Oh, mit Emoji im Betreff, und gleich dreimal auf die selbe Adresse, weil die Absender angeblich zwar Lotto können, aber davon überfordert sind, die Dubletten aus ihrem Datenbestand zu entfernen.
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Ich will es mal so sagen: Fünf Prozent der Einsatzsumme landen im Jackpot, wenn der Sechser mit Superzahl nicht erzielt wird. Wenn da 20 Megaeuro drinliegen, dann haben die Spieler 400 Megaeuro eingesetzt, ohne den Gewinn zu erzielen. Vierhundert Millionen Euro sind ziemlich viel Geld. Besser kann man die Chancenlosigkeit eines Spielers kaum noch verbildlichen.
Ach, war wieder kein Platz auf dem knappen Mailpapier?
Anders als der Endruck, den solche Spams erwecken, wird bei den Lottohelden nicht im Zahlenlotto des Deutschen Lottoblocks gespielt, sondern in einer Schattenlotterie. Es handelt sich um eine Wette auf die Ziehung, die am Veranstalter vorbeigeht. Das ist im Rechtsraum der Bundesrepublik Deutschland ein illegales Glücksspiel. Die Teilnahme ist bereits strafbar.
Welche rechtliche Position man hat, wenn Gewinne einmal nicht ausgezahlt werden oder wenn irgendwelche als Vorkasse zu leistenden Abzockergebühren mit Auszahlungen verbunden werden (vielleicht auch mal ohne die Auszahlung hinterher), sollte auf dieser Grundlage klar sein.
Lasst die Finger davon! Wenn ihr mir nicht glaubt: Gut so! Fragt mal bei der Polizei. Die werden auch viel darüber erzählen können, was von Angeboten aus Spam zu halten ist. Spam ist bereits illegal.
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
Genau mein Name!
erfüllen Sie sich Ihren Traum vom Millionengewinn: Mit Ihrer 11 € Glückskarte sichern Sie sich Ihre Chance auf die 20 Mio € im Jackpot von LOTTO 6aus49.
Wie schon gesagt: Hier wird nicht Lotto gespielt.
Lösen Sie jetzt Ihre Glückskarte ein und spielen Sie 10 Felder LOTTO 6aus49 für nur 1 € (statt 12 €). Geben Sie Ihrem Glück eine Chance!
Aber ich habe gar keine Karte bekommen. Hat mein Glück vielleicht trotzdem noch eine kleine Chance. Zum Beispiel, indem ich Spam lösche? 😁️
Immer wieder lustig, wenn diese Humpelhirne aus dem Spameingang sich neue Formulierungen überlegen, um wieder häufiger durch die Spamfilter zu kommen. Leider können sie die Sprache gar nicht so richtig, und dann passt halt nicht alles.
Dann muss man halt etwas einlösen, was man gar nicht hat.
Lottohelden.de –
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Nicht das, was es zu sein vorgibt, fehlt da noch als Text. Ich kenne auch das passende Emoji dafür: 🤥️.
Spielen Sie bitte alle bei Lottohelden.de angebotenen Lotterien mit Verantwortung. Spielteilnahme ab 18! Spielen kann süchtig machen.
Hilfe: www.lottohelden.de/spielsuchtpraeventionen/
Natürlich geht der Link in eine völlig andere Domain als der Linktext vorgibt. Aber dass es sich hier um Lügner handelt, habe ich ja schon erwähnt. Vielleicht sollte man sich doch besser von jemanden anders beraten lassen, wenn man sein suchtartiges Spielverhalten nicht mehr im Griff hat.
Keine dumme Spam ist vollständig ohne eine Proklamation des „geistigen Eigentums“. Selbst, wenn der Text nicht einmal in die Nähe eines Begriffes wie „Schöpfungshöhe“ kommt und einfach nur betrügerische Standardkost im Spameingang ist. Hey, Lottohelden, verklagt mich doch für mein Vollzitat! Oh, macht ihr schon seit Jahren nicht? Na, Pixelproster, wollt ihr vielleicht mal? Ach, macht ihr auch schon seit Jahren nicht. Dumme, beeindruckensollende, juristisch wirkungslose Blenderei ist das, sonst nichts.
Pixelproster? Ja, die mal wieder. Wer denn sonst:
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Eine ganz neue Definition des Begriffs „Double-Opt-In“, aber das kennen wir ja von den spammigen Pixelprostern. Natürlich immer ohne das für gewerbliche E-Mail vorgeschriebene Impressum. (Nein, ein Link auf ein Impressum reicht nicht.) Wenn man eh schon in der Illegalität ist, kommt es darauf ja auch nicht weiter an.
So schade, dass eine spontane menschliche Selbstentzündung von Spammrn so selten vorkommt!

