Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kia Unternehmen Promotionen 2011

Sonntag, 20. März 2011

Europäischen Region der Firma:
10B Canada Square,
London HP1 8HFD,
England.
www.kia.com

Ref: 475061725
Batch: 7056490902/188
Seriennummer: 77801209/UK

Soso, „Europäischen Region der Firma“ – wollen wir mal hoffen, dass diese „Firma“ wenigstens eine europäische Sprache besser beherrscht als die deutsche.

Lieber Sieger,

Eine Anrede zum Wegschmeißen! Und jetzt der Text erstmal:

Wir glücklich, Ihnen mitteilen zu der Auslosung der Lotterie Kia Angebote für das Jahr 2011 an unserem Lotto-Ziehung Hauptsitz in London, Vereinigtes Königreich von Kia organisiert. Hiermit möchten wir Sie informieren, dass Sie ein Preisgeld von £ 1.500.000,00 gewonnen (eine Million fünfhunderttausend Britische Pfund Sterling).

Wir bedauern, dass Ihre Zahlung genehmigt Datei nach London war wegen haben wir 3 Gewinner in Großbritannien, so dass Sie frei und bezahlt werden kann gleichzeitig dorthin geschickt. Sie sind auf unser UK Lage Anspruch auf Office oder vor Ihrer Ankunft im Anspruch zu kontaktieren.

Kia Lotteriegewinn darf nicht geltend gemacht werden spätestens 7 Tage nach der Benachrichtigung Zeichnen nach der Auslosung Tag, an dem Preis ausgezeichnet wurde..

Wir nix Deutsch aber schreiben darin und klingen wie mit Wörterbuch und ohne Verstehen von Russisch übersetzt. So wir schreiben ihnen, dass Millionen gewonnen wegen irgendwas, was erst nach drittem Lesen sie verstehen etwas. Warum gewinnen Lotterie die nicht mitgespielt sie können sie nicht verstehen. Glauben sie einfach dran.

Wie fordern Sie Ihren PREIS:
Kontaktieren Sie einfach unseren Kundendienst Information Headquarters (CSIH Abteilung)
KONTAKT Name: Robin Amstrong
E-MAIL: ams (punkt) robin01 (at) gmail (punkt) com

Nix beantworten Mail indem klicken auf Antworten in Programm für Mail, denn Absender gefälscht. Und jetzt machen ausziehen geben Daten:

ZAHLUNG Claims Processing FORM:
1. Vollständiger Name:
2 Telefon :
3 Kontakt Adresse
4 Datum der Geburt.
5 Alter
6 Beruf
7 Sex [sic!]
8 Familienstand
9 Land der Herkunft

Nicht wundern liebes Gewinner dass wir Namen ihren haben nicht. Wir einfach nur Betrügers, und wenn uns antworten, denn wir telefonieren sie und erzählen viel von Geld. Aber das erst kriegen sie wenn selbst gezahlt Geld über Western Union oder MoneyGram. So wir erzählen. Und sie doof und machen. Und wir haben gutes Leben mit Geldes von Deppen.

DR. Chung Lee
Online-Koordinator für KIA LOTTERIE Promotion International Program.

Dr. rer. spam. B. Trüger
Bullshit-Laberer für uraltes Vorschussbetrug-Masche.

Hinweis: Bitte stellen Sie sicher, senden Sie Ihre Antwort auf Ansprüche auf Ihre Ansprüche Agent ams (punkt) robin01 (at) gmail (punkt) com

Und nicht vergessen sie dass Absender von diesem Mail falsch.

Copyright (c) 2011 Kia Promotions.
ams (punkt) robin01 (at) gmail (punkt) com
KIA LOTTERIE PROMOTION

Und nicht bloggen diesem Mail in Seites wie „Unser täglich Spam“, denn Copyright wir.

Sag mal, Spammer: Das sieht wirklich nicht nach einer Mail aus, auf die wenigstens ein paar Dumme hereinfallen könnten. Das ist einfach nur stümperhaft und lächerlich. Kannst du nicht einfach etwas machen, was du kannst? Ach, andere Dinge kannst du noch schlechter. Na, denn geh einfach sterben, das kannst du bestimmt.

