Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


gelegenheit zur webverbesserung

Montag, 20. Februar 2012, 17:31 Uhr

Wie jetzt, schon wieder? So viele tolle Gelegenheiten…

Hallo,

Mein Name ist Kat und ich bin der Webmaster von SearchEnginesSynergy.com

Nebenbei arbeite ich auch für meine anderen Projekt-Webseiten und dadurch stieß ich auf tamagothi.de und ich schätze wirklich das gute Design und die Informationen.

Ich habe Seiten von sehr guter Qualität , von wo aus Sie verlinkt würden.
Wie Sie vielleicht wissen, Links von guter Qualität könnenauf [sic!] jeden Fall
helfen beim Page Rank, Verkehr und bei höherer Platzierung in den wichtigsten Suchmaschinen
wie Google, Yahoo und Bing.

Sollten Sie Interesse an weiteren Details haben, dann melden Sie sich bitte zurück bei mir
und ich werde Ihnen den perfekte Vorschlag für Ihre Website machen, der bei der Verbesserung
Ihrer Website in allen Aspektenhilft. [sic!]

Hoffebaldvon [sic!] Ihnen zu hören und einen schönen Tag wünsche ich Ihnen

Mit freundlichen Grüßen,

Kat O‘Connor
kat (at) searchenginessynergy (punkt) com
SearchEnginesSynergy.com
http://de.linkedin.com/in/katoconnor1

Hi, Kat,

ich find das ja echt jetzt total nett und so, dass du mir schreibst und dir Gedanken darum machst, wie ich im Web so aufgestellt bin und das verbessern willst. Ich fühl mich geradezu geschmeichelt von deinem überaus freundlichen Angebot. Du hast zwar auf meiner Homepage nicht ins Impressum geschaut, um mich mal mit Namen ansprechen zu können, aber hey, du steckst ja auch deine ganze Kraft in die „Webverbesserung“, so dass du gar keine Zeit mehr zum Lesen hast. Das überzeugt richtig.

Ne, so stellst „du“ dir die Empfänger vor, Eva. Ach nö, „du“ bist ja Thomas. Oder soll ich „dich“ lieber Melanie nennen.

Und „deine“ tolle „Firma“, die so richtig toll SEO macht, dass sich das Vakuum im Oberstübchen nur so ausbreitet, die heißt auch alle paar Tage anders. Nur die peinlichen Fehler in der immer gleich lautenden Spammail, die werden jedesmal völlig identisch übernommen. „Du“ willst eben das „Web“ verbessern, bist aber auch nach einem Vierteljahr dieser Nummer nicht dazu imstande, mal eben die schreiendsten Fehler aus deiner Mail zu korrigieren. Damit auch jeder sieht, was „du“ für einen qualitativen Anspruch an diese Sache hast.

Komm, Kat, Eva, Thomas oder Melanie, ich zeig dir jetzt auch eine tolle Gelegenheit. Eine zur Weltverbesserung. Geh einfach sterben! Die Welt wird sofort ein bisschen besser.

Dein dich zu oft lesen müssender
Nachtwächter

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

7 Kommentare für gelegenheit zur webverbesserung

  1. Interessant ist, dass diese Dinger alle über LinkedIn kommen und die Betreiber der Seiten kein Impressum haben. Irgendwo habe ich dann den Hinweis gefunden, dass die meisten Aufrufzahlen in Amerika sind, wo mich doch einer direkt aus Stuttgart angeschrieben hat – laut LinkedIn-Profl.

    Meine Beschwerde ging LinkedIn am Irgendwas vorbei. Deshalb habe ich dort mein Profil gelöscht. Nun ist Ruhe!

    • Ich habe kein Profil bei LinkedIn (und auch bei keinem anderen, so genannten „Web-2.0-Dienst“) und bekomme diese Spam trotzdem. Von daher scheinen hier verschiedene Methoden angewendet zu werden, um an „Opfermaterial“ zu kommen.

      Dass bei derartigen Anbietern oft sehr halbherzig oder gar nicht auf Spammeldungen reagiert wird, kann ich allerdings bestätigen, ohne hier Namen nennen zu wollen (wegen des „Rechtsschutzes für beleidigte Leberwürste“ in Deutschland)…

  2. Backtrack Five sagt:

    Nein, das geht nicht über Linkdin. Das sind definitiv E-Mailadressdatenbanken wie sie von Robots beim Web surfen einkassiert werden, die bedient werden. Ich hab ne ganze Reihe Mailadresse offen im Netz, keine davon bei linkdin. Es werden mehrere davon mit dem Schrott angeschrieben.
    Leider lässt die Koperation von Serverdiensten, wie oben beschrieben, auch in Deutschland, zu wünschen übrig. Wenn sie kooperativ wären, würden die meisten Adressen, die auf Identitätsdiebstahl aus sind, gesperrt, bevor die meisten Opfer antworten könnten. Aber trotz meiner Mühen, sind die Adressen und gefakten Webseiten oft Wochen im Netz, bevor reagiert wird. Zumindest für die deutschen Mailprovider ist das ein Armutszeugnis…Zumal man das über „Fällen“ automatisiert ablaufen lassen könnte, wie wir das in unserer Rechenzentrum machen, um 100% Spam zu identifizieren und vor der Verteilung zu löschen. Das wäre nicht mal besonders aufwendig.
    Manchmal frag ich mich, ob man denn wirklich nur mit (in Deutschland illegalen) Mitteln diese Kriminalität bekämpfen kann.

