
Eine von einigen hundert Kommentarspams des heutigen Tages. Ich wusste gar nicht, dass man Hunde auch bei sodomistischem Missbrauch noch an der Leine führt… 

Eine von einigen hundert Kommentarspams des heutigen Tages. Ich wusste gar nicht, dass man Hunde auch bei sodomistischem Missbrauch noch an der Leine führt… 
Einige Wochen haben sie jetzt Ruhe gegeben, die Kriminellen, die „Jobs“ als Hilfshehler und für vergleichbare Tätigkeiten anbieten. Aber jetzt haben sie wieder voll in ihr Botnetz gelangt, und das virtuelle Postfach füllt sich wieder mit ganz tollen „Jobangeboten“.
Betreff: Arbeitsmoeglichkeit
Fuer unser Unternehmen werden bundesweit Einkaeufer gesucht. Vorkenntnisse nicht erforderlich. Wir arbeiten Sie gruendlich ein. Auch ideal fuer Fruehrentner und Arbeitslose.
Bewerbung bitte an conneckt3 (at) open.by
Klar, es gibt in der BR Deutschland (die suchen doch „bundesweit“) niemanden, der Arbeit sucht. Da müssen diese Leute schon mit ihrer illegalen Drecksspam Hilfshehler für ihr kriminelles „Geschäft“ suchen.
Betreff: Minimaler Zeitaufwand, der Penunzen bringt
Kurierfahrer gebraucht!!!
Auch fuer Fruehrentner geeignet! Ein Fahrzeug kann gestellt werden.
Bewerbung bitte an kurier1 (at) mail.by
Schön, dass schon der Betreff in den Rotwelsch verfällt und Fragen über den Absender klärt. 
Betreff: Reinschauen rentiert sich
Anlieferer gebraucht!!!
Auch fuer Fruehrentner geeignet! Ein Fahrzeug kann gestellt werden.
Bewerbung bitte an kurier4 (at) mail.by
Das gibt es also auch mit anderer Mailadresse und anderem Betreff…
Betreff: Klitzekleiner Zeitaufwand, der Cash bringt
Lieferer gesucht!!!
Auch fuer Fruehrentner geeignet! Ein Fahrzeug kann gestellt werden.
Bewerbung bitte an kurier2 (at) mail.by
…und auch immer wieder einmal mit einer anderen „Berufsbezeichnung“. Übrigens auch immer wieder einmal…
Betreff: Kleiner Zeitaufwand, der Money bringt
Anlieferer gesucht!!!
Auch fuer Fruehrentner geeignet! Ein Fahrzeug kann gestellt werden.
Bewerbung bitte an kurier2 (at) mail.by
…mit anderen Synonymen für das geradezu neurotisch vermiedene Wörtchen „Geld“.
Mit Deutsch und Umlauten haben es diese Menschen allerdings nicht so, obwohl sie „bundesweit“ suchen:
Betreff: Einkaufer gesucht
Fuer unser Unternehmen werden bundesweit Einkaeufer gesucht. Vorkenntnisse nicht erforderlich. Wir arbeiten Sie gruendlich ein. Auch ideal fuer Fruehrentner und Arbeitslose.
Bewerbung bitte an conneckt4 (at) mail.by
Das Schema dürfte klar geworden sein. Die hier zitierten Mails sind ein kleiner Teil dessen, was mir in den letzten 24 Stunden im Spamfilter hängengeblieben ist. Es handelt sich also um eine Aktion der Spammer, die gleichermaßen massiv wie dumm durchgezogen wird.
