So so, mein Gerät „Handy“ also. Wisst schon: Das mit dem Löffel Buchstabensuppe als ID, damit ich es besser wiedererkenne, wenn ich zwei davon habe. 🤭️
(Ich habe übrigens kein Smartphone. Aus vielerlei Gründen nicht. Ich mag es nicht, mit einer Wanze und in einer Totalüberwachungskultur herumzulaufen. Und wenn ich bei anderen Menschen sehe, dass die geradezu jede Viertelstunde mit irgendeiner dummen Reklamelüge auf ihrem mobilen Datensichtgerät belästigt werden, dann wird meine Lust nicht größer. Gut, dass es noch Computer gibt, auf denen ich selbst darüber entscheiden kann, welche Software ich darauf ausführen lasse.)
Wer schreibt mir denn heute?
Von: DEUTSCHE BANK <noreply@eldata.cz>
Aha, die Deutsche Zang schreibt mir – aber benutzt gar keine Mailadressen in der eigenen Domain und macht ihre geschäftliche E-Mail…
$ host eldata.cz eldata.cz has address 91.232.247.228 eldata.cz mail is handled by 0 eldata-cz.mail.protection.outlook.com. $ _
…lieber über einen nicht so vertrauenswürdigen Dienstleister aus den USA namens Microsoft. Wenn darüber geschäftliche Kundenkontakte laufen, so wie etwa in dieser Mail, wäre das bereits ein Datenschutzverstoß und außerdem die Verneinung jeder Vertraulichkeit und Seriosität in Gelddingen. Aber das ist ja gar nicht die Deutsche Bank, das ist ja ein Betrüger, der hier schreibt.
Überprüfung Ihres Zugangs
Also zu meiner Mail habe ich noch Zugang! 😆️
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
So genau hat schon lange keiner mehr meinen Namen gekannt! 🤭️
Nicht nur, dass die echte Deutsche Bank (und jedes andere Unternehmen, das seine Kunden auch behalten möchte) seine Kunden persönlich ansprechen würde, es würde dabei ganz sicher auch die Kontonummer des betroffenen Kontos genannt. Es sind ja gar nicht so wenige Menschen, die mehrere Konten führen.
Während einer planmäßigen Systemkontrolle wurde festgestellt, dass Ihr BestSign-Verfahren derzeit noch nicht vollständig aktiviert ist.
Um weiterhin uneingeschränkten Zugriff auf alle Funktionen zu gewährleisten, bitten wir Sie um eine kurze Bestätigung.
Bitte nehmen Sie diese über den untenstehenden geschützten Bereich vor:
Dazu nur drei Anmerkungen:
- Ich bin nicht verantwortlich für die Datenverarbeitung irgendwelcher Unternehmen, bei denen ich Kunde bin. Die Unternehmen sind dafür verantwortlich und haben den damit verbundenen Aufwand zu wuppen.
- Die unterschwellig drohende Formulierung mit dem „weiterhin uneingeschränkten Zugriff“ auf mein Geld nennt man strafrechtlich eine Nötigung. Darauf gibt es bis zu drei Jahre im Knast oder eine Geldstrafe. Die echte Deutsche Bank mag nicht gerade die lichtvollste und wärmste Ethik haben, aber sie wird sich ganz sicher nicht strafbar machen.
- Es ist grundsätzlich eine ganz schlechte Idee, in eine E-Mail zu klicken. Besonders, wenn es um Geld oder um attraktive Websites für Betrüger geht. Stattdessen Lesezeichen im Browser anlegen und diese Websites nur noch über das Lesezeichen im Browser aufrufen! Dann kann einem kein Betrüger so leicht einen giftigen Link unterschieben. Wenn man so eine Mail empfangen hat, nicht in die Mail klickt, sondern über das Lesezeichen im Browser die Website der Deutschen Bank aufruft, sich dort wie gewohnt anmeldet und danach keinen Hinweis auf das angebliche Problem angezeigt bekommt, hat man einen dieser gefürchteten „Cyberangriffe“ abgewehrt und sich tausende Euro und monate- bis jahrelangen Ärger gespart. Seid schlauer als die amtierende Bundestagspräsidentin der Bundesrepublik Deutschland, Julia „Nestlé“ Klöckner [Archivversion], und macht das! Es ist einfach, kostet nichts, erfordert keine vertieften Fachkenntnisse und schützt wirksam vor Phishing, einer der häufigsten Betrugsformen im gegenwärtigen Internet.
Natürlich geht der Link nicht zur Deutschen Bank, sondern zum Linkkürzer owl (punkt) li. Von dort aus geht es über weitere Umleitungen…
$ location-cascade "http://owl.li/rHEj50YQ03J&&0DN7S" 1 http://ow.ly/rHEj50YQ03J&&0DN7S 2 https://tr.ee/Darsmacsdb85 3 https://dial24.dialtest.ru/bootststt 4 http://dial24.dialtest.ru/bootststt/ $ _
…weiter zu einer Website in einer russischen Domain, die ganz sicher nichts mit der Deutschen Bank zu tun hat. Alles, was man dort eingibt, geht direkt an eine Betrügerbande. Software, die man dort für sein Handy angeboten bekommt, ist Schadsoftware, und alle Angaben, die man macht, gehen direkt an eine gut eingespielte Betrügerbande. Wenn hinterher das Telefon klingelt und man „zum Abschluss des Prozesses“ eine Transaktion bestätigen soll, ist das Konto hinterher bis an die Dispogrenze abgeräumt. Das Geld bekommt man nicht zurück.
