Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Mein neues Sparbuch

Samstag, 21. März 2020

Bislang kenne ich „Angebote“ der Marke „Mach doch einfach Geld mit Kryptowährungen“ vor allem aus meinem täglichen Eingang von illegalen und asozialen Spammails. Diese seligen Zeiten scheinen vorbei zu sein. Die folgende, offen an die Angst um erspartes Geld appellierende Reklame der hannöverschen MPER UG wird zurzeit in viele wehrlose Briefkästen in Hannover gesteckt, und zwar bevorzugt in Stadtteilen mit eher höherem Altersdurchschnitt und eher bürgerlich-konservativen Einwohnern:

Aktienmärkte brechen zusammen! -- Minuszinsen auf Girokonten! -- Die Immobilienblase platzt! -- Keine Panik, wir sind für Sie da! -- Jetzt Geld sparen auf www punkt mein strich neues strich sparbuch punkt de

Ich meine ja, dass diese Zettel schon vor jeder Recherche recht halbseiden aussehen, zumal nicht der kleinste Hinweis gegeben wird, wieso man den Leuten, die diese Werbung verteilen lassen, sein erspartes Geld geben sollte. Aber das ist nur mein erster Eindruck von diesem Angebot, für den der Anbieter leider keine zweite Chance mehr hat.

Wer sich davon nicht abschrecken lässt und die angegebene Website besucht, landet nach einer Weiterleitung auf einer Webseite in der Domain mper (punkt) io*, wo einem nicht nur schon in der Navigation erklärt wird…

Detail aus der Website unter mper (punkt) io -- Die Navigation mit den Punkten Home, Shop, Portfolio, Sparbuch, Angebot, Karriere, Blog, B2B, Warum Wir die Besten sind, Welchen Profit kann ich erwarten

…dass es sich um die Besten handelt und dass es Profit gibt, sondern auch direkt darunter erklärt wird, was mit dem Geld gemacht wird:

Einfach in unserem Shop die gewünschte Summe investieren und schon beginnt ihr Geld für Sie zu arbeiten. Es handelt sich hier um Kryptomining. Unsere Miningcomputer schütten stetige Erträge aus. Es erfolgt eine monatliche Ausschüttung. Seien Sie unabhängig von anderen Märkten und beobachten Sie entspannt den Zuwachs auf ihrem Sparbuch!

Ich will es mal so sagen: Das ist kein klar illegales Geschäftsmodell, wenn jemand davon leben will, dass andere ihm sein Geld dafür geben, dass er Kryptowährungen rendert. So weit ich das als Nicht-Jurist absehen kann, ist es eine ganz gewöhnliche Dienstleistung. Und leider ist es auch noch nicht illegal, eine Spekulation als ein „Investment“ zu bezeichnen, obwohl es sich dabei um sehr verschiedene Formen der Geldanlage handelt, sowohl was die möglichen Profite, als auch, was die damit verbundenen Risiken betrifft.

Eines ist dieses „mein neues Sparbuch“ allerdings nicht: So kalkulierbar wie das Sparbuch, an das man von der irreführenden Reklame und dem irreführenden Domainnamen erinnert werden sollte. Leider wird nicht angegeben, welche Kryptowährungen gerendert werden sollen, so dass ich im Folgenden für meine kleine Darlegung ein bekanntes Beispiel verwende. Die bekannteste, ja, inzwischen allgemein bekannte Kryptowährung ist der Bitcoin. Die Bitcoin-Kursentwicklung in den letzten dreißig Tagen sah so aus:

Ein Kursverlust von 35,1 % innerhalb eines einzigen Monats, und das wohlgemerkt trotz einer deutlichen Erholung vom letzten Kurseinbruch.

Quelle des Screenshots mit diesem Chart ist www.finanzen.net. Ich habe diesen Screenshot eben gerade angefertigt. Er wurde nicht von mir rausgepickt, um einen bestimmten Eindruck zu erwecken, sondern er spiegelt aktuelles Handelsgeschehen bei der bekanntesten Kryptowährung, dem Bitcoin, wider.

So ein Kursverlust um 35 % binnen eines einzigen Monats wirkt sogar noch ein bisschen bitterer, wenn man sich klar macht, dass dieser Wert nach einer deutlichen Kurserholung erreicht wurde. Zwischendurch war es noch viel bitterer. Wohl dem, der gute Nerven hat oder nur Geld verliert, das er nicht braucht und sowieso wegwerfen wollte! 📉

Ich bitte auch um besondere Beachtung und Würdigung der Tatsache, wie stark die Schwankungen des Kurses für einen Bitcoin innerhalb eines einzigen Monats werden können. Da wurde fast jeder Wert zwischen 4.300 und 9.000 € erreicht. Bei dieser Betrachtung sollte jedem durch kurze Benutzung des eingebauten Gehirnes von allein klar werden, was der Unterschied zwischen einer „Investition“ in Bitcoin-Rendering und einem Sparbuch ist. Und die gefürchteten „Minuszinsen“ auf einem Girokonto – in meinen Augen übrigens eine halsabschneiderische Unverschämtheit des Bankengewerbes, die jetzt schon die Richtung erahnen lässt, in welche es nach einer weitgehenden Abschaffung des Bargeldes gehen wird – ja, diese „Minuszinsen“ sehen damit verglichen auch gar nicht mehr so schlimm aus.