Niemand sollte daran glauben, dass ihm mit einer illegalen und asozialen Spam eines völlig anonym bleibenden „Arbeitgebers“ allen Ernstes ein legaler Job angeboten wird. Ich weiß nicht, was diese Kuriere und Einkäufer in Wirklichkeit tun werden, aber ich gehe davon aus, dass sie Güter unter ihrem Namen empfangen und an die Verbrecher weiterleiten werden. Wer bei diesem „Geschäft“ den Reibach macht, und bei welcher bekannt gewordenen Adresse die Kriminalpolizei vor der Tür steht, dürfte klar sein. Kein Staatsanwalt und kein Richter wird angesichts solcher Tätigkeiten davon ausgehen können, dass der „Kurier“, „Einkaeufer“ oder was auch immer nicht gewusst haben konnte, dass er an einem kriminellen Geschäft beteiligt ist. Also: Den Sondermüll entsorgen und gar nicht erst darüber nachdenken, ob da nicht vielleicht doch ein toller Job auf einen warten könnte! Diese Schrottmails gehen gerade millionenfach über das Land. Für die Verbrecher reicht es völlig aus, wenn nur eine Handvoll verzweifelter und verarmter Menschen nach diesem Strohhalm greift und in den zwei Wochen bis zum Besuch der Kripo Güter in sechsstelligem Wert unter eigenem Namen empfängt und an anonym bleibende „Partner“ weiterleitet. Dass denen völlig letztlich völlig egal ist, wer ihnen die Kohlen aus dem Feuer holt und sich vor Gericht dafür verantworten muss, sagen sie ja schon in der Formulierung ihrer Mail.
Kaum betreibt man eine Website, die auch Kommentare ermöglicht, schon bekommt man auch immer wieder einmal meist handgeschriebene Kommentare, deren einziger Zweck die gezielte Manipulation der Indizes der Suchmaschinen durch einen auf Schlüsselwörter gelegten Link ist. Leider sind solche handgeschriebene Spams nur schwer automatisch zu erkennen und erfordern deshalb etwas Nacharbeit, wie zum Beispiel diese „Mitteilung“ eines ziemlich desinteressierten Lesers:
Hallo,
spannende Ausführungen zur Übersetzung von seltenen Sprachen – gibt´s dazu auch amtliche Übersetzungsbüros, so wie es z.B. Übersetzungsbüros für Englisch gibt? Würde mich wirklich interessieren,
Gruß
[Name von mir entfernt]
Der von mir geänderte Link ging im Original auf die Domain
fachuebersetzungsdienst punkt com
Wer den Text dieses oberflächlich freundlich formulierten, aber in Wirklichkeit asozialen und spammigen „Kommentares“ für unverfänglich hält, schaue sich bitte einmal den so kommentierten Text an! Spätestens dann wird klar, dass dieser „Kommentar“ keine normale Leserreaktion ist und sich auch weder an mich noch an einen anderen Leser richtet, sondern einzig an die Robots der Suchmaschinen gerichtet ist. Deshalb hat er auch den schönen Text „Übersetzungsbüros für Englisch“ mit der genannten Domain verbunden.
Ich finde es immer wieder interessant, dass gewisse Unternehmen es offenbar so nötig haben, dass sie Leute für Spam in Foren, Blogs und Gästebüchern bezahlen. Eine Empfehlung, mit derartigen Unternehmen ins Geschäft zu kommen, ist die SEO-Spam allerdings nicht, ganz im Gegenteil. Sie belegt, dass dort Menschen tätig und tätlich sind, die Kanäle des Austausches im menschlichen Miteinander in widerlicher Weise als Litfaßsäule für ihre sehr einseitige „Kommunikation“ missbrauchen. Die zusätzliche Absicht der Manipulation von Suchmaschinen mit Spam, die an die Stelle des Versuches tritt, durch Inhalte gefunden zu werden, offenbart zusätzlichen Charakter. Allein auf Grundlage dieses Auftretens würde ich jedem davon abraten, die Dienste dieser Leute in Anspruch zu nehmen.