Deshalb klickt man nicht und niemals in eine E-Mail. 🖱️🚫️
Die betrügerische Website sieht übrigens so aus:
Wer sich davon verblenden lässt und in einem mehrstufigen Verfahren brav allerlei Daten eingibt, die die Deutsche Bank schon längst kennt, hat verloren. Wer niemals in eine E-Mail klickt, kommt gar nicht erst in diese Gefahr. Seid schlauer als die amtierende Bundestagspräsidentin… oh, das hatte ich ja schon. 🙃️
Die Durchführung dauert nur wenige Sekunden und stellt die gewohnte Nutzung sicher.
Es dauert nur wenige Sekunden, bis man einen fünfstelligen Schaden hat. Zum Konto gehörige Kreditkarten werden ferner weltweit für Betrugsgeschäfte verwendet, und als Kontoinhaber wird man das erste Ziel der Ermittlungen. Erspart euch das! Klickt niemals in eine E-Mail!
Diese Nachricht wurde automatisch generiert.
Der erste wahre Satz in dieser Spam. 😺️
Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail.
Die Absenderadresse ist gefälscht. (In Wirklichkeit wurde diese Spam über einen Dienstleister aus den USA versendet. Die Abuse-Mail ist draußen. Ich hoffe, der Dienstleister hat Vorkasse genommen. Sonst sieht er überhaupt kein Geld für seinen Aufwand und Ärger.)
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Eine schöne neue Firmierung hat die Deutsche Zang da! 😂️



Die Mail wurde am 8. August um 21:19 Uhr versendet. Selbst, wenn sie sofort gelesen worden wäre, hätte ein Empfänger nicht einmal drei Stunden Reaktionszeit gehabt. Und was der ominöse „kostenlose Sicherheitsdienst“ mit einer „Kontrolle der Soforteinkäufe ohne Zeitverlust“ zu tun haben soll, bleibt vermutlich das Geheimnis des angelernten neuronalen Netzwerkes, das diesen dadaistisch angehauchten Text aus der Hirnhölle ausgespuckt hat. Kein Unternehmen, das an seinen Kunden hängt, würde sie derart sittenwidrig und juristisch höchst fragwürdig unter Druck setzen. Nicht einmal eine Bank. Das machen nur Phisher mit ihren dummen Phishingspams. 🥳️
Wer sich hingegen angewöhnt, niemals in eine Mail zu klicken, sondern Websites, bei denen er ein Benutzerkonto hat, immer über ein Lesezeichen im Webbrowser aufzurufen, der kann nicht so einfach von dahergelaufenen Betrügern einen giftigen Link untergeschoben bekommen. Wenn man nach Empfang einer solchen Spam tatsächlich einmal unsicher wird, deshalb die Website der Deutschen Bank über das Browserlesezeichen aufruft, sich dort wie gewohnt anmeldet und sofort nach der Anmeldung feststellt, dass das in der Spam behauptete Problem gar nicht existiert, dann hat man einen dieser gefürchteten „Cyberangriffe“ abgewehrt. So einfach geht das. Tut das! 🛡️
Hui, hier schreibt mir der Bundesminister noch selbst! Da seht ihr mal, wie irre wichtig ich bin. Und die Inflation wird auch ausgeglichen: Im Betreff waren es noch zehntausend Øre, jetzt sind es schon hunderttausend Øre, die ich einfach so ohne Grund (aber mit Originaldokument meiner grundlosen Zahlung) erhalte. So eine ganze Größenordnung, was spielt das denn für eine Rolle? Warum mir die Überweisung nicht einfach auf ein Konto überwiesen wird – so ein Bankhaus wie die Deutsche Bank sollte sich ja mit SEPA auskennen – bleibt allerdings das Geheimnis dieses Spammers. 😅️
Aha, ich muss doch keine hunderttausend Øre blechen. Dem Vollpfosten von Spammer ist also irgendwie aufgefallen, dass damit sein ganzer Betrugsversuch in sich zusammenfallen würde, aber ein Neuformulieren des letzten Absatzes wäre doch viel zu viel Mühe gewesen. Die Banken sind Halsabschneider, deren Vertreter meiner bescheidenen Meinung nach so widerwärtig und asozial sind, dass sie wie in früheren Zeiten jedes Gebäude nur noch verstohlen durch den Hintereingang betreten sollten, und zwar alle miteinander, aber siebzig Øre Gebühr für eine schlichte Überweisung, also für das automatisierte Eintragen von drei Datensätzen in eine Datenbank, ist ziemlich deutlich überzogen. Da kriegt man ja Sehnsucht nach den Wucherern des Mittelalters. 🙃️