Meinen launigen Anmerkungen zum „Geldverdienen durch Bitcoin-Investments“ vom 5. September 2017 habe ich generell immer noch nichts hinzuzufügen. Insbesondere der siebte Punkt ist jetzt schon seit Jahren von zeitloser Aktualität:

Die Kursschwankungen bei Bitcoin sind in ihrer Heftigkeit jenseits von Gut und Böse. Wenn die Währung eines beliebigen Staates derartige Kursschwankungen hätte, käme niemand auf die Idee, darin zu „investieren“ – und vermutlich würden innerhalb dieses Staates viele Geschäfte über kalkulierbarere Schwarzmarktwährungen laufen

Übrigens hat die Website mit dem Angebot eines „neuen, besseren Sparbuches“ auch einen kleingedruckten Anteil, der in Augenpulverschriftgröße kontrastarm in dunkelgrau auf dunkelblau gesetzt wurde, damit man nicht gleich beim Anblick des Kleingedruckten sieht, was das Großgedruckte bewusst verschweigt. Das sieht so aus:

Diese Website ist frei von Finanzprodukten & Investmentberatung. -- Zunkunftsszenarien beruhen auf Daten aus der Vergangenheit und sind hochgerechnet bzw. geschätzt. Jede Information auf dieser Website ist daher rein informativ und ist nach unserem besten Wissen und Gewissen verfasst. Wie die Zukunft allerdings aussieht können auch wir nicht vorhersagen. -- Ein Jeder sollte daher stets nach dem Motto:'Do your own Research' handeln.

Okay, das war unfair, denn dies ist eine verkleinerte Darstellung, um in dieses Blog zu passen. Wer es genau so „gut“ lesbar wie dort drüben bei den Anbietern neuer Sparbücher lesen möchte, nehme besser meinen Screenshot dieses Details in Originalgröße. 🕵️

Oh, selbst das ist mit der Lesebrille ein bisschen schwierig und anstrengend? Na gut, dann gibt es hier noch einmal den Text in leicht lesbarer Form:

Diese Website ist frei von Finanzprodukten & Investmentberatung.
Zunkunftsszenarien beruhen auf Daten aus der Vergangenheit und sind hochgerechnet bzw. geschätzt. Jede Information auf dieser Website ist daher rein informativ und ist nach unserem besten Wissen und Gewissen verfasst. Wie die Zukunft allerdings aussieht können auch wir nicht vorhersagen.
Ein Jeder sollte daher stets nach dem Motto: „Do your own Research“ handeln.

So so, frei von Finanzprodukten (wenn man mal von einem angeblichen Sparbuch absieht) und Investmentberatung (wenn man mal davon absieht, dass einem nahe gelegt wird, in Kryptowährungs-Rendering zu investieren). Sehr lustig! Und alles, was da steht – zum Beispiel, dass man entspannt den Zuwachs auf seinem Sparbuch beobachten könne – ist völlig unverbindlich, im Zweifelsfall einfach nur geraten und bedeutet letztlich nichts. Es kann ja keiner wissen, was die Zukunft bringt! 🔮

In diesem Sinne sollte also jeder stets nach dem Motto „Untersuch es doch einfach selber“ handeln, wenn ihm ein Produkt oder eine Dienstleistung verkauft werden soll. Fürwahr, eine gute Empfehlung! Vor allem, wenn es um Geld geht. Es soll ja, so habe ich mir sagen lassen, eine ganze Menge Leute da draußen in der Welt geben, die davon leben, dass sie andere Menschen, bevorzugt naive Menschen, von ihrem Geld trennen**.

Kurz gesagt: Das Kleingeschriebene sagt nichts anderes, dass alles auf der gleichen Seite Großgeschriebene völlig unbedeutend ist. Dieser bemerkenswert klaren Äußerung des mir unbekannten Autors und Sparbuchmachers getraue ich mich beim besten Willen nicht zu widersprechen. 😉

*Der Link ist nicht direkt gesetzt, sondern geht auf eine Archivversion. Nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass dieser Archivversion etwas zustoßen sollte, gibt es hier auch noch eine zweite Archivversion beim Internet Archive. Allein schon zu meiner eigenen Absicherung.

**Auch bei mir mal etwas Kleingeschriebenes im Lande des vollumfänglichen Rechtsschutzes für beleidigte Leberwürste: Keineswegs soll dies eine öffentliche Behauptung sein, dass dieser freundlich mit alarmrot im Briefkästen verklappten Angstappellen um das Geld anderer Menschen werbende Dienstleister zu dieser Menge gehörte und mit seinem Geschäft beutelschneiderische oder gar schlimmere Absichten verbände. Jeder Mensch sollte stets nach dem Motto „Benutze dein eigenes Gehirn“ handeln!

I load BTC wallets. NO UPFRONT FEE!

Samstag, 21. März 2020

Newsgroup: de.comp.os.unix.programming
Von: paypal.agent.kent@gmail.com
Betreff: I load BTC wallets. NO UPFRONT FEE!

