Oh, die unfähigen Strokler von der Anführungszeichenfront werden auch immer besser. Jetzt hängen sie auch noch einen Punkt nach dem Betreff, der auf drei angehäuften Anführungszeichen endet. Na, vielleicht schaffen sie es ja doch noch mal, ihr Spamskript ein bisschen zu verstehen. Obwohl: Ist ja nicht so wichtig. Die wollen mir ja nur ein technisches Gerät für die Nutzung mit Computern verkaufen, da muss man doch nicht auch noch den Eindruck erwecken, dass man sich in dem Bereich ein bisschen auskennt. 🤭️
Ich stelle mir nur eine Frage, schon wenn ich den Betreff sehe: Wo soll eigentlich ein Internet herkommen, wenn man im Funkloch ist. Gut, wenn man den Kasten an einer Netzwerksteckdose im Funkloch hat, ist es kein Problem, aber da strahlt der Router eh schon WLAN aus. Trägt der Weihnachtsmann zusammen mit einer ganzen Armee aus Wichteln, Feen und Engeln das Internet zu einem kleinen Kästchen, weil das so schön mit Spam vermarktet wird? 🦄️
Ach, vom Internet ist ja auch erstmal gar nicht die Rede, nur vom WLAN. Das ist also einmal die übliche Runde Dummenfang. Natürlich kann man sich ein WLAN überall hin mitnehmen, so ein Zugriffspunkt ist nur ein kleines Kästchen. Das bleibt dann eben ein „drahtloses lokales Netzwerk“, wie es die Abk. ja auch schon so schön sagt. Mit dem Internet hat das erstmal nichts zu tun. Das ist die Bedeutung von „lokal“, dass es eine lokale Angelegenheit ist. Klar könnte man da auch einen Zugriffspunkt haben, der ins Internet (oder generell: in ein größeres Netzwerk) routet. Aber das ist nicht die Bedeutung von WLAN. Diese Spammer hoffen darauf, dass die meisten von Schule und Journalismus systematisch dummgehaltenen Menschen digitale Analfabeten sind, denen sie einen vermutlich überhöhten Preis für ein kleines, mit preiswerter Technik gefülltes Kästchen aus billigem chinesischem Plastik abknöpfen können, das ein lokales und drahtloses Netzwerk anbietet.
Denn nicht Daten sind der Rohstoff der Zukunft, Dummheit ists. Dummheit wird produziert durch Schule und Journalismus. Für die Wirtschaft und für die Kriminalität, denn dumm kauft gut und lässt sich jeden fabrikneuen Müll andrehen. Eventuelle Reste von Intelligenz, die dem lebenslang vorgetragenen Angriff entkommen sind, lösen sich durch regelmäßige Benutzung eines so genannten „Smartphones“ in einem süchtigmachenden, reißenden, schier unendlichen Strom von Banalem und Nichtigkeiten auf, der alle Aufmerksamkeit für sich beansprucht und die dumme Psyche unentwegt stimuliert und mit fremden Gefühlen aufkocht. Und zwischendurch Raider, den Pausensnack! Ach, der heißt jetzt ja Twix, sonst ändert sich nix. Der Erfolg der Massenverdummung ist verheerend. Viel Sterbespaß im Dritten Weltkrieg und viel Sklavenspaß im kommenden Feudalismus! G‘tt sei Dank habe ich das Leben schon hinter mir! Und G‘tt sei Dank habe ich keine Kinder, sonst säße ich schon längst im Gefängnis, weil ich so etwas nicht über Menschen ergehen lassen kann, die ich gern habe.
Wie üblich bei diesen ganz dummen Dummenfangspams steckt der größte Teil der Mitteilung in einem Bild, das beim Anschauen der Spam aus dem Web nachgeladen wird. Wer eine sicher konfigurierte Mailsoftware benutzt, sieht das alles nicht – ist aber auch nicht die richtige Zielgruppe für den mit vorsätzlich irreführende Vorstellungen erweckenden Angaben verhökerten Wireless Accesspoint.
Wenn das Beste daran ist, dass man 70 % Rabatt bekommt, aber gar nicht erfährt, auf welchen Preis dieser Rabatt gewährt wird, dann möchte ich das Miese aber gar nicht mehr kennenlernen. 😁️
Von mir könnt ihr übrigens Streichhölzer kaufen. Mit 90 % Rabatt! In Worten: „neunzig Prozent“. Das ist echt viel, das ist fast schon hundert. So billig ist es geworden, überall bequem und sicher Feuer machen zu können. Unentbehrlich für Sport, Camping, Garten und Freizeit. Da zahle ich noch drauf, wenn ihr von mir kauft. Versteht ihr: 90 % Rabatt! Ihr zahlt nur noch 9.999,98 € pro Streichholz. So könnt ihr fast 90 Kiloeuro sparen. Versteht ihr: Sparen! Geld! Sparen! Geld! Billig! Sparen! Vom gesparten Geld könnt ihr sicherlich gleich fünfhundert von diesen tollen, spambeworbenen Ryoko-WLAN-Kästen kaufen, dann habt ihr sogar immer und überall WLAN im Funklochland BRD mit seiner Bundesfunklochmeldeapp! (Nein, das ist keine Idee von Loriot, das ist die Wirklichkeit in der BRD.) Kommt, greift zu! Nur so lange der Vorrat reicht! So billig wird es nie wieder! 🤡️
Nur, um mal hoffentlich jedem Menschen – auch denen, die sich beim Erlernen der Grundrechenarten nicht gerade vorgedrängelt haben – klarzumachen, wie „sinnvoll“ die Angabe eines prozentualen Rabatts ist, wenn man dazu den Preis nicht nennt, auf welchem dieser Rabatt gewährt wird.