Und wie immer der Hinweis. Im Gegensatz zu anderen Formen der Spam ist bei einer typischen SEO-Spam immer klar, wer der Urheber ist, weil unmittelbar klar wird, welche Website davon profitieren soll. Es kann auch nicht von rufschädigenden Aktionen durch einen zwielichtigen Mitbewerb ausgegangen werden, weil wohl niemand ein Interesse daran haben kann, einem Konkurrenten einen Vorteil zu verschaffen. Von daher habe ich keine Hemmungen, mir immer wieder ein Beispiel dieser Seuche herauszugreifen, zu zitieren und hier öffentlich zu machen, welche Websites durch spamgetriebene Manipulation der Suchmaschinen den Internet-Nutzern untergejubelt werden sollen. Wenn sie ein Geschäft im Internet betreiben und so etwas nicht wünschen, dann verzichten sie doch einfach auf das asoziale und verachtenswerte Werbemittel der Spam und umwerben sie Leser und Suchmaschinen mit Inhalt. Ende der Durchsage.
Ach ja: Willkommen in Akismet!
Das brauchst du mir eigentlich gar nicht mehr zu sagen, warum du mich „kontaktierst“ (besser benannt als: „zuspammst“). Du tust es, weil du mich bescheißen willst. Es gibt keinen andere Grund zu spammen.
DEAR RESPECTED ONE,
Und deinen besonderen Respekt erweist du mir, indem du mich mit klemmender Großmachtaste zubrüllst.
KINDLY REVIEW THE ATTACHED FILE TO KNOW WHY I AM MOVED TO CONTACT YOU. AND GET BACK TO ME IMMEDIATELY FOR MORE DETAILS.
Wow, an der Mail hängt deine spammende Gnade in Form eines Word-Dokumentes. Ein gutes Mittel, um nur noch von den Merkbefreitesten gelesen zu werden! Denn jeder Denkende weiß, wie gefährlich es ist, die Datei eines kriminellen Spammers zu öffnen und wird sich hüten. Aber du brauchst für deine Betrügereien ja keine Denkenden, sondern Deppen – und die machen das. Die klicken auf das kleine Bildchen und freuen sich, dass sich Word öffnet. Die fragen sich nicht, ob man schon einmal etwas von Makroviren gehört hat. Die fragen sich auch nicht, wieso in einem Mailprogramm denn dieses lustige Feld ist, in dem man Texte eingeben kann, die dann zu einer so genannten Mail werden. Nein, die denken das muss so. Sind eben Deppen.
GOD BLESS YOU,
Fahr zur Hölle!
FROM YOUR BELOVED SISTER,
MRS. FLORENCE DECCA AND SON UBANNA.
Wir sind bestenfalls in diesem Sinne Geschwister, in dem auch Kain und Abel Geschwister waren.
Ich konnte übrigens nicht widerstehen, mir einmal anzuschauen, was in diesem Anhang drinsteht. (WARNUNG: So etwas macht man nur mit einem besonders gesicherten System, und die bloße Existenz einer Firewall und eines Virenscanners ist noch keine ausreichende Sicherung. Wer nicht weiß, wie man einen Rechner wirklich absichert, sollte niemals auf die Idee kommen, den Anhang einer Spam zu öffnen.) Zum allgemeinen Genuss und Verdruss habe ich daraus ein PDF gemacht, das ich hier zum Download stelle: Der Anhang von Mrs. Florence im PDF-Format
Und hier nochmal der Text, der offenbar nicht in die Mail sollte, damit die Mail bessere Chancen erhält, durch einen Spamfilter zu kommen:
Dear respected,
So respektlos unpersönlich hast du mich schonmal angesprochen.
Complements of the season and greetings to you and your family in the name of God. I am Mrs. Florence Decca an aging widow of 45 years old suffering from Neck Cancer. I am from Sierra-Leone but lived in Abidjan Cote d‘Ivoire here managing my late husband factory before I sold it out because of my ill health. I could not even be able to write you this email. It is with the assistance of my only son Ubanna, 17 years old boy that I am able to write you today.
Schade, dass deine Geschichte nicht stimmt, sonst könnte ich mich wenigstens darüber freuen, dass es bald einen Spammer weniger gibt.