I load Bitcoin wallets, Recover lost Bitcoins, & help with FOREX / BITCOINS Investments. For more info text or send me a message via WhatsApp – +1 (424) 261 xxxx Instagram @kentxxxxxx

I am Kent Sungle
Administrator at Block Chain

Hier spammt der „Blockchain-Administrator“ noch selbst. Mit einer Mailadresse, die er wohl vorher für die „Dienstleistung“ verbrannt hat, „Paypal-Konten aufzufüllen“. Das funktioniert zwar alles nicht, aber er wird daran schon verdienen. Obwohl er keine Vorkasse nimmt. Aber ihm ist sicher etwas eingefallen, wie er im weiteren Verlauf des Betruges sein Geld macht. Vielleicht macht es einfach so wie dieser indische PayPal-Hacker, der über fluthafte Kommentarspam in Blogs naive Menschen gesucht hat. Ohne weitere Worte. 🤦

Fw: Servus. wie geht es dir?

Freitag, 20. März 2020

Von: Clemens Bender <postmaster@tailoy.com.pe>

Kenne ich nicht.

Das hätte doch keiner gedacht! http://tersrogguequi1970.blogspot.in/

Kennt mich aber auch nicht, denn sonst hätte er mich sicherlich namentlich angesprochen. Das ist Massenware, und der Link vermutlich Gift.

___
Viele Grüße und lass mal wieder von dir hören
Clemens Bender

Nein, so leicht sollte man sich wirklich nicht zu einem Klick in eine Spam überrumpeln lassen. Der Link führt nach etlichen Weiterleitungen in die wenig Vertrauen erweckende Domain t500track4 (punkt) com, wo einem die folgende angebliche „Zeit Online“ präsentiert wird:

Screenshot der betrügersichen Website im Design von Zeit Online -- TV-Stars Investition Geheimnisse: Frank Elstner erzählt seine erstaunliche CryptoCode-Geschichte! -- In einem Exklusivinterview erzählte Herr Elstner seine erstaunliche Investment-Story in ein Krypto-Währungssystem. Wir haben das System getestet, und es funktioniert! -- Von Julia Klaus und Henrik Merker -- 4. Januar 2019, 13:12 Uhr

Ich will heute gar nicht so viele Worte machen, wie ich sonst immer mache, sondern mich ganz kurz fassen: Nichts auf dieser Webseite stimmt! Nein, gar nichts.

  1. Es ist nicht die journalistische Website „Zeit Online“, was man auch schon an der Domain sieht. Es ist eine von Spammern betriebene Website, die gezielt einen falschen Eindruck erwecken soll. Dass dabei die Marke eines Unternehmens in den kriminellen Dreck gezogen wird, ist den asozialen Spammern egal.
  2. Ein angebliches „Reichwerd-Geheimnis“, das als Artikel einer Zeitungswebsite im offenen Web gelesen werden könnte, wäre kein Geheimnis mehr.
  3. Hier erzählt nicht der aus dem Fernsehen bekannte Frank Elstner (von dem weiter unten auch noch ein Pressefoto missbraucht wird) etwas Interessantes, stattdessen erzählt euch ein anonym bleibender Spammer von seiner offenbar nicht funktionierenden Reichwerdmethode. Statt so viele Worte unter falschem Namen zu machen, die so blöd und bauernfangend geschrieben sind und uns anschließend allen eine Spam ins Postfach zu machen, damit die blöden, bauernfangenden Worte auch gelesen werden, könnte der Spammer ja einfach selbst mit seiner Reichwerdmethode reich werden. Dann brauchte er auch nicht mehr zu spammen. Die Frage, warum er das nicht einfach tut, beantwortet sich schon durch kurze Gehirnbenutzung wie von selbst.
  4. Spekulation mit Kryptowährungen ist keine „Investition“, sondern Spekulation. Das ist ein feineres Wort für „Glücksspiel mit Preisschwankungen für irgendwelche auf einem Markt gehandelten Dinge“. Hochriskante Spekulation, versteht sich. In Dinge, die nicht einmal materiell sind und ihren Wert nur aufgrund des Glaubens vieler Menschen an ihren Wert haben, nicht aufgrund eines möglichen Nutzens oder auch nur aufgrund ihrer Schönheit. Dieser Glaube der Bitcoin-Inhaber ist sehr starken Schwankungen unterworfen. Wenn man das dabei leicht verlorene Geld nicht wirklich übrig hatte, gibt es schnell bittere Tränen. Beim großen Bitcoin-Crash 2018 wurde in den einschlägigen Foren offen über Suizidprävention gesprochen. Und manchmal ist das bitter erarbeitete Geld sogar futschikato vollständig verschwunden [Archivversion des Welt-Artikels]. Na ja, strenggenommen existieren die Bitcoin noch, aber es kommt niemand mehr mit vertretbarem Aufwand dran.
  5. Die Reichwerdmethode funktioniert nicht. Das sieht man übrigens schon daran, dass dafür gespammt wird. Und unter falschem Namen gelogen.
  6. Die Namen der angeblichen Autoren sind nicht der Name des illegal und asozial vorgehenden Spammers.