Re: ru girl

Sonntag, 20. März 2011

super girls www.maria0311.com.ua

Früher habt ihr euch mit eurem tollen Kontaktangeboten wenigstens noch einen Text ausgedacht, aber jetzt ist es ja auf das Wesentliche reduziert. Eure tolle Website¹ ist übrigens auch…

Screenshot der betrügerischen Website

…sehr auf das Wesentliche reduziert, denn sie kennt nur eine einzige Funktion, die von einer Datei login (punkt) php verwirklicht wird. Nein, da kann man sich nicht etwa anmelden, wie es der Name der Datei andeutet, da kann man sich „registrieren“. Mit Vornamen, Nachnamen und Mailadresse, damit die Spammer endlich die Möglichkeit haben, ihre Opfer direkt anzusprechen. Dazu Geschlecht, Wohnort und Geburtstag, was gut für eine übernommene Identität ist, mit der man Betrügereien durchziehen kann. Und Foto bitte auch gleich hochladen, denn die Gesichter anderer Leute verbauen Spammer auch gern auf Betrugssites. Genau das Richtige für jemanden, der sich langweilt und große Probleme bekommen möchte.

Und damit man das auch ja macht, sind selbst Links wie „Why join?“ mit diesem Datenstriptease belegt, damit auch jeder wirklich Interessierte merkt, womit er es hier zu tun hat. Links wie „User Help“, „Privacy Policy“ (tolle Idee, Spammer) und „Anti-Scum Policy“ (guter Lacher) sind dann gar nicht mehr nötig. Sie führen eh auf den gleichen Datenstriptease.

Hier spammt eben jemand, der glaubt, dass Katzen im Sack eine heiße und überaus begehrte Ware wären.

¹Weil es so gut wie sicher ist, dass die Kriminellen sämtliche Bilder irgendwo aus dem Internet mitgenommen haben, habe ich die Gesichter verpixelt. Diese Frauen sind schon genug damit gestraft, dass ihre Fotos von Spammern missbraucht werden, dem will ich nichts hinzufügen. Wer als Frau verhindern möchte, auf solchen Seiten von Kriminellen zu erscheinen, sollte besser kein Bildmaterial von sich ins Internet stellen – oder zumindest solches, das einen derartigen Missbrauch schwierig macht.

Hey, Betrugsapotheker

Samstag, 19. März 2011

Hey, Betrugsapotheker,

nicht, dass deine „Mitteilung“…

Betreff: 10 x 20mg – $26.34, 60 x 20mg – $100.52. Free airmail shipping on all orders. We accept VISA, MasterCard, Amex, Discover. All patrons get 15% off discount and free 50% pills with every next order. No
Von: „Tifany Echo“ <txxxxxxxx@sxxxl.com>
Datum: Sat, 19 Mar 2011 22:49:18

Generic cialis 100mg – 30 pills – $61.69 We accept VISA, MasterCard, Amex, Discover.
All patrons get 15% off discount and free 50% pills with every next order. No Prior Prescription required

10 x 20mg – $26.34, 60 x 20mg – $100.52.
Free airmail shipping on all orders

…jetzt besonders beeindruckend gewesen wäre. Oh nein, das war sie nicht, sie entsprach völlig dem unsäglich doofen Standard ihres Genres. Aber als ich um 0:13 Uhr, also nicht einmal anderthalb Stunden nach Empfang deiner Drecksmail, einmal schauen wollte, wie im Moment die Betrugsseiten der Betrugsapotheker so aussehen, um darüber in gewohnter Weise abzujauchen, da war deine für den größten Teil der Menschheit völlig entbehrliche Seite schon durch einen erfreulichen HTTP-Fehler 404 ersetzt worden. Der Provider, bei dem du das gehostet hast, hatte ganz offenbar keine Lust, mit einem betrügerischen Halunken wie dir Geschäfte zu machen. Und das kann ich gut verstehen, ich hätte da auch keinen Bock drauf. Es gibt doch tatsächlich Leute, die sich nicht gern betrügen lassen.

Und weißte, Spammer, das ist doch total erfreulich. Nicht nur, dass deine Drecksmails automatisch aussortiert werden und da landen, wo sie hingehören, nämlich im Müll – wenn sie wirklich mal irgendwo durchkommen und jemand darauf rumklickt, ist deine Betrugsapotheke, die du so oft im Internet umziehen musst, schon wieder verschwunden. Es ist so wunderbar sinnlos und dumm, was du betreibst.

Wie, du kannst dich nicht darüber freuen?

Aber der Rest der Menschheit freut sich.