Ich finde es übrigens total interessant, dass du mir einen von der Elfenbeinküste erzählst. Aber leider hast du es versäumt, beim Überarbeiten deines vorherigen Betrugstextes die Dokumentbeschreibung an den nächsten Betrug anzupassen. Deshalb steht da als Dokumenttitel immer noch „Offshore Services Online (Monaco) Ltd“ drin. Ist schon schade, wenn man so tolle Tricksereien versucht und dann an so einem dummen Kleinkram scheitert, nicht? Immerhin hast du daran gedacht, die Versionsverwaltung in Word abzuschalten, so dass ich leider nicht noch zusätzlich den Text deines letzten Betrugs zu lesen kriege. Das wäre bestimmt ein guter Lacher geworden!
I have some funds $7,500,000.00Million US dollars which I inherited from my late husband. I needed you being a very honest and God fearing person to receive this money in your account and use part for the well-being of the poor in your country or elsewhere in the world and part you will safeguard for my son Ubanna to have a better life in the event of my death. I found you as a person that can be trusted and i decided to contact you if you may be willing and interested to use this fund as i directed below.
Klar, wie immer beim Vorschussbetrug. Irgendjemand, den man nicht einmal mit Namen ansprechen kann, wird für so vertrauenswürdig gehalten, dass man ihm die Dollars gleich Millionenweise in die Hand drücken will. Jeder würde ja jedem völlig Fremden so einen Hundert-Euro-Schein in die Hand drücken und kurz weggehen und davon ausgehen, dass der Fremde geduldig mit dem Schein auf die Rückkehr wartet. Menschen sind ja von Natur aus ehrlich, nicht?
Damit die Dummheit glaubwürdiger klingt, wird sie um reichlich Frömmelei angereichert, denn wer fromm ist, der ist oft auch dumm.
I do not know you in person but I have summoned up courage to contact you believing God that you will use this fund with all sincerity.
Geh doch in die USA! Da kann man mit einer solchen Einstellung sogar Präsident werden. Ach, geht ja doch nicht, dafür bist du einfach zu klein in deiner Kriminalität.
I am willing to offer 15% of this total sum and another 5% for any expenses which you may incur in this transaction. 40% for the poor and 40% you will invest for my son and assist him to come over to meet you in your country to further his education.
If you are interested, Let me know in your mail reply immediately for more details and directives. Any delays in your replying will give me room to look for another.
Und bloß schnell antworten, sonst kriegt noch jemand anders von den fünf Millionen Empfängern dieses Müllbriefes die ganze imaginäre Kohle! Immerhin wird eines schon in diesem Drecksdokument klar: Wer 350.000 Dollar als Ausgleich für seine ganzen Vorleistung angeboten kriegt, dem wird man richtig Zaster abnehmen.
Warmest regards,
from your beloved sister,
Mrs. Florence Decca and son Ubanna.
ONE WITH LOVE AND BEST WISHES!!!
Geh langsam und qualvoll sterben!
Wow, da versucht aber ein Betrüger mit dem Absender Dr. Roland James [todo2000 (at) yahoo.cn] offiziell auszusehen (siehe weiter unten):
Dear Beneficiaries
SCAMMED VICTIM/$2.500,000,00. BENEFICIARIES.
REF/PAYMENTS CODE: 02007 $2.500,000,00.USD.
Schon klar, kennt nicht einmal meinen Namen und faselt von Millionen! Geld gibt man ja am liebsten irgendwelchen Unbekannten.
This is to bring to your notice that We have been having a meeting for the passed 7 months which ended 2 days ago with the former secretary to the UNITED NATIONS. On this faithful recommendations, I want you to know that during the last U.N. meetings held at ACCRA, Federal Republic of GHANA, it was alarmed so much by the world in the meetings on the lost of funds by various individuals to scams artists operating in syndicates all over the world today. In other to compensate these victims, the U.N Body is now paying 221 victims of this operators $2.500,000,00.USD
[Dieser Absatz endet im Original so.]