Ansonsten habe ich meinen launigen Anmerkungen vom 5. September 2017 bis heute nichts hinzuzufügen. 😉

Grüße auch an den Spamboy Sven Hegel!

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******News******
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Tatiana Calderon: Future F1 driver?
Tatiana Calderon is a Formula One test driver for Alfa Romeo Sauber and is one of the biggest hopes for women in F1. Can she become a full-time driver?

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along with other parts of the world

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a city that’s hemmed in by water on three sides

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Wer es bis eben noch für möglich hielt, dass die Spam doch eine Mail von einem Bekannten sein könnte, wird spätestens beim Anblick dieser völlig kontext- und hirnlosen Spamprosa eines Besseren belehrt. Kein denkender und fühlender Mensch würde so einen Textmüll unter seine Mitteilungen einfügen.

Entf! 🗑️

Aus aktuellem Anlass

Donnerstag, 19. März 2020

Hier geht es nicht um eine Spam, sondern es gibt nur einen Link auf die Hinweise des Landeskriminalamtes Niedersachsen zu aktuellen Betrugsmaschen rund um die laufende Corona-Epidemie:

Als Ende Februar uns der erste Fakeshop bekannt wurde, der mit der aktuellen Corona-Situation Geld machen wollte, war dies wohl erst der Beginn von diversen Betrugsmaschen, die da noch folgen sollten und wohl auch noch folgen werden

Verbrecher und halbseidene Geschäftemacher wissen genau, dass der Verstand eines Menschen unter Angst nicht gut funktioniert. Deshalb nutzen sie diese Gelegenheit. Was sie damit anrichten, ist ihnen egal. Sie sind asozial und widerlich.

Bitte nicht betrügen oder abzocken lassen – und erst recht nicht auf die Idee kommen, irgendwelche Gesundheits-Angebote wie Atemschutzmasken zu kaufen, weil man in unverlangt zugestellter E-Mail dazu aufgefordert wird! Ich habe zurzeit mindestens zehn derartige Spams (natürlich auch mit längerem Text) an jedem verdammten Tag.

Was die Polizei nicht sagt: Auch bei der „Beratung“ durch Apotheker eher aufmerksam sein und sich nichts aufschwatzen lassen.

Kooperation mit tamagothi.de

Donnerstag, 19. März 2020

Sehr geehrte Elias Schwerdtfeger,

Hui, ein Spammer, der das Impressum gelesen hat und sogar die richtige Mailadresse gefunden hat? Das ist selten. Die Anrede wirkt fast richtig, wenn man mal davon absieht, dass ich nicht „Elisa“ heiße und keine Frau bin. Ich habe auch nicht vor, das zu ändern. 😉

ich heiße Taras und vertrete die Firma Jooble (de.jooble.org). Wir arbeiten in 71 Ländern seit 12 Jahren. In Deutschland wird Jooble von ungefähr einer Millione [sic!] Nutzer monatlich besucht.

Der Absender nennt sich Taras und sendet mir völlig unverlangt eine E-Mail zu, die erfreulicherweise aus inhaltlichen Gründen direkt und automatisch ins Tönnchen sortiert wurde, obwohl doch so vieles an der Spam gut gelungen ist. Er erzählt mir was von vielen Ländern, Zeit, Arbeit und einer Website, die mehr Besucher als Unser täglich Spam hat. Und obwohl Taras gründlich genug das Impressum gelesen hat, um meinen Namen herauszubekommen und zu sehen, dass die Gammelfleisch-Adresse eine Falle für Spammer ist (das schafft ja kaum jemand), hält Taras mich…

Wir zeigen Interesse an der Kooperationsmöglichkeit mit Ihrer Firma.

…aus nicht nachvollziehbaren Gründen für einen Menschen mit Firma. 🐒

Wo dieser Taras wohl seine Adressdatenbank gekauft hat? :mrgreen:

Unser Spammer redet von „meiner Firma“, obwohl er, sie oder es niemals irgendwo irgendeine Firmierung gefunden haben kann. Wie denn auch? Weder habe ich mit meinem kleinen Auftritt im deutschsprachigen Web eine Gewinnerzielungsabsicht, noch habe ich ein angemeldetes Gewerbe, noch firmiere ich unter irgendeinem Fantasienamen wie „Jooble“. So viel zur ganz besonderen Gründlichkeit der Akquise durch die Firma „Jooble“, die dermaßen bekannt ist, dass ich von ihr übrigens heute zum ersten Mal in meinem Leben gehört habe. In einer Spam. Zu schade für dieses „Jooble“, dass es jetzt keine zweite Chance für seinen ersten Eindruck mehr hat. 🐗

Was die wohl herstellen? 🏭

Aber hey, mal schauen, wie die mit mir „kooperieren“ wollen:

Wir möchten Ihnen einen kostenlosen Werbeplatz mit Link zu Ihrer Webseite bei Jooble vorschlagen. Sie können damit schöne Werbung Ihrer Webseite machen.

Dafür bitten wir Sie darum, einen Link zu Jooble (de.jooble.org) auf Ihrer Webseite einzufügen. Sie können Jooble mit einem einfachen Textlink, mit einem Logo bzw. mit einem Banner auf Ihrer Webseite verlinken.