Das ist doch schön, oder: Da willst du die Leute bescheißen, aber bei deinen hingestümperten Versuchen stellst du dich so hundehaufendumm an, dass nichts als kopfschüttelndes Lachen übrig bleibt. Mach bitte einfach so weiter! Und wenn du deine giftigen Dreckspillen mit gefälschter Markeneinprägung gar nicht mehr loswerden kannst, dann friss sie einfach selbst. Wenn du daran verreckst, machst du uns allen nämlich noch viel mehr Freude.

Frohes Sterben!
Dein Nachtwächter

exxxs@hxxxxu.de Rolex.com For You -84%

Freitag, 18. März 2011

[Mailadresse von mir unkenntlich gemacht]

Klar doch, Spammer! Ein Hersteller von zwar teuren, aber doch qualitativ hochwertigen Produkten wie Rolex legt Wert darauf, seinen eigenen Ruf durch illegale Spam zu zerstören. Das glaubt dir jeder.

Was ich hier übrigens nicht zitiere, um anders als diese Spammer das Urheberrecht von Rolex zu respektieren, ist das in die Mail eingebettete Bild. Dieses ist ein Hotlink von der englischsprachigen Rolex-Website. Es reicht dem Spammer also nicht aus, mit seinen Betrugsmails eine Firmierung in den Dreck zu ziehen; nein, er muss darüber hinaus auch noch mit der millionenfachen Pest seiner Spam am Server von Rolex nuckeln.

Dear exxs@hxxxxu.de […]

Die Mailadresse ist eine echt geile Anrede, gefolgt von einem…

[…] WANTS TO SHARE SOMETHING WITH YOU

…Aussagefetzen, der seine Chiffre hinter den SCHREIENDEN GROSSBUCHSTABEN nicht verbirgt, sondern sie erst recht zur Geltung bringt. Ich will mir also selbst etwas mitteilen. Vermutlich richtet sich deine Mail nur an Menschen mit gespaltener Persönlichkeit.

While exploring the Rolex.Com website, discovered this official Rolex address and thought you would be interested.

http://www.rolex.com;

and wanted to share it with you.

Boah ey, Spammer, du kannst ja Subdomains einrichten. Und HTML-Mail formatieren. Der Link, der da auf die URL der Rolex-Website gelegt wurde, geht zu www (punkt) rolex (punkt) com (punkt) roadchemical (punkt) com. Du bist echt ein ganz Schlauer! Glaubst, dass das keinem auffällt! Zumal deine dort dargestellte Betrugsseite schon im Titel völlig klar macht…

Screenshot der betrügerischen Website

…dass du nicht etwa Rolex-Uhren, sondern nachgemachte Billig-Ticktacks im Design von Rolex-Uhren anbietest. Na, immerhin hast du die ganzen Bilder von den Uhren nicht gehotlinkt, sonst wäre es ihnen wohl so ergangen wie dem Bild aus deiner Mail, das von den Betreibern der Rolex-Homepage inzwischen auf dem Webserver umbenannt wurde, so dass es in deinen Drecksmails nur noch als Platzhalter für ein fehlendes Bild erscheint.

Klar, bei jemanden, der so auftritt wie du, da weiß man gleich, wie toll die Geschäfte werden, die man mit dir machen könnte.

Thank you.

Und wofür bedankst du dich jetzt? Dafür, dass du mir und vielen anderen Menschen etwas von der Lebenszeit geraubt hast?

See you soon on Rolex.com

Nee, genau da wird man dich nicht sehen. Rolex hängt nämlich – im Gegensatz zu einem schäbigen Verbrecher wie dir – am guten Ruf. Der ist Geld wert. Deine Angebote hingegen sind offen betrügerisch, stümperhaft und wertlos. Und dass du jetzt nochmal versuchst, so zu tun, als seiest du Rolex…

Rolex S.A. respects your right to privacy and is committed to maintaining your confidence and trust. Any information you provide us through our website will not be sold or rented.

Rolex S.A. does not collect any information from you without your knowledge and permission, and does not ask that you enter any personal information to access the website.

Information you provide Rolex S.A. is stored in a secure location and is accessible only by designated staff.

� Rolex SA, Geneva, Switzerland

…macht jedem Menschen mit zwei Augen im Kopf klar, was du bist: Eine asoziale, rücksichtslose und gierige Made, die niemand vermissen würde, wenn es sie nicht gäbe.

Twitter – You have 3 unread message(s)

Freitag, 18. März 2011

Na sowas aber auch, „Twitter“ weiß ja gar nicht mehr, dass ich Deutsch als Sprache eingestellt habe.

