständig auf typische SEO-Keywords für die Betrugscasinos verzichtet, die man allzuleicht filtern könnte. Die angegebenen Namen sind ebenfalls ziemlich unverdächtig und richten sich nicht an Suchmaschinen. Es scheint diesen Spammern also völlig auszureichen, völlig kontextlos ihre Links auf solche Websites von Betrügern zu legen.
Oder anders gesagt: Es gibt immer noch genug Menschen, die auf so einen Link klicken, dass es sich für die Spammer lohnt, richtige Mühe zu investieren. Weil diese Leute einen recht offensichtlichen Spamkommentar so interessant finden, dass sie glauben, auf der „Homepage“ des Kommentators gäbe es noch mehr interessantes Zeug zum Lesen.
Ich wusste ja schon immer, dass die Zielgruppe der Casinospammer nicht zu den hellsten Leuchten im Lampenladen gehört, aber… ☹️

Habe ich schon einmal erwähnt, dass die 
Warum habe ich diese Kommentarspam überhaupt hier erwähnt? Weil es die erste Kommentarspam auf Unser täglich Spam ist, deren Text sicher mit einem angelernten neuronalen Netzwerk – von Politikern, Journalisten und anderen digitalen Analphabeten wird so etwas regelmäßig mit dem Reklamewort „künstliche Intelligenz“ bezeichnet – generiert wurde. Menschen schreiben nicht so. Der gesamte Stil, die Weitschweifigkeit, die glattgebügelte, geistlose Langeweile des Ausdrucks entsprechen völlig dem, was ich bei meinen Versuchen mit diversen angelernten neuronalen Netzwerken mit großen generativen Sprachmodellen (Llama, ChatGPT, Microsoft Copilot) „genossen“ habe. Und ich muss eingestehen: Der Erfolg dieser ersten Spam aus dem neuronalen Netzwerk war auf der Stelle so durchschlagend wie eine neue Krankheit, auf die ein Immunsystem überhaupt noch nicht eingestellt ist. Trotz aller Gedanken, die ich mir um Spamfilterung mache, ist dieser Müll durchgekommen. Es scheint schier unmöglich zu sein, so etwas wirksam abzufangen. Und Spammer können so etwas automatisch, kostenlos und mühelos erzeugen. Was will man mehr, wenn man so eine Rohrzangengeburt von Spammer ist?
Der Computerübelsetzer meines Vertrauens hat behauptet, es handele sich hierbei um 
Klar, das sehe ich ja auch an diesem Keywordnamen, mit dem dich deine Mutter gestraft hat, und ich sehe es an „deiner Homepage“, die du damit verlinken wolltest – natürlich inklusive deiner Affiliate-ID, damit du auch ja „online“ ein bisschen Geld mit deiner unter vollständigem Denkverzicht erstellten Spam verdienst. Jetzt musst du dich nur noch zuhause auf deinem von Spermaflecken besprenkelten Sofa darum kümmern, die Fehler aus deinem Spamskript herauszuholen, damit das mit dem Geldmachen auch klappt. Ach ja, und vielleicht solltest du deinen Text noch ein bisschen umformulieren, denn deine unfassbar dumme Spam wäre auch aus rein inhaltlichen Gründen ganz sicher als Spam erkannt und automatisch in den Müll geschmissen worden. Weil sie da hingehört. Schon dein dümmlicher, als Suchmaschinenspam (so genannte SEO) gedachter Keywordname wäre aussortiert worden. Weil man nicht einmal komplizierte Heuristiken braucht, um den Spamcharakter solcher „Namen“ zu erkennen, sondern einfach nur eine Liste mit Wörtern, die nur in Spam vorkommen. „Affiliate“ zum Beispiel. Oder „Marketing“. So etwas schreibt praktisch kein denkender und fühlender Leser. So etwas schreibt nur so ein analfixierter Rosettenkasper wie du. Aber wenn dein Spamskript so kaputt ist, braucht man sich ja nicht einmal um den Text zu kümmern.
Ach, das wäre dir alles zu viel Mühe? Du hast ja gar kein Interesse an den Texten, die „du“ kommentierst. Deshalb machst du das ja auch mit einem kaputten Spamskript. Und Lesen war dir schon in der Schule viel zu anstrengend, weil du viel lieber die Teletubbies geguckt hast? Die waren so schön bunt und haben dich nicht überfordert? Du intellektuell unbewaffnete Matschbirne lässt einfach dein dummes, irgendwo runtergeladenes und von dir niemals verstandenes Spamskript auf das ganze Internet los und hoffst, dass immer noch genug von deinem Spamschrott durchkommt, um die Suchmaschinen zu manipulieren? Denn wenn du dir Mühe geben wolltest, brauchtest du ja gar nicht zu spammen, sondern könntest gleich arbeiten gehen? Das merkt man aber auch.
Ich möchte über leere Zauberstäbe von Herrn Mick Phisher spammen, mit denen man auf jeder Toilette dieser Welt Geld herbeizaubern kann. Ich war vorher sehr arm und hatte keine Hoffnung mehr. Dann habe ich so oft in diesem Internet darüber gelesen, wie Herr Mick Phisher irgendwelchen Leuten den leeren Zauberstab geschickt hat und wie ich damit an jeder Kloschüssel Geld eingesammelt und reich geworden bin. Denn was die anderen erzählen, beziehe ich sofort auf mich. Weil ich so dumm bin. Deshalb klingt mein Deutsch¹ übrigens auch ein bisschen komisch. Weil ich so dumm bin. Ich habe ihm eine Mail geschickt, und er hat mir den leeren Zauberstab geschickt. Ich habe damit hunderttausend Dollar verdient. Zaubern sie täglich maximal fünftausend Dollar herbei. Herr Mick Phisher verteilt den Zauberstab nur, um den Armen zu helfen. Kacken Sie und stecken sie den Zauberstab in die Kacke, damit sich die Kloschüssel in einem vollen Tresor verwandelt, indem sie einen verzauberten Zauberstab verwenden, der einfach so automatisch vor sich hinzaubert. Schicken Sie ihm eine Mail, um noch mehr zauberhafte Geschichten vom automatisch vor sich hinzaubernden verzauberten Zauberstab zu hören und um zu erfahren, wie viel Geld sie dafür schön anonymisiert und nicht rückbuchbar über Western Union und Konsorten oder in Form von Kryptogeld hinlegen müssen, um auch so einen schönen Zauberstab erhalten zu können, denn sie sind ja arm und haben deshalb das Geld. Da mag der Zauberer sich das Geld nicht mühsam selbst auf dem Klo herbeizaubern. Wundern sie sich dabei nicht über die beim dicksten Freund des Spammers und Betrügers, nämlich bei Googles GMail, kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse für den Kontakt. Wundern sie sich auch nicht darüber, dass sie nicht verschlüsselt mailen können. Und wundern sie sich schon gar nicht darüber, dass der Namensteil dieser Mailadresse irgendwie eher nach „Eileen Bäcker“ als nach „Mick Phisher“ klingt. Glauben sie mir! Das sind keine Lügen, die ich hier erzähle. Das sieht nur so aus.