Erstmal eine Konrinthe: Ich habe mehr als nur eine Webseite. Eine Seite ist eine einzelnes Dokument, und eine Site ist ein Ort. Eine Website ist typischerweise ein (häufig unter einer Domain verfügbarer) Ort, an dem Webseiten über das HTT-Protokoll angeboten werden, sagen wir mal so etwas wie Unser täglich Spam, das zurzeit aus 5.371 Seiten mit Texten, meist zu einer einzelnen Spam, zum Teil ergänzt um zugehörige Dateien, sowie aus vielen weiteren Seiten mit Ansichten zu Schlagwörtern, Kategorien und Zeitabschnitten besteht – das also eine Website ist, die etliche zehntausend Webseiten umfasst. Wer mir das nicht glaubt, schaue sich doch einfach mal ein bisschen um! 📚

Jemand, der im Internetmarketing arbeitet und den Mitgestaltern des deutschsprachigen Webs irgendwelche Angebote offeriert, sollte diesen Unterschied kennen, genau so, wie jemand, der Bücher verkauft, den Unterschied zwischen einem Buchstaben und einer Bücherei kennen sollte, obwohl diese Wörter eine oberflächliche klangliche Ähnlichkeit haben. Jemand, der angeblich im Internetmarketing arbeitet und diesen Unterschied nicht kennt, ist dumm, inkompetent und halbwissend und kann sowieso erstmal weg. Wenn sich diese Dummheit, diese Inkompetenz und dieses irgendwo unsystematisch aufgeschnappte Halbwissen mit hochnotwichtigem Geschwätz verbinden, ist es außerdem sehr lächerlich und alles andere als eine Empfehlung, ins Geschäft zu kommen. 🤡

Diese emsig und offenbar wahllos spammenden Spammer wollen mir also vorschlagen, dass ich Spammer werde und die Suchmaschinen vollspamme, indem ich einen Link in die Website dieser „Firma“ setze. Nun, mir fehlen leider gerade die freundlichen Worte für eine mögliche Antwort, und die unfreundlichen möchte ich mir vorerst aufsparen. 🖕

Der Sinn, und zwar der einzige Sinn solcher von Spammern erbettelten Links ist es, dass die Indexer von Suchmaschinen sie finden und die „vielfach verlinkte Website“ für wichtiger halten, als sie ohne diese auf Suchmaschinen gerichtete Spam zu sein schiene. In der Folge taucht die so nach oben gespammte Website häufiger und weiter oben in Suchergebnissen auf. Naive Nutzer einer Suchmaschine, die überhaupt nicht damit rechnen, dass sie an dieser Stelle mit Spam konfrontiert werden, werden überrumpelt und besuchen Websites, für die sich ohne Spam sicherlich im Kontext ihrer Suche niemand interessieren würde – denn sonst würden sie ja auch gelegentlich ohne derartige Spam entsprechend verlinkt. Die gesamte so genannte „Suchmaschinenoptimierung“ ist nichts weiter als Spam, Spam und Spam, und oft sogar eine ganz besonders hinterhältige und miese Spam. Die Leute, die diese Spam machen, würden vermutlich nur von ihrer Mutter vermisst, wenn es sie nicht gäbe. Und wer weiß: Wahrscheinlich wirft die Mutter schon jedes Mal mit Steinen, wenn sie einen Storch sieht. Nicht, dass der noch so einen beschämenden asozialen Zombie bringt! 🧟

Der Link, den man dafür vom Spammer „zurückbekommt“, ist praktisch bedeutungslos. Er liegt kontextfrei in einer großen, für Menschen völlig uninteressanten Linkhalde, die auch von Suchmaschinen als irrelevant erachtet wird. Es kann sogar passieren, dass man für einen Link in solchen Linkhalden von den Suchmaschinen „abgestraft“ wird, weil er ein Hinweis darauf ist, dass man aktiv Spammethoden verwendet. Es ist also ein ganz schlechtes Geschäft. Sowohl für einen selbst, als auch für die meisten anderen Menschen auf der Welt, deren Suchergebnisse mit Spam verseucht werden. Nur der freundliche Linktausch-Spammer hat etwas davon. 💩

Allerdings betreibe ich meine Website weder, um zu spammen, noch, um die ganz große Aufmerksamkeit damit zu bekommen – und deshalb gibt es für mich nur einen einzigen Grund, einen Link zu setzen: Dass dieser Link meiner Meinung nach im Zusammenhang eines Textes für den Besucher und Leser wichtig oder hilfreich ist. Denn ich schreibe für Menschen, nicht für die Indexer von Suchmaschinen. 🤖

Und ein Link, zu dem ich in einer Spam „an meine Firma“ aufgefordert werde, ist in meinen Augen alles andere als wichtig oder hilfreich für meine wenigen Leser. Er ist Müll, und zwar möglicherweise gefährlicher Müll. Spam ist niemals ein gutes Zeichen. ☣️

Teilen Sie mir bitte mit, ob Sie daran Interesse haben?