Hello,

Hallo, ich kenne von dir keinen Namen, aber will dir sagen…

You have 3 unread message(s)
For more details, please follow the link below:
http://twittercom/account/message/20110317/?userid=462159512

…dass ich auch nicht so genau weiß, dass die Domain von Twitter twitter (punkt) com heißt. Ja, mit einem Pünktchen vor diesem komischen com. So etwas ist aber auch schwer zu merken, vor allem für jemanden wie mich, der sich immer auf die besonderen Dienste Googles verlässt, wenn er eine URL eingibt. Dass der Link nicht funktionieren würde, macht aber nichts, denn es ist ja eine HTML-formatierte Mail, und mit diesem inkompetent und verunglückt wirkenden Linktext habe ich ein gehacktes Forum¹ verlinkt, auf das ich eine HTML-Seite hochgeladen habe, die dann über JavaScript auf meine richtige Betrugsseite weiterleitet. Und der Link ist korrekt, der ist mir ja auch wichtiger als der Köder, der dich zum Klicken bringen soll. Da bekommst du zwar keine drei Nachrichten, aber dafür die herrgottsdumme Dreieinigkeit der Betrugsapotheker angeboten: Allerlei Pillen für den steifen und großen Pimmel; Zithromax, damit du deine Syphillis selbst behandeln kannst, ohne zum Arzt zu gehen und Prozac, damit du dein ödes Leben besser ertragen kannst. Das wird dich bestimmt viel mehr entzücken als diese kurzen Mitteilungen auf Twitter, wegen der du eigentlich geklickt hast, und deshalb wirst du das Zeug „kaufen“. Das glaube ich zumindest, und ich muss es ja wissen, denn ich bin ein total bescheuerter Spammer, der aus eigener Erfahrung weiß, wie andere total bescheuerte Menschen ticken. Und weil ich alle für bescheuert halte, glaube ich auch, dass es Leute gibt, die bei so einer überrumpelnden Präsentation meines Angebotes gar nicht widerstehen können und Geld für angebliche Medikamente ausgeben, obwohl sie doch vor drei Sekunden noch glaubten, sich zu Twitter zu klicken. Wenn du Glück hast, liefere ich dir nichts und du bist nur dein Geld los, bleibst aber wenigstens am Leben.

So, jetzt noch eine „Unterschrift“…

The Twitter Team

…die genau so echt ist wie meine gefälschte Absenderadresse in der Domain twitter (punkt) com, die so gar nicht zur IP-Adresse passen will, vor der aus ich dir diese Mail in dein Postfach gemacht habe; ein mit Schadsoftware übernommener Rechner in einem großen türkischen Krankenhaus. Jetzt fehlt nur noch ein weiterer Link…

Visit twitter.com »

…der über das gleiche gehackte Forum auf die gleiche bescheuerte Betrugsapotheke führt. Und weil nicht jeder bei diesem Zwitscherding ist, vielleicht noch ein paar Möglichkeiten für skeptischere Opfer, die meine Mail für eine echte Mail von Twitter halten – natürlich gehen alle Links wieder… ach, du weißt schon, wohin.

If you received this message in error and did not sign up for a Twitter account, click not my account.

If you‘d rather not receive newsletter emails from Twitter, you can unsubscribe immediately. To resubscribe or change other Twitter email preferences, visit your account settings to manage email notices. Please do not reply to this message; it was sent from an unmonitored email address. This message is a service email related to your use of Twitter. For general inquiries or to request support with your Twitter account, please visit us at Twitter Support.

Das ist mir doch mal wieder so richtig gelungen! Gut für Betrüger wie mich, das so viele Leute niemals auf die Statuszeile ihrer Mailsoftware schauen, wenn sie mit der Maus über einen Link streifen, denn sonst würden die noch skeptisch, wenn da etwas ganz anderes steht als im angeblichen Link. Ach, mein Betrug ist so dumm und so einfach. Das kann sogar ich, obwohl ich nur den IQ einer überreifen Tomate habe.

Dein Betrugsapotheker

¹Der Forenbetreiber weiß natürlich schon Bescheid, und ich hofe, dass er diesen Sondermüll ganz schnell entfernt.

Tweet Butlers

Donnerstag, 17. März 2011

Aus der tollen Website eines Spam-Followers bei Twitter:

Der Content-Generator von Tweet Butler ist ein Dienst, der automatisch Updates an ihr Netzwerk aus Twitter-Followern sendet […]

Schade, dass ihr so weit weg seid, sonst würde ich euch zu gern mit meinem Dienst bekannt machen, der unwillkürlich heftig klatschende Ohrfeigen an Spammer wie euch sendet.