  3. Marcus sagt:

    Hallo Nachtwächter – ich habe mir mal den Spaß gemacht zu eragieren und habe die Tage doch tatsächlich Antwort erhalten: http://www.psychic-seo.de/1883-gelegenheit-zur-webverbesserung-die-antwort/ … Mal sehen wie das noch weitergeht.

  4. Sven sagt:

    Das ist nichts neues und kommt hier täglich rein: http://www.internetwerk.info/2012/03/07/peinlicher-spam-teil-2-gelegenheit-zur-webverbesserung/
    Jedesmal hat dieser Spammer einen anderen Namen…

  5. Philipp sagt:

    Hallo Nachtwächter,

    Ich habe einmal eine konkrete Frage zu google und so.
    Meine Chef hat da so nen Onlineshop wo er auch was verkauft und da wollte er mir auch seine tollen Linkpossitionen zu seinen suchwörtern zeigen.

    Blöd nur dass dies in die Hose ging weil er das an meinem Laptop gemacht hat und da ist ein Windows in Castellano installiert (Wer es nicht weiss castellano ist das original español von Spanien also nicht das was man in Lateinamerika quasselt) natürlich habe auch http://www.google.es als Startseite.

    Nun leider gab es da überhaupt keine Treffer obwohl er deutschsprachige Suchwörter eingab.

    Philipp

    • Die Suchergebnisse bei Google sind stark „personalisiert“, selbst wenn man die gleichen Spracheinstellungen hat.

      Ich habe vor einiger Zeit mit einem Freund einen kleinen Test gemacht. Sein Rechner lief unter einem englischen MS Windows, als bevorzugte Sprache im Browser ist Deutsch eingestellt, Browser ist ein Opera, keine aktive Anmeldung an ein Google-Konto. Mein Rechner lief unter Debian GNU/Linux, Desktop und Browser auf Deutsch, Browser ebenfalls Opera, angemeldet am Google-Konto, weil ich gerade meine bei Google Mail liegende Spamsenke betrachtet habe. (Dafür ists allemal gut!)

      Wir haben eine ganze Menge Suchbegriffe ausprobiert, natürlich über die selbe IP-Adresse aus der BR Deutschland. In einigen Fällen (vor allem bei Themen mit Wikipedia-Eintrag, der offenbar sehr hoch bei Google angesehen ist und dessen Links eine sehr hohe Wertung bekommen) waren es eher unwesentliche Umsortierungen der ersten zehn Treffer, aber manchmal hatten wir vollständig andere in den ersten zehn Treffern.

      Und nein, so etwas wie pluseinsen gibt es in meinem Leben nicht, und ich habe auch kein Profil bei Google+.

      Wie stark diese Unterschiede werden können, wenn man auch noch verschiedene Spracheinstellungen hat, kann ich mir vorstellen. Ist ja auch kein Wunder. Ich könnte mich zum Beispiel nur sehr mühselig durch einen Text in spanischer Sprache kämpfen, und bei Türkisch oder Koreanisch wäre ich vollkommen chancenlos – die Auslieferung sprachlich passender Ergebnisse ist also auch eine gute Idee…

      Seit einiger Zeit sind die Links in den Google-Suchergebnissen übrigens nicht mehr direkt, sondern gehen über ein Skript bei Google. Wenn man auf einen Link in einem Suchergebniss klickt, teil man Google diesen Klick mit. Damit kann Google, das sehr um eine Individualisierung der aufbereiteten Suchergebnisse bemüht zu sein scheint, natürlich weitere Analysen vornehmen. Auch wer nicht direkt in einem Google-Account angemeldet ist, bekommt übrigens ein Cookie mit einer eindeutigen ID gesetzt, und Google wird diese ID bei der ersten Anmeldung an einen Google-Account nachträglich der Person zuordnen. Natürlich alles nur zu unserem Besten, damit Google uns mit besserer Werbung „erfreuen“ kann, denn das ist Googles Geschäftsmodell.

      Um den Erfolg von SEO-Maßnahmen und die Linkpositionen in Google einzuschätzen, muss man jedenfalls deutlich mehr tun, als nur selbst danach zu googlen.

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