Ich hätte mehr Interesse, dem Spammer dabei zuzuschauen, wie er langsam, angsterfüllt, schmerzhaft und einsam verreckt. Mit diesen Gestalten ist leider kein Frieden möglich, denn sie kennen bei der Durchsetzung ihrer gierigen Ziele nichts als Spam, Lüge und Manipulation. 🙁

Mit freundlichen Grüßen,

Taras Haponiuk | Country Manager | e-mail: taras.haponiuk@jooble.com

Wenn das Freundlichkeit ist, will ich den Rest nicht mehr kennenlernen. 😱

Aber hey, hier spammt der „Country Manager“ noch selbst! Möge er weiterhin sein Country managen, auf dass sein Country gut gemanagt sei! 😂

Entf! 🗑️

Nachtrag: Dieses Jooble arbeitet schon seit einigen Jahren daran, einen möglichst schlechten Ruf zu bekommen. Ich kann sowohl von der Verlinkung als auch von der Verwendung zur angeblichen „Jobsuche“ nur abraten.

Spende

Mittwoch, 18. März 2020

Abt.: Vorschussbetrug, einfach, billig und geschmacklos. ♻️

Von: Miss Rose <missroseloanfirm11@gmail.com>

Kenne ich nicht. Und die Mailadresse, die sich wie einer dieser angeblichen Geldverleiher aus der Spam anhört, die vom Vorschussbetrug leben, lässt nichts Gutes erwarten. 🧛

Herzlichen Glückwunsch an Sie […]

Genau mein Name! 👏

[…] und Ihre Familie […]

Ich habe keine Familie.

[…] 500.000,00 Euro wurden von einem Powerball-Gewinner, Herrn Manuel Franck, an Sie weitergeleitet.

Das ist ja nett. Der kennt mich nicht einmal, und ich habe seinen Namen auch noch nie gehört, aber kann mir einfach so eine halbe Million Øre weiterleiten. Fragt sich nur noch, was ein „Powerball“ sein soll. Handelt es sich etwa um ein Fußballspiel mit Kanonenkugeln, für Spieler mit richtig „Power“? Ah nein, die Ente hilft, es ist eine US-amerikanische Lotterie. Für US-Bürger, die gern freiwillig eine Steuer auf ihre Dummheit zahlen, wenn man ihnen Gewinnmöglichkeiten verspricht. 💸

Als ob die von jemanden gespielt würde, der deutsch spricht! 🤦

Weitere Informationen zur Spende erhalten Sie per E-Mail:
manuelfranco9910@gmail.com

Jetzt, wo es gerade interessant wird, ist dem Spammer mal wieder das Mailpapier ausgegangen. Wer mehr erfahren möchte oder mal eben tausend lila Lappen der EZB bekommen möchte, um in der laufenden Corona-Pandemie noch mehr Klopapier hamstern zu können, muss zurückschreiben. 🚽

Aber bloß nicht an die Absenderadresse schreiben, denn die ist gefälscht und kommt gar nicht beim Spammer an. Und trotzdem daran glauben, dass man einfach von einem Unbekannten eine halbe Million Euro geschenkt bekommt. Steht ja in der unpersönlich formulierten Spam mit gefälschtem Absender. Können diese Augen lügen? 🤥

Entf! 🗑️

Achtung! Corona-Abzocke in der Apotheke

Dienstag, 17. März 2020

Was machen Verbrecher, Betrüger und halbseidene Geschäftemacher, wenn die Menschen Angst haben? Richtig: Sie versuchen diesen Menschen etwas anzudrehen, was ihnen gegen ihre Angst helfen soll und machen damit ihr niederträchtiges Geschäftchen.

Was machen Verbrecher, Quacksalber und halbseidene Geschäftemacher, wenn die Menschen angesichts einer umlaufenden, sich zur Pandemie entwickelnden Seuche Angst haben? Richtig: Sie versuchen diesen Menschen etwas anzudrehen, was ihnen gegen ihre Angst helfen soll und machen damit ihr niederträchtiges Geschäftchen.

Es ist leider nur zu gewöhnlich und widerlich. Ich empfange zurzeit täglich rd. zehn E-Mail-Spams, in denen mir Spammer Atemmasken verkaufen wollen.

Zum Glück dürfte nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung auf Gesundheitstipps und Gesundheitsprodukte von asozial und illegal spammenden Verbrechern hereinfallen. Aber es gibt ja nicht nur die Spam, es gibt auch noch die normale Reklame, die vielerlei Wege geht. Und diese normale, leider völlig legale Reklame kann auch eine ganz ordentliche Abzocke einleiten.

Das im Folgenden abgebildete Fax der Klosterfrau Healthcare Group – sehr bekannt durch ihren teuren und mit medizinischen Versprechungen¹ verkauften Kräuterschnaps „Klosterfrau Melissengeist“ und hier ganz bewusst nicht verlinkt – wurde in den vergangenen Wochen und Tagen an viele Apotheker in der Bundesrepublik Deutschland versendet (für ein größeres Bild bitte klicken, und entschuldigt mich bitte für die erbärmliche Qualität, aber mein Händi ist eine anderthalb Jahrzehnte alte Antiquität und ich hatte nichts besseres zur Hand):