Also kurz gesagt: Wer einmal auf den Vorschussbetrug irgendwelcher vorgeblicher nigerianischer Bankangestellter reingefallen ist, der fällt bestimmt noch ein zweites Mal darauf herein. Doof bleibt schließlich doof, da helfen keine Pillen. Und wer so richtig doof ist, der wird nicht einmal aus Schaden klug. Der kriegt eine total anonym gehaltene Mail mit einem Absender beim chinesischen Yahoo-Ableger, weil es so viel überzeugender wirkt, dass diese tolle Mail von den Vereinten Nationen kommt. Die können sich ja schließlich keine eigene Domain und keine Mailadressen leisten, weil sie ihr ganzes Geld ausgeben, um Munition zu kaufen, mit der Löcher in den Schweizer Käse geschossen werden. Und natürlich geben sie ihr ganzes Geld aus, um es irgendwelchen steinblöden Betrugsopfern zuzustecken, weil sie von den ganzen Betrügereien so alarmiert sind.
Wer so richtig doof ist, der fühlt sich so geschmeichelt, dass die Vereinten Nationen für ihn da sind, dass er gar nicht erst auf die Idee kommt, so etwas zu hinterfragen. Der ist bis zur Geisteskrankheit narzisstisch. Genau solche völlig merkbefreiten Deppen brauchen die Vorschussbetrüger als Opfer für ihre dreisten Nummern.
each in accordance with the U.N recommendations. Due to the corrupt and in-efficient Banking Systems in Federal Republic of GHANA, the payments are to be paid by International Commercial Bank Ghana as corresponding paying bank under funding assistance by United Nation body. Benefactor will be cleared and recommended for payment by International Commercial Bank Ghana. According to the number of applicants at hand, 184 Beneficiaries has been paid, half of the victims are from the United States ,we still have more 37 left to be paid the compensations of $2.500,000,00.USD each. Your particulars was mentioned by one of the Syndicates who was arrested as one of their victims of the operations, you are hereby warned not to communicate or duplicate this message to him for any reason what so ever as the U.S. secret service is already on trace of the other criminals. So keep it secret till they are all apprehended.Other victims who have not been contacted can submit their application !
as well for scrutiny and possible
[Der Beginn des Absatzes und die vereinsamte Zeile am Ende entspricht ebenso wie die inkonsistente Zeichensetzung dem Original. Die Betrüger geben sich wirklich so wenig Mühe, wenn sie sich als Vereinte Nationen ausgeben!]
Und obwohl jetzt wohl Millionen von Empfängern diesen Drecksbrief in ihrem virtuellen Postfach gefunden haben, soll man darüber Stillschweigen behalten. Der Idiot, der auf so etwas reinfällt, soll glauben, dass sich sogar die ganz geheimen Geheimdienste der USA mit seiner Dummheit beschäftigen und alles ganz geheim ist – so geheim, dass man nicht einmal die Mail verschlüsselt oder signiert…
Und jetzt das Wichtigste…
You can receive your compensations payments via, DRAFT/CHEQUE PAYMENTS. You are advised to contact Mr.PAUL DOSU of International Commercial Bank Ghana, as he is our representative in GHANA, contact him immediately for your Cheque/International Bank Draft of $2.500,000,00.USD This funds are in a Bank Draft for security purpose ok? so he will send it to you and you can clear it in any bank of your choice. Therefore, you should send him your full Name and telephone number/your correct mailing address where you want him to send the Draft to you.