Geht bitte sterben!

Neue Phishing-Masche: Filter sind sinnlos

Donnerstag, 17. März 2011

Kurzes Zitat Heise Online – Unter dem Radar der Phishing-Filter:

Kriminelle setzen offenbar auf eine neue Masche beim Phishing, um die Warnung vor Phishing-Seiten in modernen Browsern wie Firefox und Chrome auszuhebeln. Dazu verschicken sie Mails, die statt eines Links ein HTML-Dokument im Anhang mitbringen. […]

Öffnet der Empfänger das HTML-Dokument im Browser, so präsentiert sich ihm etwa ein PayPal-Formular, in das er aus den üblichen vorgekaukelten Sicherheitsproblemen seine Zugangsdaten eingeben soll. Da das Formular lokal auf dem Rechner läuft, kann auch der Phishing-Filter nicht warnen, denn dieser springt nur auf externe URLs an. Ein Klick auf den Senden-Knopf schickt die eingegebenen Daten dann per POST-Request an ein PHP-Skript auf einem (gehackten) Server. Dabei warnt der Browser laut M86Security ebenfalls nicht.

Wer sich der Kriminalität im Internet bewusst ist, gibt die Internetadressen seiner Bank, seines bevorzugten Auktionshauses oder irgendeiner anderen für Kriminelle möglicherweise interessanten Website (auch Web-2.0-Dienste gehören dazu, weil dort übernommene Profile eine ideale Grundlage für Spam und die Verbreitung von Schadsoftware unter falschem Namen sind) ausschließlich von Hand ein. Selbst die Lesezeichen der Browser haben sich immer wieder einmal als kriminell manipulierbar erwiesen.

Also nochmal ganz langsam: Internetadressen von Diensten, die missbraucht werden können, immer von Hand eingeben. Und missbraucht werden kann beinahe alles, vom Forenaccount über Twitter und Facebook bis hin zu den für Verbrecher unmittelbar lukrativen virtuellen Möglichkeiten zur Handhabung von Geld.

Diese einfache Vorgehensweise ist ein sehr brauchbarer Schutz vor Phishing, wenn der verwendete Rechner ansonsten „dicht“ ist – wenn also nicht ein krimineller Angreifer die Hosts-Datei manipulieren kann. Aber wer seinem Rechner persönlich oder geschäftlich wichtige Daten anvertraut oder gar Geld über seinen Rechner bewegt, wird doch hoffentlich keinerlei Software aus fragwürdigen Quellen installieren!

Wer einen halbwegs abgesicherten Rechner hat – ich empfehle dabei übrigens dringend, dass man auf das Lieblings-Betriebssystem der Internet-Kriminellen, auf Microsoft Windows, verzichtet – braucht keinen weiteren Phishing-Schutz, wenn er solche Internetadressen immer von Hand eingibt und eine generelle Haltung der Aufmerksamheit hat.

Eine Software kann niemals die Aufmerksamkeit des Menschen ersetzen. Wenn ein „Phishing-Schutz“ dermaßen leicht durch die Internet-Kriminellen auszuhebeln ist, wie dies im oben verlinkten Artikel bei Heise Online beschrieben wird, denn handelt es sich bei diesem Schutz um eine zwar zugesagte, aber lediglich simulierte Sicherheit. Eine solche zugesagte, aber nicht existierende Sicherheit ist gefährlich und arbeitet in Wirklichkeit den Kriminellen zu, weil sich viele Menschen unter diesem Versprechen in falscher Sicherheit wiegen und deshalb ihre Aufmerksamkeit herabsetzen. Dass die so zur Unvorsicht gebrachten Menschen auch generell leicht durch allerlei Betrugsnummern zu beeinflussen sind, ist eine zusätzliche Verschärfung dieses Problemes. Das angebliche Sicherheitsfeature ist nur Schlangenöl, der Glaube an seine Wirksamkeit gefährlich.

Deshalb: Niemals irgendwelche Zugangsdaten in eine Seite eingeben, die sich geöffnet hat, weil man in einer Mail herumklickte, so sehr diese Seite auch „echt“ aussehen mag. Egal, ob Link oder Anhang: Internetadressen, die für Kriminelle interessant sein könnten, immer von Hand eingeben.

Aufmerksamkeit, Vernunft und Bewusstsein sind immer noch der beste Phishing-Schutz.