Dass ich Mails immer nur als Text anzeigen lasse, empfehle ich zur Nachahmung, denn es hätte nahezu alle Sicherheitsprobleme der letzten zehn Jahre im Mozilla Thunderbird vermieden. Diese hatten immer mit der Darstellung von Mail im HTML-Format zu tun. Leider ist der Thunderbird ein „modernes“ Programm. Die Standardeinstellung ist die gefährliche Einstellung, und die sichere Einstellung ist ziemlich gut versteckt, so dass man sie so nicht leicht findet, wenn man nicht weiß, wo sie ist. Wenn eine E-Mail angezeigt wird, befinden sich über dem Anzeigebereich der Mail einige Aktionsknöpfe (das ist das deutsche Wort für einen Button zum Anklicken), und der letzte ist mit „Mehr“ beschriftet. Wenn man darauf klickt, öffnet sich ein Menü. Dort kann man unter „Nachrichteninhalt“ dann unter anderem „Reintext“ auswählen, wenn man keine Lust auf einen gecrackten Computer nach dem Anschauen einer Mail wegen einer weiteren Sicherheitslücke im Thunderbird hat. Warum das so gut versteckt ist? Warum man das nicht über die normalen Einstellungen findet? Warum die Standardeinstellung die gefährliche ist? Ich habe auch keine Ahnung, wie die Mozilla Foundation auf ihre Ideen kommt. Die hatten sicherlich einen Grund dafür, den sie sogar für einen guten gehalten haben. Was ich hingegen weiß, ist, was für eine Meinung ich über die Mozilla Foundation habe, und die ist nicht so gut… ja, ich frage mich öfter mal, wer denen eigentlich ins Gehirn geschissen hat! 😤️![Gefährliche Website -- Auf dieser Website besteht die Gefahr, dass Angreifer dich zur Installation von Software oder zur Preisgabe von Daten wie Passwörtern, deiner Telefonnummer oder Kreditkartennummern verleiten möchten. Brave rät dringend dazu, auf die Schaltfläche „Zurück zu sicherer Website“ zu klicken. Weitere Informationen zu dieser Warnung -- [Details] -- [Zurück zu sicherer Website]](https://spam.tamagothi.de/wp-content/uploads/2025/01/brave-warnung-500.png)
Wer darauf antwortet, bekommt noch weitere lustige Geschichten von der grundlos an einen Unbekannten verschenkten Million aus dem Posteingang erzählt. Leider kann der gnädige Geber nicht einfach eine Banküberweisung machen oder einen Scheck ausstellen und als versicherten Brief absenden, sondern es kommt zu den absurdesten und teuersten Geldtransfermethoden, die sich die Spammerfantasie nur ausdenken kann. Und dabei werden ganz viele Vorleistungen fällig, bevor es endlich das Geld gibt. Hier ein Hunnie für den Stempel, dort ein paar Hunderter für den Notar, und der Betreiber des Geldspeichers – meist als „Sicherheitsfirma“ bezeichnet, die das Geld sicher aufbewahrt – will natürlich auch noch was für ihre Dienste sehen. Ach, und ein paar korrupte Beamte müssen natürlich noch bestochen werden. Oh, und der Zoll lässt sich einen Zettel wegen des Geldwäschegesetzes bezahlen. Das kann der werte indische Geschäftsmann und Philanthrop natürlich nicht bezahlen, der verschenkt ja immer nur die Millionen, bei dem ist jetzt sogar die Portokasse leer, und deshalb muss man es selbst bezahlen. Am besten schön anonymisierend über Western Union und Konsorten. Damit die Betrügerbande rauschende Abende im Puff feiern kann.
Oh, ihr habt jetzt angelernte neuronale Netzwerke, um eure spammigen Spamtexte zu generieren? Die wechseln in ihrer Weitschwafeligkeit beim Wiederholen und Aufblähen gern Begriffe durch semantisch verwandte Begriffe aus, damit es variabler und eloquenter klingt, obwohl sie im Kern noch einmal das gleiche schreiben. So wird aus dem schon im Betreff explizit genannten „Notfallset fürs Auto“ ein höchst allgemein benannter „Sonderrabatt für Lieblingsprodukte“. Kein Mensch mit einer Spur von Sprachgefühl würde so formulieren. Es klingt dumm und unbeholfen. Selbst die intelligenzverachtendste, mit Fuck-it-Haltung getextete Reklame würde den gleichen Weg genau in die andere Richtung gehen und beim Aufblähen von allgemeineren, mit psychologischen Tricks um Aufmerksamkeit buhlenden Anpreisungen zum beeindruckensollenden Speziellen gehen. Aber eine so genannte „künstliche Intelligenz“ ist eben dumm. Die hat kein Sprachgefühl. Die hat „nur“ Statistiken.