
ytdl in:
So nannte sich der angehende Internetbespaßer mit seiner IP-Adresse aus Indien und mit seinem schlecht programmierten, fehlerhaften Spamskript, der heute morgen um 6:47 Uhr den folgenden Kommentar absetzen wollte, um mit der Angabe der Homepage sein Blog voller toller informativer Videos zu verlinken. Dieses Blog zieht wohl ohne derartige Spam nicht genügend Leser an, die erlernen möchten, wie man Microsoft Windows bedient, wie man die Leistung von Microsoft Windows verbessert, wie man unerwünschte Funktionsmerkmale von Microsoft Windows abstellt, wie „künstliche Intelligenz“ unser aller Leben verändert, wie man im Jahr 2024 einen erfolgreichen YouTube-Kanal startet, wie man virale YouTube-Videos macht und wie man mit angelernten neuronalen Netzwerken – von ihm natürlich, genau wie von beinahe jedem Politiker, Journalisten und sonstigen Nixblicker mit dem Reklamewort „künstliche Intelligenz“ bezeichnet – „Content“ generiert, falls sich im eigenen Köpfchen nichts Mitteilenswertes befindet:
I have been browsing online more than three hours today, yet I never found any interesting article like yours. It is pretty worth enough for me. In my view, if all website owners and bloggers made good content as you did, the internet will be a lot more useful than ever before.
Dem zukünftigen Alpha-Blogger und YouTube-Star wünsche ich von ganzem Herzen auch weiterhin alles Gute auf seinem Lebensweg. Immerhin ist er ein sehr informierter und kluger Blogger und YouTuber, der ganz genau zu wissen scheint, was die richtigen Stellen für seine virale und erfolgserzwingende Spam voller löschimpulsreduzierenden, nur ein bisschen triefenden Lobes für andere Blogger ist, selbst, wenn er noch nicht einmal die Sprache des kommentierten Textes versteht. Oder weiß das etwa das angelernte neuronale Netzwerk für ihn? Ich werde es nie erfahren.
Er sollte mal ein YouTube-Tutorial darüber machen! 😁️
Übrigens hat dieser Spammer mit der selben IP in den letzten drei Tagen acht derartige Kommentarversuche hier auf Unser täglich Spam hinterlegt, die allesamt vom Spamfilter gefressen wurden. Wegen seines kaputten Spamskriptes. Schön, dass er Menschen technische Tipps geben will, wie sie ihren Computer noch besser bedienen können. Und natürlich, wie sie ganz große Stars als Blogger und auf YouTube werden. Der kennt sich ja damit aus.

In unverschlüsselter Mail, die offen wie eine Postkarte durch das Internet befördert wird. Die auf ihrem ganzen Weg gelesen und sogar verändert werden kann, ohne dass der Empfänger etwas von einer Manipulation bemerken würde oder auch nur könnte, weil auf digitale Signaturen verzichtet wird. Es geht ja nur um Geld. Besonders „lustig“ wird das, wenn Google mit den über GMail eingesammelten Daten seine neuronalen Netzwerke – von Journalisten, Politikern und sonstigen Nixblickern regelmäßig mit dem Reklamewort „künstliche Intelligenz“ bezeichnet – anlernt, so dass die „verbesserte“ und um „intelligente“ Chatbots angereicherte Suchmaschine irgendwann empfindliche Details über die finanzielle Situation und eine Dummheit, die auf dermaßen plumpe Betrüger hereinfällt, ausplappern wird. Es ist unmöglich, so etwas zu verhindern, weil niemand verstehen kann, was in einem angelernten neuronalen Netzwerk vor sich geht, und erst recht kann niemand ein angelerntes neuronales Netzwerk auf einfache Weise verändern oder verbessern, wie man etwa einen Fehler in einem herkömmlichen Computerprogramm finden und beseitigen könnte. Entsprechende Prompts, mit denen man solche Geschichten hervorholt, werden schon schnell genug herumgehen. Menschen lachen gern. Sie lachen auch gern hämisch und über den Schaden anderer Menschen.
Die Machart der Spams ist erfreulicherweise immer gleich, was die Filterung (trotz des relativ guten und fehlerfrei programmierten Spamskriptes) sehr erleichtert hat. Alle Spams dieser Enthirnungsreste sind in englischer Sprache, obwohl es hier keinen einzigen englischsprachigen Blogeintrag gibt. Offenbar handelt es sich um Spam zur Manipulation von Suchmaschinen, also um SEO. Ja, SEO ist Spam, und sonst nichts. Und zwar eine Form der Spam, die mir nahezu jeden Tag meines Lebens irgendeinen Ärger und Arbeitsaufwand bereitet. Denn wenn ich eine Litfasssäule betreiben wollte, würde ich eine Litfasssäule an der Straße aufstellen, statt ein Blog im Web zu machen, und wenn ich eine öffentliche Toilette betreiben wollte, würde ich eine öffentliche Toilette aufmachen, statt ein Blog mit Texten zu füllen. Und natürlich würde ich dort auch ein angemessenes Entgelt für die Benutzung nehmen. Das mit dem Entgelt hat Spammern noch nie gepasst, für die kann es gar nicht billig genug sein.