Spams, die von Rabatten faseln, sind immer Betrug. Das sieht man übrigens schon am illegalen und sehr asozialen Werbemittel der Spam. Leider völlig legale Reklame, die genau den gleichen Hebel bedient, ist in ihrem Charakter keine Spur besser. Große Prozentzeichen sind Warnzeichen. Immer. Überall. Sie zeigen, dass ihr es mit einem Pack zu tun habt, das eure Intelligenz verachtet. Wer schlau ist, geht woanders hin. Rechenmaschinen zum Nachrechnen sollte heute jeder Mensch in der Tasche haben.
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Dass ich Mails immer nur als Text anzeigen lasse, empfehle ich zur Nachahmung, denn es hätte nahezu alle Sicherheitsprobleme der letzten zehn Jahre im Mozilla Thunderbird vermieden. Diese hatten immer mit der Darstellung von Mail im HTML-Format zu tun. Leider ist der Thunderbird ein „modernes“ Programm. Die Standardeinstellung ist die gefährliche Einstellung, und die sichere Einstellung ist ziemlich gut versteckt, so dass man sie so nicht leicht findet, wenn man nicht weiß, wo sie ist. Wenn eine E-Mail angezeigt wird, befinden sich über dem Anzeigebereich der Mail einige Aktionsknöpfe (das ist das deutsche Wort für einen Button zum Anklicken), und der letzte ist mit „Mehr“ beschriftet. Wenn man darauf klickt, öffnet sich ein Menü. Dort kann man unter „Nachrichteninhalt“ dann unter anderem „Reintext“ auswählen, wenn man keine Lust auf einen gecrackten Computer nach dem Anschauen einer Mail wegen einer weiteren Sicherheitslücke im Thunderbird hat. Warum das so gut versteckt ist? Warum man das nicht über die normalen Einstellungen findet? Warum die Standardeinstellung die gefährliche ist? Ich habe auch keine Ahnung, wie die Mozilla Foundation auf ihre Ideen kommt. Die hatten sicherlich einen Grund dafür, den sie sogar für einen guten gehalten haben. Was ich hingegen weiß, ist, was für eine Meinung ich über die Mozilla Foundation habe, und die ist nicht so gut… ja, ich frage mich öfter mal, wer denen eigentlich ins Gehirn geschissen hat! 😤️![Gefährliche Website -- Auf dieser Website besteht die Gefahr, dass Angreifer dich zur Installation von Software oder zur Preisgabe von Daten wie Passwörtern, deiner Telefonnummer oder Kreditkartennummern verleiten möchten. Brave rät dringend dazu, auf die Schaltfläche „Zurück zu sicherer Website“ zu klicken. Weitere Informationen zu dieser Warnung -- [Details] -- [Zurück zu sicherer Website]](https://spam.tamagothi.de/wp-content/uploads/2025/01/brave-warnung-500.png)
Und nein, das wird im Folgenden nicht besser. Die lediglich dreiunddreißig Wörter dieser Spam, insgesamt 263 Byte, werden in 14.489 Byte grotesk aufgedunsenem HTML verpackt. Ich kriege davon einen Flashback in eine Zeit, in der Microsoft Word auf einmal um Mailfunktionen erweitert wurde, weil Internet damals der große Hype war.¹ Diese Mails sahen auch immer gruselig aus, siebenmal schlimmer als alles, was Microsoft Outlook jemals verbrochen hat, vor allem, wenn man sie mit einer Mailsoftware angeschaut hat, die nicht von Microsoft war. Und wer damals auf ein Modem zurückgeworfen war – und das waren immer noch sehr viele Menschen – hat diese sinnlose Stopfmasse gehasst. Es war nicht ungewöhnlich, dass ein kurzer Einzeiler in zwanzig Kilobyte völlig redundanten Auszeichnungen verpackt wurde. Zum Glück hat sich das damals schnell herumgesprochen, und der große Wahnsinn ging vorüber, um dem normalen Wahnsinn zu weichen. Dem Wahnsinn, den wir bis heute haben.
Mit einem „richtigen Browser“, also einem aufgeblähten, komplexen und damit auch für Schadsoftware um Größenordnungen anfälligeren Desktopbrowser wie Firefox oder Chrome – ich empfehle für solche Experimente mit Websites von Spammern dringend, eine virtuelle Maschine zu verwenden – bekommt man eine andere Weiterleitung, die zu einer Weiterleitung führt, die zu einer Weiterleitung führt. Und alle drei Weiterleitungen geben mir vorher eine deutlich formulierte Warnung meines Adblockers
Ich bin da natürlich völlig anderer Auffassung. Ein optischer Sicherheitshinweis, der von einem Angreifer nach Belieben ausgeblendet oder hinreichend gut simuliert werden kann, ohne dass ein naiver Anwender das auf dem ersten Blick erkennen könnte, hat für die Sicherheit nicht nur überhaupt keinen Wert, sondern macht sogar die damit versprochene Sicherheit völlig zunichte und verkehrt sie in ihr Gegenteil. „Aber natürlich, Cheffe! Ich habe auf den Link geklickt, die Datei geöffnet und den Zugangscode eingegeben. Das wollten sie doch so. Die Mail war doch von ihnen signiert.“ ist alles andere als ein undenkbares Szenario und kann einen fürchterlichen Schaden verursachen. Hinterher, wenn ein ganzes Unternehmensnetzwerk von Kriminellen übernommen wurde, heißt es in den Medien in der üblichen Albernheit der journalistischen Berichterstattung „Cyber Cyber“ und es gibt Symbolbilder von Maskierten im dunklen Zimmer, die wie die Hypnotisierten auf Matrix-Bildschirmschoner gucken, aber Microsoft ist mehr als nur ein bisschen dafür mitverantwortlich, was natürlich niemals so klar benannt wird.