Klosterfrau Melissengeist - auch zur äußerlichen Anwendung geeignet -- Liebes Apotheken-Team, -- sicher wird Händedesinfektionsmittel auch in Ihrer Apotheke als Reaktion auf den Coronavirus (SARS-VoV-2) verstärkt nachgefragt. Natürlich sind die gängigen Händedesinfektionsmittel hier die erste und oft auch günstigste Wahl. Wenn diese jedoch ausverkauft sind, können stark ethanol-haltige Produkte eine gute Alternative sein. -- Das in Klosterfrau Melissengeist enthaltene Ethanol kann aufgrund seiner Eigenschaften gegen behüllte Viren helfen. Ethanol-basierte Händedesinfektionsmittel wirken ab einem Gehalt 62% Ethanol desinfizierend. Mit 79% Ethanol erfüllt Klosterfrau Melissengeist diesen Umstand. -- Klosterfrau Melissengeist ist zur äußeren Anwendung zugelassen. Natürlich wirkt Klosterfrau Melissengeist mit seinen 13 Heilpflanzen weiterhin u.a. gegen Erkältungsbeschwerden. -- Bei Fragen stehen wir Ihnen unter folgenden Kontaktdaten gerne zur Vefügung -- Telefon: 0221 xxxx-x, Telefax: 0221 xxxx-xxx, E-Mail: dialog@klosterfrau.de -- Ihr Klosterfrau-Team der MCM Klosterfrau

Hier noch einmal der Text zum bequemen Lesen, damit auch ja die angemessene Übelkeit aufkommt:

Klosterfrau Melissengeist – auch zur äußerlichen Anwendung geeignet

Liebes Apotheken-Team,

sicher wird Händedesinfektionsmittel auch in Ihrer Apotheke als Reaktion auf den Coronavirus (SARS-VoV-2) verstärkt nachgefragt. Natürlich sind die gängigen Händedesinfektionsmittel hier die erste und oft auch günstigste Wahl. Wenn diese jedoch ausverkauft sind, können stark ethanol-haltige Produkte eine gute Alternative sein.

Das in Klosterfrau Melissengeist enthaltene Ethanol kann aufgrund seiner Eigenschaften gegen behüllte Viren helfen. Ethanol-basierte Händedesinfektionsmittel wirken ab einem Gehalt 62% Ethanol desinfizierend. Mit 79% Ethanol erfüllt Klosterfrau Melissengeist diesen Umstand.

Klosterfrau Melissengeist ist zur äußeren Anwendung zugelassen. Natürlich wirkt Klosterfrau Melissengeist mit seinen 13 Heilpflanzen weiterhin u.a. gegen Erkältungsbeschwerden.

Bei Fragen stehen wir Ihnen unter folgenden Kontaktdaten gerne zur Vefügung
Telefon: 0221 xxxx-x, Telefax: 0221 xxxx-xxx
E-Mail: dialog@klosterfrau.de

Ihr Klosterfrau-Team der MCM Klosterfrau

Zu diesem an viele Apotheker in Deutschland versendeten Fax gäbe es eine Menge Anmerkungen zu machen. Die folgende Liste ist sicherlich unvollständig:

  1. Zunächst nur eine pedantische typographische Korinthe: Zwischen Zahl und Prozentzeichen kommt ein schmales Leerzeichen mit einer Breite von einem Sechstel der Grundzeichenbreite, in HTML als beste Näherung ein &thinsp;. Dem Werber, der dieses Fax verfasst hat, waren die Prinzipien der Typographie nicht so bewusst oder vielleicht auch wegen seines Bildungsmangels gar nicht erst bekannt. Warum sollte er sich auch Mühe geben und nach gutem Stil streben? Es ist ja nur massenhaft versendete Reklame. Wer braucht da Stil? Es wurde zwar gefaxt, ist aber fast so unpersönlich wie eine Spam formuliert. Allein das gibt den „Stil“ vor. Den Stil von Spam.
  2. „Das Ethanol“ – umgangssprachlich meist einfach als „Alkohol“ bezeichnet – „kann gegen behüllte Viren helfen“ ist eine bemerkenswert schwache Formulierung, die sicherlich von jemanden ersonnen wurde, der längere Zeit über die möglichen Rechtsfolgen solcher Texte nachdachte und sich in keinerlei Haftungsrisiko begeben wollte oder sollte. Derartige Erwägungen waren wichtiger als ein guter typographischer Stil in der Firmenkommunikation.
  3. Sicherlich, man kann sich die Hände mit dem teuren Kräuterschnaps aus dem Hause Klosterfrau Healthcare Group desinfizieren. Wie im Fax selbst eingeräumt wurde, ist bei dieser Anwendung der enthaltene Alkohol der wirksame Bestandteil des Kräuterschnapses. Bei Amazon (ebenfalls bewusst nicht verlinkt) habe ich eben eine 475-Milliliter-Flasche „Klosterfrau Melissengeist“ zum Preis von 37,83 € gefunden, was einem Literpreis von zurzeit beinahe achtzig Euro entspricht.
  4. Wer sich die Hände mit Alkohol desinfizieren möchte, kann sich hierfür auch Brennspiritus aus dem nächsten Drogeriemarkt holen. Der Literpreis liegt um die zwei Euro. Mit den eingesparten rd. 78 Euro lassen sich sicherlich eine Menge schönerer Dinge machen, und wem da nichts einfällt, der mag mir vielleicht mal eine kleine Spende zukommen lassen.
  5. Einer der Nachteile, wenn man preiswerten Brennspiritus benutzt: Der Alkohol ist mit einer extrem bitter schmeckenden Substanz vergällt, damit keine Alkoholsteuer (früher: Branntweinsteuer) fällig wird. Wenn man hinterher etwas mit den Händen isst oder Nahrungsmittel beim Zubereiten mit den Händen anfasst, schmeckt es bitter. Das heißt aber noch lange nicht, dass man „Klosterfrau Melissengeist“ nehmen muss, ist doch auch eine Desinfektion mit Isopropanol möglich. Dieser kostet in einer Konzentration von 99,9 % so um die fünfzehn Euro pro Liter und ist damit immer noch deutlich preiswerter als der im Fax angepriesene Kräuterschnaps. Um ihn zur Desinfektion zu benutzen, sollte er mit destilliertem Wasser auf rd. 70 % verdünnt werden. (Danke, Sebastian!) Übrigens ist Isopropanol Bestandteil sehr vieler in Arztpraxen und Krankenhäusern verwendeter Desinfektionsmittel.