…denn man soll ja noch an 25.000 grüne Lappen mit Herrn Franklin vorne und der Independence Hall hinten drauf kommen. Deshalb kann man mit diesen Halunken Kontakt aufnehmen und ihnen ganz nebenbei mal mitteilen, wie man überhaupt heißt – denn das wissen die nie, wenn sie solche Beträge über die Welt regnen lassen. Eine solche Kontaktaufnahme wird Folgen haben. Freundliche Menschen werden telefonisch einen sehr persönlich wirkenden Kontakt aufbauen und über Wochen hinweg allerlei Probleme inszenieren, die verhindern, dass das (gar nicht vorhandene) Geld überwiesen werden kann, und alle diese Probleme lassen sich nur lösen, wenn das Opfer ein bisschen in Vorleistung tritt. Aber was sind schon zwanzig- oder dreißigtausend Euro (es fängt klein mit ein paar Hundertern an und wird immer größer) im Vergleich zu den Millionen. Ideal für diesen Betrug sind vollenthirnte Rückenmarksdenker, die sich auch niemals daran stoßen, dass diese ganzen Vorleistungen auf gar keinen Fall über Banken gehen sollen, sondern immer schön bar mit Western Union oder MoneyGram durch die Welt befördert werden. Schließlich hat man bei den Vereinten Nationen auch keine Bankkonten, ist ja klar. Und so ein Nichthirner als ideales Opfer denkt sich auch niemals etwas dabei…
Bank Name: INTERNATIONAL COMMERCIAL BANK.
PERSON TO CONTACT: Mr.PAUL DOSU
E-MAIL: unitednation1 (at) neu.com.cn
PHONE: +233-27-543xxxx
[Telefonnummer von mir unkenntlich gemacht]
…dass er so eine Mail nicht einfach beantworten kann, indem er in seinem Mailprogramm auf „Antworten“ klickt. Er wundet sich auch gar nicht über die seltsame Mailadresse. Er ist Nichthirner und tut das einfach ohne darüber nachzudenken.
Und weil Nichthirner so blindgläubig sind…
Thanks and God bless you and your family.
Hoping to hear from you as soon as you receive your payment.
Making the world a better place.
…machen sich ein paar blindfromme Sprüche gar nicht schlecht zum Abschluss des betrügerischen Vortrages. Die Welt würde übrigens ganz schnell ein besserer Ort, wenn es mal wieder so richtig Feuer auf solche heuchlerischen Halunken regnen würde.
Regards,
Mr. Koffi Annan
Former Secretary (UNITED NATIONS).
Wie „Kofi“ seinen Vornamen schreibt, lernt er wohl auch noch. 
http://www.un.org/sg
SCAMMED VICTIM/REF/PAYMENTS CODE: 02007 $2.500,000,00.USD.
Und zum Abschluss des Betrugsversuches bekommt man noch einmal die Domain der Vereinten Nationen präsentiert und darf sich noch einmal darüber wundern, warum eigentlich keine Mailadressen in dieser Domain verwendet werden. Wer es denn immer noch nicht bemerkt, ist wirklich ein ideales Opfer für diesen betrügerischen Grabsch.
Es gibt immer noch eine ganze Menge Blogs und vergleichbarer dynamischer Sites, die irgendwo öffentlich anzeigen, von welchen Websites sie verlinkt werden – diese Information wird in der Regel aus dem Referer [im HTT-Protokoll aus historischen Gründen falsch geschrieben] einer HTTP-Anfrage ermittelt. Häufig werden diese Referer dann auch noch als Links dargestellt.
So nutzlos so ein Feature für normale Leser ist, so sehr freuen sich Spammer darüber, können sie doch auf diese Weise recht einfach ihre fragwürdigen Angebote im Internet verbreiten. Dabei wird – wie bei jeder Form der Spam üblich – mit Schrotmunition vorgangen, und auch ein Blog, das keine Referer anzeigt, wird mit solchen Informationen zugemüllt. Diese Liste von Referern hat sich etwa heute auf meiner Website für den Download einer deutschen Sprachdatei für das Forensystem bbPress breitgemacht:

Angesichts der Tatsache, dass der Betreiber einer Website für verlinkte Inhalte haftbar gemacht werden kann, würde ich jedem von einer offenen Darstellung verlinkender Websites abraten. Diese Information lässt sich kinderleicht und ohne besondere Programmierkenntnisse fälschen, und Spammer tun dies auch. Außerdem: Warum sollte man einem kriminellen Spammer eine Chance für sein asoziales „Geschäft“ geben?