Niemand muss mir diese Aussagen glauben. Ich bin nur ein dahergelaufener Blogger, der im Internet gar vieles behaupten könnte. Im Zweifelsfall bitte einfach einen richtigen Arzt fragen! Skepsis ist die Mutter der Vernunft, aber Leichtgläubigkeit bringt nur Dummheit hervor. 😉

Aber besser nicht den Apotheker fragen! 🙁

Dieses Fax ist nämlich an sich schon schlimm genug, aber noch schlimmer ist es, dass es Apotheker gibt, die diese „Empfehlung“ der Klosterfrau Healthcare Group tatsächlich an ihre Kunden weitergeben und ihnen allen Ernstes teuren Kräuterschnaps zur Desinfektion empfehlen. Und zwar – so ein Apotheker hat ja in der BRD durchaus etwas gelernt – entgegen besseren Wissens um preisgünstigere, aber genau so wirksame Möglichkeiten. (Ja, sie könnten sogar Isopropanol zu den typischen „Apothekenpreisen“ verkaufen, die werten Damen und Herren Apotheker.)

Ich habe dazu – wohlgemerkt: ohne medizinische oder pharmazeutische Ausbildung, sondern als ein von meiner Übelkeit geplagter Betrachter dieser gegenüber den Kunden verschleierten Reklamenummer – nur eine Anmerkung zu machen:

Ein Apotheker, der diese dreiste Reklamenummer mitträgt, hat meiner Meinung nach kein vorwiegendes Interesse an der Gesundheit und dem Wohlergehen seiner Kunden. Es geht ihm allein um die Steigerung des Umsatzes seiner Apotheke durch den Verkauf überteuerter Produkte für einen bestimmten Zweck. Was auf diesem Hintergrund von jeglicher „Beratung“ durch diesen Apotheker zu halten ist, sollte sich jedem intelligenzbegabten Menschen durch sehr kurzes Nachdenken wie von selbst eröffnen, so dass ich es im Lande des vollumfänglichen Rechtsschutzes für beleidigte Leberwürste nicht mehr explizit erwähnen muss.

Wenn man seine Medikamente bei einem Apotheker kauft, der einem allen Ernstes „Klosterfrau Melissengeist“ zur Desinfektion andrehen wollte, kann ich nur eine Empfehlung geben: Medikamente fortan in einer anderen Apotheke zu kaufen.

Dem Geldbeutel und der Gesundheit zuliebe.

¹Die werbende Anpreisung „Traditionelles pflanzliches Arzneimittel“ mit einer Reihe von aufgezählten Anwendungsgebieten besagt nur, dass es sich um ein vorwissenschaftliches, auf Grund von Erfahrungswerten verwendetes Mittel ist. Der pharmakologisch wirksamste Bestandteil dürfte der Alkohol sein. Deshalb steht auf dem Zettel in der Packung auch „Das Arzneimittel ist ein traditionelles Arzneimittel, das ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung für das Anwendungsgebiet registriert ist“. Es gibt keinerlei verpflichtenden Wirksamkeitsnachweis für solche „Traditionsmedizin“.

ÜBERWÄLTIGENDE Kurzsichtigkeit: sehe alle winzige Dinge

Dienstag, 17. März 2020

Abt.: Tinnef-Spam in bestem Spamdeutsch

Brillenetui und Putztuch geben wir auch neben der Lupenbrille – jetzt günstiger Preis

Ist es ein Problem, einen Faden einzufädeln? Lupenbrille vergrößert alles
Zur Montierung, Näherei, zum Anstrich: 1,6malige Vergrößerung, langfristig

ÜBERWÄLTIGENDE Kurzsichtigkeit: sehe alle winzige Dinge
Abmelden hier Sind die Buchstaben zu klein? Lese alle Dinge einfach mit dieser Lupenbrille Irritiert dich, wenn du die winzigen Buchstaben nicht lesen kannst? Lupenbrille

So so, „Vergrößerung langfristig“. Das muss eine sehr moderne Lupe sein! 😀