Wer hier regelmäßig hineinschaut (man kann ja nie genug von der Spam kriegen), der hat es schon gemerkt: Das Design dieses Blogs wurde verändert, nachdem es in den letzten Tagen einige Basteleien gab.
Dieses Design soll nicht „toll“ aussehen. Es handelt sich um eine schnelle Bearbeitung des Standard-Themes „Kubrick“. Immerhin sind Kubrik-basiserte Bloglayouts inzwischen so selten, dass sie mit etwas Gestaltung durchaus einen Wiedererkennungswert haben.
Der Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass sich das alte Design bei Updates des Kernsystemes von WordPress sehr „zickig“ anstellen konnte. Die jüngste XSS-Schwachstelle in WordPress hat mir deutlich gemacht, dass so etwas in Zukunft vermieden werden muss.
Aus „Unser täglich Spam“ sind jetzt viele Elemente herausgenommen worden, die von Lesern nur selten genutzt wurden. Insbesondere gibt es hier jetzt keine komplexe, auf AJAX basierende Navigation mehr, die beinahe nie verwendet wurde, doch durch die Übertragung großer Mengen JavaScripts das Blog für Nutzer schmalbandiger Internetzugänge verlangsamt hat. Natürlich wurde so auch sinnloser Traffic auf dem Server verursacht.
Zum Glück ist Herausnehmen viel einfacher als Einbauen. 😉
Die vertrauten Navigationselemente in „Unser täglich Spam“ sind geblieben. Allerdings ist auch darin eine kleine Änderung zu verzeichnen.
Unter der Überschrift „Beliebte Spam“ findet sich jetzt nicht mehr eine Liste der meistgelesenen Einträge seit Eröffnung dieses Blogs, sondern nur noch die beliebteste Spam der letzten sechs Monate, so dass in Zukunft etwas mehr Bewegung in diese Liste kommen wird. Die positive Rückkopplung der vorherigen Lösung führte leider dazu, dass eine einmal in der Liste aufscheinende Spam durch die prominete Platzierung in der Navigation kaum noch durch eine andere Spam verdrängt werden konnte.
Die Prozentzahlen vor den Einträgen zeigen die „Beliebtheit“ der Spams an. Der nach Zugriffen und Kommentaraktivität beliebteste Eintrag erhält den Wert „100%“, und diese Angaben weisen diese Parameter in Relation zu den erfolgreichsten Einträgen aus. Da durch die jahrelange prominente Platzierung einer Handvoll Einträge diese Statistik erheblich verzerrt ist, sind diese Prozentzahlen relativ gering. Sie geben dennoch einen Eindruck davon, wie einschlagend eine aktuelle Spam-Masche ist, und sollte diese Prozentzahl einmal deutlich über 10 Prozent steigen, so handelt es sich schon um einen wirklich viel gelesenen Text und damit um eine offensichtlich höchst penetrante Spam.
Ferner werde ich in Zukunft die Spam auch mit Schlagwörtern auszeichnen, um eine Navigation jenseits der etwas unflexiblen Kategorien zu ermöglichen. In einigen Monaten, wenn genügend verschlagwortetes Material vorhanden ist, werden diese Schlagwörter wohl auch in die Seitennavigation aufgenommen, vielleicht werden sie sogar die Kategorien ersetzen.
Was hier aber unverändert ist: Es gibt auch in Zukunft jede Menge lecker lecker Spam!
Wie jetzt, für mich, echt? Ach, das ist ja englisch – und da weiß man beim Personalpronom für die zweite Person nie so genau, ob es jetzt Singular oder Plural ist. Denn passt es ja zu den paar Millionen Empfängern dieses Schrottbriefes.
MR. Patrick K. W. Chan
(Executive Director & Chief financial Officer)
Hang Seng Bank Limited
83 Des Voeux Road, Central
Hong Kong SAR
Seine Majestät Patrick der Letzte, Spamkönig
(Angemaßte Spitzenkraft einer Bank ganz weit weg)
Herrscher über Botnetze und gehackte Privatrechner
FOR YOUR ATTENTION
PASS MAL AUF, OPFER
It is understandable that you might be a little bit apprehensive because you do not know me but I have a lucrative business proposal of mutual interest to share with you. I got your reference in my search for someone who suits my proposed business relationship.
Ich kann ja echt verstehen, dass du übelrascht bist, weil dein Postfach schon wieder von Spam überquillt. Aber ich bin echt total echt. Und ich habe ein total lohnendes Geschäftchen für uns beide. Gefunden habe ich dich, als die mal eben die fünf Millionen Einträge unserer Spamliste auf mein hingekacktes Skript losgelassen habe.
I am Mr. Patrick K. W. Chan Executive Director & Chief financial Officer of Hang Seng Bank Ltd. I have an obscured business suggestion for you. I will need you to assist me in executing a business project from Hong Kong to your country. It involves the transfer of a large sum of money. Everything concerning this transaction shall be legally done without hitch. Please endeavour to observe utmost discretion in all matters concerning this issue.
Ich bin Seine Majestät Patrick der Letzte, Spamkönig und Herrscher über große Botnetze. Meine durchlauchten und durchtriebenen Briefe sind automatisch erstellt und auch ohne persönliche Anrede gültig und verlogen. Und ich habe ein echt obskures Geschäftchen für dich, der ich dich nicht einmal ansprechen kann. Ich werde einfach so tun, als wenn du völlig Unbekannter mir bei irgendeiner nicht näher bezeichneten Investition hülfest. Natürlich ist das damit verbunden, dass ich dir ganz ganz ganz viel Zaster in die Hand drücke, obwohl ich dich gar nicht kenne. Das ist natürlich alles ganz reibungslos und legal, wer würde einem Absender mit gefälschter Mailadresse auch misstrauen. Aber bitte halte das alles ganz geheim, damit dich auch ja nicht jemand zum Nachdenken animiert, bevor ich die wie eine Weihnachtsgans mit den diversen Vorleistungen ausnehme.
Once the funds have been successfully transferred into your account, we shall share in the ratio to be agreed by both of us
Denk lieber daran, dass du ordentlich was von dem Zaster abkriegst. Und frag dich nicht, warum so ein großes Kreditinstitut aus Hong Kong keine Partner hat und deshalb welche über Spam suchen muss.
I will prefer you reach me on my private email address below (chaptrck (at) aol.com) and finally after that I shall furnish you with more information’s about this operation.
Ich würde es echt bevorzugen, wenn du diese Mail nicht beantwortest, indem du auf „Antworten“ in deiner Mailsoftware klickst, denn meine Mailadresse ist gefälscht und ich bin zu dumm, das mit dem Reply-To in dieses blöde Spamskript reinzuhacken. Wunder dich bitte auch nicht darüber, dass ich nur eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei einem Freemail-Provider habe. Wenn du das hingekriegt hast, denn schicke ich dir einen weiteren, lustigen Schrottbrief voller unglaublicher Lügen.
Please if you are not interested delete this email and do not hunt me because I am putting my career and the life of my family at stake with this venture. Although nothing ventured is nothing gained.
Sei bitte so nett und lösch diese Spam, wenn du nicht darauf reinfällst. Weis keinen anderen darauf hin und blogge bloß nicht darüber, denn ich brauche für meinen verfeinerten Lebensstil ganz viele Deppen als Opfer für meine Betrügereien.
Your earliest response to this letter will be appreciated.
Am besten ist es aber, wenn du drauf reinfällst.
Kind Regards,
Mr. Patrick Chan
chaptrck (at) aol.com
Mit gnädigem Gruß
Patrick der Letzte, Spamkönig
(Wie immer mit ner Adresse bei so einem Freemaildingsda)